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    2. Alle Rezensionen von meiernberg bei jpc.de

    meiernberg Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 30. August 2010
    "Hilfreich"-Bewertungen: 14552
    974 Rezensionen
    Symphonie Nr.2 Symphonie Nr.2 (CD)
    30.03.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Bekenntnismusik 2

    Nach der schon vor längerer Zeit bei cpo erschienenen 1.Sinfonie hat diese neue CD mit Ben-Haims 2.Sinfonie mehr als sechs Jahre vom Aufnahmetermin bis zum Erscheinungsdatum gebraucht. Dirigent Yinon verstarb zwischenzeitlich. Aber wie heißt es so schön: "Gut Ding will Weile haben!" Und ein gutes "Ding" ist es geworden. Für den Hörer ist Ben-Haims Musik auf dieser 2.Scheibe auch leichter fasslich. Die 2.Sinfonie ist positiver, optimistischer, nicht so vergrübelt finster wie der Vorgänger. Das Concerto Grosso wiederum hat es in seiner unverblümt rückwärts gewandten Tonsprache noch leichter. Diese Musik landet direkt bei dem Hörer. Die drei Sätze sind wirklich Klasse und verdienen wohl nur wegen der ausgedehnten Soli den Namen Concerto Grosso.
    Dirigent Israel Yinon ist wiederum ein kompetenter Sachwalter dieser im Ganzen doch anspruchsvollen Musik. Die unverwüstlichen Radio-Philharmoniker aus Hannover sind jederzeit auf Zack und sehr konzentriert bei der Sache, die spieltechnisch gar nicht einfach zu realisieren ist.
    Eine wertvolle Veröffentlichung, gut aufgenommen und mit einen informativen Booklet ausgestattet. Prima!
    Meine Produktempfehlungen
    • Symphonie Nr.1 Symphonie Nr.1 (CD)
    Bric a Brac-Ballettmusik Bric a Brac-Ballettmusik (CD)
    08.03.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Kurzweilige, illustrierende Tonkunst

    Das Hören dieser CD wird nie langweilig. Immer wieder überrascht Tansman mit neuen musikalischen Ideen um die Liebe einer Geige und eines Cellos zu einer Flöte (Sextuor) zu illustrieren. Gleiches gilt für das Jahr- und Flohmarkt-Ballett Bric a brac: Schwungvolle Melodien wechseln mit nachdenklichen Tönen ab. Doch im Ganzen herrscht eine fröhliche, turbulente Stimmung. Vor dem musikalischen Stil der 1923 und 1935 komponierten Werke braucht auch ein "konventioneller" Hörer keine Scheu zu haben. Tansmann bewegt sich immer auf dem Boden der Tonalität und ist - im weitesten Sinne - mit Prokofiev oder gar Schostakowitsch vergleichbar und doch einzigartig. Die Technik stimmt, die Interpreten sind prima und das Booklet ist sehr informativ. Das wären 100 Punkte! Wäre da nicht ein kleines Ärgernis: Bric a brac besteht aus 14 (!!) Nummern. Auch Sextuor ist mehrteilig. Die CD weist jedoch für beide Ballette je nur eine (!!) Track-Nummer auf, so dass man einzelne Ballett-Teile mit dem Player nicht ansteuern kann. Das ist bedauerlich und der Hörer darf sich fragen, warum das so sein muss. Muss nicht sein!.
    Meine Produktempfehlungen
    • Werke für Klavier & Orchester Werke für Klavier & Orchester (CD)
    Konzerte für mehrere Instrumente & Orchester Vol.4 Konzerte für mehrere Instrumente & Orchester Vol.4 (CD)
    03.03.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Schier Unerschöpfliches in vierter Folge

    Michael Schneider, sein Ensemble und seine Solisten arbeiten sich bei Telemanns Solokonzerten ab und werden wohl noch reichlich Arbeit haben. Denn das Werk Telemann scheint unerschöpflich zu sein. Wie kann man nur so fleißig gewesen sein, so viel Phantasie und schöpferische Ideen gehabt haben!? Der Telemann ist unglaublich! Das zeigt auch das cpo-Repertoire Telemanns, das eine beachtliche Anzahl an Werken aufzuweisen hat - besonders im Bereich der Solokonzerte. Die neue, vierte Folge der Konzerte für mehrere Soloinstrumente ist ein erneuter Beweis in zweierlei Hinsicht: 1. Es ist phänomenal mit welchem Melodien-, Harmonie- und Besetzungsreichtum Telemann seine Konzerte ausstattete. Und 2. Es ist ebenso phänomenal, mit welcher Spielfreude, temperamentvoller Leichtigkeit und Virtuosität das Ensemble La Stagione aus Frankfurt musikalisch zu Werke geht. Die Solisten sind großartig und an Dirigent Schneiders Interpretationen spürt man die Erfahrung und große Kenntnis dieser Musik. Man darf gespannt sein, was da noch folgt.
    Aufnahmetechnik und Booklet entsprechen bestem cpo-Standard. Eine gelungene Fortsetzung - sehr zu empfehlen!
    Meine Produktempfehlungen
    • Konzerte für mehrere Instrumente & Orchester Vol.1 Konzerte für mehrere Instrumente & Orchester Vol.1 (CD)
    • Konzerte für mehrere Instrumente & Orchester Vol.2 Konzerte für mehrere Instrumente & Orchester Vol.2 (CD)
    • Konzerte für mehrere Instrumente & Orchester Vol.3 Konzerte für mehrere Instrumente & Orchester Vol.3 (CD)
    2 Kommentare
    Anonym
    07.03.2017
    Kann mich dem hohen Lob nur anschließen. Und wenn diese Serie dann fertig ist, warten da noch gute hundertundzwanzig Orchestersuiten, eine herrlicher als die andere... Welchem Label könnte man die (lange, lange überfällige) Gesamteinspielung wohl zutrauen, wenn nicht cpo?
    Anonym
    19.03.2017

    Telemanie

    Ja, in der Tat die Ouvertürensuiten wären ebenfalls eine Gesamteinspielung wert! Begonnen wurde ein solches Projekt von "Caromitis" (russisches Label) mit dem fabelhaften "Pratum Integrum Orchester aus Moskau. Leider gedieh es nicht über die ersten vier oder drei (teils) Doppelalben hinaus. Sehr schade...
    Große Festkantaten Große Festkantaten (CD)
    03.03.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Große (und lange!) Pastoren-Festkantaten für ein unkundiges Publikum?

    Zu aller erst muss man das Ereignis vom 8. März 2014 würdigen: An dem Tag führten die Interpreten dieser neuen cpo-CD die beiden Kantaten des Bach-Sohns "erstmals in moderner Zeit" (Booklet S.6) wieder auf. Die Aufnahme ist ein Mitschnitt aus der Thomas-Kirche in Leipzig und trotz einer leicht halligen Akustik kann man das musikalische Geschehen dank eines sehr differenzierten und durchhörbaren Klangbildes prima verfolgen. Ein Lob, das auch dem kleinen, 14-Personen-Chor, fabelhaften Solisten und Instrumentalisten und einem kundigen Dirigenten gilt, die allesamt zum Teil schwierige Partien hervorragend meistern. Vielleicht ist die erste Kantate mit über 41 Minuten Spielzeit etwas lang geraten und doch bringen die 17 Teile gute Abwechslung. Wer probehören möchte, spiele die Chöre 15 und 17 an. Da geht wahrlich die Post ab! Die zweite Kantate ist ernster, kürzer und nicht so festlich durch rasante Chöre geprägt.
    Wie dem auch sei: Heutzutage wird schon lange kein Pastor mehr bei seiner Amtseinführung mit einer solchen Kantate geehrt und auch das harte Urteil Bachs über sein Hamburger Publikum dürfte sich nicht erst seit Eröffnung der Elbphilharmonie gehörig geändert haben: "Hamburg ist kein Ort für einen braven Musicum, um hier zu bleiben. Der Liebhaber giebt es hier nicht gar viel und der Kenner sehr wenige. Es ist kein Geschmack hier, Buntes, wunderliches Zeug, und keine noble Simplicität gefällt hier" (Booklet S. 12). Wie sich die Zeiten ändern - oder?
    Symphonien op.7 Nr.1-6 Symphonien op.7 Nr.1-6 (CD)
    03.03.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Gepflegte sinfonische Abel-Unterhaltung in dritter Folge

    Dies ist nach den 6 Sinfonien op.10 und op.17 nun die dritte Folge der Abel-Sinfonien bei cpo. Auch sonst scheint cpo an Abel einen Narren gefressen zu haben. Ist doch die Liste der Abel-CDs bei cpo erstaunlich. Das verwundert etwas, weil der Rezensent den Sinfonien nun wirklich kaum etwas Besonderes abgewinnen kann. Alle Sätze sind in der Regel nach zwei bis drei Minuten vorbei. Hat man sich gerade an das musikalische Geschehen gewöhnt, ist auch schon wieder Schluss. Eine Ausnahme - und da hat die Produkt-Info recht - bilden die langsamen Sätze - wenigstens zum Teil. Sie sind in der Regel um eine Minute länger und melodisch sehr schön ausgeformt. Alles in allem kommen meines Erachtens diese "Sinfoniechen" aber über das Maß eines gepflegten Unterhaltungswertes nicht hinaus. Sie im Text des Produkt-Infos zu Mozarts späten Sinfonien in Bezug zu setzen, ist schon mutig.
    Dirigent Michael Schneider und sein Ensemble (aus historischen Instrumenten) tun alles, um die Werke lebendig werden zu lassen. Ob das auf Dauer gelingt, bleibt abzuwarten. Die Technik ist prima und das Booklet informiert wieder zuverlässig über Werk und Interpreten.
    Meine Produktempfehlungen
    • Symphonien op.10 Nr.1-6 Symphonien op.10 Nr.1-6 (CD)
    • Symphonien op.17 Nr.1-6 Symphonien op.17 Nr.1-6 (CD)
    Kammermusik Vol.3 Kammermusik Vol.3 (CD)
    02.03.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    In Mendelssohns Windschatten?

    Sicherlich tut man dem Gade unrecht, wenn man ihn immer wieder mit Mendelssohn vergleicht. Gade kann da nur verlieren, obwohl viele seiner Werke einen durchaus eigenen Charakter beweisen (z.B. Teile seiner Sinfonien). Das Hauptwerk auf dieser neuen dritten Folge der Kammermusik Gades, sein viersätziges, gut halbstündiges Streich-Oktett von 1848, zeigt jedoch so starke Parallelen zu Mendelssohn auf, dass man eine Beziehung zu seinem Freund nicht abstreiten kann. Das mindert die Qualität des Oktetts in keiner Weise, zumal es sich hinter seinem Schwesterwerk von Mendelssohn nicht verstecken muss. Wie Mendelssohns Stück ist die Komposition ganz der klassischen Romantik verpflichtet und bildet eine Abkehr von Gades anfänglicher Nationalromantik. Die beiden Zusatzstücke sind besonders von ihrer Entstehungsgeschichte her interessant und schöne Versuche mit der Gattung Streichquartett. Das vorzügliche Booklet gibt zu den Werken sehr lesenswerte, weiterführende Infos.
    Die dänischen Interpreten spielen die Stücke ihres Landsmanns wie schon in den ersten beiden Folgen sehr souverän und werkangemessen. Leider ist die Spielzeit der CD mit knapp 56 Minuten sehr dürftig. Da hätte noch mehr Gade Platz gehabt!
    Meine Produktempfehlungen
    • Kammermusik Vol.1 Kammermusik Vol.1 (CD)
    • Kammermusik Vol.2 Kammermusik Vol.2 (CD)
    Symphonien Nr.9 "The Bitonal" & Nr.21 Symphonien Nr.9 "The Bitonal" & Nr.21 (CD)
    02.03.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Röntgens Irr- und Heimweg

    Die etwas prosaische Überschrift kennzeichnet schon das Besondere an dieser nun schon sechsten Folge der Röntgen-Sinfonien bei cpo. Da taucht nämlich mit der Neunten eine - zugegeben - kurze (ca. 17 Min.) und einsätzige Sinfonie auf, die gehörig aus der Reihe tanzt und so gar nicht in das musikalische Röntgen-Bild hineinpassen will. Der gute Julius hat sich nämlich in Bitonalität versucht und atonale Ambitionen in das Werk eingestreut. Der Hörer reibt sich die Ohren und fragt sich, wieso der Röntgen das gemacht hat. Wollte er sich etwas beweisen, dem Zeitgeist huldigen, modern sein? Wie auch immer: Röntgens Versuch ging gehörig schief, was der Komponist wohl auch selbst gemerkt hat. Denn er kehrte danach reumütig zu seiner vertrauten musikalischen Heimsprache zurück. Freunde moderner Musik mögen dies bedauern. Aber Röntgens halbherzigem Modernismus konnte nicht Erfolg beschieden sein. Leider ebenso wenig wie anderen Werken, etwa der folgenden Serenade, die keiner spielen wollte. Seine ebenfalls kurze 21.Sinfonie ist ernst und trotz seiner Kürze gewichtig und in vertrauter Tonsprache. Dirigent Porcelijn ist wieder einmal ein glänzender Sachwalter dieser sinfonischen Raritäten. Die Aufnahmetechnik ist prima, ebenso das Booklet. Hervorgehoben sei einmal die geschmackvolle Auswahl von van-Gogh-Bildern auf den Booklets der Röntgen Reihe. Sehr schön und passend.
    Bleibt nur ein kleiner Wermutstropfen: Auf die CD hätte noch ein Stück gepasst. Mit knapp über 55 Minuten Spielzeit ist sie (zu) kurz geraten.
    Edition RadioMusiken Vol.3 - Plays & Opera for the Radio Edition RadioMusiken Vol.3 - Plays & Opera for the Radio (CD)
    17.02.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Dritte, gelungene "Sendefolge"

    Radio in den 20ern und 30ern. Das war eine Zeit besonderer Produktivität für das neue Medium. Auch die Komponisten dieser Zeit zeigten Interesse und arbeiteten für das Radio. cpo dokumentiert nun in dritter Folge eine bunte Mischung dieser Produktionen. Diesmal sind in einer 2-CD-Box "Musikalische Funk- und Hörspiele", Plays & Operas for the Radio zu hören, sämtlich in Aufnahmen aus der Zeit zwischen 2006 und 2011, also ganz frischen Datums. Das garantiert eine frische und hoch qualitative Aufnahmetechnik und lässt eben solche Frische und Vitalität auch in den Interpretationen erwarten. Die Erwartungen werden erfüllt. Viele Solisten, sowie Orchester und Chor der Staatsoperette Dresden sind unter der Leitung von Ernst Theis versammelt, um den Radio-Perlen von Haas, Hindemith, Gronostay, Weill, Grosz und Sutermeister zu huldigen. Das ist nicht nur Nostalgie im besten Sinne, sondern die Würdigung von Werken, die scheinbar einer vergangenen Epoche angehören, doch - besonders in solchen Interpretationen - einen zeitlosen Wert erhalten. Der wird noch verstärkt durch ein 76-seitiges Booklet, das in hervorragender Weise Einblicke und Einsichten in die Musik, die Radio-Technik und den Zeitgeist liefert. Sehr hörenswert, informativ und interessant.
    Meine Produktempfehlungen
    • Lyrische Suite "Leben in dieser Zeit  (Radiomusiken Vol.1) Lyrische Suite "Leben in dieser Zeit (Radiomusiken Vol.1) (CD)
    • Edition RadioMusiken Vol.2 - Radio-Suiten & Ouvertüren Edition RadioMusiken Vol.2 - Radio-Suiten & Ouvertüren (CD)
    Sämtliche Duette & Quartette Sämtliche Duette & Quartette (CD)
    17.02.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Liederfest

    Zwischen 1997 und 2003 haben sich große Namen der Liederszene versammelt, um sich dem umfangreichen Liedschaffen zu widmen, dass Johannes Brahms hinterlassen hat: Juliane Banse, Ingeborg Danz, Iris Vermillion, Christoph Pregardien, Marcus Ullmann und Andreas Schmidt. Die Namen klingen nach einem hochrangigen Festival der Stimmen und erfüllen auch die hohen Erwartungen. Mit großer sängerischer Kunst, viel Empfindung und Gefühl tragen die Solisten ihre Solo-Stücke, Duette und Quartette vor. cpo hat das ganze Ereignis in einer 3-CD-Box zusammengefasst und mit einem hervorragenden 80-seitigen Booklet ausgestattet. Eine in allen Teilen wunderbar gelungene Publikation, zu der man cpo nur gratulieren kann.
    Martin Luther und die Musik Martin Luther und die Musik (CD)
    16.02.2017
    Booklet:
    1 von 5
    Gesamteindruck:
    3 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Ein Booklet-Schuss in den Ofen!

    Schade um die schöne Musik und um einen gut gemeinten musikalischen Beitrag zum Luther-Jahr. Nicht, dass es an den Interpreten Großartiges auszusetzen gäbe. Nein! Alle Solisten, Choristen und Instrumentalisten machen ihre Sache gut. Das gilt auch für den Dirigenten Ulrich Stötzel, der zwar keine aufregenden Interpretationen abliefert. Doch alles hat Hand und Fuß. Nein - das ist es nicht. Was ärgerlich ist, ist das Booklet, ein cpo-Artikel, der sonst allerhöchsten Ansprüchen genügt. Diesmal jedoch verhagelt der Inhalt des Booklets dem Hörer gehörig die Freude. Doch genauer:
    Der Grund für die muntere Luther-Auswahl wird mit keinem Wort erwähnt. Kein Hinweis darauf, wieso diese Stücke ausgewählt worden sind. Das wäre ja noch zu verschmerzen gewesen, wenn wenigstens Erläuterungen zu den einzelnen Stücken zu lesen wären. Doch: Fehlanzeige! Im ganzen Booklet findet sich nicht ein Satz als Erläuterung zu den einzelnen Musikstücken. Die Interpreten werden zwar in Wort und Bild ausführlich vorgestellt, die Komponisten und ihre Werke jedoch mit keinem Wort. Hat man diesen Ärger dann doch abgehakt, weil man die Gesangstexte gefunden hat, da tut sich noch Ärgerlicheres auf: Bei der Zuordnung (mit Zahlen) der Solisten zu den einzelnen Strophen in der herrlichen Bach-Kantate "Christ lag in Todesbanden" muss der Booklet-Redakteur wohl beide Ohren zugemacht haben: Denn die Zuordnung stimmt hinten und vorne nicht. Das grenzt schon an Schlamperei und führt dazu, dass ich diese sonst so schöne CD keinem Hörer ans Herz legen kann, es sei denn, er kann über die genannten Mängel hinwegsehen. Ich kann das nicht und sollte es als Rezensent auch nicht tun. Gerade nicht bei einem Beitrag zum Luther-Jahr!
    Ein Kommentar
    wnk
    25.07.2017

    Keine "Original-CPO-Produktion"

    Das leichte Booklet-Chaos ist mir auch aufgefallen. Vielleicht ist es darauf zurückzuführen, dass CPO die Aufnahme als Zweitverwertung veröffentlicht hat. Eigentlicher Produzent ist die Gerth Medien GmbH, und die Aufnahme ist dort bereits 2012 veröffentlicht worden.
    Lutherische Choralkonzerte Lutherische Choralkonzerte (CD)
    15.02.2017
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Luther-Referenz?

    Diese CD kann man wohl nur als "Verbeugung" vor dem großen Reformator verstehen. der ja bekanntlich auch ein gestandener Musiker war. Immerhin hat das "cpo-Haus-Ensemble" Weser-Renaissance (fast) alle Choralkonzerte des Michael Praetorius zusammengetragen, die auf Luthers Urheberschaft zurückgehen. In der typischen Praetoriusschen Handschrift werden aus den sechs Luther-Chorälen kleine geistliche Konzerte in wechselnden Besetzungen. Wer andere geistliche Konzerte des Praetorius kennt, wird diese sechs Stücke nicht sonderlich aufregend finden, obwohl sich Leiter Manfred Cordes alle Mühe gibt, durch den Einsatz von Solisten, Instrumental- und Kapellchören Abwechslung ins musikalische Geschehen zu bringen, was auch bestens gelungen ist. So schön das alles musikziert wird, so "unfreundlich" bedient das Booklet den Hörer: Alle sechs Choralkonzerte haben nur eine (!!) Track-Nummer, obwohl sie mehrteilig gestaltet sind. Besonders bei dem über 22-minütigen "Vater unser im Himmelreich" ist das bedauerlich, weil dem Hörer die Chance genommen wird, sich mit entsprechenden Track-Nummern in einzelne Konzertteile hineinzuwählen. Schade ist das, tut dem ansonsten positiven Eindruck dieser ersten CD einer Wolfenbütteler Reihe jedoch keinen Abbruch. Für Freunde der Renaissance-Musik dennoch ein MUSS zum Luther-Jahr!
    Quintett op.48 für Klavier, Horn, Streichtrio Quintett op.48 für Klavier, Horn, Streichtrio (CD)
    15.02.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Kunstvoll frische Spätromantik

    Blättert man in der Diskografie der Werke Draesekes, so stellt man erstaunt fest, wie zahlreich seine Kammermusik eingespielt wurde. Und doch kennt der cpo-Freund den Felix Draeseke eigentlich nur wegen der maßstäblichen Einspielungen seiner Sinfonien. Das sollte sich nun ändern. Denn mit der vorliegenden neuen CD präsentiert sich Draeseke als Kammermusiker ersten Ranges. Die beiden Quintette sind nicht nur wegen ihrer Besetzungbesonderheiten (op.77: 2 Celli / op.48: Horn & Piano) reizvoll, sondern auch wegen der klanglichen Fülle, der kontrapunktischen Kunstfertigkeit und dem Melodienreichtum. Bei diesen Werken bedarf es keiner "Gewöhnung". Die zumeist heitere und gelöste Tonsprache ist unmittelbar eingängig, was sicherlich auch ein Verdienst der Interpreten ist: Das Solistenensemble Berlin und das Breuninger Quartett (mit Gästen) lassen keine Wünsche offen. Eine sehr gelungene Kammermusik-CD!
    Klavierkonzert Nr.3 Klavierkonzert Nr.3 (CD)
    15.02.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Ein Knüller!

    Da muss man sich "zum "Anwärmen" nur mal den 3. "jazzigen" Satz des Klavierkonzerts anhören, um zu ahnen, wo bei diesem Konzert die Post abgeht. Quer durch alle Stilrichtungen und mit einem Heidenspaß am Musikantentum hat dieser griechisch klingende Kroate ein Klavierkonzert geschaffen, dass begeistern kann. Doch nur den, der mit wachen Ohren und viel Spaß und Neugier zuzuhören weiß. Das Violinkonzert ist da konventioneller und besticht in seiner spätromantischen Tonsprache besonders im Orchesterpart, der volltönend der Solovioline einen glanzvollen Background verschafft. Das Opern-Orchester aus Rijeka macht seine Sache ausgezeichnet. Ebenso die Solisten, die ihre singulären Parts prächtig inszenieren.
    Eine prima Booklet gibt Auskunft über diesen Komponisten, dem cpo jetzt die zweite Veröffentlichung widmet. Ganz toll!
    Meine Produktempfehlungen
    • Klavierkonzert Nr.2 Klavierkonzert Nr.2 (CD)
    Die Bajadere Die Bajadere (CD)
    10.12.2016
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Schwungvolle Operetten-Fortsetzung

    Das Erstaunlichste an dieser Produktion ist wohl das Dirigat des zur Aufnahmezeit 84-jährigen Richard Bonynge. Schwung- und temperamentvoll und auch mit viel Empfinden für Gefühle und Stimmungen führt der Maestro die Kölner Ensembles und Solisten durch Kalmans anspruchsvolle Partitur mit seinen vielen Anspielungen an Stile und Kulturen. Ein besonderer Leckerbissen ist die Nr.3 dieser "Operette in der Operette", um Liebe und Leidenschaft im Theater. Das Lied "Dein will auf ewig ich sein" rührt an und gehört sicherlich zu Kalmans schönsten Eingebungen. Die Solisten überzeugen durchweg und werden von dem Operetten-erfahrenen Bonynge sicher durch die Partitur gesteuert. Eine sehr schöne Produktion, die nur (wieder einmal bei cpo) einen Nachteil für den Hörer hat: Es gibt im Booklet zwar eine Inhaltsangabe zu jedem der 3 Akte, auf ein vollständiges Libretto muss man jedoch leider verzichten. Dafür bietet das Booklet (überflüssiger weise) zu allen Solisten sehr ausführliche Biographiebemerkungen. Mit dem Libretto wäre den Hörern sicherlich mehr gedient gewesen als mit diesen Informationen.
    Trotzdem: Ein Fest für Operetten-Fans!
    Sämtliche Werke für Flöte & Streicher Vol.1 Sämtliche Werke für Flöte & Streicher Vol.1 (CD)
    10.12.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Beethoven-Flucht?

    Es ist (und bleibt wohl) das Schicksal des Ferdinand Ries, immer wieder mit Beethoven verglichen zu werden. Das ausgezeichnete Booklet gibt Hinweise darauf, dass Ries mit diesen besonderen Flöten-Kompositionen diesem Gemessenwerden an Beethoven entfliehen wollte. Das dürfte Ries gelungen sein, denn die drei Flötenquartette der 1.Folge sind wunderbar eigenständige Werke. Der Booklettext beschreibt weiter die Charaktere der drei Quartette auf schöne und sehr zutreffende Weise: Das erste Quartett präsentiert sich in C-Dur als großes, repräsentatives Werk. Das zweite Quartett bildet mit seinem archaischen Menuett ein elegisches Gegenstück, während das dritte Quartett einen leichtgewichtigeren Ausklang beschert. Womit eigentlich alles gesagt ist - außer zu den Interpreten: Das Ardinghello Ensemble bleibt den Werken nichts schuldig. Es wird kompetent und temperamentvoll und mit viel Gefühl musiziert. Schön ist das!
    Schön ist auch das Booklet, das mit einem sehr lesenswerten Kommentar von Bert Hagels aufwartet. Beste Kaufempfehlung!
    Sämtliche geistliche Werke Vol.2 Sämtliche geistliche Werke Vol.2 (CD)
    10.12.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Gelungene Fortsetzung

    Kuhnau, Vorgänger Bachs als Thomas-Kantor, soll lt. Booklet eine große Menge Werke verfasst haben, von denen aber nur ein geringer Teil erhalten blieb. Diesen Teil arbeitet Gregor Meyer mit seinen Musikern nun schon in Volume 2 auf. In der Rezension zu Vol.1 habe ich schon wesentliche Plus- und Minus-Punkte genannt, die ich, trotz gegenteiliger Kommentare, nicht korrigieren muss, da sich die Höreindrücke auch in dieser zweiten Folge bestätigen: Der Chor ist solistisch besetzt und erzeugt so sein ganz spezifisches Klangbild. Die camerata lipsiensis spielt sachkundig auf historischen Instrumenten und wahrt die Klangbalance zu der Sängergruppe vorbildlich. So sind fünf Kantaten zu hören, die durch Durchsichtigkeit im Klang und virtuose Musizierkultur zu beeindrucken wissen. Für den Chorfreund bleibt der Verzicht auf mehr "Glanz" durch eine größere Besetzung.
    Wieder eine schöne cpo-Neuheit mit Werken von Leipzigs Thomas-Kantoren. Das Booklet enthält wertvolle Informationen und sämtliche Texte.
    Meine Produktempfehlungen
    • Sämtliche geistliche Werke Vol.1 Sämtliche geistliche Werke Vol.1 (CD)
    Misa a Buenos Aires Misatango Misa a Buenos Aires Misatango (CD)
    21.11.2016
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Einzigartiges Wechselbad der Stile

    Der lesenswerte Booklet-Kommentar endet mit dem Satz: "Europäische Tradition und Tango werden ...hier auf kunstvolle, überzeugende Weise zusammengeführt (Booklet S. 9)." Diese Feststellung kann wohl nur der unterstreichen, der eine Vorliebe für den Tango für sich in Anspruch nimmt und eine gehörige Portion Abstand zur europäischen Tradition der musikalische Messe entwickeln kann.
    Ich gebe zu: Du dieser Sorte Musikfreunde gehöre ich nicht! Trotzdem ist es spannend, diesen beiden Tango-Messen zu lauschen, wobei die erstere es dem Hörer leichter macht. Der Argentinier Palmeri mischt nicht nur die Stile, sondern puzzlelt auch mit Versatzstücken reinster Stilkultur. Heraus kommt tatsächlich eine Ausdruckswelt besonderer Art, zu der man einen Zugang finden soll und kann.
    Der Zugang wird zudem durch hervorragende Solisten und Instrumentalisten unterstützt, die keine Wünsche offen lassen. Das Booklet informiert ausführlich über Werk und Interpreten. Auch die kompletten Gesangstexte sind abgedruckt. Lediglich der doppelte Abdruck der Besetzungslisten der Dresdner Kapellsolisten und des Sächsischen Vokalensembles, die sich nur in einem Namen unterscheiden, gibt Rätsel auf: Welche Liste gehört zu welchem Werk? Und warum wird alles doppelt aufgeführt? Leider lässt cpo den Leser und Hörer mit dieser Antwort allein. Liebe cpo-Leute: Das muss nicht sein, wo doch eure Booklets sonst so große Klasse sind!
    Im ganzen eine neue CD, die wegen ihrer Einzigartigkeit wohl viele Freunde finden dürfte und sollte.
    Konzert für 2 Klaviere & Orchester Konzert für 2 Klaviere & Orchester (CD)
    21.11.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Zwei gleiche, ungleiche Schwestern

    Doppelkonzerte haben ihren eigenen Reiz, besonders dann, wenn es sich um ein Klavier-Doppel handelt. Für Bartoks Konzert gibt es berühmte Vorbilder und ebenso berühmte Interpreten, die sich ganz erfolgreich an Bartoks Opus versucht haben. Insofern durfte man auf diese neue, mit nicht so bekannten Interpreten eingespielte Version gespannt sein. Gleich das Fazit: eine grundsolide und dem anspruchsvollen Werk angemessene Darstellung mit dem nötigen Pfiff und Schwung (man höre mal den 3.Satz - und ist entzückt!). Die eigentliche Bedeutung dieser CD liegt jedoch im Schwesterwerk, dem Doppelkonzert des Amerikaners Victor Babin. So schwesterlich (fast) gleich beide Werke in ihrer Besetzung auch sein mögen, so verschieden ist die Tonsprache. Die Produktinformation benennt schon die Assoziationen: Prokofieff, Strawinsky, Schostakowitsch. Alle Drei lassen stellenweise grüßen und machen das ganze Konzert zu einer klassizistischen Novelle: Neues von vertrautem Territorium! Es macht Freude zuzuhören. Das liegt auch an dem für cpo-Hörer bekannten Klavier-Duo Genova & Dimitrov, das die z.T. vertrackten Solopartien glänzend meistert. Auch die orchestrale Begleitung ist gut. Da die Aufnahmen des Bulgarischen Rundfunks auch tadellos klingen, kann man diese neue CD allen neugierigen Musikfreunden nur wärmstens ans Herz legen.
    Klaviertrios opp.30 & 33 Klaviertrios opp.30 & 33 (CD)
    19.11.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Schöne romantische Musik

    Genau dieser Schlusssatz aus der cpo-Produktbeschreibung trifft den Kern: Schöne romantische Musik enthält diese neue CD und schließt sich nahtlos an die erste Radecke-CD mit sinfonischen Werken an. Und was ich zur Vorgänger-CD vermerkte, fällt (mir) auch hier auf: Radecke Musik ist unauffällig schön, so schön, dass eigentlich nicht wirklich etwas "hängen" bleibt. Nichts Auffälliges oder Bedeutendes geht ins Ohr, sondern immer gefällige, handwerklich hervorragend gemachte Kompositionen deutscher Spätromantik. Da kann auch das hervorragende Trio Fontane nicht mehr aus der Musik herauskitzeln, als drin ist. Das ist nicht abwertend gemeint, sondern beschreibt lediglich das Phänomen der vielfältigen romantischen "Szene" seiner Zeit, die nur die Stärksten überlebten. Und dazu gehörte Robert Radecke eben nicht, obwohl er zu seiner Zeit in Berlin ein ganz Großer war. Die Geschichte ist eben oft auch ungerecht...!
    Trotzdem sind die drei Stücke sehr hörenswert und werden besonders Kammermusikfreunden viel Vergnügen bereiten.
    Meine Produktempfehlungen
    • Symphonie F-Dur op.50 Symphonie F-Dur op.50 (CD)
    2 Kommentare
    Anonym
    23.11.2016

    Die Sinfonie war (ist) doch sehr markant


    Ich mag Ihre Rezensionen. Ich möchte hier aber einmal freundlich etwas widersprechen: ich meine, die Sinfonie ist doch so originell, dass sie sich deutlich als eigenständiges Werk neben Schumann, Brahms, Bruch, Gernsheim und Fuchs präsentiert, und zwar so sehr, dass sie ein wirklich eigenes Licht ist! Ich meine, seine Sinfonie befasst sich mit dem Loreley-Thema, das so häufig bei Schumann hörbar wird und nie richtig gelöst scheint - bei Radecke aber nun endlich eine "Erlösung" findet - für den Mann. Ich würde Radecke so eher bei Beethoven, Weber, Herzogenberg und Pfitzner ansiedeln. Das waren Komponisten, die etwas zwischen Brahms und Wagner standen, nicht zu weich, aber auch nicht zu hart. Ich meine, dass die CPO-Aufnahme bei der Radecke-Sinfonie ein paar übertriebene Härten aufweist, und auch die einzelnen Orchesterwerke könnten teilweise wesentlich langsamer gespielt werden, aber man blickt doch durch, dass das sehr gute Musik ist, die mich persönlich frei macht (und obendrein sehr sportlich und naturverliebt ist). Sollte man sich nicht entgehen lassen, wenn man wesentliche deutsche Sinfonik kennenlernen möchte...
    Anonym
    16.12.2016

    Ungewöhnliche Neuformulierung von scheinbar Bekanntem

    Zur Rezension möchte ich anmerken, dass Radeckes Trios keinesfalls unauffällig sind, und er ist auch hier wie in der Orchestermusik sehr ungwöhnlich in der Art, bekannte Themen und Ideen der Romantik von neuen Blickwinkeln zu sehen. Ich finde, das ist ein fehlender Part der romantischen Musik, von dem ich gehofft hatte, dass es ihn doch noch gibt. Es ist schade, dass diese CD angeblich der Schluss sein soll, aber die Musikmacher um CPO haben ihre Pläne ja schon oft geändert....
    Geistliche Konzerte Geistliche Konzerte (CD)
    19.11.2016
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Wen es nicht alles gibt...!

    Natürlich kann man in der langen Reihe der Thomaskantoren nicht alle Vertreter kennen! So auch nicht Sebastian Knüpfer, der ab 1657 immerhin 20 Jahre lang in Leipzig sehr erfolgreich wirkte. Mit der neuen cpo-CD und dem Ensemble "Weser-Renaissance" kann man das nun nachholen und darf staunen, mit was für einer Qualität in der Vor-Bach-Zeit an Thomas in Leipzig Musik gemacht wurde. Dirigent Manfred Cordes fährt ein großes Ensemble mit Favorit-, Kapellchor und vielfältigem Instrumenten-Ensemble auf, das neben der herkömmlichen Streicherbesetzung (noch) die Gambe und die Renaissance-Instrumente Violone, Dulzian, Chitarrone und Zink neben Trompeten und Pauken umfasst. Also eine "glanzvolle" Besetzung, die festliche Klänge vermuten lässt. Dem ist auch so! Die sechs kurzen Kantaten (hier auch Psalmkonzerte und Kurzmesse genannt) dauern lediglich zwischen 6 und 16 Minuten und wirken durch den wechselnden Einsatz von Favorit- und Kapellchor und eine wirkungsvolle Unterstützung durch das Orchester sehr intensiv und farbig. Knüpfer zieht alle Register wirkungsvoller Darbietung. Das cpo-Stammensemble "Weser-Renaissance" bleibt den Kompositionen nichts schuldig. Es wird in allen Teilen stilsicher und strahlend-kompetent musiziert. Das ist schön und stellt eine edle Ehrenrettung des vornamensgleichen Bachvorgängers dar. Die lateinischen Texte aller sechs Stücke finden sich in dem informativen Booklet. Auch eine Auflistung der Interpreten, aus der leider nicht hervorgeht, welche Sängernamen zum Favorit- und welche zum Kapellchor gehören. Warum nicht? Die sonst so Topp-Booklets von cpo weisen in letzter Zeit zu häufig kleine Mängel und Versäumnisse auf, die mit wenig Mühe und bei etwas mehr redaktioneller Sorgfalt hätten vermieden werden können. Doch auch so ragt das Booklet noch aus der Menge der Booklet-"Massenware" heraus. Eine schöne CD, die das Spektrum der Thomaskantoren bereichert.
    Symphonien Nr.1-3 (opp.12,40,62) Symphonien Nr.1-3 (opp.12,40,62) (CD)
    18.11.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Sinfonik im Schatten Beethovens?

    Die Übergröße Beethovens hat so manchem Sinfoniker der Zeit schwer zu Schaffen gemacht. Viele dieser Komponisten verschwanden sogar gänzlich in der Vergessenheit. Franz Krommer gehörte dazu. Ganz zu Unrecht, wie ich meine. Wer sich ein Hör-Bild seiner Musik machen möchte, findet im Katalog mittlerweile reichlich Auswahl. Leider jedoch nicht in Krommers sinfonischem Schaffen. Das ist immer noch spärlich vertreten.
    Die neue cpo-CD schafft da Abhilfe - und wie! Howard Griffiths, ja schon ein bekannter und geschätzter cpo-Interpret, legt mit seinem Orchester aus Lugano eine Version der ersten drei Sinfonien vor, die atemberaubend ist. Rhythmisch straff und stark akzentuiert kommen die schnellen Sätze daher, die langsamen mit viel Liebe zum Detail und großem Gefühl. Nichts wird gehetzt oder übertüncht. Immer sind die Stimmen auch dank einer hervorragenden Aufnahmetechnik durchhörbar. Die Musik entwickelt Kraft und Gefühl gleichermaßen und beeindruckt durch einen großen Melodienreichtum.
    Da müssen sich Krommers Sinfonien wahrlich nicht hinter denen Beethovens verstecken. Das ist große Sinfonik der Klassik und eine Perle für den CD-Schrank. Anschaffen!
    Kantaten BWV 32,57,58 Kantaten BWV 32,57,58 (CD)
    17.11.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Noch mehr Bach?

    An Kantaten-Aufnahmen Bachs herrscht nun wirklich kein Mangel. Zum Teil sind herausragende Reverenz-Aufnahmen dabei wie etwa die Suzukis bei BIS. So muss man nach der Bedeutung dieser Aufnahme im Katalog fragen, zumal auch das Oboen-Konzert in einer Maßstäbe setzenden Version bei DGG-Archiv vorliegt.
    Im Ganzen muss diese neue CD wohl als eine Würdigung von Bassist Wörners selbst gegründetem Ensemble "Kirchheimer BachConsort" verstanden werden. Das ist nicht abwertend gemeint, relativiert aber die Bedeutung der Publikation. Selbstverständlich sind da gestandene Solisten am Werke und an deren Qualitäten gibt es nichts auszusetzen (Vielleicht ist Wörners sehr helle Bassstimme nicht jedermanns Sache!?). Die sog. Dialog-Kantaten sind tadellos. Die beiden Chor-Choräle aus BW 32 und 57 werden solistisch vorgetragen und selbst sie beweisen den hohen Textbezug in der musikalischen Gestaltung. Nicht ganz glücklich werde ich mit dem Konzert für Oboe d'amore. Sicher, Solist Bernardini entwickelt einen schönen Ton dieses wunderbaren Instruments. Und doch sind m. E. die Tempi zu schnell und die Melodieführungen zu "gradlinig". Da muss man mal Reichenberg unter Pinnok hören um zu erkennen, wie viel "Persönlichkeit" man in die Interpretation legen kann/muss, um zu einem herausragenden Ergebnis zu kommen.
    Da Technik und Booklet 1A sind, dürfte diese neue Bach-CD sicher ihre Freunde finden.
    Symphonie für Streicher Symphonie für Streicher (CD)
    07.11.2016
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Bekenntnismusiken

    Für meinen Geschmack und mein Hörverständnis ist die viertelstündige "Musik zum Gedächtnis der Einsamen" von Philipp Jarnach der Höhepunkt der CD. Das ist große Bekenntnismusik mit filigranen und glühenden Streicherklängen, häufig an die Streicherkantilenen von Schostakowitsch erinnernd. Ähnlich noch der Tonalität verhaftet ist die Streicher-Sinfonietta von Simon Laks aus dem Jahre 1936, ohne die Ausdrucksintensität des Jarnach zu erreichen. Larks' der CD vorangestellte Streicher-Sinfonie von 1964 weist in seiner zeitweise an Hindemith erinnernden herben Tonsprache doch schon stark in die Zukunft, ohne jedoch abstrakt oder unzugänglich zu wirken. Vor allen drei mäßig modernen Stücken braucht ein traditioneller Hörer echt "keine Angst" zu haben, sondern Mut und Spaß, sich neuen Klängen zuzuwenden.
    Das NFM Leopoldinum Chamber Orchestra aus Polen zeigt sich in allen Stücken bestens in Form.
    Das Booklet ist informativ. Man muss jedoch die Frage stellen dürfen, warum im Booklet fünf (!!) ganzseitige Fotos des Dirigenten Hartmut Rohde zu finden sind. So grandios kann ja gar kein Dirigent sein, um ihm ein solches Booklet-Denkmal zu setzen!? Da wären Fotos von den Orchester-Aufnahmesitzungen passender gewesen.
    Rhapsodische Symphonie op. 95 Rhapsodische Symphonie op. 95 (CD)
    21.10.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Musik des Übergangs

    Wenn man Paul Juons Musik noch nicht kennt, sollte man sich nach einem einmaligen Hören seiner Stücke nicht zu einem (vorschnellen) Urteil hinreißen lassen. Juons Musik muss man doppelt hören, dreifach, um so in seine musikalische Welt eintauchen zu können. die nicht ganz einfach ist. War sie anfangs, z.B. in seinen im Booklet leider unerwähnten Sinfonien op.10 und op.23, ganz Tschaikowskys Stil verpflichtet, so markieren dann seine späteren Werke schon den Übergang zur Moderne. Strauss und Mahler lassen grüßen.
    Nachdem beim Label Sterling Juons frühe Sinfonien erschienen sind (auch eine Empfehlung), legt cpo nun eine neue CD mit den späten Orchesterwerken vor. Seine Rhapsodische Sinfonie ist eigentlich eine Sinfonische Dichtung in zwei umfangreichen Teilen. Eine musikalische Erzählung in bildgewaltiger Musiksprache. Im besten Sinne kapriziös ist seine halbstündige Sinfonietta Capricciosa, klassisch in der Form, luftiger und auch ironischer als sein Opus 95. Tolle Musik!
    Mit dem Dirigenten Graeme Jenkins steht ein mir bis Dato unbekannter Dirigent am Pult der renommierten Bamberger Sinfoniker. Eine super Interpretationsleistung dieser schwierigen Werke.
    Das Booklet hält etwas Besonderes bereit: Auf 12 (!!) Seiten wird eine so detaillierte Werkanalyse und Beschreibung geliefert, wie man sie wohl selten zu lesen bekommt. Großartig!
    Ein Kommentar
    schwefelporling
    21.11.2016
    Also mir gefällt die Musik schon beim einmaligen Hören ...
    The Student Prince The Student Prince (CD)
    21.10.2016
    Booklet:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Welch eine Story!

    Diese Feststellung gilt weniger für die - zugegeben etwas "harmlose" - Handlung der Operette, als vielmehr für die ganze Begleitgeschichte rund um Komponist Romberg und seine "The Student Prince". Dirigent John Mauceri erläutert diese "Story" im Booklet in seiner lesenswerten Werkeinführung sehr informativ. Was für ein Rummel um Romberg und seine Operette in den 20er und 30er Jahren in New York und was für ein allgemeines Vergessen in heutiger Zeit.
    Da ist es ein besonderes Verdienst von cpo, diesem Vergessen ein (hoffentliches) Ende zu setzen. An den ambitionierten und engagierten Interpreten vom WDR sollte dieses Unternehmen nicht scheitern. Unter der sicheren Leitung von Dirigent Mauceri machen Solisten, Chor und Orchester ihre Sache sehr gut. Viel schöne, heitere und schwungvolle Musik ist da zu hören, aber auch nachdenkliche und melancholische Töne. Wie so ein Studentenleben eben ist!
    Einzig ein cpo-Versäumnis ist zu vermerken: Die ganze Operette wird auf englisch gesungen und gesprochen. Romberg war ja Amerikaner. Der Abdruck des vollständigen Librettos mit deutscher Übersetzung hätte sicherlich zu Verständnis, Akzeptanz und Anerkennung beigetragen.
    So muss man sich mit Inhaltsangaben zu den vier Akten begnügen. Schade! Aber auch so eine bemerkenswerte Produktion!.
    651 bis 675 von 974 Rezensionen
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