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    meiernberg Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 30. August 2010
    "Hilfreich"-Bewertungen: 14552
    974 Rezensionen
    Aus Italien op.16 Aus Italien op.16 (CD)
    26.11.2017
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Auf dem Strauss-Weg

    Nach der für Straussverhältnisse relativ klein-orchestralen ersten CD widmet sich Markus Poschner nun den größer besetzten Werken. Mit "Aus Italien" muss er dazu nicht nur sein 41-köpfiges Stammorchester aus der Schweiz gehörig aufrüsten, sondern begibt sich auch in arge Konkurrenz: Mit Kempe, Muti, Luisi, Zinman, Järvi u.a.m. wetteifern nicht nur große Dirigenten um die Reverenz, sondern auch Weltklasseorchester. Beim Violinkonzert muss sich Konzertmeister Robert Kowalski gar einem Hoelscher, Sporci, Belkin oder einer Chang stellen. Das sind dicke Brocken. Doch Fazit: Zieht man insbesondere die Reverenz mit Kempe heran, so wählt Poschner fast gleiche Zeitmaße. Sicher klingt sein Orchester nicht so "straussig" wie die Staatskapelle Dresden. Dafür hat er aber die neuste Aufnahmetechnik zur Verfügung, die für klangliche Transparenz und Klarheit sorgt. Geiger Kowalski lässt sich in den Ecksätzen des Konzerts mehr Zeit als Hoelscher und liefert ein beeindruckendes Zeugnis eines Orchester-Primarius ab. Das ist gut. Im Ganzen bleibt abzuwarten oder gar zu hoffen, dass Poschner seinen Strauss-Weg weiter geht. Vielleicht entsteht so - nach Zinman - die zweite GA der Strauss-Orchesterwerke aus der Schweiz. Ein guter Anfang war gemacht und findet hier eine schöne Fortsetzung.
    Meine Produktempfehlungen
    • Der Bürger als Edelmann - Suite op.60 Der Bürger als Edelmann - Suite op.60 (CD)
    Konzerte für mehrere Instrumente & Orchester Vol.5 Konzerte für mehrere Instrumente & Orchester Vol.5 (CD)
    28.10.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Und weiter geht's...!?

    Bei der unglaublichen Werkfülle Telemanns darf man wohl vermuten, dass das so Telemann-freundliche Label cpo noch lange Zeit hat, um im Repertoire zu kramen und mit vielen guten Interpreten Raritäten ganze Werkreihen zu präsentieren.
    Das geschieht in Folge 5 nun mit den Konzerten für verschiedene Soloinstrumente und es gilt, was ich in Rezensionen zu vorangegangen Folgen angemerkt habe: eine schier unerschöpfliche Vielfalt. Wieder sind viele verschiedene Instrumente allein oder in Gruppen solistisch tätig. Es ist keine Frage: Michael Schneider und sein Frankfurter Spezialensemble sind wieder vortreffliche Sachwalter dieser bunten und "musikfarbenfrohen" Zusammenstellung. Knüller sind die "Grillensinfonie" mit ihren "Flötentönen" oder das Divertimento mit den Jagdhorn-Motiven. Und doch darf man nach dem Ende der Reihe fragen, weil - und da mache ich mich vielleicht bei dem einen oder anderen Sammler unbeliebt -, wer fünf Folgen hat, dürfte eigentlich wissen, was und wie Telemann seine Kompositionen für "Mixed instruments" handhabt. Oder aber er bekommt nie genug davon. Auch möglich. Wie dem auch sein könnte: Der Edition von cpo muss man hohes Lob zollen, weil sie Hervorragendes leistet für das Telemann-Repertoire. Und das auch noch in großartigen Interpretationen. Sehr empfehlenswert!
    Klavierquintett f-moll Klavierquintett f-moll (CD)
    28.10.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Typisch Franck

    "Ganz Cesar Franck", mag der Hörer beim Beginn des Streichquartetts bemerken, "die chromatischen Halbtonschritte kenne ich von anderen Werken des Komponisten". Genau richtig! Franck kann seine typische Tonsprache auch in seinen Kammermusikwerken nicht verleugnen. Weniger typisch der Beginn des Piano-Quintetts: Wild fahren die vier Streichinstrumente mit ihrem musikalischen Thema heraus. Antworten tut in versonnener Manier - ganz Franck - das Klavier. Ein Frage-Antwort-Spiel, das alsbald zu einem lebhaften Miteinander führt.
    All' diese Spielchen führen das Quartett mit dem ungewöhnlichen Namen Quatour Danel und Pianist Jumppanen eindrucksvoll vor und bringen so eine Seite Francks zum Leuchten, die zu oft vernachlässigt scheint. Sicherlich ist das über 40-minütige Streichquartett ein dicker Brocken und das Quintett ist auch nicht viel kürzer. Doch Kammermusik-Freunde werden auch deshalb begeistert sein, weil die neue cpo-CD in allen Belangen bestens gelungen ist.
    Kirchenkantaten Kirchenkantaten (CD)
    28.10.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Kantaten-Perlen der Nach-Bach-Zeit

    Chor - Rezitativ - Arie - Choral. Fertig! Und das in 10 Minuten! Geht nicht? Und wie das geht! Vorgemacht vom Bach-Freund Johann Peter Kellner und grandios nachgemacht durch die Weimarer Thuringia-Interpreten. Die CD vereinigt sieben Kantaten in der o.g. Kurzform, ergänzt mit wenigen Ausnahmen. Wer nun meint, dadurch ginge die Aussage verloren, irrt gewaltig! Für die textliche Botschaft mag das stimmen, für die musikalische jedoch in keiner Weise. Kellners Stil hört man seine Bach-Bewunderung natürlich an und doch hat er seine ganz eigenen Mittel gefunden, die deutlich über Bach hinausgehen und unverkennbar galante Stilmittel eines C. Ph. E. Bach aufgreifen. Beredte Zeugnisse sind die Arien in ihrer gestalterischen Vielfalt. Einen gehörigen Anteil daran, dass die musikalischen Perlen glänzen, haben die Interpreten. Unter der Leitung von Bernhard Klapproth liefern der Cantus und die Capella Thuringa eine grandiose Leistung ab. Zum Einstieg höre man mal den Track 4, den Schlusschoral der ersten Kantate. Eine solche Gestaltungsintensität und klangliche Homogenität hört man selten und treibt einem beim Hören die Tränen in die Augen. Auch sonst besticht die Interpretation durch das hervorragende vokale Doppelquartett und die dazu gehörenden Solisten. Die instrumentale Seite ist immer präsent, Pauken und Trompeten trumpfen nie auf (wohl auch unterstützt durch eine zurückgenommene Aufnahmetechnik) und geben dem Gesamtklang doch Würde und Größe.
    Eine wirklich wertvolle Rehabilitation Kellners in herausragender Interpretationsqualität. Auch das Booklet entspricht dem Niveau. Prima!
    Klaviersonaten Nr.1-3 Klaviersonaten Nr.1-3 (CD)
    27.10.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Klavierkunststücke

    Die cpo-Discografie von Kabalevsky ist erstaunlich. Nach den sinfonischen Werken und denen für Kammermusik-Ensembles sind nun die Solo-Stücke dran. Die drei Klavier-Sonaten und zwei Rondos bilden das komplette Klavierwerk des Komponisten und in Michael Korstick fand sich ein kundiger Interpret für diese besondere Musik neben Prokofieff und Schostakowitsch. Vielleicht ist die gelegentlich etwas herbe Kost nicht jedermanns Sache. Trotzdem haben die Kompositionen nicht nur elegische Tiefe und temperamentvollen Witz, sondern erfordern auch sämtliche Finger- und Pedal-Kunststücke des Pianisten. Da ist Korstick genau der richtige Mann, um diese Klavierarena zu eröffnen und seine Klavierkunststücke zu präsentieren.
    Der Beifall der Klavier-Gemeinde dürfte ihm und Kabalevskys Werken sicher sein. Eine schöne Erweiterung der Kabalevsky-Discografie, die in allen Belangen wohl geraten ist.
    Symphonien Nr.4,5,7 (op.102,op.105,WoO) Symphonien Nr.4,5,7 (op.102,op.105,WoO) (CD)
    25.10.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    "...und durchbrauset das Gebieth der Töne".

    Schöner kann dieser Satz einer zeitgenössischen Kritik zur Sinfonie Nr.4 (Booklet S. 8) den Charakter der Sinfonik Krommers nicht beschreiben und eigentlich habe ich meiner Rezension der ersten Folge 1, der Sinfonien 1-3, nichts hinzuzusetzen. In gleicher atemberaubender Manier, mit schier unerschöpflicher Energie, aber auch mit der nötigen Versonnenheit und Empfindsamkeit geht Howard Griffiths auch die Sinfonien dieser zweiten Krommer-Folge an. Sein Orchester aus der Schweiz ist ihm dabei erneut ein Partner erster Klasse. Das ist ganz große Sinfonik der Beethoven-Zeit.
    Gleichzeitig mit der Brandl-Veröffentlichung von Dirigenten-Sohn Kevin ist Vater Howard Griffith damit erneut ein Knaller gelungen, der allen Sinfonik-Freunden ans Herz gelegt sei. Zudem gönnte cpo dem Howard auch die nötige Spielzeit: Mit ganzen 79:20 Minuten ist die CD mit drei Sinfonien im Gegensatz zur Scheibe des Sohnes prall gefüllt. Sohn Kevin liegt da deutlich im Hintertreffen. Aber, was nicht ist, kann ja noch werden! Egal wie: Vater und Sohn haben wichtige Beiträge zum Klassik-Repertoire geliefert, und - davon kann man wohl ausgehen - auch die restlichen Sinfonien Krommers sind schon "im Kasten". Man darf sich darauf freuen!
    Meine Produktempfehlungen
    • Symphonien Nr.1-3 (opp.12,40,62) Symphonien Nr.1-3 (opp.12,40,62) (CD)
    Symphonien Es-Dur op.12 & D-Dur op.25 Symphonien Es-Dur op.12 & D-Dur op.25 (CD)
    25.10.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Interessantes Sparprogramm

    Auf dieser brandneuen cpo-Raritäten-CD ist wirklich interessante Musik: Musik von einem interessanten Komponisten und einem interessanten Interpreten. Johann Evangelist Brandl ist einer jener recht zahlreichen Komponisten der Klassikwende zur Romantik und - die Info liefert das Booklet - mit 25 Sinfonien ein Schwergewicht an Repertoirefülle. Leider spiegelt die CD diese Repertoirefülle nicht wieder, sondern ist mit gerade 54 Minuten Spielzeit beschämend mager ausgefallen. Eine Brandl-Ouvertüre oder noch eine seiner frühen Sinfonien hätte zusätzlich Platz auf dieser CD gehabt und sie wäre ein echter Knaller geworden. So muss man sich mit einer "Haydn-mäßigen" frühen Sinfonie (Nr.12) und einer späten "Sprungbrett-Sinfonie" zur Romantik (Nr.25) begnügen, was - zugegeben - auch als Sparprogramm richtig Spaß beim Zuhören macht. Das ist sicherlich auch Verdienst des Sohns von Howard Griffiths (bei cpo bestens bekannt) des jungen Dirigenten Kevin Griffiths (die Booklet-Biographie verschweigt merkwürdigerweise diese Verwandtschaftsbeziehung). Ihm merkt man Kenntnisse der HiP-Spiels an: Rhythmisch geschärft und mit Temperament geht es zu Sache. Sicher, musikalische Wendungen und Aussagen, die einen umhauen, darf man nicht erwarten. Zu sehr war der Brandl im Stil seiner Zeit verhaftet. Doch nun ist er wieder präsent dank dieser cpo-Veröffentlichung, die auch in Booklet-Qualität und Aufnahmetechnik bestens gelungen ist.
    (Fast) super empfehlenswert und eine Wiederbelebung wert!
    6 Kommentare
    Anonym
    30.10.2017

    Anzahl der Sinfonien...

    Nur zur Klarheit: Es sind die sinfonien op. 12 und op. 25 eingesoielt und nicht Nr. 12 und 25. Brandl hat nur 3 sinfonien komponiert. so steht es auch im booklet!
    Anonym
    01.11.2017
    Mein Gott Meiernberg,
    ist doch klar, warum die Verwandtschaftsbeziehung zwischen Vater und Sohn Griffiths nicht herausgestellt wird: damit nicht genau das passiert, was Sie in Ihren Kommentaren zu dieser Brandl- und auch zur neuen Krommer-CD ausführlich tun, nämlich den Sohn als "Sohn von..." in eine Schublade zu stecken. Darunter haben schon andere Söhne zu leiden gehabt, gell?
    Anonym
    04.11.2017
    Aber man darf das doch wohl beim Namen nennen!?
    Anonym
    04.11.2017
    Das Booklet auf S.5 benennt die beiden Sinfonien ebenfalls als Nr. 12 und Nr. 25. Die tatsächliche Zahl der Sinfonien Brandls habe ich nicht extra recherchiert.
    Anonym
    04.11.2017
    Leider kann ich im Booklet keinen Hinweis entdecken, dass Brandl nur 3 Sinfonien komponiert hat. Auf welcher Seite soll das stehen? Meine Recherche im Internet ergab mindestens 5 Sinfonien Brandls.
    Wo haben denn Sie da ihre Weisheiten her?
    Hagels
    22.11.2017

    @holzminden

    Die Weisheit entstammt dem Répertoire des Sources musicales (RISM), Bd. 1, S. 405-406. Dort sind drei in zeitgenössischen Drucken vorliegende Sinfonien Brandls gelistet: eine ohne Opusnummer, op. 12 und op. 25. Darüber hinaus gibt es eine Symphonie concertante op. 20.

    Des weiteren sind handschriftlich zwei Sinfonien überliefert, die nicht mit op. 12 oder op. 25 identisch sind; ob eines dieser beiden Werke mit der gedruckten Sinfonie ohne Opusnummer identisch ist, ist noch unklar. Dann existiert noch ein einsätziges Werk, das den Titel Sinfonie trägt.

    Zusammengefasst: Brandl hat nach heutigem Kenntnisstand vier oder fünf mehrsätzige Sinfonien und eine Symphonie concertante komponiert.
    Weihnachtskantaten Weihnachtskantaten (CD)
    29.09.2017
    Booklet:
    2 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Markstein zwischen Schütz und Bach

    Welch ein Titel: " ACTUS MUSICUS AUF WEYH-NACHTEN"! Das hört sich richtig groß an und ist es auch, beschaut man sich die Komposition mal näher. Genau genommen haben wir es bei Schelles Komposition mit einem Werk zu tun, das zwischen Schütz' "Weihnachtshistorie" und Bachs "Weihnachtsoratorium" anzusiedeln wäre. Das Stück besteht aus 25 Teilen, Sonaten, Rezitativen, kleinen Arien und zumeist kurzen Chören, die allesamt sehr klang- und aussagekräftig gestaltet sind und zusammen knapp eine halbe Stunde dauern. Immer hört man irgendwie heraus, dass Schelle ein "musikalischer Ziehsohn" von Schütz und Bachs Vorläufer als Thomaskantor war. Interessant ist das allemal und sehr abwechslungsreich. Etwas volltönender geht es in den sechs kurzen, einteiligen Weihnachtskantaten auf der CD zu, denen das famose Ensemble "Concerto Palatino" den nötigen Blech-Weihnachtsglanz verpasst. Überhaupt sind die Interpretationen erste Klasse, auch wenn ein Solistenquartett (statt Chor) nicht jedermanns Sache ist. Trotzdem: Lupenreiner kann man die Vokalpartien wohl kaum vortragen. Könnte alles so schön sein, wäre da cpo nicht ein ärgerlicher Fauxpass mit dem Booklet passiert. Laut Booklet besteht Schelles Weihnachtsgeschichte aus 24 Teilen. Die CD weist aber 25(!!) Tracks auf. Was ist passiert? Der zweite Teil vom Booklet-Track 16 wird auf der CD als Nr.17 gezählt. So wird in der Folge aus Track 17 dann Track 18 usw.! Immer einen mehr! Das ist gerade bei einem so mehrteiligen Stück ärgerlich, wo man doch schon häufig einzelne Teile "ansteuern" will und dazu das Booklet zur Hilfe braucht. Schade! Da hätte die Booklet-Redaktion doch mal die CD hören sollen, bevor sie die Track-Nummern vergibt. Doch mir scheint, dass die Arbeit am Booklet schon abgeschlossen ist, bevor die CDs gefertigt werden. Egal wie - solchen Fehler darf sich cpo nicht noch einmal leisten!
    Ansonsten - wie gesagt - eine sehr schöne CD.
    Sämtliche geistliche Werke Vol.3 (Weihnachtskantaten) Sämtliche geistliche Werke Vol.3 (Weihnachtskantaten) (CD)
    28.09.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Weihnachten mit neuem Glanz und Gloria

    Traditionell greift man zu Weihnachten ja zu Bachs Weihnachtsoratorium und, wenn man ein Magnificat hören möchte, zu Bachs Version. Das sollte sich ändern, denn die nun dritte Folge der Aufnahmen von Kuhnaus Geistlichen Werken präsentiert sein Schlüsselwerk, das Magnificat, ein fast halbstündiges 15-teiliges Werkl, das ganz dazu angetan ist, es mit Bachs gleichnamigem Stück zu vergleichen. Das Ergebnis kann man in dem sehr informativen Booklet nachlesen. Hier bleibt festzuhalten, dass sich Kuhnaus Werk ganz und gar nicht hinter Bachs Schwesterwerk verstecken muss. Insbesondere deshalb nicht, weil fabelhafte Solisten und Instrumentalisten am Werk sind. Zu der auf ein Quartett abgeschmolzenen Chorbesetzung habe ich in den Rezensionen zu Vol. 1+2 schon Stellung bezogen und manchen Widerspruch geerntet. Man soll akzeptieren, dass gerade in neueren Produktionen barocker Vokalwerke die Chorbesetzungen Stück für Stück kleiner wurden bis hin zum Doppel-Quartett oder Quartett. Das kann man mögen, muss man aber nicht. In diesem Fall bleibt festzustellen, dass die Quartettleistungen ganz hervorragend sind und zur Durchhörbarkeit der Chorpartituren sehr beitragen. Ob sie hingegen ein "chorisches" Klangbild abgeben, bleibt Geschmackssache. Die beigegebenen drei Weihnachtskantaten entsprechen dem hohen Niveau der Interpretation. Das Klangbild ist offen und klar und das Booklet sehr informativ mit allen Texten ausgestattet. Auf die nächsten Folgen darf man gespannt sein.
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    • Sämtliche geistliche Werke Vol.1 Sämtliche geistliche Werke Vol.1 (CD)
    • Sämtliche geistliche Werke Vol.2 Sämtliche geistliche Werke Vol.2 (CD)
    Der Opernball Der Opernball (CD)
    28.09.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Ein halbes Duzent Qualität

    Dirigent Marius Burkert ist ja schon so etwas wie ein cpo-Qualitätsmerkmal in Sachen Operette. Diese Grazer Produktion ist nun schon sein sechster Streich im cpo-Operetten-Repertoire. Und? Er ist besonders gut gelungen. Vielleicht liegt es daran, dass ausgezeichnete Solisten und der Chor des Grazer Opernhauses am Werke sind, die mit Schwung, Spiel- und Singfreude die Lieder ihres Grazer Heim-Komponisten vortragen. Vielleicht liegt es an dem ausgezeichneten Grazer Orchester, das spür- und hörbar vertraut ist mit Heubergers Musik. Vielleicht liegt es aber auch an einer ausgezeichneten Aufnahmetechnik, die Solisten und Orchester klar und transparent abbildet. Sicher von allem was! Doch ganz sicher liegt es an der stilbildenden Führung Burkerts, der das Operettenfeuerwerk grandios zu zünden versteht. Das Booklet enthält das komplette Libretto. Schön so!
    Also eine Produktion, die sich kein Operetten-Fan entgehen lassen darf!
    Epiphanias-Kantaten Epiphanias-Kantaten (CD)
    27.09.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Bach (fast) ebenbürtig

    Im Wesentlichen gilt das, was ich in der Rezension zu Graupners Passionskantaten geschrieben habe (s Empfehlung unten). Wäre Graupner - statt Bach - in Leipzig Thomaskantor geworden, es wäre eine sehr gute Wahl gewesen. Das beweist erneut die vorliegende Doppel-CD von cpo mit fünf Kantaten zu Epiphanias. Formal ganz Bach ähnlich (Wechsel von Chören, Arien und Rezitativen) fällt nur auf, dass Graupner auf ausladende Eingangschöre verzichtet, sondern die Chorteile kurz und knapp hält. Umso mehr fällt die kunstvolle Verarbeitung von Text und Musik in den Arien auf, wo Graupner viel Sorgfalt und Ideen lässt. Das ist immer wieder neu und gut. Gut ist auch die Kantaten-Auswahl durch cpo (oder die Interpreten?), weil sie zu Beginn jeder CD eine titelgleiche Kantate vorstellt: zwei Versionen zum schönen Choral "Was Gott tut, das ist wohl getan". Da kann man schön hören, was dem Graupner zu dieser Choralmelodie alles so einfällt. Sehr schön! So ist auch die Interpretation. Dass die Chorbesetzungen in neueren Barock-Kantaten-Produktionen auf Quartett- oder Doppelquartett abgeschmolzen sind, daran hat man sich wohl gewöhnt und zustimmend oder ablehnend zur Kenntnis genommen. So auch hier. Das Quartett um Wessel und Wörner ist hervorragend aufeinander abgestimmt und passt bestens zu dem einfühlsamen Spiel des Bach-Consorts. Das ist Interpretation auf höchstem Niveau. Dem entspricht die Qualität von Booklet (mit allen Texten) und der Aufnahmetechnik. Eine schöne Bereicherung des Graupner-Repertoires!
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    • Passions-Kantaten Vol.1 Passions-Kantaten Vol.1 (CD)
    La Rondine La Rondine (CD)
    26.09.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Visitenkarte

    Der neue Chef des Münchner Rundfunkorchesters kann auf einer erfolgreichen Basis aufbauen: Ulf Schirmer hat ihm das Feld bereitet und die Münchner Opernproduktionen (auch bei cpo mit Schirmer) zu hoher Qualität geführt. Daran knüpft Repusic nun an und präsentiert Puccinis lyrische Komödie als veritable Visitenkarte. Eigentlich ist "La Rondine", diese Geschichte um die vergebliche Liebe einer Paares (wie so oft in Opernhandlungen), schon recht gut im CD-Katalog vertreten und man muss nach der "Notwendigkeit" dieser Neuproduktion fragen. Notwendig ist sie vielleicht nicht, jedoch eine wertvolle Bereicherung. Repusic hält sein Ensemble von hoch qualifizierten Sängerinnen und Sängern zu einer transparenten und sehr lebhaften Gestaltung an. Mit dem Chor des BR steht ihm zudem ein erstklassiger Chor zur Verfügung und sein Orchester bestätigt seine Vorschusslorbeeren. In den Begleitexten schwanken Kommentare zu "La Rondine" zuweilen zwischen Operette und Oper. Doch beim Durchören der Aufnahme wird schnell deutlich: Puccinis Werk ist eine Oper und ganz so bergreifen auch die Interpreten das Werk, in dem sie das Dramatische und Lyrische stärker betonen als das Komödiantische.
    Das 107-seitige Booklet ist erste Klasse und enthält Inhaltsangaben, Werkkommentare, Künstler-Biografien und das komplette zweisprachige Libretto. Eine schöne Produktion.
    Symphonien op.1 Nr.1-6 & op.4 Nr.1-6 Symphonien op.1 Nr.1-6 & op.4 Nr.1-6 (CD)
    25.09.2017
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Neues von der Abel-Front.

    Abel gehört zu den Komponisten, denen die besondere Aufmerksamkeit von cpo gilt. Nach den Sinfonien op.7, op.10 und op.17 folgen nun in vierter Folgen die Sinfonien op.1 und op.4. "Sinfonien" ist gut gesagt, handelt es sich doch zumeist um sehr kurze, dreisätzige Stücke von 6 bis 9 Minuten Spieldauer. Da ist der ganze Melodienspuk schon vorbei, bevor er richtig angefangen hat.
    Das schmälert die Hörfreude jedoch nicht, sondern trägt auch zu Abwechslung bei, da die Stückchen ja nun doch klanglich sehr ähnlich und in der Besetzung (Streicher + je 2 Hörner und Oboen) sogar gleich sind. Die Bläser haben dabei zumeist eine Füllstimmen-Charakter, wobei der Streichersatz sehr kunstvoll ausgestaltet ist. Mit der Kölner Akademie unter Willens findet sich ein neues Abel-Ensemble bei cpo. Es macht seine Sache sehr gut. Trotzdem darf man von dieser Doppel-CD keine Sensationen erwarten. Alle Stücke sind Übergangsprodukte vom Barock in die Vorklassik. Als solche haben sie ihren Wert.
    Das informative Booklet und eine transparente Aufnahmetechnik unterstützen diesen Wert.
    Sämtliche Streichquartette & Klaviertrios Sämtliche Streichquartette & Klaviertrios (CD)
    02.09.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Gutes zusammengefasst

    Diese neue und preiswerte 4-CD-Box von cpo fasst Volkmann-Aufnahmen aus der ersten Hälfte der 90er Jahre zusammen, als zu den Quartetten 3 und 6 in der Produktinfo noch zu lesen war: "Robert Volkmann gilt eine große Liebe der cpo-Produktion". Diese Liebe scheint anzuhalten, denn es hat cpo dazu bewogen, diese mustergültigen Aufnahmen von Musik zwischen Brahms und Schumann neu herauszubringen. Den vielfältigen Meriten und positiven Besprechungen der Einzelveröffentlichungen ist auch jetzt - über 20 Jahre später - nichts hinzuzufügen: Es handelt sich um großartige Beispiele ihrer Gattungen von vorzüglichen Ensembles vorgetragen und sorgfältig in Klang und Info präsentiert. Diese Box gehört in jeden Kammermusikschrank. Aber nicht verschließen, sondern immer wieder hören!! Ein Gewinn!
    Duette Duette (CD)
    02.09.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Für geduldiges Zuhören

    Eine ganze CD voller Kammerduette, über 71 Minuten Steffanis Gesängen von Liebe und Leid? Geht das gut? Ermüdet das nicht? Nun, diese CD ist sicher keine, die man in einem Rutsch durchhört (obwohl der Rezensent das getan hat). Die acht Duette hingegen laden ein zu geduldigem Hören. Wohl nur so kann sich der Reichtum von Steffanis Kompositionen entfalten, die Abwechslung und melodische Vielfalt der eingesetzten vier Solostimmen erkennen. Ebenso braucht es wohl auch geduldiges und aufmerksames Zuhören, um die Schönheit und Virtuosität des Begleitensembles zu erfassen. Denn da spielen die hochdekorierten Musikanten des Boston Early Music Festival, sechs ausgesuchte Spezialisten der Barockmusik-Szene.
    Das ist hohe Kunst und kann nicht hoch genug bewertet werden. Das beigegebene Booklet ist umfangreich und enthält alle Texte dreisprachig. Das ist schön und macht die CD zur Freude für Sammler barocker Gesangskunst.
    Cellokonzert h-moll op. 67 Cellokonzert h-moll op. 67 (CD)
    02.09.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Zwei ungleich gleiche Geschwister

    Diese neue cpo-CD ist etwas ganz Besonderes. Abgesehen davon, dass sie ein wertvoller Beitrag zur Reihe "Cellokonzerte jüdischer Komponisten im Exil" ist, präsentiert sie zudem in ihrer aparten Zusammenstellung von zwei Werken Gemeinsamkeiten und Unterschiede gleichermaßen. Das sehr ausführliche Booklet informiert fachkundig diese (Un-)Gemeinsamkeiten. Gemeinsam ist dem Österreicher Gal und dem Italiener Castelnuovo-Tedesco ihr jüdisches Exil. Gemeinsam ist beiden ebenso der Umstand, dass sie den atonalen Neutönern standhaft widerstanden haben und ihren eigenen harmonischen, noch romantisch geprägten Stil beibehielten. Gänzlich unterschiedlich jedoch fallen die beiden Konzerte aus: Castelnuovo-Tedescos Konzert ist großorchestral instrumentiert und von bewegter, heiterer und positiver Grundhaltung. Seine spätere Hollywood-Karriere lässt grüßen. Gals Werk, 10 Jahre später entstanden, ist intimer, "kleiner", melancholischer und persönlicher von den schicksalhaften Erfahrungen des Jahres 1944 geprägt. Gemeinsam haben beide Werke schließlich großartige Solisten. Cellist Wallfisch ist großartiger Interpret und Mentor der CD-Reihe und findet in Berlins Konzerthausorchester unter Dirigent Nicholas Milton höchst kompetente Begleiter. Immer merkt man. Den Musikern ist die Interpretation Herzenssache und das macht diese CD so wertvoll. Sehr zu empfehlen!
    Symphonie f-moll op. 42 Symphonie f-moll op. 42 (CD)
    01.09.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Späte eindrucksvolle Rückkehr

    Das gilt in doppelter Hinsicht: Lange hat es gedauert, bis der Sinfoniker Georg Schumann aus der Versenkung geholt wurde. Ohne cpo läge er da wohl noch immer! Das ist angesichts seiner Lebensleistung, die nicht nur das Komponieren und Dirigieren betraf (man lese S. 5 des vorzüglichen Booklets), mehr als verwunderlich. Nun kehrt Schumann erneut auf die sinfonische Bühne mit einer Sinfonie zurück. 18 Jahre liegen zwischen seiner jugendlichen Preis-Sinfonie (s. Empfehlung) und diesem Opus 42. Das hört man. Seine große, fast 50-minütige Sinfonie ist ein kolossales, düsteres, grüblerisches und sehr bläserbetontes Werk von großer Kraft und Eindringlichkeit. Selbst das Adagio con moto, 2.Satz der Sinfonie, gerät zu einem aufbegehrenden Zeugnis großen Empfindens. Das hat Stil und Charakter und man muss suchen, Vergleichbares bei anderen Komponisten schon mal gehört zu haben. Dem Rezensenten fiele da kaum etwas ein. Um all diesen Klangrausch in die Tat umsetzen zu können, fand Dirigent James Feddeck das richtige Orchester aus einem Ort von Schumanns besonderem Wirken: das Deutsche SO Berlin. Es löst die klangvollen Herausforderungen großartig. Mit dem jungen amerikanischen Dirigenten James Feddeck stellt cpo - wie schon bei anderen Produktionen - einen weiteren jungen, noch relativ "namenlosen" Dirigenten vor, der die Größe der Sinfonie bestens zu organisieren weiß. Zugegeben werden zwei späte, je viertelstündige Konzert-Ouvertüren. In der Lebensfreude-Ouvertüre lernt man so auch den (etwas) heitereren Schumann kennen. Ein prima Programm und eine CD vollgepackt mit neuen Hörerlebnissen. Das ist toll. Auch sonst stimmt an dieser CD alles. Große Sinfonik - große Empfehlung!
    Meine Produktempfehlungen
    • Symphonie h-moll "Preis-Symphonie" Symphonie h-moll "Preis-Symphonie" (CD)
    Die Seejungfrau (Fantasie nach Andersen) Die Seejungfrau (Fantasie nach Andersen) (CD)
    01.09.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Hilfe bei der Qual der ersten Wahl

    Bei Amazon sind derzeit ganze acht(!!) verschiedene Aufnahmen der "Seejungfrau" von Zemlinsky erhältlich. Das reicht von Aufnahmen mit Chailly oder Krivine bis hin zu Conlon oder Dausgaard. Allesamt mit renommierten Orchestern und neueren Datums. Da muss sich cpos neue Seejungfrau mit dem ORF-SO aus Wien unter dem jungen Cornelius Meister schon strecken, um sich behaupten zu können. Um gleich zu resümieren: Er behauptet sich und das gar nicht schlecht. Nun liegen dem Rezensenten nur die Vergleichsaufnahmen mit Chailly und Conlon vor. Doch die genügen schon, um Meister einen energischen Zugriff, das rechte Empfinden für die "plakathafte Musikmalerei" Zemlinskys und die rechte Achtung vor einem Werk der Spätromantik zu attestieren, das vor nicht allzu langer Zeit noch in der Versenkung verschwunden war, ebenso wie der Komponist selbst. Zemlinsky war eben kein Neutöner wie sein verwandter Lehrer und Freund Schönberg. So arbeitet Meister die vielen Motive und Stimmungen auch meisterlich heraus. Mit dem Wiener Rundfunkorchester steht ihm dabei ein Ensemble zur Seite, das seine Intentionen auch genau umzusetzen weiß. Gut ist das! Gut ist auch die Technik und das Booklet. Leider sind die CD-Zugaben etwas dürftig. Die beiden Opern-Musikstücke sind zwar auch schön, dauern aber nur 10 Minuten So hätte auch ein gewichtigeres Stück (etwas die Sinfonietta) noch reichlich Platz auf der CD gehabt. Trotzdem: mit erste Wahl unter den Seejungfrauen in Zemlinskys Katalog! .
    Violakonzerte C-Dur & G-Dur Violakonzerte C-Dur & G-Dur (CD)
    01.09.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Ehre, wem Ehre gebührt: Neues aus Osnabrück!

    Natürlich ist Musik Geschmacksache, nicht nur, aber wohl doch zu einem unterschätzten Anteil! So geht cpo bei der Bewerbung dieser neuen CD von Werken des Osnabrückers Christian Westerhoff den Weg, die beiden Flötenkonzerte mit der prima Solistin Barbara Buntrock zu bewerben. Das ist absolut in Ordnung, zumal die Produktinfo die Viola-Konzerte zu Recht in die Nähe Mozarts rückt. Ich meine, sie sollten nicht zu nahe gerückt werden. Das ist schöne, handwerklich meisterlich gearbeitete Musik wie sie damals jedoch zuhauf komponiert wurde. Aufmerksamkeit hingegen erregt vielmehr das Flötenkonzert mit seiner großen Besetzung mit Pauken und Blech. Bei welchem Flötenkonzert dieser Zeit gibt es das schon, dass sich das zarte Instrument gegen einen wummigen Orchesterklang durchsetzen muss? Bei Westerhoffs Konzert ist das so. Gleich das einleitende Allegro lässt in dieser Richtung aufhorchen, ohne dass die Befürchtungen einträten: Zu keinem Zeitpunkt deckt das kraftvolle Orchester den Flöten-Solo-Part zu. Auch ein Verdienst der Flötistin Gaby Pas-Van-Riet, des Orchesters und des jungen Dirigenten Andreas Hotz. Diese Interpreten aus Osnabrück tun alles, um ihrem Heim-Komponisten möglichst viel Ehre zukommen zu lassen. Das gelingt Ihnen vortrefflich und beweist wieder einmal mehr (Dank an cpo), was für gute Interpreten aus der Provinz kommen. Da sich cpo auch bei dieser Produktion heimisch gefühlt haben dürfte, gelang auch der Anteil an Technik und Redaktion vortrefflich. Musikfreunde sollten sich Produktionen aus der Region Osnabrück gut merken...!
    Streichersymphonien Vol.2 Streichersymphonien Vol.2 (CD)
    01.09.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Nahe an der Reverenz

    Vol. 2 der Streichersinfonien von Mendelssohn bestätigt im Wesentlichen meine Rezensionsanmerkungen zu Vol. 1. Diesen ist kaum etwas hinzuzufügen und doch sei betont: Seit der legendären Reverenz vom Concerto Köln aus den 90er Jahren hat sich kaum mehr ein Ensemble derart temperamentvoll, vehement und vital an die musikalischen Jugendperlen herangemacht, sie gehörig entstaubt und mit Salz und Pfeffer bestreut. Das ist toll, auch wenn Gaig und das L'Orfeo Barockorchester nicht ganz an die Meisterschaft der Kölner heranreichen. Aber sie sind nahe dran und haben den Vorteil einer präziseren und transparenteren Aufnahmetechnik. Das sind tolle Interpretationen von genialen Jugendwerken in ansprechender Präsentation durch cpo.
    Mehr kann man sich nicht wünschen!
    Meine Produktempfehlungen
    • Streichersymphonien Vol.1 Streichersymphonien Vol.1 (CD)
    Orchesterwerke Orchesterwerke (CD)
    10.08.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Da haben sich zwei gefunden...!

    Dass der Wiener Christian Simonis genau der richtige Interpret für Musik dieser Art ist (und nicht nur dieser!), belegen auch seine cpo-Produktionen mit Werken von Eilenberg, Gung'l und Bilse. Er besitzt das richtige Temperament für Märsche, Walzer und Polkas. Mit den Nürnberger Sinfonikern hat er sich nun schon wiederholt das passende Orchester ausgesucht, so dass mit diesen Instrumentalwerken Millöckers eine neue Perle unter den CDs der leichten Klassik entstanden ist.
    Doch nicht nur das: Die neue CD bietet auch Einblicke in das kompositorische Schaffen Millöckers, das in dieser Form kaum zu erwarten war. So findet sich etwa die frühe Ouvertüre in Es-Dur auf der Scheibe, ein durchaus ernst zu nehmendes Stück, das nie im Druck erschien und für die eine Aufführung nicht nachweisbar ist. Da wurde echte Pionierarbeit geleistet.
    Summa summarum: Eine tolle, muntere, fröhliche, beschwingt-heitere CD, von einem Kenner der "Szene" dirigiert und einem famosen Orchester interpretiert. Auch Booklet und Technik stimmen in der Qualität. Eine schöne CD - wärmstens empfohlen.
    Kammermusik Kammermusik (CD)
    09.08.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Seltens in bewährten Händen

    Das Consortium Classicum hat sich schon seit langer Zeit in Sachen Kammermusik einen ausgezeichneten Ruf erworben. Was dies Ensemble in unterschiedlichsten Besetzungen "in die Hand" nimmt, spiegelt immer Virtuosität, Spiellaune und große Erfahrung wieder. Dabei sind die Musiker schon längst den Gefilden der gewohnten Wiener Klassik entflohen und landen nun im Bereich der Raritäten russischer Kammermusik. Glinka haben sie sich ausgewählt, jenen Begründer einer nationalrussischen Musik. Das erspürt man auch in den vier eingespielten Werken, wobei dem Septet und der Serenata besondere Bedeutung zukommt. Sie sind nicht nur zeitlich die umfangreichsten Stücke (20 - 25 Minuten), sondern auch die gehaltvollsten. Alle Stücke erfordern eine unterschiedliche Besetzung mit Streich-, Blas- oder Tasteninstrumenten. Im Falle der "Three Russian Songs" handelt es sich sogar um eine instrumentale Liedbearbeitung. Wie dem auch sei: Alle Stücke strahlen eine typisch russische Atmosphäre aus und werden - wie sollte es anders sein - glänzend interpretiert. Am besten gefällt mir die für sieben Instrumenten gesetzte Serenata nach Themen der Donizetti-Oper "Anna Bolena". Die sieben ohne Pause zu spielenden Sätze sind voller Überraschungen und Abwechslungen.
    Das Booklet liefert fundierte Informationen zu Komponist, Werk und Interpreten. Alles gut gelungen!
    Streichquartette Nr.1 & 2 Streichquartette Nr.1 & 2 (CD)
    09.08.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Kapitale, russische Quartettoffensive aus schwedischem Stall

    Die Produkt-Info gibt schon hinreichend Informationen zu diesen zwei gut halbstündigen Streichquartetten. Das eine ein frühes Stück voller Schwung und nicht ganz erfülltem eigenen Ehrgeiz und Anspruch. Das andere ein Nachkriegsstück mit all' seinen Spannungen, seinem Licht und Schatten. Nun ist der Arbeitsperfektionist und Vielarbeiter Kabalevsky kein radikal Neuerer, sondern in seinem Bestreben nach neuen Ausdruckmöglichkeiten im tonalen Bereich durchaus Prokofiev und Schostakowitsch vergleichbar. So braucht auch bei diesen Streichquartetten der Hörer keine Scheu vor unzumutbaren neuen Tönen zu haben. Sicher, da treffen schon mal Ballungen und Dissonanzen aufeinander, die sich aber immer wieder in z.T. unerwarteten Harmonien auflösen. Spannend ist diese Musik und nie langweilig. Trotzdem muss der Kammermusikfreund etwas Sitzfleisch mitbringen. Fast 34 Minuten für ein Streichquartett (Nr.2) sind doch eine stolze Zeit.
    Sie zu überbrücken hilft das famose Spiel der vier Streicher des schwedischen Stenhammar-Quartetts. Die machen ihre Sache großartig und verhelfen dieser neuen cpo-CD zu einer uneingeschränkten Empfehlung.
    Il Ritorno del Marinaio Il Ritorno del Marinaio (CD)
    09.08.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Auf der Suche nach dem Opernglück

    Da war der gute Franz von Suppe nicht allein. Auch anderen Operettengrößen versuchten sich im Genre Oper. Zumeist nicht erfolgreich. Auch Suppes Spätwerk (sein 2. Opernversuch) war kein Glück beschieden, jedenfalls nicht dauerhaft: In einem Opernführer findet man den Namen Suppe zumeist vergebens. Er ist eben Operettenkomponist und wird als solcher wohl auch in Erinnerung bleiben.
    Dabei klingt seine Oper um die verlorene Liebe eines Matrosen und seine Rückkehr nach 20 Jahren Seefahrt durchaus dramatisch und lyrisch und ist durchsetzt mit vielen Ballett- und Soloeinlagen. Musikalisch ist also eine reife Leistung zu konstatieren, die den Opernfreund wirklich erfreuen dürfte. Schwachpunkt ist - wieder einmal - das Libretto. Das lässt sich nur aus der historischen Rezeption des Werkes erkennen, denn das kroatische Ensemble aus Rijeka unter Leitung des italienischen Dirigenten Martinolli D'Arcy leistet mit dieser neuen cpo-Produktion Pionierarbeit, indem es Werk der Vergessenheit entrissen hat.
    Auch muss man wegen des "provinziellen" Ensembles keine Bedenken haben: Schon in der Ouvertüre beweist das Orchester seine Qualitäten und wenig später Chor und Solisten ebenso. An der Interpretation, die man ja singulär nennen muss, kann man ja ohnehin nicht vergleichend rezensieren, sondern einfach mal anerkennen, was Interpreten und Produzenten hier geleistet haben: Sie haben ein besonderes Werk Suppes dem Musikfreund zurückgegeben. Großartig! Dieser Eindruck wird verstärkt durch eine gute Technik und ein Booklet, das Werk, Inhalt und Libretto (zweisprachig) vorstellt, leider mit einem ärgerlichen Versäumnis: Das italienische Original-Libretto erscheint zwar auch in englischer Sprache - eine deutsche Übersetzung fehlt leider. Schade! Warum nur?
    Symphonische Dichtung "Barbarossa" Symphonische Dichtung "Barbarossa" (CD)
    04.08.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Gemalte Musik - mit breitem Pinsel

    Die dritte cpo-Veröffentlichung von Sinfonik des Siegmund von Hausegger beweist erneut: Hier haben wir es mit einem Enthusiasten in Sachen musikalischer Romantik zu tun, der es versteht, mit breitem Pinsel Musik "zu dichten und zu malen".
    Die dreisätzige sinfonische Dichtung "Barbarossa", eigentlich eine Sinfonie, ist so ein Produkt hochromantischen Empfindens, gesetzt für großes Orchester, schwelgend in rauschen Tönen und Harmonien, großen Aufschwüngen und zarten Zwischentönen. Das ist zweifellos große Musik und wurde auch vom Publikum zum Ende des 19.Jahrhunderts so gesehen: "Barbarossa" gehörte wohl zu Hauseggers größten Publikumserfolgen. Dirigent Hermus und das vorzügliche Sinfonieorchester aus Norrköpping bleiben der umfangreichen, fast 50-minütigen Partitur nichts schuldig. Großartig! Ein gleiches Kompliment für die drei "Hymnen an die Nacht". Bariton Hans Christoph Begemann gestaltet die Lieder intensiv und sein Begleiter bleiben im sinfonischen Begleitpart beste Partner. Das Booklet bietet die Texte zum Mitlesen an. Sehr schön.
    Nicht ganz glücklich werde ich mit einem Teil des Booklettextes. Der einleitende Kommentar ist sicherlich werkdienlich. Um ihn zu verstehen, muss man ihn jedoch mehrfach lesen. Einfacher wäre da mehr gewesen.
    Trotzdem: Eine sehr schöne neue cpo-Publikation!
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