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    meiernberg Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 30. August 2010
    "Hilfreich"-Bewertungen: 14552
    974 Rezensionen
    Michael Hell - Steirische Cembalokonzerte Michael Hell - Steirische Cembalokonzerte (CD)
    26.07.2019
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Filigrane Ergänzungen der musikalischen Geografie

    Das ist zumeist ganz zarte Musik. Selbst die beiden Trompeten im einleitenden Scheibl-Konzert verschreiben sich diesem Stil. Der geht auch gar nicht anders, will man den zarten Cembalo-Klang nicht zudecken. Auch die Neue Hofkapelle Granz trägt dem Rechnung. Nur die Violinen sind doppelt besetzt , sonst nur solistisch. Cembalist Michael Hell kann so ganz bewusst die klanglichen Eigenschaften seiner tollen Instrumente einsetzen. Die Werke selbst dürften zumeist wenig bekannt sein und erfahren nun eine Interpretation, die den Stücken aufs Schönste gerecht wird. Wer sich also mit Scheibl, Wagenseil, Steinbacher, Casteli und einem Anonymus auf die musikalische Reise in die schöne Steiermark begeben möchte, hat mit dieser neuen cpo-CD das richtige Transportmittel gefunden.
    Klarinettenkonzerte Nr.6,12,14 Klarinettenkonzerte Nr.6,12,14 (CD)
    26.07.2019
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Freundschaftsdienste

    Das gibt es nicht so oft, dass sich zwei Komponisten untereinander aushelfen, unterstützen und ergänzen.
    Da war es nur folgerichtig, eine CD mit Klarinetten-Konzerten des Michel Yost mit einer Komposition Johann Christoph Vogels zu kombinieren, denn der Vogel schreib immerhin die Orchesterversionen und Yost sich selbst nur die Solo-Parts auf den Leib.
    Das muss man wissen, wenn man die sehr virtuosen Stücke hört, die eben nicht allein aus Yosts Feder stammen. Die Rückseite der CD nennt dann auch Vogel deutlich als Co-Komponisten. Warum nicht auch schon auf der Vorderseite? Egal! Das ist schöne Musik aus der Zeit Mozarts, wunderbar interpretiert durch eine exzellente Solistin und kundige Begleiter. Sozusagen als "Ehrenrettung" für Vogel ist der CD eine kurze Sinfonie in D-Dur aus seiner Feder beigegeben, leider ohne nähere Angaben zum Werk. Denn es ist nicht die einzige Sinfonie Vogels in D. Reinhard Goebel hat bei OEHMS eine CD mit drei Sinfonien Vogels eingespielt. Darunter ebenfalls eine in D, aber eine andere als die hier publizierte. Da wäre etwas mehr Sorgfalt in der Edition angebracht gewesen. Doch auch so eine sehr schöne CD für die Kaffeerunde und eine heitere Konzertstunde.
    Die Dollarprinzessin Die Dollarprinzessin (CD)
    26.07.2019
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Ein neuer "Fall" - der Sechste!

    Das ist nun schon der sechste "Fall" bei cpo, soll heißen: Diese Produktion ist die 6.Folge von Bühnenwerken Leo Falls beim Label cpo. Und wieder gibts es musikalisch nichts zu meckern. Ganz im Gegenteil: Mit Ulf Schirmer am Pult, dem Münchner RO und der Musikalischen Komödie Leipzig sind Profis am Werk, die ihren Job verstehen. Da wird deftig und schwungvoll musiziert und somit die etwas kuriose Handlung bestens be- oder überspielt. Eine sehr schöne Produktion, wenn da nicht - leider wieder einmal bei Bühnenwerken auf cpo - ein etwas unzulängliches Booklet wäre. Die Werk- und Künstlerinfos sind gut, aber dann? Es gibt kein Libretto, sondern nur nummernbezogene Inhaltsangaben. Die Trak-Auflistung ist auch nicht befriedigend, denn sie beschränkt sich nur auf Nummer und Form (Dialog, Duett, Lied u.a.) ohne Titel-Angabe. Immerhin wird angegeben, wer da agiert. Doch gerade bei Bühnenwerken kann es rund um das Libretto und die Vortragsnummern nicht genug Informationen geben. Da sollte cpo zukünftig etwas mehr "investieren", wo cpo doch sonst für exzellente Booklets zu rühmen ist. Hier ist die musikalische Qualität prima, das Booklet hingegen verbesserungsfähig.
    Ein Kommentar
    Anonym
    01.06.2025

    Wozu ein gedrucktes Libretto?

    Der Text der Musik-Nummern ist mühelos als PDF im Netz zu finden, vermutlich sogar in Kopie der Erstausgabe von 1907. Warum sollte man das Libretto also im Booklet abdrucken? Außerdem artikulieren die SängerInnen so perfekt, dass man jedes Wort versteht - und das, ohne den schönen Fluss der Musik aufzurauen. Die Aufnahme plädiert auf höchstem Niveau für eine Operette, deren feine, unaufdringliche Musikalität sehr berührt - wie es später Fall mit der "Rose von Stambul" noch einmal gelang. (Zu erleben in der intensiven, blühenden Aufnahme unter Ulf Schirmer, erschienen ebenfalls bei cpo.)
    Das Hexenlied op.15  (Melodram) Das Hexenlied op.15 (Melodram) (CD)
    25.07.2019
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    3 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Wer's mag, findet's toll!

    Soll heißen: Melodramen sind nicht jedermanns Sache! Diese Mischung aus Rezitation und Musik - nach und miteinander - muss man mögen. Gerade in der ausgehenden Romantik waren Melodramen eine beliebte Form. Paradepferd dieses Genres war u.a. zweifellos Max von Schillings und sein "Hexenlied" eines der populärsten. Hört man genau zu, so hat Schillings da viel wunderbare Musik komponiert. Nur muss man sich fragen: Was macht die Sängerin Martha Mödl denn da? Nur, weil man mal eine gute Sängerin war oder ist, wird man noch lange keine gute Erzählerin. Das hätte man einer Schauspielerstimme überlassen sollen, um diesen "verhexten" Tonfall in der Sprache zu treffen, den die Musik so gut umschreibt. Die übrigen Stücke sind schöne Beispiele aus Schillings romantischem Schaffen. Jan Stulen dirigiert das Kölner RO kundig durch die Partitur. Bleiben ein paar Anmerkungen: Jeder Käufer dieser willkommenen Wiederveröffentlichung muss wissen, dass die Auifnahmen bald 30 Jahre alt sind. Sie klingen zwar noch gut, können das Alter aber dennoch nicht verleugnen. Zudem ein Ärgernis, das ich mir nicht erklären kann: Warum wurde im Booklet der Hexenlied-Text nur auf englisch abgedruckt, wo er doch auf deutsch gesprochen wird?
    Darauf finde eine Antwort, wer will und kann. Aber auch so eine schöne und preisgünstige Wiederveröffentlichung.
    Missa "Vivat Felix Hercules Secundus" Missa "Vivat Felix Hercules Secundus" (CD)
    25.07.2019
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Noch mehr Renaissance nötig?

    Keine Frage: Weser-Renaissance unter Manfred Cordes ist ein rühriges Ensemble und hat - besonders auf cpo - schon viele CDs eingespielt. Fast alle eingespielten Stücke machen dem Ensemble-Namen alle Ehre: Beiträge zur Musik der Renaissance. So auch diese neue CD mit A-capella-Werken des Flamen Cipriano des Rore. Nun wird der Renaissance-Besessene von seiner Musik nie genug bekommen können. Für den Normalverbraucher muss man aber mal die Frage stellen dürfen, ob alles, was in dieser Zeit komponiert wurde, wert ist, auf Platte gepresst zu werden. Denn von Rores Musik gehen keine neuen Höreindrücke aus, nichts, was bislang "unerhört" gewesen wäre. Alles klingt wie gehabt und bekannt. Natürlich bleiben die Interpreten der Musik nichts schuldig. Aber auch sie können nicht mehr aus den Noten machen als drin ist. Die Aufnahmetechnik ist gelungen, das Booklet mit einem kleinen Manko auch: Aufgenommen wurde lt. Booklet: Missa "Vivat Felix Hercules" & Motets". Das ist alles ganz schön und richtig. Nur lässt sich anhand der Auflistung der Einzelteile nicht feststellen, welche Teile nun zur Messe gehören und was eigenständige Motetten sind. Da muss man schon nachlesen, um Ahnung zu bekommen. Keine besonders benutzerfreundliche Edition. Doch wie auch immer: Noch ein Stück mehr in der Weser-Renaissance-Sammlung!
    Streichquartette Vol.3 Streichquartette Vol.3 (CD)
    25.07.2019
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Von großartig bis gewaltig

    Drei Streichquartette beanspruchen zwei CDs. Das allein zeigt zwar nicht die Qualität, aber die reine Quantität Dvorak'scher Quartettmusik auf diesem Vol. 3 von cpo. Allein das Quartett D-Dur, B 18 dauert über 65 Minuten, so lange wie keine seiner Sinfonien. Da muss man schon gehöriges Sitzfleisch und Hörfähigkeit mitbringen, um solch einen "Brocken" musikalisch zu "verdauen". Wer das tut, wird aber belohnt. Denn das Vogler Quartett ist - wie schon bei den beiden vorangegangenen Editionen - ein kompetenter Interpret dieser sehr romantisch-böhmischen Musik. Mir - das gebe ich zu - ist das D-Dur-Quartett zu lang. "Nur" vier Streichinstrumente können eben doch nicht eine solche klangliche Vielfalt und Abwechslung entwickeln wie ein Sinfonieorchester. Bei allem melodischen und rhythmischen Einfallsreichtum stellen sich doch Phasen gewisser Einfältig- oder Eintönigkeit ein. Das Vogler Quartett spielt kräftig gegen diese Klippen an und macht Vol. 3 von Dvoraks Streichquartetten bei cpo schließlich doch wieder zu einem Höhepunkt, zumal auch Booklet und Aufnahmetechnik hohem Standard genügen. Empfehlenswert!
    Meine Produktempfehlungen
    • Streichquartette Vol.2 Streichquartette Vol.2 (CD)
    • Streichquartette Vol.1 Streichquartette Vol.1 (CD)
    Klavierkonzert Nr.2 F-Dur Klavierkonzert Nr.2 F-Dur (CD)
    01.07.2019
    Booklet:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5

    Werke zum Zuhören

    Keine Angst vor Reizenstein! Man muss seine Ohren nicht verrenken oder erst ein Musikseminar besuchen, um Freude an seiner Musik zu haben. Aber: Zuhören muss man schon! Wie schon in seinem Cellokonzert macht es der Komponist seinen Zuhören nicht immer leicht. Passagen munterer Spielfreunde folgen auch mal schroffe, kantige Stellen a la Hindemith. Doch alles bleibt tonal, die "schrägen" Akkorde sind selten. Gleiches gilt auch für die Serenade und die beigegebene Ouvertüre. Oliver Triendl meistert die streckenweise sehr anspruchsvolle Solopartie bravourös und Dirigent Traub animiert das Nürnberger Orchester zu hörbarem Engagement. Eine tolle neue CD für alle Musikfreunde, die auf der Suche nach neuen Hörerlebnissen sind.
    Meine Produktempfehlungen
    • Cellokonzert Cellokonzert (CD)
    Konzerte für mehrere Instrumente & Orchester Vol.6 Konzerte für mehrere Instrumente & Orchester Vol.6 (CD)
    01.07.2019
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Einfach unerschöpflich!

    Es geht weiter mit Telemann und man kommt aus dem Staunen einfach nicht mehr heraus. Diese Vielfalt, dieser Ideenreichtum,
    dieses Kompositions-Universum - einfach unerschöpflich! Mit Vol.6 legt das Frankfurther La-Stagione-Ensemble mit Bandleader Michael Schneider eine neue CD in gewohnt hoher Qualität vor. Da wird stilsicher und lebendig musiziert und den Werken Telemanns alle Ehre gemacht. Lediglich ein kleiner "Schönheitsfehler" ist zu vermelden: Die beiden Hauptstücke der CD, die Konzerte TWV 53 und 54 sind Stücke aus der berühmten "Tafelmusik". Nun darf man annehmen, dass Musikfreunde die Bezeichnungen der vielteiligen Tafelmusik nicht im Kopf haben und anhand der Werknummern wohl nur in Ausnahmefällen erkennen können, dass die Stücke zur Tafelmusik gehören. Da wäre ein Hinweis schon auf dem Cover hilfreich gewesen. Den liest man jedoch erst im Booklet. Wie dem auch sei: Den Musikgenuss schmälert dieses kleine Versäumnis in keiner Weise. Wunderbare Musik!
    Orchesterwerke Orchesterwerke (CD)
    01.07.2019
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Sehr erfreulich

    Diese neue cpo-CD ist zwar schon vor 10 Jahren aufgenommen worden, aber nach wie vor topp-aktuell.
    Denn der Weinberger-Katalog ist nicht gerade üppig bestückt und die eingespielten Stücke sind echte Juwelen böhmischer Musikkultur in der ausgehender Romantik. Wem Weinbergers Erfolgsoper "Schwanda, der Dudelsackpfeifer" zu lang, zu üppig ist, der findet auf dieser CD sechs Stücke, die einen Vorgschmack davon vermitteln, was dem Hörer der ganzen Oper entgehen würde. Da ist Schmiss, Temperament und Gefühl in Noten gesetzt. Gleiches gilt für die sechs Tänze und die beigegebene kurze Ouvertüre. Dirigent Steffens hat für diese Musik ein gutes Gespür und lässt die Deutsche Staatsphilharmonie prächtig aufspielen.
    Auch Booklet und Aufnahmetechnik sind o.k.. Sehr empfehlenswert!
    Streichquartette Nr.1 & 2 Streichquartette Nr.1 & 2 (CD)
    30.06.2019
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Die zweite Reihe zuerst

    Den Namen Moniuszko hat der kundige Musikkenner sicher schon gehört. Aber außer seiner Oper "Halko" kommen einem wohl kaum andere Werke in den Sinn. Dabei hatte cpo ja schon einen Anlauf gestartet: Auf einer frühen cpo-CD waren mal sieben Ouvertüren versammelt. Leider ist die CD nicht mehr im Katalog. Ersatz bieten nun die zwei frühen Streichquartette auf dieser neuen CD, obwohl durch diese beiden Stücke der National-Stil des polnischen Komponisten kaum repräsentiert sein dürfte. Zu sehr sind die beiden kurzen Quartette (15, bzw. 16 Minuten lang) den klassischen Vorbildern verhaftet. Da ist das Stück aus der zweiten Titelreihe der CD schon eine andere Größe und ein echter Knaller! Der Name Juliusz Zarebski war selbst mir unbekannt. Gut, dass die Produktinfo über den leider früh verstorbenen Liszt-Schüler Auskunft gibt. Sein Piano-Quintett ist umfangreicher als beide Moniuszko-Quartette zusammen und von einer zwar romantischen, doch in vielen Strecken auch in die Zukunft weisenden Musiksprache gehalten. Was hätte man von diesem Mann noch alles erwarten dürfen, wenn ihm ein längeres Leben vergönnt gewesen wäre! Das Plawner-Quintett musiziert die Stücke seiner Landsleute voller Hingabe und technisch souverän. Ein sehr informatives Booklet ergänzt eine sehr erfreuliche Kammermusik-Rarität.
    Sonate für Cello & Klavier op.36 Sonate für Cello & Klavier op.36 (CD)
    29.06.2019
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Nichts für Puristen - oder doch?

    Schön, dass Griegs Cello-Sonate und das A-Moll-Intermezzo in dieser schönen Aufnahme nun erhältlich sind, zumal sich Cellist Ramon Jaffe diesen Stücken intensiv und mit schönem Ton widmet. Etwas problematisch - und sicher nichts für Puristen - sind die weiteren Stücke dieses CD-Programms: Sieben Lieder für Gesangsstimme, die das Duo Jaffe-Fröhlich eigens für Cello und Klavier arrangiert hat. Gibt es denn nicht genug originale Cello-Literatur? Und wenn nicht von Grieg, dann von einem Stilverwandten? Das ist wohl Geschmacksache, wie man das findet und gerät natürlich in einen Zwiespalt: Schön klingen die Cello-Lieder nämlich! Sogar der Text der (nicht gesungenen) Lieder ist im Booklet abgedruckt. Da macht cpo ja sogar einmal mehr als echt nötig gewesen wäre! Egal! Für Cello-Fans des großen Norwegers ist diese CD allemal eine Bereicherung!
    Streichquartette Nr.1-3 Streichquartette Nr.1-3 (CD)
    29.06.2019
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Volle russische Seele

    Das Sextett "Souvenir de Florence" dürfte dem kundigen Kammermusikfreund ja wohl bekannt sein. Es sprüht ja nur so vor (südländischem) Temperament, gepaar mit einer gehörigen Portion russischer Seele. Die kann der empfindsame Hörer auch in den drei großen Streichquartetten ausmachen, die - neben einem frühen Satzversuch - auf dieser neuen Doppel-CD zu hören sind. Das sind Werke voller Leidenschaft, Gefühl und Emotion und es bedarf schon engagierter Musiker, um den Kompositionen gerecht zu werden. Das Ensemble mit dem bemerkenswerten Namen "Quatuor Danel" meistert die Herausforderungen auf hohem Niveau. An allen vier(sechs) Pulten agieren versierte und engagierte Solisten, denen man anmerkt, dass ihnen die russiche Musik und Mentalität vertraut. ist. Das vorzügliche Booklet liefert beste Informationen zu den Werken, dem Komponisten und den Interpreten. Eine sehr gelungene neue CD-Produktion.
    Symphonie Nr.17 c-moll Symphonie Nr.17 c-moll (CD)
    03.06.2019
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Nahe an Mendelssohn

    Nach der fulminaten Einspielung von Scheiders "Weltgericht" durfte die Spannung auf mehr Schneider durchaus groß sein.
    cpo hat flott reagiert und zwei Scheiben mit Schneider-Sinfonien auf den Markt gebracht: Die 16. Sinfonie mit drei Ouvertüren als brandneue und die 17. Sinfonie mit Mendelssohn-Werken kombiniert als Wiederveröffentlichung. Was ist dazu zu sagen?
    Einmal das: Schneider ist ein großartiger Sinfoniker. Schon die dramatische und lyrische Orchesterbehandlung in seinem Oratorium ließ erahnen, was in seinen Instrumentalwerken steckt. Die Dessauer Philharmoniker machen das sehr gut. Dirigent Frank setzt auf Dramatik und Lyrik gleichermaßen, ohne den schlanken Klang zu vernachlässigen. Die 17.Sinfonie, gekoppelt mit Mendelssohns "kleinem" Violinkozert und seiner 1. Sinfonie in einer Aufnahme aus dem Jahre 2002, lebt von Kuijkens lebhafter Interpretation und dem besonderen Klang der - von mir sehr geschätzten - Cappella Coloniensis. Da glaubt man stellenweise viel Mendelssohn zu hören und muss doch konstatieren: Bei aller Begeisterung für den Schneider - an die Kunst des Mendelssohn reicht er nahe heran, ohne sie zu erreichen. Trotzdem oder gerade deswegen: Zwei Sinfonien-CDs, die jeder Orchesterfreund haben sollte!
    Meine Produktempfehlungen
    • Symphonie Nr.16 A-Dur Symphonie Nr.16 A-Dur (CD)
    • Das Weltgericht (Oratorium) Das Weltgericht (Oratorium) (CD)
    Symphonie Nr.16 A-Dur Symphonie Nr.16 A-Dur (CD)
    27.05.2019
    Booklet:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Nahe an Mendelssohn

    Nach der fulminaten Einspielung von Scheiders "Weltgericht" durfte die Spannung auf mehr Schneider durchaus groß sein.
    cpo hat flott reagiert und zwei Scheiben mit Schneider-Sinfonien auf den Markt gebracht: Die 16. Sinfonie mit drei Ouvertüren als brandneue und die 17. Sinfonie mit Mendelssohn-Werken kombiniert als Wiederveröffentlichung. Was ist dazu zu sagen?
    Einmal das: Schneider ist ein großartiger Sinfoniker. Schon die dramatische und lyrische Orchesterbehandlung in seinem Oratorium ließ erahnen, was in seinen Instrumentalwerken steckt. Die Dessauer Philharmoniker machen das sehr gut. Dirigent Frank setzt auf Dramatik und Lyrik gleichermaßen, ohne den schlanken Klang zu vernachlässigen. Die 17.Sinfonie, gekoppelt mit Mendelssohns "kleinem" Violinkozert und seiner 1. Sinfonie in einer Aufnahme aus dem Jahre 2002, lebt von Kuijkens lebhafter Interpretation und dem besonderen Klang der - von mir sehr geschätzten - Cappella Coloniensis. Da glaubt man stellenweise viel Mendelssohn zu hören und muss doch konstatieren: Bei aller Begeisterung für den Schneider - an die Kunst des Mendelssohn reicht er nahe heran, ohne sie zu erreichen. Trotzdem oder gerade deswegen: Zwei Sinfonien-CDs, die jeder Orchesterfreund haben sollte!
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    Opitianischer Orpheus (Lieder nach Martin Opitz) Opitianischer Orpheus (Lieder nach Martin Opitz) (CD)
    26.05.2019
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Barocke Liedkunst

    Ich gebe zu: Bis zu dieser cpo-Veröffentlichung wusste ich gar nicht, dass es einen Erasmus Kindermann gibt.
    Mit dieser CD bin ich nun schlauer und bereichert durch einen Komponisten kunstvoller Gesänge. Diese Lieder sind nicht nur schön (und auch schön vorgetragen), sondern auch sehr phantasiereich und kunstvoll begleitet. Das United Continuo Ensemble mit zwei Geigen, einer Gambe, einer Harfe, Cembalo und Orgel machen auch den Instrumentalpart zu Kleinoden der Liedkunst.
    Die beiden Solisten machen ihre Sache ausgezeichnet. Besonders Tenor Kobow gefällt mir prima!
    Eine tolle Bereicherung des Liedrepertoires, zumal auch das Booklet allen Ansprüchen genügt.
    Oboenquartette Vol.1 Oboenquartette Vol.1 (CD)
    25.05.2019
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Ungewöhnlich geistreich und unterhaltsam

    Da lege man doch mal die Scheibe in den Player und fange ganz vorne mit dem Allegro des C-Dur Quartetts an. Man kommt nämlich aus dem Staunen nicht mehr raus, was da aus den Boxen kommt. Die Quartettbesetzung mit führender Oboe ist ja schon nicht alltäglich. Doch der Kompositionswitz des Georg Druschetzky lässt den Hörer nur staunen. Das sprüht nur so vor Einfällen und musikalischen Ideen. All das wird musikalisch vom Grundmann-Quartett bestens gestaltet und in Musik umgesetzt. Da erlebt man mal diesen Komponisten von einer anderen Seite: nicht bieder, sondern höchst orginell. Die Interpreten spielen allesamt auf zeitgenössischen Instrumenten, was den Klang zusätzlich leicht und spritzig macht. Das Booklet informiert sehr ausführlich über Personen und Werke. Prima!
    Les Plaisirs de Versailles Les Plaisirs de Versailles (CD)
    25.05.2019
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5

    Zwei Minis - ganz groß

    Das gibt es selten, dass zwei Mini-Opern ganz groß rauskommen. Der Franzose Charpentier hat mit "Les Plaisirs des Versailles" ein gerade mal halbstündiges Opernchen verfasst, dessen französischer Titel auch Nicht-Franzosen verständlich sein müsste. "Les Arts Florissants" ist nur unwesentlich länger und genauso ein Kunststück wie das Schwesterwerk. Klein - aber oho! Das gilt für die preisgekrönten Interpreten aus Boston ebenso. Die lassen diesen beiden Stücken Engagement, Sorgfalt und Inbrunst so zukommen, wie sie es in anderen cpo-Produktionen schon unter Beweis gestellt haben. Das ist hohe Interpretationskunst. Als kein absoluter Opern-Fachmann vermag ich den "Opern-Wert" dieser CD nicht zu bewerten. Musikhistorisch ist dies jedoch wiederum ein Meilenstein und von der Interpretation her genial. Dazu passt auch eine gelungene Aufnahmetechnik und ein dickes 99-seitiges Booklet, u.a. mit dreisprachigem Libretto. Da bleiben keine Wünsche offen!
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    25.05.2019
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Nette Stückchen

    Gossecs Requiem dürfte Musikkennern ein Begriff sein. Weniger seine Sinfonien. Die in der neuen cpo-Produktion vorgestellten sechs Sinfonien op.IV sind schöne, nette Stücke der Vorklassik, zeitweise an den frühen Haydn erinnernd, alle viersätzig und von kurzer Dauer (ca 12 Minuten). Mehr als zwei Oboen und zwei Hörnern neben den Streichern setzt Gossec nicht ein und so will sich über die Strecke der sechs Sinfonien nicht gerade große Abwechslung einstellen. Dabei holt Doirigent Gaudenz mit seiner famosen Kammerakademie wohl alles raus, was in diesen Noten steckt. Trotzdem kommt bei mir keine rechte Begeisterung auf. Das ist schöne, nette Musik, aber eben doch zeitweise recht harmlos. Das Booklet informiert wieder zuverlässig und die Technik stimmt auch. Trotzdem wohl doch nur eine Scheibe für Leute, die von dieser Gattung und Zeit nicht genug kriegen können.
    Einweihungskantaten für Hamburg & Altona Einweihungskantaten für Hamburg & Altona (CD)
    29.04.2019
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Einfach Toll!

    Sicherlich ist bei Telemann - wie bei (fast) allen Komponisten - nicht alles Gold. Und doch schaftt es das Label cpo immer wieder,
    glänzendes Gold in Telemanns Werk auszugraben. Hinzu kommt dann noch ein glückliches Händchen in der Wahl der Interpreten.
    Denn was das barockwerk hamburg und die vier Gesangssolisten unter der Leitung von Ira Hochman da musikalisch abliefern, ist allererste Sahne! Perfekte Harmonie im Ensemblegesang, nie dominierende Orchesterarbeit, wunderbar rollenden Pauken und dezentes, nie auftrumpfendes Trompetenspiel. Wie selbstverständlich werden die Charaktere und Stimmungen der einzelnen Sätze erfasst und von den Solisten wunderbar vermittelt. Der "intime" Charakter wird auch unterstützt durch die solistische Besetzung der (wenigen) Chorteile. Eine gelungene Aufnahmetechnik kommt beonders den Gesangsstimmen entgegen. Das Booklet ist vorbildlich und liefert u.a. alle Gesangstexte. Man muss von Telemann nicht alle haben. Diese beiden Kantaten aber schon!
    Klarinettenkonzerte Nr.3-5 Klarinettenkonzerte Nr.3-5 (CD)
    29.04.2019
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Der (zukünftige) Chef persönlich

    Der Name Meyer - mit i oder y - bürgt ja für höchste Klarinettenspielkunst. In der neuen cpo-Aufnahme der Stamitz-Konzerte 3-5
    lässt sich Paul Meyer von seinem zukünftigen Orchester begleiten. Denn, so ist im trefflichen Booklet zu lesen, er wird demnächst Chef des Kurpfälzer Orchesters. Und natürlich unterstützen die ihren Zukünftigen mit Bravour und Meyer selbst fühlt sich auch hörbar wohl in dieser Musiziergemeinschaft. Es sind ja für die Klarinette auch dankbare Stücke, die dem Solisten viel Gestaltungsraum lassen. Den nutzt Meyer genüsslich aus und demonstriert auf diese Weise erneut den hohen Rang von Stamitz' Kompositionen für die Gattung und das CD-Repertoire. Eine prima CD und man darf wohl auf eine "Ergänzungslieferung" der noch fehlenden Konzerte hoffen!?
    Klavierquartette op.22 & 30 Klavierquartette op.22 & 30 (CD)
    28.04.2019
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Werke des Übergangs

    Nicht mehr Klassik - noch nicht Romantik. Das ist wohl die treffende Beschreibung für Werke des Johann Wilhelm Wilms.
    Zumeist kennt der Musikfreund den Wilms von seiner sinfonischen Seite. Auch cpo hat sich daran beteiligt. Nun bringt cpo
    seine beiden Klavierquartette mit dem - mir bis dato unbekannten - Valentin Klavierquartett heraus. Und siehe da: Die beiden Werke entpuppen sich als Perlen frühromantischer Kammermusik: flott, melodiös und stellenweise sehr virtuos. Das macht Spaß dem (auf dem Booklet-Foto) sehr sympatischen Quartett zuzuhören. Ein in allen Teilen wohl gelungene CD.
    Meine Produktempfehlungen
    • Symphonien Nr.1 C-Dur op.9 & Nr.4 c-moll op.23 Symphonien Nr.1 C-Dur op.9 & Nr.4 c-moll op.23 (SACD)
    Sämtliche Präludien - "Kunst des Präludierens" op.300 Sämtliche Präludien - "Kunst des Präludierens" op.300 (CD)
    28.04.2019
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Gewaltig

    Gewaltig ist nicht die Musik, sondern Czernys Edition von 121 Präludien aus der Spanne vom Barock zur Romantik. Eine Ritt durch die Musigeschichte in zumeist kürzesten (unter einer Minute) bis zu wenigen längeren (bis zu 3,5 Minuten) Sprüngen. Eine Kette von Stückchen und Stücken eigener Charaktere ohne den Anspruch auf Zusammengehörigkeit. Diese - fast schon kuriose - Sammlung hat nun Kolja Lessing auf zwei CDs für cpo eingespielt. Viel falsch machen kann er da nicht, zu besonderer Form auflaufen auch nicht. Zu kurz sind die Stücke. Ich weiß zwar nicht, wer sich diese Menge an Stücken antun will/kann. Als diskografische Sammlung hat das seinen Wert, als Muster für Czernys Präludierungskunst wohl ebenfalls.
    Die Technik ist gut, das Booklet informiert wieder zuverlässig. Ansonsten würden mich schon die Gründe interessieren, die Musikfreunde bewegen, diese 121 Stückchen anzuhören!?
    Streichersymphonien Vol.3 Streichersymphonien Vol.3 (CD)
    28.04.2019
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Gleichbleibend hohes Niveau

    Vol. 1 und 2 der Streicher-Sinfonien-Edition von Michi Gaigg bei cpo sind ja schon ausreichend gewürdigt worden. Dem Lob gibt es eigentlich nichts hinzuzusetzen. Trotzdem ist es nicht selbstverständlich, dass ein Vol. 3 immer noch das gleichbleibend hohe Niveau bestätigt, das mit Vol. 1 begann. Das ist erfreulich, weil dem Musikfreund nun eine zweite (neben Concerto Köln) Interpretation vorliegt, die den ganzen Reiz, Schwung und Charme der Stücke zum Klingen bringt. Nun fehlen nur noch die 11. Sinfonie und der Sinfoniesatz Nr.13. Vielleicht ringt sich das Eensemble ja auch zur Bläserfassung der 8. Sinfonie durch.
    Dieser CD ist noch die schöne Szene für Alt und Streicher beigegeben. Die ist zwar schön, mag sich aber nicht so recht in die Reihe der Streichersinfonien einfügen.
    Sonst wieder alles tipp-topp!
    Streichquartette Nr.1 c-moll op.25 & Nr.3 F-Dur op.51 Streichquartette Nr.1 c-moll op.25 & Nr.3 F-Dur op.51 (CD)
    28.04.2019
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Quartett-Giganten

    Wo gibt es das schon: Zwei Streichquartette auf einer CD, die beide über 30 Minuten lang sind und von den Interpreten alles abverlangen: technisch, musikalisch, physisch. Das Label cpo hat diese neue Gernsheim-CD frisch herausgebracht und erweitert damit seine Gernsheim-Initiativen um einen weiteren, bedeutungsvollen Meilenstein der Kammermusik.
    Zum Komponisten Gernsheim ist ja schon viel gesagt worden. Auch die Produkt-Info gibt wichtige Hinweise zu Person und Werk. Die hier eingespielten Quartette 3 und 1 (als Vol.1) sind ein Muss für alle Kammermusikfreunde, die besonders die Kammermusik der Romantik lieben, melodisch ausladend, gefühlsbetont, kraft- und klangvoll. All diese Vorzüge bringt das Münchner Diogenes-Quartett mit und wird so den musiklaischen Ansprüchen der beiden Werke aufs Schönste gerecht. Technik und Booklet entsprechen dem hohen cpo-Standard. Eine prima CD!
    Brandenburgische Konzerte Nr.1-6 Brandenburgische Konzerte Nr.1-6 (SACD)
    19.04.2019
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Erfreulich konventionell und kultiviert

    In einer Zeit, wo barocke Neueinspielungen häufig von aufgesetzter Virtuosität und aberwitzig rasanten Tempi geprägt sind, fällt diese Neueinspielung der Brandenburgischen sehr angenehm auf. Natürlich muss man fragen, ob eine Neuaufnahme wirklich nötig ist. Das Angebot im Katalog ist ja schier unüberschaubar. Und doch hat Mortensens Aufnahme seine Berechtigung und das aus verschiedenen Gründen:
    In der Wahl der Tempi ist Mortensen erfreulich konventionell. Nichts ist übereilt, gehetzt. Kein Rekord soll gebrochen werden. In vielen Sätzen entsprechen die Spielzeiten fast genau denen der Harnoncourt-Aufnahme aus den 80er Jahren. Neben aufnahmetechnischen Vorteilen unterscheidet sich Mortensen gegenüber Harnoncourt jedoch erheblich. Bei den Dänen wird nämlich viel sorgfältiger artikuliert und kultivierter musiziert. Nichts ist zu hören von rauer Spielart. Selbst die Natur-Hörner im 1.Konzert fahren nicht brachial dazwischen und auch das 2.Konzert wird nicht zum Trompetenkonzert degeneriert. Auch im 6.Konzert wird das Musizieren der tiefen Streicher nicht zu einem Schrumschrum verhunzt, sondern es wird sehr feinsinnig phrasiert, ohne der Musik den unnachahmlichen Drive zu nehmen. Im Ganzen gesehen eine sehr erfreuliche Aufnahme, die Bachs wunderbare Musik höchst kultiviert und intelligent zu Gehör bringt. Empfehlenswert!
    476 bis 500 von 974 Rezensionen
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