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    meiernberg Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 30. August 2010
    "Hilfreich"-Bewertungen: 15480

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    1029 Rezensionen

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    Salterio obbligato

    Salterio obbligato (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    29.03.2026
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Sehr schön!

    Wussten Sie, was ein „Salterio“ ist? Ich gebe zu: nein! Diese neue wunderschön gestaltete cpo-Neuheit hilft mir auf die Sprünge. Das Salterio ist der Vorläufer (seit 18. Jahrhundert) des Hackbretts. Die Saiten werden mit Klöppeln angeschlagen. Das klingt wunderbar, ungewohnt und intim. Sehr schön. Die Solistinnen und Solisten des nuova aspetto, allen voran die Salterio-Solistin Elisabeth Seitz, bringen den ganzen Zauber des Salterios in allen möglichen Ensembles zum Klingen, Das Programm wechselt zwischen Rezitativen, Arien, Motetten und Instrumentalstücken. Der Klang des Saltertio ist allgegenwärtig. Besonders schön in dem Salterio-Konzert (Track 7) von Comaposada. Toll ist das alles und besonders schön interpretiert. So manchmal klingt das nach Harfe. Ist es aber nicht! Sehr schön – und das sei nochmals betont – ist auch die CD-Verpackung: ein geschmackvoll bebildertes Papp-Klappalbum mit Einstecktasche für das sehr informative Booklet. Toll! Sehr nobel! Auch ein edles Geschenk – oder Selberschenken.
    Symphonie Nr. 2 c-moll op.85

    Symphonie Nr. 2 c-moll op.85 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.03.2026
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Wieder unverständlich

    In meiner Rezension zu seiner 3.Sinfonie vermerkte ich schon, wie unverständlich es ist, dass solche Musik so in Vergessenheit geraten konnte. Die gleiche Feststellung gilt auch für die Aufnahme seiner 2.Sinfonie und seines "Falstaff". Wieso nur? Erklärlich wird das wohl nur an der "Vormachtstellung der Großen" und ggf. auch an einem Überangebot an Sinfonik der Spätromantik. Denn da schläft tatsächlich noch viel in den Schubladen. Schön, dass Dirigent Stockhammer und das RSB Berlin dem in Sachen Kaun nun ein Ende setzen. Denn man höre selbst: Das ist große Sinfonik! Vielleicht in manchen Teilen nicht ganz große, aber doch zu Schade, um nicht aufgeführt zu werden. Und das machen die Musiker aus der Berlin und die Techniker ganz ausgezeichnet. Toll! Kann man nur hoffen, dass die Kaun-Reihe weitergeht.
    Sinfonias

    Sinfonias (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.03.2026
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Goldstücke

    Naja, was hätte der Graupner geleistet, wenn er statt Bach die Stelle als Thomaskantor in Leipzig bekommen hätte. Eines ist sicher: Er hätte viel Kirchenmusik komponieren müssen und wir könnten uns wohl kaum an einer so großen Auswahl an Orchestermusik erfreuen, wie sie uns jetzt vorliegt. Eine schöne Auswahl in bestechender Interpretation präsentiert Dirigent Florian Heyerick mit Il Gardellino auf dieser neuen cpo-Do-CD. 10 Sinfonien in unterschiedlichen Längen und Besetzungen und eine Ouvertüre und Intrada zeigen Graupner als einen begnadeten Orchesterkomponisten voller Ideen und die Interpreten als ideale Verwalter dieser Kunst. Das Booklet liefert informative Texte und der Klang ist sauber und durchsichtig. Was will man mehr? Goldstücke!
    Die Straßensängerin

    Die Straßensängerin (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    27.03.2026
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    "Wie aus der Pistole geschossen"

    Mit etwas Bauchschmerzen zitiere ich die Formulierung aus dem Booklet (S.5), die kennzeichnen soll, in welchem Tempo der Leo Fall seine Operette zu Papier brachte. Die Handlung ist uns ja seit "My fair Lady" bestens bekannt. Leo Falls Operette von 1921 hat jedoch nicht ansatzweise die Popularität von Loewe Musical erzielt, das erst 1956 uraufgeführt wurde. Dabei haben beide den Pygmalion-Stoff von Shaw adaptiert, der die Geschichte vom Blumenmädchen (hier Straßensängerin) zur feinen Lady beschreibt. Natürlich hat Loewes Musik den typischen Musical-Schwung. Doch auch Leo Falls Stück hat Feuer, Temperament und das ganz typische Operetten-Flair. Dafür sorgt das kompetente Ensemble aus Leipzig unter Leitung von Tobias Engelt. Die kennen sich aus mit stilgerechten Interpetationen. Die sängerischen Leistungen sind durchweg gut, die instrumentalen noch besser. Da es sich um keine Live-Aufnahme sondern eine Studio-Produktion handelt, stimmt auch die Technik. Eine schöne Ergänzung des Repertoires.
    Bass-Kantaten

    Bass-Kantaten (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    27.03.2026
    Booklet:
    3 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Für Spezialisten

    Immer wieder bringt cpo Aufnahmen auf den Markt, die zu den Randbereichen zählen, echte Raritäten eben. Diese Kantaten-CD Stradellas gehört dazu. Vier Kantaten versammeln sich da und handeln von Helden, Weisen und Tyrannen. So kann man die ganze Bandbreite menschlicher Emotionen ansprechen. Und das gelingt Bariton Mauro Borgioni vortrefflich. Sicher, in den tiefen Lagen schwächelt er etwas, aber was die Gestaltung angeht: bestens! Ergänzt wird das Programm von zwei Instrumentalstücken, hervorragend interpretiert von den Solisten der Gruppo Cameristico. Das Booklet enthält alle Texte. Leider nicht in deutscher Übersetzung. Eine CD für Spezialisten!
    Streichquartett Nr. 4 e-moll op.66

    Streichquartett Nr. 4 e-moll op.66 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.03.2026
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Weiter auf hohem Niveau

    Zu Gernsheims groß angelegten Streichquartetten (wieder beide über eine halbe Stunde Dauer) wurde schon manches geschreiben, u.a auch seine angebliche Brahms-Nähe. Natürlich kann man - auch wenn man diese beiden eingespielten Stücke hört - wieder Ähnlichkeiten feststellen. Aber man sollte ehrlich sein: Bei vielen Kompositionen verschiedener Komponisten kann man immer wieder "Verwandtschaften" erkennen, wenn man sie denn erkennen will. Ich will das gar nicht, sondern genieße diese beiden Gernsheim-Stücke, die vom Diogenes Quartett vorbildlich eingespielt wurden. Das lohnt sich für jeden Kammermusikfreund. Brahms hin oder her...!
    Symphonien Nr.1-9 / Werke für Kammerorchester (erweiterte Neuauflage)

    Symphonien Nr.1-9 / Werke für Kammerorchester (erweiterte Neuauflage) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.03.2026
    Booklet:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Ein starkes Stück

    Das sind schon „starke Stücke“ – im absolut positiven Sinn gemeint - , die cpo da nach und nach auf den Markt bringt. Wunderbare Sammlungen und Gesamtausgaben in schön gestalteten Papp-Boxen. Zudem ausgestattet mit umfangreichen Booklets. Leider die CDs in dünnen Papierhemdchen.
    Dies neue „starke Stück“ ist die GA der Orchesterwerke von Egon Wellesz, seine acht Sinfonien und sechs Werke mit Kammerorchester. Das ist tolle Musik und niemand muss Angst vor zu schrägen, gar atonalen Tönen haben. Klar der Wellesz stürzt sich auch in harmonische Innvationen. Doch immer hat er auch den Hörer im Blick, der seine Musik verstehen und „mögen“ muss. Die Aufnahmen mit dem ORF-Orchester und Ensemble Kontrapunkt machen das „Mögen“ leichter. Sehr gute Interpretationen bestens aufgenommen. Wieder einmal ein jpo-Lichtblick am zuweilen so eintönigen Repertoire-Himmel.
    Kirill Petrenko conducts Josef Suk

    Kirill Petrenko conducts Josef Suk (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    18.03.2026
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    "Des Suks neue Kleider"

    So oder so ähnlich könnte man (humorvoll) die neue "Verpackungsstrategie" von cpo nennen: weg von den Plastik-Cases hin zu Papp-Schachteln. Das ist sehr lobenswert, weil es Platz spart und die Umwelt entlastet. So auch mit dieser Suk-Box. Über die Qualität der Aufnahme kann man streiten. Ich finde sie toll und die Leistung des Berliner Orchesters ganz erstaunlich! Da hat Dirigent Petrenko gute Arbeit geleistet. Wenn man bei cpo nun noch die dünnen, plastikgefütterten Papierhemden abschaffen würde und Papphüllen wählte, dann wäre das ganz toll. So nur toll!
    Kammermusik (erweiterte Neuauflage)

    Kammermusik (erweiterte Neuauflage) (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    21.02.2026
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Boxen-Lob und -Tadel

    Die Einzelaufnahmen der Quartette, Trios etc. sind nach dem Erscheinen zumeist schon gebührend gewürdigt worden. Wunderbare Stücke, erstklassig interpretiert. An dieser Stelle soll jedoch von mir (letztmalig) die "Boxenpolitik" von cpo kommentiert werden. Denn einiges gibt es dazu doch zu sagen. Primär das Positive: Es ist ganz toll, dass cpo mehr und mehr dazu übergeht, Gesamtausgaben oder Sammlungen als Wiederveröffentlichungen sehr preiswert zu veröffentlichen. Manchmal auch mit aktuellen Ergänzungen - wie bei dieser Pfitzner-Box. Präsentiert werden diese Boxen - Gott sei Dank - nicht mehr in den umweltschädlichen Plastik-Cases, sondern in schön gestalteten Papp-Schachteln zum Aufklappen. Das ist sehr erfreulich. Zudem wird den Boxen i.d.R. ein sehr umfangreiches Booklet beigelegt. Alles schön und gut. Doch es ginge noch besser: Bis auf wenige Ausnahmen wurden die CDs der Boxen in dünne, weiße, mit Plastik gefütterte Papierhemdchen gesteckt, was den durch die Papp-Schachteln erzielten Umweltvorteil konterkariert. Zudem entsteht ein Nachteil im Handling: Um bei vielen Tracks eine bestimmte Nummer zu finden, muss man erst im Booklet nachblättern, um CD und Trackstelle zu finden. Wieviel einfacher, praktischer und stabiler wären da die von anderen Labeln zumeist bevorzugten Papp-Hüllen, die ausführlich bebildert, beschriftet und viel stabiler sind. Zudem beklage ich die fehlenden Gesangstexte und Libretti bei Opern o.ä.. Die finden sich nicht mehr im Booklet, sondern müssen extra downgeloadet werden. Nicht gerade praktisch. Denn die Texte muss man dann noch ausdrucken und schließlich: Wohin mit dem Text? Ein letzter Hinweis: In vielen Booklets wurde wohl aus Platzersparnis ein so kleiner Schrifttyp gewählt, dass manche Leser erst nach einer Lupe greifen müssen. Sollten ein paar Seiten mehr zu geringen Mehrkosten führen, gerade Leute mit schwächeren Augen würden es cpo danken. Soweit Lob und Tadel. Wohl gemerkt: Ich bin ein echter cpo-Fan! Deshalb erlaube ich mir diese - auch kritischen - Hinweise, weil sie dazu dienen sollen, die Produkte dieses außergewöhnlichen Klassik-Labels zu verbessern. Vielleicht tut sich da ja noch was...!?
    Orchesterwerke

    Orchesterwerke (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.02.2026
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Gelungene Reverenz

    Wenn man den Lebenslauf der Mel (eigentlich: Melanie) im Booklet gelesen hat (sofern man die schrecklich keine Schrift entziffern konnte), kann man nur zu einem Schluss kommen: Dieser Frau die Reverenz zu erweisen, ist mehr als berechtigt und schon längst überfällig. cpo (natürlich cpo!!) hilft diesem Missstand nun ab und legt eine CD mit 16 Stücken vor, die Mel Bonis' Orchesterschaffen ausmachen, häufig Orchestrierungen von Klavierwerken. So auch das Hauptwerk auf dieser CD, die drei Frauen-Skizzen: Cleopatra, Ophelia und Salome. Zum Ende des Programm finden sich drei Lieder für Soli und Chor. Hört man das Programm durch, so vernimmt man eine bedeutende Stimme des französischen Impressionismus, die sich hinter den ach so bekannten Kollegen nicht zu verstecken braucht. Auch deshalb, weil die Interpretationen mit den zwei Solistinnen und WDR-Kräften in besten Händen liegen. Dirigent Joseph Bastian führt das ganze Unternehmen souverän zum Ziel. Das Booklet ist prima, wenn auch - wie schon gesagt - man für die kleine Schrift fast eine Lupe braucht. Liebe cpo-Leute: lieber eine Seite mehr und dafür eine größere Schrift!. Eine tadellose Aufnahmetechnik ist ja mittlerweile Standard. Eine wertvolle Veröffentlichung.
    Walzer, Intermezzi, Märsche - "Wiener Praterleben"

    Walzer, Intermezzi, Märsche - "Wiener Praterleben" (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.02.2026
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Gute-Laune-Musik

    Wer kennt ihn nicht den schmissigen Sportpalast-Walzer mit den nachdrücklichen Pfeifen-Einwürfen. Wer schon mal da war, pfeift mit. Toll ist das! Weniger toll ist, dass wohl nur wenige die "Quelle", den Ursprung dieses besonders in Berlin so populären Musikstücks "Wiener Praterleben" (im Original ohne Pfeifen) kennen. cpo schafft nun mit dieser neuen CD und insgesamt 13 Walzern, Märschen und Intermezzi des Berliner Komponisten Siegfried Translateur Abhilfe. Nun, der CD-Titel "Wiener Praterleben" suggeriert Wien als Austragungsort. Schnell wird aber im Booklet klar, dass Berlin das Zentrum seines Lebens war, das so tragisch im KZ endete. Wie heißt es im Booklet so schön: "Ein liebenswürdiger Meister der leichten Muse". So ist es! Wer mal verdrießlich oder schlecht gestimmt ist, der greife zur "leichten Muse" des Translateur und darf auch mal getrost zum "Wiener Praterleben" pfeifen. Die Nürnberger Sinfoniker unter Dirigent Horstmann untersützen diese "Therapie" nach besten Kräften. Eine schöne CD, die nur Freude macht.
    Der Prinz von Schiras (Operette in 3 Akten)

    Der Prinz von Schiras (Operette in 3 Akten) (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.02.2026
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Muss man das mögen?

    Ja oder Nein. Die Antwort muss jeder Musikfreund selber finden. Und das ist gar nicht so leicht. Denn mit dieser musikalischen Stilmixtur, in die Joseph Beer seine High-Society-Liebesgeschichte verpackt, muss man erst einmal verdauen. Und dann: Entweder man verträgt sie und bewundert das Stück oder - na ja - man kommt nicht klar damit, weil man die ganze Szene für überreizt hält. Ich tue mich schwer, adele die Operette aber schon deshalb, weil sie zur Nazi-Zeit verboten war. Kein Wunder! Das braune Volk war ja zumeist humorlos und hatte nichts übrig für "artfremde" Klänge und Inhalte. Außer Frage steht, dass Beer ein schwungvolles, schillerndes und mitreißendes Stück Musiktheater gelungen ist, egal ob man seiner Musik nahe steht oder nicht. Gut ist sie und ebenso gut verwirklichen Ensemble, Chor und Orchester der Oper Regensburg die Aufführung. Da müssen die Interpreten schon gut drauf sein, um den ganzen Schwung dieser Musik über die Rampe zu bringen. Dirigent Stefan Veselka macht das prima und es verwundert erneut, welch hohes Niveau "in der Provinz" erreicht wird! Leider verzichtet das Booklet ganz auf ein Libretto. Auch kein Download. Bedauerlich! Trotzdem: ein Fest für Operettenfreunde - oder doch nicht?
    Sieg der Schönheit TWV 21:10 (Singspiel in 3 Akten)

    Sieg der Schönheit TWV 21:10 (Singspiel in 3 Akten) (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    19.02.2026
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Die Musik ist es, ...

    ...die hier - bei Telemann wieder einmal - fesselt und beeindruckt. Die Handlung um Liebe und Eifersucht und allerlei Wirrungen und Irrungen ist "gewöhnlich" und entsprach wohl dem Zeitgeschmack. Im ausführlichen Booklettext kann man nachlesen, wie Telemann selbst an der Konzeption arbeiten musste, um sie den Bühnen in Hamburg und Braunschweig anzupassen. Dafür ist die Musik toll. Grandiose Chöre (z.B. Nr.6 Herrscher der Völker) wechseln ab mit Rezitativen und Arien. Insgesamt über 80 Nummern hat Telemann in Töne gesetzt. Womit ich zu den Interpreten komme: Die Berliner Akademie für Alte Musik ist (fast) über alle Kritik erhaben und Dirigent Michael Hofstetter wahrlich ein Kenner Alter Musik. Entsprechend hochklassig sind diese Interpreten. Auch die Solistinnen und Solisten sind insgesamt noch gut, wenngleich Sopranistin Im noch an ihrer Aussprache arbeiten kann und Bariton Dietrich Henschel wohl doch seine beste Zeit hinter sich hat. Kein(e) Gesangssolist(in) ragt heraus. Leider! Die Aufnahmetechnik stimmt und das Booklet liefert neben wertvollen Infos eben kein Libretto. Das muss man sich wieder extra downloaden. Zudem stecken die drei CDs der schönen Pappbox wieder in den dünnen, weißen Papier-Hemdchen. Schade. Was könnte diese Publikation aufgewertet werden, würde man das ändern! Doch auch so wieder ein wertvoller Telemann-Beitrag von cpo.
    Zoroastre-Suite (1749)

    Zoroastre-Suite (1749) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    19.02.2026
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Kunstvoller Barock

    Bei kunstvoller Barockmusik hängen die Gedanken der meisten Musikfreunde sicher bei Bach und Händel fest, Telemann auch noch (besonders bei cpo). Dabei lohnt sich ein Blick zu unseren Nachbarn. Kenner wissen das längst: Mit Jean-Philippe Rameau lebte in Frankreich ein Komponist höchsten Grades, der es wie kaum ein anderer verstand, seine Musik suggestiv wirken zu lassen. Besonders Rameaus Opern strotzen nur so vor diesen "Klangmalereien", die Rameau mit den Mitteln seiner Zeit eindrucksvoll verwirklichte. Zeugnis davon liefert das L'Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg mit zwei Orchestersuiten des Meisters: "Zoroastre" (mit 20(!!) Stücken) und "Les Indes galantes" (8 Stücke). In bewährter Manier kostet das Ensemble alle Facetten der einfallsreichen Kompositionskunst Rameaus mit Temperament und Virtuosität aus, so dass man nur noch staunen kann und... genießen!
    Streichquartette Vol.4

    Streichquartette Vol.4 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    19.02.2026
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Wer's noch nicht kennt...

    muss hier zugreifen, besser: zuhören. Das ist tolle Musik und ich verweise auf meine Rezensionen der ersten Folgen der Streichquartette des FMB und die zeitgleich erschienene GA. Für Kammermusikfreunde ist das ein reines Hörvergnügen und nicht nur für die: Dies ist eine CD, die neue Freunde der Streichquartett-Musik finden sollte. Prima!
    Sämtliche Streichquartette

    Sämtliche Streichquartette (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    19.02.2026
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Belohnung für das "Weiter so"

    "Weiter so". Das war meine Devise bei den Rezensionen der Einzel-CDs der Streichquartette des Felix Mendelssohn-Bartholdy. Die neue nun erschienene Box mit den kompletten Streichquartette auf vier CDs geht "als Belohnung für das Weiter so" noch weiter und packt zudem Fannys Streichquartett und zwei Frühwerke des Felix mit dazu. Das Minguet Quartett ist mit den Werken bestens vertraut. Das hört man mit jedem Ton. Die vier Mitglieder engagieren sich mit Leib und Seele, Virtuosität, Temperament und Geführ für diese Kammermusikwelt. Das ist schön zu hören und begeistert. Deshalb: Wer noch nicht im Besitz der Streichquartette des FMB ist, der greife zu dieser Box. Da lohnt nicht nur die Qualität der Musik, sondern auch die Präsentation und das informative Booklet.
    Symphonie Nr. 2

    Symphonie Nr. 2 (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.01.2026
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Framing oder Epigone?

    Oder gar dem Eklektizismus verfallen? Der eigentlich recht informative Booklettext bringt all diese "Eigenschaften" ins Spiel, wenn es um die Bewertung von Mendelssohns 2.Sinfonie geht. Sicher, Mendelssohn hat den ersten Satz als eine Bruckner-Hommage verfasst und bedient sich auch sonst mancher vertrauter Stilmittel der Romantik. Aber wenn jemand Teile zusammenrührt und aus dem Gemenge mit eigener Würze Neues schafft, dann ist er nichts von alledem. Vielleicht ein romantischer Freigeist, der sich wohl fühlt in seiner Welt. Wie heißt es so schön im Booklet auf Seite 7: "Anton Bruckner hätte niemals so komponiert" und wohl auch kein anderer. Mendelssohn eben, der Groß-Cousin des großen Felix. Die Sinfonie ist kraftvoll und sehr lebendig, das Violinkonzert ein dankbares Virtuosenkonzert. Schöne Beispiele der auslaufenden romantischen Epoche. Die Hamburger Sinfoniker unter der Leitung von Dirigent Ulrich Windfuhr und Geigerin Ziling Guo machen ihre Sache großartig, der Klang ist weiträumig und transparent. Eine - ggf. unwichtige - Anmerkung kann nich mir nicht verkneifen: Auf dem Boolet-Cover wird zuerst die Sinfonie und dann das Violinkonzert genannt. Auf der CD ist es genau umgekehrt und auf dem Case-Rücken wird nur das Violinkonzert genannt. Von der Sinfonie keine Spur. Das soll mal einer verstehen...!? Ansonsten eine sehr zu begrüßende CD.
    2 Kommentare
    Anonym
    27.01.2026

    Undifferenzierte Sternenvergabe macht misstrauisch

    Ich habe mit Interesse die Kritik gelesen: alles klar, der Top-10-Rezensent ist begeistert und vergibt Bestnoten. Soweit so gut. Aber er ist nur "eigentlich recht" zufrieden mit dem Booklet und wird wohl nicht ganz schlau aus ihm – aber vergibt gleichwohl 5 Sterne? Ich kenne die beiden Stücke nicht; deshalb ja mein Interesse an der Kritik – aber bestmögliche Sterneanzahl für den Repertoirewert für diese beiden weitgehend unbekannten Werke? Hat die gesamte Musikwelt bisher geschlafen?
    meiernberg Top 10 Rezensent
    27.01.2026

    Nehme ich gerne zur Kenntnis

    Zugegeben: Meine Sternevergabe für das Booklet war wohl doch etwas zu gutwillig. Dann: Den Repertoirewert bemesse ich am CD-Repertoire für das betreffende Werk. Die Höchstzahl an Sternen vergebe ich, wenn es sich um eine einzigartige Interpretation oder gar um eine singuläre Produktion handelt, also ein Werk, das es bislang nicht im CD-Repertoire gibt. Das gilt unabhängig davon, wie bedeutend die Komposition in der Fachwelt bewertet wird. Dies nur zur Klarstellung. Hoffentlich. Ansonsten freue mich mich mal über (so seltene) Rückmeldungen, seien sie auch noch so kritisch...
    Geistliche Kantaten

    Geistliche Kantaten (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    23.01.2026
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Meisterwerk oder Massenware?

    Der Manfred Cordes ist mit seinem Bremer Ensemble immer auf der Suche nach Werken rund um die Renaissance. Eine Menge Einspielungen - besonders bei cpo - zeugen von dieser Entdeckerlust. Und doch wird man mal fragen dürfen, ob alles, was in der Zeit der Renaissance und des Frühbarock so komponiert wurde - und das war wohl doch eine ganze Menge - eine Aufnahme wert ist. Welche Himmelsrichtung auch immer, das Klanggeschehen dieser Zeit ist doch bei allen Komponisten recht ähnlich, weil sie zumeist kirchlich oder fürstlich bstimmt war. Da macht auch der Vincenzo Albrici keine Ausnahme. Der Italiener wurde an den schwedischen Hof engagiert und komponierte auf recht strenge, "katholische" Weise fast ausschließlich geistliche Werke. Cordes hat aus dem umfangreichen Schaffen sieben Kantaten und zwei Sinfonias ausgewählt, Musik, die typisch ist für die Zeit: stark polyphon, instrumental gestützt und mit lateinischem Text. Cordes und sein Ensemble musizieren in gewohnt hochklassiger Qualität. Das fünfköpfige Sängerensemble unterstützen acht Instrumentalisten, die allesamt hervorragend sind. Die Aufnahme aus der Stiftskirche Bassum klingt offen und transparent. Lediglich das Booklet begeistert mich nicht. Ausführlich wird die Epoche am skandinavischen Hof beleuchtet. Leben und Werk des Albrici kommen mir zu kurz. Zu den eingespielten Werken fehlt gar jede Anmerkung. Zu den lateinischen Texten der Kantaten gibt es eine Übersetzung: nur englisch, nicht deutsch. Das mag enttäuschen, weil nicht alle Musikfreunde so gut englisch können, erst recht nicht lateinisch. Nun gut! Ob diese neue Cordes-CD nun Meisterwerke oder Massenware enthält, mag jeder Hörer selbst entscheiden. Viel Spaß!
    Klavierquartette Es-Dur op.13; a-moll op.43; g-moll op.110

    Klavierquartette Es-Dur op.13; a-moll op.43; g-moll op.110 (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    22.01.2026
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Mehr als nur "Bergisches Heimatlied"

    Das gibt es - leider - immer wieder: Ein Komponist wird auf ein kleines Werk reduziert oder gänzlich vergessen. Von dem Herrn Brambach nahm bislang wohl kaum ein Produzent oder Musiker Noitz. Keine CD. Nichts! Nur Noten und die betreffen sein - durchaus populäres - "Bergisches Heimatlied". Doch er konnte mehr und dank cpo und sechs Musikerinnen und Musikern wird nun produziert. Gleich eine Doppel-CD! Seine drei Klavier-Quartette und sein Klavier-Sextett (!!) stehen auf dem Programm dieser Einspielung. Und wie klingt das? Der Brahms-Zeitgenosse klingt eher nach Schumann. Brambachs Musik fehlt die norddeutsche Schwere eines Brahms. Dafür hört man mehr die Rheinländische Heiterkeit seiner Heimat. Die Interpretation ist über jede Kritik erhaben. Die Sechs spielen super und ihnen gebürt die Anerkennung für die Entdeckung eines Verkannten.
    Streichquartette Nr.4-6

    Streichquartette Nr.4-6 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.01.2026
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    van der Pals zum Vierten

    Das ist nun schon die vierte van-der-Pals-CD bei cpo. Gut ist das und ein Beweis, dass es bei Komponisten immer noch mehr zu entdecken gibt. Bei der Musik des Herrn van der Pals ist das nicht so einfach. Sie schwankt zwischen romantischem Wohlklang und Neuerungen in Melodie und Harmonie. Da muss man sich schon stellenweise reinknien. Die Flötistin Ulla Miilmann und das Van Der Pals Quartett machen es dem Hörer mit perfektem Spiel leichter, den Zugang zu dieser Musik zu finden. Die drei Quartette und das Flöten-Quartett sind jeweils viersätzig konzipiert und nur zwischen 9 und 13 Minuten lang. Da staunt man nicht schlecht, wenn man zum Schlussstück kommt, dem unvollendeten, seiner Frau Marie in Liebe zugedachten Quartett von 1907: drei Sätze mit einer Gesamtspieldauer von über 24 (!!) Minuten. Den vierten geplanten Satz komponierte van der Pals nie. Berlin war nicht die zuvor italienische Inspiration. Nun gut! Aber gerade diese "Unvollendete" dürfte in seinem romantischen Gefühlsüberschwang einen besonderen Zugang zu seiner Musik eröffnen. Diese neue CD ist der beste Weg dazu.
    Flötentrios op.71 Nr.1-3

    Flötentrios op.71 Nr.1-3 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.01.2026
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Danzi konnte es! Und wie!

    Wieder einmal lobe ich die spritzig-informative Produkt-Info. Da steht eigentlich schon alles drin, was man zu Danzis Werken wissen sollte. Flöten-Trios gehören ja nicht eben zum Standard-Repertoire. Es ist schon erstaunlich, dass Danzi ein Kammermusikwerk von über 23 Minuten Länge (Nr.1) komponierte. Im Verlauf der Zählung wurden sie immer kürzer: Nr.2 : 19 Minuten, Nr.3: 14 Minuten. Nun ist es ja nicht so, dass Danzi zunehmend nichts mehr eingefallen wäre. Es ist nur der Beweis, dass man auch musikalische Gedanken - seien sie auch noch so heiter und beschwingt - raffen kann. Das Trio dieser Aufnahme meistert diese Aufgaben auf vorbildliche Weise. Wie gesagt: Der Danzi konnte es, diese Interpreten aber auch! Schön!
    L'Olimpiade RV 725

    L'Olimpiade RV 725 (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    22.01.2026
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Im Mittelfeld der Konkurrenz

    Es ist ja nicht so, dass cpo immer nur Erstveröffentlichungen produzieren würde. Da kommt es dann eben auch mal vor, dass sich eine neue Produktion heftiger Konkurrenz auf dem Plattenmarkt stellen muss. So verhält es sich mit dieser Aufnahme von Vivaldis "L'Olimpiade" von den Innsbrucker Festwochen 2023. Prominente Mitstreiter sind da am Start. Allen voran das Concerto Italiano unter Alessandrini. Nun sind Innbrucker Aufnahmen immer willkommen. Und keine Frage: Vivaldis Meisterstück mit Verwirrspiel, Rollentausch und Gunst-Wettkampf im Zeichen der fünf Ringe kommt in diesem olympischen Jahr gerade recht. Die Sänger sind prima, Chor und Orchester machen ihre Sache echt gut. Und doch hat Alessandrinis Aufnahme in Sachen Spritzigkeit und Temperament knapp die Nase vorn. Das schmälert diese neue cpo-Produktion keineswegs. Auch hier wird - auch aufnahmetechnisch - auf gutem bis hohem Nivieau musiziert. Wem also das Sportliche bei Olympia zuviel wird, der greife zu Vivaldis Musik und lasse sich seine musikalische Version von Metastasios "L'Olimpiade" gefallen. Schade nur wieder um das italienische Libretto, das man sich wieder umständlich downloaden muss. Lobenswert hingegen die Klappbox, die auf "Plastik" verzichtet. Leider auch wieder nicht ganz. Denn die drei CDs stecken in dünnen Papierhemdchen mit Folienfütterung. Warum nur?
    Egal. Vielleicht ändert cpo da ja mal seine Strategie.
    Im ganzen eine schöne Veröffentlichung in starkem Feld.
    E.T.A. Hoffmann Edition (Jubiläumsausgabe zum 250. Geburtstag)

    E.T.A. Hoffmann Edition (Jubiläumsausgabe zum 250. Geburtstag) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    23.12.2025
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Dichter oder Musiker?

    Das Label cpo beantwortet diese Frage mit einer neuen "fetten" Box. Auf 8 CDs hat cpo nun alles versammelt, was es von Hoffmann eingespielt hat. Und noch mehr: Dazu gibt es - quasi "sachfremd" - die Sinfonie A-Dur von Friedrich Witt. Wieso? Die war nämlich auf der Einzel-CD mit Hoffmanns Sinfonie Es-Dur gekoppelt. Ein schöner Bonus! Ansonsten findet sich in der Hoffmann-cpo-CD-Schatzkiste so fast alles, was der Dichter-Komponist bei cpo alles hinterlassen hat: Singspiele, sein Melodram, Musik für das Theater, geistliche und Kammermusik. Nicht alles hat - trotz bester Interpreten - höchste kompositorische Qualität. Muss ja auch nicht sein, wenn es sich nur gut anhört! Und das tut es! cpo feiert das 250-Jährige des Herrn Hoffmann deshalb auch mit dieser echt schmucken Box. Die 8 CDs stecken in beschrifteten Papp-Hüllen nebst einem dicken 111-seitigen Booklet mit allen nötigen Infos. Das ist doch mal was und eine prächtige Gabe an alle Musikfreunde. Etappensieg für den Komponisten Hoffmann!
    Aulis Sallinen Edition (Erweiterte Ausgabe)

    Aulis Sallinen Edition (Erweiterte Ausgabe) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.12.2025
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Die Welt nach Sibelius

    Sibelius ist die Wegmarke finnischer Musik. Das ist so und wird wohl auch so bleiben. Wer jedoch als Freund finnischer Musik weitergehen möchte, der landet mehr oder weniger gewollt bei Aulis Sallinen. Der ist mittlerweile fast 90 Jahre alt und eine feste Größe im finnischen Musikleben. Nun muss vor Sallinnens Musik niemand Angst haben, nicht vor atonalen, schrägen oder "unerhörtern" Tönen. Seine Musik ist immer tonal begründet, ohne durch gewagte Melodien, Harmonien und Rhythmen den Zeitgeist zu verleugnen. Es lohnt sich also, nicht bei Urvater Sibelius zu verharren, sondern Aulis Sallinen zu entdecken. cpo macht es dem Musikfreund jetzt besonders schmackhaft, in dem das Label seine Sallinen-Produktionen nun gebündelt in einer 8-CD-Box sehr preiswert anbietet. Da findet sich alles in maßstäblichen Interpretationen: seine 8 Sinfonien, Konzerte, Chor- und Kammermusik. Kurz: Die ganze Bandbreite von Sallinens Schaffen. Ein dickes, 95-seitiges Booklet hilft dabei. Super! Weniger super ist die von mir bei den sonst so zu belobigenden cpo-Boxen-Editionen die "Verpackung" der CDs in der Box. Die dünnen, weißen Papier-Hemdchen sind der Bedeutung dieser Sallinen-Edition unwürdig. Schade drum. Doch auch so: eine Super-Veröffentlichung zu einem Super-Preis!
    Symphonie h-moll

    Symphonie h-moll (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    07.12.2025
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Noch so einer!

    Die - zugegeben - etwas flapsige Überschrift ist keineswegs negativ gemeint. Koesslers Musik ist gut anzuhören, glatt spätromantisch orientiert und stellenweise sehr kraft- und klangvoll. "Noch so einer" soll nur andeuten, dass die spätromantische Epoche wohl schier unerschöpflich zu sein scheint, was Kompositionen betrifft. Immer neue Namen geraten ins Rampenlicht, zumeist leider nur ins CD-Rampenlicht. Auf die echte Rampe einer Konzertbühne zu kommen, ist dagegen sehr schwer. Auch diese Kompositionen Koesslers werden das kaum schaffen. Geiger Fedor Rudin, die Nürnberger Symphoniker und Dirigent Piehlmayer ist das nicht anzulasten. Sie geben ihr Bestes und musizieren eindrucksvoll. Und doch wird es auch ihnen trotz aller Kunstfertigkeit nicht gelingen, die Werke populär zu machen. Dabei verdient diese Einspielung durchaus ein breites Publikum. Das Booklet ist sehr informativ und die bewegte Biografie des Hans Koessler bemerkenswert. Leider ist die Aufnahme aus der Nürnberger Kongresshalle reichlich kompakt geraten. Koesslers auch sehr dichte Instrumentation hätte eine differenziertere Aufnahme verdient gehabt. Doch auch so: Eine erneut verdienstvolle Ausgrabung durch cpo und die Interpreten. Gut!
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