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    meiernberg Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 30. August 2010
    "Hilfreich"-Bewertungen: 14552
    974 Rezensionen
    6 Quatuors ou Trios (1733) 6 Quatuors ou Trios (1733) (CD)
    25.08.2024
    Booklet:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5

    Unerschöpfliche Phantasie

    cpo findet immer noch was bei Telemann. Ist ja auch kein Kunststück! Bei der Auswahl! Der gute Telemann hat uns ja eine schier unerschöpfliche Zahl an Werken hinterlassen. Natürlich auch delikate Kammermusik wie diese neue Telemann-CD beweist. Da versammeln sich fünf Quartette und ein Trio (allesamt so um die 8 Minuten lang) zusamman mit der umfangreicheren Introduzione aus "Der getreue Music-Meister" zu einer Telemann-CD der besonderen Sorte. Verantwortlich für dieses Prädikat ist auch die Camerata Köln, die auf Originalinstrumenten den Stücken die Besonderheit verleiht. Das ist wunderbar gespielt, im Booklet gut dokumentiert und bestens aufgenommen. Ein kammermusikalisches Hörvergnügen.
    Symphonie c-moll op.60 Symphonie c-moll op.60 (CD)
    25.08.2024
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    "...die zarten Saiten anrühren".

    Wie steht es so schön auf Seite 9 des wieder einmal vorzüglichen Booklettextes: "Seine Musik wird bei Publikum die zarten Saiten anrühren...".Beim Temperament des Dirigenten Borowicz und seinen spielfreudigen Philharmonikern aus Posen sicher nicht nur die zarten Saiten, sondern wird auch zu heftigen Gemütswallungen führen. So ist das nun mal bei der Musik der Hochromantik. Und dazu gehört eben auch Scharwenkas Musik. Man kennt ihn eher als Pianisten und Komponisten für das Klavier. HIer das wunderbar eingespielte 1.Klavierkonzert. Seine Sinfonie (eine zweite ist leider verschollen) ist nun ein Paradestück romantischer Sinfonik. Hier bei cpo nicht erstmalig eingespielt. Mir liegt eine schwedische Aufnahme bei Sterling aus dem Jahr 2003 vor. Die Posener spielen die Musik ihres Landsmannes (Schwarwenka ging in Posen zur Schule) kernig, mit viel Drive und Gefühl und verhelfen ihr zu einer Würdigung, die im Konzertsaal leider wohl kaum eine Fortsetzung finden dürfte. Sei's drum! Diese CD bringt auch so Schwarwenkas romantische Gefühlsmusik in Herz und Sinn.
    Il Messia (Florentiner Fassung des Messias 1768-1770 / in italienischer Sprache) Il Messia (Florentiner Fassung des Messias 1768-1770 / in italienischer Sprache) (CD)
    25.08.2024
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Was für Spezialisten

    Händels "Messias" gehört zweifellos zu den populärsten Oratorien überhaupt. Und das ist auch richtig so. Ob es richtig ist, diese sog. Florentiner Fassung auf CD zu bannen, muss jedoch jeder für sich entscheiden. Zwei Italiener haben Händels Werk ins Italienische übertragen und arg gekürzt. Mit der italienischen Fassung mag es ja noch angehen. Immerhin wurde die originale englische Fassung ja auch ins Deutsche übertragen. Das Werk aber derart zusammenzustreichen, geht mir persönlich denn doch zu weit! Dabei geht der Mitschnitt der Innsbruckner Festwochen durchaus in Ordnung. Solisten, Chor und Orchester agieren tadellos und Dirigent De Marchi legt eine zügige und lebendige Interpretation vor. Und doch: Man muss schon arg verliebt sein in Händels "Messias", um auch nach dieser Version zu greifen. Wohl doch nur etwas für Spezialisten.
    Kantaten BWV 35,54,56,82,158,169,170 Kantaten BWV 35,54,56,82,158,169,170 (CD)
    23.08.2024
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Das Orchester ist der Star!

    Das passiert selten: Da kommt mir eine Do-CD mit Solo-Kantaten von Bach auf den Tisch und man stellt fest: Das Orchester ist der Star! Dabei sollten es doch eigentlich die beiden Gesangssolisten sein. Doch der Reihe nach: cpo hat als frisch 2023 aufgenommene Sammlung die Solo-Alt- und Solo-Bass-Kantaten von J.S.Bach auf den Markt gebracht. Sieben Kantaten auf zwei CDs, vier für den Solo-Alt von Margot Oitzinger und drei für den Solo-Bass von Peter Kooij. Unterstützung erfahren die Beiden vom L'Orfeo Barockorchester aus der Schweiz. Und von wegen Unterstützung: Das L'Orfeo-Ensemble kauft den beiden Solisten glatt den Schneid ab. Selten habe ich Orchesterteile (z.B. Sinfonia zu BWV 35) oder die obligate Orgel und das Oboen- und gesamte Ensemblespiel so delikat, so beschwingt gehört. Da sitzt jeder Ton und jede Passage ist gestaltet und durchdacht. Die Aufnahmetechnik hat das alles auch super eingefangen. Wie gesagt: Das Orchester ist der Star. Nicht so begeistert bin ich vom Alt der Frau Oitzinger. Keine Frage, ihre Stimme ist warm und volltönend. Leider "gestaltet" sie mir etwas zuviel. Leise Töne sind sehr leise und Lautstärken kommen doch arg forciert. Hinzu kommt ein Mangel an Textverständlichkeit, die doch bei dieser Art Kantaten so wichtig ist. Altmeister Peter Kooij stellt mich auch nicht zufrieden. Was BWV 56 + 82 betrifft, so ist dies nach Herreweghe und Suzuki nun wohl schon die dritte Kooij-Version. Doch: Aller Respekt vor seiner Sängerkarriere kann die Ohren nicht täuschen, dass die beste Zeit des bald schon 70-Jährigen wohl doch vorbei ist. Er macht seine Sache immer noch gut. Aber eben nur "gut". So hinterläst diese cpo-Neuheit einen etwas zwiespältigen Eindruck mit eindeutig instrumentalen Präferenzen.
    Ein Kommentar
    Anonym
    11.09.2024

    L'Orfeo Barockorchester

    Wie Kennerinnen und Kenner wissen: Das L'Orfeo Barockorchester kommt aus Österreich und nicht aus der Schweiz.
    Sämtliche Streichquartette Sämtliche Streichquartette (CD)
    23.08.2024
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Komplett, kompakt und super günstig

    Sechs CDs beinhaltet die Box. Sechs CDs mit 18 Streichquartetten des Gaetano Donizetti, den die meisten Musikliebhaber eher der Oper zuordnen. Zu den Interpreten und den Interpretationen muss man kein Wort mehr verlieren. In den Einzelausgaben, die cpo zuvor veröffentlichte, wurden genug lobende Worte gefunden. Positiv bemerkt sei wieder die cpo-Aktion, nach Abschluss einer Werkreihe alle dazu erschienenen CDs in einer preiswerten Box zusammenzufassen. Das ist prima und freut den Sammler, sofern er sich nicht schon vorher mit Einzelausgaben eingedeckt hatte. So ist diese platzsparende Komplettausgabe wohl eher etwas für Neuankömmlinge in der Streichquartett-Welt des Gaetano Donizetti. Für wenig Platz und Geld kann man sich nun diese kompakte Box in den Schrank stellen. Sie ist toll, hat aber einen - in meinen Augen vermeidbaren - Ausstattungsmangel: Die 6 CDs sind in dünne, weiße, unbeschriftete Hüllen verpackt. Hätte man bei cpo - wie zumeist bei Boxen üblich - die CDs in beschriftete Papp-Hüllen gesteckt, man hätte das Auffinden der richtigen CD mit den nötigen Begleitinformationen deutlich erleichtert. So muss man für jeden Griff auch das Booklet bemühen. Wie dem auch sei und man diesen Umstand auch anders bewerten mag, Fazit bleibt: kompletter, kompakter und preiswerter kann man an die Gesamtausgabe der 18 Quartette nicht kommen. Dazu noch in hervorragenden Interpretationen. Sehr zu empfehlen!
    Orchesterwerke Vol.2 Orchesterwerke Vol.2 (CD)
    12.08.2024
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5

    Na endlich...

    ...ist sie da, die komplettierende CD der Reinecke-Sinfonien! Seit 2015 liegt die Aufnahme der 2.Sinfonie in der Schublade. Nun ergänzt sie wunderbar die vorangegangene Aufnahme der Ersten und Dritten. Vol. 1 habe ich seinerziet bei cpo ausführlich sehr positiv besprochen. Und eigentlich ist dem auch bezüglich dieser neuen CD nichts hinzuzufügen. Eine lebhafte, ganz dem Leipziger Geist verbundene Interpretation ist zu hören. Das Besondere sind jedoch auch die Zugaben zur knapp 35-minütigen Sinfonie: drei Ouvertüren, eine Festmusik und der Dorftanz op.161 runden das Bild dieser im besten Sinne sympatischen Musik einer ebenso sympatischen großen Leipziger Musikerpersönlichkeit ab. Prima!
    Violinsonaten Vol.1 Violinsonaten Vol.1 (CD)
    07.08.2024
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    "Kraftvolle Männlichkeit (??)...

    ...zeigt...Emilia Mayer in ihren Brahms und Wagner streifenden und daher nicht immer selbständigen Violinsonaten..." Eine bemerkenswert verfehlte Analyse der Autorin Bertha Witt, die auf Seite 1 des (wieder) vorzüglichen Booklets zu lesen ist. Auch im Booklet wird sie kritisch kommentiert. Verfehlt? Erstens gibt es m.E. auch eine "kraftvolle Weiblichkeit", die sich bei der Mayer besonders deutlich hörbar macht. Und zweitens halte ich Mayers Kompositionen (und auch diese drei Sonaten) für durchaus selbständig. Die Klänge ihrer Zeit - auch der Zeit von Brahms und Wagner - orientieren sich eben stark an der in der Zeit verhafteten Klangästhetik. Emilie Mayer war eben keine Revolutionärin. Das waren viele andere auch nicht. Man höre sich diese drei um die 20 Minuten langen, viersätzig konzipierten Sonaten mal an. Das sind rundum gelungene, packende, klangschöne und bewegende Stücke, die z.T. auch große Anforderungen an die Interpreten stellen. Schön, dass sich für die Kompositionen der Frau Mayer auch zwei Frauen stark machen. Frau Larsen und Frau Weyer machen ihre Sache sehr gut, spielen sich in die Klangwelt der Emilie Mayer grandios ein und machen diese drei Sonaten zu Glanzstücken des Repertoires. Weiter so! Es soll ja noch mehr davon geben...!
    Violinkonzert d-moll Violinkonzert d-moll (CD)
    28.07.2024
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5

    Feinste Charaktermusik

    Das Booklet beschreibt sehr schon, was der Johannes Bernardus von Bree für ein Charakter war: freundlich, großzügig, feinfühlig. Kurz: Einer, der es allen recht machen wollte. Eigentlich geht das ja immer schief. Wohl nicht bei dem Amsterdamer, der Stadt und Land seinerzeit seinen persönlichen und musikalischen Stempel aufdrückte. Seine hier eingespielte Orchestermusik ist da wohl einen Spiegelbild seiner Persönlichkeit: geradlinig, geordnet, ohne Experimente. Seine Musik sollte ja seinem Publikum gefallen. Ob von Brees Musik auch dem Publikum des 21.Jahrhunderts gefallen wird, das kann diese neue cpo-CD mit entscheiden. In einer deutsch-amerikanischen Gemeinschaftsaktion hat man sich nun vier Werke des holländischen Komponisten zur Brust genommen. Dazu hat Dirigent Willens seine Kölner Akademie mächtig zur Sinfonieorchester-Größe aufgerüstet und im Verein mit der Geigerin Ariadne Daskalakis eine mustergültige Einspielung dieser Schumann-nahen Musik vorgelegt. Zwei Ouvertüren, ein kurzes Violinkonzert (15 min.) und die fünfteilige Fantasie. Das ist alles sehr schöne Musik, die durch Willens Originalinstrumenten-Ensemble noch in ein besonderes Kangewand gehüllt wird. Das Booklet informiert ausführlich über den Komponisten, die Werke und Interpreten. Auch die Aufnahmetechnik entspricht dem heutigen Standard. Eine sehr erfreuliche Veröffentlichung.
    Orchesterwerke Orchesterwerke (CD)
    27.07.2024
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Grandiose Neuauflage

    1994 - vor sage und schreibe 30(!!) Jahren - erschien die m.W. erste und einzige CD mit Orchesterwerken der Augusta Holmes. Seinerzeit beim Label Marco Polo mit der Rheinischen Philhamonie und den Dirigenten Friedmann und Davin. Die CD gibt es schon lange nicht mehr im Handel., höchstens gebraucht zu überhöhten Preisen. Eigentlich ein Armutszeugnis. Denn die Musik der Frau Holmes lässt einen nicht mehr los, wenn man sie einmal gehört hat. Erst das innovative Label cpo muss kommen, um sich an die große französich-irische Komponistin zu erinnern. Und sie knüpft fast nahtlos an ihre CD-Vorgängerin von 1994 an: gleiches Orchester (nur etwas veränderter Name) und fast gleiches Programm, aber zusätzlich die dreiteilige Sinfonie "Roland Furieux" aus der Frühzeit ihres Schaffens. Mit Michael Francis hat das Orchester einen Dirigenten gefunden, der die ganze Klangpalette der z.T. gewaltigen, in Teilen an Wagner und Berlioz erinnernden Musik auskostet. Das ist einfach großartig! Ebenso gelungen sind das Booklet und die Aufnahmetechnik. Die CD mit der großen spätromantischen Musik der Augusta Holmes gehört in jeden Plattenschrank!
    Natura et quatuor elementa dolentia ad Sepulcrum Christi Natura et quatuor elementa dolentia ad Sepulcrum Christi (CD)
    27.07.2024
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Für Kenner

    Passionsmusiken gibt es ja reichlich, in allen Größen und Formen. Dieses Passionsoratorium mit dem (fast) unaussprechlichen lateinischen Namen des italienischen Opernkomponisten Antonio Cesti ist was für Kenner und für Freunde, die Passionsmusik einmal "anders" hören wollen. Was ist anders? In kapp 60 Minuten wird nicht die Leidengeschichte Jesu erzählt, sondern die Natur mit ihren vier Elementen (Wasser,Feuer, Luft und Erde) beklagt und betrauert den Tod Jesu. Das geschieht auf sehr nachdenkliche und berührende Weise durch Solo, Duett, Terzett und Quartett in Arien und Rezitativen. Wunderbare Musik mit einem "Handicap". Der Text ist Latein und man muss dann schon, wenn man des Lateinischen nicht mächtig ist, die deutsche Übersetzung des vorzüglichen Booklets daneben legen. Zum Sänger-Ensemble Polyharmonique muss man nicht viel sagen. Ebenso zum Instrumental-Ensemble Teatro del Mondo. Die sind unter der Leitung von Andreas Küppers alle eine Klasse für sich. Wie gesagt: Eine Passion für Kenner und Kennenlerner.
    Missa solennis (Musik zum Gereonsfest 1663) Missa solennis (Musik zum Gereonsfest 1663) (CD)
    26.07.2024
    Booklet:
    5 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Beeindruckendes Einzelstück

    Wer war der Ionnes Cuisean? Er lebte im 17.Jahrhundert und schrieb eine Messe für das Jubiläum der Kölner Basilika St. Gereon. Der vorzügliche Text im Booklet beschreibt diese Einzigartigkeit. Diese quasi Anonymität einer Komposition mag die Josquin Capella und Meinolf Brüser bewogen haben, die Sache genauer unter die Lupe zu nehmen. Sie haben schließlich nicht nur die 5 Teile von Cuiseans Messe zur Aufführung gebracht, sondern daraus eine ganze Fest-Liturgie gemacht, indem Orgelstücke von Froberger und gregorianische Gesänge "eingefügt" wurden. Das macht Sinn und Klang. Nun kann man über die Bedeutung der Komposition trefflich streiten. Sicher gibt es bedeutendere Zeugnisse von Mess-Kompositionen seiner Zeit. Das Ereignis liegt deshalb wohl weniger in der Kunst der Komposition, sondern der Kunst sie stil- und anlassgerecht wiederbelebt zu haben. Und das ist allen Interpreten hervorragend gelungen. Nur das frage ich mich: Die Messe feiert St. Gereon in Köln. Ein Foto zeigt auch die Ausführenden in der Basilika. Die Aufnahmen entstanden jedoch woanders. In Arnsberg. Warum? Gibt es in St. Gereon keine Orgel? Lassen die akkustischen Verhältnisse dort eine Aufnahme nicht zu. Das Foto sagt was anderes.
    Die Aufnahme hat auch so eine gehörige Portion Hall, die jedoch durchaus zur Musik passt. Fazit: ein engagiertes Projekt mit der vertanen St. Gereon-Chance. Trotzdem sehr anhörenswert!
    Ein Kommentar
    Anonym
    02.08.2024
    Sicher wäre es schön gewesen, das Werk am originalen Ort aufzunehmen. Aber: die dort vorhandene Orgel ist gleichschwebend gestimmt, und sicher klanglich weit von der damaligen Orgel entfernt. Auch die Akustik hat sich sehr verändert, da heute viel weniger Ausstattung (Altäre, Lettner) in der Kirche vorhanden ist. So war ein halliger Raum mit einer historischen Orgel die beste Alternative.
    Lieder & Klaviermusik Lieder & Klaviermusik (CD)
    26.07.2024
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Typisch amerikanisch

    Das ist nicht negativ gemeint. Im Gegenteil! Wenn man bei Stills Musik hin und wieder an Gershwin erinnert wird, so kann das nur ein Kompliment sein. Und so ist es. Ich habe von Grant Still die Sinfonien im CD-Regal stehen. Die haben schon die so typisch afro-amerikanischen Stilelemente. Besonders deutlich wird das bei den Songs des Baritons Gabriel Rollinson, der mit seiner bemerkenswerten Stimme beste Musical-Stimmung aufkommen lässt. Die vier Lieder der Sopranistin Zhang sind stiller, intimer, leiser. Pianist Hartmut Höll ist eine Klasse für sich. Wer also - mal nicht mit Gerschwin - in das afro-amerikanische Liedschaffen eintauchen will, der liegt mit dieser CD genau richtig.
    Partien (Suiten) Nr.1-7 "Musico-Instrumentalische Gemüths-Lust" Partien (Suiten) Nr.1-7 "Musico-Instrumentalische Gemüths-Lust" (CD)
    04.07.2024
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Interpretation schöner als die Stücke

    Das gibt es auch selten, dass die Interpretaion der Musik mehr anspricht als die Kompositionen selbst. Zumindestens mir erging es so beim Hören dieser Doppel-CD mit sieben Streicher-Suiten des Johann Abraham Schmikerer. Das sehr informative Booklet beschreibt ausführlich die Vita von Schmikerer. Ebenso seine einzig(!!) bekannte Komposition, nämlich die Suiten "Musico-Instrumentaische Gemüths-Lust", die hier von L'arpa festante vorgestellt werden. Und da komme ich zu meiner Empfehlung. Auf die Kompositionen könnte man - und da muss man doch ehrlich sein - noch verzichten. Da gibt es bessere Stücke gleicher Art von anderen Komponisten der Zeit. Was jedoch L'arpa festante da aus diesen Stücken macht, ist toll! Da wird mit Herzblut, Gefühl, Temperament und Virtuosität alles in die Stücke gegeben, was in ihnen steckt oder auch nicht. Herausragend Lautist Tashinori Ozaki, der mit seinem virtuosen Continuo-Spiel für wunderbaren "Background" sorgt. Die sieben Stücke mit je einer Ouvertüre und sieben Tänzen verteilen sich auf zwei CDs. Wer "mal so" reinhören höchte, tue dies mit Track 24 dem Trio der III.Partie (so werden die Suiten geannnt). Sicherlich eines der stärsten Stücke, was Komposition und Interpretation betrifft. Fazit: Eine besondere Do-CD, die das Hören lohnt!
    Ouvertüren, Concertstücke, Ballettmusiken Ouvertüren, Concertstücke, Ballettmusiken (CD)
    04.07.2024
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Wertvoll und sehr erfreulich!

    Das ist auch sehr erfreulich an dieser Lortzing-Ouvertüren-CD: Im Vergleich mit der auch noch recht neuen Ouvertüren-CD bei Naxos mit dem Dirigenten Märkl (die übrigens auch recht gut gelungen ist) wurde kein Werk doppelt eingespielt. Völlig andere Stücke auf dieser cpo-Ausgabe. Zufall oder Absicht? Den Musikfreund freut es, denn er bekommt tolle neue Stücke zu hören, Stücke im typischen, schwungvollen Lortzing-Sound, für den Solisten, Orchester und Dirigent den rechten Ton treffen. Prima! Eine weitere Sonderheit die CD sei vermerkt: Im Gegensatz zu ihrer Naxos-Konkurrentin enthält die CD auch je zwei Balletmusiken und Konzertstücke für Trompete/Horn, die geschickt zwischen die Ouvertüren platziert wurden und das Programm schön auflockern. Die beiden Solisten, Orchester und Dirigent Theis sind allesamt prima in Form. Auch die Aufnahmetechnik ist rund und füllig. Das Booklet wäre ebenfalls vorbehaltlos zu loben, wenn da nicht im ausführlichen Kommentar von Irmlind Capelle eine Unbedachtsamkeit zu nennen wäre: Frau Thies bespricht auf S.5 "das zweite Konzertstück dieser CD". Dabei ist es das erste mit der Track-Nummer 4. Muss man schon genauer hingucken! Nicht besonders wichtig, aber für einen 5.Stern reicht es eben nicht. Sonst - wie gesagt: wertvoll und sehr erfreulich!
    Symphonische Dichtung "Jesus in Gethsemane" Symphonische Dichtung "Jesus in Gethsemane" (CD)
    04.07.2024
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Wuchtige Spätromantik...

    ....aus Norwegen. Diese CD ist wirklich ein Knaller! Ein Knaller für all die Musikfreunde der Spätromantik, der schwelgen Klänge und großen Orchester. Dabei ist und war der Borgström sicherlich eine besondere Erscheinung in der nordischen Komponistenszene. Denn viel hat er nicht hinterlassen an großen Orchesterkompositionen. Aber die haben es in sich! Diese neue cpo-CD ist der klingende Beweis. Borgströms groß angelegte Sinfonische Dichtung op. 26 "Tanken" (deutsch: Die Gedanken) dauert gut über 40 Minuten, ist fünfteilig angelegt und von gedankenschwerer Nachdenklichkeit gezeichnet. Nachzulesen ist das etwas "naive" Deutungskonzept in dem wieder (etwas zu) ausführlichen Booklettext von Eckardt van den Hoogen, der auch treffliche Anmerkungen zum zweiten eingespielten Stück "Jesus i Gethsemane op.14" macht. Nur in einem irrt von der Hoogen: Dies ist nicht die erste kommerzielle Einspielung von "Tanken". Mir selbst liegt eine CD mit dem Bergen PO unter Andersen aus dem Jahre 1991 vor, erschienen beim norgwegischen Label NFCD. Heute wohl nur noch gebraucht erhältlich. Umso erfreulicher diese Neuerscheinung, die natürlich den Vorzug der besseren Aufnahmetechnik hat, ansonsten aber den Vergleich aushält. Zudem ist eine tolle Kopplung mit Op.14 gelungen, die so wohl auch noch nicht da war. Der Klang ist prima, die Interpretationen ebenso tadellos. Bis auf Hoogens ausgebliebene Repertoire-Recherche auch ein gelungenes Boolet. Eine sehr empfehlenswerte CD.
    Blechbläserquintette Nr.1-3 (op.5-7) Blechbläserquintette Nr.1-3 (op.5-7) (CD)
    04.07.2024
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Blech, Puste und ganz viel Können

    Was diese fünf Italiener vom Gomalan Brass Quintet da fabrizieren, lässt einen nur staunen. So toll ist das! Wie die phrasieren, Melodiebögen gestalten und Zusammenspiel praktizieren - einzigartig! Kostprobe? Gleich in Track 1 des 1. Quintetts des Russichen Baumeisters Ewald kann man diese Kunst bewundern. Ewalds hochromantische Tonsprache gibt da auch wunderbares Material für her. Dann zu "ganz viel Können": Kostproben? Das Allegro vivace, der 3.Satz des zweiten Ewald-Trios und das sperrige, von Dissonanzen durchzogene Allegro, Schlusssatz des Tcherepnin-Quintetts - das muss man erst einmal so hinkriegen! Ganz tolle Blechbläse!. Und die Stücke auf dieser CD? Die drei Quintette des Victor V. Ewald sind schöne, romantische Kompositionen mit zuweilen sinfonischen Ambitionen. Wunderbar harmonischer Bläserklang. Da geht es bei dem 10-minütigen Quintett des Alexander N. Tcherepnin schon ganz anders zu. Die fünf sehr kurzen Sätze gehen fast ohne Pause ineinander über und sind gespickt mit Dissonanzen, Klangballungen und harmonisch und rhythmischen Überraschungen. Zudem Soli für die Bläser. Trotzdem: Schwere Kost! Das Booklet informiert ausführlich und die Technik stimmt. Wer ein Faible für starke Blasmusik hat, kommt an dieser CD nicht vorbei.
    Werke für Kammerorchester Werke für Kammerorchester (CD)
    27.06.2024
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Charme, Haltung und Wahrhaftigkeit

    Haltung und Wahrhaftigkeit waren für Hans Gal ein Credo. Und so klingt seine Musik auch. Charme kommt hinzu. Seine Serenade hat diesen sommerabendlichen Serenaden-Charme. Wer die Musik des Hans Gal bislang noch nicht kannte, sollte diese CD als Einstieg nutzen. Ist der Zugang zu seinen 4 Sinfonien (sehr schöne Aufnahmen mit Kenneth Woods beim Label AVIE) noch hier und da nicht ganz einfach, sind die vier Streicher-Werke dieser CD doch unmittelbar zugängig, ja betörend schön und genauso schön gespielt durch das fabelhafte finnische Ensemble. Wer sich unter Gals Musik-Stil nichts vorstellen kann: Gals Musik ist harmonisch, tonal und spätromantisch orientiert, wagt sich aber hier und da - gerade in seinen späteren Werken - zu neuen Ufern vor, ohne dass jedoch Brüche oder Verwerfungen entstünden. Alles passt zusammen. Wie gesagt: Musik mit Haltung und Wahrhaftigkeit. Hinzu kommt die menschliche Seite einer Biografie, die erschüttert und doch Mut macht. Alles nachzulesen in einem wieder einmal sehr guten Booklet. Der sehr präsente Streicherklang ist prächtig. Eine tolle CD!
    Sämtliche Streichquartette Sämtliche Streichquartette (CD)
    27.06.2024
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Ein "anderer" Vaughan Williams

    Aber vielleicht ja doch nicht. Nur: Man kennt diesen großen britischen Komponisten als Sinfoniker (9 große Sinfonien) und Komponisten für große Ensembles (Chöre und Orchester). Und nun was für vier Streicher? Kennt man seine sinfonischen Werke, so ist man in seiner Tonsprache gleich wieder zu Hause. Die ist spät-, spät-, spätromantisch. Soll heißen: Seine Musik ist immer harmonisch, häufig volksmusikgeprägt, sehr plakativ und nachdrücklich, manchmal auch etwas spröde. All das findet man in diesen, für VW ungewöhnlich "filigranen" Kompositionen wieder. Und doch fühle ich mich - gerade im A-Moll-Quartett - immer wieder an die Klangwelt von "The Lark Ascending" erinnert, jedem so wunderbaren Stück, das den Aufstieg einer Lerche beschreibt. Also: neue Klangerfahrungen für Quartett-Liebhaber und die "andere Seite" des VW.
    Das Verdi-Quartett lässt keine Wünsche übrig bei diesen z.T. auch spieltechnisch anspruchsvollen Stücken. Aufnahmetechnik und Booklet sind ebenso tadellos. Deshalb In allen Bereichen 5 Sterne!
    Schön ist die Welt Schön ist die Welt (CD)
    26.06.2024
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    3 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Na ja...

    Man darf wohl mal mit Recht fragen, ob alles, was so an Operetten komponiert wurde, auch auf CD gebannt werden sollte. Für Operetten-Fans ist dies sicherlich keine Frage. Die nicht so drinstecken im Genre erwarten dann wohl nicht nur musikalisch, sondern auch von der Interpretation her ein Erlebnis. Leider ist dies mit dieser Produktion nicht so sehr gelungen. Nun gut: Der Burkert und sein Ensemble sind operettenerfahren genug, um schwungvolle und eingängige Melodien zum Klingen zu bringen. Das haben sie nun schon zum wiederholten Mal bei cpo bewiesen. Nur mangelt es etwas am Vermögen. Das geht schon mit dem Vorspiel los, das in bester Operetten-Manier loslegt. Der Klang ist seltsam eng und dünn, wie aus dem Kasten. Mit Track 2 geht es dann weiter. Das kurze Zwiegespräch im Hotel zwischen dem Direktor und dem Oberhofmeister mag man ja gar nicht anhören: Den einen versteht man nicht und des anderen mickrige Tenorstimme ist kaum erträglich. Gott sei Dank bessert sich die Situation von Nummer zu Nummer, ohne dass aber die Aufnahme ein echter Hit würde. Dabei könnte diese "Operetten-Bergpartie" trotz der vorhersehbaren, recht schlicht romantisch-königlichen Handlung wegen ihrer zündenden Melodien durchaus beeindrucken. Wegen der Mängel in der Aufnahmetechnik und den zuweilen kritikfähigen Leistungen im Gesang bleibt diese cpo-Einspielung zwar verdienstvoll, aber wohl nur für Lehar-Fans ein Muss.
    Friedens-Cantate 1763 für die Lüneburger Friedensfeier anläßlich der Beendigung des Siebenjährigen Kriegs Friedens-Cantate 1763 für die Lüneburger Friedensfeier anläßlich der Beendigung des Siebenjährigen Kriegs (CD)
    02.06.2024
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Kreig und Frieden - Propaganda und Botschaft

    Das mir etwas zu "kriegerische" Telemann-Oratorium mit seinem - in heutiger Zeit - leicht verwirrenden Titel lasse ich in dieser Rezension mal außen vor. Genannt sei lediglich die Kompositionskunst Telemanns, die auch in den beiden Telemann-Werke zu hören ist. Besondere Anerkennung soll die "Friedens-Cantate 1763" des Telemann-Schülers Schmügel finden, ein über 40-minütiges, 12-teiliges Werk in großer Besetzung. Mit Pauken und Trompeten wird hier die Dankbarkeit für den Frieden nach sieben Jahren Krieg gefeiert und die Botschaft gesendet: Dank an Gott für den Frieden, der nun eingekehrt ist! Eine Botschaft, die gerade in unserer heutigen Zeit so wichtig und nötig wäre wie selten zuvor. Da wird voll Freude die Friedensbotschaft bejubelt. Der mir bis dato kaum bekannte Johann Christoph Schmügel hat dazu packende Musik komponiert, die vom barockwerk hamburg, vier ausgezeichneten Gesangssolisten (die im Stil heutiger Zeit auch den Chor bilden) unter der Leitung von Ira Hochman voller Leidenschaft, Inbrunst und musikalischer Kompetenz interpretiert wird. Trotz der Einschränkungen zum Telemann eine Dank der großartigen Kantaten-Entdeckung und Interpretation ein lohnendes Hörerlebnis.
    Sämtliche Kantaten für  Sopran & Bass (Solo- & Dialogkantaten) Sämtliche Kantaten für Sopran & Bass (Solo- & Dialogkantaten) (CD)
    02.06.2024
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Würdige Fortsetzung

    Das ist nun schon die fünfte Graupner-Kantaten-Einspielung des Kirchheimer BachConsorts und die zweite Folge der Solo- und Dialogkantaten. Und sie reiht sich kompetent und würdig in die Reihe der Serie ein. Kantaten dieser "Solo-Art", also ohne Chor und größeren Instrumentalaufwand, sind in der Regel kürzer und für den Hörer im Vergleich zu den "großen Schwestern" nicht ganz so attraktiv. Wenn da nicht der Graupner wäre, jeder Darmstädter Meister, den man in einem Atemzug mit J.S.Bach nennen muss! Dessen Kantorenamt in Leipzig er ja auch um ein Haar bekommen hätte! Wäre echt auch keine schlechte Wahl als Thomas-Kantor gewesen! Das beweist Graupner auch mit diesen fünf Kantaten, zwei Solo- (jeweils eine für Sopran und Bass) und drei Dialogkantaten. Bewegende Stücke, die Herz und Seele berühren und tief im christlichen Glauben verhaftet sind. Das Kircheimer BachConsort meistert die Musik in gewohnt hoher Qualität (Oboen!!). Und die beiden Solisten? Marie Luis Werneburg gefällt durch ihren hellen, glockenreinen Sopran. Was die Textverständlichkeit betrifft, so ist wohl doch noch etwas Luft nach oben möglich. Dominik Wörner hat wohl doch seine beste Zeit hinter sich, füllt aber noch immer seine Partien mit Kraft und Gestaltung aus und gefällt zudem durch gute Textverständlichkeit, die ja in diesem Kantaten-Genre besonders wichtig ist. Das Booklet enthält informative Kommentare und alle Texte. Die Aufnahme aus der Ev. Kirche Kirchheim hat eine angenehme Akustik und ist wohl gelungen. Weiter so!
    Streichquartette Nr.1-6 (MH 308-313) Streichquartette Nr.1-6 (MH 308-313) (CD)
    02.06.2024
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Delikasse und Finesse

    Im Vergleich zu seinem älteren Bruder Josef weiß man von Michael Haydn ja recht wenig. Gelobt werden muss einmal das Label cpo, das sich seit Jahren für die Werke des Michael einsetzt. Nun erscheinen sechs Streichquartette. Da ist es sehr hilfreich, Vor dem Hören das Booklet zu lesen. Dann erfährt man nämlich, dass auch der Michael zu seiner Zeit ein ganz Großer war und 838(!!) Werke hinterlassen hat. Leider wenige von Bestand. Mit den nun vorgelegten Aufnahmen sollte sich das ändern. Wie ist so schön auf Seite 4 des Booklets zu lesen: "Alle Werke gefallen durch den Reichtum ihrer Melodien, die klangliche Delikatesse...auch jene kontrapunktischen Finessen..." Dem ist eigentlich nichts hnzuzufügen. Nur das: Auch die vier Damen des Constanze Quartetts machen sich diese Qualitäten zu eigen und musizieren mit Kompetenz und...Delikatesse. Das ist schön und wird diesen fast ausschließlich dreisätzigen (Ausnahme: F-Dur-Quartett) Werken in jeder Hinsicht gerecht. Das gilt auch für die Aufnahme- und Bookletqualität. Prima!
    Mitteldeutsche Hornkonzerte - Musik aus Bachs Netzwerk Mitteldeutsche Hornkonzerte - Musik aus Bachs Netzwerk (CD)
    02.06.2024
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Brandenburger "Barock-Prominenz" mit Horn

    Leicht irreführend ist der Titel dieser sonst großartigen neuen CD: "Horn Concertos" schon. Bei den sieben Stücken von sechs "Promis" der Barock-Komponisten-Szene handelt es sich vielmehr um Konzerte "mit Hörnern". Die beiden Hornsolisten mischen sich in das Orchester, nehmen durchaus auch solistischen Funktionen wahr, agieren aber ansonsten im Ensemble. Eine Ausnahme bildet das Hoffmann-Concerto, das mit einem Horn auskommt. Doch das sei nur am Rande vermekt. Wichtig und besonders bemerkenswert ist die Zusammenstellung von wirklich schönen Stücken. Was sind das auch für Namen: Stölzel, Graupner, Fasch, Heinichen, der weniger bekannte Hoffmann und der große Bach! Die Auswahl ist gelungen und setzt tatsächlich den Klang der Naturhörner bestens in Szene. Die Solisten machen das mit diesen so schwer zu beherrschenden Instrumenten auch hervorragend. Das Ensemble L'arpa festante kommt ohne Dirigenten aus und prägt den markanten Stil dieser Interpretationen entscheidend mit. Besonders informativ ist im Booklet der Beitrag des Solisten Stephan Katte zur Spieltechnik der verwendeten Instrumente. Danach weiß man die virtuosen Leistungen besonders zu schätzen. Eine in allen Teilen interessante und sehr hörenswerte CD.
    Tänze für Orchester Tänze für Orchester (CD)
    02.06.2024
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Nicht nur Strauß!

    Dass es neben Strauß auch noch andere Komponisten gab, die es verstanden, "leichte Kost" zu komponieren, die man so gerne in die Kurkonzerte verorten möchte, das beweist der Wiener Dirigent Christian Simonis wieder mit einzigartigem Temperament und Gefühl für die "richtigen" Tempi und Stimmungen. Das nun zum sechsten(!!) Mal. Vater und Sohn Labitzky erreichen vielleicht nicht ganz die Kunst der Strauß-Familie, doch der Schwung, die Fröhlichkeit und das Temperament der Walzer, Polkas, Galoppe, Quadrillen (insgesamt 13 Stücke auf der CD) stehen den ganz großen Kompositionen der leichten Muse kaum nach. Sicherlich auch ein Verdienst nicht nur des Dirigenten Simonis, sonders auch der famos aufspielenden Nürnberger Sinfoniker. Eine gute Aufnahmetechnik und ein informatives Booklet runden eine gelungene Veröffentlichung ab. Echte "Gute-Laune-Musik"!
    Meine Produktempfehlungen
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    Klavierquintette Nr.1 & 2 (opp. 111 & 125) Klavierquintette Nr.1 & 2 (opp. 111 & 125) (CD)
    01.06.2024
    Booklet:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Kraft und Verspieltheit

    Diese beiden Begriffe aus der Produktinfo beschreiben wohl recht treffend Hubers beide groß angelegten Klaviertrios. Beide gut halbstündigen, viersätzigen Werke trennen 9 Jahre kompositorischer Arbeit. Das Opus 111 kommt stämmig und kraftvoll daher. Das Andante con moto und Con fuoco im ersten Satz hat Bewegung und einen fast sinfonischen Anstrich. Die anderen Sätze stehen dem nicht nach. Heiter dagegen das Schwesterwerk, das durch seine "aparten" Satzbezeichnungen schon die Andersartigkeit markiert. Wie ein Wirbelwind huscht z.B. das Intermezzo in gut zwei Minuten vorbei. Toll! Ohnehin kommt man nach dem Hörvergnügen der beiden Stücke nicht an der Frage vorbei: Wieso in aller Welt weiß und hört man nicht mehr von dem Schweizer Komponisten, dessen Kompositionen auch Brahms zugeneigt war? Eine Erklärung ist schwerlich zu finden. Vielleicht lag es an der etwas abgeschiedenen geografischen Lage? Erst in den letzten Jahrzehnten erinnerte man sich auch an seine fulminanten Sinfonien, die in singulären Aufnahmen aus Stuttgart bei Sterling erschienen sind. Das ist nun schon fast 25 Jahre her. Ein neues Projekt für cpo? Wie dem auch sei, mit diesen beiden Stücken macht cpo einen Huber-Anfang, der in jeder Hinsicht erfreulich ist. Das Booklet ist prima, die Aufnahme klar und präsent. Und die Interpreten? Große Klasse! "Hauspianist" Oliver Triendl und das Carmina Quartett aus der Schweiz bleiben der schwelgend romantischen Musik gestalterisch und spieltechnisch nichts schuldig. Wer großartige romantische Quintette und neue Hörerfahrungen abseits des gängigen Repertoires machen möchte, der kommt an dieser CD nicht vorbei.
    Ein Kommentar
    josef.wotan Top 100 Rezensent
    18.07.2024

    Übereinstimmung

    Lieber Herr Meiernberg, ich kann mich ihrer Beschreibung nur anschließen, jedoch ist Ihnen leider am Anfang Ihrer Rezension ein Schreibfehler unterlaufen, indem Sie von Hubers beiden großen KLAVIERTRIOS schreiben. Als Alternative zu der Einspielung unter dem Carmina Quartett, Oliver Triendl kann ich noch die Einspielung mit dem Basler Streichquartett und Jan Schultsz empfehlen, welche neben der CD-Einspielung mit einer Blue-Ray Disc im Bundle aufwarten kann.
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