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    2. Alle Rezensionen von fredfred bei jpc.de

    fredfred

    Aktiv seit: 19. Dezember 2022
    "Hilfreich"-Bewertungen: 11

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    586 Rezensionen

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    Vega Varg - Das Schweigen der Insel

    Åsa Hellberg
    Vega Varg - Das Schweigen der Insel (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    15.05.2026

    Vegas erster Fall

    Ich habe „Das Schweigen der Insel“ von Hellberg gelesen und fand es insgesamt wirklich gelungen. Die Geschichte spielt auf Südkoster vor der schwedischen Küste, und die Inselatmosphäre wird gut eingefangen. Man hat den Wind und das Meer beim Lesen förmlich vor Augen.
    Die Story beginnt damit, dass Touristen einen ermordeten jungen Mann finden. Diese Gruppe, vier ziemlich blasierte Immobilienmanager, bringt eine ganz eigene, teils anstrengende Dynamik mit sexuellen Verstrickungen in die Geschichte. Auf der anderen Seite steht die erfahrene Ermittlerin Vega Varg, die zusammen mit ihren Söhnen arbeitet.
    Der zweite Handlungsstrang spielt in der Vergangenheit. Hier geht es um den rätselhaften Tod von Vegas Ehemann.

    Die Grundspannung bleibt das ganze Buch über hoch, und es gibt viele unterschiedliche, interessante Charaktere.
    Es bleibt sehr lange alles extrem rätselhaft, und gegen Ende kommt die Auflösung dann fast schon zu geballt. Es wird zwar alles logisch aufgeklärt, auch der Fall aus der Vergangenheit, aber die Ergebnisse werden einem als Leser in kurzer Abfolge so überstürzt präsentiert, dass man kaum Zeit zum Luftholen hat. Da hätte das Ende ausführlicher sein können.

    Ein atmosphärisch starker Krimi mit interessanten Ermittlern und einem tollen Setting. Wer schwedische Krimis mag, sollte hier definitiv zugreifen!
    Sie wollen uns erzählen

    Birgit Birnbacher
    Sie wollen uns erzählen (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    12.05.2026

    Schwieriger Einstieg in eine eigenwillige Geschichte

    Oswald eckt in der Schule ständig an, was vor allem an seiner ADHS Diagnose liegt. Zum Glück hat er mit Ann eine Mutter, die ihn nicht nur bedingungslos liebt, sondern ihn als selbst Betroffene auch wirklich versteht. Ein Vorfall mit einem Kaninchen in der Schule bringt ihn jedoch in eine brenzlige Lage und lässt ihn in einem völlig falschen Licht dastehen. Aus Angst davor, seine Mutter zu enttäuschen, behält er das Ereignis erst einmal für sich. Die Aufregung um die verschwundene Oma verschafft ihm glücklicherweise eine Atempause. Am Ende ist es sogar Oswald, der durch seine unkonventionelle Denkweise die rettende Idee hat, um die Großmutter zu finden.

    Mir fiel der Einstieg in diese Geschichte leider sehr schwer. Der Anfang konzentriert sich stark auf die Einführung in die Gedankenwelt der Charaktere, was zwar beim Verständnis hilft, aber durch einen sehr distanzierten und fast schon langweiligen Schreibstil erkauft wird. Es kam bei mir keine richtige Neugier auf die Personen oder den weiteren Handlungsverlauf auf. Erst in der zweiten Hälfte nimmt die Erzählung endlich Fahrt auf und das Lesen wird angenehmer. Dennoch konnte mich das Buch insgesamt nie richtig fesseln und ich stand mehrmals kurz davor, es einfach abzubrechen. Neben dem zähen Stil empfand ich zudem fast alle Charaktere als sehr merkwürdig. Während man sich in Oswald und Ann noch hineinversetzen konnte, blieben die anderen Figuren seltsam distanziert. Die Schwester Nell lebt als erfolglose Hippiebäuerin auf einem Aussteigerhof, die Oma ist dement und selbst der eigentlich fürsorgliche Nachbar wirkt sehr eigenartig.

    Es bleibt am Ende ein Roman, der zwar wichtige Themen wie Neurodivergenz und familiären Zusammenhalt beleuchtet, mich aber auf emotionaler Ebene kaum erreichen konnte. Die guten Ansätze in der zweiten Hälfte können die zähe erste Phase und die Distanz zu den eigenwilligen Charakteren leider nicht ganz wettmachen. Für mich war es eine eher mühsame Lektüre, die ich nur mit viel Geduld beendet habe.
    When Shadows Darken the Sun

    Nina Schilling
    When Shadows Darken the Sun (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    10.05.2026

    Liebe in Licht und Schatten

    „When Shadows Darken the Sun“ ist ein absoluter Blickfang im Regal. Das zauberhafte, romantische Cover und der wunderschöne Buchschnitt der Printausgabe machen optisch richtig was her. Ein Muss für Sammler!
    Die Story führt uns in eine Welt, in der der Tag- und der Nachthof alle 20 Jahre in einem Turnier um die Vorherrschaft kämpfen. Die Thronerben Cass und Nox wurden ihr Leben lang darauf vorbereitet, wobei ihre Weltanschauung durch Hass und Vorurteile gegenüber der Gegenseite vergiftet wurde. Besonders spannend fand ich die Erzählweise: Wir erleben die Handlung im Wechsel aus beiden Perspektiven, was die Zerrissenheit der Charaktere greifbar macht.
    Als die beiden im Turnier aufeinandertreffen, passiert das Undenkbare: Sie verlieben sich. Dass sie dennoch als erbitterte Feinde gegeneinander antreten müssen, sorgt für eine gelungene Mischung aus prickelnder Romantik und nervenaufreibender Spannung. Der Schreibstil ist dabei angenehm locker und leicht verständlich, sodass man schnell durch die Seiten fliegt.
    Das Ende ist ein absoluter Knaller! Mit diesem gänzlich unerwarteten Cliffhanger habe ich nicht gerechnet. Er schürt die Neugier auf den Folgeband extrem.
    Warum trotzdem „nur“ 4 Sterne? Obwohl das Buch mich gut unterhalten hat, hatte ich das Gefühl, dass der Roman insgesamt etwas unter seinen Möglichkeiten bleibt. Manche Potenziale der Welt oder der Charakterentwicklung wurden für mein Empfinden nicht voll ausgeschöpft. Dennoch eine klare Empfehlung für Fans von Romantasy!
    Der Tag des Skorpions

    Deon Meyer
    Der Tag des Skorpions (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    05.05.2026

    Toll, aber etwas zuviel Raketenwissenschaft

    Bennie Griessel ist zurück, doch dieses Mal braucht man als Leser echte Ausdauer. Die Story um einen ehemaligen Leibwächter und ein gefährliches Komplott in Südafrika ist gewohnt dicht und atmosphärisch erzählt. Meyer fängt die korrupten Machtspiele und die Stimmung in Kapstadt wieder hervorragend ein.
    Leider wird die Spannung immer wieder durch seitenlange, trockene Exkurse über Raketenwissenschaft, Drohnentechnik und Sprengstoffchemie ausgebremst. Wer sich nicht brennend für technische Details interessiert, empfindet diese Passagen als zäh und schlichtweg langweilig. Sie nehmen der eigentlich packenden Jagd nach den Hintermännern den Schwung. Ein solider Thriller mit starkem Protagonisten, der mit weniger technischem Ballast deutlich besser gewesen wäre.
    Tod auf der Fraueninsel

    Maurice Richardson
    Tod auf der Fraueninsel (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.05.2026

    Ein atmosphärischer Chiemgau-Krimi mit bayrischem Charme

    Mit „Tod auf der Fraueninsel“ liefert Maurice Richardson einen soliden Regionalkrimi ab, der vor allem durch sein stimmungsvolles Setting und die authentische Atmosphäre besticht. Wer die Idylle des Chiemsees kennt, wird sich in diesem Roman sofort zu Hause fühlen.
    Der Roman entführt uns auf die kleinste Gemeinde Bayerns – die Fraueninsel. Was als friedliches Szenario beginnt, wird jäh durch einen rätselhaften Todesfall unterbrochen. Der Autor versteht es geschickt, die Abgeschiedenheit der Insel zu nutzen, um ein klassisches „Whodunnit“-Gefühl zu erzeugen. Da der Fluchtweg über das Wasser begrenzt ist, rückt der Kreis der Verdächtigen schnell zusammen, was die Spannung kontinuierlich steigert.
    Richardsons Schreibstil ist flüssig, bildhaft und angenehm unaufgeregt. Er verzichtet auf unnötige Brutalität und setzt stattdessen auf psychologisches Gespür und Lokalkolorit. Die Figurenzeichnung ist gelungen: Der Ermittler wirkt menschlich, mit Ecken und Kanten, ohne dabei in die typischen Klischees des „gebeutelten Kommissars“ zu verfallen.
    Die Beschreibungen der Insel, des Klosters und der Stimmung am Chiemsee sind so lebendig, dass man das Wasser fast plätschern hört.
    Das Erzähltempo ist gut ausbalanciert. Es gibt genug Raum für die Ermittlungsarbeit, ohne dass die Handlung ins Stocken gerät.
    An manchen Stellen hätte der Plot für meinen Geschmack noch etwas raffinierter sein können. Erfahrene Krimi-Leser könnten den Täter oder das Motiv etwas früher erahnen, als es die Auflösung vorsieht. Ein paar zusätzliche falsche Fährten hätten dem Spannungsbogen gutgetan.
    „Tod auf der Fraueninsel“ ist die ideale Lektüre für einen entspannten Nachmittag auf dem Sofa oder direkt am Seeufer. Es ist ein unaufgeregter, aber fesselnder Kriminalroman, der Lust auf einen Ausflug in den Chiemgau macht. Für Fans von Regionalkrimis mit Herz und Verstand eine klare Empfehlung!
    Und morgen du

    Stefan Ahnhem
    Und morgen du (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.05.2026

    Viele Morde

    Stefan Ahnhems „Und morgen du“ bietet einen atmosphärisch extrem dichten und düsteren Einstieg in die Fabian-Risk-Reihe.
    Der Autor versteht es meisterhaft, eine düstere Stimmung aufzubauen, während er den Ermittler in seine alte Heimat Helsingborg zurückkehren lässt, wo er direkt mit den Schatten seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert wird.
    Die Mordserie ist brutal und kreativ inszeniert, was für ordentlich Nervenkitzel sorgt. Besonders spannend fand ich die Verbindung zur Schulzeit der Charaktere – das gibt der Geschichte eine sehr persönliche und beklemmende Note. Die wechselnden Perspektiven halten das Tempo hoch, und man rätselt bis zum Schluss mit, wer hinter den grausamen Taten steckt. Dennoch habe ich einige Kritikpunkte, die eine Höchstwertung verhindern.
    Die Hauptfigur Fabian Risk ist leider wenig sympathisch. Er agiert als absoluter Einzelgänger ohne Teamgeist und stellt seine eigenen Interessen konsequent über alles andere. Auch als Ehemann und Vater wirkt er weitgehend unbrauchbar, was es schwer macht, mit ihm mitzufühlen. Zudem wird verschiedentlich auf einen früheren Seitensprung angespielt, der in diesem Buch nicht aufgeklärt wird. Dass man hierfür offenbar auf den (zeitlich früher spielenden) Folgeband warten muss, ist für den Leser unbefriedigend.
    Die Handlung selbst ist fast schon "zu viel des Guten": Die schiere Anzahl der Morde wirkt irgendwann viel zu konstruiert und überstrapaziert den Spannungsbogen. Zudem sind die Taten sehr brutal und fast schon zu ausführlich beschrieben, was nichts für schwache Nerven ist.
    Insgesamt aber ein hervorragender Schweden-Krimi mit einem charismatischen Ermittler und einer Story, die Lust auf die Fortsetzungen macht. Für Fans von nordischer Düsternis absolut empfehlenswert!
    Ein Highlight war für mich jedoch die Hörbuch-Fassung. David Nathan liest die Geschichte einfach fantastisch. Seine markante Stimme und die Art des Vortrags werten die Story enorm auf und haben mich trotz der inhaltlichen Schwächen bei der Stange gehalten.
    Fazit: Ein solider Schweden-Krimi mit Luft nach oben bei den Charakteren. Wer düstere Thriller mag, kommt hier auf seine Kosten – am besten als Hörbuch!
    Mittsommertod

    Elin Blomgren
    Mittsommertod (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    01.05.2026

    Schwedische Sommeridylle

    Schon das typisch schwedische Cover lädt dazu ein, direkt in die Szenerie einzutreten – alles wirkt ruhig, hell und fast schon zu idyllisch. Genau das ist es auch, was Ebba Lorenz dazu bewegt, den Sommer im Häuschen ihrer Urgroßmutter zu verbringen, um ihr Leben ein Stück weit neu zu ordnen.

    Man taucht schnell in dieses beschauliche Dorfleben ein, in dem die Zeit irgendwie langsamer vergeht. Fast schon nebenbei geschehen dann die Morde, deren Ursachen tief in der Vergangenheit verborgen liegen. Die Ermittlungen stehen dabei gar nicht so sehr im Vordergrund, und ein klassischer Spannungsbogen will sich nicht wirklich aufbauen.

    Stattdessen lebt der Roman von seiner ruhigen, entspannten Atmosphäre – und genau so unaufgeregt ist am Ende auch die Auflösung. Für mich funktioniert das überraschend gut, weil es konsequent zur Stimmung des Buches passt.

    Besonders hervorzuheben ist auch das Hörbuch: Tim Gössler liest hervorragend und trifft genau den ruhigen Ton der Geschichte, ohne sie künstlich zu dramatisieren.

    Ein wunderbares Buch, um in Ferienlaune zu kommen – weniger Nervenkitzel, mehr nordische Sommerstimmung.
    Die tote Tante

    Anke Petersen
    Die tote Tante (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    29.04.2026

    Hobbydetektivinnen auf Amrum

    Der Krimi spielt um die Jahrhundertwende auf der Insel Amrum. Drei Damen eines Krimi-Leseclubs begeben sich unbedarft auf Mördersuche. Während der Vorbereitungen einer Promihochzeit wird die Tante der Braut ermordet. Insgesamt steht das Event unter einem schlechten Stern, jedenfalls scheint es seitens des Brautpaars keine Liebesheirat zu werden, sondern eher eine geschäftliche Transaktion unter den Brautvätern. Die drei ältlichen, naiven Damen sehen sich bemüßigt, der reizenden Braut jede mögliche Hilfe zu leisten, erst recht, als diese unter Mordverdacht gerät.
    Die Handlung an sich ist zugegebenermaßen unspektakulär. Der Roman lebt von dem Zeitgeist des ausklingenden Jahrhunderts mit seinen spießigen Moralvorstellungen, ganz besonders bezüglich der Stellung der Frau. Die Autorin hat sich passenderweise mit einem leicht gespreizten Sprachstil auf die Atmosphäre eingestellt.
    Ein Highlight ist mal wieder Kaja Sesterhenn als Sprecherin, die perfekt jeden Charakter in ihre Stimme legen kann und keinerlei Schwierigkeiten mit dem friesischen Dialekt hat.
    Stolen Midnights

    Katherine Quinn
    Stolen Midnights (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    27.04.2026

    Das magische Medaillon

    „Stolen Midnights“ von Katherine Quinn bietet eine spannende Mischung aus Romantik, Abenteuer und einem interessanten Fantasy-Setting. Besonders hervorzuheben ist das schöne Cover, das das magische Medaillon zeigt – ein zentrales Element der Geschichte, das Wren eigentlich zu ihrem 18. Geburtstag von der Göttin hätte erhalten sollen.
    Die Handlung folgt Wren und Damien, einem raffinierten Dieb aus der Unterschicht, der das Medaillon kurz vor der Übergabe stiehlt – nur um festzustellen, dass es ihm kein Glück bringt und der es schließlich selbst wieder verliert. Gemeinsam machen sich Wren und Damien auf die Suche danach und stoßen dabei auf ein schlimmes Verbrechen. Zwischen den beiden entwickelt sich dabei auch eine Liebesgeschichte.
    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut lesbar und passt gut zur Young-Adult-Zielgruppe. Auch das Worldbuilding ist interessant und sorgt für eine stimmige, kreative Grundlage der Geschichte.
    Kritisch sehe ich allerdings die Dialoge, die häufig recht einfältig wirken und stark von übertriebener gegenseitiger Eifersucht geprägt sind – und das, bevor die Figuren ihre Gefühle überhaupt richtig erkennen. Auch die wiederkehrenden aggressiven Aussagen, einander schlagen zu wollen, empfand ich als unpassend.
    Damien wird zudem insgesamt etwas zu positiv dargestellt. Genau genommen ist er ein trinkfreudiger Kleinkrimineller und wirkt oft nicht wirklich sympathisch. Zwar zeigt er Ansätze einer positiven Entwicklung, dennoch bleibt ein zwiespältiger Eindruck zurück, und man wünscht sich für Wren stellenweise eher einen besseren Partner.
    Das Ende ist schließlich völlig überraschend und fast schon alptraumhaft, was einen starken Eindruck hinterlässt und die Geschichte deutlich aufwertet. Gleichzeitig macht es neugierig auf die Fortsetzung, in der man sich eine versöhnlichere Entwicklung erhofft.
    Die Hörbuchversion ist sehr gelungen: Die Sprecher machen einen guten Job. Tim Gössler ist wie gewohnt ein Erlebnis, und auch Lara Hoffmann überzeugt.
    Insgesamt ein gutes Buch mit interessanter Idee, starkem Setting und kleinen Schwächen – daher solide 4 Sterne.
    Cursed - Eine Vampirin, eine Jägerin und ein Fluch, der sie auf ewig bindet

    Annie Summerlee
    Cursed - Eine Vampirin, eine Jägerin und ein Fluch, der sie auf ewig bindet (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    26.04.2026

    Spannendes Hörbuch mit interessanter Grundidee und starker Sprecherin

    „Cursed“ von Annie Summerlee punktet vor allem durch die tolle Performance von Josephine Hochbruck, die der Geschichte viel Atmosphäre und Emotion verleiht. Man hört ihr wirklich gerne zu und sie bringt die Figuren überzeugend zum Leben.

    Die Story selbst hat eine spannende Ausgangslage: Rebeccas Eltern wurden von Vampiren getötet, woraufhin sie von der Organisation Callisto rekrutiert und zur Vampirjägerin ausgebildet wird. Ihr neuer Auftrag führt sie undercover an eine Vampir-Universität – ein entsprechend gefährlicher Einsatz. Besonders reizvoll ist dabei die Dynamik, dass sie ausgerechnet mit einer Vampirin zusammenlebt, zu der sie sich zunehmend hingezogen fühlt. Die sich entwickelnde Lovestory ist interessant und emotional gut angelegt.

    Zusätzlich entfaltet sich im Hintergrund noch eine Art Krimihandlung rund um die Machenschaften von Callisto, was dem Ganzen weitere Tiefe gibt.

    Insgesamt ein wirklich spannender Plot mit viel Potenzial, der jedoch stellenweise nicht ganz so mitreißend umgesetzt ist, wie man es sich wünschen würde. Daher ein kleiner Punktabzug – trotzdem absolut hörenswert!
    Beth is dead

    Katie Bernet
    Beth is dead (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.04.2026

    sprunghaft erzählt

    „Beth is Dead“ hat mich etwas zwiegespalten zurückgelassen. Schon das Cover in Pink passt meiner Meinung nach so gar nicht zum doch eher düsteren Inhalt – da erwartet man etwas ganz anderes.

    Die Ausgangsidee ist spannend: Ein Autor vermarktet sein eigenes Familienleben als Stoff für einen Bestseller – und ab da gerät alles aus dem Gleichgewicht. Vier Töchter, eine hart arbeitende Mutter, die als Krankenschwester den Lebensunterhalt sichert, während die Kinder oft sich selbst überlassen sind. Die beiden älteren sind noch relativ vernünftig und verantwortungsbewusst, die jüngeren dagegen eher schwierig und egoistisch. Jede hat ihre eigene Richtung: Medizin, Musik, Schreiben, Malerei.

    Nach dem Mord an einer der Schwestern geraten nach und nach alle ins Visier der Polizei. Dabei brechen immer mehr Risse im Familiengefüge auf. Die Atmosphäre ist durchgehend angespannt und stellenweise regelrecht vergiftet – was vor allem an den jüngeren Töchtern liegt.

    Über weite Strecken ist das Buch allerdings eher ein erzählender Familienroman als ein Krimi. Die eigentliche Spannung kommt erst ganz zum Schluss auf, dann wird es auch deutlich turbulenter. Bis dahin zieht es sich teilweise zu sehr, zumal es einfach zu viele mögliche Motive gibt, was eher ermüdend als spannend wirkt.

    Das Hörbuch punktet mit wirklich tollen Sprecherinnen – angenehm jugendlich und frisch gelesen. Allerdings ist es nicht immer leicht zu verfolgen, da die Perspektiven ständig zwischen den Schwestern wechseln und zusätzlich zwischen „vor dem Mord“ und „nach dem Mord“ gesprungen wird. Ich kann mir vorstellen, dass die Print-Ausgabe diesbezüglich übersichtlicher ist.

    Die Mädchen, ausgenommen der stillen und freundlichen Beth, wirken vor allem unsympathisch und egoistisch, obwohl sehr stark betont wird, wie groß der Zusammenhalt untereinander ist.

    Fazit:
    Interessante Grundidee und stark gelesenes Hörbuch, aber insgesamt zu sprunghaft, zu langatmig und mit zu vielen Motiven überladen. Gute 4 Bewertungssterne, mit etwas Straffung wäre deutlich mehr drin gewesen.
    Der Sommer, der uns blieb

    Greta Herrlicher
    Der Sommer, der uns blieb (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    16.04.2026

    Freundschaft, die überdauert

    „Der Sommer, der uns blieb“ ist ein wunderschön gestaltetes Buch, das schon äußerlich begeistert: mit liebevollem Blümchen-Buchschnitt, Lesebändchen und zwei zauberhaften Lesezeichen.

    Inhaltlich erzählt der Roman die bewegende Freundschaft von Martin, Britta und Pia. Durch Rückblenden in ihre Kindheit und Szenen aus der Gegenwart entsteht ein intensives Bild ihrer Verbindung. Besonders berührend sind die aktuellen Lebenssituationen: Pia ist sterbenskrank, Britta unerwartet schwanger, und Martin kämpft mit einem schwierigen Verhältnis zu seiner Mutter.

    Die kurzen Kapitel – jeweils aus der Perspektive einer der drei Figuren – geben tiefe Einblicke in ihr Seelenleben und machen das Buch sehr angenehm zu lesen. Die Sprache ist leicht und gut verständlich, wodurch man schnell in die Geschichte eintaucht.

    Zwar ist der Plot stellenweise recht klischeehaft und kommt einem bekannt vor, doch die Protagonisten sind so nahbar und sympathisch gezeichnet, dass das kaum stört.

    Eine angenehme, emotionale Lektüre, die sich wunderbar zwischendurch lesen lässt – absolut empfehlenswert!
    Tödliches Déjà-vu

    René Anour
    Tödliches Déjà-vu (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    13.04.2026

    Tödliche Bienen

    Ich habe das Hörbuch von Tödliches Déjà-vu von Anour mit richtig viel Spaß gehört. Insgesamt ein spannender Krimi mit dem Flair der Provence.
    Die Story rund um die Polizeitruppe in der Provence hat mich schnell gepackt. Commissaire Louis Campanard ist einfach ein Highlight. Sein trockener, oft ziemlich genialer Humor lockert die Handlung total auf und sorgt immer wieder für kleine Schmunzler, selbst wenn es gerade ernster wird.
    Auch die beiden Mitarbeiter werden pointiert dargestellt. Beide bringen ihre eigenen Baustellen mit, wirken dadurch erst etwas schräg, wachsen aber im Laufe der Geschichte richtig über sich hinaus. Gerade das macht sie so sympathisch und irgendwie auch authentisch.
    Der Fall selbst, die ermordete militante Ökoaktivistin und die möglichen Verbindungen zu einer Pestizidfirma, ist spannend aufgebaut und bleibt durchweg interessant.
    Was das Hörbuch aber wirklich nochmal auf ein anderes Level hebt, ist der Sprecher. Der ist einfach unglaublich gut. Jede Figur bekommt ihre eigene Stimme und ihren eigenen Ton, sodass man sofort weiß, wer gerade spricht. Das macht das Ganze richtig lebendig und zieht einen noch mehr in die Geschichte rein.
    Die Atmosphäre der Provence wird gut wiedergegeben. Man hat direkt Bilder im Kopf und fühlt sich fast vor Ort.
    Der Krimi ist ein wirklich hörenswertes Hörbuch mit starken Figuren und viel Charme.
    Statt aus dem Fenster zu schauen

    Anna Katharina Scheidemantel
    Statt aus dem Fenster zu schauen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    13.04.2026

    Eine, die ihr Leben hinterfragt

    Das Cover bezieht sich wunderbar auf den Inhalt des Romans. Genau so stellt man sich dieses verwilderte Grundstück vor, auf dem Sophie landet. Ein bisschen abgeschieden, ein bisschen wild, irgendwie frei. Sogar der kleine Teich ist beim genauen Hinschauen zu entdecken.
    In der Geschichte geht es um Sophie, die eigentlich immer funktioniert hat. Gute Noten, Studium, alles geschniegelt und geplant. Und dann kommt dieser Punkt, an dem sie sich plötzlich fragt, wofür das eigentlich alles ist. Ziemlich spontan kauft sie sich für einen Spottpreis, der allerdings ihr ganzes Erspartes auffrisst, ein baufälliges Häuschen irgendwo in Ostdeutschland und lässt ihr altes Leben erstmal komplett hinter sich.
    Ich mochte total, wie bodenständig das Ganze erzählt wird. Sie hat kaum Geld, kellnert, um sich überhaupt Essen leisten zu können. Vom Mund spart sie sich Farbe für die Wände oder die Dachpappe, damit es nicht reinregnet, ab. Das wirkt alles sehr real und gar nicht romantisiert.
    Auch diese bewusste Abgrenzung von Familie und Freunden fand ich spannend. Sophie zieht sich zurück, hat kaum Handyempfang, lebt wirklich im Nirgendwo und muss für alles wirklich weite Strecken mit dem Rad zurücklegen. Aber genau das hilft ihr, runterzukommen und einen ganz anderen Blick aufs Leben zu bekommen. Weg von Leistungsdruck und Excel Tabellen, hin zu Natur, Stille, Sonnenuntergängen und einfach mal sein.
    Der Schreibstil ist dabei sehr einfühlsam und bildhaft, ohne kitschig zu werden. Es ist eher ein ruhiges Buch, das einen zwischendurch nachdenklich macht und auf eine leise Art lange beschäftigt.
    Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich das Ende. Gerade weil man Sophie auf diesem langen Weg begleitet, wirkt ihre Entscheidung für die Zukunft am Schluss ziemlich knapp abgehandelt. Das kam mir fast zu abrupt und hätte für meinen Geschmack mehr Raum verdient.
    Trotzdem insgesamt ein sehr lesenswerter Roman, der zum Innehalten anregt.
    Der Tote vom Klünderhof

    Antje Szillat
    Der Tote vom Klünderhof (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    13.04.2026

    Tierarzt unter Verdacht

    „Der Tote vom Klünderhof“ wirkt mit seinem eher biederen Cover zunächst unscheinbar, entpuppt sich aber als durchaus gelungener Reihenauftakt.

    Im Mittelpunkt stehen der frisch gestartete Tierarzt Konstantin und seine Tante Amalia – ein sympathisches, wenn auch eigenwilliges Duo. Gleich bei seinem allerersten Einsatz gerät Konstantin jedoch unter Mordverdacht, was seiner jungen Praxis erheblich schadet. Für zusätzlichen Druck sorgt die neue Polizeileiterin Finja Fehrmann, die nach einem Karriereknick in Düsseldorf nach Marne strafversetzt wurde. Entsprechend ehrgeizig legt sie sich sofort auf Konstantin als Hauptverdächtigen fest.

    Die Dynamik zwischen den beiden ist spannend angelegt: Zwei starke, durchaus attraktive Persönlichkeiten, die sich zunächst nicht ausstehen können – wobei der Plot schon jetzt erahnen lässt, dass sich diese Beziehung in den Folgebänden noch entwickeln dürfte.

    Der Kriminalfall selbst ist solides Handwerk, gut aufgebaut und mit einer stimmigen Auflösung versehen. Besonders gelungen ist die Darstellung der friesischen Lebensart, die stellenweise etwas störrisch, aber sehr authentisch wirkt.

    Ein echtes Highlight ist zudem die Hörbuchversion: Die Vortragsweise von Oliver Dupont bringt Atmosphäre, Figuren und regionale Eigenheiten besonders eindrucksvoll zur Geltung.

    Insgesamt ein unterhaltsamer Krimi mit kleinen Schwächen, aber viel Charme und Entwicklungspotenzial für die Reihe.
    Mit beiden Händen den Himmel stützen

    Lilli Tollkien
    Mit beiden Händen den Himmel stützen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    13.04.2026

    Schonungslos, keine leichte Kost

    „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ ist ein Roman, der tief unter die Haut geht. Lilli Tollkien zeichnet das Leben von Lale in einer Umgebung, die von Chaos, Grenzüberschreitungen und fehlenden Strukturen geprägt ist. Die Darstellung einer zügellosen Männer-WG, in der Drogen, Alkohol und fehlender moralischer Halt den Alltag bestimmen, wirkt erschütternd und beklemmend.

    Besonders eindrücklich ist, wie schutzlos Lale vielen Situationen ausgeliefert ist – auch durch das Versagen der Erwachsenen in ihrem Umfeld. Der Roman scheut sich nicht, Tabus offen anzusprechen, und vermittelt ein bedrückendes Bild von einem Milieu, das von Ablehnung gegenüber Institutionen und Regeln geprägt ist.

    Sprachlich ist das Buch klar und schnörkellos gehalten, was die Härte der Inhalte noch verstärkt. Gleichzeitig gelingt es der Autorin, Lales Entwicklung glaubwürdig darzustellen – vom begabten Kind hin zu einem Jugendlichen, der zunehmend in die vorgelebten destruktiven Muster abrutscht.

    Trotz der intensiven und wichtigen Einblicke fällt es schwer, das Buch „gern“ zu lesen – die durchgehend düstere Stimmung und die belastenden Themen machen es emotional fordernd.

    Insgesamt ein eindrucksvoller, schonungsloser Roman mit wichtigen Perspektiven – aber definitiv keine leichte Lektüre.
    Ein guter Blick fürs Böse

    Elizabeth Arnott
    Ein guter Blick fürs Böse (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    09.04.2026

    Mördergattinnen auf Mörderjagd

    Ein guter Blick fürs Böse von Elizabeth Arnott erzählt die Geschichte von drei Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch durch außergewöhnliche Umstände zu besten Freundinnen geworden sind. Was sie verbindet, ist ihre Vergangenheit, denn alle drei waren mit einem Serienmörder verheiratet und mussten nach deren Verhaftung nicht nur den Schock, sondern auch die Geringschätzung und Verurteilung der Öffentlichkeit ertragen.

    Als ein neuer Serienmörder scheinbar nach einem ähnlichen Muster vorgeht, beschließen die drei, selbst aktiv zu werden und alles daranzusetzen, ihn zu entlarven. Die Grundidee klingt dabei äußerst spannend und vielversprechend.

    Leider kann die Umsetzung mit dieser starken Ausgangslage nicht ganz mithalten. Statt eines packenden Thrillers entwickelt sich die Geschichte eher zu einer Charakterstudie der drei Frauen. Im Mittelpunkt steht, wie sie mit ihrer Vergangenheit umgehen, wie sie einander unterstützen und welche Entscheidungen sie in der Gegenwart für die Mörderjagd treffen.

    Das ist zwar durchaus interessant, nimmt der Handlung aber viel von der erhofften Spannung. Insgesamt zieht sich die Geschichte stellenweise etwas und wirkt dadurch teilweise zäh.

    Wer sich für tiefgehende Figuren und deren Entwicklung interessiert, kann hier dennoch auf seine Kosten kommen, wer jedoch einen durchgehend spannenden Thriller erwartet, könnte etwas enttäuscht sein. Insgesamt eine solide Idee mit schwächerer Umsetzung, daher gute vier Sterne.
    A Curse of Shadows and Ice

    Catharina Maura
    A Curse of Shadows and Ice (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    09.04.2026

    Sehr romantisch

    Ein zauberhaftes und ausdrucksstarkes Cover, das sofort ins Auge fällt und perfekt den Bezug zur Geschichte herstellt, mit dem Schloss im ewigen Winter als stimmungsvollem Mittelpunkt. Die Geschichte ist eine Nacherzählung von Die Schöne und das Biest, jedoch auf eine ganz eigene, sehr romantische Art umgesetzt.

    König Felix steht unter einem Fluch, und ein magischer Spiegel zeigt ihm die Frau, Arabella, deren Liebe ihn erlösen kann. Um dieses Ziel zu erreichen, zwingt er die Königstochter zur Heirat. Trotz dieser schwierigen Ausgangssituation entwickelt sich Arabellas Leben zunächst zum Besseren. Während sie zuvor von ihrem Vater und dessen Hofstaat schlecht behandelt wurde, wird sie nun von Felix Gefolge herzlich aufgenommen.

    Besonders hervorzuheben ist Felix Verhalten gegenüber Arabella. Er begegnet ihr von Anfang an mit großem Respekt und versucht ehrlich ihre Liebe zu gewinnen, anstatt sie ihr aufzuzwingen. Die Dynamik zwischen den beiden entwickelt sich glaubwürdig und einfühlsam.

    Der Schreibstil ist mitreißend, und durch die wechselnden Perspektiven von Felix und Arabella entsteht eine intensive Nähe zu beiden Figuren. Die Geschichte ist sehr romantisch, stellenweise auch etwas spicy, jedoch auf eine angenehme und stimmige Weise.

    Ein kleiner Kritikpunkt ist die Erklärung des Fluchs gegen Ende, die nicht ganz klar und ausführlich dargestellt ist. Daher gibt es nicht die volle Punktzahl, dennoch ist es insgesamt eine sehr schöne und empfehlenswerte Geschichte.
    Alma

    Federica Manzon
    Alma (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    09.04.2026

    Politischer Roman über den Jugoslawienkrieg

    Das sommerliche Cover und der Klappentext von „Alma“ versprechen ein Eintauchen in das schöne Triest, wo die Protagonistin aufgewachsen ist. Diese Erwartung wird jedoch nur teilweise erfüllt.

    Die Autorin taucht sehr tief in Almas Gefühlswelt ein. Man begleitet sie durch eine Kindheit in dem unordentlichen Haushalt ihrer Mutter, der wenig Struktur bietet, und einem Vater, der nur sporadisch anwesend ist. Seine geheimnisvollen Tätigkeiten in Jugoslawien werfen immer wieder Fragen auf. Auch der Junge aus Belgrad, den er mitbringt und der wie ein Bruder mit Alma aufwächst, ist eine interessante Figur.

    Allerdings bleiben Ort und Zeit oft unklar, vieles wirkt schwammig und nicht ganz greifbar. Vor allem ist es nicht der Roman, den man anhand von Cover und Beschreibung erwartet. Statt einer atmosphärischen Geschichte über Triest entwickelt sich das Buch in eine stark politische Richtung. Ohne Vorkenntnisse zum Jugoslawienkrieg fällt es schwer, alles vollständig zu verstehen, sodass man sich nebenbei erst mit den historischen Hintergründen beschäftigen muss.

    Trotz der schönen, stellenweise poetischen Sprache konnte mich das Buch insgesamt nicht ganz überzeugen. Meine Erwartungen wurden nur teilweise erfüllt.
    Moorgold - Ein Erzgebirgskrimi

    Anett Steiner
    Moorgold - Ein Erzgebirgskrimi (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    01.04.2026

    Mystisch

    Moorgold ist mein erster Krimi dieser Autorin, und das geheimnisvolle Cover mit den Goldstücken hat sofort meine Neugier geweckt.
    Im Mittelpunkt steht die Kommissarin Annalena Krest, die nicht nur einen komplexen Fall lösen muss, sondern auch privat als Alleinerziehende mit einigen Herausforderungen kämpft. Da ihr Chef aktuell beurlaubt ist, sucht sie immer wieder seinen Rat, was ihrer Figur eine persönliche, aber auch etwas unselbständige Note gibt.
    Der Fall selbst beginnt spannend: Ein Leierkastenmann wird ermordet, und auch sein Sohn gerät ins Visier unbekannter Täter. Gleichzeitig gibt es Verbindungen zu einem Jahre zurückliegenden Verschwinden eines Schatzsuchers jenseits der Grenze. Die Verknüpfung der Ereignisse ist grundsätzlich interessant, und Annalenas Alleingänge sorgen stellenweise für brenzlige Situationen.
    Allerdings nehmen die zahlreichen Sagen und Legenden rund um vergrabene Schätze einen sehr großen Raum ein. Das wirkt mit der Zeit etwas zu ausufernd und bremst die Handlung spürbar aus. Insgesamt fehlt der Geschichte dadurch das Tempo, und auch das Ende kommt eher abrupt und wenig ausgearbeitet daher.
    Das Erzgebirge wird sehr düster und geheimnisvoll dargestellt, vielleicht etwas zu sehr, denn es wirkt stellenweise überzeichnet.
    Insgesamt eine interessante Idee mit sympathischer Hauptfigur, aber für meinen Geschmack zu wenig Spannung und ein etwas unausgewogener Erzählfluss. Daher knappe 4 Sterne.
    Verrat der Schwäne

    A. B. Poranek
    Verrat der Schwäne (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    31.03.2026

    Ein zauberhafter Schwan

    Verrat der Schwäne von A. B. Poranek ist ein atmosphärischer Fantasyroman, der mich insgesamt gut unterhalten hat, auch wenn er kleine Schwächen zeigt.
    Das Cover ist auf den ersten Blick kein typischer Hingucker, passt aber im Nachhinein betrachtet erstaunlich gut zur Geschichte und ihrer Stimmung. Im Mittelpunkt steht Odile, ein Waisenkind mit magischen Fähigkeiten, das vom Zauberer und Theaterdirektor Regnault aufgezogen wurde. Ihre Beziehung zu ihm ist von Gehorsam und Angst geprägt. Sie führt seine Befehle ohne zu hinterfragen aus, selbst wenn es bedeutet, für ihn zu stehlen.
    Die Handlung nimmt Fahrt auf, als Odile darauf vorbereitet wird, die magische Königskrone zu stehlen, um die Magie im Land wieder zu befreien. Besonders spannend wird es durch den Konflikt mit ihrer ehemaligen Freundin Marie, die inzwischen zur Feindin geworden ist und die in einen wunderschönen Schwan verwandelt wird. Ab diesem Punkt entwickelt sich die Geschichte zunehmend komplexer, vor allem als Regnault mehr und mehr sein wahres Gesicht zeigt.
    Die Atmosphäre ist dicht und teilweise düster, was gut zur Thematik passt. Die Figuren, insbesondere Odile, sind interessant angelegt und ihre innere Zerrissenheit wird nachvollziehbar dargestellt. An manchen Stellen hätte ich mir jedoch noch etwas mehr Tiefe oder Tempo gewünscht.
    Besonders hervorheben möchte ich auch das Hörbuch: Es wird hervorragend von Rebecca Veil gelesen. Sie verleiht den Figuren viel Ausdruck und bringt die Stimmung der Geschichte sehr gut rüber, sodass das Zuhören wirklich Spaß macht.
    Insgesamt ein gelungener Fantasyroman mit einer spannenden Grundidee, starken Motiven und einer besonderen Stimmung. Auch wenn nicht alles perfekt ist: verdiente 4 Sterne!
    Darkly

    Marisha Pessl
    Darkly (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    28.03.2026

    Wie ein riesiger Escaperoom

    Darkly von Marisha Pessl hat mich als Hörbuch insgesamt sehr gut unterhalten. Ein klares Vier-Sterne-Erlebnis.

    Die Geschichte rund um Dia, die ein Praktikum bei einem legendären Online Spiele Entwickler bekommt, ist von Anfang an spannend aufgebaut. Die Spiele der Firma haben Kultstatus und die seltenen Erstausgaben sind Millionen wert, aber die mysteriöse Erfinderin Veda ist schon lange verschwunden. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen reist Dia auf eine abgelegene Insel, wo sie Schritt für Schritt komplexe und teils lebensgefährliche Rätsel lösen müssen. Das Ganze fühlt sich an wie ein riesiger Escaperoom und bleibt durchgehend packend.

    Die Plot Idee ist wirklich hervorragend und hebt sich angenehm von typischen Jugendthrillern ab. Besonders das methodische Vorgehen beim Rätsellösen hat mir gut gefallen.

    Als Hörbuch hatte ich allerdings gelegentlich Schwierigkeiten den Überblick zu behalten. Die vielen Figuren, und vor allem die trickreichen Handlungsorte, waren für mich akustisch nicht immer leicht nachzuvollziehen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Ganze als Printversion noch besser funktioniert hätte.

    Ein großes Plus ist die Sprecherin Nina Reithmeier. Mit ihrer jugendlichen und lebendigen Stimme bringt sie die Atmosphäre und die Figuren wirklich perfekt zur Geltung.

    Fazit ein originelles spannendes Hörbuch mit kleinen Schwächen in der Übersichtlichkeit, aber definitiv hörenswert. Vier von fünf Sternen.
    Born of Salt and Storm

    Sophia Reynard
    Born of Salt and Storm (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    27.03.2026

    Setting zu komplex

    Zunächst einmal muss ich das wunderschöne Cover in den Meeresfarben hervorheben. Es passt perfekt zur Atmosphäre der Geschichte und hat auch einen Bezug zum Inhalt.
    Ich bin ursprünglich mit dem Hörbuch gestartet, habe aber gleich zweimal neu angefangen, weil ich den teils sehr komplexen Beschreibungen nur schwer folgen konnte. Der Einstieg fiel mir insgesamt nicht leicht. Nach dem Wechsel zur Printausgabe wurde es etwas verständlicher, blieb aber stellenweise zäh, bis ich schließlich besser in die Geschichte hineingefunden habe. Den weiteren Verlauf habe ich dann wieder als Hörbuch gehört, vor allem wegen der beiden Sprecher, die wirklich eindrucksvoll und mitreißend gelesen haben.
    Im Mittelpunkt stehen Tavi und Eero, die eigentlich als Feinde aufgewachsen sind. Beim Kennenlernen stellen sie jedoch fest, dass vieles von dem, was sie über ihre Völker gelernt haben, nicht der Wahrheit entspricht. Diese Entwicklung fand ich grundsätzlich spannend. Allerdings haben mich die Figuren nicht vollständig überzeugt: Eero verfolgt konsequent seine eigenen Ziele und bleibt dabei undurchsichtig, während Tavi oft sehr eigensinnig und teilweise unüberlegt handelt. Ihr Fokus liegt stark darauf, ihre Eltern aus der Sklaverei zu befreien, selbst wenn sie dabei anderen schadet.
    Der Mittelteil der Geschichte ist durchaus spannend und fesselnd, doch im Finale wird es wieder sehr komplex und teilweise schwer nachvollziehbar, auch wenn eine schockierende Wahrheit ans Licht kommt.
    Insgesamt konnte mich das Buch leider nicht so packen, wie ich es mir nach dem zauberhaften Cover erhofft hatte. Die Fortsetzung werde ich daher vermutlich nicht lesen.
    Wintertöchter Trilogie

    Mignon Kleinbek
    Wintertöchter Trilogie (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    22.03.2026

    Düstere Familiensaga

    „Wintertöchter“ von Mignon Kleinbek ist ein beeindruckendes, episches Werk, das mit seinen 1234 Seiten und drei Bänden im wunderschönen Schuber sofort ins Auge fällt. Die stimmigen Cover mit ihren winterlichen Motiven passen perfekt zur Atmosphäre der Geschichte und machen das Buch auch optisch zu etwas Besonderem.

    Die Handlung spielt in einem abgelegenen österreichischen Gebirgsdorf und erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte – von 1940 bis 2004. Im Mittelpunkt steht Anna, deren Leben bereits mit einer dramatischen Geburt beginnt. Wie alle Frauen ihrer Familie besitzt sie seherische Fähigkeiten, die jedoch weniger ein Geschenk als vielmehr ein Fluch sind – besonders in der Zeit des Nationalsozialismus, in der solche „Gaben“ schnell zur Gefahr werden können.

    Man begleitet Anna durch ihr gesamtes Leben und erlebt hautnah ihre zahlreichen Schicksalsschläge. Die Autorin versteht es, die Geschichte unglaublich mitreißend und emotional zu erzählen. Besonders hervorzuheben sind die eindrucksvollen Beschreibungen der rauen Gebirgslandschaft und der harten Lebensbedingungen – man spürt förmlich die Kälte, die Entbehrungen und die Isolation.

    Die drei Bände unterscheiden sich dabei deutlich in ihrer Wirkung: Der erste Band ist für mich der stärkste – fesselnd, atmosphärisch und sehr stimmig. Der zweite Band ist extrem bedrückend und stellenweise kaum auszuhalten, da die Ereignisse emotional sehr schwer wiegen. Der dritte Band fällt im Vergleich leider etwas ab und konnte mich nicht mehr ganz so überzeugen.

    Trotz kleiner Schwächen im letzten Teil ist „Wintertöchter“ insgesamt eine intensive, bewegende und eindrucksvolle Familiensaga, die lange nachwirkt. Wer sich auf eine emotionale und teilweise sehr düstere Reise einlassen möchte, wird hier definitiv fündig.
    His Dark Materials: Über den wilden Fluss

    Philip Pullman
    His Dark Materials: Über den wilden Fluss (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.03.2026

    Wilde Kanufahrt

    Das Buch handelt vom elfjährigen Malcom, einem außergewöhnlich schlauen, empathischen Jungen, der schon wie ein kleiner Philosoph denkt. Malcom hilft in der Gastwirtschaft seines Vaters und unterstützt auch gerne die Nonnen im Kloster. Als diese ein Baby in Obhut nehmen, beginnt Malcoms Abenteuer, denn das Kind ist plötzlich Mittelpunkt zwielichtiger Interessen.
    Das Abenteuer beginnt, als Malcom und die Küchenhilfe das Baby in letzter Minute vor einer Entführung retten und sich bei strömendem Regen in einem Kanu auf einem über die Ufer tretenden Fluss retten müssen. Diese Szenen sind packend und gut geschrieben. Man beachte auch das Cover, das wunderschön Malcom auf dem Fluss wiedergibt.
    Leider zieht sich die Handlung danach stark in die Länge. Es ist auf Dauer sehr kalt, die Figuren sind ewig durchnässt, müssen das Baby versorgen und bei jedem Halt lauert der Verfolger – das wiederholt sich zu oft und macht die Geschichte ziemlich langweilig.
    Ein großer Pluspunkt ist der Sprecher Rufus Beck. Er rettet das Hörbuchniveau mit seiner lebendigen Stimme, seinem Timing und der Fähigkeit, Figuren und Stimmungen zum Leben zu erwecken. Man hört ihm einfach immer gerne zu.
    Fazit: Eine spannende Grundidee und hervorragende Sprecherleistung, aber die Handlung zieht sich im Mittelteil zu sehr.
    1 bis 25 von 586 Rezensionen
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