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    Hornita Top 100 Rezensent

    Aktiv seit: 19. August 2021
    "Hilfreich"-Bewertungen: 82
    855 Rezensionen
    Der Fluss der Zeit

    Pascal Mercier
    Der Fluss der Zeit (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.01.2026

    Feinsinnige Kurzgeschichten

    Für mich war es die erste Erfahrung mit Werken von Pascal Mercier und bin begeistert vom wunderschönen, federleichten Schreibstil. Inhaltlich fand ich alle fünf Kurzgeschichten sehr ansprechend. Sie sind sehr feinsinnig und psychologisch nachvollziehbar. Selbst ungewöhnliches Verhalten der Charaktere wird glaubhaft und stimmig beschrieben. Jede Geschichte ist auf ihre Weise wunderschön und ich kann mich gar nicht entscheiden, welche mir am Besten gefällt. Sie verfügen alle über eine große psychologische, ja philosophische Tiefe, die ich beeindruckend finde. Gerade weil es sich um kurze Geschichten handelt, sind sie sehr pointiert, ohne aufdringlich zu sein. Für mich sind sie meisterhaft geschrieben, da Inhalt und Schreibstil wunderbar harmonieren und sie gute Gedankenanstöße geben.
    Für immer

    Georg Metger
    Für immer (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.01.2026

    Wichtige Perspektive eindringlich beschrieben

    Dieses Buch hat mich tief beeindruckt und ich fand es sehr wichtig, dass sich ein Hinterbliebener, ein Angehöriger auf diesem Weg zu Wort gemeldet hat. Diese Seite wird oft nicht gesehen und ich fand den Mut von Georg Metger beeindruckend. Das Buch ist sehr bedacht formuliert und gut aufgebaut. Man spürt ab der ersten Seite die tiefe Betroffenheit und das gleichzeitige Ringen um den richtigen Umgang mit der Situation, den Medien, den Behörden. Er erzählt etwas über sein Leben mit den Verstorbenen und ihre Charaktere, Hobbies, usw. und gibt ihnen dadurch ihre Menschlichkeit zurück. Außerdem berichtet er darüber, wie er, seine Angehörigen und andere Hinterbliebene die Zeit nach der Tat erlebt haben und wie nicht nur diese, sondern auch die Ungewissheit, dann das Wissen, der offizielle und mediale Umgang traumatisiert haben. Auch praktische Dinge, wie Unterkunft, Zutritt zum Haus und die Nachlaßregelung werden offen geschildert. Alles zusammen macht dem Leser bewusst, wie unfassbar diese Situation für die Angehörigen ist. Für mich verdient auch Respekt, wie würdevoll es Georg Metger gelingt, Fassung und Haltung zu bewahren bzw. zu gewinnen. Als Verdächtigter führte er ein Leben unter dem Brennglas und musste doch auch seinen Alltag bewältigen und sich um seine Kinder kümmern. Sehr gut hat mir gefallen, dass mit seinem erwachsenen Sohn eine weitere Perspektive geschildert wurde. Nach dem Lesen dieses Buches sehe ich auch den aktuellen True Crime Hype deutlich kritischer, da es für die Hinterbliebenen eine Herausforderung bis Zumutung sein kann.
    Ruf der Leere

    Daniel Alvarenga
    Ruf der Leere (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    28.12.2025

    Ethik und Moral in Theorie und Praxis

    Der Schreibstil hat mir gut gefallen, ich hatte jederzeit Lust weiter zu lesen. Durch verschiedene Erzählzeiten und Perspektiven ist klar, wie die Handlung aufeinander zusteuert und das macht die Geschichte sehr spannend. Die Charaktere fand ich sehr gut getroffen, durch die Perspektivwechsel hat man zu jeder Person ein Selbst- und Fremdbild bekommen und die Diskrepanzen fand ich glaubhaft und nachvollziehbar. Die Rückblenden zu den Themen des Ethik Seminars passen sehr gut zu der praktischen Herausforderung der Gruppe, in der Gegenwart zu bestimmen, welches Leben erhaltenswert ist und bilden einen spannungsreichen Kontrast zwischen Theorie und Praxis. Das Ganze ist intelligent gemacht und die Beziehungen der Charaktere untereinander fand ich interessant und psychologisch treffend. Ich hätte fünf Sterne vergeben, wenn mich das Ende nicht so enttäuscht hätte. Mir haben noch ein paar erklärende Seiten als Abschluss gefehlt. So hat es auf mich gewirkt, als hätte der Autor nicht gewusst, wie er die Geschichte sinnvoll zu Ende bringen soll. Ich mache nur einen Stern Abzug, da mir der Schreibstil und das Buchmotiv an sich gut gefallen haben, aber etwas ärgerlich hat mich das Ende doch gemacht.
    Lebensbande

    Mechtild Borrmann
    Lebensbande (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.12.2025

    Der Titel ist Programm

    In diesem historischen Roman werden die Lebenswege von drei Frauen (und ihren Familien) erzählt, die eng und über Jahrzehnte miteinander verflochten sind, wobei Lotte nur spärlich in Erscheinung tritt. Die einzelnen Themen fand ich sehr interessant und es ist eine repräsentative Mischung von Kriegs- und Nachkriegsschicksalen vertreten. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, man will immer weiterlesen, da die Geschichte spannungsreich ist. Auch die Menge an Perspektiven und Erzählzeiten war gut gewählt. In der Ausarbeitung hatte das Buch für mich noch Luft nach oben. Einige Abschnitte waren ausführlich und hatte ihre Längen, andere wurden sehr knapp abgehandelt, obwohl der Plot darauf hingearbeitet hat. Der Anteil an direkter Rede war gering, Beschreibungen und Erinnerungen haben überwogen, deshalb hätte dieses Mischverhältnis für mich noch gleichmäßiger sein können. Deshalb vergebe ich insgesamt vier Sterne für diesen interessanten und teils spannenden Roman.
    Meine Tiroler Welt

    Viktoria Fahringer
    Meine Tiroler Welt (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    24.12.2025

    Angenehm authentisch

    Bisher war mir Viktoria Fahringer kein Begriff, aber dieses Kochbuch hat mich sehr angenehm überrascht. Die Struktur ist ungewöhnlich, aber doch so nachvollziehbar, dass man sich wundert, dass nicht mehr Kochbücher so strukturiert sind. Auf einem Roadtrip durch Tirol sind die Rezepte nach Jahreszeiten sortiert und es werden zwischendurch besondere Lieferanten vorgestellt. Für den modernen Leser gibt es QR Codes mit der Roadtrip Playlist und zu Rezepten, eine Art Video-Begleitung und Anleitung zum Kochbuch. Bei den Rezepten handelt es sich um eine Mischung von bekannten Klassikern, aber auch tollen Neuinterpretationen. Besonders gut hat mir gefallen, dass es viele vegetarische Gerichte gibt und das der Schwierigkeitsgrad unterschiedlich ist, so dass für jeden etwas dabei ist. Die Beschreibungen sind klar und deutlich, so dass die Arbeit an den Rezepten kein Problem ist. Es werden bei den Zutaten Alternativen angeboten, so dass man mit dem arbeiten kann, was man schon zu Hause hat. Bei den Rezepten werden auch besondere Varianten vorgestellt, wie z. B. glutenfrei. Sehr schön sind auch die Grundrezepte wie Gewürzsalz, dass dann später im Hauptgericht Verwendung findet. Mir haben auch die persönlichen Kommentare der Autorin zu Beginn und am Ende sehr gut gefallen. Man spürt, dass die Liebe zur Heimat und den Gerichten im Vordergrund steht und Viktoria Fahringer bei der Zubereitung der Mahlzeiten für die Fotos selbst Hand angelegt hat. Das macht das Ganze sehr sympathisch, persönlich und authentisch. Auch die Farben im Buch passen sehr gut zum Thema Tirol. Das Register am Ende ist sehr gut, besonders charmant fand ich das Glossar, das österreichische Begriffe erklärt.
    Der Kuckucksjunge

    Søren Sveistrup
    Der Kuckucksjunge (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    24.12.2025

    Komplex, ausgefeilt und mitreißend

    Für mich war es das erste Buch des Autors und es war kein Problem, dass ich den ersten Fall des Ermittlerteams nicht kannte. Er gibt zwar einige Anspielungen auf den Kastanienmann, aber die beziehen sich auf die Polizeiarbeit und nicht auf den Fall an sich. Der Schreibstil ist absolut fesselnd und der Buchaufbau hat mir sehr gut gefallen. Ich fand das Buch so spannend, dass ich die knapp 700 Seiten in drei Tagen gelesen habe. Trotz aller Spannung haben Schreibstil und Plot eine Leichtigkeit, die nur ein geübter Schriftsteller ausdrücken kann. Die Entwicklung ist organisch und passend zu den Charakteren. Diese sind sehr unterschiedlich, aber ich fand sie alle glaubhaft und ihre Handlungen nachvollziehbar. Besonders gut hat mir die chronologische Erzählweise gefallen. Der Autor hat keine abrupten Sprünge notwendig, allein durch die Perspektivwechsel und die spannende Handlung wird man als Leser gefesselt und hat jederzeit den Überblick über die Handlung. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und enden oft so, dass man direkt weiterlesen will. Ich bin begeistert und werden auf jeden Fall noch weitere Bücher des Autors lesen.
    Rostiges Grab

    Anders De La Motte
    Rostiges Grab (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    18.12.2025

    Etwas schwächer als Band 1 und 2, trotzdem spannend und interessant

    Der Fall beginnt aufregend und ich fand ihn sehr interessant, passend zum Setting. Auch finde ich es bemerkenswert, dass der Autor immer wieder neue Ideen hat, wie er Martin als Urbexer integrieren kann. Das Thema ist einfach mal was Anderes und macht diese Reihe besonders. Ich fand diesen Fall allerdings weniger komplex als die ersten beiden Bände. Und ab einem bestimmten Punkt war zumindest ein Teil der Lösung vorhersehbar. Leo und Martin arbeiten hier mehr nebeneinander als miteinander, aber am Ende brauchen sie sich doch, um den Fall zu lösen. Für den nächsten Band wünsche ich mir eine bessere Zusammenarbeit der beiden. Leos Team gefällt mir sehr gut, die Underdogs sind leistungsfähiger und leistungswilliger als gedacht. Gerne würde ich von ihnen einen größeren Anteil an den Fällen lesen als es bei diesem der Fall war. Davon abgesehen bleibt die Reihe ihren Hauptmotiven treu, auch die High Society rund um Leos Mutter und Leos Vater Per sind wieder mit von der Partie. Erwähnenswert finde ich das toll gestaltete Cover, da die Textoberfläche an Rost erinnert und liebevoll und durchdacht gestaltet wurde.
    Verehrung

    Alice Urciuolo
    Verehrung (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    18.12.2025

    Sehr gelungenes Sittenbild der italienischen Jugend

    Das Setting in einer Kleinstadt in der Nähe Roms hat mir gut gefallen. Der Mikrokosmos, in dem jeder jeden kennt und auch dessen Geheimnisse ahnt, wird hervorragend geschrieben. Die Fahrten nach Rom kommen bei einigen Personen einem Ausbruch gleich. Mir hat sehr gut gefallen, wie sich die Charaktere in unterschiedlicher Intensität mit althergebrachten Rollenbildern auseinander setzen. Einer der Trigger ist die Ermordung einer Jugendlichen und die Auswirkungen dieser Tat auf die Freunde und Altersgenossen wird ganz subtil in die Handlung eingearbeitet. Überhaupt sind die Charaktere sehr stimmig und glaubhaft geschildert. Gerade auch die Entwicklung der Jugendlichen, von denen einige in kurzer Zeit große Entwicklungsschritte und Erfahrungen machen, war sehr intensiv geschildert. Die Schwierigkeit, das eigene Gefühlschaos richtig einzuordnen ist ebenso nachvollziehbar wie die Ablösung von den Eltern. Man bekommt außerdem Einblicke in die italienische Gesellschaft und das Wertesystem, das fand ich sehr interessant. Die Erzählperspektive wechselt über eine Vielzahl von Personen, was dem Buch eine gute Tiefe verleiht. Deshalb wäre ein Personenregister zu Beginn hilfreich gewesen. Insgesamt hat mir das Buch so gut gefallen, dass ich gerne eine Fortsetzung lesen würde.
    Monsieur le Comte und die Kunst der Entführung

    Pierre Martin
    Monsieur le Comte und die Kunst der Entführung (MP3)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    12.12.2025

    Südfranzösische Leichtigkeit gepaart mit einfallsreicher Spannung

    Dies ist bereits der dritte Teil aus dieser Krimi-Reihe und er hat mir wieder sehr gut gefallen. Die Figur von Lucien, Comte de Chacarasse ist einfach sympathisch und er perfektioniert die Kunst des Nicht-Tötens immer weiter. In diesem Band hat er es insgesamt mit drei Fällen zu tun, die sich schön ergänzen und stimmig sind. Ein Auftragsmörder wider Willen ist nicht gerade realistisch, aber trotzdem wirkt die Handlung glaubhaft und nachvollziehbar. Ich denke, dass darin die Kunst des Autors liegt, eine abgefahrene Handlung im Urlaubsortsetting am Ende überraschenderweise stimmig und durchdacht wirken zu lassen. Das Team rund um Lucien ist einfach liebenswert und die Aufgaben werden kreativ und abwechslungsreich gelöst. Es bleiben keine losen Enden zurück und die lokalen Beschreibungen sind zurückhaltend dosiert. Es ist gerade genug, um eine französisch-italienische Leichtigkeit zu vermitteln und gute Laune zu machen. Mich hat dieser Krimi sehr gut unterhalten und ich freue mich auf weitere Bände aus dieser Reihe.
    Bad Actors

    Mick Herron
    Bad Actors (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    12.12.2025

    Die Welt der Spione – immer wieder unterhaltsam

    Mit dem Band 7 bin ich in die Reihe der Slow Horses eingestiegen und fand auch dieses Fall wieder sehr interessant und unterhaltsam. Die Mischung aus Intrige und Spionage ist gekonnt konstruiert, aber man braucht als Leser einige Zeit, bis man die Handlung einordnen kann. Es gibt zwei Zeitschienen, was aber dem Leser nicht mitgeteilt wird, so dass man erst ab einem bestimmten Punkt den Aha-Effekt hat. Dann nimmt das Ganze aber so richtig Fahrt auf und ich fand die Story spannend und unterhaltsam. Die Spannungskurve ist also gelungen und die schrulligen Charaktere sind toll. Es ist alles ein bisschen drüber und komischerweise doch nicht absurd, sondern irgendwie glaubwürdig. In der Politik und in der Spionage scheint alles möglich. Die Hoffnung der Slow Horses auf Rehabilitation und ihr Hunger nach Action und einer sinnvollen Aufgabe wird gut transportiert. Gleichzeitig misstraut jeder jedem und diese kleinen bösen Analysen sind die Stärke des Autors. Der Schreibstil ist speziell, mir gefällt er sehr gut. Der Einstieg mitten in der Reihe ist aufgrund der Verweise auf Vorgeschichten nicht ganz einfach, aber lohnenswert.
    Signalrot

    Elias Haller
    Signalrot (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    12.12.2025

    Sympathische und kompetente Ermittlerin

    Für mich war es das zweite Buch des Autors und es hat mich angenehm überrascht. Die Figur der Tara Kronberg fand ich sehr gut gezeichnet und sie ist ein interessanter und glaubhafter Charakter. Auch ihr kleines Team hat mir gut gefallen. Es ist eine interessante, neue Perspektive, ihre Ermittlungsarbeit als eine Kontrollinstanz zur normalen Ermittlung zu lesen, das war interessant und aufschlussreich. Man merkt, dass der Autor weiß, wovon er spricht. Die Handlung fand ich durchwegs spannend und sehr angenehm ist mir aufgefallen, dass die grausigen Details der Serienmorde auf ein Minimum beschränkt wurde und das Buch keine effekthaschenden Grusel nötig hat. Kleine Kritik ist für mich das Ende, dessen Aufbau und Lösung sehr lange dauert. Gleichzeitig bleiben für mich noch einige Details unklar, das hätte man etwas sauberer lösen können. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, er ist leicht und flüssig zu lesen. Daher gibt es von mir gute 4,5 Sterne.
    Nie war Früher schöner als Jetzt

    Oliver Kalkofe
    Nie war Früher schöner als Jetzt (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.12.2025

    Super unterhaltsam

    Oliver Kalkofe ist auch als Sprecher sehr gut. Er liest den Text ernsthaft und ohne Klamauk, die Unterhaltung entsteht aus dem Inhalt. Zu Beginn werden die Boomer definiert, er erzählt seine Kindheit mit der gewohnten Ironie und viel Wortwitz. Dass im Rückblick vieles verklärt und als schöner geäußert wird, wird mit vielen Details auf die Schippe genommen. Auch wenn ich nicht ganz zu seiner Generation gehöre, so konnte ich viele Erinnerungen teilen und auch häufig herzlich lachen. Seine Schlüsse sind psychologisch ausgefeilt. Wird anfangs ein Gefühl der Nostalgie geweckt, so erwähnt er dann die Dinge, auf die man nur mit einem Kopfschütteln reagieren kann und die zum Nachdenken anregen. Seine Kernkompetenz und daher auch Kernthema ist das Fernsehen, dessen Inhalte wahrheitsgetreu wiedergegeben werden und dennoch im Rückblick urkomisch sind. Man begleitet Oliver Kalkofe durch die Lebensjahrzehnte der Boomer und den Entwicklungen und Themen in den jeweiligen Jahrzehnten. Das Ganze ist ein fach gut gemacht, gut durchdacht und die These wird ernsthaft und logisch ad absurdum geführt. Tolle Unterhaltung!
    Stromberg 2

    Ralf Husmann
    Stromberg 2 (MP3)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.11.2025

    Sehr unterhaltsam

    Die Protagonisten der Fernsehreihe erzählen ihren Lebenslauf und Stromberg kommentiert die Erfindungen und Entwicklungen der letzten Jahre, das Weltgeschehen im Allgemeinen und Büroarbeit im Besonderen. Es gibt auch pointierte Ausblicke auf die Zukunft des Bürolebens. Durch die Stimmen der Schauspieler wird man sofort in die Serie zurück transportiert. Die Widersprüche der heutigen Welt werden humorvoll auf die Schippe genommen und Stromberg gibt dabei viele Sprüche zum Besten. Sehr interessant fand ich, wie das Leben der Charaktere nach der Serie und dem Film weitergeführt wurde. Jeder erzählt aus seiner Perspektive, so wie auch in der Serie jeder zu Wort kommt. Es gab einige Stellen, an denen ich herzhaft lachen musste, gerade auch weil Stromberg immer noch so schön politisch inkorrekt ist. Ich habe große Lust auf den neuen Kinofilm bekommen, was sicher auch der Sinn dieses Hörbuchs ist.
    Die Schauspieler bzw. Sprecher haben ihre Aufgabe sehr gut gemacht. Man hat jeden sofort erkannt und gut verstanden. Stromberg hat den größten Redeanteil und gibt dadurch natürlich auch die meisten und besten Sprüche zum Besten, wie immer kritisch, sarkastisch und humorvoll.
    Medea

    Rosie Hewlett
    Medea (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.11.2025

    Tolle Umsetzung

    Das Buch ist größtenteils aus der Perspektive Medeas geschrieben und der fesselnde Schreibstil hat mich von Anfang an beeindruckt. Der historische und mythologische Stoff wird sehr gut umgesetzt, die Charaktere werden komplex geschildert und durch Gespräche Medeas mit anderen werden die verschiedenen Personen auch aus deren Sicht beleuchtet, so dass sie wirklich greifbar werden. Das Leben Medeas und dessen Herausforderungen fand ich sehr gut gezeichnet, die Rolle der Frau in der Antike wird in vielen Facetten geschildert. Mit Medea hat sich die Autorin eine negativ besetzte Figur vorgenommen und umso beeindruckender fand ich, dass man ihre Gedanken und Handlungen so gut nachvollziehen konnte. Sie wirkte auf mich sehr modern und menschlich, wenn auch nicht unbedingt sympathisch. Auch die Reduzierung auf Medeas Sicht scheint mir wohl durchdacht, aber folgerichtig und durch den hervorragenden Schreibstil erfährt man als Leser eine intensive Spannung. Das fand ich überraschend, da das Ende bekannt ist. Zum Abschluss gibt es noch eine andere Erzählperspektive, das hat für mich Sinn gemacht und die Figur Medea um einen Aspekt bereichert. Das Buch macht auf jeden Fall Spaß und hat in mir die Lust geweckt, mich weiter mit der griechischen Mythologie zu beschäftigen.
    Die Spatzenmorde von Onikobe

    Seishi Yokomizo
    Die Spatzenmorde von Onikobe (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.11.2025

    Sehr atmosphärisch und spannend

    Dieser fünfte Fall aus der Reihe um Privatdetektiv Kosuke Kindaichi ist deutlich länger und komplexer als die bisherigen Bücher. Ich fand es sehr hilfreich, dass es am Anfang einen Plan des Dorfes und einen Personenübersicht gab, da man mit den ungewohnten Namen schnell durcheinander kommt. Der Fall ist sehr spannend und vermittelt durch die Handlung im ländlichen Nachkriegs-Japan und Rückblenden auf einen alten Fall sehr viele Details über die japanische Geschichte und teilweise vergangene Gebräuche und Sitten. Es ist faszinierend, wie die Morde ohne moderne Mittel gelöst werden, nur mit dem Fokus auf Möglichkeit und Motiv. Die psychologische Komponente ist entscheidend und dadurch erinnert die Reihe an die großen westlichen Krimi-Klassiker. Die Spatzenmorde werden am Ende absolut nachvollziehbar gelöst, aber ich habe die Auflösung nicht kommen sehen. Obwohl diese Bücher schon vor einigen Jahrzehnten geschrieben wurden, lassen sie sich auch heute hervorragend lesen – sicher auch dank der flüssigen Übersetzung. Es war eine spannende Unterhaltung mit Überraschungseffekt, die ich sehr gerne weiter empfehle.
    Matcha-Tee am Montag

    Michiko Aoyama
    Matcha-Tee am Montag (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.11.2025

    Viele nette Wohlfühl-Geschichten mit kleinen Weisheiten

    Jedes Kapitel wird aus der Perspektive einer anderen Person erzählt. Sie haben alle einen Bezug zum Café Marble und seiner Umgebung oder kennen sich unabhängig davon. In den einzelnen Geschichten geht es um die Entwicklung von Beziehungen und beruflichen Perspektiven, die Verwirklichung von Lebensträumen und darum, sein Leben oder kleine Details mit einem neuen, anderen Blick zu sehen. So wird eine vermeintliche Pechsträhne zu einer Chance oder ein beruflicher Erfolg kehrt zu seinen bescheidenen Wurzeln zurück. Mir haben die Geschichten gut gefallen, sie hatten alle eine positive Entwicklung und machen dadurch gute Laune. Auch regen sie zum Nachdenken an, da manche Geschichten auch aktuelle Lebenssituationen des Lesers treffen könnten. Alles in allem eine durchdachte, nette Wohlfühl-Unterhaltung.
    Beim Hörbuch wechselt die Stimme zwischen Jana Kozewa und Tim Gössler, je nachdem ob es sich bei der jeweiligen Perspektive um einen Mann oder eine Frau handelt. Beide Sprecher haben ihre Aufgabe sehr gut gemacht, mir hat aber die Stimme von Jana Kozewa besonders gut gefallen, sie hat durch ihre Stimmfarbe sehr gut zum Thema gepasst und das Japanischen Setting unterstützt.
    Der Nachbar

    Sebastian Fitzek
    Der Nachbar (MP3)

    1 von 5 Sterne Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    17.11.2025

    Wie ein abstruser Fiebertraum

    Es gibt anfangs viele Zeitsprünge und Perspektivwechsel, die den Einstieg etwas erschwert haben. Gerade im Hörbuch fand ich das schwierig, da man direkt etwas verpasst hat, wenn man kurz unaufmerksam war. Trotzdem ist der Beginn noch das Beste an der Geschichte, es wird im Laufe der Zeit immer absurder. Die Menge der Personen ist aber überschaubar, allerdings werden irgendwann alle verdächtig und das wirkt konzeptlos und unausgegoren. Die Story ist insgesamt unglaubwürdig und unrealistisch, die Häufung von seltsamen und abstrusen Handlungssträngen ist einfach zu viel. Auch die Hauptperson, die ehemalige Strafverteidigerin Sarah Wolff, fand ich nicht überzeugend. Zwischendurch gibt es auch mal sehr langatmige, unnötige Szenen. Alles in allem wirkt das Buch nicht wie von einem Profi geschrieben. Der selbstverliebte Epilog hat mich dazu gebracht, von den geplanten zwei Sternen noch einen abzuziehen. Das Hörbuch ist gut gesprochen, die Charaktere kann man gut auseinander halten und der Handlung kann man gut folgen. Das ändert aber nichts an der schlechten Basis. Ich kann dieses Buch nicht empfehlen.
    Monsieur le Comte und die Kunst der Entführung

    Pierre Martin
    Monsieur le Comte und die Kunst der Entführung (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    17.11.2025

    Südfranzösische Leichtigkeit gepaart mit einfallsreicher Spannung

    Dies ist bereits der dritte Teil aus dieser Krimi-Reihe und er hat mir wieder sehr gut gefallen. Die Figur von Lucien, Comte de Chacarasse ist einfach sympathisch und er perfektioniert die Kunst des Nicht-Tötens immer weiter. In diesem Band hat er es insgesamt mit drei Fällen zu tun, die sich schön ergänzen und stimmig sind. Ein Auftragsmörder wider Willen ist nicht gerade realistisch, aber trotzdem wirkt die Handlung glaubhaft und nachvollziehbar. Ich denke, dass darin die Kunst des Autors liegt, eine abgefahrene Handlung im Urlaubsortsetting am Ende überraschenderweise stimmig und durchdacht wirken zu lassen. Das Team rund um Lucien ist einfach liebenswert und die Aufgaben werden kreativ und abwechslungsreich gelöst. Es bleiben keine losen Enden zurück und die lokalen Beschreibungen sind zurückhaltend dosiert. Es ist gerade genug, um eine französisch-italienische Leichtigkeit zu vermitteln und gute Laune zu machen. Mich hat dieser Krimi sehr gut unterhalten und ich freue mich auf weitere Bände aus dieser Reihe.
    Tod zur Teestunde

    Anthony Horowitz
    Tod zur Teestunde (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    17.11.2025

    Ein Buch im Buch – raffiniert gemacht

    Für mich war dieser dritte Band aus der Sue Ryeland der erste und da es einige Rückblicke auf die ersten beiden Fälle gab, hatte ich anfangs etwas Probleme in das Buch hinein zu finden. Dazu kommt der ungewöhnliche Plot, denn es sind eigentlich zwei Kriminalfälle. Es gibt ein Buch im Buch, was ich eine tolle Idee finde und sehr gut umgesetzt ist. Der Autor Eliot Crace arbeitet durch Analogien in seinem Krimi seine Familiengeschichte auf und die Lektorin Sue ermittelt anfangs in Bezug auf den Tod seiner wohlhabenden, despotischen Großmutter vor einigen Jahren. Es hat etwas gebraucht, bis ich mich in diese Verschachtelung reingefunden habe, dann hatte das Ganze durchaus Charme, weil es sehr gut gemacht ist. Das Lesen hat mir Spaß gemacht, vor allem das Buch des Autors fand ich spannend und interessant, es ist im Stil der klassischen Kriminalromane geschrieben und spielt in den 1950er Jahren in Südfrankreich. Am Ende finden beide Fälle eine befriedigende Auflösung. Für mich hat die zweite Hälfte des Buches fünf Sterne verdient, aber aufgrund meine Einstiegsschwierigkeiten vergebe ich in Summe vier Sterne für diesen raffinierten Plot.
    True Crime Italien 2

    Adrian Langenscheid
    True Crime Italien 2 (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    14.11.2025

    Wie immer sehr gut geschrieben und ausgesprochen interessant

    Auch in diesem Teil der True Crime Reihe gibt es wieder eine abwechslungsreiche Mischung. Es gibt Fälle, von denen ich noch nie gehört habe und auch solche, die eine starke Medienpräsenz hatten. Mir gefällt sehr gut, dass es sich um verschiedene Arten von Straftaten handelt und sie sich auch zeitlich über einen sehr großen Rahmen erstrecken. Von Tätern, die ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert haben über Bankenskandale und den Untergang der Costa Concordia ist eine große Bandbreite dabei. Bei den Fällen, die man aus der Presse kennt, ist es sehr interessant in der Rückschau viele unbekannte Details zu erfahren. Wie immer zeichnet sich die Reihe durch den neutralen, sachlichen Schreibstil aus und dadurch, dass auch die Lebensgeschichte der Beteiligten beleuchtet wird. Durch die länderspezifischen Fällen wird einem bewusst, warum manche Fälle nur so und nur an diesem Ort so ablaufen konnten. Man bekommt einen guten Überblick über die Fälle und kann so entscheiden, ob man sich mit einem Fall intensiver beschäftigen möchte.
    Queen Macbeth

    Val McDermid
    Queen Macbeth (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    14.11.2025

    Toller Buchserie, Gelungene Umsetzung durch Val McDermid

    Das Konzept der Buchserie „Darkland Tales“, ich der Szenen Schottischer Geschichte von bekannten Autoren neu erzählt wird, finde ich ausgesprochen interessant. Der Charakter von Gruoch, der Queen Macbeth, wird gut getroffen. Die damalige Abhängigkeit einer Frau von Männern und Bräuchen wird gekonnt ganz nebenbei erzählt. Die immanente Unbeständigkeit durch sich ändernde Allianzen und Herrscher wird treffend geschildert und macht die Geschichte spannend. Dabei helfen die beiden Erzählzeiten, die Val McDermid als Krimiautorin gekonnt einsetzt. Die Liebe zu Macbeth und die Stabilität seiner Herrschaft fand ich gut getroffen. Da Queen Macbeth in beiden Erzählzeiten aus ihrer Perspektive ihr Leben erzählt, ist man als Leser nah dabei und wird total gefangengenommen. Ich fand das Buch sehr lesenswert, da es ein anderes Bild auf die Geschichte von Macbeth und seiner Frau wirft. Das Ende fand ich etwas übertrieben, aber da das Geschmackssache ist, möchte ich dafür keinen Abzug machen.
    Knochenkälte

    Simon Beckett
    Knochenkälte (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    14.11.2025

    Angenehme Abwechslung

    Es ist schon etwas her, dass ich einen Krimi aus dieser Reihe gelesen hatte, aber ich war sofort wieder mit Dr. Hunter vertraut. Der Einstieg ging schnell ohne dass lange Bezug auf vergangene Fälle genommen wird. Ich fand es glaubhaft, wie sich Dr. Hunter mit dem Auto verfährt und in einem kleinen Ort in den Cumbrian Mountains wetterbedingt festhängt. Die Dorfbewohner werden sehr gut beschrieben und die Charaktere sind glaubhaft, gerade was alte Fehden und Auseinandersetzungen angeht. Die Handlung entwickelt sich kontinuierlich und natürlich, was mir besonders gut gefallen hat. Der Plot wirkt nicht konstruiert, sondern hebt sich angenehm von der Vielzahl klassisch aufgebauter Krimis ab. Die Handlung entwickelt sich mit dem Wetter und den Handlungen des Täters und der Bewohner und ich fand sie durchwegs spannend und interessant. Für das Ende mache ich allerdings doch einen Abzug, da es fast ein Viertel des Buches einnimmt. Zwar werden alle losen Enden zusammengeführt und es gibt befriedigende Erklärungen, die sind aber stellenweise so ausufernd, dass die Spannungskurve darunter leidet. Einige Dinge sind vorhersehbar, andere ziemlich überraschend, aber alles in allem wird am Schluss zu viel erklärt, da hätte das ein oder andere schon früher angedeutet werden können.
    Der Tag, an dem Barbara starb

    Richard Hooton
    Der Tag, an dem Barbara starb (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    14.11.2025

    Gute Unterhaltung mit wenig Crime, aber viel Einfühlungsvermögen

    Das Buch ist sehr einfühlsam aus der Perspektive von Margaret geschrieben, das ist mal eine andere, sehr interessante Blickweise. Ihren Zwiegespräche mit ihrem kürzlich verstorbenen Mann fand ich sehr gelungen und glaubhaft. Im Nachwort liest man, dass Richard Hooton das Buch als Hommage an seine Großmutter geschrieben hat und ich finde, dass man seine Liebe und Verständnis für ihre Erkrankung in jedem Satz spürt. Überhaupt sind die Charaktere sehr gut getroffen und man kann sie sich gut vorstellen. Die Nachbarschaft ist ganz typisch für eine Straße, in der viele ältere Bewohner schon lange dort leben und einige Neuankömmlinge hinzustoßen. Der Kriminalfall ist nicht kompliziert und Margaret und ihr Enkel James ermitteln in kleinem Rahmen, trotzdem war es nie langweilig. Es wirkt alles natürlich und nicht erzwungen. Die beiden tun genau das, was sie mit ihren Möglichkeiten tun können. Ich war immer gut unterhalten und die Zeit verging wie im Flug. Vor allem der liebevolle Ton hat mir gut gefallen und der Fall wird am Ende befriedigend gelöst.
    Saal 210 - Wenn Menschen morden

    Hariett Drack
    Saal 210 - Wenn Menschen morden (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.11.2025

    Empfehlenswerte Fallsammlung als Spiegel unserer Zeit

    Diese Fallsammlung aus dem Gerichtssaal hat mir sehr gut gefallen. Vor allem die sehr sachliche Schilderung und Erzählweise reflektiert die Fakten, lässt aber trotzdem Gefühle zu. Man ist teilweise wirklich sprachlos, was sich so alles zuträgt und wozu Menschen fähig sind. Die Autorin hat keine künstliche Spannungskurve nötig , sondern die Kapitel beginnen meist mit der Tat und damit mit dem Grund und Ausgangspunkt der Gerichtsverhandlung. Die Vorgeschichte wird dann chronologisch erzählt, aber man weiß schon worauf es hinausläuft. Trotzdem liest sich jedes einzelne Kapitel sehr spannend. Es sind teilweise dramatische Abläufe, man möchte die Zeit zurückdrehen, um sie zu verhindern und bekommt Einblicke über die Vielzahl involvierter Behörden und Ansprechpartner. Einige Fälle gehen wirklich an die Nieren, gerade auch, wenn Kinder betroffen sind. Nach diesen Fällen aus dem Schwurgericht endet das Buch mit einigen kleinen Fällen aus dem Amtsgericht, die sich durch ihre Kuriosität auszeichnen und man sich als Leser von den ernsten Eindrücken erholen kann. Insgesamt eine sehr interessante Lektüre.
    Prince of Germany

    Jordan Prince
    Prince of Germany (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.11.2025

    Flapsig, aber unterhaltsam

    Jordan Prince bringt mit diesem Culture Clash Buch seine Erfahrungen zwischen Mississippi und Bayern zum Ausdruck. Mir hat sehr gut gefallen, dass das Buch zweisprachig gehalten ist und dadurch auch direkt für Leute lesbar ist, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben wir er. Der Schreibstil ist mir allerdings einen Tick zu flapsig und zu gewollt humorig, das hätte für meinen Geschmack etwas dezenter und mehr aufs Thema fokussiert sein dürfen. Ein gutes Drittel erzählt seine Lebensgeschichte in den USA. Das fand ich streckenweise interessant, um seinen Hintergrund zu verstehen und einzuordnen, mit welchem Mindset und Erfahrungsschatz er auf Bayern trifft. Andererseits nimmt dieser Teil im Verhältnis zum echten Culture Clash Teil zu viel Raum ein und so manche Information hätte ich nicht gebraucht. Im Deutschland Teil werden einige Sterotype genannt, aber auch viele interessante Denkanstöße gegeben. So hat mir zum Beispiel die kleine Sammlung deutscher Redewendungen gut gefallen. Einiges aus seinen Erfahrungen aus Deutschland ist sicher nicht allgemeingültig, sondern trifft nur auf Bayern oder bestimmte Regionen zu. Trotzdem liest sich das Buch schnell und flüssig und hat mich gut unterhalten.
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