Rezensionsübersicht

10 Rezensionen
Der Wald (Oper in 1 Akt) Der Wald (Oper in 1 Akt) (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Großartige, spanndende Aufnahme!

Toll dass es jetzt eine zweite Aufnahme gibt! Die bisherige Aufnahme der BBC ließ doch sehr zu wünschen übrig, vor allem bei den Sängern! Die Sänger in Wuppertal sind denen der englischen Einspielung weit überlegen. Chor und Orchester sind hinreißend, der Dirigent bedient nicht nur den spätromantische Sound, sondern liefert in den passenden Momenten eine zupackende, schnelle, hochdramatische Lesart, wie so häufig bei diesem jungen Dirigenten. Klasse! Die Oper ist ein tiefenpsychologisch aufgeladener Krimi und müsste viel häufiger auf den Spielplänen stehen !!
Werke für Cello & Orchester Werke für Cello & Orchester (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Diese überraschende Seite Offenbachs war mir unbekannt

Ich bin kein Operettenfan. Daher kannte ich die bekanntesten Ausschnitte aus Jacques Offenbachs Operetten nur oberflächlich.
Nachdem er sein Cellostudium am Pariser Konservatorium vorzeitig abgebrochen hatte, spielte er als Cellist in verschiedenen Pariser Boulevardtheatern und schließlich an der Opéra-Comique.
Mit diesen Kompositionen beweist er eindrucksvoll seine Liebe zum Cello und zeigt, dass seine Qualitäten als Komponist weit über Operetten hinausgehen.
Diese Kompositionen sind heiter und dennoch sehr gut. Die Aufführung durch den Cellisten Guido Schiefen und das WDR Rundfunkorchester Köln (wie passend, Offenbachs Geburtsort) bietet ein äußerst genussvolles 70-minütiges Hörerlebnis.
Coptic Light Coptic Light (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Klangkontemplation

Die "Duration"-Stücke sind delikate, in manchen Aspekten offene und unbestimmte Kompositionen. Das Zusammenspiel ergibt sich aus dem Moment der Aufführung. Klangkontemplationen mit eigentümlichen, fein ausgehörten Instrumentalkombinationen. Die Klänge bewegen sich luftig in der umgebenden, stets präsenten Stille, schwingen wie die Formen von abstrakten Mobiles.
"Coptic Light" mit seiner schimmernden Orchestertextur erfährt hier eine exemplarische Darbietung. Es ist m. E. nach wie vor eine der besten Aufnahmen dieses Werks, das einen geradezu psychedelischen Effekt haben kann. Feldman setzt zwar einen Riesenaparat ein, wahrt aber immer eine gewisse Schwerelosigkeit. Auf gewisse Weise entzieht sich das, was man hört, im gleichen Augenblick wieder und geht auf in der irisierenden Fülle der sich überlagernden Patterns. Feldman ist der Komponist, der wie kein anderer die verklingenden Resonanzen der westlichen Musik-Tradition zum eigentlichen Inhalt seiner Musik gemacht und auskomponiert hat.
Klaviersonaten F-Dur op.41 "Non plus ultra" & E-Dur op.50 "Le Diable a quatre" Klaviersonaten F-Dur op.41 "Non plus ultra" & E-Dur op.50 "Le Diable a quatre" (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Schöne Bereicherung

Dussek und Wölfl sind wirklich nicht oft eingespielt worden. Wölfl war dabei mit seiner Sonatenbezeichnung „non plus Ultra“ wirklich selbstbewusst. Das ist zwar sehr gut hörbare Musik, der technische Anspruch bleibt aber doch eher im Durchschnitt der Zeit. Insbesondere der Variationssatz als Schlusspunkt der Sonate ist beschaulich leicht verdaulich. Trotzdem eine Bereicherung des Repertoires der Zeit des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts. Die E-Dur Sonate von Wölfl ist dagegen kurz, dramatisch spannend bis heiter beschwingt, also vielseitig im besten Sinne. Daher steht sie hörbar der Dussek Sonate näher. Dusseks Sonate „Retour à Paris“ ist da schon deutlich dramatischer und auch technisch spannender, meiner Meinung nach ist dieses Programm eine gute Beethoven/Ries Alternative bzw. Ergänzung. Sauber und virtuos dargeboten von Nataša Vijelkovič.
E.T.A. Hoffmann Edition (Jubiläumsausgabe zum 250. Geburtstag) E.T.A. Hoffmann Edition (Jubiläumsausgabe zum 250. Geburtstag) (CD)
4 von 5 Sterne

Zwei CDs ragen hervor!

Insgesamt ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis für Hoffmann-Fans. Seine beste Oper Undine scheint derzeit leider überhaupt nicht als Tonkonserve angeboten zu werden.
CPO verdankt man viele selten gehörte Werke. Aber so richtig vom Hocker hauen hier nur die CDs 4 (Bühnenmusik) und 7 (Kammermusik).
Die Handlungen auf den CDs 1-3 fallen weit hinter Hoffmanns Belletristik zurück. Die Messen CD 5 und Hammerklaviersonaten CD 8 wirken langweiliger als erwartet.
E.T.A. Hoffmann Edition (Jubiläumsausgabe zum 250. Geburtstag) E.T.A. Hoffmann Edition (Jubiläumsausgabe zum 250. Geburtstag) (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Dichter oder Musiker?

Das Label cpo beantwortet diese Frage mit einer neuen "fetten" Box. Auf 8 CDs hat cpo nun alles versammelt, was es von Hoffmann eingespielt hat. Und noch mehr: Dazu gibt es - quasi "sachfremd" - die Sinfonie A-Dur von Friedrich Witt. Wieso? Die war nämlich auf der Einzel-CD mit Hoffmanns Sinfonie Es-Dur gekoppelt. Ein schöner Bonus! Ansonsten findet sich in der Hoffmann-cpo-CD-Schatzkiste so fast alles, was der Dichter-Komponist bei cpo alles hinterlassen hat: Singspiele, sein Melodram, Musik für das Theater, geistliche und Kammermusik. Nicht alles hat - trotz bester Interpreten - höchste kompositorische Qualität. Muss ja auch nicht sein, wenn es sich nur gut anhört! Und das tut es! cpo feiert das 250-Jährige des Herrn Hoffmann deshalb auch mit dieser echt schmucken Box. Die 8 CDs stecken in beschrifteten Papp-Hüllen nebst einem dicken 111-seitigen Booklet mit allen nötigen Infos. Das ist doch mal was und eine prächtige Gabe an alle Musikfreunde. Etappensieg für den Komponisten Hoffmann!