Vampire in Temstown
Die letzte Vampir-Epidemie in Temstown liegt schon zwanzig Jahre zurück.
Dann dann ist eines Tages das Grab einer jungen Schauspielerin, die auf der Bühne zusammenbrach und starb, plötzlich leer. Und es sieht so aus, als ob sie daraus ausgebrochen wäre! Es kann sich also nur um einen Vampir handeln. Und tatsächlich folgen schnell Vampirangriffe.
Als ihr Freund Varney von dem Vampir gebissen wird, beschließen die Cousinen Mina, Buffy und Bella, Varney zu retten und Temstown von der Vampir-Epidemie zu befreien. Der Arzt möchte Varney studieren, um seine Karriere voranzutreiben, und sein Herz mit einem Weißdornpfahl durchbohren, da er nun ebenfalls zum Vampir wird und das die einzige Möglichkeit zu sein scheint, die Vampire zu bekämpfen. Die Mädchen wollen dies jedoch nicht zulassen und suchen nach einer anderen Lösung. Sie finden ein uraltes Buch, in dem steht, dass die Heilung von Vampiren möglich ist - und dass Frauen, die bisher nur von einem Medizinstudium träumen konnten, Erfolg in der Wissenschaft haben können ...
Doch die entscheidenden Seiten des Buches sind leer - und so beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit ...
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Nachdem "Nacht über Frost Hollow Hall" schon toll war, waren wir sehr gespannt auf "Dracula & Töchter" und freuten uns sehr darauf. Und wir wurden nicht enttäuscht - es war tatsächlich ein Highlight!
Das Cover passt perfekt zur Geschichte.
Emma Carrolls Schreibstil ist toll, er lässt sich absolut angenehm und flüssig lesen. Es gibt viele recht kurze Kapitel. Das Buch eignet sich perfekt sowohl zum Vorlesen als auch zum Selbstlesen, durch die Kapitellänge auch zwischendurch oder abends vor dem Einschlafen im Bett - wobei man dieses Buch eigentlich nicht mehr aus der Hand legen kann! Es ist so spannend und gut, dass man es am liebsten in einem Rutsch lesen möchte, weil man unbedingt erfahren möchte, wie es weitergeht. Es geht schon Schlag auf Schlag, die Geschichte hat viel Spannung, Gefahr - und damit natürlich auch Tempo. Für Kinder, die ruhige, langsame Geschichten mögen, ist es also die falsche Wahl. Wir haben es geliebt, und es passt auch einfach perfekt.
Die Geschichte ist extrem atmosphärisch und bildhaft, mit einer düsteren, gefährlichen, mysteriösen Grundstimmung. Auch dies hat uns sehr gefallen.
Auch die Figuren sind absolut gelungen. Toll finde ich hier gerade für Mädchen, dass v.a. diese drei Mädchen, daneben auch etwas ihre beiden Mütter, im Mittelpunkt stehen. In allererster Linie geht es aber zumindest in diesem Auftaktband um Mina, Buffy und Bella. Kinder lernen, dass Freundschaft usw. nichts mit Klassenunterschieden, Geld und dergleichen zu tun haben und dass diese Dinge dafür völlig irrelevant sind. Gerade für Mädchen finde ich auch den Fokus auf Frauen in der Medizin bzw. generell in der Wissenschaft toll, wenn man bedenkt, wie unterrepräsentiert Frauen in Medizin, Jura, generell in der Wissenschaft jedenfalls in Führungspositionen auch heute noch sind, dass der Frauenanteil immer noch erhöht werden muss etc.
Generell ist es super, dass hier mutige, starke, selbstbewusste und tolle Mädchen und Frauen im Mittelpunkt stehen! Und diese Mädchen und Frauen setzen sich gegenüber den Männern durch.
Es gibt überraschende Enthüllungen und Wendungen, nichts ist vorhersehbar, sodass es wirklich bis zum Schluss absolut spannend bleibt.
Der Fall bzgl. dieser Schauspielerin wird in diesem Auftaktband geklärt und gelöst, sodass dieser erste Band quasi in sich geschlossen ist und man ihn durchaus auch nur einzeln lesen könnte, ohne zwingend die ganze Trilogie lesen zu müssen - aber ich glaube kaum, dass irgendjemand diese Reihe nach diesem Auftaktband abbrechen wird! Dafür ist sie einfach viel zu gut. Wir sind richtig gespannt auf die beiden noch folgenden Bände und würden diese am liebsten sofort lesen.
Und die Geschichte hat auf jeden Fall das Potenzial für mehrere Bände! So ist die Abstammung der Kinder höchst spannend. Wir würden gerne etwas, am liebsten auch viel, über den Großvater erfahren, auch über die Mütter der Kinder, über ihre Heimat; vielleicht reisen sie ja auch noch hin?! Im ersten Band erfuhr man nur das Nötigste. Das hat absolut gereicht, macht die Leser aber auch extrem neugierig. Wir denken und hoffen, dass in den Folgebänden in dieser Hinsicht noch was kommen wird.
Einziger Kritikpunkt ist vielleicht das empfohlene Lesealter: ab 10. Das halte ich für oftmals zu früh, da ich nur wenige Kinder kenne, die so eine Geschichte in diesem Alter schon lesen können und wollen. Sie ist wirklich düster und gruselig durch die Thematik und Handlung. Aber hier ist jedes Kind verschieden ... ich persönlich würde das empfohlene Lesealter etwas anheben, jedenfalls gerade bei jüngeren Kindern aber empfehlen, das Buch erst mal selbst (an)zulesen und dann zu entscheiden, ob man es dem Kind schon zum Vorlesen oder Selbstlesen gibt oder ob man lieber noch etwas wartet damit.
Wenn es aber passt, dann kommen kleine und große Gruselfans aber voll auf ihre Kosten! Es ist das perfekte Buch für den Herbst und Winter, gerade jetzt vor Halloween oder auch im November.
Auch ich als Erwachsene fand das Buch richtig spannend und gut, konnte und wollte es ebenfalls nicht mehr aus der Hand legen. Wir haben es zusammen verschlungen.
Absolute Leseempfehlung!