Rezensionsübersicht

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Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

18 Rezensionen

Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.
Symphonien Nr.1-12 Symphonien Nr.1-12 (CD)
4 von 5 Sterne
Booklet:
4 von 5
Gesamteindruck:
4 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Strukturen und Empfindungen

Bei Milhaud hat man Eindruck, dass Gefühle und Eindrücke prägend sind für das Entstehen seiner Sinfonien. Typisch französisch möchte man sagen. Und in der Tat finden sich Spontaneität und Leichtigkeit in bestem Einklang mit großformatigen Arbeiten. Feine, subtile Instrumentationen und gewaltige Klangmassen (Sinfonie Nr.3-Te Deum) - bei Milhaud ist immer alles möglich. Im Booklet wird sehr schön genannt, dass man bei Takten zuweilen gar nicht weiß, wie es weitergehen wird. Doch Milhau findet immer einen Weg, seinen Weg, der zu einer ganz persönlichen Tonsprache führt. Das ist nicht immer leicht zu hören, doch immer interessant und spannend. Sicher auch ein Verdienst von Dirigent Alun Fancis, der m.W. die einizige GA von Milhauds 12 Sinfonien vorgelegt hat. Die ist bei cpo nun als preiswerte Klappdeckelbox wieder veröffentlicht worden. 8 CDs wurden - leider wieder in dünnen Papier-Hemdchen gesteckt - in einer schmucken Box mit einem 27-seitigen Booklet versammelt. Das Booklet ist prima. Wieder braucht man wegen der kleinen Schrift gute Augen und ggf. Englischkenntnisse. Der Te-Deum-Text wurde - leider - nicht ins Deutsche übersetzt. Das RSO Basel bewältigt die z.T. anspruchsvollen Partituren bestens und auch über die Aufnahmetechnik kann man nicht klagen. Wieder so ein einzigartiges Sinfonien-Projekt von cpo! Einfach toll!
Orgelwerke Orgelwerke (SACD)
3 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
3 von 5
Klang:
2 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Wahl der Orgel

Es gibt genug historische Orgeln aus der Spätomantik, warum dann diese Orgel?
Symphonien D-Dur (1834) & g-moll (1832) Symphonien D-Dur (1834) & g-moll (1832) (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Starke Stücke

Dies ist bei cpo nun die 4.Folge der starken Potter-Stücke. Wieviel mögen noch kommen? Noch eine? Noch zwei? Bei dem Sinfonien-Durcheinander beim Cipriani Potter weiß man ja nie so genau. Egal. cpo wird es wohl wissen! Denn was das Label bislang an Produktionen vorgelegt hat, sind echt lauter „starke Stücke“, Stücke die über Beethoven hinausgehen und ihren ganz eigenen Charakter haben. Das hatte ja wohl auch Richard Wagner erkannt, als er die g-moll-Sinfonie in England dirigierte. Diese Sinfonie – welche Nummer auch immer – wurde wohl nicht nur deshalb die bekannteste der Reihe. Diese Einspielung – wieder mit dem formidablen Orchester aus Wales und dem bewährten Griffths am Pult – ist deshalb nicht die erste. Aber die beste! Wieder gehen die Akteure die Kompositionen mit großem Schwung, Leidenschaft und Energie an. Auch Gefühl und Sentiment kommen nicht zu kurz. Das Orchesterspiel ist ausgezeichnet. All das gilt natürlich auch für die D-Dur-Sinfonie und ein beigegebenes Bravourstück, das Duo concertant für Geige, Piano & Orchester. Das ist schöne, virtuose Musik und ebenso toll gespielt. Die CD ist mit fast 80 min voll gepackt. Endlich mal wieder wurde die Spielzeit voll ausgenutzt. Booklet und Aufnahmetechnik sind wieder bestens. Da freut man sich doch auf die Fortsetzung – oder?
Compiete con Lettanie et Antifone della Beata Vergine op.7 (1662) Compiete con Lettanie et Antifone della Beata Vergine op.7 (1662) (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
4 von 5
Gesamteindruck:
4 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Asketisch-opernhaft

Die Produkt-Info schreibt von dem Widerstreit im 17.Jahrhundert, wie man am besten Gott lobsingen könne: entweder asketisch-herb oder prunkvoll-opernhaft. Beides hatte wohl Bestand. Wohl auch deshalb, weil es Komponisten ab, die den „goldenen“ Mittelweg fanden. Dazu gehörte sicherlich der Giovanni Legrenzi. Seine klösterlichen Klage- und Mariengesänge sind von kunstvoller Schlichtheit und erhabener Größe. Mit delikater Instrumentalbegleitung erwachen die 15 Gesänge zu bewegendem Leben. Zu danken ist das auch dem Ensemble Polyharmonique mit 6 Sängerinnen und Sängern und 4 Instrumentalisten. Unter der Leitung von Alexander Schneider wird toll musiziert, lupenrein intoniert und homogen aufeinander gehört. Ein wunderbares Ensemblespiel! Auch die Gesangsleistungen sind – mit einer kleinen Einschränkung – zu loben. Nur das: Mich wundert, dass es in vielen Gesangsensembles und Solobesetzungen kaum noch einen „echten“ Bass mehr gibt. Zumeist sind die Bassstimmen baritonal hell gefärbt, was zu Folge hat, das tiefe Passagen oft zur stimmlichen Überforderung werden. So auch Bassist Matthias Lutze, der hörbar Mühe im tiefen Register hat. Ein kleine Einschränkung einer im ganzen hervorragenden Chorleistung. Sei abschließend positiv vermerkt: Immer wieder kritisiere ich, dass cpo die CDs in den neuen Klappboxen in dünne Papierhemdchen steckt oder Libretti nur noch über ein Download zu haben sind. Nun aber ist festzustellen, dass wohl alle Booklets als PDF auch komplett gedownloaded werden können, auch wenn die Texte im Booklet abgedruckt worden sind. So auch bei dieser CD. Wem also das keine Booklet nicht hilft (z.B. zu kleine Schrift), der kann sich nun so bedienen. Gut und weiter so!
Streichquintett a-moll op.7 Streichquintett a-moll op.7 (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Gewaltig

...ist das Hauptwerk dieser neuen CD der Komponistin Müller-Hermann: Das Streichquintett op.7 dauert mehr als 40(!!) min. Da braucht man schon Sitzfleisch oder Begeisterung für anspruchsvolle Kammermusik. Bei mir hält sich beides in Grenzen. Ich bin kein Kammermusik-Kenner und höre zu, was mir gefällt. Natürlich gefällt mir, wie das Ensemble spielt. Die Fünf verstehen ihren Job! Toll! Das Streichquintett und die beigegebene Cello-Sonate op.17 sind keine leichte Kost und spiegeln sehr schön die Epoche der ausgehenden Romantik wider. In jedem Fall sehr schöne Ergänzungen des Repertoires, die es aber schwer haben werden, den Weg auf Konzertpodien zu schaffen.
Die Aufnahmetechnik und die Bookletqualität sind bestens.
Gorenjski slavcek (Die Nachtigall von Gorenjska / Oper in 3 Akten) Gorenjski slavcek (Die Nachtigall von Gorenjska / Oper in 3 Akten) (CD)
4 von 5 Sterne
Booklet:
2 von 5
Gesamteindruck:
4 von 5
Klang:
4 von 5
Künstlerische Qualität:
4 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Schöne Musik und ein dickes Fragezeichen

Schöne Musik, aber wer soll das verstehen? Da wird eine fast vergessene, zu ihrer Zeit sehr erfolgreiche Oper wieder entdeckt und mit beachtlichem Niveau eingespielt. Aber wer soll sie verstehen? Der Titel der Oper verrät nur wenig über die Handlung. Irgendwie geht es wohl um eine besondere Stimme. Die kurze Handlungsbeschreibung auf den Booklet-Seiten 9+10 bestätigt das und man weiß dann, worum es geht. Aber reicht das? Es wird auf Slowenisch gesungen. Gut und schlecht. Das ist die Heimatsprache der Urfassung, die oft bearbeitet wurde. Doch rechte Opernfreunde wollen nicht nur über den Inhalt informiert werden, sondern genau wissen, gar mitlesen, was und wovon in Arien, Duetten, Chören etc. gesungen wird. Ein Libretto sucht man im Booklet – wie leider oft – vergebens und hofft nun, durch den abgedruckten QR-Code zu einem Libretto zu gelangen. Dazu sollte man sich schon an den PC begeben, denn auf dem Handy ist der Text noch schwerer lesbar als im kleinen Booklet. Klappt! Doch dann die Ernüchterung: Der Librettotext erscheint in Slowenisch und...Englisch! Alle Musikfreunde, die nicht ausreichend der Sprache mächtig sind, sind wieder angeschmiert. Und das ist sehr schade! Denn die Grazer Aufführung hätte es auch verdient, mit der deutschen Sprache gewürdigt zu werden. So kann man nur ein zwar reich bebildertes, aber unvollständiges Booklet, eine solide Aufnahmetechnik und erstaunlich gute Solisten und Instrumentalisten bewundern.
Hätte man alles besser machen können…!
Orgelwerke Orgelwerke (SACD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Die Wucht in Tönen

Man kennt ihn spätestens seit seinem einzigartigen, 22 CDs umfassenden Orgel-Tripp durch die Landschaften barocker Kompositionen und Komponisten aus Norddeutschland und aus Ausflügen ins In- und Ausland: Friedhelm Flamme, Organist und Pädagoge und – so scheint es - ständig auf der Suche nach Neuem, neuen Komponisten und deren Werken. Norddeutschland wäre da ja abgehakt. Nun geht’s nach Mitteldeutschland und er findet einen Komponisten, den wohl nur Kenner kennen. Flamme gehört dazu. Und für ihn ist der Name Richard Bartmuß nicht einmal ganz neu. Der sehr lesenswerte Flamme-Text im Booklet (S.4-9) ist die Kurzfassung einer Abhandlung, die bereits 2023 veröffentlicht wurde. Nun in 2025 hat es auch mit einer Aufnahme seiner Werke geklappt. Dazu reiste Flamme nach Goslar und bespielte die wunderbare Orgel der dortigen Marktkirche. Und wie er sie bespielte! Auf S.10 des Booklets steht so schön: „...welches keine Wünsche offen lässt“. Gemeint ist natürlich die Qualität der Orgel. Auch zu Flamme passt der Satz. Auch sein Spiel lässt keine Wünsche offen. Er wählt phantasievoll unter den 58 Registern aus und lässt den ganzen romantischen Überschwang der Kompositionen erklingen. Eingespielt hat Flamme die Sonaten Nr.1 und 3, zwei Choralphantasien und drei weitere kurze Stücke. Die gesamte Auswahl bringt auf spannende Art und Weise die genialen Kompositionen des Richard Bartmuß, die unendlichen Möglichkeiten der Goslarer Orgel und die besondere Spielkunst des Friedhelm Flamme zu Gehör. Flinke Finger und lange Beine hat er ja. Und eine große musikalische Persönlichkeit. Wie gesagt: Eine Wucht in Tönen!
Flötenquintette op.50 Nr.1-3 Flötenquintette op.50 Nr.1-3 (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Heiter, vielseitig und unbeschwert

Drei Quintette des Franz Danzi. Was soll da schon schief gehen!? Die fünf Herrschaften des Ardinghello Ensembles gehen diese Stücke deshalb auch mit Schwung, Leidenschaft und Spielfreude an. Kaum ein Blasinstrument verbreitet ja so rasch gute Laune wie die Flöte. Und wenn Karl Kaiser sie spielt, erst recht! Der verfasste auch den sehr lesenswerten Booklettext und kommt auf Seite 6 zum Fazit: „Insgesamt stellt Franz Danzi in den drei Quintetten einen weitgefassten Kanon von Formen, Farben, Emotionen und Assoziationen vor“. Dem ist nichts hinzuzusetzen! Klassik, Romantik und Volkstümlichkeit. Durchaus öffnete Danzi in manchen Werken „das Tor zur Romantik“ (Booklettext-Titel) und doch lässt sich die Mannheimer Schule mit seiner zumeist heiteren musikalischen Gangart nie abschütteln. Das macht die Musik umso schöner. Das Ensemble wird diesen Ansprüchen auf Schönste gerecht. Eine schöne neue CD – nicht nur für die Kaffeestunde.
1 bis 10 von 18 Rezensionen