Rezensionsübersicht

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Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

17 Rezensionen

Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.
Orchesterwerke Box 1 Orchesterwerke Box 1 (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Ein doppeltes Bravo

Das erste Bravo: Wer sonst als cpo wagt sich an eine Gesamtausgabe der Orchesterwerke Hindemiths? Und das noch unter der Leitung eines einzigen Dirigenten? Man mag ja Hindemiths Musik mögen oder nicht, dieses Ende der 80/90er Jahre entstandene Mammutprojekt gehört ein großes BRAVO. Mit drei australischen Orchestern legt der leider schon verstorbene Dirigent Albert Interpretationen vor, die keinen Vergleich mit den großen Namen zu scheuen brauchen. Häufig - im wörtlichen Sinn - einzigartige Aufnahmen!
Das zweite Bravo: cpo legt die GA der Hindemith-Werke in zwei Boxen neu auf. Die hier zu besprechende Box 1 enthält die großen sinfonischen Werke. Mein Farvorit: Die Sinfonie in Es (CD 4), wo man ahnen kann, dass Hindemith ein Bruckner-Verehrer war. Und: Endlich präsentiert cpo eine Box so, wie sie die CD-Freunde erwarten: Die 6 CDs stecken in stabilen, beschrifteten und schön gestalteten Papp-Hüllen und nicht in dünnen Papier-Hemdchen. Hinzu kommt ein fettes 71-seitiges Booklet.
Doppelt BRAVO!
Cembalokonzerte As-Dur & F-Dur Cembalokonzerte As-Dur & F-Dur (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Zwischen barockem und klassischem Stil

So drückt es Dirigent und Solist Marcin Swiatkiewicz in dem sehr lesenswerten Artikel des Booklets (vgl. S. 7) aus und kennzeichnet damit den Stil von Janitschs Musik und findet gleichzeitig einen Grund, warum so viele Komponisten der Musikgeschichte in der Versenkung verschwanden. Gott sei Dank haben wir ja cpo (und auch noch andere Labels), die mit ihren Produktionen diesem bedauernswerten Umstand entgegen wirken. Ob immer alles eine CD-Aufnahme wert ist? Nun, in Sachen Janitsch kann sich der Hörer ein (Hör-)Bild machen. Schöne Musik ist das. Der frühe Haydn lässt grüßen oder die späten Bach-Söhne. Jedenfalls profitiert die Musik auch von den erstklassigen Interpreten. Historisch informiert und in keiner Besetzung beginnen die Werke zu leuchten: zwei kleine Sinfonien (je ca.10 Min) und zwei Cembalokonzerte (je ca. 17 Minuten). Ganz toll gemacht! Nur: Mit einer Gesamtspielzeit von 54 Minuten ist die Spielzeit der CD doch recht dürftig und ein "Füller" hätte sich angeboten. Egal. Auch so wird die CD ihre Freunde finden.
Judicium Salomonis Judicium Salomonis (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

"Ausdruck sämtlicher Emotionen"

Diese Feststellung Charpentiers über Carissimis Kompositionskunst (Booklet S. 20) mag vielleicht selber eine Emotion gewesen sein. Sicher, die eingespielten Motetten und (kleinen) Oratorien (ganze acht an der Zahl) sind hübsche Stücke, gut gemacht und nett anzuhören. Aber "Ausdruck sämtlicher Emotionen"? Das scheint eher auf das Spiel des Boston Early Musik Festival Ensembles zuzutreffen. In bewährter, hochprofessioneller Manier, vokal und instrumental perfekt harmonierend bieten die Musikerinnen und Musiker der "Bostoner" eine hörenswerte Inszenierung der Musik Carissimis. Ein dickes, informatives Booklet mit allen Texten rundet den erfreulichen Eindruck ab. Schön!
Sämtliche Kantaten für  Tenor & Bass Sämtliche Kantaten für Tenor & Bass (CD)
4 von 5 Sterne
Gesamteindruck:
4 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
4 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Mal wieder was Neues

Das weiß man gar nicht mehr und der ausgezeichnete Booklettext hilft einem auf die Sprünge: Die Kirchenkantate im frühen 18. Jahrhundert war eher kammermusikalisch ausgerichtet. Und eigentlich war es Bach, der die Kantate durch eine eher chorsinfonische Praxis „reformierte“ (s.Booklet S.7). Graupner gehörte noch zu denen, die die „alte“ Praxis pflegten und cpo lädt uns nun ein, das zu erleben, besser: zu erhören. Die neue Graupner-CD präsentiert sechs Kantaten für Tenor, Bass und Instrumenten, also ganz in der kammermusikalischen Tradition, ohne Chor. Sie sind alle recht kurz (max, 15 Min.) und ständig im Wechsel zwischen Arien und Rezitativen, in drei Kantaten auch mit Chorälen. Drei Kantaten nehmen eine Sonderstellung ein und bestehen nur aus drei, bzw. vier Arien. Für etwas Abwechslung ist also durchaus gesorgt. Auch wäre der Graupner nicht der Graupner, wenn er nicht auch kompositorisch immer mal wieder für Überraschungen sorgen würde und die Texte nicht musikalisch bestens versorgte. Das tut er aber und so machen die Kantaten durchaus Freude.
Freude machen auch die Interpreten. Georg Poplutz ist ein prächtiger Tenor, der seine Partien glänzend meistert. Bassist(?) Dominik Wörner macht mich nicht ganz so glücklich. Graupner schreibt zuweilen in recht tiefer Basslage. Wörners baritonale Stimme kommt da vom Volumen her nicht so ganz hin. Die Wahl einer „echten“ Bassstimme wäre da m.E. passender gewesen. Florian Heyericks BachConsortist ist fast schon über jede Kritik erhaben. Fabelhaft machen die das! Fabelhaft auch das Booklet. Ausführliche Kommentaren und alle Texte sind zu finden. Prima: Mal wieder was Neues! Auf hohem Niveau.
Symphonien op.4 Nr.4-6 Symphonien op.4 Nr.4-6 (CD)
5 von 5 Sterne
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Beste Unterhaltung

Mit dem Erscheinen der letzten drei Sinfonien Op.4 hat Stagione Frankfurt nun seine Gesamtaufnahme der Sinfonien den Franz Ignaz Beck abgeschlossen. Das ist schön. Zudem hat cpo die GA auch in einer geschmackvollen 4-CD-Box herausgebracht. Alle 12 Sinfonien op.3 und op.4 sind nun kompakt und sehr preiswert verfügbar. Als „Zugaben“ gibt es noch zwei Ouvertüren und vier kurze Ausschnitte aus seinem Melodram „Pandore“ oben drauf. Und? Was erwartet den Hörer? Da wäre erst einmal ein großartiges Orchester. Das auf Originalinstrumenten spielende Ensemble „La Stagione“ aus Frankfurt meistert die Kompositionen unter der Leitung von Michael Schneider auf temperamentvolle und virtuose Art und Weise und macht aus Becks Musik beste Unterhaltung. Nicht mehr? Das liegt sicher nicht an den Interpreten. Doch so interessant Becks Kompositionen auch sein mögen, über die „beste Unterhaltung“ kommen sie nicht hinaus und an Haydns Genialität nicht heran. Vielleicht wollte der Beck ja auch gar nicht mehr, als sein Publikum bestens unterhalten. Beck verzichtet auf effektvolle Instrumentation. Pauken und Trompeten fehlen. Auch deshalb stellt sich eine relative Gleichförmigkeit des Hörerlebnisses ein, das Beck aber zuweilen durch schöne musikalische Einfälle ausgleicht. Wie gesagt: Beste Unterhaltung. CD und Box werden durch schöne und informative Booklets ergänzt. Leider stecken die vier CDs in der Box wieder in dünnen Papier-Hemdchen. Egal. Eine besonders für das Repertoire wertvolle Veröffentlichung!
Streichquartette Vol.2 Streichquartette Vol.2 (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Erneute Hörarbeit

In der Rezension zu Vol.1 der Weigl-Streichquartette bei cpo würdigte ich die enorme Leistung des Thomas Christian Ensembles und die anspruchsvolle Hörarbeit, die Hörer der Streichquartette aufbringen müssen. Die neue Weigl-Quartett-CD ist da nicht anders.
Wieder handelt es sich bei den Quartetten 6 und 4 um über halbstündige Werke. Hinzu kommen drei kurze Intermezzi. Und wieder fordert der Karl Weigl von seinen Hörern ganze Arbeit. Nichts zum Nebenherhören, keine kurzweiligen Einlagen, sondern kapitale
„Brocken“, die man sich erarbeiten muss. Und wieder hilft der sehr ausführliche Kommentar im Booklet dabei, so dass die CD zu einem echten Kammermusik-Hörerlebnis werden kann. Wertvoll!
Magnificat Wq.215 Magnificat Wq.215 (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Klang und Aufnahme

sollten (neben Komposition und Perfomance) nicht vergessen werden: klar und raumfüllend, als wenn man selber im Saal säße.
1 bis 10 von 17 Rezensionen