Rezensionsübersicht

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Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

14 Rezensionen

Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.
Judicium Salomonis Judicium Salomonis (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

"Ausdruck sämtlicher Emotionen"

Diese Feststellung Charpentiers über Carissimis Kompositionskunst (Booklet S. 20) mag vielleicht selber eine Emotion gewesen sein. Sicher, die eingespielten Motetten und (kleinen) Oratorien (ganze acht an der Zahl) sind hübsche Stücke, gut gemacht und nett anzuhören. Aber "Ausdruck sämtlicher Emotionen"? Das scheint eher auf das Spiel des Boston Early Musik Festival Ensembles zuzutreffen. In bewährter, hochprofessioneller Manier, vokal und instrumental perfekt harmonierend bieten die Musikerinnen und Musiker der "Bostoner" eine hörenswerte Inszenierung der Musik Carissimis. Ein dickes, informatives Booklet mit allen Texten rundet den erfreulichen Eindruck ab. Schön!
Sämtliche Kantaten für  Tenor & Bass Sämtliche Kantaten für Tenor & Bass (CD)
4 von 5 Sterne
Gesamteindruck:
4 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
4 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Mal wieder was Neues

Das weiß man gar nicht mehr und der ausgezeichnete Booklettext hilft einem auf die Sprünge: Die Kirchenkantate im frühen 18. Jahrhundert war eher kammermusikalisch ausgerichtet. Und eigentlich war es Bach, der die Kantate durch eine eher chorsinfonische Praxis „reformierte“ (s.Booklet S.7). Graupner gehörte noch zu denen, die die „alte“ Praxis pflegten und cpo lädt uns nun ein, das zu erleben, besser: zu erhören. Die neue Graupner-CD präsentiert sechs Kantaten für Tenor, Bass und Instrumenten, also ganz in der kammermusikalischen Tradition, ohne Chor. Sie sind alle recht kurz (max, 15 Min.) und ständig im Wechsel zwischen Arien und Rezitativen, in drei Kantaten auch mit Chorälen. Drei Kantaten nehmen eine Sonderstellung ein und bestehen nur aus drei, bzw. vier Arien. Für etwas Abwechslung ist also durchaus gesorgt. Auch wäre der Graupner nicht der Graupner, wenn er nicht auch kompositorisch immer mal wieder für Überraschungen sorgen würde und die Texte nicht musikalisch bestens versorgte. Das tut er aber und so machen die Kantaten durchaus Freude.
Freude machen auch die Interpreten. Georg Poplutz ist ein prächtiger Tenor, der seine Partien glänzend meistert. Bassist(?) Dominik Wörner macht mich nicht ganz so glücklich. Graupner schreibt zuweilen in recht tiefer Basslage. Wörners baritonale Stimme kommt da vom Volumen her nicht so ganz hin. Die Wahl einer „echten“ Bassstimme wäre da m.E. passender gewesen. Florian Heyericks BachConsortist ist fast schon über jede Kritik erhaben. Fabelhaft machen die das! Fabelhaft auch das Booklet. Ausführliche Kommentaren und alle Texte sind zu finden. Prima: Mal wieder was Neues! Auf hohem Niveau.
Symphonien op.4 Nr.4-6 Symphonien op.4 Nr.4-6 (CD)
5 von 5 Sterne
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Beste Unterhaltung

Mit dem Erscheinen der letzten drei Sinfonien Op.4 hat Stagione Frankfurt nun seine Gesamtaufnahme der Sinfonien den Franz Ignaz Beck abgeschlossen. Das ist schön. Zudem hat cpo die GA auch in einer geschmackvollen 4-CD-Box herausgebracht. Alle 12 Sinfonien op.3 und op.4 sind nun kompakt und sehr preiswert verfügbar. Als „Zugaben“ gibt es noch zwei Ouvertüren und vier kurze Ausschnitte aus seinem Melodram „Pandore“ oben drauf. Und? Was erwartet den Hörer? Da wäre erst einmal ein großartiges Orchester. Das auf Originalinstrumenten spielende Ensemble „La Stagione“ aus Frankfurt meistert die Kompositionen unter der Leitung von Michael Schneider auf temperamentvolle und virtuose Art und Weise und macht aus Becks Musik beste Unterhaltung. Nicht mehr? Das liegt sicher nicht an den Interpreten. Doch so interessant Becks Kompositionen auch sein mögen, über die „beste Unterhaltung“ kommen sie nicht hinaus und an Haydns Genialität nicht heran. Vielleicht wollte der Beck ja auch gar nicht mehr, als sein Publikum bestens unterhalten. Beck verzichtet auf effektvolle Instrumentation. Pauken und Trompeten fehlen. Auch deshalb stellt sich eine relative Gleichförmigkeit des Hörerlebnisses ein, das Beck aber zuweilen durch schöne musikalische Einfälle ausgleicht. Wie gesagt: Beste Unterhaltung. CD und Box werden durch schöne und informative Booklets ergänzt. Leider stecken die vier CDs in der Box wieder in dünnen Papier-Hemdchen. Egal. Eine besonders für das Repertoire wertvolle Veröffentlichung!
Streichquartette Vol.2 Streichquartette Vol.2 (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Erneute Hörarbeit

In der Rezension zu Vol.1 der Weigl-Streichquartette bei cpo würdigte ich die enorme Leistung des Thomas Christian Ensembles und die anspruchsvolle Hörarbeit, die Hörer der Streichquartette aufbringen müssen. Die neue Weigl-Quartett-CD ist da nicht anders.
Wieder handelt es sich bei den Quartetten 6 und 4 um über halbstündige Werke. Hinzu kommen drei kurze Intermezzi. Und wieder fordert der Karl Weigl von seinen Hörern ganze Arbeit. Nichts zum Nebenherhören, keine kurzweiligen Einlagen, sondern kapitale
„Brocken“, die man sich erarbeiten muss. Und wieder hilft der sehr ausführliche Kommentar im Booklet dabei, so dass die CD zu einem echten Kammermusik-Hörerlebnis werden kann. Wertvoll!
Magnificat Wq.215 Magnificat Wq.215 (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Klang und Aufnahme

sollten (neben Komposition und Perfomance) nicht vergessen werden: klar und raumfüllend, als wenn man selber im Saal säße.
Salterio obbligato Salterio obbligato (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Sehr schön!

Wussten Sie, was ein „Salterio“ ist? Ich gebe zu: nein! Diese neue wunderschön gestaltete cpo-Neuheit hilft mir auf die Sprünge. Das Salterio ist der Vorläufer (seit 18. Jahrhundert) des Hackbretts. Die Saiten werden mit Klöppeln angeschlagen. Das klingt wunderbar, ungewohnt und intim. Sehr schön. Die Solistinnen und Solisten des nuova aspetto, allen voran die Salterio-Solistin Elisabeth Seitz, bringen den ganzen Zauber des Salterios in allen möglichen Ensembles zum Klingen, Das Programm wechselt zwischen Rezitativen, Arien, Motetten und Instrumentalstücken. Der Klang des Saltertio ist allgegenwärtig. Besonders schön in dem Salterio-Konzert (Track 7) von Comaposada. Toll ist das alles und besonders schön interpretiert. So manchmal klingt das nach Harfe. Ist es aber nicht! Sehr schön – und das sei nochmals betont – ist auch die CD-Verpackung: ein geschmackvoll bebildertes Papp-Klappalbum mit Einstecktasche für das sehr informative Booklet. Toll! Sehr nobel! Auch ein edles Geschenk – oder Selberschenken.
Symphonie Nr. 2 c-moll op.85 Symphonie Nr. 2 c-moll op.85 (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Wieder unverständlich

In meiner Rezension zu seiner 3.Sinfonie vermerkte ich schon, wie unverständlich es ist, dass solche Musik so in Vergessenheit geraten konnte. Die gleiche Feststellung gilt auch für die Aufnahme seiner 2.Sinfonie und seines "Falstaff". Wieso nur? Erklärlich wird das wohl nur an der "Vormachtstellung der Großen" und ggf. auch an einem Überangebot an Sinfonik der Spätromantik. Denn da schläft tatsächlich noch viel in den Schubladen. Schön, dass Dirigent Stockhammer und das RSB Berlin dem in Sachen Kaun nun ein Ende setzen. Denn man höre selbst: Das ist große Sinfonik! Vielleicht in manchen Teilen nicht ganz große, aber doch zu Schade, um nicht aufgeführt zu werden. Und das machen die Musiker aus der Berlin und die Techniker ganz ausgezeichnet. Toll! Kann man nur hoffen, dass die Kaun-Reihe weitergeht.
Sinfonias Sinfonias (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Goldstücke

Naja, was hätte der Graupner geleistet, wenn er statt Bach die Stelle als Thomaskantor in Leipzig bekommen hätte. Eines ist sicher: Er hätte viel Kirchenmusik komponieren müssen und wir könnten uns wohl kaum an einer so großen Auswahl an Orchestermusik erfreuen, wie sie uns jetzt vorliegt. Eine schöne Auswahl in bestechender Interpretation präsentiert Dirigent Florian Heyerick mit Il Gardellino auf dieser neuen cpo-Do-CD. 10 Sinfonien in unterschiedlichen Längen und Besetzungen und eine Ouvertüre und Intrada zeigen Graupner als einen begnadeten Orchesterkomponisten voller Ideen und die Interpreten als ideale Verwalter dieser Kunst. Das Booklet liefert informative Texte und der Klang ist sauber und durchsichtig. Was will man mehr? Goldstücke!
1 bis 10 von 14 Rezensionen