Rezensionsübersicht

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Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

145 Rezensionen

Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.
Guten Morgen, schönes Wetter heute Tanja Kokoska
Guten Morgen, schönes Wetter heute (Buch)
5 von 5 Sterne

schöne, warmherzige Geschichte

Ina lebt in der Siedlung „Am Kastanienbaum“, genau wie weitere 1.583 Menschen, die alle nur wenig bis kaum etwas miteinander zu tun haben. Ina, die in einem Tatto-Studio arbeitet, Skelette als Tattos auf den Fingern trägt und mit ihrem Sohn Henry, der bald ausziehen wird, alleine lebt. Frau Arslan, die mit ihrem Mann einen Lebensmittelladen führt, und Gedichte in Pralinenschachteln versteckt. Samy, der sein Wissen immer teilen will. Herr Bello, der lieber Frauenkleider tragen will, sich aber kaum aus dem Haus traut. Als der Baggerfahrer Paco eine Weltkriegsbombe findet, wird die ganze Welt der Siedlung auf den Kopf gestellt, und nichts ist mehr wie es war.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen, vor allem mit der Erzählerin, die Verbindungen zwischen den Menschen sieht und beschreibt, von der diese noch nicht einmal etwas ahnen. Wie die sich fremden Nachbarn, die sich bestenfalls vom Sehen kennen, zusammenwachsen und zu Freunden werden... Gegen Ende hin fand ich die Geschichte etwas bemüht, etwas zu vielen Zufälle wie sich alles fügt. Insgesamt aber ein schöner, warmherziger Roman, der auch ernste Themen mit aufnimmt und mir schöne Lesestunden beschert hat.
Meeresdunkel Till Raether
Meeresdunkel (Buch)
3 von 5 Sterne

Ich hatte mir mehr davon versprochen

Eine einsame Finca am Ende einer Bucht auf Mallorca. Zwei Familien reisen gleichzeitig an. Offenbar liegt eine Doppelbuchung vor. Zum einen hat Henrike die Finca als Überraschung für Ehemann Hans gebucht und zieht mit den Zwillingen Finn und Esme sowie ihrem Bruder Freddy ein. Hans hat stark etwas gegen Mallorca - und die Finca. Zum anderen ziehen Samuel und seine Frau Marie mit Sohn Juri und dessen Puppe Hedwig ein. Juri ist das Haus nicht geheuer, er merkt, daß die Erwachsenen Angst haben. Dann wird eine Leiche aufgefunden....

"Meeresdunkel" von Till Raether verspricht viel und hält dies Versprechen leider nicht. Schon der Schreibstil konnte mich nicht begeistern. Alles bleibt distanziert, man kommt nur schwerlich in die Handlung. Dazu wirken die Sätze abgehackt. Es kam weder ein Gefühl für die Atmosphäre, noch für die Charaktere auf. Marie, die ständig für ihren dubiosen Chef erreichbar sein soll, Freddy der ständig seinen Vater sieht - sie blieben alle blaß. Dazu noch der 8jährige Juri, der sich gibt wie ein Erwachsener aber gleichzeitig von seiner Puppe Hedwig untrennbar ist und so tut, als ob sie lebendig wäre. Und die Eltern machen dabei als Gipfel auch noch mit. Einzig interessanter Charakter war Hans. Ich habe mich ständig gefragt, was er gegen Mallorca hat. Die Handlung hätte wirklich spannend sein können, wenn einiges besser umgesetzt worden wäre. So besteht der Spannungsbogen aus Höhen und Tiefen. Mal kommt man für ein paar Seiten nicht mehr vom Buch los, weil wirklich mal etwas passiert, dann plätschert die Handlung wieder nur so vor sich hin. Dieses Buch läßt mich leider etwas zwiespältig zurück. Die Idee ist klasse, aber bei der Umsetzung ist noch deutlich Luft nach oben.
Ferne Heimat Altmontal Michael Riepl
Ferne Heimat Altmontal (Buch)
5 von 5 Sterne

Eine Wertschätzung für das Leben

"Der Krieg folgte einer perversen Logik. Er inszenierte ein Verwechslungsspiel zwischen Gut und Böse. Jeder Wahnsinn hatte seine Opfer und seine Profiteure."

Inhalt

Michael Riepl arbeitet in diesem Roman das Leben seiner Großmutter zwischen der Ukraine, dem Kaukasus und Deutschland auf, basierend auf ihren Tagebucheinträgen, die sie Zeit ihres Lebens gepflegt hat. Als Teenager hat er sich noch recht wenig für die Vergangenheit seiner Vorfahren interessiert, doch als er selbst für diverse Hilfsorganisationen in der ganzen Welt tätig wird, nimmt er das ihm gewidmete Tagebuch als Grundlage für Recherchen zu diesem Roman und als Anlass, sich posthum dem Wirken seiner Großmutter zu widmen. Dabei erzählt er klar strukturiert in kurzen Kapiteln sowohl von seinen eigenen Erlebnissen in Kriegsgebieten des Ostens, als auch von Hedwig, die als eines von 4 Kindern schon jungerweise ein schweres, entbehrungsreiches Leben führen musste und doch niemals ihre Hoffnungen auf ein glückliches Gelingen aufgegeben hat und zielstrebig ihren Weg verfolgte - unabhängig von politischen Repressalien. Es ist eine Annäherung, zwischen Generationen, Familien und Entscheidungen – die in ihrem Zusammenspiel den Grundstein für die Gegenwart des Autors gelegt haben.

Meinung

Dieses Buch ist für mich eine echte Entdeckung, weil es sehr vielschichtig und einsichtig über die großen Lebensthemen referiert, weil es Werte reflektiert und dabei immer unterhaltsam bleibt. Die Grundstimmung wird getragen von einer Melancholie, die ich beim Themenschwerpunkt Leben in Kriegsgebieten definitiv erwarte und sehr gut verstehen kann – eine gewisse allumfassende Traurigkeit, die dennoch helle Momente und menschliche Nähe bietet. Die Beständigkeit des Lebens und der Gleichmut verstreichender Jahre, ziehen den Leser unweigerlich in die Erzählung hinein und hinterlassen ein tieferes Verständnis.

Auf Grund der Struktur des Buches, handelt es sich gleichermaßen um einen Roman, wie um ein Sachbuch, denn gerade die historischen Hintergründe der mannigfaltigen Kriegszustände, mit immer gleichen, unverständlichen Überschätzungen Einzelner gegenüber der Bevölkerung bringt einen traurigen Gleichmut mit sich. Manchmal entsteht beim Lesen der Eindruck, dass es egal ist, ob man das Jahr 1930 oder 2020 schreibt – Krieg, Völkermord und Ohnmacht allerorten – die Lernbereitschaft der Menschheit gegenüber ihren eigenen Gräueltaten geht gegen Null.

Auch die Gestaltung des Buches beurteile ich sehr positiv. Auf den Innenseiten des Buchdeckels findet sich eine Landkarte mit den Schauplätzen des Romans und der Text selbst wird hin und wieder durch historisches Bildmaterial aufgelockert.

Fazit

Für diese einprägsame, umfassende Erzählung vergebe ich begeisterte 5 Lesesterne. Ein hochinteressanter Text mit vielschichtigem Inhalt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Kriegsnöten und Familiengeschichte, zwischen Spurensuche und Aufarbeitung, aber auch zwischen Menschlichkeit und Verachtung. Mit leichter Hand geschrieben, sehr gut recherchiert, historisch aufklärend und nicht wertend. Für mich jedoch das Wichtigste an diesem Buch: der Enkelsohn setzt seiner Großmutter ein Denkmal, für ihr Dasein, ihre Stärke, ihr Wirken als Ärztin – er bietet hier die Wertschätzung für ein ganzes Leben und führt mit humanitärer Hilfe ihr Erbe fort. Welches schönere Kompliment könnte man bekommen, wenn man jahrzehntelange Lebenseindrücke schriftlich festhält, um sie vielleicht irgendwann in der richtigen Art und Weise anerkannt zu wissen?
Mit anderen Augen Jane Tara
Mit anderen Augen (Buch)
2 von 5 Sterne

Der Wind der Veränderung



"Sich selbst anzuerkennen ist ein Akt der Liebe. Wenn Sie das nicht tun, können Sie es auch nicht von anderen erwarten - finden Sie nicht auch?"

Inhalt

Tilda Finch, eine Mittfünfzigerin, stellt eines Tages erschrocken fest, dass ihr kleiner Finger unsichtbar geworden ist. Tags darauf, ist ihr Ohr weg und die Nase verschwimmt ebenfalls immer mehr. Voller Verzweiflung begibt sie sich zu ihrer Hausärztin, die ihr die vernichtende Diagnose mitteilt: Tilda leidet an "Unsichtbarkeit", einer weit verbreiteten Krankheit unter Frauen, die besonders in der zweiten Lebenshälfte vernichtende Schäden anrichtet, im schlimmsten Fall verschwindet die Person gänzlich - eine Chance auf Heilung ist nicht in Aussicht. Mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln, versucht Tilda gegen ihre Unsichtbarkeit anzugehen und versucht sowohl die Selbsthilfegruppe als auch den Meditationskurs. Nach und nach stellt sie fest, dass ihr eigenes Selbstbild so desaströs ist, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis ihr Mindset auch das Äußere dominiert.

Meinung

Auf dieses Buch bin ich durch mehrer positive Rezensionen aufmerksam geworden, die Idee mit einer Krankheit, die einen derartigen Verlauf nimmt, fand ich schon mal reizvoll, ich habe mir etwas Inspirierendes vorgestellt und wie immer eine explizite Aussage gewünscht. Aber leider musste ich schon zu Beginn feststellen, das die Story wohl genau das nicht bieten wird. Besonders deutlich wurde das Missverhältnis zwischen meinen Ansprüchen und der Realität durch den gewählten Fokus: Tilda geht offensiv mit ihrer Krankheit um und bewegt sich in sehr alternativen Kreisen, so dass schon bald die Selbsthilfegruppe, die esoterisch interessierten Freundinnen und eine Mediatationsleiterin mit glamourösem Ruf die Handlung übernehmen und gemeinsam mit Tilda und dem Leser, deren Leben wieder auf die richtige Spur bringen möchten. Aber da war ich dann gänzlich das falsche Publikum.

Tildas Auseinandersetzung mit der Krankheit und den schnell gefundenen Ursachen (traumatische Kindheit, selbstzerstörerische Ehe samt Scheidungskrieg), bleiben oberflächlich. Nie stehen die wahren Gründe und das Nachdenken darüber im Vordergrund, sondern schnell wechselt man in feuchtfröhliche Barabende mit Freundinnen, die ein ach so großes Verständnis haben und gleich noch die richtigen Kontakte, um einen Lebenswandel in die Wege zu leiten. Das Augenrollen konnte ich mir an dieser Stelle nicht mehr verkneifen. Als dann auch noch ein neuer, gutaussehender, wohlhabender Mann in Tildas Leben tritt, der ihr endlich wieder einen echten Grund liefert, um auf die Beine zu kommen, war mir ganz klar: viele Klischees, eine mehr als triviale Story und dermaßen überspitze Denkansätze, das es zwar ein sich geschlossener Roman über Frauenpower und Neubeginn ist, dessen Wind der Veränderung für mich aber nur ein laues Lüftchen war.

Fazit

Hier vergebe ich lediglich 2 Lesesterne, für einen gut lesbaren, unterhaltsamen, leichten Roman, der leider so gar nicht in mein Beuteschema bzw. zu meiner Erwartungshaltung passte. Wer einen sommerlichen Text mit bildlichen Szenen und einfachen Startegien bevorzugt oder sein Leben selbst mit Mutmachsprüchen, erfolgreichen Freundinnen, perfekten Männern und motivierenden Meditationserfahrungen verbringt, findet hier möglicherweise Bestätigung oder die Klarheit darüber, dass man jede Krankheit mit dem entsprechenden Hintergrund überwinden kann. Wer einen bewegenden, tiefgreifenden Roman über innere Werte, Selbstreflexion und Denkansätze lesen möchte, der bestenfalls in Erinnerung bleibt, sollte zu einem anderen Buch greifen.

Gut bei Hitze Katharina Seiser
Gut bei Hitze (Buch)
5 von 5 Sterne

Genussvoller Sommer

Der Sommer wird in die nächste Runde gehen und uns Hitze bescheren. Trotzdem will man ja essen und satt und gesund uber die Wärme kommen.

Da bietet das Buch eine große Auswahl an erfrischenden und satt machenden Rezepten. Getränke, kalte Gerichte, aber auch warme Gerichte und süße Naschereien.

Katharina Seiser hat eine angenehme Art die Rezepte vorzustellen und zu beschreiben. Die Zutaten sind bekannt und gut erhältlich,und die Rezepte meist ohne viel Aufwand zuzubereiten. So steht man nicht lange in der Küche. Das ist sehr praktisch.

Wichtig sind mir auch immer die Fotos, so kann ich beim blättern gleich meinen nächsten Favoriten auswählen und mit dem Lesebändchen markieren. Ein beiliegenden Poster zeigt die große Auswahl.

Wer mal eine Zutat im Rezept nicht mag der findet meistens Tipps zum abwandeln.

Auch Veganer und Vegetarier werden hier fündig und können denn Sommer kulinarisch genießen.

Ein tolles Buch um den Sommer genussvoll zu erleben.
Hilfe, zu viele Saurier! Mars-Leo Frei
Hilfe, zu viele Saurier! (Buch)
5 von 5 Sterne

Turbulentes Abenteuer mit Urzeitüberraschungen

Als Sören auf einem Flohmarkt "Giganten der Urzeit" kauft, ahnt er noch nicht, dass er bald im größten Abenteuer seines Lebens stecken wird. Er möchte mit dem Dino-Zucht-Set den coolsten Jungen der Klasse, der eigentlich schon alles hat, auf sich aufmerksam machen und als Freund gewinnen. Es klappt so mittelprächtig. Doch dann findet seine nervig-schlaue kleine Schwester Fine das Set und Eierschalen zerfetzt in Keller. Was sit passiert? Das ahnt Sören spätestens, als Tommy anruft und von einem Brontosaurier in seinem Garten berichtet. Sollte das Set wirklich funktioniert haben?

Wir hatten bereits den ersten Band der Reihe "Hilfe, zu viele ..." gelesen, in dem es um Eulen ging. Den fanden wir schon toll und wollten daher unbedingt auch das Abenteuer mit den Sauriern lesen. Im Grunde geht es in der Reihe um Schüler*innen der Klasse 4 B aus Proppen an der Voll. Jeder und jede von ihnen bekommt hier anscheinend seine/ihre eigene Geschichte geschrieben. Diesmal ist es Sören, aber auch Tommy, den er unbedingt zum Freund haben will, ist in dieser Klasse. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein, meint man. Denn Sören ist so der Normalo mit einer naseweisen Schwester, während Tommys Eltern reich sind und er als Einzelkind damit alles hat, wovon andere nur träumen können. Sören nutzt einen Flohmarktfund, um ihn dennoch zu beeindrucken. Obwohl das nur mäßig klappt, müssen die beiden bald zusammenarbeiten. Wir mochten beide Jungs irgendwie, aber vor allem, wie sie sich beim gemeinsamen Abenteuer entwickeln. Unser heimlicher Star des Buches ist aber die kleine Schwester Fine, die schlau, mutig und witzig agiert und oft für kleine überraschende Momente sorgt.

Natürlich gibt es in einem Saurier-Abenteuer auch Dinos zu bestaunen. Allerdings sind einige davon nicht handzahm, sondern erinnern eher an Jurassic Park. Doch was genau in dem Buch passiert, möchten wir nicht vorwegnehmen. Es ist auf jeden Fall eine sehr aufregende Dinojagd. Fragt sich nur, wer darin wen jagt. Während der erste Band eher ruhiger und magischer war, wimmelt es hier von spannenden Momenten, doch die Ideen sind wieder sehr phantasievoll und man liest wie gebannt. Die Geschichte kann somit auch Kinder fesseln, die Problem haben, beim Lesen am Ball zu bleiben. Die lustigen SW-Zeichnungen passen hervorragend dazu und lockern den Text auf. Freundschaft spielt auch hier eine große Rolle. Das Buch ist selbst für Erwachsene ein Spaß, denn vor allem die Namen der Bürger von Proppen an der Voll haben bei mir als Mitleser*in für Lacher gesorgt. Wir können Euch die Reihe bisher nur empfehlen und sind wirklich gespannt, auf Abenteuer Nr. 3: Hilfe, zu viele Vampire! 5 Sterne
The New Love Times, Band 1 - Written into my Heart Saskia Louis
The New Love Times, Band 1 - Written into my Heart (Buch)
5 von 5 Sterne

Humor trifft Herz

In Written into my Heart begleiten wir Stella und Rowan auf ihrem gemeinsamen Weg. Die beiden ergänzen sich wunderbar und harmonieren trotz ihrer unterschiedlichen Persönlichkeiten perfekt miteinander. Der leichte und humorvolle Schreibstil liest sich sehr angenehm und bringt einen immer wieder zum Schmunzeln.

Stella und Rowan lernen sich bei ihrer Arbeit für eine kleine Lokalzeitung kennen. Anfangs können sie sich nicht sonderlich gut leiden, doch ihre Wortgefechte sind nie verletzend. Stattdessen liefern sie sich schlagfertige und witzige Schlagabtausche. Stella ist lebensfroh und versucht, alle um sich herum glücklich zu machen. Dabei vergisst sie jedoch oft ihre eigenen Bedürfnisse. Gerade zu Beginn der Geschichte fällt das besonders auf, und ich hätte sie für ihre Gedanken und Entscheidungen das eine oder andere Mal gerne geschüttelt. Rowan hingegen ist eher grummelig und nimmt kein Blatt vor den Mund. Es war schön zu beobachten, wie er Stella unterstützt und ihr Selbstvertrauen stärkt. Beide Charaktere sind sehr sympathisch, und ihre jeweiligen Verhaltensweisen sind nachvollziehbar und authentisch.

Stellas Entwicklung im Laufe der Geschichte hat mir gut gefallen. Sie lernt, für sich selbst einzustehen, und erkennt, dass ihre Träume und Ziele, auch wenn sie für andere vielleicht „nicht genug“ erscheinen, für sie selbst genau die Richtigen sind.

Auch die Nebenfiguren, wie Rowans Familie oder Stellas Schwester, sind mit viel Liebe gestaltet und verleihen der Geschichte zusätzliche Wärme. Außerdem hat der Ausblick auf die Geschichte von Marlow und Leto meine Neugier auf den zweiten Teil der Reihe geweckt.

Wer eine humorvolle, entspannte und herzerwärmende Liebesgeschichte mit sympathischen Figuren und witzigen Dialogen sucht, wird mit Written into my Heart definitiv viel Freude haben.
School of Talents 9: Neunte Stunde: Schatzfieber! Silke Schellhammer
School of Talents 9: Neunte Stunde: Schatzfieber! (Buch)
5 von 5 Sterne

Wieder ein tolles Abenteuer

Die bisherigen Bände der Reihe wurden mit großer Begeisterung gelesen. Deshalb war auch der neunte Band ein absolutes Muss.

Wie gewohnt begleiten wir die Kinder durch ihren etwas anderen Schulalltag. Dieses Mal dreht sich alles um das Thema Ausgrabungen. Alva und ihre Freunde sind sofort Feuer und Flamme. Auf einer abgegrenzten Fläche dürfen sie Löcher buddeln und nach Spuren aus der Vergangenheit suchen. Doch plötzlich macht das Gerücht von einem Schatz die Runde und die Ausgrabungsstellen der Kinder werden zugeschüttet. Gibt es unter der Erde etwa doch mehr zu entdecken als nur alte Scherben?

Auch dieser Band überzeugt mit einem einfachen, lockeren Schreibstil und eignet sich perfekt für Kinder ab 7 Jahren. Die witzige, originelle und spannende Geschichte sorgt aber auch bei älteren Kindern für jede Menge Lesespaß. Besonders spannend wird es, als das Ausgrabungsteam in einer unterirdischen Höhle feststeckt und die Kinder versuchen, alle wieder sicher herauszuholen. In dieser Szene konnte man richtig mitfiebern. Sehr gelungen sind außerdem die liebevollen Zeichnungen, die das Thema der Geschichte wunderbar aufgreifen.

Der neunte Band steht seinen Vorgängern in nichts nach und ist eine rundum gelungene Fortsetzung der Reihe.
Lori Anousch Mueller
Lori (Buch)
4 von 5 Sterne

Auf der Suche nach dem, was lange verborgen blieb

In dieser Familie gibt es Fragen, auf die niemand eine Antwort gibt. Leni wächst damit auf und merkt früh, dass manches nicht zusammenpasst. Erst viele Jahre später beginnt sie, den Spuren ihrer eigenen Geschichte zu folgen. Dabei stößt sie auf Ereignisse, die weit vor ihrer Kindheit liegen und bis heute das Leben ihrer Familie bestimmen.
Das Buch hat mich vor allem wegen seines Themas angesprochen. Familiengeheimnisse und die Zeit der DDR sind eine Mischung, die bei mir fast immer Interesse weckt. Nach und nach kommen neue Einzelheiten ans Licht. Dadurch wurde immer verständlicher, weshalb die Figuren so handeln und warum vieles über Jahre unausgesprochen geblieben ist.
Besonders gefallen hat mir, dass nicht sofort alle Antworten geliefert werden. Vieles fügt sich erst mit der Zeit zusammen. Das hat dafür gesorgt, dass die Neugier erhalten blieb und ich wissen wollte, wie sich alles entwickelt.
Je mehr Seiten vergingen, desto deutlicher wurde, wie eng die einzelnen Ereignisse miteinander verbunden sind. Immer wieder tauchen kleine Hinweise auf, die erst später ihren Platz finden. Gerade das hat den Reiz beim Lesen ausgemacht, weil nicht alles sofort erklärt wird.
Inhaltlich hat das Buch genau den Geschmack getroffen. Weniger leicht fiel dagegen der Zugang zu den Figuren. Durch die häufigen Wechsel zwischen den einzelnen Perspektiven blieb Leni für meinen Geschmack etwas auf Abstand. Dadurch war es nicht immer einfach, ihre Gedanken und Gefühle wirklich nachzuempfinden. Das hat meinen Lesefluss an einigen Stellen etwas gebremst, auch wenn die Geschichte selbst durchgehend interessant geblieben ist.
Bis zur letzten Seite blieb die Frage offen, wie sich alles auflösen wird. Genau das hat dafür gesorgt, dass das Interesse nicht nachgelassen hat. Auch wenn mich der Schreibstil nicht vollständig überzeugen konnte, wollte ich das Buch immer weiterlesen.
Für alle, die Familiengeschichten mit historischem Hintergrund mögen, ist dieses Buch auf jeden Fall einen Blick wert. Das Thema ist gut gewählt und die Idee dahinter hat mir gefallen. Beim Erzählen hätte ich mir etwas mehr Nähe zu den Figuren gewünscht. Trotzdem habe ich das Buch gern gelesen und vergebe deshalb gute vier Sterne.
Chasing Hearts Grace Newman
Chasing Hearts (Buch)
4 von 5 Sterne

Fake Dating im Motorsport

Georgia ist eine talentierte Formel-1-Fahrerin, die sich in einer von Männern dominierten Sportart behaupten muss. Um ihrem rein weiblichen Team zu mehr Aufmerksamkeit und dringend benötigten Sponsoren zu verhelfen, geht sie eine Fake-Beziehung mit Formel-1-Fahrer Luca ein. Was als PR-Strategie beginnt, entwickelt sich jedoch schon bald zu mehr.
Besonders gefallen haben mir die authentischen Einblicke in die Formel 1 und die Herausforderungen, mit denen Georgia als Frau im Motorsport konfrontiert wird. Auch die unterschiedlichen Persönlichkeiten von Georgia und Luca sorgen für eine spannende Dynamik. Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Obwohl es inzwischen viele Formel-1-Romane gibt, hebt sich diese Geschichte gelungen von anderen ab. Insgesamt ist es eine emotionale und spannende Romance, die ich allen Motorsport-Fans empfehlen kann.
1 bis 10 von 145 Rezensionen