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    Cellissima

    Aktiv seit: 16. März 2022
    "Hilfreich"-Bewertungen: 1

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    174 Rezensionen

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    Die Ernährungs-Docs - Unsere 100 besten Protein-Power-Rezepte

    Matthias Riedl
    Die Ernährungs-Docs - Unsere 100 besten Protein-Power-Rezepte (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    19.05.2026

    Das bisher beste Buch der Ernährungsdocs!

    Wir lieben die Bücher der Ernährungsdocs und waren daher sehr gespannt auf das neueste Buch - umso mehr, als ich bisher einen großen Teil meines täglichen Proteinbedarfs durch Eiweißshakes deckte, aber das Gefühl hatte, dass mir das nicht wirklich gut tut, aber auch nicht ständig Linsen, Falafel, Tofu u.Ä. essen wollte, sondern nach neuen Rezepten und Abwechslung suchte.

    Enthalten sind 100 Rezepte mit viel Protein. Es ist keineswegs ein Abnehmbuch, sondern für alle Menschen gedacht, da Proteine nicht nur für das ideale Gewicht, sondern generell dafür sorgen, dass man gesund bleibt. Richtig eingesetzt, kann man mit Eiweiß sogar Lebensjahre gewinnen - und diese eben vor allem auch gesund verbringen.

    Das Buch ist gewohnt hochwertig aufgemacht, oftmals mit ganzseitigen Fotos zu jedem Rezept. Es geht nicht nur darum, genügend Eiweiß zu sich zu nehmen, sondern auch um den richtigen Mix aus tierischem und pflanzlichem Eiweiß - denn nur so ist die Eiweißmenge auch wirklich gesund und lässt sich das Potenzial auch voll ausschöpfen.

    Vor dem eigentlichen Rezeptteil erfährt man alles über Proteine - was sie alles können, wie sie heilen können, welches Protein das beste ist, welche Lebensmittel besonders proteinreich sind usw. Schon dieser Teil war für mich äußerst lesenswert und lehrreich - So hört man bspw. immer, dass man pro kg Körpergewicht und Tag 1g Eiweiß essen sollte. Die Ernährungsdocs erklären aber, dass die meisten Menschen diese Formel falsch verstehen, daher zu viel Eiweiß essen, und dann zunehmen, da zu viel Eiweiß nämlich dick macht. Sie erklären natürlich auch, wie man die Formel richtig anwendet. Auch ich habe die Formel jahrelang falsch angewendet, jahrelang täglich zu viel Eiweiß gegessen - und mich gewundert, warum ich nicht schlank bin bzw. sogar noch zu-, jedenfalls aber nicht abnehme ... Ein zu viel an tierischem Eiweiß landet als Fett im Körper.

    Neu war für mich bspw. auch, dass pflanzliche Proteine die Wundheilung und den Gewebeaufbau fördern - ich hörte und dachte bisher immer, dass mein hochwertiger biologischer Proteinshake dem pflanzlichen Eiweiß überlegen sei, da das Immunsystem ja aus Eiweiß besteht und tierisches Protein besser verwertbar sein soll. Ich dachte also, dass ich meinem Immunsystem und bspw. auch der Wundheilung einen Gefallen tue, da tierisches Protein und somit auch mein Molkenshake eine hohe biologische Wertigkeit hat; tatsächlich war aber vielleicht sogar das Gegenteil der Fall. Ich werde nun mehr auf Eiweiß aus pflanzlichen Quellen setzen, das kommt mir als vegetarisch-vegan lebender Person sowieso zugute. Sogar die Fleischesser der Familie wurden durch die guten und einleuchtenden Erklärungen der Ernährungsdocs aufgeklärt und überzeugt und werden künftig mehr auf pflanzliches Eiweiß setzen.

    Es gibt auch einen Selbsttest, mit dem man herausfinden kann, ob man genug Eiweiß zu sich nimmt, sowie Tips und Tricks, um die tägliche Eiweißaufnahme zu erhöhen und weitere Tips dazu, wie man sich so ernährt, dass man gesund leben kann. Ebenso gibt es eine Tabelle, mit der man sehen kann, welche Lebensmittel wie viel Eiweiß enthalten.

    Die Rezepte selbst sind unterteilt in Frühstück, Hauptgerichte, kleine Gerichte sowie Süßes. Dank icons kann man sofort erkennen, welche Rezepte vegetarisch, vegan, low carb oder reich an Pflanzeneiweiß sind.

    Beim Frühstück fehlen mir persönlich schokoladige Rezepte (damit meine ich bspw. Rezepte mit rohem Kakao, der ein echtes superfood ist und für einen schönen schokoladigen Geschmack sorgt). Aber es gibt andere tolle Rezepte, bspw. Möhren-Erdmandel-Müsli Bircher Art und knuspriges Granola mit Urkorn und Soja oder Quarkbrötchen mit Buttermilch. Aber schokoladige Sachen fehlen mir schon. Hier hätte ich mir gewünscht, dass mehr an die Menschen gedacht wird, die morgens gerne was Schokoladiges essen. Denn Möglichkeiten, ein solches Frühstück mit gesunden Zutaten zu zaubern, gibt es genug.

    Manche Frühstücksrezepte, wie das bunte Gemüse-Omelett mit Hüttenkäse oder das Räuchertofu-Menemem, lassen sich auch perfekt mittags oder abends essen.

    Bei den Hauptgerichten findet man bspw. einen orientalischen Gemüseeintopf, bunte Minestrone mit Weißkohl, Hafer-crepes mit Linsengemüse, Kürbis-Hirse-Pfanne mit Spinat und Walnüssen, Kichererbsen-Fusilli mit Kürbis-Bolognese, Vollkorn-Spaghetti mit Soja-Bolognese, Vollkornnudelauflauf mit Ratatouille, Dinkel-Quark-Spätzle mit Pilzen und Tomaten, Grünkernbuletten mit Salat, gefüllte Zucchini mit Linsen-Risoni, Blumenkohl-Ofenkartoffeln mit Linsen-Dal ...

    Fleisch- und Fischesser finden auch einige Rezepte in diesem Buch. Doch es gibt auch wirklich mehr als genug Rezepte für Vegetarier.

    Bei den kleinen Gerichten findet man etwa Paprikasuppe mit Halloumi, Salat mit Ricotta-Küchlein, Kidneybohnen-Pilz-Falafeln mit grünem Salat, bunte Gemüsenudeln mit Erdnusssauce, überbackene Caprese-Schnitten, Gemüse-Fritatta mit Pilzen und Käse ...

    Alle Rezepte sind übersichtlich, klar strukturiert, bestens erklärt und verständlich. Portionen und Zeiten sind auf einen Blick erkennbar, ebenso die Nährwertangaben. Jedes Rezept mit einem Tip der Ernährungsdocs versehen. Benötigte Zutaten befinden sich in Listenform in einer Spalte, die Zubereitungsanleitung in einer separaten Spalte daneben. Alle Rezepte lassen sich problemlos zubereiten und haben uns extrem gut geschmeckt. Sehr viele davon sind sofort zu neuen Lieblingsrezepten geworden, die wir seitdem schon sehr oft gekocht haben.

    Bei den süßen Rezepten sind unsere absoluten Favoriten die Dinkel-Quark-Muffins mit Banane und Mandeln sowie die Quark-Buttermilch-Waffeln mit Schokosauce. Auch diese haben wir schon oft zubereitet. Ich persönlich hätte mir auch bei den süßen Rezepten ein paar richtig schokoladige Sachen gewünscht (die Mandel-energy-balls mit Datteln fand der Rest der Familie nicht schlecht, mir waren sie aber leider viel zu wenig schokoladig). Die fehlen mir irgendwie noch; das soll aber nicht ins Gewicht fallen, da der Rest des Buches einfach absolut großartig und überzeugend ist.

    Für uns ist es das bisher beste Buch der Ernährungsdocs. Wir benutzen es nahezu täglich, und das wird sich auch nicht mehr ändern. Aus unserer Küche ist dieses Buch nicht mehr wegzudenken. Es ist ein wirklich wertvolles, unverzichtbares Buch für alle, die ihren täglichen Proteinbedarf decken und Proteine für ihre Gesundheit nutzen wollen und ebenso gesunde wie leckere Rezepte suchen. Es ist eine wahre Schatzkiste an tollen Rezepten und es finden sich für Vegetarier und auch für Fleisch- und Fischessen wirklich mehr als genug Rezepte, sodass wirklich für jeden Geschmack mehr als genug dabei ist. Uns haben auf Anhieb sehr viele Rezepte angesprochen - und kein einziges Rezept hat uns enttäuscht, ganz im Gegenteil. Hier gibt es so viele neue Lieblingsrezepte. Und die ersten positiven Wirkungen ließen auch nicht lange auf sich warten. Absolute Empfehlung für dieses Buch!



    Moosland

    Katrin Zipse
    Moosland (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    10.05.2026

    Island im Jahre 1949

    Im Sommer 1949 kamen knapp dreihundert junge, ledige deutsche Frauen im Alter zwischen zwanzig und dreißig Jahren nach Island, um dort auf Höfen zu arbeiten. Diese Maßnahme war nötig, da es während des Krieges und danach in Island zu einer regelrechten Landflucht kam. So tauchten auch Frauen, die bisher in der Stadt lebten, nicht nur in ein neues Land, sondern auch sonst in jeder Hinsicht in eine ganz neue Welt ein.
    Diese jungen Frauen mussten also nicht nur den Krieg hinter sich lassen, sondern sich auch in einem völlig neuen und fremden Land und in einer völlig neuen und fremden Welt zurechtfinden. Eine völlig neue und fremde Sprache kam hinzu, dass die Frauen schon deshalb sehr alleine waren, weil sie nicht mit den Isländern reden konnten. Viele von ihnen lebten nie zuvor auf dem Land und auf einem Hof und hatten keine Ahnung, was sie erwartet. Und das Island der damaligen Zeit war zudem ganz anders als das Island, das wir heute kennen.
    Erstaunlich viele dieser Frauen fanden sich erstaunlich schnell und gut zurecht und blieben auf der Insel. Doch es gab auch die, die Schwierigkeiten hatten. Von einer solchen Frau erzählt Katrin Zipse in "Moosland". Diese Frau ist Elsa. Wir begleiten sie ab ihrer Ankunft auf der Insel eine ganze Weile - ihre Gefühle und Gedanken, ihren Alltag, ihr Leben, ihre Entscheidungen, wir lernen auch die Familie, der der Hof gehört und mit der sie zusammenlebt, sehr gut kennen ...
    ******
    Obwohl ich Island liebe, hatte ich noch nie zuvor von diesen Frauen, die damals auf die Insel kamen, gehört. Ich fand es sehr spannend, darüber zu lesen. Dass man so viel über sie und alles, was damit zu tun hat, erfährt liegt auch an dem hervorragenden und wirklich lesenswerten Nachwort der Autorin. Auch dies war ein Highlight für mich. Auch deshalb hat sich "Moosland" gelohnt.
    Überhaupt fand ich diese Idee sehr spannend, wichtig und gut. Katrin Zipse lässt Geschichte wieder lebendig werden bzw. macht Geschichte überhaupt sichtbar und beleuchtet, wie es ist, sich nach dem Krieg als junge Frau in einem völlig fremden Land, einer völlig fremden Welt, einer völlig fremden Sprache zurechtfinden zu müssen. Dies ist ihr jedenfalls über weite Strecken sehr gut gelungen. Andererseits blieben mir sowohl Elsa als auch diese isländische Familie aber leider auch streckenweise einfach zu fremd und distanziert, hatte ich leider streckenweise keinerlei Verbindung zu ihnen, sondern habe nur oberflächlich gelesen. Dies auch deshalb, weil der Roman meiner Meinung nach leider immer wieder Längen aufweist. Auch deshalb fiel es mir stellenweise leider schwer, dranzubleiben, und war ich froh, als ich dann die letzte Seite gelesen hatte. Sehr schade, denn auch Katrin Zipses Schreibstil fand ich großartig. Sie erzählt nüchtern, aber doch extrem atmosphärisch und bildhaft. Ich habe die Atmosphäre dieses Romans geliebt.
    Fazit: Tolle Idee, toller Schreibstil, aber leider mit Längen und daher nicht ganz überzeugend.
    Wer aber gute Literatur, Romane der leisen Töne liebt und nach Island reisen und mehr über das Land, die Leute und die Frauen, die damals nach Island kamen, und damit auch über die Geschichte erfahren möchte, dem kann man "Moosland" nur empfehlen! Obwohl ich am Ende leider nicht ganz überzeugt war, hat sich die Lektüre doch gelohnt.
    Flora Brimble und der verlorene Frühling

    Marcus Raffel
    Flora Brimble und der verlorene Frühling (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    04.05.2026

    Zu märchenhaft und zu düster

    Eine Geschichte, die in dem englischen Dorf Rye beginnt - hier wohnt Flora Brimble.
    Flora liebt es, Geschichten zu schreiben. Eines Tages findet sie sich selbst inmitten einer solchen wieder, nachdem der Winter einfach nicht mehr enden wollte und sie loszog, um den Frühling zu suchen. Nur die Maikönigin kann ihn zurückbringen - also muss Flora die Maikönigin finden. Auf ihrer Reise und Suche ist Flora nicht alleine, denn sie begegnet u.a. einem anderen Mädchen, Harriet, einem Kobold und einem Eichhörnchen.
    Doch auf dem Weg zu ihrem Ziel müssen sie Dunkelheit und Kälte und eine entsprechende Gegnerin besiegen ...
    ******
    "Flora Brimble" ist ein Buch, auf das wir uns sehr gefreut hatten und das wir so gerne geliebt hätten, das uns letztlich aber leider nicht wirklich überzeugen und begeistern konnte.
    Das Cover ist wunderschön, ebenso die Illustrationen zu Beginn eines jeden Kapitels, die Leseprobe war so gut ... vielleicht waren die Erwartungen dadurch zu hoch.
    Marcus Raffels Schreibstil ist wirklich großartig - er hat mir als Erwachsener mit am besten an diesem Buch gefallen. Raffel schreibt anspruchsvoll, aber doch angenehm und flüssig lesbar, und sein Schreibstil macht diese Geschichte unglaublich atmosphärisch und bildhaft.
    Die Figuren sind gelungen, v.a. Flora und Harriet sowie das Eichhörnchen.
    Der Beginn der Geschichte, der in Rye spielt, hat uns noch richtig gut gefallen, aber leider änderte sich das dann schnell.
    Uns war die Geschichte insgesamt erstens zu märchenhaft, was uns schon nicht gefallen hat. Wenn man Märchen lesen will, greift man zu einem Märchen, wenn man andere Geschichten lesen will, greift man zu anderen Büchern ... wir haben nicht erwartet und nicht damit gerechnet, dass "Flora Brimble" so sehr einem Märchen ähnelt.
    Zweitens ist die Geschichte leider auch sehr düster. Schon mir war das zu viel, den Kindern noch mehr.
    Das Buch wird ab 10 Jahren empfohlen ... ich bin nicht sicher, ob dieses empfohlene Lesealter wirklich passt. Man sollte das sehr individuell entscheiden. Ich kenne viele Kinder, denen ich dieses Buch nicht schon mit 10 Jahren geben würde. Wenn, dann nur, wenn man darüber spricht oder gleich zusammen liest - aber selbst zum Vorlesen wäre das für viele Kinder, die ich kenne, zu früh. Man sollte das Buch also am besten zuerst selbst lesen und dann entscheiden, wann man es seinen Kindern vorlesen oder geben möchte.
    Wir waren also leider eher enttäuscht von "Flora Brimble" und landen bei 3-3,5 Sternen.
    Fantasy, Magie, Freundschaft, Licht und Schatten, Angst und Mut, Menschen, Tiere und Natur, Spannung, Gefahr und ein großes Abenteuer stehen hier im Mittelpunkt.

    Mord in der Pension Möwennest

    Jess Kidd
    Mord in der Pension Möwennest (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.05.2026

    Atmosphärischer, gemütlicher und spannender klassischer britischer Krimi

    England im Jahre 1954: Nach dreißig Jahren im Kloster verlässt Nora Breen dieses. Ihr Weg führt sie nach Gore-on-Sea, einem kleinen Nest in Kent, genauer gesagt in die Pension Möwennest, wo ihre frühere Novizin und Freundin Frieda kürzlich auf mysteriöse Weise verschwunden ist, obwohl sie viel länger hätte bleiben sollen und ihr spurloses Verschwinden ohne ein Lebenszeichen gar nicht zu ihr passen. Nora spürt, dass etwas nicht stimmt, und will sich in der Pension und in dem Ort umsehen und -hören und der Sache auf den Grund gehen und herausfinden, was mit Frieda geschehen ist. Kurz darauf gibt es einen Todesfall in der Pension, der als Suizid abgetan wird - doch Nora ist nun noch mehr als zuvor davon überzeugt, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt, und beginnt selbst zu ermitteln. Und natürlich gibt es jemanden, der um jeden Preis verhindern will, dass die Wahrheit ans Licht kommt ...

    ******

    Ich hatte bislang noch kein Werk von Jess Kidd gelesen, aber nur Gutes gehört. Da ich klassische britische Krimis und cosy crime liebe, war nun die Zeit gekommen, um dieses Versäumnis nachzuholen und diese Autorin kennenzulernen. Und es hat sich gelohnt - dies war mein erstes, aber sicher nicht mein letztes Buch aus der Feder von Jess Kidd!

    In der Tat ist "Mord in der Pension Möwennest" ein klassischer britischer Krimi, der sich durchaus auch als cosy crime einordnen lässt, wenngleich es für meinen Geschmack ein bisschen weniger cosy crime ist als bekannte Reihen dieses Genres.

    Jess Kidds Schreibstil gefiel mir auf Anhieb sehr - sie schreibt wirklich sehr gut, und ich habe die Lektüre bereits wegen dieses tollen Schreibstiles genossen.

    Ich habe bereits eine Krimireihe mit einer Nonne als Ermittlerin gelesen, doch Nora Breen unterscheidet sich durch ihren Lebenslauf und ihr ganzes Wesen deutlich davon. Sie ist eine tolle Hauptfigur, als Mensch und als Ermittlerin. Auch die anderen Figuren sind absolut gelungen. Neu, erfrischend anders und reizvoll war für mich auch die Tatsache, dass "Mord in der Pension Möwennest" in den Nachkriegsjahren spielt und dies, was Figuren und Handlung betrifft, auch noch zu spüren ist.

    Neben dem Schreibstil der Autorin und den herrlich skurrilen Figuren haben mir auch die dichte Atmosphäre, die eine gelungene Mischung aus Natur, Nachkriegsstimmung, Gemütlichkeit, Spannung und Gefahr, einem unheilvollen und mysteriösen Grundtun ist, sowie der Humor sehr gefallen. Der Fall ist gut aufgebaut und wird absolut stimmig aufgelöst. Es bleiben keine Fragen offen. Sowohl die Figuren als auch der Fall selbst sind herrlich mysteriös, sodass der Leser gut miträtseln und -ermitteln kann. Längen, Vorhersehbarkeit und dergleichen sucht man vergebens.

    Ein wenig kann man Jess Kidd schon mit Agatha Christie und Nora Breen mit Miss Marple vergleichen; beide müssen sich wahrlich nicht vor ihnen verstecken!

    Nora Breen und Detective Inspector Rideout sind ein völlig unterschiedliches, aber geniales Duo, das sich menschlich und bei der Ermittlungsarbeit wunderbar ergänzt.

    Mir hat "Mord in der Pension Möwennest" wirklich gefallen; ich habe diesen Krimi sehr gerne gelesen und hoffe sehr, dass das nicht der letzte Fall für Breen und Rideout war. Es steht zwar nirgendwo, dass es sich um den Auftakt einer Reihe handelt, aber das Ende weckt die Hoffnung, dass es so sein könnte ... ich möchte unbedingt mehr von Jess Kidd und Breen und Rideout lesen!

    Liebhaber klassischer britischer Krimis und cosy crimes werden "Mord in der Pension Möwennest" sicher lieben. Leseempfehlung!



    Unter Wasser

    Tara Menon
    Unter Wasser (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    14.04.2026

    Viel Potenzial, nicht ganz ausgeschöpft

    Als Kind zieht Marissa mit ihrem Vater, einem Meeresbiologen, nach Thailand. Dort lernt sie Arielle kennen. Die beiden Mädchen werden unzertrennlich. Es ist eine wunderschöne Freundschaft. Es ist ein Leben in atemberaubender Natur. Doch dann kommt der 25. Dezember 2004 ... Marissa überlebt knapp, Arielle stirbt.
    Jahre später wird Marissa in den USA erneut mit einer Naturkatastrophe konfrontiert - und alle Erinnerungen an Arielle, Thailand und diesen Tag im Jahre 2004 kehren mit aller Macht zurück ...

    Der Roman wird aus Marissas Sicht erzählt, auf zwei Zeitebenen und an zwei Orten - Thailand Ende 2004 und New York Ende 2012.

    Der Schreibstil der Autorin gefiel mir unglaublich gut; er ist unglaublich gut! Auch die ganzen Naturbeschreibungen sind großartig. Der Roman ist sehr atmosphärisch.
    Diese Kindheit, diese Freundschaft, diese Naturkatastrophe, die uns allen noch in Erinnerung ist, die Trauer, das Weiterleben, die Themen, die Marissa beschäftigen und um die es in "Unter Wasser" geht ... dieses Werk hat so viel Potenzial.
    Und doch wurde dieses Potenzial in der Umsetzung leider nicht ganz ausgeschöpft, konnte mich "Unter Wasser" letztlich doch nicht ganz überzeugen.
    Meiner Meinung nach hat die Autorin einfach zu viele Themen und Problematiken in diese knapp über 200 Seiten gepackt. Weniger wäre hier eindeutig mehr gewesen, denn so wirkt dieser Roman einfach überfrachtet und werden zu viele Dinge nur angekratzt.
    Oftmals plätschert die Geschichte leider auch eher vor sich hin.
    Und leider blieben mir persönlich sowohl die Figuren als auch die Handlung zu fremd und distanziert.
    Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand

    Baek Seungyeon
    Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    29.03.2026

    Enttäuschend

    Vielleicht lag es an diesem Roman, vielleicht ist man aktuell generell etwas übersättigt, was Romane aus Japan und auch aus Korea betrifft, vielleicht trifft beides zu ... ich weiß es nicht.
    Was ich aber weiß, ist, dass "Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand" mich leider nicht überzeugt hat und eine ziemliche Enttäuschung für mich war.
    Ich hatte mich auf den Roman gefreut, da der Klappentext nach einer sehr schönen und berührenden Geschichte klang. Da ich selbst schon seit meiner Kindheit und Jugend Brieffreundinnen in aller Welt habe und Briefe und Brieffreundschaften liebe, schien es der perfekte Roman für mich zu sein. Das konnte nur gut werden ... dachte ich.
    Leider hielt der Inhalt nicht, was der Klappentext versprach. Ja, es geht um diesen Briefladen, um Menschen, die Briefe schreiben, um Brieffreundschaften ... aber: der Klappentext klang nach einem berührenden Roman. Ich konnte aber leider keinerlei Verbindung aufbauen, weder zur Handlung noch zu den Figuren. Mir blieb alles sehr distanziert und vage. Es berührte mich leider einfach gar nicht.
    Immerhin lässt sich der Schreibstil der Autorin gut lesen, stets angenehm und flüssig. Aber das war es leider auch schon.
    Wer eine Liebeserklärung an das Briefeschreiben sucht, generell Lust auf einen typisch koreanischen/asiatischen Roman hat, der sollte es vielleicht auf einen Versuch ankommen lassen, da die Geschmäcker bekanntlich verschieden sind.
    Ich war leider froh, als die letzte Seite gelesen war, und blieb ziemlich enttäuscht und unbefriedigt zurück, da ich viel mehr von "Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand" erwartet hatte. Die Idee ist toll, aber die Umsetzung ist leider nicht gelungen.
    Eine Maus namens Merlin

    Simon Van Booy
    Eine Maus namens Merlin (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    22.03.2026

    Eine leise und berührende Geschichte über eine ganz besondere Freundschaft

    Helen ist eine dreiundachtzigjährige Witwe, die glaubt, dass ihr Leben vorbei ist. Sie hat keinen wirklichen Inhalt mehr, auch keine Kontakte zu anderen Menschen. Bis sie eines Tages versehentlich eine Maus in ihr Haus trägt. Zunächst will sie sie wieder loswerden - jedoch ohne Erfolg. Schließlich gibt sie ihr einen Namen, hilft ihr, kümmert sich um sie.
    Aus Helen und der Maus werden Freunde; Merlin wird zu Helens Familie. Und dank Merlin findet Helen auch wieder zurück ins Leben und zu anderen Menschen ...
    ******
    Nicht nur das Cover war absolut bezaubernd, sondern auch der Klappentext. Und so war ich sehr gespannt auf diese Geschichte und diese Freundschaft.
    Simon Van Booy schreibt wirklich gut; ich habe "Eine Maus namens Merlin" schon wegen seines Schreib- und Erzählstils gerne gelesen.
    Sicher muss man diese Art von Roman und Geschichte mögen - dann hat man aber definitiv Freude daran.
    Idee, Figuren und Handlung sind definitiv ungewöhnlich. Und es ist eine sehr leise, langsame, berührende Geschichte. Eine, die auch schöne und wichtige Botschaften vermittelt. Eine, für die man sich Zeit und Ruhe gönnen, die man langsam lesen und genießen sollte. Dann wird man aber mit einem außergewöhnlichen und besonderen Leseerlebnis belohnt.
    Schöne und auch traurige Szenen wechseln einander ab.
    Ich habe Helen und Merlin schnell sehr ins Herz geschlossen und diese Geschichte eigentlich sehr gerne gelesen.
    Einziger Kritikpunkt: Irgendwann wurde es too much. Ab der Stelle, an der man erfuhr, welchen Beruf Helen früher ausgeübt hat und was sie unternimmt, um Merlin zu retten, und auch Dr. Jamal und sein Verhalten diesbezüglich ... wurde es doch sehr konstruiert und unglaubwürdig. Das hat das Leseerlebnis leider etwas geschmälert und die Freude an dieser Geschichte etwas genommen.
    Dennoch ist es insgesamt ein schöner und berührender Roman.
    Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte

    Skye McKenna
    Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    06.03.2026

    Neue Lieblingsreihe!

    Nachdem der Auftakt dieser Reihe ein absolutes Highlight im letzten Jahr für uns war, haben wir uns sehr auf die Fortsetzung gefreut.

    Der zweite Band knüpft nahtlos an den ersten Band an. Cassandra hat sich auf Hartwood Hall und bei ihrer Tante eingelebt, befindet sich in ihrer Hexenausbildung, hat gute Freundinnen gefunden.
    Doch die Dinge sind nicht nur idyllisch - über dem Dorf und seinen Bewohnern liegt ein Fluch, und auch der Erlkönig und ein gefährliches Artefakt, Sir Egads Lanze, spielen eine große Rolle. Der Erlkönig will diese Lanze unbedingt haben - während Cassandra und ihre Freundinnen natürlich den Fluch aufheben und verhindern wollen, dass der Erlkönig die Lanze erhält ...

    Der Titel ist etwas irreführend - nach dem Titel könnte man meinen, dass die Flöte im Mittelpunkt steht; tatsächlich ist es aber v.a. diese Lanze. Das soll aber nicht ins Gewicht fallen.
    Auch dieser zweite Band ist unglaublich gut geschrieben, so herrlich atmosphärisch und bildhaft, besticht durch wundervolle Figuren und Welten. Er ist etwas düsterer und gefährlicher als der erste Band, aber dennoch absolut altersgerecht und somit von Kindern der Zielgruppe problemlos lesbar.
    Auch dieser zweite Band ist sowohl zum Vorlesen als auch zum Selbstlesen perfekt geeignet, die Länge der einzelnen Kapitel ist für Kinder ideal. Auch die Illustrationen sind gewohnt zauberhaft.
    Die Welt, die Sky McKenna mit dieser Reihe erschaffen hat, ist magisch schön, gemütlich und spannend, und jeder Band fühlt sich wie ein Nachhausekommen an. Wie schon beim ersten Band hatten wir das Gefühl, dass es insgesamt eine wahre Wohlfühlgeschichte ist.
    Cassandra hat ihre Mutter am Ende dieses zweiten Bandes immer noch nicht gefunden - aber sie erfährt etwas Entscheidendes über sie - und nicht nur über sie, sondern auch über ihren Vater. Das hat uns überrascht, damit hatten wir nicht gerechnet. Und dieses spannende Ende erhöht die Vorfreude und Spannung auf Band 3, der im November erscheint, natürlich noch mal extrem!
    Insgesamt ein ebenso spannender wie schöner zweiter Band, der wie schon sein Vorgänger viel Lust auf die Fortsetzung macht.
    Absolute Leseempfehlung, vor allem für Kinder, die Hexen, Magie und England lieben und denen Harry Potter gefallen hat.
    Und wie schon beim ersten Band gilt: Auch Erwachsene werden Cassandra, Hartwood Hall und Hagley lieben! Dies ist die perfekte Reihe für die ganze Familie.
    Starminster - Stadt in den Wolken

    Megan Hopkins
    Starminster - Stadt in den Wolken (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.02.2026

    Toller erster Band

    Astrids Kindheit war und ist völlig anders als die anderer Kinder - denn Astrid lebt seit ihrer Geburt in völliger Isolation. Sie ist schon ihr ganzes Leben lang in einem Schuppen auf dem Hof ihrer Mutter in Yorkshire eingesperrt, darf ihn niemals verlassen, kennt keine anderen Menschen, kennt nicht das wahre Leben. An der Welt da draußen kann sie nur durch einen Laptop teilhaben. Sie kennt sie also nur bruchstückhaft und mittelbar. Astrid wünscht sich nichts sehnlicher, als das endlich zu ändern - zumal sie auch einfach nicht verstehen kann, warum ihre Mutter in diesem Schuppen eingesperrt hat. Für eine Erklärung sei sie aber noch zu jung.
    Doch eines Nachts steht plötzlich eine Frau mit Flügeln, eine Librae, im Schuppen, und nimmt Astrid mit nach Starminster, einer Flugschule für Librae in Überlondon. Denn auch Astrid ist eine Librae. So viele Dinge und Menschen, die Astrid nun kennenlernt und die sie erst mal auf sich wirken lassen muss! Und tatsächlich schien ihre Mutter Recht damit gehabt zu haben, dass die Welt da draußen gefährlich ist - denn in Unterlondon sind einige Kinder verschwunden, entführt von einem Mann mit Flügeln; die Spur führt also nach Überlondon und Starminster, wo Astrid sich befindet. Astrid kommt dem Täter und seinem Motiv auf die Spur - und gerät so in große Gefahr ...
    Außerdem erfährt sie endlich, was ihre Mutter über die Librae, Überlondon und Starminster weiß, und warum sie Astrid damals im Schuppen eingesperrt hat ...
    ******
    Empfohlen wird das Buch ab elf Jahren; natürlich kommt es immer auf das jeweilige Kind an, aber meiner Meinung nach können Kinder diesen ersten Band ruhig schon einen Tick früher lesen.
    Als wir Starminster entdeckt haben, wollten wir das Buch unbedingt lesen - und tatsächlich hat die Geschichte uns so gut gefallen!
    Schon Megan Hopkins Schreib- und Erzählstil hat uns richtig gut gefallen, denn sie schreibt wirklich gut. Die Geschichte lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen, ist sowohl zum Vorlesen als auch Selbstlesen perfekt geeignet, ist sehr atmosphärisch und bildhaft und überzeugt durch eine tolle Welt, tolle Ideen der Autorin, und tolle Figuren.
    Überlondon und Starminster sind wirklich eine ganz neue, faszinierende Welt. Es geht neben den Librae und der Schule um Familie, Freundschaft - aber es ist durch die entführten Kinder eben auch zunehmend spannend. Eine tolle Mischung!
    Ganz nebenbei werden den Kindern auch wichtige und tolle Botschaften vermittelt.
    Gut gefallen hat uns auch, dass am Ende dieses Bandes noch aufgelöst wird, was Astrids Mutter über diese Welt weiß, warum sie damals so gehandelt hat, die Geschichte also nicht mit einem Cliffhanger endet und dadurch auch Kinder die Monate bis zum Erscheinen des nächsten Bandes gut aushalten können.
    Es ist eine Geschichte, an der Kinder und Erwachsene Freude haben. Wir haben diesen ersten Band sehr gerne gelesen und freuen uns schon auf die Fortsetzung.
    Insgesamt ist es wirklich auch ein warmherziges Buch.
    Leseempfehlung für alle Kinder, die London mögen, gerne Fantasy lesen und Lust auf eine wirklich gute Geschichte mit tollen Figuren und Welten haben!
    Die Riesinnen

    Hannah Häffner
    Die Riesinnen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    25.02.2026

    Drei starke Frauen im Schwarzwald

    Schauplatz dieses Romans ist Wittenmoos, ein kleines Dorf im Schwarzwald. Es ist die Heimat dreier Frauen, dreier Generationen: Liese, Cora und Eva. Schon optisch sind sie anders als alle anderen Menschen in Wittenmoos, schon das ist genug, um sie zu Außenseitern zu machen - und es gibt noch mehr Dinge, die dafür sorgen, dass sie nicht dazugehören, dass sie gemieden werden.
    Dennoch ist Weggehen keine bzw. keine dauerhafte Option, denn es ist ihre Heimat, sie sind hier verwurzelt, sie lieben den Schwarzwald.
    Der Roman beleuchtet das Leben dieser drei Frauen über Jahrzehnte hinweg, von den 60er Jahren bis in die Gegenwart.
    Hannah Häffners Schreibstil und Sprache, diese Schönheit, dieses Poetische, all diese Gedanken, Erkenntnisse und Weisheiten haben mich von der ersten Seite an begeistert, und schon deshalb lohnt sich die Lektüre dieses Romans.
    Es sind starke Frauen, die viel erleiden müssen und doch alle Schwierigkeiten meistern, die viel träumen und viel sehnen und dann doch weiter wurzeln oder sich gar zu ihrer Heimat bekennen - und auch die Natur spielt hier eine große Rolle; auch sie, auch der Schwarzwald machen diesen Roman aus.
    Ich habe "Die Riesinnen" sehr gerne gelesen, denn es ist auch ein Roman, der viele Denkprozesse beim und im Leser anstößt. Es ist keine Geschichte, die man mal eben nebenbei lesen kann, sondern eine, für die man sich Zeit nehmen, die man auf sich wirken lassen, über die man nachdenken muss. Gerade das hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.
    Doch leider gibt es auch Kritikpunkte: ich hatte zwischendurch das Gefühl, dass es die ein oder andere Länge gibt.
    Cora blieb mir leider völlig fremd und distanziert, ich konnte keine Verbindung zu ihr aufbauen.
    Und ich hätte gerne noch mehr Antworten auf offene Fragen bekommen.
    Doch insgesamt ist "Die Riesinnen" ein sehr guter und lesenswerter Roman und sehr empfehlenswert für alle, die sprachlich hervorragende, fast schon poetische Romane voller Weisheiten sowie Romane, in deren Mittelpunkt starke Frauen und die Natur stehen, mögen.

    Die Jagd nach den magischen Münzen

    Jessie Burton
    Die Jagd nach den magischen Münzen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    21.02.2026

    Das erste Kinderbuchhighlight im Jahr 2026!

    London im Jahre 1918: Die zwölfjährige Bo ist eine Schlammschwalbe, d.h. eine Person, die im Schlamm der Themse nach Dingen sucht. Eines Tages findet sie eine glänzende Münze - und hat eine Vision. Dann trifft sie Billy, einen Jungen vom gegenüberliegenden Ufer. Billy weiß, dass es eine zweite Münze gibt und man die beiden Münzen zusammenfügen muss. Sie beschließen, nach ihr zu suchen - und nach der Ballade der Themse, denn diese enthält eine genaue Anleitung. Die Ballade der Themse und ihre Anleitung sowie die beiden zusammengesetzten Münzen sollen eine Magie entfalten, mit der es möglich sein soll, einen über alles geliebten toten Menschen wieder ins Leben zurückholen ...
    Doch da ist auch der alte Muncaster, der ebenfalls hinter den Münzen und der Ballade her ist und alles dafür tut, um wieder an die Münze, die Bo besitzt, zu kommen, und die andere Münze und die Ballade der Themse zu finden. Und so beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, in dessen Verlauf Bo und Billy in große Gefahr geraten. Und: Wer wird am Ende zurück ins Leben geholt? Und wer hat die Macht, darüber zu entscheiden?
    ******
    Ich habe schon die Romane von Jessie Burton gelesen und fand sie gut; somit war "Die Jagd nach den magischen Münzen" nicht nur für die Kinder interessant, sondern auch für mich, denn ich fand den Klappentext toll und war sehr gespannt darauf, wie Jessie Burton sich nun erstmals als Kinderbuchautorin macht.
    Uns gefiel die Geschichte sehr gut. Jessie Burton schreibt hervorragend, ihr Stil lässt sich für Kinder wie für Erwachsene sehr gut lesen, und die Geschichte ist herrlich bildhaft und atmosphärisch. Schon deshalb hat sich die Lektüre gelohnt.
    Die Handlung ist nicht 08/15, sondern die Autorin hat neue, eigene Ideen, was das Buch ebenfalls reizvoll macht. Die Figuren sind ihr toll gelungen, wandeln sich auch, zeigen verschiedene Facetten, was auch zu vielen verschiedenen Facetten der Geschichte führt. So ist sie mal herzerwärmend, etwa bei den Szenen zwischen Bo und der Lehrerin Miss Cressant. Mal, etwa wenn sie ein anderes Gesicht, eine andere Persönlichkeit zeigt, oder wenn der alte Muncaster auftaucht, ist die Geschichte aber auch spannend und gefahrvoll.
    Grundsätzlich herrscht eine ausgewogene Mischung aus schöner, herzerwärmender Geschichte und Spannung; auf den letzten 50 Seiten überschlagen sich dann die Ereignisse und es wird richtig spannend und gefährlich, aber doch mit einem guten (aber auch nicht in jeder Hinsicht glücklichen und allzu rosaroten) Ende, was ich für Kinder wichtig finde.
    Uns haben auch die Botschaften, die das Buch übermittelt, gefallen. Und andere, kleinere Dinge, etwa, wie Bo zu ihrem Spitznamen kam und was der mit Anne Boleyn zu tun hat.
    Auch der erste Weltkrieg, in den Bo´s Bruder ziehen muss, spielt eine Rolle - und dadurch, aber nicht nur dadurch, auch der Verlust geliebter Menschen und Tod. Eigentlich haben sogar fast alle Figuren geliebte Menschen verloren. Empfohlenes Lesealter ist ab 10, ansonsten passt das auch auf jeden Fall - aber dadurch, dass Tod und Verlust geliebter Menschen doch ziemlich dominant sind, würde ich das Buch je nach Kind erst mal selbst lesen und dann entscheiden, ob das betreffende Kind schon bereit für das Buch ist oder man lieber noch eine Weile wartet.
    Ich glaube, dass es auch zu den Büchern gehört, bzgl. derer Redebedarf besteht, sodass man mit den Kindern über das Gelesene reden sollte.
    Ansonsten ist es ein Buch, das sich gleichermaßen zum Vorlesen wie zum Selberlesen eignet. Die Länger der einzelnen Kapitel ist auch für Kinder perfekt.
    Abenteuer, Freundschaft, Familie, Magie, das Leben im London der damaligen Zeit, aber auch Verlust geliebter Menschen sind zentrale Themen.
    Fazit: Ein tolles Buch für Kinder, an dem auch Erwachsene noch Freude haben, und das ideal ist für alle, die London und vergangene Zeiten lieben und Lust auf eine ebenso schöne und herzerwärmende wie spannende Geschichte haben, in dessen Mittelpunkt ein tolles Mädchen steht und die noch dazu richtig gut geschrieben ist!
    Mord & Breakfast

    Anne Gordon
    Mord & Breakfast (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    20.02.2026

    Netter Auftakt, jedoch mit Luft nach oben

    Melody Moss, eine Journalistin, verliert ihren Job in London - und erbt kurz darauf das Bed & Breakfast ihrer Tante Mabel an der Ostküste Schottlands.
    Angeblich ein Unfall - Mabel soll sich auf der Terrasse zu weit über die Blumen gebeugt haben und so die Klippen hinabgestürzt sein. Doch Melody glaubt, dass es Mord war, da Mabel viele Feinde hatte. Sie beobachtete alles und jeden, erpresste die Leute mit ihrem Wissen ... es gibt viele Verdächtige und Motive.
    Und so macht Melody sich daran, den Tod ihrer Tante aufzuklären ...
    ******
    Ich liebe cosy crime, lese jedoch meist den Schauplatz England, sodass Schottland eine schöne Abwechslung war. Die Hoffnung auf eine tolle neue Reihe war groß.
    Anne Gordons Schreibstil ist ok, nicht herausragend, aber guter Durchschnitt und angenehm und flüssig lesbar.
    Die Figuren, die Handlung, der Aufbau ... konnten mich nicht ganz überzeugen. Alles bleibt recht simpel, keine der Figuren sticht besonders hervor, keine bleibt besonders in Erinnerung - und auch der Fall an sich ist alles andere als spektakulär. Überraschende, geniale Wendungen gibt es nicht, die Auflösung ist relativ früh klar und somit vorhersehbar.
    Insgesamt also ein solider cosy crime - weder besonders gut noch besonders schlecht. Das erhoffte Highlight war es für mich leider nicht.
    Dennoch ist es ein Auftakt, der einem ein paar nette Lesestunden schenkt. Die Kulisse und die Atmosphäre haben mir wie gesagt gefallen.
    Den Kitsch am Ende, das rosarote happy end, fand ich ehrlich gesagt nicht wirklich passend. Das hat mir ebenfalls weniger gut gefallen.
    Dennoch bin ich gespannt auf Melody´s nächsten Fall, der im Frühjahr 2027 erscheint und interessant klingt. Ich werde die Reihe vorerst weiter verfolgen - vielleicht kann die Autorin sich ja noch steigern.
    Lesern, die cosy crime lieben, könnte dieser erste Mord & Breakfast-Band trotz der Kritikpunkte gefallen.
    Real Americans

    Rachel Khong
    Real Americans (Buch)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    14.02.2026

    Absolut langatmig und enttäuschend

    Real Americans ist eines dieser Bücher, zu denen ich gegriffen habe, denen ich eine Chance geben wollte, obwohl mich schon die Leseprobe nicht überzeugt hat - und eines dieser Bücher, die mich lehren, dass ich wirklich meine Finger von solchen Büchern lassen sollte, wenn mir schon die Leseprobe nicht gefällt.
    Mich hat vor allem die Tatsache gereizt, dass es sich um einen großen Bestseller aus den USA handelt - so ein Roman muss doch gut sein, dachte ich. Und ich liebe Familiensagas. Also dachte ich, dass dieser Roman sein Potenzial schon noch entfalten würde.
    Rückblickend fand ich Real Americans leider sehr enttäuschend. Der erste Eindruck der Leseprobe hat sich für mich leider nicht mehr geändert.
    Positiv ist nur, dass Rachel Khongs Stil sich wirklich sehr gut, von der ersten bis zur letzten Seite überaus angenehm und flüssig lesen lässt.
    Weder die Figuren noch die Handlung konnten mich überzeugen. Ich empfand diese Geschichte als sehr langatmig und uninteressant, es gibt auch Klischees ohne Ende, die diesen Roman für mich noch schlechter und schlimmer gemacht haben. Ich blieb wirklich enttäuscht und frustriert zurück.
    Es ist eines dieser Bücher, bei denen ich irgendwann viele Passagen und Seiten am liebsten nur noch überflogen hätte, durch die ich mich regelrecht hindurchquälen musste. Ich war wirklich froh, als die letzte Seite gelesen war und ich das nächste Buch lesen konnte.
    Ich habe keine Ahnung, warum dieses Buch ein großer Bestseller in den USA ist. Für mich war es leider das Gegenteil. Ich kann Real Americans leider nicht empfehlen.
    Alle glücklich

    Kira Mohn
    Alle glücklich (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    14.02.2026

    Absolut lesenswerter Roman

    In ihrem neuen Roman "Alle glücklich" beleuchtet Kira Mohn das Leben einer vierköpfigen Familie:
    Vater Alexander ist Arzt in einer Klinik. Er ist selten zu Hause, hat wenig Zeit für die Familie.
    Mutter Nina ist Arzthelferin. Sie musste ihr Medizinstudium damals wegen der Kinder abbrechen. Damit hadert sie bis heute, und nun führt sie ein Doppelleben, von dem niemand etwas weiß.
    Tochter Emilia hat ihren ersten Freund - der Nina nicht gefällt und der Emilia in der Tat zu Dingen verleitet, die sie nicht will, die sie besser lassen sollte und die sie hinterher bereut ...
    Sohn Ben ist älter als Emilia, herzensgut, hat aber keine Freunde und hatte auch noch nie eine Freundin - was ihm schwer zusetzt.

    Nach außen hin ist es eine perfekte Familie. Eine privilegierte Familie. Eine, in der alle glücklich sein müssten. -Doch sind sie es auch wirklich? Oder läuft schon seit Jahren etwas schief? Etwas, das sich nun unaufhaltsam seinen Weg sucht?

    Es war mein erster Roman aus der Feder von Kira Mohn, aber sicher nicht mein letzter, denn "Alle glücklich" hat mir sehr gut gefallen!
    Erzählt wird im steten Wechsel aus der Sicht der einzelnen Familienmitglieder. Man merkt, dass Kira Mohn Psychologie studiert hat, denn sie beleuchtet die Psyche jeder einzelnen dieser vier Figuren mit absoluter Präzision und absolut gelungen.
    Der Roman lässt sich gut lesen, auch Längen sucht man vergebens - er ist im Gegenteil so spannend, dass man ihn nicht mehr aus der Hand legen kann. Man kann sich wirklich in jede der Figuren hineinversetzen.
    Es ist eine Geschichte, die voller überraschender Wendungen und Entwicklungen ist. Mit einem großen Teil von Ninas Doppelleben und auch mit ihrer Entscheidung hätte ich bspw. nicht gerechnet.
    Auch die Dinge, die Alexander getan hat, haben mich sehr überrascht. Und auch bzgl. der Kinder blieb es stets spannend.

    "Alle glücklich" ist ein sehr guter, gerade auch in psychologischer Hinsicht überaus spannender Roman.
    Die Fassade ist perfekt, doch innen ist es sehr traurig, dramatisch - und doch gibt es auch Veränderung, Wachstum, Freude und Hoffnung. Es ist vor allem auch ein sehr bewegender Roman, der einen sprachlos macht, viel Stoff zum Nachdenken bietet - und der garantiert noch lange nachhallen wird.
    Absolute Leseempfehlung!
    Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab

    Kristina Ohlsson
    Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    01.02.2026

    Gute Fortsetzung der Reihe

    Band 2 der Hovenäset-Reihe von Kristina Ohlsson: Diesmal steht Alva im Mittelpunkt. Ihr Vater starb vor knapp 3 Jahren. Alle scheinen das einfach so zu akzeptieren, doch Alva kommt die Sache immer noch komisch vor, und so beschließt sie, endlich herauszufinden, was damals wirklich geschah.
    Doch der Tod ihres Vaters ist nicht die einzige seltsame Sache in Hovenäset; Alvas Mutter hat gerade eine Strandhütte gekauft und möchte ein Café eröffnen. Irgendetwas stimmt ganz und gar nicht mit dieser Strandhütte. Die Voreigentümer wollen nichts sagen - doch sie verschweigen eindeutig was!
    Und zur selben Zeit erscheinen plötzlich ein kleines Mädchen, eine Frau und eine schwarze Katze in Hovenäset. Das Mädchen ist immer allein, die Frau spricht kein Wort, die schwarze Katze verfolgt Alva, nachts hört sie die Schritte ihres Vaters ...
    Alva möchte natürlich auch diesen Dingen auf den Grund gehen, zumal sie schon bald ahnt, dass diese Dinge mit dem Tod ihres Vaters zusammenhängen.
    Doch je weiter sie forscht, je näher sie der Lösung und Erklärung kommt, desto mehr schwebt sie in Gefahr ...
    ******
    Meine Nichte und ich haben schon den ersten Band, "Flammenrad", zusammen gelesen, und waren, da wir diesen Auftakt toll fanden, sehr gespannt auf "Sternengrab".
    Kristina Ohlsson schreibt gewohnt gut, die Geschichte lässt sich wieder sehr angenehm und flüssig lesen.
    Erneut ist es eine Geschichte, die sich sowohl zum Selberlesen als auch Vorlesen sehr gut eignet und die auch Erwachsene noch gerne lesen.
    Auch die Altersempfehlung passt diesmal im Gegensatz zu "Flammenrad" gut, da "Sternengrab" nicht ganz so heftig, düster und gruselig ist. Natürlich kommt es immer auf das jeweilige Kind an, sodass man immer überlegen sollte, ob das jeweilige Kind schon bereit für so eine Geschichte ist oder ob man noch eine Weile warten sollte; grundsätzlich denke ich aber, dass Kinder ab elf Jahren das Buch gut lesen können.
    Auch hier stehen Grusel, Mystery, Spuk, Krimielemente, Familie und Freundschaft, das Leben in einem kleinen schwedischen Küstenort sowie natürlich ein dunkles Geheimnis im Mittelpunkt.
    "Sternengrab" lässt sich durchaus unabhängig von "Flammenrad" lesen.
    Und auch diese Geschichte erzählt Kristina Ohlsson wieder atmosphärisch und bildhaft.
    Grundsätzlich hatten wir wieder viel Freude an und mit dieser Geschichte, wenngleich wir sie schwächer fanden als den ersten Band. Für zartbesaitete Kinder ist das definitiv ein Vorteil, macht es diesen zweiten Band geeigneter - doch wir fanden ihn fast schon zu beschaulich. Nett, aber schwächer als den Auftakt eben. Erst ab S. 160 wurde es so richtig spannend und gruselig - dann allerdings überschlugen sich die Ereignisse und es wurde wirklich düster, fesselnd und spannend.
    Ich möchte nun nicht ins Detail gehen, um nicht zu spoilern - aber es zeigen sich bzgl. der Auflösung, bzgl. der Frage, wer oder was dieses Mädchen ist, was es mit ihm auf sich hat, das selbe Muster, der selbe Aufbau, die selbe Erklärung und die selbe Auflösung wie schon im ersten Band bzgl. Bill. Das fanden wir enttäuschend. Wir hätten es besser gefunden, wenn die Autorin hier eine neue Idee gehabt hätte. So wirkt die Reihe sehr vorhersehbar. Wenn sich das beim dritten und letzten Band fortsetzt, dann ist sie es auch in der Tat. Das ist wenig kreativ. Und ich könnte mir vorstellen, dass Leser gleich welchen Alters wegen dieser Vorhersehbarkeit auch das Interesse an dieser Reihe verlieren könnten. Sicher nicht alle, aber doch manche.
    Immerhin muss man der Autorin zugute halten, dass sie bzgl. der Mutter eine andere Lösung gefunden hat, und diese Idee war dann durchaus spannend und hat die Vorhersehbarkeit bzgl. des Mädchens etwas ausgeglichen.
    Und ich muss auch sagen, dass die sonstige Geschichte, die Kristina Ohlsson rund um dieses Mädchen, um Evelyn, gestrickt hat, wirklich gut ist und für Gänsehaut sorgt. Das wiederum ist ihr hier so viel besser und überzeugender gelungen als bei Bill im ersten Band! Vielleicht kann man so also doch über dieses wiederkehrende Muster und die diesbezüglche Vorhersehbarkeit hinwegsehen.
    Nicht ganz so glücklich bin ich allerdings auch bezüglich einiger Botschaften, die hier vermittelt werden. Erwachsene stehen drüber, im Hinblick auf Kinder sehe ich es kritisch.
    So schweigen sowohl Kinder als auch Erwachsene, aus Angst, dass man ihnen ohnehin nicht glauben würde.
    Und ich denke, dass man im Jahr 2026 wirklich nicht immer noch Angst vor schwarzen Katzen und Aberglauben fördern sollte - schon gar nicht bei Kindern. Man sollte endlich davon wegkommen, wenn man das noch nicht getan hat, bzw. bei Kindern dafür sorgen, dass diese Dinge gar nicht erst entstehen.
    Und es ist einfach ein ebenso trauriger wie unfassbarer Fakt, dass auch im Jahre 2026 noch schwarze Katzen und generell schwarze Tiere diejenigen sind, die am längsten in Tierheimen ausharren müssen, sich am schwersten vermitteln lassen - weil auch im Jahr 2026 noch zahlreiche Menschen von Aberglauben geprägt sind, Angst haben und allen Ernstes denken, dass diese Katzen bzw. Tiere Unglück bringen würden ...
    Daher finde ich diese Darstellung in einem Kinder- bzw. Jugendbuch etwas unglücklich bzw. zumindest erklärungsbedürftig.
    Es ist für mich also wie schon Band 1 ein Buch, das man entweder mit den Kindern zusammen lesen oder über das man zumindest mit ihnen reden sollte.
    Davon abgesehen haben wir aber auch "Sternengrab" gerne gelesen und sind nun schon sehr gespannt auf den dritten und letzten Band und auf das, was Harry und seine beiden Freundinnen dort erleben werden!
    Tage des Lichts

    Megan Hunter
    Tage des Lichts (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    30.01.2026

    Poetisch, eindringlich und hervorragend geschrieben

    "Tage des Lichts" beleuchtet das Leben von Ivy. Der Roman beginnt an Ostern 1938; Kulisse ist ein englisches Landhaus. Zu diesem Zeitpunkt ist Ivy eine Teenagerin. Der Roman erzählt von sechs Tagen, die das Leben von Ivy entscheidend geprägt haben. An seinem Ende ist sie 80 Jahre alt, sodass er nahezu ihr gesamtes Leben umfasst.
    Als wir sie kennenlernen, ist sie voller Träume und Pläne. Ihr Leben soll groß, besonders, außergewöhnlich, leuchtend werden. Doch dann ereignet sich an diesem Ostersonntag 1938 eine Tragödie, die dazu führt, dass ihr Leben ganz anders als gedacht verläuft - sehr normal. So heiratet sie und bekommt Kinder. Doch aus dieser Normalität bricht sie Jahre später wieder aus, als sie Frances wieder begegnet - der Frau, die sie an diesem Ostersonntag 1938 zum ersten Mal sah. Zwischen den beiden Frauen besteht eine enorme Anziehungskraft, sie verlieben sich ineinander, haben heimlich eine Affäre miteinander.

    Megan Hunters Schreib- und Erzählstil hat mir sehr gefallen, er ist sehr atmosphärisch, fast schon poetisch, man kann viel zwischen den Zeilen lesen. Es ist ein stiller und doch eindringlicher Roman, ein ebenso schöner wie dramatischer, einer, auf den man sich konzentrieren muss - sicher keiner für zwischendurch. Doch wer sich darauf einlässt, der wird belohnt.
    Stellenweise empfand ich ihn als anstrengend zu lesen, musste Dinge erneut lesen - ich glaube, dass es daran lag, dass die Geschichte stellenweise etwas vor sich hinplätschert, Längen entstehen.
    Trotzdem blieben sowohl Ivy als auch Frances für mich leider sehr blass und distanziert. Ich glaube, wenn die Autorin das anders gelöst hätte, dann hätte sie diese Liebesgeschichte anders und besser darstellen können, dann hätte man viel eher eine Verbindung zu Ivy und Frances aufbauen können. Ich hatte mir hier viel mehr erwartet und fand den Roman in dieser Hinsicht leider enttäuschend.
    Die Auflösung und das Ende des Romans war überraschend und verblüffend.
    Es geht also um Familie, Freundschaft, Pläne, Wünsche und Träume, Sehnsucht und Leidenschaft, gleichgeschlechtliche Liebe, Verlust, Schuld und Reue, die Frage, ob man seinem Herz oder seinem Verstand folgen sollte, die Frage, ob man sich wirklich gegen seine Gefühle wehren kann oder ob man nicht vielmehr machtlos gegen sie ist ...
    Es ist ohne Frage ein sehr guter Roman, aber leider auch einer, der etwas hinter meinen Erwartungen zurückblieb.
    Dennoch ist er lesens- und empfehlenswert für alle Leser, die dieses Genre und diese Art von Roman mögen.
    Die Insel meiner Schwester

    Sara B. Elfgren
    Die Insel meiner Schwester (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    28.01.2026

    Gelungenes Debüt in der Erwachsenenliteratur!

    Ich habe vor Jahren die Engelfors-Trilogie von Sara B. Elfgren gelesen und fand sie toll; auch Norra Latin hatte mir gut gefallen. Als Jugendbuchautorin konnte sie mich stets überzeugen; daher war ich nun sehr gespannt auf ihr Debüt in der Erwachsenenliteratur.
    "Die Insel meiner Schwester" spielt auf der schwedischen Insel Tallholmen.
    Mirjam und Nia sind Halbschwestern; sie lernten sich erst im Alter von 14 Jahren kennen, hatten eine Weile Kontakt, der sich jedoch wieder verlief. Sie haben lange nichts mehr voneinander gehört und Mirjam war schon lange nicht mehr auf der Insel.
    Nun wird Nia aber 40 und lädt sie zum Feiern auf die Insel ein.
    Mirjams Freund hat sich gerade von ihr getrennt. Und Nia ist gefangen in einer absolut toxischen Beziehung und schafft es einfach nicht, sich zu trennen - nicht zuletzt, weil ihr Mann damit droht, sie dann umzubringen ...
    Mirjam nimmt die Einladung an und reist nach Tallholmen. Nias Mann ist auch da ... und in der ersten Nacht zieht ein dunkler und gefährlicher Sturm sowohl auf der Insel als auch im Inneren aller Beteiligten auf ...
    Werden alle diese Nacht überleben? Und wie wird ihr Leben danach aussehen, wie wird es danach in ihrem Inneren aussehen?
    ******
    "Die Insel meiner Schwester" ist gut geschrieben und lässt sich auch so lesen.
    Die ersten 100-130 Seiten konnten mich nicht so recht fesseln und begeistern, die Geschichte plätscherte etwas vor sich hin.
    Einmal auf der Insel angekommen, änderte sich jedoch alles.
    Die Figuren, die Geschichte, die Handlung waren plötzlich so fesselnd und spannend, auch und gerade auch in psychologischer Hinsicht, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte, sondern unbedingt weiterlesen musste und wollte, um zu erfahren, wie das alles weitergeht und endet.
    Durch geschickte, unerwartete und unglaubliche Wendungen schafft Sara B. Elfgren es, die Spannung in jeder Hinsicht ins Unermessliche zu steigern.
    Die toxische Beziehung zwischen Nia und ihrem Mann steht klar im Mittelpunkt.
    Es ist eine atmosphärische, spannende Geschichte, eine, die gut unterhält, aber auch sehr nachdenklich stimmt und sprachlos macht.
    Nach dem eher durchwachsenen Beginn konnte "Die Insel meiner Schwester" mich sehr positiv überraschen und komplett überzeugen.
    Wer Familiendramen, psychologisch interessante und spannende Romane schätzt und Geheimnisse, Gefahr und den Schauplatz Schärenlandschaft mag, dem sei "Die Insel meiner Schwester" empfohlen.
    Insgesamt ist Sara B. Elfgrens Debüt in der Erwachsenenliteratur gelungen.
    Die Magnolientochter

    Tessa Collins
    Die Magnolientochter (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    18.01.2026

    Leider wieder ein etwas schwächerer Band

    Von cellissima

    Nachdem ich die ersten beiden Bände nicht sooo gut fand, Band drei der Saga aber ein unerwartetes Highlight für mich war, war ich sehr gespannt auf den vierten Band. Diesmal steht Magnolia im Mittelpunkt, und die Reise und Spurensuche führen sie nach Neuseeland. Magnolias Mutter stammt aus diesem Land. Es geht ihr in psychischer Hinsicht immer schlechter, und das Einzige, was ihr noch helfen könnte, wäre es, endlich ihre leibliche Mutter zu finden, da sie adoptiert wurde. Die Gründe dafür kennt sie nicht, und sie hat auch keine Ahnung, wer ihre leibliche Mutter sein könnte. Magnolia will ihrer Mutter helfen, und so fliegt sie nach Neuseeland. Sie will zumindest Maias Mutter und somit ihre eigene Großmutter, vielleicht sogar weitere Familienmitglieder finden. Ob es ihr gelingen wird?
    ******
    Das Muster jedes einzelnen Bandes dieser Saga ist bekannt, und somit bietet auch "Die Magnolientochter" im Grunde nichts Neues.
    Jeder Band spielt auf zwei Zeitebenen, Vergangenheit und Gegenwart, in jedem Band steht vor allem ein junges Familienmitglied im Mittelpunkt, in jedem Band geht es um ein dunkles Familiengeheimnis, das Jahrzehnte zurückreicht, und in jedem Band werden Vorfahren gesucht und hoffentlich auch gefunden. Und in jedem Band gibt es auch auf jeder Zeitebene eine Liebesgeschichte.
    Auch "Die Magnolientochter" lässt sich angenehm und flüssig lesen. Meine Lieblingskulisse ist Neuseeland nicht, dennoch ist es eine nette Kulisse. Die Figuren sind da schon interessanter.
    Nach dem starken dritten Band empfand ich diesen vierten Band leider wieder als ein gutes Stück schwächer. Vor allem die Gegenwarts-Ebene mit ihrer Geschichte um Magnolia konnte mich lange Zeit einfach nicht fesseln und begeistern. Die Vergangenheits-Ebene war da schon wesentlich schneller wesentlich fesselnder und spannender.
    Erst zum Ende hin wurde die Geschichte dann auch in der Gegenwart richtig spannend, dramatisch und berührend, wodurch sich der Band gerade noch von 3 auf 4 Sterne retten konnte.
    Die Reihe ist und bleibt für mich also durchwachsen. Es gibt meiner Meinung nach bessere Familiensagas. Dennoch ist auch diese Geschichte nett zu lesen. Es ist nette, leichte Unterhaltung für Frauen.
    Wer Liebesgeschichten, Familiensagas, dunkle Familiengeheimnisse, Spurensuche mag und mehr über Neuseeland erfahren und das Land kennenlernen möchte, für den könnte "Die Magnolientochter" trotz der Kritikpunkte die passende Lektüre sein.
    The Ordeals

    Rachel Greenlaw
    The Ordeals (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    17.01.2026

    Unfassbar gut!

    Sophia de Winter kennt ihre Eltern nicht, sie wuchs bei jemandem auf, der sie durch einen Vertrag an sich gebunden hat, der jeden ihrer Schritte überwachen konnte und für den sie Aufträge erledigen musste.
    Sie hat genug von diesem Leben und flieht daher an die Killmarth-Academy, einer Akademie für Magie. Hinter diesen Mauern ist sie sicher, denkt sie. Und nicht zuletzt hofft sie, dort doch noch etwas über ihre Eltern erfahren zu können. Doch um wirklich dort studieren zu können, muss sie zuerst schwere und brutale Prüfungen, die sogenannten Ordeals, bestehen, in denen Illusionisten, Maskierer, Botaniker und Alchemisten antreten. Nur die Besten überleben die Ordeals und werden schließlich Studenten an der Killmarth-Academy. Man muss vorsichtig sein, denn man weiß nicht, wer Freund und wer Feind ist. Doch zu zweit ist man stärker, und so tun sich die Illusionistin Sophia und der Botaniker Alden Locke zusammen. Gemeinsam wollen sie die Ordeals meistern und ihre Magie stärken.
    Zwischen Sophia und Alden besteht von Anfang an eine starke Anziehungskraft, doch für die Liebe bleibt nicht viel Zeit, denn in Killmarth drohen nicht nur durch die Ordeals, sondern auch durch andere Dinge größte Gefahren ...
    ******
    Fantasy ist wirklich nicht mein Genre - ich lese es nur äußerst selten, weil mir nur sehr wenige Werke gefallen. Oft bin ich schon nach dem Klappentext raus. Und noch weniger Werke dieses Genres können mich dann auch wirklich begeistern.
    Hier war es jedoch anders - Cover und Klappentext fand ich auf Anhieb toll, und auch die Leseprobe fand ich großartig. Ich wollte "The Ordeals" also unbedingt lesen - und ich bereue es keine Sekunde, ganz im Gegenteil! Ich hätte was verpasst, wenn ich nicht zu dem Buch gegriffen hätte. "The Ordeals" ist absolut empfehlens- und lesenswert.
    Die Geschichte ist unfassbar gut geschrieben, Rachel Greenlaws Stil ein wahrer Genuss, und schon deshalb lohnt sich die Lektüre absolut!
    Auch ist sie herrlich atmosphärisch. Die Kulisse und die Figuren sind ebenfalls großartig. Die Autorin hat viele tolle neue Ideen, sodass man nie das Gefühl hat, die Geschichte so ähnlich schon mal gelesen zu haben. Auch Längen sucht man vergeblich.
    Vor allem Sophia und Alden, ihre Annäherung, ihre Gefühle und ihre Liebe, die Szenen zwischen ihnen, ihre Dialoge ... sind einfach so toll ge- und beschrieben. Selten haben mich Protagonisten und ihre Dialoge so begeistert.
    Nicht nur durch die Ordeals, sondern auch durch die anderen Dinge, die geschehen, herrscht eine düster-gefährliche Grundstimmung, die mir ebenfalls sehr gut gefallen hat. "The Ordeals" ist auch in jeder Hinsicht unglaublich spannend. Diese Spannung nimmt noch zu - und am Ende möchte man am liebsten sofort zum zweiten Band greifen und weiterlesen!
    Neben all der Spannung und Gefahr kommen aber wie gesagt auch Leben und Lernen an der Akademie, Freundschaft, Liebe, Gefühle und auch ein paar spicy Szenen nicht zu kurz.
    Ich bin absolut begeistert und überzeugt und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.
    Uneingeschränkte Leseempfehlung! Wer dieses Buch nicht liest, der verpasst wirklich was. Dieses Buch wird allen gefallen, auch Lesern wie mir, bei denen Fantasy nun wirklich nicht zu den Lieblingsgenres gehört.
    Dark Academia mag ich sehr. Romantasy mag ich eigentlich nicht allzu sehr - aber hier hat es mir unglaublich gut gefallen.
    Rachel Greenlaw ist definitiv eine Autorin, von der man noch viel, viel mehr lesen will!

    Eisnebel

    Kate Alice Marshall
    Eisnebel (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    10.01.2026

    Nur ein absolut durchschnittlicher Thriller

    Theodora und Connor sind noch nicht lange zusammen, aber schon verlobt. Seine Familie ist skeptisch, da sie steinreich ist und vermutet, dass Theodora nur hinter dem Geld her ist. Also wollen sie sie genau unter die Lupe nehmen.
    Sie ist eingeladen, eine ganze Weile mit der Familie auf Idlewood, einem Berg, der der Familie gehört, mit ihnen zu verbringen.
    Doch sie bekommt schon bald anonyme Nachrichten auf ihr Handy, die sagen, dass sie sich von Connor fernhalten soll und besser nicht nach Idlewood gekommen wäre. Und es geschehen noch mehr mysteriöse Dinge.
    Theodora hat das Gefühl, schon mal an diesem Ort gewesen zu sein, doch zunächst kann sie sich die Sache nicht erklären. Nach und nach kehren ihre Erinnerungen zurück - und es sind keine guten ...
    Bald wird klar, dass sowohl Theodora als auch die Familie viel zu verbergen haben und dunkle Geheimnisse hüten. Geheimnisse, die besser nie ans Licht kämen.
    Theodora stellt heimlich Nachforschungen an - und macht eine Entdeckung, die ihr das Blut in den Adern gefrieren lässt und ihr sagt, dass sie schnellstmöglich verschwinden sollte. Doch das ist wegen des Wetters nicht möglich. Wird Idlewood zur tödlichen Falle werden?
    ******
    Es klang nach einem Thriller, der perfekt in die Jahreszeit passt. Die Leseprobe hatte mir gut gefallen, und so waren die Erwartungen hoch.
    Rückblickend muss ich leider sagen, dass sie nicht erfüllt wurden.
    Der Schreibstil ist in Ordnung, wenn auch nichts Besonderes, lässt sich immerhin angenehm flüssig lesen.
    Die Figuren blieben mir zu blass und distanziert. Die Handlung wirkt sehr konstruiert und dadurch nicht glaubwürdig.
    Und es war auch längst nicht so spannend und fesselnd wie erhofft, auf die versprochenen schwindelerregenden Wendungen musste man lange warten. Erst auf den letzten 100 Seiten kam Tempo in die Sache, wurde es spannend und nervenaufreibend.
    Insgesamt leider nur ein absolut durchschnittlicher Thriller; es gibt wesentlich bessere. Das erwartete Highlight war es nicht. Aber immerhin passt er gut in die Jahreszeit.

    Der Tag, an dem Barbara starb

    Richard Hooton
    Der Tag, an dem Barbara starb (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.12.2025

    Unerwartetes Highlight!

    2025 war für mich leider das Jahr der schlechten cosy crimes - ich liebe das Genre; umso ärgerlicher und trauriger war es, dass ich dieses Jahr nur schlechte cosy crimes erwischt hatte; es war kein einziger dabei, den ich wirklich gerne gelesen habe, der mich wirklich überzeugt hat.
    Dann kam "Der Tag, an dem Barbara starb". Die Leseprobe hat mich nicht wirklich überzeugt, und so habe ich lange überlegt, ob ich dieses Buch lesen will und soll. Letztendlich habe ich "Der Tag, an dem Barbara starb" doch eine Chance gegeben - zum Glück, denn ich wurde absolut positiv überrascht!

    Es geht um Margaret, eine 89-jährige Dame, die in einem kleinen Dorf in England lebt. Sie leidet an Demenz. Eines Tages wird ihre Nachbarin ermordet. Die Polizei kommt einfach nicht voran mit den Ermittlungen, scheint das Verbrechen nicht aufklären zu können - zumindest nicht so bald. Margaret findet, dass man es Barbara schuldig ist, ihren Mörder zu finden und seiner gerechten Strafe zuzuführen - und so beginnt sie selbst zu ermitteln, gemeinsam mit ihrem 15-jährigen Enkel James. Die Chancen stehen gut, denn Barbara hatte Margaret kurz vor ihrem Tod etwas sehr Wichtiges anvertraut. Doch Margaret kann sich einfach nicht mehr daran erinnern, was es war ...

    Es handelt sich um Richard Hootons Debüt, zu dem er durch seine Großmutter, seine Beziehung zu ihr sowie durch deren Demenzerkrankung er inspiriert wurde.

    Ich wurde wie gesagt absolut positiv überrascht - dieser cosy crime ist gut geschrieben, lässt sich wunderbar lesen, überzeugt durch seine Figuren, allen voran natürlich Margaret und James, ein ebenso ungewöhnliches wie wundervolles Ermittlergespann.
    Neben dem Fall steht natürlich das Thema Demenz im Vordergrund und nimmt sehr viel Raum ein, was diese Geschichte zu einer extrem berührenden, melancholischen und traurigen Geschichte macht. Sie wird aber nie zu schwer und erdrückend, da diese Geschichte immer wieder durch ihren großartigen Humor besticht, der dem Leser ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Insgesamt ist "Der Tag, an dem Barbara starb" einfach auch herzerwärmend.
    Auch der Fall selbst, die Ermittlungsarbeit und die Auflösung haben mir gut gefallen - es ist durchgehend spannend, die Spannung steigert sich immer mehr, man kann beim Lesen herrlich mitverdächtigen und -ermitteln, nichts ist vorhersehbar, die Auflösung wirklich verblüffend.
    Es gibt nichts auszusetzen.

    Für mich war "Der Tag, an dem Barbara starb" ein unerwartetes Highlight, sowohl in diesem Genre als auch im Lesejahr 2025 generell.
    Ich habe das Buch so gerne gelesen, hätte noch weiterlesen können und wollen, hätte auch gerne weitere Bände gelesen. Eine Reihe wäre großartig, doch leider deutet das Ende stark an, dass es keine Reihe geben wird, sondern es bei diesem einen Fall für Margaret und James bleiben wird. Sehr schade.
    Leseempfehlung!

    Mr. Saitos reisendes Kino

    Annette Bjergfeldt
    Mr. Saitos reisendes Kino (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    17.12.2025

    Hervorragend und herzerwärmend

    Lita wurde 1927 auf einer Tanzfläche in Buenos Aires gezeugt. Von Buenos Aires führt der Weg Mutter und Tochter auf eine kanadische Insel, wo sie ein neues Zuhause, Freunde, eine neue Familie, Liebe ... kurz: ein neues Leben finden.

    Beim Lesen fühlte ich mich etwas an Isabel Allende erinnert, allerdings im positiven Sinne.
    Annette Bjergfeldt schreibt und erzählt diese Geschichte unglaublich gut; sie wird schon dadurch zu einem wahren Erlebnis und lohnt sich schon dadurch absolut.
    Auch die Figuren sind absolut gelungen; man schließt sie auf Anhieb ins Herz.
    Die Geschichte ist unglaublich bildhaft und atmosphärisch, sodass man gemeinsam mit Lita und Fabiola ankommt, lebt und erlebt. Sehr intensiv. Auch deshalb wird dieses Buch wohl lange in Erinnerung bleiben.
    Es sind ungewöhnliche Figuren, es ist eine ungewöhnliche Geschichte ... doch auch das meine ich im positiven Sinne. "Mr. Saitos reisendes Kino" ist erfrischend anders.
    Der Titel erklärt sich schnell, Mr. Saito und sein Kino nahmen erst überraschend wenig, dann aber doch mehr Raum ein.
    Ich habe diese Insel und ihre Bewohner liebgewonnen und hätte noch weiterlesen können.
    Eigentlich hätte dieser Roman 5 Sterne verdient, eigentlich würde ich sie gerne vergeben - allerdings gab es für meinen Geschmack doch immer wieder Längen, die den Gesamteindruck etwas getrübt haben.
    Insgesamt habe ich "Mr. Saitos reisendes Kino" aber sehr, sehr gerne gelesen und kann den Roman nur empfehlen.
    Es ist das richtige Buch für alle, die eine hervorragend geschriebene und erzählte Geschichte suchen; eine, die anders ist, mit liebenswerten Figuren; eine Geschichte, die sie wirklich mitleben und -erleben können; eine fürs Herz.
    "Mr. Saitos reisendes Kino" ist ebenso außergewöhnlich wie gut. Der Roman war völlig zu Recht ein Bestseller in Dänemark.
    In der Presse wird das Buch auch für Fans von Isabel Allende empfohlen - das empfand ich beim Lesen genauso, sodass auch ich denke, dass Fans von Isabel Allende Annette Bjergfeldts Werk lieben werden.

    Tod zur Teestunde

    Anthony Horowitz
    Tod zur Teestunde (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    30.11.2025

    Wie immer genial!

    Der dritte Fall für Lektorin Susan Ryeland: Nach Alan Conways Tod soll der junge Autor Eliot Grace die Atticus Pünd-Reihe übernehmen bzw. abschließen.
    Im Mittelpunkt von Atticus Pünds letztem Fall steht die steinreiche Lady Chalfont, die auf ihrem Anwesen zur Teestunde von einem Familienmitglied vergiftet wurde.
    Susan erkennt schnell Parallelen zwischen dem Krimi und der Realität: Bei Eliot Grace handelt es sich um den Enkel der berühmten Kinderbuchautorin Miriam Grace, die knapp zwei Jahrzehnte zuvor ermordet, wohl vergiftet, wurde.
    Bald wird Susan auch klar, dass Eliot Grace in diesem Krimi über seine Familiengeschichte, den Tod seiner Großmutter schreibt - und darin auch enthüllen will, wer der Täter ist. Dies kündigt er sogar an. Wenig später ist er tot - und Susan die Hauptverdächtige. Susan ahnt, dass es sich beim Mörder Miriam und Eliot Graces um die selbe Person handeln muss - und weiß, dass sie den Fall selbst lösen muss, wenn sie nicht im Gefängnis landen will. Dabei gerät sie selbst natürlich in größte Gefahr ...
    ******
    Anthony Horowitz ist einer dieser Autoren, bei denen man blind zugreifen kann - in diesem Fall, wenn man klassische britische Krimis liebt. Wer Doyle und Christie liebt, der wird auch Horowitz lieben!
    Ich habe jeden Krimi aus der Feder von Anthony Horowitz gelesen und wurde noch nie enttäuscht. Jeder einzelne von ihnen ist absolut brillant und ein absolutes Highlight - so auch "Tod zur Teestunde".
    Horowitz schreibt gewohnt gut, schon wegen seines hervorragenden Schreibstiles, der ein wahrer Genuss ist, lohnt sich die Lektüre.
    Seine Krimis sind herrlich britisch, atmosphärisch, extrem spannend, genial konstruiert, die Auflösung ist ebenso verblüffend wie zufriedenstellend - so auch hier.
    Einen besonderen Reiz hat natürlich der Krimi im Krimi, sodass man gleich zwei Kriminalfälle hat.
    Auch die Figuren sind wie immer absolut gelungen.
    Horowitz ist erneut ein Werk gelungen, das man nicht mehr aus der Hand legen kann.
    Erneut der beste Krimi, den ich dieses Jahr gelesen habe.
    Wer klassische britische, wirklich gute, extrem fesselnde und spannende, hervorragend geschriebene Krimis mit absolut überzeugenden Figuren mag und sucht, der kommt an Horowitz nicht vorbei. Ich kenne keinen Autor und kein Werk, der bzw. das Horowitz und seine Krimis übertreffen könnte.
    Unbedingt lesen!
    The Blackgate Invitation

    Sarah Henning
    The Blackgate Invitation (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    12.11.2025

    Durchwachsen

    Die Schwestern Ruby und Wren werden von einer älteren Dame angesprochen - sie bietet ihnen viel Geld dafür, dass sie sich während eines Dinners auf Hegemony Manor als ihre Enkelinnen auszugeben. Die Schwestern brauchen das Geld und denken, dass die paar Stunden schnell überstanden sind; also sagen sie zu.
    Doch der Abend im Herrenhaus entwickelt sich ganz anders als gedacht und wird schnell zu einem Alptraum - es wird gemordet, es gibt Tote, und wenn sie überleben wollen, dann müssen sie innerhalb von drei Tagen verschiedene Rätsel lösen. Und: sie befinden sich inmitten einer Hexenfamilie ...
    ******
    "The Blackgate Invitation" klang so gut, dass sogar ich, die ich in Sachen Fantasy eher schwierig bin und das Genre nur selten lese und nur selten begeistert bin, das Buch unbedingt lesen wollte. Es konnte nach dem Klappentext und der Leseprobe doch nur gut werden ... oder?
    Der Leser sieht sich schnell mit einer Vielzahl an Figuren konfrontiert. Eine Übersicht zu Beginn wäre sehr hilfreich gewesen, denn ohne diese war es gerade am Anfang einfach nur verwirrend.
    Der Schreibstil hat mir einerseits sehr gut gefallen, andererseits empfand ich ihn aber leider auch als anstrengend zu lesen. Ich musste öfter Sätze erneut lesen. Das nervte mich irgendwann. Auch hätte die Übersetzung stellenweise echt besser sein können.
    Klares Highlight sind die Kulisse, die düstere und unheilvolle Atmosphäre und die Figuren.
    Der Rest konnte mich leider nicht ganz überzeugen. So gab es in "The Blackgate Invitation" für meinen Geschmack immer wieder Längen. Manche Stellen waren mir zu brutal. Die Geschichte zwischen Ruby und Auden konnte mich einfach nicht überzeugen und packen, ebenso wenig das Ende. Es ist einfach nicht glaubwürdig.
    Die Idee ist toll, aber die Umsetzung überzeugt leider nicht ganz.
    Eingefleischte Fantasy-Fans dürften "The Blackgate Invitation" trotzdem toll finden. Für mich war es leider nur ein Buch, das man lesen kann, aber nicht lesen muss. Immerhin wurde die Geschichte durch Kulisse und Atmosphäre etwas gerettet.

    Cassandra Morgan, Band 1 - Der goldene Schlüssel

    Skye McKenna
    Cassandra Morgan, Band 1 - Der goldene Schlüssel (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    06.11.2025

    DAS Lesehighlight 2025!

    Cassandra Morgans Mutter verschwand vor sieben Jahren. Sie musste damals nach Faerie reisen, um etwas zu erledigen - doch sie kehrte niemals zurück. Cassandra ließ sie in einem Internat zurück. Als Cassandras Mutter nach sieben Jahren offiziell für tot erklärt wird und das Internat kein Geld mehr bekommt, muss sie es verlassen.
    Sie wohnt fortan bei ihrer Tante in Hartwood Hall. Und dieser Umzug verändert erneut alles für Cassandra: sie erfährt, dass die Morgans ein altehrwürdiges Hexengeschlecht sind; dass ihre Tante eine sogenannte Haghexe ist - die mächtigste Hexe Englands, die das Dorf und ganz England vor dem Hag und dem, was dahinter liegt, beschützt. Der Hag ist der älteste und größte Wald in ganz England. Der Hag bildet auch die Grenze zwischen England und Faerie. Wenn man ihn durchquert, gelangt man nach Faerie. Doch das Böse kommt aus Faerie, und so muss man sich vom Hag fernhalten, denn kaum jemand kommt wieder heraus, wenn er den Hag erst betreten hat ...
    So ist die wichtigste Regel, an die Cassandra sich zu halten hat, die, dass sie den Hag niemals alleine betreten darf.
    Cassandra weiß nicht, was mit ihrer Mutter geschah, aber sie spürt, dass sie noch lebt; dass sie sich in Faerie befindet, und dass sie durch den Hag und nach Faerie muss, um ihre Mutter zu finden.
    ******
    Schon das wunderschöne Cover hat dazu geführt, dass wir uns in dieses Buch verliebt haben. Der Klappentext klang so gut, dass wir es unbedingt lesen wollten - und wir wurden nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil!
    Der Inhalt ist genauso wunderschön wie das Cover.
    Die Kinder, die das Buch vor mir gelesen haben, waren absolut begeistert - und auch ich als Erwachsene habe diesen ersten Band geliebt und beschlossen, dass ich die komplette Reihe lesen möchte.
    Es ist natürlich perfekt für die Zielgruppe, zum Vorlesen oder Selberlesen; aber auch Erwachsene haben definitiv ihre Freude daran. Die Länge der Kapitel ist für Kinder ideal, um bspw. abends vor dem Einschlafen noch etwas zu lesen.
    Jede einzelne Seite ist schön und liebevoll illustriert.
    McKennas Stil ist wundervoll, lässt sich sehr gut lesen, ist so bildhaft und extrem atmosphärisch!
    Cassandra ist eine Protagonistin, die die Zielgruppe lieben wird. Überhaupt sind alle Figuren so gelungen! Viele davon, etwa die Haushälterin oder Kater Montague, schließt man sofort ins Herz.
    Dieses Mädchen, diese Hexenfamilie, Hartwood Hall, der Hag ... ziehen einen sofort in ihren Bann.
    Es ist eine Geschichte, so magisch, schön und spannend, dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen kann, weil man diese Welt nicht mehr verlassen möchte und auch unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht.
    Das Buch passt perfekt in den Herbst bzw. jetzt in die Zeit um Halloween, doch bekommen die Kinder dabei nie Angst, da alles absolut alters- und zielgruppengerecht ist. Ich würde es sogar als regelrechte Wohlfühlgeschichte (für jedes Alter) bezeichnen.
    Es gibt so viele wundervolle Schauplätze, und McKenna besticht durch ihre Kreativität und Ideen und Schöpfungen, die man so noch nicht gelesen hat.
    Hier und da fühlten wir uns ganz leicht an Harry Potter erinnert, durch die Hexen, die Zauberhüte, die Prüfungen, Cassandras Tante, das Fliegen auf dem Besen usw. -aber das im positiven Sinne! Cassandra Morgan ist nie auch nur ansatzweise ein Abklatsch, da die Autorin wie gesagt so viele eigene, ganz neue und wundervolle Ideen und Wesen hat und einführt.
    Das Ende ist offener als von uns erwartet bzw. die Geschichte ist am Ende dieses Auftaktbandes noch nicht so weit fortgeschritten wie erwartet - Cassandras Mutter wurde noch nicht gefunden, ja, Cassandra hat sich für unseren Geschmack noch nicht mal so richtig auf die Reise und die Suche nach ihr gemacht (erst mal muss sie ja Dinge lernen und eine richtige Hexe werden, denn nur mit dem notwendigen Wissen und den notwendigen Fähigkeiten kann sie sich durch den Hag und nach Faerie wagen ...). Stört uns diesmal aber überhaupt nicht, da dieser erste Band so toll und die ganze Vorgeschichte notwendig war, der zweite Band zudem schon im März 2026 erscheint und die Reihe auf fünf Bände angelegt ist, die im englischen Original schon weitestgehend erschienen sind.
    Wir sind absolut begeistert - das war für uns DAS Lesehighlight in diesem Jahr und wird kaum noch zu übertreffen sein.
    Das ist ziemlich sicher eine Reihe, die man unbedingt im Regal stehen haben möchte und immer wieder lesen möchte und wird. Wir sind sehr froh, dass wir sie entdeckt haben.
    Unbedingte Leseempfehlung für alle, die England, Hexen, Magie lieben, Harry Potter mögen, eine herrlich atmosphärische, bezaubernde und altersgerechte Geschichte suchen und einfach ein paar richtig tolle Lesestunden haben wollen.
    Die Zielgruppe wird dieses Buch und diese Reihe sowieso lieben - aber auch Erwachsene werden Cassandra Morgan lieben.
    Unbedingt lesen!


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