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    Hornita Top 100 Rezensent

    Aktiv seit: 19. August 2021
    "Hilfreich"-Bewertungen: 87

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    890 Rezensionen

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    Die Iden von Rom

    Michael Peinkofer
    Die Iden von Rom (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    10.03.2026

    Kluge und glaubhafte Umsetzung eines interessanten Konzepts

    Die Idee eines alternativ-historischen Buches, ja einer ganzen Buchreihe, fand ich sehr interessant. Die tolle Umsetzung hat meine Erwartungen übertroffen und ich bin begeistert. Ich hatte erst Bedenken, dass mich die große Anzahl historischer Figuren verwirren könnte, fand aber die Menge sehr gut dosiert und bei manchen war es wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Ich habe mich schnell an vorhandenes Wissen erinnert und konnte die gut getroffenen Figuren einordnen. Man erfährt genug über die Vergangenheit, um die Beweggründe der Einzelnen zu verstehen und ihr Verhältnis zu Caesar verfolgen zu können. Der Übergang von der überlieferten Historie zur alternativen Handlung ist sehr gut gelungen. Die Charaktere handeln sehr nachvollziehbar und es hätte tatsächlich alles auch so ablaufen können. Wie sich die Allianzen neu finden und wieder Ränke geschmiedet werden fand ich sehr interessant und gut gelöst. Auch die Charaktere sind psychologisch sehr gut getroffen und handeln glaubhaft. Die Details zum Römisches Alltagsleben, zur Militärtaktik und die Frauenfiguren sind gut dosiert und toll getroffen. Das Personenregister ist sehr hilfreich, eine Landkarte wäre ebenfalls schön gewesen. Das Buch ist durchdacht und ausgewogen und besonders betonen möchte ich noch mal, wie klug die alternative Handlung in die historischen Rahmenbedingungen eingebettet wurde.
    Das kalte Moor

    Liza Marklund
    Das kalte Moor (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    10.03.2026

    Spannende Geschichte, außergewöhnliches Setting

    Für mich war es das erste Buch der Autorin und es hat mir sehr gut gefallen. Dass es der zweite Band einer Trilogie ist, merkt man nicht, man kann wohl jedes Buch für sich lesen ohne Vorwissen haben zu müssen. Mir hat der sachliche Schreibstil sehr gut gefallen, es gibt keine unnötigen Details, sondern es geht direkt zur Sache. Die Spannung entwickelt sich organisch und hat keine der typischen, weit verbreiteten Kunstgriffe nötig, sondern der Plot ist einfach gut aufgebaut. Der erfahrende Polizeichef Wiking geht den Hinweisen zu seiner verschwundenen Frau besonnen und unbeirrt nach. Daneben geschehen noch andere Delikte und ich war überrascht, was am Polarkreis so alles los ist. Aufgrund der lokalen Besonderheiten ist aber alles glaubhaft und plausibel und macht auch den Charme des ungewöhnlichen Settings aus. Gerade der Bezug zum Kalten Krieg ist interessant, so dass man hier mehr einen Spionageroman vor sich hat als einen Kriminalroman. Wikings ruhige Ermittlungsarbeit führt am Ende zu einer überraschenden, aber befriedigenden Wendung. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist stimmig und spannend, sehr empfehlenswert.
    Cold Cases

    Helmut Eigner
    Cold Cases (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    04.03.2026

    Interessante Praxis-Einblicke

    Ab der ersten Seite hat mir der einfühlsame, wertschätzende Ton des Autors gefallen. Das Buch ist ein Plädoyer für die Bearbeitung von Cold Cases und betont, wie wichtig es für die Angehörigen und Opfer ist, Antworten zu bekommen. Im Laufe des Buches fand ich den Schreibstil manchmal aber auch anstrengend, da er stellenweise mehr dozierend als informierend war. Helmut Eigners Gedanken zur Methodik, Gesetzeslage sowie mögliches Scheitern fand ich sehr interessant. Allerdings hätte ich mir bei persönlichen Meinungen zum Beispiel zu Verjährung und Datenschutz mehr Hintergrundinformationen im Sinne von Pro und Contra gewünscht. Die grundlegende Struktur im Buch ist gut durchdacht, es gibt Cold Case Facts und Fallschilderungen, wobei ich mir eine bessere Abstimmung des theoretischen und praktischen Teils gewünscht hätte. Insgesamt sind die Fälle als Anschauung der systematischen Arbeitsweise und Darstellung vorhandener oder entstehender Problemstellungen sehr interessant. Es ist keine typische True Crime oder Cold Case Literatur, sondern sie hat großen Praxisbezug, bleibt aber eindeutig auf der Seite der Ermittelnden und hat kleine Schwächen in der Umsetzung.
    Alma

    Federica Manzon
    Alma (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    02.03.2026

    Interessant, verwirrend, geheimnisvoll, anstrengend

    Der sehr verschachtelte, etwas umständliche Schreibstil hat mir den Einstieg etwas schwer gemacht. Inhaltlich fand ich den Aufbau interessant. Der Wechsel zwischen der Gegenwart mit dem geheimnisvollen Erbe als Schlusspunkt und Almas Kindheits- und Lebenserinnerungen war gelungen. Auch Triests Geschichte und Stellung zwischen Ost und West sowie die Jugoslawienkriege sind ein sehr eindringliches und anspruchsvolles Motiv. Nicht so gut gefallen hat mir, dass sehr viel mysteriös und unklar bleibt, obwohl es sich teilweise um nebensächliche Details handelt. Man hätte manches von Anfang an klarer erzählen können, da wäre einem als Leser das Verständnis einfacher gefallen. Die unsteten Charaktere blieben mir fremd, die Orte und Städte fand ich deutlich besser dargestellt. Der Rückblick auf die Jugoslawienkriege hat aktuellen Bezug und wird mit all seinen verwirrenden Hintergründen gut beschrieben. Tito sagt wahrscheinlich auch nur den Älteren etwas, deshalb wären erklärende Fußnoten ab und zu hilfreich gewesen. Das Rätsel um das geheimnisvolle Erbe wird am Ende aufgelöst, trotzdem hat mich der Roman streckenweise ratlos zurückgelassen, was für den Spannungsbogen unnötig war. Deshalb gibt es von mir nur drei Sterne.
    Die Witwe

    M. W. Craven
    Die Witwe (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.03.2026

    Geradlinige Ermittlungen, abwechslungsreicher Plot

    Für mich war es erst das zweite Buch aus dieser Reihe, deshalb kann ich bestätigen, dass man es problemlos lesen kann, ohne die anderen Bände zu kennen. Die etwas skurrilen, aber sehr kompetenten Ermittler werden vielleicht vom Autor etwas zu sehr verehrt. Das tut aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Mir hat sehr gut gefallen, dass die Ermittlungen so geradlinig und nachvollziehbar sind. Als Leser ist man immer auf dem Stand der Ermittler, was ich sehr angenehm fand. Das Buch ist spannend, aber eben nicht, weil dem Leser künstlich etwas verschwiegen wird, sondern weil der Plot durchdacht ist und sehr gut aufgebaut ist. Die Handlung entwickelt sich stetig weiter, ich fand es nie langweilig, obwohl es auch Kompetenzgerangel verschiedener Behörden und einige Details zum Britischen Militär gab. Besonders gut hat mir die Vielschichtigkeit der Handlung gefallen und auch die Charaktere und Dialoge fand ich glaubhaft und nachvollziehbar. Der Schreibstil ist klar, spritzig, direkt, daher volle fünf Sterne von mir.
    Die fremde Frau

    Guillaume Musso
    Die fremde Frau (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.03.2026

    Innovative Idee, Umsetzung ausbaufähig, 3,5 Sterne

    Die Geschichte wird aus den Perspektiven von drei Frauen erzählt und findet in verschiedenen Zeitebenen statt. Die einzelnen Episoden sind gut nachzuvollziehen und die Menge an Wechseln ist ausgewogen. Den Beginn fand ich interessant, aber ab der Hälfte wurde es etwas lahm. Die vielen privaten Details zu den Ermittlern und anderen Beteiligten waren in der Sache nicht nötig und haben die eigentliche Story unnötig verzögert. Die Grundidee fand ich innovativ, das war wirklich mal was anderes, allerdings war dann die Art der Auflösung ziemlich unspektakulär und die kleine überraschende Entwicklung am Ende fand ich nicht glaubwürdig. Der Schreibstil ist angenehm, zu Beginn wird er durch Zeitungsberichte aufgelockert, das war ein guter Ansatz, der leider nicht durchgehend fortgeführt wurde. Da das Buch nicht lang ist, kommt man über die etwas langatmigen Passagen gut hinweg, deshalb bekommt das Buch dank des guten Grundmotivs von mir 3,5 Sterne.
    Fünf Fremde

    Romy Fölck
    Fünf Fremde (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    02.03.2026

    Guter Schreibstil, aber Handlung extrem konstruiert

    Thriller mit einem abgelegenen Setting, begrenzter Personenanzahl und einem alten Geheimnis sind gerade in Mode und dieser hebt sich zu Beginn angenehm von der Masse ab, da er das bekannte Schema durchbricht. Die Titel gebenden fünf Fremden sind nicht von Anfang an klar, sondern werden im Laufe der Handlung erst aufgedeckt. Es gibt Rückblenden und Handlungsstränge außerhalb der Insel und es ist nicht absehbar, wie sich die Handlung entwickeln wird. Das hat allerdings auch dazu geführt, dass die Menge an Perspektivwechseln das Ganze anfangs etwas unübersichtlich machte. Die Charaktere fand ich größtenteils gut gezeichnet, sie sind fundiert, aber nicht alle glaubwürdig, vor allem bei der Auflösung war für mich so manches Verhalten nicht nachvollziehbar. Das Buch hatte ab der Mitte einige Längen, da es streckenweise langatmig und an unwichtigen Stellen zu detailliert war. Mit der Bedrohung durch den Orkan wird die Handlung leider beliebig und ich fand es sehr konstruiert und unglaubwürdig, wie die Personen im Sturm über die Insel irrten und sich abwechselnd in Gefahr begaben. Die Auflösung konnte mich auch nicht überzeugen, sie wirkte sehr forciert und trotz des guten Schreibstils kann ich nicht mehr als drei Sterne vergeben.
    Herr Hütchen sagt Gute Nacht - Neue Einschlaf-Geschichten aus dem Wald

    Katrin Pokahr
    Herr Hütchen sagt Gute Nacht - Neue Einschlaf-Geschichten aus dem Wald (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.03.2026

    Tolle Einschlaf-Geschichten zauberhaft illustriert

    Uns hat sehr gut gefallen, dass zu Beginn Herr Hütchen, sein Weckkäfer und seine Nachtwächteraufgabe kurz vorgestellt wurden, da wir das erste Buch noch nicht kennen. Die Buchidee, die Waldtiere von Herrn Hütchen ins Bett bringen zu lassen, ist zauberhaft. Jede Geschichte hat eine schöne Spannungskurve und eine kleine Moral oder ein Lernelement. Die Körperreise und das Nußballspiel haben uns besonders gut gefallen, ebenso wie Unerwartetes und Überraschendes, zum Beispiel wenn kleine Tiere die Großen trösten, weil sie Angst haben.
    Die Zeichnungen sind wunderschön und die Farbwelten fand ich sehr passend für das Abendfeeling. Allerdings ist die schwarze Schrift auf dunklerem Hintergrund nicht immer gut zu lesen, vor allem nicht bei gedämpftem Licht im Schlafzimmer. Die Hintergründe hätten ein paar Nuancen heller sein dürfen. Es gibt bunte Seiten und Seiten mit Text schwarz auf weiß und kleinen Illustrationen, vielleicht könnte man das anders anordnen. Das ist nur eine kleine Verbesserungsmöglichkeit. Wir vergeben volle fünf Sterne für die tollen Einschlaf-Geschichten.
    Immergrün

    Ruth Olshan
    Immergrün (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.03.2026

    Zumutungen des Lebens – 3,5 Sterne

    Der Roman wird in zwei Zeitschienen erzählt, zum einen der aktuelle Roadtrip mit zwei Urnen in die alte Heimat der Verstorbenen nach Litauen, zum anderen die Familiengeschichte, eine Mischung aus Überliefertem und eigenen Erinnerungen der Erzählerin. Der Schreibstil ist sachlich, man spürt eine gewisse Distanz zu ihren Ahninnen, aber ich konnte mich nach einiger Zeit gut daran gewöhnen. Zu Beginn hätte ich mir gewünscht, dass die Mutter und Großmutter namentlich genannt werden, da es manchmal verwirrend war mit der Mutter und der Mutter der Mutter, usw. Die Lebensstationen der Mutter fand ich sehr interessant, sie hat viele verschiedene Wertesysteme kennengelernt und einiges durchmachen müssen. Es gelingt der Autorin sehr gut, ihre Kindheits- und Jugenderinnerungen zu schildern, die Probleme für die Eltern nach der Migration, die Sprachbarriere, Armut, aber auch Sprachlosigkeit und Auseinanderdriften der Eltern, der Widerspruch zwischen harter Realität und Kunst, auch die Depression der Mutter sind sehr gut geschildert und nachvollziehbar. Mir haben allerdings mehr Details gefehlt, wann und wie der Kontakt in die litauische Heimat für die Mutter wieder möglich war, da sie sehr in ihrem früheren Leben verankert war. Auch andere Punkte waren Leerstellen, die man hätte füllen können. Das Ende war etwas emotionaler, war aber immer noch distanziert. Gerade aufgrund des sehr persönlichen Themas hatte ich erwartet, dass die Autorin eine persönlichere Position bezieht. Insgesamt ist es ein interessanter Roman mit kleinen Schwächen, der das Thema Exil und Migration nachvollziehbar behandelt.
    Letzter Landler

    Herbert Dutzler
    Letzter Landler (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.02.2026

    4,5 Sterne für einen gemütlichen Heimatkrimi

    Aus dieser bodenständigen Krimireihe war dies mein drittes Buch und man kann jedes Buch für sich lesen. Auch dieser Fall zeichnet sich durch die sympathischen Hauptfiguren und das Setting aus. Gasperlmaier ist ein Ermittler alter Schule, der sich auf die klassische Beinarbeit und Gespräche konzentriert, flankiert von starken Frauenfiguren im Beruf und privat. Charmant und lebensecht fand ich, wie der Gasperlmaier von seinem Umfeld über aktuelle Themen aufgeklärt wird, da er sich sehr bemüht, mit der Moderne mitzuhalten und das macht ihn sympathisch, da er in Details auf nette Weise ahnungslos ist und das auch zugeben kann. Der Fall ist interessant, es gibt viele Verdächtige und die Ermittlungen im Team bringen konstant neue Informationen zu Tage. Ich mache einen kleinen Abzug, da die Auflösung schon früh erahnt wird und ich noch einen Twist erhofft hatte. In sich ist die Handlung logisch und das Motiv plausibel und glaubhaft. Alles in allem ein solider Heimatkrimi, der alle losen Fäden zusammenführt.
    Alt genug

    Ildikó von Kürthy
    Alt genug (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.02.2026

    Sehr erfrischend

    Für mich war es das erste Buch der Autorin und ich fand ihren Schreibstil, den ich aus Artikeln in Zeitschriften kenne, auch in dieser Form sehr erfrischend. Ildiko von Kürthy hat eine tolle Beobachtungs- und Analysegabe. Als Frau im ähnlichen Alter konnte ich mich in viele Gedanken und Erinnerungen hineinversetzen. Einige Veränderungen in meinem eigenen Leben wurden mir erst durch dieses Buch richtig bewusst. Die Rahmenhandlung ist der Abend einer Geburtstagsfeier und während des Ablaufs erinnert sich die Autorin an bestimmte Ereignisse, Erfahrungen und Veränderungen im eigenen Leben. Dabei wird auch der Zeitgeist auf die Schippe genommen, intelligent analysiert sie erlernte Verhaltensweisen, die sie über Bord geworfen hat, da sie jetzt eben alt genug ist. Die Veränderungen in der Lebensmitte einer Frau werden einfühlsam, nachvollziehbar und humorvoll geschildert. Die Neudefinition von Lebensgenuss und sich davon zu verabschieden, gefallen zu müssen, das alles wird erfrischend und scharfsinnig erzählt. Es gibt aber auch traurige und intensive Gedanken, hat man doch bis zu diesem Alter schon einiges erlebt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich kann es uneingeschränkt empfehlen.
    Kala

    Colin Walsh
    Kala (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    26.02.2026

    Guter Plot, aber die Spannungskurve steigert sich nur langsam

    Den Schreibstil fand ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Es gibt viele wechselnde Perspektiven, das ist gelungen und interessant, aber manchmal wechselt die Erzählzeit ohne Ansage und ich musste mich erst in die Geschichte einfühlen, um alles richtig einordnen zu können. Das Wiedertreffen der Jugendfreunde nach 15 Jahren, das Aufdecken verschiedenster Geheimnisse im Ort und das stimmungsvolle Setting in Irland fand ich gut erzählt und es ist auch interessant. Die Spannungskurve steigert sich allerdings sehr langsam, die erste Hälfte hätte für meinen Geschmack schneller erzählt werden müssen. Es gibt viele Andeutungen, aber es bleibt zu viel zu lange offen und unerzählt, dabei sind auch für die Geschichte unwesentliche Details, die hätten früher mehr Klarheit und Verständnis beim Leser geschaffen ohne die Spannung zu nehmen. Alles in allem ein gutes Debut mit kleinen Schwächen, dass ein tolles Irland Feeling vermittelt.
    Heaven's Gate

    Daniel Faßbender
    Heaven's Gate (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    26.02.2026

    Ein wilder Ritt im Surfer Paradies

    Mir hat die Grundidee dieses Buches sehr gut gefallen, da es sich dadurch von der Masse an Krimis und Thrillern deutlich abhebt. Anfangs dauert es ein bisschen, bis die Handlung Fahrt aufnimmt. Es gibt auch viele Details übers Surfen, die ich leider nicht immer alle verstanden habe. Davon abgesehen hat mir die Handlung gut gefallen. Ein etwas abgehalfterter Surfer-Privatdetektiv gibt alles, das war irgendwie besonders und glaubhaft zugleich. Die Art und Weise wie er ermittelt fand ich aber sehr passend zum Charakter, insofern wirklich nachvollziehbar und ausgewogen. Der Schreibstil ist etwas spröde und wirkt sehr männlich auf mich, irgendwie passend für einen halbwegs ausgefuchsten Privatdetektiv. Ab und zu war es mir ein bisschen zu viel Alkohol und Testosteron, letzteres vor allem in den Diego Sequenzen, aber es hat doch irgendwie zusammengepasst. Mir hat auch die leise Kritik an den politischen Umständen auf der Insel gut gefallen. Der Fall war unterhaltsam und ich würde auch eine Fortsetzung lesen.
    Können Sie mich sehen?

    Martin Suter
    Können Sie mich sehen? (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.02.2026

    Sehr unterhaltsam, da erschreckend glaubwürdig

    Dieses Buch von Martin Suter besteht aus einer Sammlung von Kurzgeschichten, die die Welt der Manager und ihre Fachsprache elegant auf die Schippe nimmt. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist ein Teil davon bereits als Kolumne erschienen. Man merkt am Inhalt, dass sich der Autor über Jahre mit dem Thema beschäftigt hat, da die kurzen Szenen vor, während und auch nach der Pandemie spielen und sich auch die Managementsprache und ihre Themen mit dem jeweiligen Zeitgeist verändern. Teilweise muten die Dinge absurd an, aber ich bin mir sicher, dass manche Management Entscheidungen auf den hier präsentierten oder ähnlich sachfremden Erwägungen beruhen. Mit dem Streben nach Aufstieg wird in vielen kleinen Details humorvoll abgerechnet und auch kleine Missverständnisse und Fehlinterpretationen der Manager tragen zur Unterhaltung bei. Die Sprache ist sehr feinsinnig und pointiert und dadurch absolut treffend. Dieses Buch hat mich ausgesprochen gut unterhalten und sollte Pflichtlektüre für Manager sein!
    Grüne Welle

    Esther Schüttpelz
    Grüne Welle (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    26.02.2026

    Interessantes Motiv mit einigen Leerstellen

    Das Motiv dieses Romans hat mich direkt angesprochen. Eine spontane Fahrt, zufällig getriggert durch eine grüne Welle der nächtlichen Ampeln, das finde ich ein charmantes Thema, das so viele Möglichkeiten bietet. Hier flüchtet eine namenlose Frau, die kurz zuvor ihre namenlose Freundin getroffen hat. Der Ehemann wird als Fluchtgrund angedeutet, aber mir blieb zu viel zu schwammig. Auch das Namenlose und die Verortung der Handlung in einer unbenannten Region war auf Dauer etwas sperrig zu lesen. Man könnte denken, dass diese Details unwichtig sind und der Fokus auf den Gedanken und Emotionen der Protagonistin liegen soll und von der Autorin deshalb so gewählt wurde. Der Schreibstil ist angenehm und gut zu lesen. Mich hat dieses Stilmittel nicht so richtig abgeholt. Die Handlung, Gedanken und Emotionen der Charaktere, vor allem der Hauptfigur, fand ich in ihrer Zerrissenheit sehr gelungen und glaubhaft geschildert. Ich fand den Beginn spannend, das Ende allerdings etwas enttäuschend. Es gab einige Leerstellen, die man noch hätte füllen können und die das Ganze abgerundet hätten. Das Motiv hat ein großes Potenzial, das nur teilweise genutzt wurde.
    Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen

    Christien Brinkgreve
    Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.02.2026

    Interessante Trauerarbeit

    Da die Autorin Soziologin ist hat sie einen ganz eigenen Blick auf ihre Trauerarbeit nach dem Tod ihres Mannes. Sie stellt die eigene Rolle in den letzten Jahrzehnten in Frage und das ist auch der Punkt, an dem sie als Person trotz aller Offenheit und Ehrlichkeit nicht ganz greifbar ist. Einerseits beruflich erfolgreich, andererseits ordnet sie sich einem Mann unter, dieser Widerspruch zieht sich durch das ganze Buch. Ihre Analysen finde ich dagegen sehr treffend und interessant, es gibt aber einige Wiederholungen und das Buch hätte nicht länger sein dürfen. Die Struktur ist gut gewählt. Mit der Beerdigung startet man sehr eindringlich in das Buch und durch die Rückblenden und aktuelle Trauerarbeit bekommt man die Paarbeziehung in verschiedenen Stadien geschildert. Mir hat die Mischung aus persönlicher Betroffenheit und soziologischer Brille gut gefallen, diese beiden Aspekte sind sehr gut gelungen. Alles in allem in interessantes Buch, das aber auch kleine Schwächen hat und sicher nicht für jeden geeignet ist.
    Löwenherzen

    Dan Jones
    Löwenherzen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.02.2026

    Gelungener Abschluss der Essex Dogs Trilogie

    In diesem letzten Teil der Essex Dogs Trilogie gibt es ein Wiedersehen mit den lieb gewonnenen Charakteren. Obwohl ich die ersten beiden Teile gelesen hatte, haben mich wieder die derbe und raue Atmosphäre und die deftigen Sprüche überrascht. Das gehört dazu und lässt den Leser richtig tief in die Geschichte und ins Mittelalter eintauchen. Die Handlung ist weniger von Kriegshandlungen geprägt als die ersten beiden Teile, daher ist sie nicht immer so spannend wie erwartet. Dennoch war ich mit dem Leseerlebnis sehr zufrieden, da man tiefe Einblicke in das Leben direkt nach der Pest Epidemie bekommt und das einfache Leben als Gastwirt ebenso gut geschildert wird wie die Komplikationen eines Lebens am Königlichen Hof. Das Mittelalterliche England wird durch die verschiedenen Charaktere der Essex Dogs sehr vielschichtig gezeichnet, da jeder versucht, nach den Feldzügen seine Rolle in der Gesellschaft zu finden und es dadurch ganz unterschiedliche Biografien gibt. Mir hat dieser Abschluss sehr gut gefallen, deshalb bekommt das Buch volle fünf Sterne und die Trilogie eine klare Leseempfehlung von mir. Unterhaltsame kann man Geschichte nicht vermitteln!
    Der Horizont der Nacht

    Gianrico Carofiglio
    Der Horizont der Nacht (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.02.2026

    Tiefsinniger Gerichtsroman

    Das Buch ist aus der Sicht des 57jährigen Anwalts Guido Guerrieri geschrieben und von Anfang an hat mir der pointierte, scharfsinnige Schreibstil gut gefallen. Mit der Geschichte seiner neuen Mandantin wird das Buch spannend, dazwischen gibt es persönliche Einschübe Guerrieris und mir hat der melancholische Unterton sehr gut gefallen. Die fast philosophischen Gespräche mit seinem Psychotherapeuten fand ich sehr interessant und unterhaltsam und sie waren ein guter Gegenpol zu seiner sehr sachlichen, Fakten fundierten Arbeit. Dieser italienische Justizroman hat mich durch seinen Tiefgang und seine Nachdenklichkeit abgeholt. Der Autor hat es nicht nötig, durch häufig wechselnde Perspektiven künstlich Spannung zu erzeugen, da die Spannung auf der psychologischen Tiefe fundiert und war damit eine tolle Abwechslung zu vielen anderen Kriminalromanen und Thrillern, die sich oft ähneln. Da es schon einige Bücher mit Guido Guerrieri gibt, werde ich diese auf jeden Fall noch lesen. Ich kann den Autor empfehlen!
    Die Reise ans Ende der Geschichte

    Kristof Magnusson
    Die Reise ans Ende der Geschichte (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    14.02.2026

    Oberflächlich mit wenig Witz

    Nach der Kurzbeschreibung habe ich einen witzigen Spionage Roman erwartet und obwohl sie inhaltlich nicht falsch ist, war der Roman weniger lustig als erwartet. Selbst als Persiflage fehlt mir die Substanz, um wirklich unterhaltsam zu sein. Die Charaktere sind alle ein bisschen skurril, aber trotz ausufernder Beschreibungen nicht so richtig zu greifen. Das Leben der Botschaftsangehörigen und Expats in Rom wird ausführlich geschildert und es gibt in vielen Bereichen lange Beschreibungen, die das Buch unnötig in die Länge ziehen. Es lässt sich trotzdem gut lesen, weil man weiter auf die angekündigten turbulenten Abenteuer hofft, die sich für meinen Geschmack dann leider eher als abstrus entpuppen. Ab Kasachstan war ich aus der Handlung raus, auch wenn es den damaligen Zeitgeist gut trifft. Alles schien möglich und viel Seltsames ist wirklich passiert. Ich hatte allerdings nicht den Eindruck, dass der Autor Hintergründe oder Details recherchiert hat. Jeder, der die 1990er erlebt hat, hätte sich diese Handlung ausdenken können. Vielleicht erschien mir der Plot deshalb so oberflächlich und naiv.
    Die Farm der Mädchen

    Hans Rosenfeldt
    Die Farm der Mädchen (MP3)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    13.02.2026

    Tolle Sprecherin, guter Plot, streckenweise langatmig

    Vera Teltz habe ich schon als Sprecherin anderer Hörbücher erlebt und muss sagen, dass sie wirklich zu den Besten gehört, was sich auch bei diesem Buch bemerkbar macht.
    Den Autor kenne ich von den Sebastian Bergmann Büchern und kann sagen, dass man den Stil sofort wiedererkennt. Die Handlung und Figuren werden langsam aufgebaut, was mir persönlich in einem Buch gut gefällt, mich bei einem Hörbuch allerdings ungeduldig werden lässt. Das mag meine persönliche Vorliebe sein, aber ich mache dennoch einen Stern Abzug, da es ja um meine Meinung geht und ich die Handlung zwar stringent, aber manchmal langatmig fand.
    Die Figur der Ermittlerin Hannah hat mir gut gefallen, eine emotional geforderte Ermittlerin, deren Privatleben ungewöhnlich ist, aber nicht allzu ausufernd geschildert wird, das ist interessant und bringt etwas Abwechslung. Beim Hören war mir nicht klar, dass es bereits einen ersten Band mit ihr gab. Man kann also problemlos quereinsteigen. Der Fall ist abwechslungsreich und gut aufgebaut. Wie man von einem erfahrenen Krimi-Autor erwarten kann, ist alles plausibel und nachvollziehbar und es gibt keine logischen Lücken oder Unstimmigkeiten.
    Einstein im Bade

    Daniel Mellem
    Einstein im Bade (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.02.2026

    Raffiniert konstruiert und sehr unterhaltsam

    Der Einstieg ins Buch ist gelungen und die Perspektive auf das Geschehen ist gut gewählt. Der Hoteldirektor Kleeberger berichtet über die Tage der Versammlung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher im Jahr 1920 und da er ein Laie ist, braucht auch der Leser durch diese Perspektive keine speziellen Kenntnisse über Physik. Durch die verschiedenen Hotelgäste und ihre Probleme, Gespräche, usw. schildert der Autor die berühmte Kontroverse. Der etwas verschrobene Hoteldirektor versucht auf unbeholfene Art und Weise zu vermitteln. Dadurch wird die Geschichte sehr unterhaltsam, aber auf eine sehr angenehme, niveauvolle Weise. Die Sprache hat mir sehr gut gefallen, es werden einige Wörter und Begriffe eingewoben, die einen sofort in die Erzählzeit transportieren. Das Setting im Kurort Bad Nauheim entspricht der Geschichte, ist vom Autor aber auch genial umgesetzt, da durch die Badehausepisoden schöne Unterhaltung entsteht. Mir hat sehr gut gefallen, wie der Autor durch die Augen des Hoteldirektors die politische Lage und den Zeitgeist darstellt. Die Kontroverse zwischen Einstein und Lenard über die Relativitätstheorie wird dadurch sehr unterhaltsam und anschaulich erzählt, man bekommt ganz nebenbei Wissen vermittelt. Auch die verschiedenen Unterstützer kommen zu Wort und die damalige Spaltung der Wissenschaftler wird nachvollziehbar. Das Ende hat mir durch einen hoffnungsvollen Ausblick ebenfalls sehr gut gefallen, diese Woche hat den Hoteldirektor verändert und es bahnen sich einige Änderungen an. Eine Fortsetzung wäre schön!
    Richtig gutes Essen

    Junko Takase
    Richtig gutes Essen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.02.2026

    Büro, Intrigen und Ernährung

    Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, da es anders als viele andere japanische Bücher, die es in die deutsche Übersetzung schaffen, deutlich realistischer und nachvollziehbarer ist. Die Beschreibung der Kollegengruppe und des Büroalltags ist aus dem Leben gegriffen und die kleinen Intrigen, verschiedenen Charaktertypen und Schwierigkeiten, sich an langen Arbeitstagen vernünftig zu ernähren kann man problemlos nachvollziehen. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, der Plot hat eine gute Spannungskurve und der Schreibstil ist charmant, mal unterhaltsam, mal tiefsinnig und mal humorvoll. Das Ende ist überraschend, spiegelt aber die kleinen Ungerechtigkeiten des Berufslebens sehr gut wider und auch wie sich Vorurteile oder Gerüchte standhaft halten. Die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen und ich würde gerne eine Fortsetzung lesen.
    Kalt wie die Luft

    Orjan N. Karlsson
    Kalt wie die Luft (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    05.02.2026

    Nordisch effektiv und geradlinig ermittelt

    Für mich war es das erste Buch dieses Autors und es hat mich angenehm überrascht. Dieser Krimi wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, macht aber dennoch einen übersichtlichen Eindruck und ist angenehm zu lesen. Ich fand es erfrischend, dass das Ermittlerteam gut miteinander auskommt und es keine hochgespielten Rivalitäten gibt. Die Hauptermittler Jakob Weber und seine neue Kollegin Noora Yun Sande werden auch privat vorgestellt und ich fand diese Hintergrundinformationen interessant, gut dosiert und nicht übertrieben. Die Ermittlungen sind effektiv und geradlinig und haben einen ganz eigenen Stil mit einer guten Spannungskurve. Der Schreibstil ist angenehm und doch wirkt das Buch besonders, das Setting im hohen Norden hat einen ganz speziellen Flair und passt sehr gut zum Fall, da die Eigenheiten abgelegener Schauplätze beschrieben werden. Der Fall war spannend, hätte aber für meinen Geschmack noch etwas komplexer sein dürfen. Da es der erste Fall einer erfolgreichen Reihe ist, verspreche ich mir viel von den Folgebänden. Von mir gibt es 4,5 Sterne.
    Die Routinen

    Son Lewandowski
    Die Routinen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    05.02.2026

    Ein transparentes, fremdbestimmtes Leben – Die Spitze des Optimierungswahns

    Den Schreibstil habe ich anfangs als fragmentarisch und dadurch etwas gewöhnungsbedürftig wahrgenommen. Mit dem Erkennen der zwei großen Erzählschienen war der Überblick da und der Stil hat mir gut gefallen. Die Ich-Erzählerin beschreibt mehr oder weniger chronologisch ihre eigene Turnkarriere von Kindesbeinen an, während sie am Krankenbett einer verletzten Kollegin sitzt. Inhaltlich fand ich das Buch sehr interessant, da es viele neue Informationen für mich gab, obwohl man eigentlich weiß oder realisieren müsste, dass das Leben als Turnerin unfassbar hart und grenzwertig ist. Von Verletzungen, Routinen, Einsamkeit im Internat, Verpassen der Kindheit, Verständnis und Konkurrenz unter den Sportlerinnen, den Veränderungen in der Pubertät, dem Fokus auf Körper und Gewicht, absolute Transparenz und Fremdbestimmung sowie sexuelle Übergriffe ist alles dabei und es wird nichts ausgespart. Besonders gut haben mir die Zitate von erfolgreichen Turnerinnen gefallen, die sich zu dem jeweiligen Thema äußern. Am Ende gibt es ein ausführliches Literatur- und Quellenverzeichnis, was ich extrem gut finde, da das bei Romanen eher selten vorkommt. Die Autorin hat gründlich recherchiert und sich dem Thema wissenschaftlich genähert, was sich qualitativ bemerkbar macht und an einen überlangen Essay erinnert. Die Lektüre macht nachdenklich und man kann nur hoffen, dass sich etwas verändern wird.
    Solothurn ruft nach Vergeltung

    Christof Gasser
    Solothurn ruft nach Vergeltung (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    05.02.2026

    Gut geschriebener, interessanter Fall

    Ich hatte einen sehr guten Start ins Buch. Der Fall ist interessant und das Thema finde ich sehr wichtig. Obwohl schon etwas Zeit seit dem letzten Band vergangen war, habe ich mich schnell wieder mit Ort und Personen zurecht gefunden. Der Schreibstil ist angenehm, es wird nicht jedes technische Detail der Ermittlungen geschildert, das finde ich gut, es liegt der Fokus auf dem Wesentlichen. Dadurch wirkt das Ganze ausgewogen und das Lesen macht Spaß. Mir war allerdings die Vermischung von Privatem und Dienstlichem etwas zu viel, obwohl es glaubhaft angelegt war. Chefermittler Dominik Dornachs Tochter ist direkt im Fall involviert und er hat einige amouröse Verwicklungen. Das Ende bringt eine überraschende Wendung, die gut erklärt wird, aber für mich nicht einhundert prozentig glaubwürdig war. Es war sehr konstruiert und da man die Handlung komplett neu durchdenken musste, war es nicht einfach, dem zu folgen. Alles in allem hat mich das Buch sehr gut unterhalten und ich kann die Reihe empfehlen.
    1 bis 25 von 890 Rezensionen
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