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    gemi:re Top 25 Rezensent

    Aktiv seit: 31. August 2010
    "Hilfreich"-Bewertungen: 5251

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    626 Rezensionen

    Arturo Benedetti Michelangeli - EMI Live Record.

    Arturo Benedetti Michelangeli - EMI Live Record. (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    28.04.2022
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    3 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Ein frühes Michelangeli- 'Testament'

    Der bedeutende engl.Musikologe, Pianospezialist und Musikkritiker Bryce Morrison (Gramophone) beschreibt im beiliegenden Textheft anschaulich kenntnisreich ABMs standing und den auch für seinen Anspruch bedeutenden Konzertabend in der Royal-Festival-Hall im Kontext zu Aufnahmesitzungen in EMIs Abbey-Road-Studios: ABM war Mitte der 1950er auf der (ersten)Höhe seiner physischen und mental-künstlerischen Fähigkeiten und ließ zwei Konzerte mit dem Philharmonia unter Ettore Gracis aufzeichnen: das Ravel in G und Rach-4, legendäre Interpretationen for ever.
    Dieser hier erst Ende 1990 von EMI-Testament publizierte Mitschnitt kann, zumindest was Schumanns 'Carnaval' und den 'Faschingsschwank' betrifft, gleichwohl als Jahrhundert-Aufnahme gelten - die DGG veröffentlichte zuvor einen lizenzierten Auszug - denn Chopin wie Debussy waren bereits für's Gelblabel gesicherte und musikalisch und klanglich optimierte Aufzeichnungen.
    Jedoch, auch Chopins Fantasie und g-moll Ballade hat Michelangeli nie mehr so spontan-frei und emphatisch gespielt wie hier in seinem 1957er Londoner Konzert, ein rares ABM-highlight.
    Grigory Sokolov - At Esterhazy Palace (mit Blu-ray Video)

    Grigory Sokolov - At Esterhazy Palace (mit Blu-ray Video) (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.04.2022
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Weitere Sokolov-Excursionen

    Wie kaum anders zu erwarten, bietet Grigory Sokolov auch in diesem Konzert-Mitschnitt pianistische Spielkultur vom Feinsten, die Haydn-Sonaten am gelungensten:
    profund, seriös und nicht als pianistisch-versiertes Leichtkost-Material dargestellt. Also, kein verzopfter Haydn, sondern als Klassiker.
    Sokolovs Schubert empfinde ich wie zuvor schon als etwas zu gewichtig akzentuiert, wennauch exzellent durchdacht gespielt, hier sind die beiden nos.4 bemerkenswert.
    Bei den (wie meist sechs) Zugaben ragen m.E. besonders zwei heraus: Rameaus' "Le Rappel" und Debussys "Des pas sur la neige".
    Französische Klang- und pianistische Anschlagskultur auf höchstem Spiellevel.
    Und ich denke, Sokolov sollte endlich ein Debussy-Album herausbringen, und glaube, (nur)er wäre derzeit klanglich die einzig wahre Michelangeli-Alternative.
    Und nebenbei, aber bemerkenswert, man erhält zum quasi Doppel-CD-Preis das Bluray-plus, also optimierte hardware, die - adäquate Geräte und Implentation vorausgesetzt - ein praktikables wie primär klangliches Optimum bietet, auch im Vergleich zum streaming.
    Klavierkonzerte Nr.1 & 3

    Klavierkonzerte Nr.1 & 3 (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    23.04.2022
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Beethoven in heutig hist.informierter Gestalt

    In unsrer schnell-lebig-vergänglichen Zeit regen sich zunehmend etwas naive 'Original'-süchtige Wünsche nach etwas ursprünglich Wahren - viele neuere (alte) Musik-Veröffentlichungen werden nunmehr als 'Originalversionen' gehandelt-? -
    Sodenn, wer erinnert noch einen Levin unter Gardiner oder Melvyn Tan unter Norrington (längst gestrichen), die anno 1980-90 zuerst Beethoven mit sog. Original-Instrumenten, Hammerklavieren und Spielweisen präsentierten?
    Und Ronald Bräutigam u.a. hat den 5er-Zylus inzwischen schon zweimal hist.informiert eingespielt ...
    Was damals von einer gewohnt orthodoxen Musikrezeption z.T. als retrospektiv-reaktionäre Spielerei belächelt wurde, erfährt inzwischen zunehmend den Status von einziger Authentizität, sensationell und 'state of art' zu sein.
    In diese fragwürdig neu-avancierte Rezeptionslinie fügen sich jetzt auch das Freiburger Orchester unter Pablo Heras-Casado mit dem Mozart-Spezialisten Kristian Bezuidenhout, allesamt gleichsam höchst informiert und erfahren.
    Ihre Aufnahmen der Beethoven 'Piano-Concertos' bei harmonia-mundi vermitteln also recht forsch und z.T. allzu forsch artikuliert einen geschärften Originalsound neuer Wahrheiten, wobei das Orchester oft dominiert und der Pianist auf seiner 'originalen' Hammerklaviertastatur partiell ins schnöde Klimpern gerät wie andre auch, denn alle doch eher legato zu spielendem Largo- und Adagio-Bögen klingen auf modernem Instrumentarium (Bechstein über Bösendorfer bis Steinway) nie kurzatmig anämisch, und sind Beethovens Intensionen und seinen einst z.T. doch utopischen Klangvorstellungen womöglich näher. Wer weiss?
    Wie auch immer, wenn hier durchweg musikologisch stringent und blitzsauber musiziert wird, und auch so klingt - bei adäquater hardware -, möchte ich keinesfalls auf die individuelleren Gould-, Gulda-, Rubinstein-, Serkin-, Gilels-, Brendel- u.s.f. Interpretationen und Phrasierungskünste verzichten, die zwar weniger original visiert und gestimmt gespielt sind, jedoch jeweils eher originelle Beethoven-Einsichten vermitteln, die auch im Kontext div. Orchester und Dirigenten ebenso hörenswert bleiben.
    Meine Produktempfehlungen
    • Klavierkonzerte Nr.1-5 Klavierkonzerte Nr.1-5 (SACD)
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    Ein Kommentar
    Anonym
    27.01.2026

    Oh je!

    Ihr zynisch abwertender, ja selbstgerechter Kommentar ist peinlich. Sie sollten sich mal in der musikwissenschaftlichen Forschung umtun. Diese Interpretation ist sensationell gut und erhebt nicht den Anspruch, die einzig wahre zu sein, wie Sie unterstellen. Wenn Sie HIP verachten, dann hören Sie doch die ollen Kamellen von längst verstorbenen Pianisten und Orchestern, die Ihnen einen breit gelatschten, langweiligen, geradezu romantisch-fetten Beethoven liefern. Sie müssen die hier vorliegende Herangehensweise, die wissenschaftlich und musikästhetisch gut gestützt ist, nicht mögen. Aber bitte verkneifen Sie sich ihr lächerliches Pseudo-Expertentum. Die Welt dreht sich weiter, und dem Pianisten hier seelenloses Geklimper zu unterstellen, zeugt von armseliger musikalischer Engstirnigkeit.
    Symphonien Nr. 2 & 5 (Versionen für Klaviertrio)

    Symphonien Nr. 2 & 5 (Versionen für Klaviertrio) (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    14.04.2022
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    3 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Der Sinfoniker Beethoven im Hausmusik-Format

    Zu Zeiten eines Ferdinand Ries resp.Beethoven machten solche Arrangements ja durchaus Sinn, einem grösseren Kreis von Interessenten auch orchestrale Werke bekannt zu machen. Ein Liszt erarbeitete daeinst als eigenständiger Komponist und überragender Pianist den Beethoven-Sinfonien-Zyklus für (sein) Klavier, eine m.E. immer noch unübertroffene Version.
    Im Vergleich dazu klingen diese Klavier-Trio-Varianten der Meister Ries und Matthews und den z.T. betagt-berühmt-bekannten Instrumentalisten Ax, Kavakos und Ma doch ziemlich harmlos schön gespielt, ohne dynamische Attacke oder prägnante Akzente vor allem bei der 5ten, der wirklich ikonischen Sinfonie (neben den 'gleichgesinnten' Sinfonien No. drei und sieben).
    Ein u.a. Jordi Savall hat eben erst eindrucksvoll bewiesen, welch utopisches Klangpotential die Sinfonien beinhalten, auch im hist.informierten Kammer-Format.
    Hier hören wir allenfalls gepflegtes Spiel souveräner Herren im Hausmusikmodus, das dem sinfonischen Anspruch Beethovens nicht gerecht wird.
    Meine Produktempfehlungen
    • Symphonien Nr.1-5 Symphonien Nr.1-5 (SACD)
    Preludes Heft 1

    Preludes Heft 1 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    10.04.2022
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Interpretations Status

    In A.B.Michelangelis bescheidenem offiziell eingespielten Werkrepertoire spielt Debussy neben Chopin wohl qualitativ eine sehr bedeutende und umfangreichere Rolle als andre Komponisten.
    Immerhin hat er beide Preludes- und Images-Bände und die seiner geliebten Tochter Claude-Emma 'Chouchou' gewidmeten "Childrens Corner" von 1971 bis 1988 für die DGG ganz offiziell eingespielt.
    Und der erste Band seiner Debussy-Preludes verdient insofern besondere Beachtung, weil der 1978 in der alten Konzerthalle in Hamburg analog aufgezeichnet wurde (es existiert eine paralelle TV-Aufzeichnung vom NDR-?) und bis ins heutige digitale Zeitalter seinen vorzüglichen AAD-Klang-Status behalten hat.
    Diese Preludes I. klingen im Vergleich zum 1980er digitalen 2ten Band instrumental-klanglich und räumlich erstaunlich natürlicher, vom interpretatorischen Stand einmal abgesehen, ABM war in den 70ern wohl auch weniger gesundheitlich beeinträchtigt.
    Jedenfalls ist diese frühe Preludes-Aufnahme des Michelangeli in jeglicher Hinsicht ein musikalischer Solitär.

    Gina Alice - Wonderworld

    Gina Alice - Wonderworld (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    31.03.2022
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    3 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    3 von 5
    Repertoirewert:
    1 von 5

    Alice im Wunderland

    Die höchst aparte Cover-Erscheinung der Gina Alice verspricht mehr von musikalischer Empfindsamkeit als das klingende Bild ihres pianistischen und musikalischen Vermögens, denn zu viele takes des romantischen Potpourris klingen gleichsam eintönig und wenig variabel und so verhalten buchstabiert, als ob etwa Schumann, Chopin und Rachmaninov wie austauschbar gleichwertig klängen. Man hört, wenn man es nicht schon anders kennte, wenig von der kompositorischen Vielseitigkeit, sondern ein wohliges Klanggewebe diverser Kompositionen, die offenbar nicht spezifisch erkennbar akzentuiert werden sollten bzw konnten. Und wer weiss das schon, in der musikalischen WonderWorld.
    Sonaten für Viola & Klavier op.120 Nr.1 & 2

    Sonaten für Viola & Klavier op.120 Nr.1 & 2 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    30.03.2022
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Späte Brahms-Melancholie

    Wer die späten KlarinettenSonaten des alten Brahms kennt, 1891 vom verehrten Soloklarinettisten Richard Mühlfeld des Meininger Hoforchesters inspiriert und eben ihm zugeeignet, wird von dieser Viola-Version des Antoine Tamestit kaum enttäuscht sein.
    Sein samtseidig singender, feinklingender Stradivari-Ton überzeugt im Spiel mit dem Pianisten Cedric Tiberghien am hist.Bechstein-Flügel durch einen equilibristisch gedämpft abgetönten, romantischen Zusammen-klang, ganz schlicht und äusserst subtil abgetönt, dem Melancholiker Brahms nah.
    (Vergleichsweise klingt die Klarinette partiell etwas zu vordergründig und direkt ... ?)
    Die instrumentalen Liedbearbeitungen sind ebenso überzeugend dargestellt, obgleich mich der bärige Sound des Matthias Goerne auch hier nicht überzeugt und eher stört. Jedoch, eine Sternstunde eines bravourös-intimen instrumentalen Kammerspiels. Ein Muss für alle Brahmsianer-innen.
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    • Sonaten für Klarinette & Klavier op.120 Nr.1 & 2 Sonaten für Klarinette & Klavier op.120 Nr.1 & 2 (SACD)
    Leonard Bernstein dirigiert Mahler

    Leonard Bernstein dirigiert Mahler (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    14.03.2022
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Re: Bernsteins Mahler zum Vergleich

    Man sollte Bernsteins Mahler der N.Y.er 1960er so wie U.Scheiber in den 70ern nicht als simple post-romantisierende unterbewerten: Bernstein war als einziger der post-Walter-Mahlerianer ein Pionier einer modernen und umfassenden Mahler-LP-Produktion und Rezeption, es gab keine vergleichbaren Wiener- oder Berliner Mahler-Offerten, späterhin allenfalls Haitink aus Amsterdam.
    Insofern sollte man seine frühe, 'reproduktive' Mahler-Sicht als kongeniale nicht unterschätzen. Allein seine Interpretation der grossen Dritten, Mahlers 'Weltschöpfungssinfonie', ist nach wie vor eine der eindrücklichsten, die jemals medial aufgezeichnet wurden. Bernstein sei Dank.
    Leonard Bernstein - Young People's Concerts with the New York Philharmonic Vol.3

    Leonard Bernstein - Young People's Concerts with the New York Philharmonic Vol.3 (BR)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    14.03.2022
    Bild:
    3 von 5
    Booklet:
    3 von 5
    Extras:
    3 von 5
    Klang:
    3 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Bernsteins singuläre Musik-Passion

    Vergleichbare 'musical education', deutsch: Musikerziehung, qua TV und mit einem erstrangigen Orchester und einem erstrangig charismatischen Dirigenten gab es bei uns und europaweit nicht, man stelle sich nur vergleichbar die Berliner Philharmonker mit von Karajan vor ...
    Ende der 1960er vernahm die dt.Wirtschaftswunder-Kulturnation hohe kulturelle Defizite im musischen Bildungssektor und initiierte eiligst spezielle Studien für Fachkompetenz im Bereich der Musik- und Kunsterziehung an Gymnasien wie allgemein bildenden Schulen. Soweit der pädagogisch reflektierte Exkurs - jedenfalls kann man Lenny Bernsteins damalige Initiative für die Musik-Bildung seiner amerikanichen Nation gar nicht hoch genug einschätzen, und offenbar galt es nicht nur im Popsong: when in N.Y. than everywhere ... mittlerweile sind wir von jenem 1960er- Aufbruch wieder Lichtjahre entfernt, darum allen bildungsaffinen sog.Kultureliten geboten: schiebt diese ollen Betnstein-Offerten in die DVD-Blueray-Player und schaut, besser Hört! Zu.
    Klaviersonate Nr.3 op.58

    Klaviersonate Nr.3 op.58 (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    03.03.2022
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    3 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    2 von 5

    Chopin a la Pogorelich

    Nunja, Pogorelich bleibt sich, genialisch, und 'seinem' Chopin treu und spielt ihn, einst jugendlich kühn, noch immer anders als die Anderen. Mittlerweile zelebriert er ihn als edlen, gealterten Salonkomponisten, manieriert wie ein parfümierter Piano-Star, der dem staunenden Publikum wieder mal zeigt, was alles und mehr er aus den Noten rausholen kann.
    Nur, der Kontext zu Chopins primär klassizistischem Stil, seine Bachnähe etc. geht in der nocturneschwangeren slowmotion des exquisiten Spiels verloren, und wir hören Musik, die nach Chopin klingt wie fern mit Schall und Rauch.
    Guido Cantelli - Fiery Angel of the Podium (Icon Series)

    Guido Cantelli - Fiery Angel of the Podium (Icon Series) (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    03.03.2022
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    3 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Fiery Angel of the Podium

    "Der feurige Engel" der 1950er Dirigentenzunft wurde von keinem Geringeren als Arturo Toscanini als 'größtes musikalisches Talent' und ebenso als sein standesgemäßer Nachfolger inthronisiert (es gibt ein paar eindrucksvolle Radio- Konzertmitschnitte der 50er aus N.Y. u.a. auch mit dem NBC-Orchester, die eindrücklich Cantellis musikalische Ausnahmeerscheinung dokumentieren), und er wäre sicherlich, auch wegen seiner Londoner Philharmonia-Aufnahmen, EMIs nicht nur musikalisch attraktive Antwort auf HvKarajan der DGG geworden.
    Es geschah leider anders, Cantelli ereilte wie den Pianisten Kapell und die Geigerin Neveu, vorzeitig der Unfalltod bei Flugzeugabstürzen. Ihr vergleichbar frühes und bereits musikalisch indiskutabel hochwertiges standing, dass höchste künstlerische Erwartungen für die Zukunft der 1960-70er Jahre versprach, ist immerhin teilweise, leider klangtechnisch meist weniger befriedigend dokumentiert.
    Cantellis spätere Studio-Orchesteraufnahmen (Brahms, Mozart, Mendelssohn) erklingen schon in frühem oder sog. widesound Stereo und alle mir bekannten CD-Einzel- Ausgaben (EMI-Columbia) sind klanglich durchweg akzeptabel und höchst musikalisch, wenn auch z.T. nicht überragend, jedoch zumindest verglw. hörenswert.
    Wer Cantelli überhaupt nicht oder seine Ära bei der EMI- Philharmonia noch nicht kennt, sollte hier zugreifen.
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    • Symphonien Nr.4-6 Symphonien Nr.4-6 (CD)
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    Frank-Peter Zimmermann & Berliner Philharmoniker - Violinkonzerte

    Frank-Peter Zimmermann & Berliner Philharmoniker - Violinkonzerte (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    18.02.2022
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Frank-Peter Zimmermann und die B-Phil

    Die Berliner Philharmoniker sind seit mehr als zwölf Jahren Pioniere im Konzert-streaming über ihre #Digital-Concert-Hall und inzwischen auch in audiovisuellen hi-res- und 4k-Formaten höchstwertig eigene Produzenten ihrer Philharmonie-Konzerte.
    Abonnenten der DCH sind die meisten Konzerte qua live- bzw Archiv-streaming natürlich bekannt, und wenn bestenfalls eine LAN- bzw nur eine W-Lan-Vernetzung funktioniert (DTS-Neo, 48Khz), braucht man die CD- bzw Blu-ray-Produkte eigentlich nicht mehr, sofern man der Netzverbindung vertrauen und so audio-visuell hohe Ansprüche befriedigen kann.
    Die vorliegende und (m.E. preziös) aufwändig produzierte Edel-Kassette mit den Frank Peter Zimmermann-Konzerten, die mir allesamt qua streaming schon bekannt waren, belegt dezidiert, dass die gebotenen CD-BluR- sowie 96+K-download-Ausgaben etwas besser klingen (und schärfer aussehen) als das DCH-streaming, allerdings nur im direkten Vergleichs-switch mit adäquater Anlage, z.B. SACD-Mehrkanal, Standboxen mit Kompaktboxen plus Sub.
    Last not least, wirklich nicht zuletzt, doch zur Musik:
    Zimmermann und die B-Phil spielen diese verschiedenen Konzerte auf höchstem musikalischen und instrumentalen Stand und unerhört aufregend stellenweise, allesamt live!
    Soviel über Jahre partnerschaftliche Vertrautheit und musikalisch aufmerksame Umsicht wie spielerische Souveränität klingt schlichtweg staunenswert und partiell überwältigend.
    Die neueste Einspielung, Beethovens später und einzigartiger Violinkonzert-Klassiker, erfährt hier eine stringent schlanke, etwa die Toscanini-Heifetz-Version erinnernde Darbietung, wie man hören kann, aber auch sehen muss:
    Durch Zimmermanns solistisch begleitende Eingriffe in Hardings frapierend stringent dirigierte Tutti-Passagen geschieht ein wirklich unerwartetes, korrespondierendes musikalisches Miteinander, ein Gesamtbild von Solist und Orchester als ungewohnt konzertierende Einheit. Das muss man allerdings auch sehen.
    Und Bartoks lang als zu 'privat' inkriminiertes, frühes, noch innerlich romantisches erstes Violinkonzert erfährt hier eine zwingende Wiedergabe, die mit der berühmten Oistrakhs und Roshdestwenskys vergleichbar erstrangig ist, ebenso überzeugend das 'klassisch' grosse dreisätzige, zweite Konzert mit zwölftönerisch anklingenden Passagen im Eingangssatz, jedoch harmonischer Geschlossenheit im Ganzen: Allegro-Andante-Allegro. Fabelhaft musiziert.
    Alban Bergs wirklich avanciert neu-tönendes, zugleich lyrisch wie pathetisch gestimmtes Konzert, im Andenken an Alma Mahlers Manon-Engel, erfährt auch durch Petrenkos strenge Assistenz des schwelgerisch-hyperomantischen Solos eine plausible Konsistenz.
    Musikalisch wie klangtechnisch also ein wirklich hoch erfreuliches, z.T. überwältigend musiziertes und in Szene gesetztes Solo-Konzert-Album, mit nur (m)einem zuvor schon vermerkten Verdikt:
    das Produkt-Design ist mit übertriebenem Materialaufwand auf luxuriöse Wertigkeit wohl für ein Klientel fabriziert, dessen Anspruch auf wertige Verpackung kaum einer werkdienlichen, künstlerischen Wahrheit entspricht, zumal für den Text und schlechte s-w-Fotos ein ganz normales Bookletformat hinreichend gewesen wäre, und für die drei CDs eine handelsübliche Kassette - less is more!
    Symphonien Nr.6-9

    Symphonien Nr.6-9 (SACD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.02.2022
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Savalls Beethoven Teil II.

    Meine Beurteilung von Savalls Einspielung der Beethoven-Sinfonien 1-5 als 'grosser Wurf' berücksichtigte neben dem schier klanglichen Ergebnis vor allem dessen Recherche zum Rhythmiker Beethoven, dessen Tempomanie und Metronomisierung, die noch heute z.T. zu wenig Berücksichtigung finden, aus falscher Tradition oder purer spieltechnischer Bequemlichkeit.
    Savall enttäuscht auch mit der Folge der Sinfonien 6-9 nicht, obwohl m.E. die 'Pastorale' allzu pastoral und etwas betulich ausfällt. Zum Ausgleich hören wir eine revolutionär-visionäre 'Neunte', die chorisch und sogar vocal-solistisch überzeugt, und das heikle (Bläser) Adagio klingt wirklich einmal 'cantabile', nämlich nicht unsingbar überdehnt.
    Nach Norringtons Londoner 'Aufklärung' der späten 1980er, dessen Einspielungen der ersten und sechsten Sinfonien, die mich ästhetisch und klanglich quasi umhauten, noch radikaler als hier, ist Savalls Beethoven, trotz Gardiner und wg dem Grazer Harrnoncourt, der neue Markstein zeitnah aufgeklärter Beethoven-Interpretation. Chapeau!
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    Klavierkonzerte BWV 1060,1061,1063,1065 (180g)

    Klavierkonzerte BWV 1060,1061,1063,1065 (180g) (LP)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    13.02.2022
    Booklet:
    1 von 5
    Gesamteindruck:
    3 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    1 von 5

    Oldies no Goldies

    Wenn man diese olle Kamelle nun wieder als LP offeriert, zeugt das immerhin von zeitgemäss merkantilem, weniger kulturellem Bewusstsein. Nicht das wirklich schlecht mit Kanzler Schmidt gespielt wurde (Kolportage: nach gemeinsamen Urlaub mit Frantz und Eschenbach auf Gran Canaria), allerdings errang die Aufnahme einst mehr Aufsehen wg Schmidts Mitwirkung, als durch besondere künstlerische oder pianistische Qualitäten. Zum heutigen Stand aktueller, lebendiger Bachpflege klingt's wie Schall und Rauch aus unaufgeklärter Vor-Zeit.
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    • The Imaginary Music Book Of J.S. Bach The Imaginary Music Book Of J.S. Bach (CD)
    Lieder

    Lieder (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    07.02.2022
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Grieg-Gesänge

    Die neuerkorene junge Wunderstimme aus dem skandinavischen Norwegen hat mit ihrem renommierten Landsmann, dem Pianisten Leiv Ove Andsnes, ein fein ausgehörtes Grieg-Liederalbum eingespielt, dass primär folkloristisch geprägt ist, Lieder und Liederzyklen aus Norwegens Land und Leben ("hier kennt jeder diese Lieder").
    Und Davidsens dunkel timbrierte, recht üppige Stimme klingt auch sehr idiomatisch, soweit sie ihre Muttersprache bedient und denkbar gut interpretiert.
    Bei den op.48, den sechs deutschsprachigen Liedern (u.a.Goethe, Heine) klingt's allerdings anders und weniger idiomatisch, weil zu wenig text-verständlich artikuliert gesungen wird.
    Zum Vergleich A.S.von Otter auf youtube).
    Schon bei ihrem Wagner-Strauss-Album fiel mir diese Diskrepanz von vokal sonorem Glanz und defizitärer Textartikulation auf, wenn Textgesang z.T. zu Vokalisen wird.
    Und was bleibt noch vom Lied, wenn der schöne Schall verweht und mit ihm der nicht verstandene Gehalt?
    Nachtfahrten

    Nachtfahrten (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    29.01.2022
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Tours Nocturnes

    Michael Wollny, inzwischen längst pianistisch-musikalisch der zumindest deutsche Status eines Keith Jarrett, eröffnet in seinen 'Nachtfahrten' als primus inter pares seines exzellenten Trios (Eric Schaefer, Christian Weber), seine und deren höchst komplexe harmonische wie jazzige Einsichten in musikalische Klangvorstellungen von 'tours nocturnes', um die naheliegend artverwandte klassische Welt anzumerken, und mit Klängen, die das übliche jazzige Trio-Spiel weit hinter sich lassen.
    Wollny und seine Musiker spielen in der Musik-Avantgarde und in zuvor kaum so konzentriert verorteten Trio-Klangräumen, wie sie derart konsequent bisher nie formuliert wurden. (Und dabei kann selbst ein Jarrett kaum freundlich grüssen).
    Zeitgenössische Musik allererster Kategorie!


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    Cellokonzert op.129

    Cellokonzert op.129 (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    28.01.2022
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    EMI-Kooperationen

    As time goes by ... Ich erinnere noch gut mein erstes Klangerlebnis mit dieser 'Hebräischen Suite', Blochs Klagegesang* für Cello und Orchester: es war eine Radio-Übertagung in hifi-Stereo über einen neuerworbenen harman-kardon-receiver mit separaten Verstärkergängen, weitestem hifi-Klangspektrum und zwei adäquaten Canton LE-Lautsprechern. Daraufhin folgte die EMI-LP:
    Rostropovitch-Bernstein war auch anno 1976 kein gängiger Markt- Klassiker, zumal mit Pariser Orchester ... aber intern.Marketing.
    Die Warner-CD-Ausgabe ist durchaus eindrucksvoll, jedoch klingt sie dynamisch erarbeitet, leicht steril über den direct-digital-Eingang, extern 'analog' geschaltet eher rund und weiträumiger.
    Jedoch, diese 'spätromantische' Musik des schweizerischen Amerikaners und die Interpretation bleiben durch Rostropovitch und Bernstein erste Wahl, adäquat dem modern-neo-klassizistischen Anspruch dieses noch in der Schweiz beendeten Werks, als Teil einer sog. 'Jüdischen Trilogie', jedoch ohne dezidiert religiöse, *allenfalls kulturelle Assoziationen - was auch immer Hörer mit hebräischer Klangkonotation verbinden mögen, durch Ernest Bloch erklingt ein musikalisch ausdrucksstarkes exotisches Narrativ.
    Schumanns spätes Cellokonzert erklingt hingegen nicht weniger ausdrucksstark, allerdings im Kontext seiner Entstehungszeit in Tempoverlauf und gefühliger Ausdrucksgestik m.E. überstrapaziert, beinahe als Karikatur eines musikalisch kränkelnd beherrschten Spätwerks, wie manche zu Schumann meinen.
    Und Rostropovitch hat Schumanns Konzert ohne Bernstein formal schon stringenter gemeistert.
    Also, Blochs Suite ist in dieser Konstellation allemal hörenswert.
    Symphonien Nr.1-4

    Symphonien Nr.1-4 (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    26.01.2022
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Norrington alive in Stuttgart

    Vorab: Werkeinführungen aus Stuttgart sollten anno 2004 deutsch synchronisiert, zumindest als audiophoner Inhalts-Transfer deutsch beigefügt sein, so macht's wenig Sinn. -
    Zur Musik: Roger Norrington ist einst in den 1990ern mit seinen 'London Classical Players' als erster radikaler Beethoven-Revoluzzer, und vor Gardiner, mit Aplomb in drastisch hörbare Erscheinung getreten: in der Reflexe-Serie der EMI gewann seine Beethoven-Sinfonien-Totale zurecht den Deutschen Schallplattenpreis, und ist heutzutage, 30 Jahre weiter, immer noch und z.T. erstrangig hörenswert, was hist.informierte Musikdarstellung belangt.
    Bei Robert Schumann, dem unbestreitbar 'originalen' dt.Erz- und Spätromantiker, ist die Basis der Schöpfungsidee eine weniger heroisch-libertär-soziale, globale, wie bei Beethoven, als eine mehr ästhetisch-literarische, mehr private, und weiterer Gefühligkeit.
    Insofern liegt ein Bernstein (mit den Wienern), trotz seiner pathetischen Ästhetik, der romantischen Wahrheit eines Schumann näher als hier Norrington. Seine Klangphilosophie einer barocken, vibratoarmen Darstellung, die sich ideologisch einem üppig-schwelgerischen Sound verweigert und entsprechend eher didaktisch klingt (und argumentiert), wird Schumann nur im z.T. erhellenden Detail, nicht aber in der klangsinfonischen Idee des Ganzen gerecht.
    Meine Produktempfehlungen
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    The Dark Side Of The Moon (Experience Edition)

    Pink Floyd
    The Dark Side Of The Moon (Experience Edition) (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.01.2022
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    re: Pink-Floyd-live, LP und CD-Mythen

    Mal ganz persönlich: Live at Olympiahalle, Munich, Germany 12th October 1973, das war meine Pink-Floyd-Offenbarung zum Oktoberfest und nachher zur ganz privaten Pink Floyd- und zeitgleich aktuellen Temptations-'Materpiece' - Künstler-Party und privates hight stuff at 1973.
    Meine zuerst erstandene P.F-Original 1972-3 - LP, ist inzwischen längst veraltert und abgespielt, die erste? EMI-CD-Überpielung hörbar dynamisch verzerrt wie akustisch limitiert.
    Das erste 2003-SACD-Remastering, nach 30! Jahren, ist hörbar eine Verbesserung als optimierter und klanglich kaum verzerrter und dynamisch leicht extremierter Sound.
    Jedoch sollten wir uns, rein klangtechnisch, nicht mehr weiter belügen ... der EMI-1972er-Sound der Pink-Pops ist längst nicht mehr zeitgemäß. Let-it-be ...
    2 Kommentare
    Anonym
    25.01.2023

    Klangtechnisch nicht mehr belügen?

    Mal davon abgesehen, was ´klangtechnisch´ bedeuten soll; eine frühe Pressung von DSOTM - eine aus den 1970er Jahren, dass muss auch keine Erstpressung sein - klingt - guter Zustand vorausgesetzt - im A/B-Vergleich stets wesentlich besser als die aktuellen Remaster-Ausgaben. Eventuell halten noch die alten MFSL- oder japanischen Ausgaben klanglich mit, das wars dann aber auch schon. Daher: ja lassen wir nicht belügen, sondern vertrauen wir auf unser Gehör und nicht auf die warmen Worte (Werbung) der Industrie (= der Plattenfirmen).
    Anonym
    03.03.2023

    MFSL - Original-Master-Recording

    Diese Original-Master-Recording von MFSL = mobile fidelity sound lab (aus 1973) stellt für mich nach wie vor das Nonplus-Ultra im Klang der DSOTM dar. Am besten lässt sich das m.E. anhand des Stückes "Time" nachvollziehen. Das Uhr-Schlagwerk zeigt schon a) wie gut die Aufnahme im Allgemeinen und b) wie gut die eigene Anlage ist. Noch besser eignen sich die nachfolgenden Basstöne, die sogar einen 20 Hz-Ton wiedergeben sollen - ich würde meinen, dass die 20 Hz nicht der erste Ton sind, sondern der zweite - eher noch - der dritte. Ne Frequenzanalyse habe ich dazu allerdings noch nicht gemacht.
    Ich habe x-Versionen der DSOTM - angefangen von der Erstpressung (EMI 1973), der von MFSL bis hin zu der DSOTM-Immersion Box. Mir persönlich gefällt diese Original-Master-Recording von MFSL am Besten, wenn auch die Version der Immersion Box im Klang ebenfalls stark ist; allerdings: Vinyl ist eben immer noch Vinyl – egal wie gut etwas digitalisiert wird!
    Eine SACD kommt ja leider erst dann zur vollen Geltung, wenn man diese auch über einen (möglichst sehr guten) SACD-Player laufen lässt – die CD-Spur ist oft auch richtig gut, reicht aber an dem Klang des SACD-Dings in der Regel NICHT heran. Ich hatte mal nen guten (keinen Spitzen-) SACD-Player von Marantz und konnte das nach einer Vielzahl an gehörten SACD gut nachvollziehen.
    Eigentlich war ich auf der Suche nach der 5.1-Mischung von James Guthrie von 2003 auf SACD. Dürfte aber nicht die hier gemeint sein, oder?
    Symphonie Nr.6

    Symphonie Nr.6 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    15.01.2022
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Abbados mahlerkonformer tragischer Triumph

    Wie schon zuvor zu Abbados Mahler-7 in Chicago und -9 in live Berlin erwähnt, Abbados 1998 angekündigte und krankheitsbedingte Demission in 2000-2 von Berlin und den Philharmonikern, nach zehnjähriger post-Karajan-Ära, war eine Zäsur in der neueren Mahler-Rezeption der Bphil, die er sich mit ihnen erfolgreich erarbeitet hatte.
    Musikfreunde von einst erinnern noch schwärmend das fabelhafte Waldbühnen-Sommerkonzert mit Mahlers Dritter und Jessey Normans Nachtgesang, der als Zugabe wiederholt wurde ... wie ein Sommernachtstraum.
    Im Sommer 2004 war dieser Mahler-6-Abend in der Philharmonie mit Abbado, nur vorübergehend genesen, das Konzertereignis schlechthin - man erlebte hörend und sehend Abbados ingeniöse Affinität zu Mahlers 'tragischer' Musik, und die, seine, Berliner spielten noch einmal für ihn wie von einem andren Stern. Nach Jahren der Rezeption u.a. dieser live-Aufnahme empfinde ich jedes Mal dieses überwältigende Gefühl eines wirklich bemerkenswerten Konzertabends, den reflektiv- virtuell, s.o. 'Sommernachtstraum', diese SA-CD-Aufnahme evoziert.
    Mit nunmehr langer zeitlicher Distanz meiner aufrichtig bekennenden (Berliner) Abbado-Affinität möchte ich nicht alles belobigen, allerdings perse seine bemerkenswert uneitle Musikalität.
    Insofern schätze ich besonders Abbados Berliner live Aufnahme der tragischen Mahler-6 als seine wahrhaftg-eindrucksvollste, selbst im Lucerner-Konzert Vergleich, und zu neueren, eher im martialisch-sportiven Tempobereich.
    Diese superbe SACD-Ausgabe klingt wohl annähernd so 'natürlich räumlich' wie im weiten Klangraum der Berliner Philharmonie, B-1-3, und allemal natürlicher als alle der sog. 'living presence'-products.
    Kurzum also, musikalisch wie klangtechnisch m.E. wohl die beste Aufnahme der Mahler-6 und ein singuläres Mahler-Muss!
    Symphonien Nr.1-9

    Symphonien Nr.1-9 (BR)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    11.01.2022
    Bild:
    4 von 5
    Booklet:
    3 von 5
    Extras:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    2 von 5

    Der 'römische' Beethoven-Zyklus

    Bekanntermaßen ist dies die von Abbado selbst favorisierte spätere zweite Sinfonien-Einspielung seiner Bphil-Zeit, ein live Mitschnitt vom Rom-Gastspiel, im Detail etwas spritziger artikuliert und mit mehr Anspannung und grip gespielt, als in der Berliner Philharmonie-Studio Produktion, die sicherlich ausgefeilter und allemal ebenso hörenswert ist, als moderate und schlank-straffe gross-philharmonische Beethoven-Deutung.
    Die Bilder resp.Filme sprechen für sich, schon in der DVD-Fassung, und wer schon die entspr. Audio-CD-Box kennt, wird hier für ein paar Euros mehr in die Konzertsituation und 'sichtbare' Akustik versetzt und hört sicherlich noch mehr mit einem high-audiophilen Blueray-sound, das audiovisuelle Equipment vorausgesetzt.
    Neujahrskonzert 2022 der Wiener Philharmoniker

    Neujahrskonzert 2022 der Wiener Philharmoniker (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    10.01.2022
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    3 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    3 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Pandemie-Konzert unter alternder Last

    »Bei seinem dritten Mal verließ sich Daniel Barenboim auf den philharmonischen Edelsound.​ In seiner Rede betonte er ›Menschlichkeit und Einigkeit‹.​« (Der Standard, 1.​ Januar 2022) ... soweit kann man dem Wiener "Standard" nur zustimmen, wenn man die TV-Übertragung am 1.Jänner 2022, wie viele andre zuvor, als diesmal wenig inspiriertes wie inspirierendes Live-Geschehen verfolgt hat. Über allem greis-müde und träge Gewichtigkeit. Ich kann nicht erinnern, jemals zuvor eine derart langstielig executierte Fledermaus-Overtüre oder einen so zähflüssigen Donau-Walzer gehört zu haben. Es fehlte schlichtweg jeglicher ermunternder Esprit, so wie seinerzeit beim 85jährigen Pretre (2010, resp.2008), ganz zu schweigen vom genialischen Kleiber oder einem animierten Abbado. Kein Prosit auf eine veralternde Kulturverwaltung, nur eine zuversichtliche Bitte, man kann auch in trüben Tagen künstlerische Lichte animieren.
    2 Kommentare
    Anonym
    11.01.2022
    Ich glaube der Herr Barenboim kann da nicht so viel dafür, weil die Wiener Philharmoniker nicht so empfänglich sind für irgendwelche Bewegungen mit dem Taktstock. Man macht das was man immer gemacht hat und der Dirigent soll nur die Fliegen verscheuchen oder so ähnlich.
    Anonym
    26.01.2022
    Kann da keinesfalls einen lahmen Greis erkennen, sondern einen Dirigenten mit Verve und Gefühl. Schön ist auch, dass er nicht in die sog. "Alterswildheit" verfällt, die man bei manch anderem hört. Ich find die Wiener spielen sehr feierlich und ein bißchen zu steiff.
    Symphonien Nr.39-41

    Symphonien Nr.39-41 (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    25.11.2021
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Moderner Mozart, hist.beleuchtet

    Bzgl.sog. 'genialer Interpretation' hat der versierte Ulrich Schreiber einst in seinen Publikationen bemerkt, es komme finalmente doch weniger auf das Instrumentarium an, als auf den musikalischen Geist der Interpreten, Sinn und Gestalt eines Werks adäquat zum Klingen zu bringen, die aufgeklärte Darstellung.
    Insofern präsentiert hier das Ensemble Resonanz unter Riccardo Minasi Mozarts finale Sinfonien-Trias auf einer modernen Ebene historisch informierter Aufführungspraxis auf Instrumenten unsrer Zeit, spieltechnisch heutig versiert und zudem hist.aufgeklärt gespielt.
    Dabei sei an Harnoncourts Pionierleistung mit dem Amsterdamer Concertgebouw erinnert, die Mozarts Sinfonien fast vollständig und unerhört lebendig akzentuiert für Teldec einspielten, ein seinerzeit grosser und für manche Kollegen durch dominante Pauken und radikale Phrasierung verstörender Wurf.
    Inzwischen sind unsre Hörgewohnheiten Jahrzehnte weiter, und Minasi spielt auf einem lange vorbereiteten Terrain.
    Er differenziert auch den manches Mal sportiven Drive andrer und Dirigenten seinesgleichen wie Jacobs in schnellen Sätzen, wo aus einem Allegro assai fix ein Presto wird, durch subtile Diktion der dynamischen Extreme. Dadurch gewinnt die Darstellung seines Ensembles cantable Leichtigkeit und instrumentale Tranzparenz, auch nicht zuletzt, weil er Mozarts Andante Zeit zum Atmen, Verhalten und Ausklingen gewährt. Alles erfreulich hörens- und unbedingt empfehlenswert.
    Meine Produktempfehlungen
    • Symphonien Nr.29,31,32,35,36,38-41 Symphonien Nr.29,31,32,35,36,38-41 (CD)
    Le Sacre du Printemps

    Le Sacre du Printemps (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    08.11.2021
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Stravinsky und Boulez

    Bekanntermassen war Stravinsky selbst kein grosser Boulez-Bewunderer. Er beurteilte dessen 1969er Cleveland-Aufnahme (Sony), die musikalische Grundlage war für Pina Bausch' berühmtes Ballett, als zu erarbeitet. Verglichen damit ist die digitale 1991er Version aus Cleveland weniger elaboriert, flüssiger und zumindest aufnahmetechnisch in der räumlichen Zeichnung und Dynamik überlegen. Sie klingt bei geringerem Aufsprechpegel sehr plastisch und kleinteilig genau proportioniert. Das Klangtechnische ist allerdings nur ein Teil der musikalischen Medaille.
    Denn so existiert, m.W. nur in Frankreich, ein Musidisc-CD-Transfer von Boulez' erster Einspielung mit dem Orchestre National de L'O.R.T.F. von 1963, die damals als LP vertrieben vom PlattenClub 'Concert Hall' sämtliche grossen Schallplattenpreise einheimste. Da ich diese Aufnahme schon lange gut kenne und durch sie bzgl 'Sacre' geprägt bin, würde ich sie in ihrer Spontaneität und radikalen Spielart als allen andren musikalisch überlegen bewerten, als zumindest für damalige und auch Boulez-Verhältnisse ersten grossen 'Sacre' Wurf.
    Chant funebre op.5

    Chant funebre op.5 (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    08.11.2021
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Chailly als Chef in Lucerne

    Wenn man von der Be-deutung bzw Beurteilung dieser musikalischen Neu- und Wiederentdeckungen 'Chant funebre' oder 'Faun and Shepherdess op.2' etc., klanglich wie akustisch erstklassig performt, einmal absieht, ist das zentrale Werk zurecht Stavinskys 'Le Sacre du Printemps', diese berühmt-berüchtigte Musik für ein heidnisches Opfer-Tanz-Ritual auf der Bühne und im Konzertsaal.
    Chailly hat den Sacre schon mal für DECCA 1985 mit dem Cleveland Orchestra aufgezeichnet, eine nach wie vor zumal klangtechnisch fulminant überragende Einspielung.
    Die neue Lucerner Festival Aufnahme steht der aus Cleveland weder klanglich noch musikalisch nach und klingt akustisch marginal freier und etwas transparenter, weniger streng elaboriert.
    Und Chailly weiss nach wie vor die musikalischen Energien dieser singulären Musik zu entfesseln, allerdings vermittelt er keine bemerkenswert neuen Einsichten bzw interpretatorische Neubesinnungen. Ein Lucerne-Konzert des Chefs auf hohem Niveau.
    151 bis 175 von 626 Rezensionen
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