Rezensionsübersicht

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Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

11 Rezensionen

Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.
Bass-Kantaten Bass-Kantaten (CD)
4 von 5 Sterne
Booklet:
3 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
4 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Für Spezialisten

Immer wieder bringt cpo Aufnahmen auf den Markt, die zu den Randbereichen zählen, echte Raritäten eben. Diese Kantaten-CD Stradellas gehört dazu. Vier Kantaten versammeln sich da und handeln von Helden, Weisen und Tyrannen. So kann man die ganze Bandbreite menschlicher Emotionen ansprechen. Und das gelingt Bariton Mauro Borgioni vortrefflich. Sicher, in den tiefen Lagen schwächelt er etwas, aber was die Gestaltung angeht: bestens! Ergänzt wird das Programm von zwei Instrumentalstücken, hervorragend interpretiert von den Solisten der Gruppo Cameristico. Das Booklet enthält alle Texte. Leider nicht in deutscher Übersetzung. Eine CD für Spezialisten!
Streichquartett Nr. 4 e-moll op.66 Streichquartett Nr. 4 e-moll op.66 (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Weiter auf hohem Niveau

Zu Gernsheims groß angelegten Streichquartetten (wieder beide über eine halbe Stunde Dauer) wurde schon manches geschreiben, u.a auch seine angebliche Brahms-Nähe. Natürlich kann man - auch wenn man diese beiden eingespielten Stücke hört - wieder Ähnlichkeiten feststellen. Aber man sollte ehrlich sein: Bei vielen Kompositionen verschiedener Komponisten kann man immer wieder "Verwandtschaften" erkennen, wenn man sie denn erkennen will. Ich will das gar nicht, sondern genieße diese beiden Gernsheim-Stücke, die vom Diogenes Quartett vorbildlich eingespielt wurden. Das lohnt sich für jeden Kammermusikfreund. Brahms hin oder her...!
Salterio obbligato Salterio obbligato (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Sehr schön!

Wussten Sie, was ein „Salterio“ ist? Ich gebe zu: nein! Diese neue wunderschön gestaltete cpo-Neuheit hilft mir auf die Sprünge. Das Salterio ist der Vorläufer (seit 18. Jahrhundert) des Hackbretts. Die Saiten werden mit Klöppeln angeschlagen. Das klingt wunderbar, ungewohnt und intim. Sehr schön. Die Solistinnen und Solisten des nuova aspetto, allen voran die Salterio-Solistin Elisabeth Seitz, bringen den ganzen Zauber des Salterios in allen möglichen Ensembles zum Klingen, Das Programm wechselt zwischen Rezitativen , Arien, Motetten und Instrumentalstücken. Der Klang des Saltertio ist allgegenwärtig. Besonders schon in dem Salterio-Konzert (Track 7) von Comaposada. Toll ist das alles und besonders schon interpretiert. So manchmal klingt das nach Harfe. Ist es aber nicht!
Sehr schön – und das sei nochmals betont – ist auch die CD-Verpackung: ein gesdchmackvoll bebildertes Papp-Klappalbum mit Einstecktasche für das sehr informative Booklet. Toll! Sehr nobel! Auch ein edles Geschenk – oder Selberschenken.
Symphonien Nr.1-9 / Werke für Kammerorchester (erweiterte Neuauflage) Symphonien Nr.1-9 / Werke für Kammerorchester (erweiterte Neuauflage) (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
4 von 5
Klang:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Ein starkes Stück

Das sind schon „starke Stücke“ – im absolut positiven Sinn gemeint - , die cpo da nach und nach auf den Markt bringt. Wunderbare Sammlungen und Gesamtausgaben in schön gestalteten Papp-Boxen. Zudem ausgestattet mit umfangreichen Booklets. Leider die CDs in dünnen Papierhemdchen.
Dies neue „starke Stück“ ist die GA der Orchesterwerke von Egon Wellesz, seine acht Sinfonien und sechs Werke mit Kammerorchester. Das ist tolle Musik und niemand muss Angst vor zu schrägen, gar atonalen Tönen haben. Klar der Wellesz stürzt sich auch in harmonische Innvationen. Doch immer hat er auch den Hörer im Blick, der seine Musik verstehen und „mögen“ muss. Die Aufnahmen mit dem ORF-Orchester und Ensemble Kontrapunkt machen das „Mögen“ leichter. Sehr gute Interpretationen bestens aufgenommen. Wieder einmal ein jpo-Lichtblick am zuweilen so eintönigen Repertoire-Himmel.
Kirill Petrenko conducts Josef Suk Kirill Petrenko conducts Josef Suk (CD)
4 von 5 Sterne
Gesamteindruck:
4 von 5
Klang:
4 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
4 von 5

"Des Suks neue Kleider"

So oder so ähnlich könnte man (humorvoll) die neue "Verpackungsstrategie" von cpo nennen: weg von den Plastik-Cases hin zu Papp-Schachteln. Das ist sehr lobenswert, weil es Platz spart und die Umwelt entlastet. So auch mit dieser Suk-Box. Über die Qualität der Aufnahme kann man streiten. Ich finde sie toll und die Leistung des Berliner Orchesters ganz erstaunlich! Da hat Dirigent Petrenko gute Arbeit geleistet. Wenn man bei cpo nun noch die dünnen, plastikgefütterten Papierhemden abschaffen würde und Papphüllen wählte, dann wäre das ganz toll. So nur toll!
E.T.A. Hoffmann Edition (Jubiläumsausgabe zum 250. Geburtstag) E.T.A. Hoffmann Edition (Jubiläumsausgabe zum 250. Geburtstag) (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
2 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Hoffmanns "Tagseiten" entdecken

E. T. A. Hoffmanns Ruf gründet zu Recht primär auf seiner formal hochgradig innovativen und psychologisch-metaphysisch tiefsinnigen schwarzromantisch Literatur - die "Nachtseiten" der Romantik. Dass seine grösstenteils früher entstandenen musikalischen Werke ganz andere, faszinierende, wenngleich weniger innovative und abgründige Seiten dieses Multitalents offenbaren, zeigt diese vielseitige Box, die pünktlich zum Hoffmann-Gedenkjahr erscheint. Sie zeigt die "Tagseiten" der Romantik, oder besser: der Klassik, denn Hoffmanns musikalische Werke stehen klar in dieser Tradition. Die acht CDs decken Klaviermusik, Kammermusik, Orchestermusik verschiedener Gattungen, geistliche Vokalmusik ein Singspiel und ein Melodram ab. Eine vielseitigere Tour d'Horizon durch Hoffmanns Musikschaffen hat es noch nie gegeben. Seine klanglich überwiegend leichte und doch stellenweise opulente Musik liegt hier in ansprechenden Interpretationen vor. Einziger Wermutstropfen sind das Fehlen der Texte der Vokalmusik und die teilweise knappe musikwissenschaftliche Besprechung der Werke im ansonsten reichhaltigen Libretto. Es sei jedem empfohlen, neben den literarischen "Nachtseiten" auch die musikalischen "Tagseiten" in Hoffmanns Schaffen zu entdecken.
Violinkonzerte Nr.1 D-Dur op.42 & Nr.2 F-Dur op.86 Violinkonzerte Nr.1 D-Dur op.42 & Nr.2 F-Dur op.86 (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
3 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
2 von 5

Romantik - stilistisch wie emotional

Die drei vorliegenden Werke für Violine und Orchester Friedrich Gernsheims werden, und das zeigen schon die Zitate seines Biographen und das Resümee im Text des Begleitheftes, sehr ambivalent beurteilt. Es ist keine Virtuosenmusik. Es sind auch keine für Kritiker hochinteressanten Werke bezüglich der Kompositionstechniken. Aber, es sind wunderschöne Klänge für ein breites Publikum, die über das geschmähte Salonniveau hinausgehen. Es ist Musik im Beethovenschen Credo: Sie kommt von Herzen und geht zu Herzen! Linus Roth spielt sehr filigran mit stetem Vibrato jede Phrase aus. Maestro Zurl lässt dem Solisten und dem Orchester viel Zeit für die lyrischen Passagen, derer es sehr viele gibt. Ich finde, dass die Künstler ein gutes Maß für die Tempi, das Rubato und die Dynamik gefunden haben. Eine reichliche Stunde feinster Romantik!
Narcisse et Echo-Ballettmusik op.40 Narcisse et Echo-Ballettmusik op.40 (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Fantastisch

Ich stimme vollkommen zu, dass diese Musik eng mit Ravels Daphnis verwandt ist. Das geht über den bloßen Anlass als Komposition für die Ballett Russes hinaus und zeigt sich in der impressionistisch schillernden Musik, wie auch in der Besetzung eines vokalisierenden Chores, hier zusätzlich mit Solotenor. Auch inhaltlich steht dieses Ballett in der Tradition gemeinsam mit Ravel, Stravinsky.
Die Bamberger präsentieren die Musik wunderbar durchscheinend, sehr farbig. Dabei gelingen auch sehr dramatische Momente, die dann auch mal kernigen Blech- und Holzbläserklang bieten. Kurz: Es neigt überhaupt nicht zum Klang-Einheitsbrei.
Das symphonische Prelude der fernen Prinzessin ist ebenfalls sehr interessant. Hier trifft eine ausgesprochen spätromantische Melodik und Harmonik auf erste Züge des späteren Stils, der sich dann im Narcisse vollkommen zeigt.
1 bis 10 von 11 Rezensionen