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    meiernberg Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 30. August 2010
    "Hilfreich"-Bewertungen: 14552
    974 Rezensionen
    Symphonie Nr.3 "Simfoniya A-Poema" Symphonie Nr.3 "Simfoniya A-Poema" (CD)
    29.04.2023
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5

    Klanggewaltig

    Ich möchte mal wissen, was die Besucher des Konzerts im Dezember 2015 in Chemnitz empfunden haben, nachdem ihnen die Klanggewalt von Khachaturians 3. Sinfonie buchstäblich "um die Ohren flog". Erschlagen, erschöpft, erstaunt, erschrocken?
    Denn was da an Klangkraft produziert wird, da ist Schostakowitschs "Leningrader" ein Sommerwind gegen. Egal. Zu würdigen ist Frank Beermanns Aufnahme mit der Robert-Schumann-Philharmonie. Immerhin kann Beermann Khachaturian. Das hat er mit einer vorbildlichen Aufnahme der 2.Sinfonie (auch von 2015) schon bewiesen. Doch diese gewaltige "Krach-Sinfonie" von etwas mehr als 25 Minuten Dauer auf das Konzertpodium zu kriegen, bedarf schon einer gewaltigen Anstrengung. Nun kann man zur künstlerischen Qualität der Sinfonie verschiedener Meinung sein. Khachaturian selbst sah sein Opus selbst sehr kritisch. Nachzulesen in dem sehr informativen Booklet. An der Aufführung und Einspielung jedoch gibt es nichts zu meckern. Orchester, Orgel und Blech-Ensemble sind klanglich gut eingefangen. Das Orchester in Bestform. Ebenso in der anschleißenden Gayaneh-Suite. Mit den Satzzusammenstellungen der drei Suiten ist das ja so eine Sache. Fast jeder Dirigent (oder Produzent) macht da sein eigenes Ding. Hier ist endlich mal die originale Satzfolge der 3.Suite zu hören, inclusive Säbeltanz und meinem Lieblingstück zum Abschluss: dem wunderbaren Gopack. Beermann hat auch da das richtige Gespür und lässt flott und temperamentvoll musizieren. Eine eindrucksvolle neue CD. Also: Fenster schließen und Boxen aufdrehen und los gehts mit der Klanggewalt.
    Streichquartette Vol.2 Streichquartette Vol.2 (CD)
    28.04.2023
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5

    Beachtliche Fortsetzung

    Keine Frage: Das Reinhold Quartett setzt die Einspielung der Streichquartette von Anton Rubinstein auf eine beachtliche Art und Weise fort. Wieder stimmt da alles: Technik, Gestaltung, Aufnahmequalität und Booklet. Und eigentlich ist meiner Rezension zu Vol.1 nichts hinzuzusetzen, wenn da nicht eine Besonderheit wäre: Man höre mal den Anfang des C-moll-Quartetts und wähnt sich im falschen Film. Das klingt doch nach Bach! Ja, soll es auch. Rubinstein bekennt sich in seiner Musik klar und deutlich zu seinen Idolen: J.S.Bach und Mendelssohn. Recht rasch mündet Rubinstein in dem einleitenden Satz dann wieder in seine eigene Musiksprache. Doch dieser Umstand macht seine Musik zusätzlich sympatisch und diese neue CD zu einer empfehlenswerten Scheibe.
    Meine Produktempfehlungen
    • Streichquartette Vol.1 Streichquartette Vol.1 (CD)
    Konzert für 2 Klarinetten & Orchester op.35 Konzert für 2 Klarinetten & Orchester op.35 (CD)
    27.04.2023
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5

    Mehr elegant als rasant

    Mit den Sinfonien Krommers hat Dirigent Griffiths mit seinem Orchester aus der Schweiz bei cpo ja Lesarten vorgelegt, die man durch aus als rasant bezeichnen kann. Sie sprühen nur so vor Temperament und Vitalität. Nun liegt es wohl doch am Charakter der Solokonzerte, dass sich dieser rasante Eindruck zugunsten eines eher eleganten Eindrucks verschiebt. Nicht, dass ohne Temperament und Leidenschaft musiziert würde. Nein! Doch der Elan, Druck und Esprit der Sinfonien tritt doch zurück und lässt den Soloinstrumenten Raum. Das ist auch gut so, Denn Krommer hat seinen Solisten virtuose Noten aufgebürdet, die - in diesem Fall - von den Solisten des Orchesters großartig ausmusiziert werden. Mit flinken und geschmeidigen Läufen und samten Tönen verzaubern die Solisten das Publikum. Nicht anders in dem deutlich umfangreicheren Concertino, das nur wegen seiner Besetzung "Concertino" heißt und nicht auf kürzere Formen schließen lässt. In den fünfsätzigen Stück "streiten" Flöte, Oboe und Geige in Begleitung von Streichern um die Hörergunst. Und sie gewinnen alle: hervorragende Interpreten allesamt! Doch am hervorragendsten Krommer selbst. Denn dem sind diese wunderbaren Kompositionen zu danken. Ein sehr ausführlich-informatives Booklet ergänzt eine neue cpo-CD, auf die wohl (hoffentlich) noch Krommers zweites Klarinetten-Doppelkonzert op.91 folgen wird.
    Meine Produktempfehlungen
    • Symphonien Nr.1-3 (opp.12,40,62) Symphonien Nr.1-3 (opp.12,40,62) (CD)
    • Symphonien Nr.4,5,7 (op.102,op.105,WoO) Symphonien Nr.4,5,7 (op.102,op.105,WoO) (CD)
    • Symphonien Nr.6 & 9 Symphonien Nr.6 & 9 (CD)
    Symphonie B-Dur op.71 Symphonie B-Dur op.71 (CD)
    31.03.2023
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5

    Noch ein "Berger"

    Das ist schon kurios, wie es im cpo-Katalog "bergert". Nach den Sinfonien des Schweden Peterson-Berger und Sinfonie und Violinkonzert des Wilhelm Georg Berger (1929 - 1993) kommt nun mit dem Bremer Wilhelm Berger noch ein Zeitgenosse des Schweden dazu. Und alle heißen mit Vornamen Wilhelm!! Dabei ist der "neue" Berger ein ganz besonderer Berger. Zu seiner Zeit schon als Wunderkind sehr geschätzt (besonderer Erfolg für seine Sinfonie op. 71), hatte der Wilhelm Berger das Pech, früh zu sterben und das auch noch kurz vor Ausbruch des 1.Weltkriegs. Zudem kam sein bescheiden-zurückhaltendes Wesen dazu. Wie heißt es so schön auf S.3 des Booklets zur CD seiner Variationen und Fuge op.97 (seinerzeit erschienen bei Koch-Schwann): Für Berger war "die Reklametrommel das einzige Instrument, das er nicht kannte". Die soll jetzt aber ordentlich gerührt werden. Denn es lohnt sich. Bergers Musik kann man durchaus in der Nachfolge von Brahms sehen. Und doch hat sie ihren ganz eigenen unverschämt romantischen Charakter. Da plustert sich nichts auf oder wird zur Schau gestellt. Berger ist in seiner Musik ganz bei sich und vermittelt eine unbekümmerte, gar heitere Stimmung, die seine Musik in bestem Sinne "sympathisch" macht. Und das gilt für das Konzertstück und die Sinfonie gleichermaßen. Einen gehörigen Beitrag dazu leisten die Interpreten. Zu Oliver Triendls Kunst muss man ja nicht mehr viel sagen. Eine erneute Überraschung (nach der beachtenswerten Furtwängler-Sinfonie) sind die Philharmoniker aus Reutlingen. Diesmal mit dem jungen Dirigenten Clemens Schuldt. Die bringen eigentlich alles mit, was eine gute Berger-Interpretation braucht: Spielkultur, Temperament, Gefühl und Engagement. Respekt! Weniger Respekt habe ich vor der cpo-Edition, an der eine unerklärliche Nachlässigkeit zu entdecken ist: Das Booklet auf S. 2 gibt die Tracknummern korrekt an. Die Sinfonie beginnt mit Track 2 und endet mit Track 5. Auf dem Inlet der Case-Rückseite findet sich zur Sinfonie jedoch nur die Track-Nr. 4 zur Sinfonie. Wer Track 4 anwählt, bekommt den 3.Satz, das Andante, der Sinfonie zu hören. Richtig wäre die Track-Nr. 2 oder, besser noch, die Nummern 2-5 gewesen. Liest da keiner Korrektur? Trotz dieser kleinen "Macke" eine ganz tolle neue CD, die ich nur wärmstens empfehlen kann.
    Ein Kommentar
    Anonym
    17.03.2025
    Falsches Tracklisting, das passiert bei CPO-Veröffentlichungen leider öfter. Müßten sie dringend dran arbeiten
    Die letzten Orchesterwerke (für den Landgrafen von Hessen Darmstadt) Die letzten Orchesterwerke (für den Landgrafen von Hessen Darmstadt) (CD)
    31.03.2023
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5

    Echt gut!

    Über Sinn und Unsinn des Begriffs "Schwanengesang" bezüglich Künstlers letztem Werk mag man trefflich streiten. Auch darüber, ob die Schwanengesänge immer eine besondere Qualität haben. Nicht vielen Komponisten war es vergönnt, Schwanengesänge in hohem Alter abzuliefern. Richard Strauss war so einer und natürlich Telemann. Beide waren noch in hohem Alter mit der geistigen Frische gesegnet, die zu solchen Alterswerken befähigte. Nicht immer sind die Alterswerke auch die besten. Ob das Konvolut T6 nun von so überragender musikalischer Bedeutung ist, muss jeder Telemann-Freund selbst entscheiden. Sicher befördert "das Schicksal" der Auffindung und Rettung des Notenmaterials die Besonderheit. Für mein Empfinden reihen sich die hier eingespielten Werke ein in das wunderbare Schaffen eines Schöpfers, der bis ins hohe Alter sein Genie bewahren konnte. Natürlich ist das ein besonderes - typisch cpo-eigenes - Verdienst, die Nachlass-Werke aus dem Dom von Riga nun so zusammengefasst und interpretiert vorgestellt zu bekommen. Bei insgesamt 59 Nummern auf zwei CDs kann man sicherlich hier und da in Interpretationsfragen verschiedener Meinung sein. Zusammenmfassend sollte man Michael Schneider und seinem Frankfurter Ensemble nicht nur für eine ausgewogene, detailreiche und historisch informierte Interpretation danken, sondern auch für einen interessanten "Musiker-Artikel" in dem vorzüglichen Booklet. Die Aufnahmetechnik ist bestens und zeichnet alle Instrumente und Gruppen präzise auf. Eine Glanzpunkt in der Telemann-Diskografie von cpo!
    Klarinettentrio g-moll op.45 Klarinettentrio g-moll op.45 (CD)
    31.03.2023
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5

    In Vergessenheit geraten

    Es sei zu Beginn dieser Rezension auf das treffende Zitat aus dem Booklet-Text (S.7) verwiesen, das auch der Text der Produkt-Info aufgegreift. Er macht klar, wo das Dilemma liegt: früher hoch geschätzt, heute (fast) vergessen. Die Vergessenheit gilt für den Kahn noch mehr als für d'Indy, von dem ja wenigstens gelegentlich noch etwas zu hören ist. Zu hören sind auf dieser neuen cpo-CD jedenfalls zwei besondere Werke, die schon wegen ihrer Besetzung Aufmerksamkeit erregen. Klavier, Klarinette und Cello. Diese Trio-Kombination ist nicht gerade häufig und sicher für jeden Kammermusik-Freund etwas Besonderes. Wer dann noch an Kahns romantischer und d'Indys weitaus progressiveren Tonsprache seine Freude hat, hört mit dieser CD genau richtig. Kahns Trio fällt mit 21 Minuten und dreisätzig weitaus knapper aus als das viersätzige Schwesterwerk mit 35 Minuten Spieldauer. Der Hörer hat seine Freude daran, auch dank der besondere Spielkunst des Bawandi-Trios. Eine in allen Teilen gelungene Einspielung.
    Requiem (Missa pro defunctis) Requiem (Missa pro defunctis) (CD)
    30.03.2023
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5

    Doppelte Trauer

    Dass gerade die Renaissance-Musik besonders intensiv Trauer und Betrübnis auszudrücken vermag, kann man kaum bezweifeln. Wer es trotzdem tut, sollte mal in diese beiden Trauermusiken hineinhören, die Kaiser Leopold I. für seine im Abstand von drei Jahren verstorbenen beiden Ehefrauen komponiert hat. Der Stil der Renaissance-Musik - abgesehen von den Tänzen - klingt ja eh fast immer recht würde- und weihevoll. Wenn jedoch das stark besetzte Weser-Renaissance-Ensemble sich immer wieder in Bläser- und Streicherchören "zuspielt" und der fünfstimmige, solistisch besetzte Chor einsetzt, dann bleibt wohl nur der unberührt, der mit dieser Art Musik so gar nichts anfangen kann. Wenn man dann noch im vorzüglichen Booklet lesen kann, dass der Grabgesang für seine zweite Frau "Tres Lectiones" auch zu Leopolds eigener Beerdigung angestimmt wurde, dann hört man noch andächtiger zu. Und das Hören macht Freude, weil das Bremer Ensemble rund um Manfrad Cordes - wieder einmal - alles richtig macht. Ein Hörgenuss! Eine kleine persönliche Einschränkung: Der Klang kommt sehr direkt aus den Boxen. Etwas mehr Raumklang hätte ich besser gefunden. Trotzdem: Eine klangvoll-ergreifende Musik, die berührt!
    Klarinettenkonzerte Nr.1 F-Dur, Nr.6 Es-Dur, Nr.8 B-Dur Klarinettenkonzerte Nr.1 F-Dur, Nr.6 Es-Dur, Nr.8 B-Dur (CD)
    30.03.2023
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5

    Meyer bürgt für (Klarinetten-)Qualität

    Schon nach dem Erscheinen der 1.Folge der Stamitz-Klarinettenkonzerte (mit Nr.3-5) war ich in meiner cpo-Rezension voller Anerkennung über die Leistung von Paul Meyer und seinen Kurpfälzern. Immerhin bürgt ja der Name Meyer (Meier) für besondere Klarinetten-Qualität. Die stellt sich auch in der neuen Folge mit den Konzerten 1,6 und 8 ein. Es wird prächtig und klangschön musiziert. Jeder Ton beweist: Die wissen und können, was sie spielen - allen voran Solist und Dirigent Paul Meyer. Eine wieder sehr schöne Folge 2 der Stamitz-Konzerte. Sie hat nur einen - wieder einmal zu benennenden - Mangel: 51:34 Minuten Spielzeit sind für eine CD zu wenig! Da hätte gut und gerne noch ein Konzert auf die Scheibe gepasst, das wohl für die 3.Folge aufgespart werden sollte. So was muss nicht sein! Das schmälert den musikalischen Genuss dieser neuen Einspielung jedoch nicht. Diese 51 Minuten sollte sich kein Klarinetten-Freund entgehen lassen!
    Meine Produktempfehlungen
    • Klarinettenkonzerte Nr.3-5 Klarinettenkonzerte Nr.3-5 (CD)
    Musikalische Entdeckungen aus Neapel im 18. Jahrhundert Musikalische Entdeckungen aus Neapel im 18. Jahrhundert (CD)
    30.03.2023
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5

    Neapolitanische Perlen

    Mal mehr und mal weniger glänzend. Das muss schließlich jeder Hörer dieser Raritäten für sich entscheidend. Ein Glanzstück jedenfalls ist schon allein die Tatsache, dass diese vier Komponisten des 18. Jahrhunderts nun ins 21. Jahrhundert gerettet werden konnten. All das dank der vorzüglichen italienischen Interpreten und dem Label cpo, das sich wieder einmal für das Rare und Ausgefallene stark macht. Hauptwerk ist das Violinkonzert des Geigenguru Federigo Fiorillo, den - lt. Booklet S.7 - wohl alle Geigenschüler wegen seiner 36 Capricci kennen, lieben oder fürchten. Sein halbstündiges Konzert ist ein schöner Beweis, dass der Fiorillo weit mehr konnte, als GeigenschülerInnen mit Übungscapricci "zu ärgern". Trotzdem meint man, das alles bei Haydn oder der Mannheimer Schule schon mal ähnlich (oder besser) gehört zu haben. Gleiches gilt für die Stücke der drei Komponistenkollegen. Würden die Stücke nicht so stimmig und engagiert interpretiert, man könnte sie glatt wieder vergessen. So aber sollen sie dank dieser cpo-Neuheit unvergessen bleiben. Das Booklet informiert recht spärlich über die Komponisten, dafür umso mehr über die Interpreten. Aber vielleicht gibt's ja auch nicht mehr zu berichten. Eine sorgfältige, innovative Produktion, die einen Platz im CD-Schrank verdient hat.
    Sämtliche Orchesterwerke Sämtliche Orchesterwerke (CD)
    29.03.2023
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5

    Einfach kolossal

    Das sind schon gewaltige Sachen, die der Hausegger da zu Papier und cpo nun in einer Gesamtaufnahme zu Gehör gebracht hat. Die "Natursinfonie" auf CD1 dieser 3-CD-Box ist da wohl das Kolossalste unter den Kolossalen. Selbst Booklet-Autor van den Hoogen stimmt in seinem nicht leicht lesbaren, aber sehr informativen Text ein: "Glaubensbekenntnis der ebenso kolossalen wie beeindruckenden Natursinfonie" (Booklet S. 22). Hausegger selbst gibt eine weitaus nüchternere Anmerkung: "...in drei Sätzen für ein ganz unmögliches Orchester instrumentiert" (Booklet S. 16). Recht hat er! Und was für ein Orchester samt abschließendem Chor! Immerhin müssen Dirigent, Orchester und Chor Naturgewalten beschreiben und entfesseln und zum Lob der Schöpfung ansetzen und das geht wohl nur mit allen erdenklichen musikalischen Mitteln. Nun muss man nicht glauben, der Hausegger würde nur Strauss oder Mahler nachmachen. Nein. Hausegger entwickelt seine eigene höchst romantische Tonsprache, die vom Dirigenten Rasilainen und den WDR-Kräften höchst eindrucksvoll klanglich in Szene gesetzt und von den Tontechniker bestens aufgenommen wurde. Die Hausegger-Werke der CDs 2+3 habe ich schon als Einzelausgaben rezensiert und gebührend gewürdigt. Im Ganzen eine tolle CD-Box. Schön, dass cpo nach der Zeit der Einzelausgaben immer wieder eine GA folgen lässt. Fünf Sterne*****.
    Gambenkonzerte D-Dur & A-Dur Gambenkonzerte D-Dur & A-Dur (CD)
    16.03.2023
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5

    Gambenkunststücke

    Den Tartini kennt man eigentlich als starken Violinisten, bzw. als Komponisten für die Violine. Die Gambe hingegen ist noch immer ein Exot unter den Streichinstrumenten und kommt nur bei Spezialeinsätzen zum Einsatz. Selbst Bach setzte die Gambe nur ein, um besondere Stimmungen zu erzeugen. Hier nun finden wir eine cpo-Neuerscheinung, die der Gambe den ganzen (CD-)Raum gibt. Und es sind wahre Kunstwerke des Tartini und Gambenkunststücke des Cristiano Contadin. Was der alles aus den ursprünglich von Tartini für die Geige komponierten Soloparts macht, ist grandios und das Hören ein Muss für alle Freunde dieses wunderbaren alten Streichinstruments. Man höre mal zu, was der Contadin in seinen Solo-Kadenzen für technische Fähigkeiten präsentiert! Großartig unterstützt wird er von den 11 Mitgliedern des Opera-Prima-Orchesters. Das Booklet liefert eine schöne Einführung in die drei Konzerte und zwei Sonaten. Der zweite Streich von Opera Prima bei cpo: ein Volltreffer!
    Violinkonzerte Nr.2-4 Violinkonzerte Nr.2-4 (CD)
    11.03.2023
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5

    Violonissimo!

    Muss man wohl so nennen, wenn ein Geigenvirtuose und Komponist wie der Johann Stamitz sich selbst Konzerte auf den Leib schreibt. Das sehr interessante Booklet informiert ausführlich über Stamitz und sein Verhältnis zu seinen Kompositionen, die wohl zumeist für den Hausgebrauch entstanden sind. Nun darf man da kein instrumentales Feuerwerk erwarten. Ganz im Mannheimer Stil ist die Orchesterbegrleitung recht schlicht gehalten und Dirigent Griffiths legt auch besonderen Wert auf kammermusikalische Delikatesse und größte Durchhörbarkeit. Der Leipziger Gewandhaus-Solist Castro-Balbi fügt sich mit schlankem, unaufdringlichem Ton diesem Interpreationskonzept. Im Zusammenwirken mit dem Kammerorchester aus Heilbronn sind so spritzige und im besten Sinne unterhaltsame Interpretationen entstanden, die in dieser Form auch im Katalog bislang nicht greifbar waren. Sehr schön. Die kurze (keine 15 Minuten) "angehängte" Sinfonie ist ein wenig aufregendes Stückchen. Zudem: Bei einer CD-Spielzeit von 57 Minuten hätte noch ein weiterer Stamitz auf die Scheibe gepasst. Warum nur nutzt man die Spielkapazitäten der sibernen Scheibe nicht aus? Vielleicht nicht ärgerlich, aber bedauerlich! Im ganzen aber eine doch erfreuliche Bereicherung des Repertoires.
    Liebliche Krafft-Blümlein (Sammlung mit 12 Continuo-begleiteten Duetten) Liebliche Krafft-Blümlein (Sammlung mit 12 Continuo-begleiteten Duetten) (CD)
    10.03.2023
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5

    Kostbare textlich-musikalische Schönheiten

    Ein wunderbares Resümee (s. Überschrift) für diese neue Scheidt-CD. Sie findet sich im Booklettext versteckt auf Seite 8. Selten habe ich Gesänge gehört, die so intensiv den Luthertext vertonen und ihn musikalisch überhöhen. Die Melodien der Texte dürften den meisten Hörern aus den Choralbüchern der christlichen Kirchen bekannt sein, die u.a. J.S.Bach auf wunderbare Weise vertont hat. Natürlich verwendet Scheidt seine eigenen Melodien, die er, ganz ähnlich Schütz, in diese kostbaren Schönheiten verwandelt. Mit sparsamsten Mitteln werden die Dialog-Gesänge begleitet und überlassen den Texten so die (fast) ganze Wirkung. 13 Gesänge enthält die CD in, wie man lesen kann, Ersteinspielungen. Die beiden Solisten sind tadellos. "Eingerahmt" werden die Stücke von drei Instrumentalkompositionen: eine von Buxtehude und zwei von Kapsberger. Wunderbar vorgetragen von Solistinnen des Collegium Instrumentale aus St.Gallen. Das Booklet ist prima. Nur mit einer Angabe komme ich nicht klar: Angekündigt werden die "Liebliche Krafft-Blümlein" als "Zwölf Continuo-Begleitende Duette". Nach wiederholtem Zählen komme ich aber auf 13(!!). Egal. Vielleicht habe ich ja was übersehen und zuviel ist immer besser als zu wenig. Trotzdem eine sehr lohnende Anschaffung für das Repertoire des Frühbarock.
    Ein Kommentar
    Anonym
    06.03.2023

    12 oder 14 Gesänge?

    Herzlichen Dank für die schöne Rezension! Das Rätsel um die Zwölf- oder Dreizehnzahl der Gesänge von Scheidt lässt sich leicht auflösen: Einer der Gesänge hat zwei Teile, siehe oben ("Herzlich tut mich erfreuen", prima & secunda pars).

    Herzlicher Gruß,

    Michael Wersin
    Streichquartette Nr.1 & 5 Streichquartette Nr.1 & 5 (CD)
    10.03.2023
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    4 von 5

    Prima Fortsetzung!

    Nach den Quartetten 2-4 und 8 legt das Mannheimer Streichquartett jetzt die beiden großformatigen Quartette Nr. 1 und 5 vor. Die restlichen Quartette werden wohl noch folgen. Immerhin ist cpo sehr aktiv auf dem Repertoiregebiet der Quartette und Quintette. Den lobenden Rezensionen der ersten Folge ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Wieder beweist das Ensemble hohe Spielkultur. Sowohl spieltechnisch als auch in der Interpretation bleiben keine Wünsche offen.
    Fazit: Es ist wieder einmal den Produzenten und Interpreten zu danken, den vernachlässigten Joachim Raff, der soviel wunderbare Musik geschaffen hat, zu würdigen. Seine 11 Sinfonien liegen zwar in prima Aufnahmen mit den Bamberger Sinfonikern vor. Trotzdem wäre nach über 20 Jahren eine neue Gesamtaufnahme zu begrüßen. Wäre das was für cpo?
    2 Kommentare
    Anonym
    11.03.2023

    Der komplette Raff

    Lieber Herr Meiernberg
    auch die Quartette 6 & 7 durch das Mannheimer Streichquartett sind bereits veröffentlicht, aber derzeit leider vergriffen.
    https://www.jpc.de/jpcng/cpo/detail/-/art/Joachim-Raff-1822-1882-Streichquartette-Nr-6-7/hnum/5821860
    meiernberg Top 10 Rezensent
    12.03.2023
    Konnte ich leider nicht wissen.
    Danke für die Hinweis.
    Kann man nur hoffen, dass eine Neuauflage kommt.
    Streichquartett op.1 Streichquartett op.1 (CD)
    05.03.2023
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    4 von 5

    Musik zwischen den Welten

    Ich gebe zu, mit Glenn Goulds einsätzigem (und über 32 Minuten langem) Streichquartett nicht viel anfangen zu können. Ähnlich geht es mir auch mit den beiden Werken des Heinrich Kaminski. Bei aller Bewunderung der (umstrittenen) Genialität des Glenn Gould und der Würdigung von Kaminskis Kompositionen ( das Streichquartett ist mit 20 Minuten erstaunlich kurz mit einem sehr schönen, knapp zweiminütigen Adagio), ich weiß nicht so recht, wo die Musik hin will. Bleibt sie stecken in der Spätromantik eines Richard Strauss oder strebt sie in die Klangwelt eines Berg oder Webern? Alle Kompositionen sind (noch) tonal, obwohl Goulds Quartett sehr spröde beginnt. In jedem Falle sind die drei präsentierten Kompositionen eine Entdeckung wert und lohnen insbesondere für Kammermusikfreunde. Ob van den Hoogens (wieder einmal) sehr langer und abgehobener Kommentar im Booklet für den Hörer hilfreich ist, lasse ich mal dahingestellt. Das Minguet Quartett jedenfalls bleibt der Musik nichts schuldig und interpretiert mit Können und Leidenschaft. Keine CD für den Hausgebrauch, aber eine für neugierige Musikfreunde.
    Frau Luna Frau Luna (CD)
    04.03.2023
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5

    Ein Berliner Schätzchen aus Köln

    Warum immer neu produzieren, wenn Gutes in Archiven zu finden ist? Auch wenn man bei dieser "Frau Luna" aus dem Jahre 2006 aufnahmetechnisch ein paar Abstriche machen muss, im Ganzen aber ist diese Aufnahme ein Volltreffer. Dank cpo ist diese WDR-Aufnahme nun wieder greifbar und der Operetten-Freund kann sich zusammen mit den Akteuren in die "Berliner Luft" hineinstürzen. Das macht Spaß, weil Froschauers WDR-Ensemble besetzt ist mit komödiantischen Größen der Zeit, denen man gerne wieder begegnet, weil ihre Namen für Qualität bürgen: Kollo, Völz, Hilbich, Krekel u.a.. Wo findet man heute noch eine so "berlinerische" Besetzung wie hier? Und welchen Spaß haben die Mitwirkenden an dieser musikalischen Mondreise, welch ein Schwung und Temperament kommt da rüber! Da kann man sehr gut nachempfinden, welche Begeisterung dies in 86 (!!) Tagen entstandene und aufgeführte Stück verursachte. Hinzu kommt ein zusätzliches Plus für diese Aufnahme: Man verzichtete 2006 auf Kürzungen und Veränderungen jeglicher Art und vermied dadurch manche modernisierenden Verhunzungen heutiger Zeit. Eine ganz wertvolle Veröffentlichung, die auch - oder gerade - im Booklet das komplette Libretto verdient gehabt hätte. Schade! Dem Spaß an Linckes Musik tut das jedoch keinen Abbruch.
    2 Kommentare
    Anonym
    07.03.2023
    Ist die Aufnahme mit oder ohne Dialoge?
    Anonym
    07.03.2023
    Mit Dialogen. Diese sind allerdings teilweise durchaus "modernisiert" (2006) und das Berlinern wirkt sehr aufgesetzt.
    Cellokonzert op.66 Cellokonzert op.66 (CD)
    29.01.2023
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5

    Wallfisch-Programm

    Das ist schön, dass man sich wieder auf die Werke des Nikolai Miaskowsky besinnt. Immerhin hat der viel Orchestermusik geschrieben, darunter 27 Sinfonien (alle unter Swetlanow erhältlich) und manche Konzerte. So auch das hier neu engespielte Cellokonzert op.66, zweisätzig, von etwa einer halben Stunde Dauer und ganz im spätromantichen Stil gehalten. Die Notwendigkeit für diese Einspielung besteht eigentlich nicht, es sei denn, man möchte Cellist Raphael Wallfisch ein schönes Programm bieten, mit dem er seine ganze Kunst beweisen kann. Und das ist Produzenten und Interpreten auch gelungen. Im Verein mit dem prächtig agierenden Orchester aus Ostrava, dem Dirigenten Borowicz und Pianist Simon Callaghan ist ein Wallfisch-Programm entstanden, das sich rund um Werk und Zeit Miaskowskys dreht. Miaskowskys Lehrer Liadov und Rimsky-Korsakov sind mit kurzen Stücken mit von der Partie. Wallfischs weicher, voller Cello-Ton kommt in diesen kurzen Paradestücken besonders schön zur Geltung. Alle anderen Teile dieser Produktion von 2020 sind tadellos. Deshalb: beste Empfehlung.
    Oboenquintette B-Dur H.571 & B-Dur H.573 (nach Amor and Psyche) Oboenquintette B-Dur H.571 & B-Dur H.573 (nach Amor and Psyche) (CD)
    27.01.2023
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5

    Kein schwarzes Loch mehr

    Das ist auch gut so. Die Produktinfo beschreibt so schön das Vergessen von Komponisten als "schwarze Löcher einer Zeitfuge". Den Florian Leopold Gassmann konnte man nun dank einer cpo-Produktion von 2021 aus dem schwarzen Loch retten. Besonderen Anteil daran hat Meister-Oboist Lajos Lencses und sein Ensemble. Gerade ihm ist dieser Verdienst zuzusprechen, vereint die CD doch ausschließlich Werke, in denen die Oboe (in der Cassatio das Eglischhorn) das herausragende Instrument ist. Zwei Quintette, zwei Quartte und besagte Cassatio belegen die besondere Kunst des Gassmann für diese Instrumente zu schreiben. Die Musik ist prächtig aufgenommen und das Booklet wartet mit einer (zu) langen Abhandlung des Eckardt van den Hoogen zu Gassmann auf und ausführlichen Biographien der Musikerinnen und Musiker. Empfehlenswert - besonders für Oboen- und Kammermusifreunde.
    Flötenquartette op.37 Nr.1-3 Flötenquartette op.37 Nr.1-3 (CD)
    27.01.2023
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5

    Virtuos, schwungvoll und unterhaltsam

    Das ist so richtige Musik, um heiter und guter Dinge in den Tag zu starten. Die Flöte gehört ja ohnehin zu den "fröhlichen" Instrumenten, die beim Hören ihrer Töne zumeist eine gelöste Stimmung verbreiten können. Das gelingt dem Ardinghello Ensemble auf vorbildliche Art und Weise. Schon mit einer bemerkenswerten Aufnahme der Ries-Flötenquartette konnten sich die zwei Herren und zwei Damen des Ensembles auszeichnen. Was mir besonders gefällt? Die Flöte ist klanglich immer im Ensemble integriert, nie dominat, wie so oft zu hören. Flötist Karl Kaiser versteht sich im dezenten Ensemble-Spiel und seine Mitspieler/Innen unterstützen ihn dabei. Nun muss man ja auch betonen, dass es Komponist Gyrowetz gelungen ist, Quartett-Musik zu komponieren, die den einzelnen Instrumenten genug Raum gibt, um sich auch solistisch zu präsentieren. Wie gesagt: Musik der heiteren und unterhaltsamen Sorte. Die Scheibe hat nur einen Nachteil: 59 Minuten Spielzeit sind doch etwas knapp bemessen. Da hätte noch ein Stück mehr drauf gepasst!
    Ouvertüren Vol.1 Ouvertüren Vol.1 (CD)
    27.01.2023
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5

    Echt hörenswert

    William Smethergell. Den Namen schon mal gehört? Wohl kaum! Umso weniger dürfte seine Musik bekannt sein. Das ist eigentlich schade, da sie echt hörenswert ist. Das Vergnügen bereitet uns erneut das innovative Label cpo. Smethergells sechs Ouvertüren op. 5 werden uns präsentiert und Vol.1 signalisiert, dass noch mehr kommen wird. Die Ouvertüren sind schöne Stücke. Alle so um die 10 Minuten lang und - mit Ausnahme der Nr.4 - dreisätzig. Mit der Form der Ouvertüre ist Smethergell ja irgendwie aus der Zeit gefallen. "Sinfoniechen" könnte man sie in der Abfolge von Schnell - Langsam - Schnell wohl auch nennen. Egal. Erinnern tut mich die Musik an den frühen Haydn und an die Sinfonien des Joseph Martin Kraus, der jedoch wesentlich großformatiger komponiert hat. Echt hörenswert sind die Stücke auch der Interpreten wegen. Dirigent Bostock hält das Südwestdeutsche Kammerorchester zu temperamentvollem Spiel an, lässt die Streicher blühen und zuweilen auch die Hörner ordentlich röhren. Alles ist bestens aufgenommen und im Booklet gut kommentiert. Wie gesagt: Echt hörenswert und eine Scheibe zum Entdecken!
    Ouvertüren Vol.2 Ouvertüren Vol.2 (CD)
    26.01.2023
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5

    Noch mehr Gute-Laune-Musik

    Das ist ja wirklich erfreulich, dass der Musikfreund nach Vol.1 nicht eine Unzeit warten muss, bis die zweite Folge erscheint. Prima cpo! Genauso prima ist nun auch diese neue Folge der Linke-Ouvertüren geraten. Wiederum mit dem Brandenburger Orchester und dem Dirigenten Ernst Theis. Neun Titel sind auf der CD. Von dem knapp dreiminütigen Brandbried-Galopp bis hin zu der über zehnminütigen "Ouvertüre zu einer Festlichkeit" ist alles dabei, was musikalisch Spaß macht. Der Linke hatte wirklich eine Gabe, gute Laune in Töne zu setzen! Den Interpreten merkt man den Draht zu dieser Musik an und den eigenen Spaß, den sie beim Musizieren gehabt haben müssen. Das Booklet informiert bestens und die Technik ist tadellos. Also los: Diejenigen, die ihren Spaß an Vol.1 hatten, müssen diese Neue Linke-CD unbedingt haben.
    Meine Produktempfehlungen
    • Ouvertüren Vol.1 Ouvertüren Vol.1 (CD)
    Sämtliche Werke für Klarinette & Orchester Sämtliche Werke für Klarinette & Orchester (CD)
    11.12.2022
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5

    Endlich mal komplett - Referenz!

    Und das auch noch in einer hochkarätigen Aufnahme. Eigentlich ist die Auswahl an Aufnahmen von Spohrs Klarinettenkonzerten im Katalog ganz ordentlich. Nicht üppig, doch gute Aufnahmen sind schon dabei. Nach einer Gesamtaufnahme der Werke Spohrs für das Soloinstrument, die auch die kleineren Werke mit einschließt, suchte man bislang vergebens. cpo hat nun diese Lücke mit einer meisterhaften Einspielung geschlossen und damit erneut einen wichtigen Beitrag zur klassischen Diskografie geleistet. Klarinettist Sundqvist ist ja schon mehr als ein Geheimtipp und sicherlich einer der Meister seines Faches. Da braucht es dann nur noch einen engagierten Dirigenten seiner Generation und ein Orchester, das mit innovativen Projekten Erfahrung hat. Mit Simon Gaudenz aus Jena und der famosen NDR Raiophilharmonie aus Hannover waren die Partner gefunden. Das Ergebnis konnte nur gut sein! Und man muss hineinhören um zu erfahren, mit welcher Leidenschaft, mit welchem Gefühl und instrumenaler Finesse auf diesen beiden CDs zu Werke gegangen wird. Selbst die schwierigsten Passagen werden mühelos gemeistert und die Partnerschaft zwischen Solist und Orchester wird jederzeit gewahrt. Selbst den drei kleineren Stücke wird die gleiche Aufmerksamkeit geschenkt wie den vier Konzerten. Da auch die Booklet- und Aufnahmequalität bestens sind, kann dieser Aufname durchaus ein Referenzstatus zuerkannt werden.
    La Finta Giardiniera KV 196 (in deutscher Sprache "Die verstellte Gärtnerin") La Finta Giardiniera KV 196 (in deutscher Sprache "Die verstellte Gärtnerin") (CD)
    10.12.2022
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5

    Das war nötig...

    ...die Veröffentlichung der deutschen Fassung von Mozarts ursprünglich mit italienischem Libretto verfassten Singspiel um "lustiges Geplänkel und große Gefühle" (Booklet S. 12). Das umfangreiche Booklet klärt sehr ausführlich auf, dass es sich bei dem deutschen Libretto um einen Text aus der Zeit Mozarts handelt. Also nicht um eine späterhin entstandene Übersetzung. Wie außerdem zu lesen ist, wurden die Secco-Rezitative der Italienischen Fassung in der deutschen durch gesprochene Dialoge ersetzt. "In unserer Aufführung nochmals gestrafft und modernisiert" (Booklet S. 14). Gemeint ist der Live-Mitschnitt aus dem Prinzregentenheater in München vom Januar 2017, der nun in einer 3-CD-Box bei cpo erschienen ist und eine schmerzliche Lücke im Katalog füllt. Nicht nur das. Sicher kann diese Box auch als eine Sternstunde in der Mozart-Rezeption gesehen werden. Denn die Münchner Aufführung unter dem historisch erfahrenen Andrew Parrot bringt alles mit, was eine gelungen Produktion auszeichnet: eine illustre Sängerschar (allen voran der unvergleichliche Julian Pregardien), Witz und Spielfreude. Dem Münchner Rundfunkorchester hört man an, wie sehr es von Parrott auf den historischen Mozart eingestimmt wurde. Wirklich gut. Die Aufnahme klingt für einen Live-Mitschnitt sehr gut und auch das Booklet lässt keine Wünsche offen. Ein schönes Geschenk für eine selbst und alle Musikfreunde.
    Kammermusik Kammermusik (CD)
    10.12.2022
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5

    Freundschaftliche Bande bestens präsentiert

    Das ist eine schöne Idee von cpo (oder von L'Astree), die Kompositionen zweier Freunde auf einer CD zu präsentieren und das auch noch mit Musik vergleichbarer Besetzungen. Den Johann Christian Bach kennt man ja, wohl auch noch seine Londoner Lebensjahre. Weit weniger bekannt dürfte da sein Freund und späterer Logenbruder Felice Giardini aus Turin sein. Und doch verkörpern diese beiden Komponisten die Verbindungen, bzw. Beeinflussungen der Aristrokatien in Turin und London. Die CD enthält zwei Quintette von Bach und drei Quartette von Giardini und man muss zuweilen schon genau hinhören, um Stilunterschiede festzustellen. Beide sind dem "Galanten Stil" verpflichtet und lieferten hochklassige Beiträge zu dieser Stilrichtung. Das Ensemble L'Astree ist auf Musik dieser Art spezialisiert und interpretiert diese charmante Musik mit Esprit und Gefühl. Eine schöne CD zu Unterhaltung.
    Israels Brünnlein 1623 Israels Brünnlein 1623 (CD)
    08.12.2022
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5

    Hohe Gesangskunst

    In dem etwas schwer verständlichen Booklettext von Peter Uehling kann man über Scheins Madrigalpraxis ausführlich nachlesen, ohne die zuweilen "überhöhten" emotionalen und philosophischen Anmerkungen des Autors zu übernehmen. Scheins Musik spricht da eine ganz andere, weil unverstellte Sprache. Sie geht direkt ins Herz, ins Gemüt und den Verstand gleichermaßen. Diese 26 Madrigale sind ein musikalischer und geistlicher Schatz, den man nur anzunehmen braucht und der zumeist keiner weiteren Deutung bedarf. Das umso weniger, wenn die Stücke so eindrucksvoll vorgetragen werden wie durch das Ensemble Opella Musica und ihrem Chef Gregor Meyer. Was hier musikalisch, gesangstechnisch geleistet wird, ist hohe Ensemble- und Interpretationskunst. Absolut intonationsrein und bestens textverständlich wird mit einer jederzeit dezenten Continuo-Begleitung gesungen. Das ist ganz prima! Das Booklet enthält alle Gesangstexte und der Dresdner Aufnahmeort war eine bestens gewählte Location. Eine sehr zu empfehlende Doppel-CD!
    201 bis 225 von 974 Rezensionen
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