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    meiernberg Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 30. August 2010
    "Hilfreich"-Bewertungen: 14552
    974 Rezensionen
    Symphonien Nr.1-4 Symphonien Nr.1-4 (SACD)
    28.01.2015
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    3 von 5

    "Authentisch" und modern?

    Ich schätze den Dirigenten Andre Manze sehr und seine Ausführungen im sehr informativen Booklet zu seiner Interpretationssicht der Brahms-Sinfonien sind erhellend und kenntnisreich. Doch wie bei Venzagos Bruckner auf cpo ist dies nicht "mein" Brahms. Da huscht so vieles vorbei und selten lässt Manze sich mal richtig Zeit. Alles eilt und steht unter "Zugzwang". Schon die Orgelpunkt-Einleitung zur 1.Sinfonie zeigt, wohin der Zug fährt: Rasche Tempi bestimmen die Richtung, Auf der Strecke bleibt das typische "Brahms-Gewicht", die norddeutsche Schwere. So klingt leider vieles blutleer. Manze wird entgegnen, dass hier nur die tradierten Hörgewohnheiten im Wege stehen. Das mag sein. Und doch sind mir bei Brahms meine Hörgewohnheiten lieber als diese neue Sichtweise, so modern und "authentisch" sie auch sein mag.
    Wer sich auf neue (zumeist jedoch nur wesentlich schnellere) Brahms-Hörerfahrungen einlassen will, der ist mit dieser auch im Booklet sehr kompetent kommentierten Edition unter Manze bestens bedient.
    Ein Kommentar
    Anonym
    01.08.2018

    Hörgewohnheiten

    Herrjeh, wenn wir bei unsren Hörgewohnheiten von vor zig-Jahren blieben wären wir musikalisch längst am Ende des Immergleichen, Reproduktion und Redundanz. Manze's mag nicht jedermanns Musiker sein, aber er ist nie 3*-mittelmässig und sein Brahms nicht blutleer, was auch immer solcher reaktionäre Vergleich meint, und 'anders' heisst nicht 'schlecht'!
    Motetten BWV 225-230 Motetten BWV 225-230 (CD)
    27.01.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Wertvoll

    Diese Motetten-Produktion ist im bersten Sinne wertvoll, weil sie dem Hörer diese wunderbare Musik schnörkellos, luftig, durchhörbar und "wertvoll" werkdienlich präsentiert. Die Rheinische Kantorei singt strahlend ( bes. Frauenstimmen) und intonationssicher und folgt Hermann Max in seiner flüssigen (nicht - wie leider häufig bei Max - zu raschen) Interpretationsweise locker und flexibel.
    Die Continuo-Begleitung durch Orgel und Cello ist Geschmacksache. Nur selten begegnet man noch reinen A-Capella-Aufnahmen. Zwei kleine Einschränkungen wären jedoch zu machen: Max hätte in "Jesu, meine Freude" ruhig mal mehr Temperament und dramatischen Spürsinn entfalten können. Das ist etwas zu "harmlos". Und in der wunderbaren Motette "Ich lasse dich nicht" vermisse ich die Innigkeit, das Gefühl. Beides, Dramatik und Innigkeit, hat Gardiner in seiner maßstäblichen Aufnahme vorgemacht.
    Die Technik stimmt und das Booklet ist wieder erste Sahne!
    Feuersnot Feuersnot (CD)
    01.01.2015
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Gelungene Katalogergänzung

    Mehr als eine höchst willkommene Katalogergänzung in Sachen frühe Strauss-Opern ist diese neue cpo-Produktion wohl doch nicht. Denn diese "Bayerische Burlerske" muss wohl noch mehr Freunde sammeln, um den Weg wieder auf die Bühne und in den Schallplatten-Katalog zu finden. Entsprechend spärlich ist die Oper mit neuen Aufnahmen im Katalog vertreten. Dirigent Ulf Schirmer macht sich nun wiederholt (nach "Intermezzo") auf cpo für die frühen Strauss-Opern stark. Um zu einem fabelhaften Ergebnis zu kommen, braucht sein Sängerensemble keine großen Namen. Da wird gediegen, lebendig und werkgerecht gesungen und musiziert. In Kombination mit einer prima Aufnahmetechnik und - wieder einmal - einem herausragenden Booklet ist eine Aufnahme entstanden, die allen Strauss-Freunden nur wärmstens empfohlen werden kann.
    Symphonie Es-Dur Symphonie Es-Dur (CD)
    19.12.2014
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Sehr schöne Einspielung

    Das ist mal wieder ein echter cpo-Knüller: Das Engagement in Sachen E.T.A. Hoffmann wird fortgesetzt mit seiner Sinfonie und zwei Ouvertüren. Als Zugabe gibt es die A-Dur-Sinfonie von Friedrich Witt (nicht die Jenaer-Sinfonie - ursprünglich Beethoven zugeschrieben).
    Als Akteure agieren die Kölner Akademie und Michael Alexander Willens erneu für cpo. Und wie!
    Mit feurigem Impetus, viel Temperament und Schwung geht Willens mit seinem Original-Instrumenten-Orchester die Partituren an, bringt sie zum Leuchten und reizt alle Effekte und Lyrismus gekonnt aus. Das macht einfach Spaß, ist gut aufgenommen und hervorragend im Booklet kommentiert. Was will der Musikfreund mehr? Eine sehr schöne Einspielung!
    Ein Kommentar
    Anonym
    20.12.2014

    ... und hervorragend im Booklet kommentiert

    Im Booklet sind 10 Tracks genannt, auf der CD sind es aber 11. Was nun?
    Orgelsymphonien op.13 Nr.1-4 Orgelsymphonien op.13 Nr.1-4 (SACD)
    16.12.2014
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    3 von 5

    Muss das sein?

    Schade eigentlich: Die November-Novitäten bei cpo beinhalten zwei Startschüsse für Reihen, deren Sinn man hinterfragen muss. Was ich zu der ersten CD der Bach-Violinkonzerte mit Mortensen geschrieben habe, gilt im Kern auch für die erste Folge der Widor-Orgelsinfonien.
    Der Katalog ist voll mit guten bis sehr guten Aufnahmen. Wo ist das Neue an dieser Doppel-CD? Nicht einmal die Orgel ist neu. Die gibt es schon mehrfach auf anderen Widor-Aufnahmen. Wenn man dann wenigstens vom Interpreten angetan wäre. Doch wenn ich mir das große Rückseiten-Booklet-Foto von Schmitt anschaue, wie er mit Händen in den Hosentaschen, auf der Orgelbank stehend die (misslungene) lässige Starpose mimt, dann reicht es mir schon. Auch ist zu vermuten, dass die Orgel im Hintergrund gar nicht die CD-Orgel ist, wenn man das Bild im Innenteil zum Vergleich nimmt.
    Vielleicht sind das Äußerlichkeiten, aber das von mir sonst so sehr geschätzte cpo-Label hat hier Verbesserungsbedarf.
    Das Spiel von Schmitt ist tadellos. Nur muss man sich fragen, wer sich heute noch ein Orgelstück von über einer halben Stunde antun will. Die Zeit der Orgelsinfonien ist eben vorbei. Nicht ohne Grund hat sich von Widors Sinfonien nur die wirkungsvoller Toccata der Fünften erhalten. Wie dem auch sei, der Rezensent freut sich wieder auf neue "besondere" cpo-Produktionen, die auch geschmackvoller präsentiert werden. Nur etwas für Orgel-Freaks!
    Ein Kommentar
    JAW-Records Top 50 Rezensent
    11.06.2021
    "Schmid spielt tadellos" - und wo ist dann das Problem mit dem Foto, bei dem es ihnen "schon reicht"?
    "Es gibt viele gute und sehr gute Aufnahmen der Orgelsinfonien Widors" (wirklich?) - und: Orgelsinfonien sind einfach nicht mehr aktuell ...
    Was sind das für Aussagen und was soll ein an der Musik und am Kauf Interessierter mit solchen Anomositäten und Plattitüden anfangen? KEIN Wort zur Interpretation, zum Klang usw. ... Eine Rezension, bei der mich das gefühl beschleicht, dass die CD nur GESEHEN, aber nicht GEHÖRT wurde...
    Violinkonzerte BWV 1041-1043 Violinkonzerte BWV 1041-1043 (CD)
    16.12.2014
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Notwendig oder überflüssig?

    An CD-Aufnahmen der Bach'schen Violinkonzerte herrscht kein Mangel. Alle Variationen und Interpretationen sind vertreten. Da darf man sich mit Recht fragen, was cpo bewogen hat, diese Neuaufnahme mit Mortensen und den Kopenhagener Mitstreitern zu starten. Der Begleittext gibt Mortensens Wunsch und seinen schnörkellosen Interpretationsansatz an. Reicht das?
    Sicher, die Solisten und das Concerto Copenhagen spielen tadellos und tatsächlich ist eine besonders werkdienliche und unaffektierte Interpretation zu konstatieren. Doch stehen cpo und Mortensen mit diesem Interpretationsansatz nicht allein in der Welt. Das haben andere schon vor ihnen gemacht und auch besser, weil klangvoller. Pinnock z.B. geht den doch so wichtigen Orchesterpart stämmiger an und erzielt so wirkungsvollere Klangergebnisse.
    Das ist bei Mortensen alles sehr unaufgeregt, es regt aber auch nicht auf und das ist bei Bach eigentlich schade.
    Die Aufnahmetechnik und Booklet-Präsentation sind - wie bei cpo gewohnt - bestens. Eine CD für Bach-Freunde, die schon alles haben!
    Der Graf von Luxemburg Der Graf von Luxemburg (CD)
    17.11.2014
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Klasse auch ohne Stars!

    Diese Osnabrücker Produktion der beliebten Lehar-Operette ist der Beweis, dass es keiner großer Stars bedarf, um Musiktheater schwung- und stilvoll in Szene zu setzen. Die Qualitäten des Osnabrücker Sinfonieorchesters kennt man ja schon von anderen CD-Produktionen. Doch auch Chor und Sängerensemble rund um den Dirigenten Daniel Inbal (Sohn des berühmten Eliahu Inbal?) werden den musikalischen und theatralischen Anforderungen mehr als gerecht. Da wird sehr animiert, gepflegt und intelligent musiziert, nicht mal eben "leicht operettig", sondern stets professionell und mit spürbarer Freude an der Sache. Da es sich um eine Studioaufnahme aus der Osnabrückhalle handelt, muss man auch keine missliebigen Begleiterscheinungen einer Live-Bühnenaufnahme befürchten. Gute Aufnahmetechnik, prima Balance zwischen Sängern und Orchester und beste Textverständlichkeit: Wer sich an einer neuen, sehr gelungenen Operetten-Aufnahme erfreuen möchte, liegt bei dieser cpo-Produktion genau richtig!
    Sämtliche geistliche Werke Vol.1 Sämtliche geistliche Werke Vol.1 (CD)
    16.11.2014
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Verdienstvoller Startschuss als Geschmackssache

    Keine Frage: Der Startschuss zu einer Gesamtaufnahme des geistlichen Werkes von Bach-Vorgänger in Leipzig Johann Kuhnau ist eine verdienstvolle Sache. Seine in der vorliegenden neuen cpo-CD eingespielten Kantaten brauchen sich z.T. hinter den Werken Bachs nicht gänzlich zu verstecken. Wenn da nicht ein Manko der Interpretation wäre, das sowohl Geschmacks- als auch Ansichtssache ist: die solistische Besetzung von Chorpartien!
    Ich gebe zu, kein Freund dieses Interpretationsansatzes zu sein, da viel an chorischer Strahlkraft verloren geht. Wohl nur aufnahmetechnisch lässt dich die Balance zwischen den paar Sängern und den Pauken und Trompeten in einzelnen Kantatensätzen herstellen. Im Konzert bleibt das wohl Illusion. Was - meiner Ansicht nach - für Bachs Chorwerke gilt, trifft auch für Kuhnau zu. Seine Werke wären imposanter und eindrucksvoller, wenn ein kleiner "schlagkräftiger" Chor agiert hätte.
    So muss man sich mit Opella Musica und den solistischen Ambitionen von Dirigent Meyer zufrieden geben. Alle Akteure machen ihre Sache ansonsten toll. Doch nur Geschmacksache? Vielleicht - vielleicht auch nicht!
    Ansonsten ist diese CD in allen Belangen bester cpo-Standart.
    2 Kommentare
    Anonym
    20.11.2014

    Glaubenssache

    Der Punkt mit der solistischen Besetzung ist wohl eher eine Glaubens- denn eine Geschmackssache. Aber über Geschmack lässt sich ja - je nach Sichtweise - trefflich oder nicht streiten. Deshalb sei Ihnen nur empfohlen, entsprechende Konzerte zu besuchen, um sich davon zu überzeugen (wie auch ich das getan habe), dass die Balance tatsächlich funktioniert! Auch live, ohne Aufnahmetricks.
    Es ist auf jeden Fall nicht hoch genug zu würdigen, dass sich dieser Musik endlich einmal angenommen wird, noch dazu so überzeugend und engagiert. Bester cpo-Standard, da sei Ihnen beigepflichtet.
    UK.A
    08.12.2014

    Nur Geschmackssache? - Ganz gewiss!

    Ihre Ausdrucksweise klingt, als seien Sie sich Ihrer eigenen Ansicht nicht sicher: "Wohl nur aufnahmetechnisch lässt sich die Balance (...) herstellen", "im Konzert bleibt das wohl Illusion". "Doch nur Geschmackssache?"
    Unzählige live erlebte Konzerte sowohl aus akustisch optimierten Sälen als auch in akustisch äußerst schwierigen Kirchen, belegen, dass sich solistisch besetzte, mehrstimmige Vokalpartien gegen barockes Instrumentarium auch in größerer Besetzung (nämlich buchstäblich mit Pauken und Trompeten) mühelos durchzusetzen vermögen. Das ist keine technische Trickserei, sondern Grundlage einer sorgfältig austarierten Interpretation.
    So steht - um Ihre rhetorische Frage zu beantworten - tatsächlich allein der Geschmack, der Ihren Hörgewohnheiten entsprungen sein wird, gegen die in dieser herrlichen Aufnahme vertretene und sehr überzeugend dargebotene, historisch informierte Aufführungspraxis. Dieser höchst erfreuliche und willkommene Beginn einer Gesamtwerkschau sei allen Interessierten mit Nachdruck empfohlen.
    Motetten Motetten (CD)
    15.11.2014
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    3 von 5

    Mehr als genug...

    ...Rolle! 31 Motetten Rolles sind auf der neuen Doppel-CD von cpo versammelt. Um es vorweg zu sagen: Auch eine CD, für die die besten Motetten ausgewählt worden wären, hätte gereicht! Warum?
    Mit Motetten der Barockzeit verbindet man zwangläufig die höchst kunstvollen Motetten J.S.Bachs. Rolles vielen Motetten (es sollen lt. Booklet über 100 gewesen sein) lassen sich mit Bachs Kunstwerken nicht vergleichen. Rolles Motetten sind schlichter, einfacher und bescheidener im musikalischen Anspruch und Ausdruck. Dirigent Göring versucht zwar durch den Einsatz solistischer Passagen Abwechslung in das Programm zu bringen, doch ein Anflug von Gleichförmigkeit, gar Langeweile lässt sich nicht verhindern. Dabei singt der Kammerchor Michaelstein (warum auf CD 1 in anderer Besetzung als CD 2?) klangschön und intonationssicher, unterstützt durch ein 5-köpfiges Instrumentalensemble. Vielleicht hätte Dirigent Göring den Mut haben sollen, die Teilung in Favorit- und Capellchor noch intensiver zu betreiben und die Instrumente vielfältiger und farbiger (Blasinstrumente!) einzusetzen. Dem Eindruck der Gleichförmigkeit hätte man so deutlicher entgegenwirken und dem Hörer interessantere und lebendigere Höreindrücke vermitteln können.
    Trotzdem bleibt diese Veröffentlichung für Freunde der geistlichen Chormusik eine echte Bereicherung!
    Ein Kommentar
    Anonym
    14.02.2018
    ...ich selbst hätte nicht gedacht, dass man damals schon derart seichte sinnlose Musik schrieb. "Erkennet, das ich Gott bin" klingt da wie ein Hohn. (Pardon, aber fällt das keinem auf?)
    Symphonische Dichtungen Vol.2 Symphonische Dichtungen Vol.2 (CD)
    14.11.2014
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Überfallige Fortsetzung

    Nach Vol.1 mit der munteren Ouvertüre "Der Widerspenstigen Zähmung" als Zugpferd (s. Verweis) folgt nun Vol.2 der Sinfonischen Dichtungen des holländischen Spätromantikers Johan Wagenaar. Diesmal mit der 21-minütigen Sinfonietta als Paradestück. Und das ist sie wirklich! Wie heißt es zum Ende des deutschen Booklettextes so treffend: "Wagenaar ist ein größerer Meister als man in den Niederlanden weiß!" Richtig und cpo trägt dazu bei, Abhilfe zu schaffen, denn die zumeist kurzen, von heiterer Grundstimmung geprägten und in der Klangsprache und Orchestrierung zuweilen an Richard Strauss erinnernden Stücke sind voller Wohlklang, melodisch raffiniert, rhythmisch prägnant und niemals langweilig. Einen guten Teil trägt auch Dirigent Hermus dazu bei, der im Verein mit der bestens disponierten Nordwestdeutschen Philharmonie die Kompositionen seines Landsmannes Wagenaar trefflich in Szene zu setzen weiß.
    Zudem hilft eine sehr durchsichtige und präsente Aufnahmetechnik.
    Im Ganzen eine zweite Wagenaar-CD, zu der man cpo nur beglückwünschen und hoffen kann, dass man bald mehr weiß, was für ein großer Meister Wagenaar war.
    Meine Produktempfehlungen
    • Symphonische Dichtungen Vol.1 Symphonische Dichtungen Vol.1 (CD)
    Cellokonzerte Nr.1 & 4 Cellokonzerte Nr.1 & 4 (CD)
    18.10.2014
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Ebenbürtig!

    Im - wieder einmal - hervorragenden Booklet werden Klengels Cellokonzerte - wie ich meine zurecht - neben das Cellokonzert von Schumann gestellt. Da hat nicht nur ein Meister für sein eigenes Instrument wunderbare Musik geschaffen, sondern ein Cello-Meister auch ein echtes Gespür für den romantischen Orchesterklang bewiesen. Dirigent Engeset nutzt die orchestralen Zwischenspiele und Aufschwünge mit seiner NDR-Radio-Philharmonie auch knackig und temperamentvoll aus und ist so den beiden jungen Cello-Solisten ein prächtiger Partner. Das Solisten-Paar erfüllt die Aufgaben hervorragend. Besonders Xenia Jankovic überzeugt im 4.Konzert durch einen virtuos-gestalteten Solopart.
    Alles in allem eine willkommene CD - nicht nur für Cello-Freunde!
    Symphonie Nr.3 h-moll op.50 Symphonie Nr.3 h-moll op.50 (CD)
    18.10.2014
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Gehobener Schatz der Spätromantik

    Es wird wohl immer ein Rätsel bleiben, warum Komponisten und ihre Werke in Vergessenheit gerieten und es erst das Engagement von besonderen Interpreten und Produzenten in neuer Zeit braucht, um hier Abhilfe zu schaffen. Dem Label cpo ist es zu danken (wie schon in vielen Produktionen zuvor) im Verein mit dem engagierten Dirigenten Frank Beermann und den leidenschaftlich aufspielenden Bochumer Symphonikern einen besonderen Schatz gehoben zu haben: die 3.Sinfonie von Ernst Rudorff. Angesichts einer starken, kraftvollen, aber auch lyrischen Tonsprache, die nie langweilt oder ins Beiläufige abrutscht fragt sich der Hörer mit Recht: "Warum erst jetzt?" Hinzu kommt eine leidenschaftliche Interpretation von Dirigent und Orchester. Da rollen die Pauken, braust und schäumt es unbändig in einer Klangwoge, dass es den Hörer fast umhaut. Tolle und gewaltige Musik, die man kennen und dann lieben muss! Die beigegebenen Variationen op.24 sind vergleichsweise "harmlos", aber auch überaus schön anzuhören.
    Die Technik hat den Klang bestens eingefangen. Endlich hört man mal Pauken und kein undefinierbares Gegrummel. Auch das Booklet ist erneut super. Beste Empfehlung!
    Virgo Prudentissima - Geistliche Musik aus Polen Virgo Prudentissima - Geistliche Musik aus Polen (CD)
    17.10.2014
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Musikalischer Marienkult

    Das ist nicht abwertend gemeint, sondern beschreibt zutreffend die religiöse Orientierung polnischer Frömmigkeit (noch heute!!) und kann gleichzeitig Motto der neuen CD von Weser Renaissance sein. Keiner wird wohl die z.T. unaussprechlichen Namen der polnischen Komponisten aus dem 16./17.Jahrhundert kennen, geschweige denn eine der Kompositionen. So kommt diese CD einer Entdeckungsreise ins mittelalterlich-musikalische Polen gleich. Und der Hörer muss staunen, in welcher Blüte die musikalische Kunst dieser Zeit stand. Drei Komponisten werden mit wechselnden Stücken präsentiert, mal sind es prächtige, mehrchörige Motetten mit oder ohne Solisten, dann wieder z.T. leise intime Instrumentalstücke. Alle Stücke verbindet nicht nur die Marienverehrung, sondern auch eine hoch entwickelter Kompositionsstil, der sich ganz an den "Stil der Zeit" anlehnt. Das Ensemble "Weser-Renaissance" ist - wie bei manchen cpo-CDs der Gruppe zuvor - ein sachkundiger und präziser Anwalt dieser Musik, sorgsam vorbereitet vom Leiter Manfred Cordes. Und doch schränke ich ein: Die Klangpracht der Mehrchörigkeit (bis zu drei Chören!) wäre noch beeindruckender ausgefallen, hätte Cordes die Chorstimmen mit mehr Sängerinnen und Sängern besetzt. Sicher: Vieles (der Trend!) bewegt sich hin zu sogar solistischen Chorpartien. Mein Geschmack - und das ist es ja wohl!? - ist das nicht. Die Größe gerade dieser polnischen Marienverehrungsmusik wird klanglich nicht optimal "ausgenutzt". Dabei sind Technik und Booklet optimal. Alles in allem eine CD mit neuen, "ungehörten" musikalischen Entdeckungen.
    Ein Kommentar
    Anonym
    12.11.2014

    kommentar der bewertung

    diese Musik und Komponisten sind in Polen natürlich bekannt und wurden seit Jahren -seit den 90-gen Jahren aufgenommen, aufgrund des gewissen Mehrwertigkeitsgefühls mancher Kommentatore aus dem "Westen" oder "Altem Europa" (war der Teil Europas bis vor kurzem in Asien?)wurden die nicht weiter propagiert. Das ist eine Barockmusik aus der Blütezeit- deswegen verstehe ich nicht den Rezensenten von oben- Exkursion ins mittelalterliche Polen- inwieweit? Die polnischen Namen-oder auch die Aussprach-Regeln anderer Sprachen sind nicht so kompliziert, wie man denkt und bei etwas gutem Willen und musikalischen Talent lässt sich es erlernen- es sei- jemand weist eine mentale Blockade auf. deswegen "unaussprechbar" ist manchmal unerträglich wieder zu lesen...
    a propos- fast die gleichen Werke-abgesehen von Aufnahmen für CD-Classic, Musicon(polnische Label), waren auf einer CD von K617 für 6 Euro erhältlich
    vielleicht sogar besser interprätiert- durch ein franz. Ensamble
    alles gute fürs Eineignen der Zungenbrecher!
    Edition RadioMusiken Vol.2 - Radio-Suiten & Ouvertüren Edition RadioMusiken Vol.2 - Radio-Suiten & Ouvertüren (CD)
    17.10.2014
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Zwei klasse Scheiben!

    Unter Radio-Musik" kann sich der unbedarfte Hörer nicht viel vorstellen, bis er das ausführliche Booklet zur Hand nimmt und sich informiert. Mit den Kenntnissen im Gepäck hört man die verschiedenen Suiten und Orchesterstücke ganz anders, hat eine heiden Freude am jazzigen Schwung der Künneke-Suite und den Spoliansky-Charlstons, den betont leicht-spielerischen Suiten von Schreker oder Toch, begegnet einem "neuen" Stück von Braunfels oder begrüßt zwei Stücke von Max Butting, dessen Musik seit der Wende leider in der Versenkung verschwand. So entsteht eine bunte Mischung von innovativen, abwechslungsreichen und spannend-unterhaltsamen Orchesterstücken, allesamt prächtig und mit viel Spaß an der Freud' vom Orchester der Operette Dresden vorgetragen. Diese Doppel-CD macht Lust auf Mehr und ist eine hochwillkommene Bereicherung des Repertoires. Durch wen? Natürlich cpo - das innovativste Label auf dem Markt! Anerkennung!
    Marienvesper Marienvesper (CD)
    01.10.2014
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    3 von 5

    Langatmig-musikalische Marienverehrung

    Ich gebe zu: Alessandro Melanis Marienvesper war mir bis dato unbekannt und ich weiß nicht so recht, ob ich etwas verpasst hätte, wenn sie mir nicht "über den Weg gelaufen" wäre. Das über 65 Minuten dauernde Stück vermochte nicht, in mir ein gerüttelt Maß an Langeweile zu verhindern. Dabei liegt es nicht am Wechsel zwischen Motetten, Psalmen, Magnificat u.a. und auch nicht am Wechsel zwischen Mehrstimmigkeit, Doppelchörigkeit und solistischen Aktivitäten - nein! Es liegt wohl an der Gleichförmigkeit des melodischen Materials, das sich in seinem Charakter stets wiederholt. Die einzelnen Teile der Marienvesper sind nicht prägnant verschieden, sondern in Stil und Anlage immer sehr ähnlich. Das ermüdet auf die Dauer.
    Erfreulich sind da natürlich die musikalischen Protagonisten unter der bewährten Leitung von Hermann Max und ein klasse Booklet.
    Da die Aufnahme im Kloster Eberbach stattfand, muss man sich im Klang mit einer gehörigen Portion Hall abfinden. Das gibt der Musik natürlich Größe, ist aber wohl doch nicht jedermanns Sache.
    Resümee: Ein Weihnachtsgeschenk für einen Sammler, "der schon alles hat"!
    Ein Kommentar
    Anonym
    09.10.2014

    "Empfehlenswerte CD" (WDR 3)

    So kommentiert Jan Ritterstaedt in der Sendung TonArt (WDR 3) am 8.10. die Einspielung von Alessandro Melanis Marienvesper durch die Rheinische Kantorei und Das Kleine Konzert unter der Leitung von Hermann Max: "Ein spannendes Werk voller reizvoller und kreativer Impulse", vorgetragen "mit großer Präzision, wohldurchdacht und feinsinnig gewichtet" durch "exzellente Solisten mit brillanter Technik und äußerst anmutigem Ausdruck".
    Symphonie Nr.5 Symphonie Nr.5 (CD)
    28.09.2014
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Im wahrsten Sinne des Wortes: UNERHÖRT!

    Die Fünfte als Abschluss des Bruckner-Venzago-Zyklus nehme ich zum Anlass, Anmerkungen zur gesamten Edition zu machen.
    Dirigent Venzago setzte sich selbst das Ziel, Bruckners Sinfonien ganz neu und ganz "anders" zum Klingen zu bringen.
    Fazit der Gesamtedition: Das ist ihm gelungen! Viel Brucknersche Musik klingt tatsächlich ganz neu: ganz neue (häufig sehr schnelle) Tempi, ganz neue musikalische "Formulierungen", geschärfte Rhythmen, neue (weil kleinere) Orchesterbesetzungen u.a.m.! Liest man Venzagos Kommentare in den hervorragenden Booklets, so nickt man zumeist zustimmend. Seine Herleitung von Schubert, seine Ablehnung des Chorals, sein ständiger Verweis auf Alla-Breve-Takte, die zu veränderten Tempi führen müssten - all das klingt einleuchtend! Theoretisch! In Musik umgesetzt, macht sich Ernüchterung breit: Da klingt zwar vieles sehr luftig, lebendig und temperamentvoll. Doch die Frage lässt den Brucknerliebhaber nicht los: "Muss so Bruckner klingen?" Haben sich alle (auch die jungen) Bruckner-Dirigenten so in ihrer Sichtweise geirrt? Hat nur Venzago "die Weisheit mit Löffeln gefressen?" Sicher versteht Dirigent Venzago seine Interpretationen als Diskussionsbeitrag, nicht als Erleuchtung neuer Weisheit.
    Was die Rezeption der Venzago-Interpretationen betrifft, wird sein Bruckner deshalb immer Anlass zu Diskussion geben und vielleicht auch Geschmacksache bleiben.
    Für meinen Geschmack und mein Verständnis kommt Bruckner von der Orgel her und hat seine Sinfonien auch "orgelmäßig" instrumentiert. Zudem war er ein sehr frommer Mann. Der Choral war ihm heilig.
    Das rasende Scherzo der Neunten z.B. ist nicht meine Sache und die durch Hetze "verlorene" Polyphonie und Kontrapunktik der Fünften ein Jammer. Diese Sinfonie ist wie ein Dom. Natürlich kann man den Dom abreißen und einen Plenarsaal für Debattierer (Venzago!) daraus machen. Bei aller Kritik muss man auch Venzagos Edition würdigen: Seine Interpretationen stoßen an zu neuen Diskussionen über die Werksauffassung und den Interpretationsstil von Bruckners Sinfonien. Wer dem Abenteuer von Venzagos Interpretationssicht folgen möchte, greife zu diesen neuen cpo-Produktionen.
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    27.09.2014
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Festlich prunkvolle Weihnachtsmusiken

    Keine Frage: Agricola hat sein Handwerk beim Bach bestens gelernt und die Begegnung mit seinen drei Weihnachtskantaten ist hoch willkommen. Mit Pauken und Trompeten, in glänzenden Chorsätzen, solistisch in Arien und Rezitativen und durch berührende Choräle ergänzt - da kann wahrlich Weihnachtsstimmung aufkommen. Natürlich fühlt man sich an Bachs Oratorium erinnert. Und doch sind Agricolas Kantaten kein Abklatsch, kein Imitat Bach'scher Kunst. Nein, man hört da eine durchaus eigenständige Handschrift.
    Eine besonderes Verdienst kommt da sicherlich Dirigent Willens und seinem Kölner Team zu. Man höre nur mal die wunderbar ausgeleuchteten und gestalteten Choräle. So müssen Choräle gespielt werden!
    Auch die Auswahl der Solisten ist geglückt und das dicke Booklet liefert gute Hintergrundinformationen. Wer ein besonderes Weihnachtsgeschenk auf CD sucht, wird hier fündig!
    Ein Kommentar
    christian
    26.10.2014
    Ich kann mich ihrer Bewertung anschließen, doch die Klangfarbe des Tenors stört einige Schönheiten
    Symphonie Nr.1 Symphonie Nr.1 (CD)
    18.09.2014
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Nichts fürs Kaffeekränzchen oder romantische Abende

    Den wichtigsten Satz schreibt Jacobsson auf Seite 6 des Booklets: "Man wird sagen dürfen, dass dieses Werk (Sinfonie Nr.1) eine der bemerkenswertesten Symphonien ist, die während der zwanziger Jahre in Schweden geschrieben wurden". Der Rezensent stimmt dem voll zu und hebt dabei besonders den 1.Satz der Sinfonie Nr.1 hervor: großartige Musik voller Eigentümlichkeiten und einem eindringlichen Personalstil, der in seinen abrupten Stimmungswechseln und rhythmischen Ecken und Kanten kein Konsum für romantische Stunden ist. Sein schwedischen Landsmann und Zeitgenosse Atterberg schrieb dagegen bequem, schön und melodienselig. Nicht so Kallstenius. Seine Musik ist nicht immer schön, aber immer spannend und aufregend für den, der aufmerksam zuhört. Die beigegebene Sinfonietta Nr.2 und die Musica Sinfonica zeigen Kallstenius von der etwas zugänglicheren Seite.
    Frank Beermann und die Helsingborger Sinfoniker sind singuläre und beste Interpreten. Die Aufnahmetechnik stimmt und das Booklet informiert ausführlich über Komponist, Werk und Interpreten.
    Man darf sich auf weitere Kallstenius-Sinfonien freuen, so eine Produktion denn geplant ist!?
    Orchesterlieder Orchesterlieder (CD)
    23.08.2014
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Gepflegte Sanglichkeit

    Diepenbrock hat nur wenige Werke für Orchester geschrieben, umso mehr Gesangskompositionen. Die weit ausladende, hochromantische Tonsprache.Diepenbrocks schreit nämlich förmlich nach der Form des Orchesterliedes. cpo hat sie nun vorgelegt und zwar in einer sehr gepflegten Aufnahme. Bariton-Solist Hans Christoph Begemann überzeugt mit einem warmen Timbre und einer intensiven, aber nicht aufdringlichen Gestaltung. Der sehr farbige, großorchestrale Part beschränkt sich nicht nur auf die Melodiebegleitung, sondern hat - wie bei Mahler und Strauss - einen eigenständigen, zuweilen sinfonischen Charakter. Da ist es umso erstaunlicher, auf welchem hohen Niveau das Sinfonieorchester aus St.Gallen und Dirigent Otto Tausk diese Aufgabe bewältigen.
    Gesangs- und Orchesterleistung sind mehr als bemerkenswert.
    Technik und Booklet lassen wieder einmal keine Wünsche offen.
    Eine neue cpo-CD also, die jeder Freund des Orchesterliedes haben sollte und jeder Musikfreund, der einen noch (zu) wenig bekannten Komponisten der Spätromantik kennen lernen möchte.
    Symphonie Nr. 3 "Waldsymphonie" Symphonie Nr. 3 "Waldsymphonie" (CD)
    23.08.2014
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Grandioser Startschuss

    Die 6 Sinfonien des Dänen Louis Glass gab es mal komplett auf Danacord mit nicht zufrieden stellenden Aufnahmen aus Plovdiv. Auch die 5.+ 6. Sinfonie gab es bei Marco Polo. Da haben die Repertoire-Planer von cpo mal wieder den richtigen Riecher gehabt und starten einen neuen Zyklus. Und der ist grandios: Schon die Wahl der Dritten als Start-CD ist trefflich! Denn sie ist als Glass' Natursinfonie eine Pastorale mehr von großer Schönheit. Mal mehr, mal weniger lassen auch Cesar Franck und Anton Bruckner grüßen: Das Hornsolo als einleitendes Thema zum ersten Satz der Glass-Sinfonie treibt sicher jedem Hornisten genauso den Schweiß auf die Stirn wie der Beginn von Bruckners "Romantischer". Und erst der 4.Satz: Da klingen überdeutlich harmonische Wendungen immer wieder nach Cesar Franck, was der Qualität dieser Sinfonie jedoch keinen Abbruch tut. Die zugegebene Suite "Sommerleben" beschreibt - zugegeben etwas beiläufig - sommerliche Stimmungen und Erlebnisse. Die Sinfonie ist dagegen von ganz anderer Größe.
    Raiskin und die Rheinische Philharmonie sind genau die richtigen Interpreten und man ist gespannt, ob auch sie den Fortgang des Zyklus bestreiten, auf den man hoffentlich nicht zu lange warten muss. Manchmal lässt cpo den Musikfreund auf Fortsetzungen von Editionen ja ganz schön warten...!?
    4 Kommentare
    Anonym
    23.08.2014

    Nicht der zweite, sondern wohl eher der vierte dänische Symphoniker

    Danke für die aussagekräftige Rezension. Ich habe allerdings noch einen Kommentar zur Produktinformation zu jpc. Louis Glass dürfte wohl, bei aller Wertschätzung für seine fünfte oder auch die dritte Sinfonie, kaum die dänische "Nr.2" sein. Da wäre wohl eher an Ludolf Nielsen - mit seinen beeindruckenden Sinfonien Nr.2 und 3 - zu nennen. Und wie sieht es mit dem Aussenseiter Rued Langgaard aus? Die Sinfonien Nr.1 und 2 (von 16) sind für mich wesentlich spannender als die Werke von Glass.
    Anonym
    21.07.2015

    Und Börresen?

    Börresen wäre ebenfalls vor Glass zu nennen. Er hat mit seinen 3 genialen Sinfonien ähnlich wie Brahms mittel-nordeuropäische Sinfonien geschrieben, die sich mit dem dortigen Meer und den Küstenlandschaften befassen. Außerdem auch Asger Hamerik, dem Berlioz-Schüler, dessen dynamisch anspruchsvolle Sinfonien noch ganz zu entdecken sind.
    Anonym
    08.08.2016

    Langgaard und Ludolf Nielsen

    sind mit Sicherheit vor L. Glass zu nennen! Schon allein mit seiner 4.ten Symphonie steckt Langgaard den ganzen Glass "in den Sack". Auch spätere Sinfonien! Und würde man Ludolf Nielsens 2.te und 3.te Sinfonie monumental wie einen Mahler (Nr 3 und Nr 9) spielen, wäre das schon längst klar. Auch seine 1.te ist ein Meisterwerk. Oder die geniale "Waldwanderungs-Suite" op. 40 - ganz große Musik! Da reicht eine oder zwei Interpretationen nicht mehr aus. Auch seine Isbella-Ouvertüre weist Größe aus, sowie seine Berceuse. Das lässt sich sogar schon mit Strauss messen. Ich kann Frick aus der Schweiz nur zustimmen. Ich persönlich finde Glass Swastika-Sinfonie und dann die vom erwachenden groben skandinavischen Geschlecht (Nr 6) von 1924 eher einerseits pedantisch und andererseits grob. Sorry. (Das mit Börresen und Hamerik trifft sicherlich auch so zu)
    Anonym
    12.08.2022

    Was verursacht diesen lächerlichen Wunsch, Komponisten zu ordnen?

    Was auch immer man von Louis Glass halten, warum sollte man ihn als „besser“ oder „schlechter“ bewerten als Langgaard, Börresen oder einen der Nielsens? Hier vergleicht man nicht nur Äpfel mit Birnen, das ist auch ein zutiefst unkünstlerischer Ansatz. Einen einzigen zum "Gewinner" zu erklären, ist lächerlich. Hör auf.
    Geistliche Musik Geistliche Musik (CD)
    22.08.2014
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Willkommene Katalogbereicherungen

    Bei aller Wertschätzung des Werkes von Johann Wilhelm Hertel: Man ist sich nicht ganz klar, wohin der gute Mann denn nun gehört. Als ein Vertreter der Generation nach Bach im gleichen Lande hat er die hochbarocke Kunst des J.S. Bach nicht erreichen können. In die Frühklassik im Stile der Bach-Söhne ist er jedoch nicht eingestiegen. So muss man sich mit Musik begnügen, die zwar durchaus schön ist, jedoch weder einen Gipfelpunkt noch eine Wegbereitung auf Neues darstellt. Sei's drum: Die sechs gottesdienstlichen Stücke auf der neuen cpo-CD sind das Hören wert. Die teils schlichten, andererseits aber auch kontrapunktisch dichten Stücke werden vortrefflich dargeboten. Besonders die Choralverarbeitungen Hertels sind interessant zu verfolgen. Eine besondere Anerkennung gilt dem NDR-Chor mit kraftvoller und lupenreiner Intonation. Dagegen klingt das Mecklenburgische Barockorchester doch etwas reichlich "dünn".
    Für Entdecker spätbarocker Raritäten ist diese CD sicherlich eine Fundgrube, zumal die Musik - wie gewohnt - bestens aufgenommen und durch ein informatives Booklet ergänzt wurde. Empfehlenswert!:
    Symphonien Nr.1-3 Symphonien Nr.1-3 (CD)
    21.08.2014
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Gefundener Schatz

    Wie schreibt Dirigent Caetani im Booklet so schön: " Die Suche nach einem Schatz ist für einen Dirigenten ein seltenes Vergnügen." Wenn diese Suche dann noch von Erfolg gekrönt wird, ist die Musikwelt um einen musikalischen Schatz reicher. Denn, wer hätte das gedacht: Es gibt die Fragmente einer 3.Sinfonie Gounods, den Teil eines ersten und einen abgeschlossenen langsamen zweiten Satz. Es ist schon überraschend, dass die Musikwelt davon kaum etwas wusste und erst Caetani und cpo herkommen müssen, um diese zauberhafte Musik zum Klingen zu bringen. Auch was die ersten beiden Sinfonien betrifft, ist diese Neuproduktion ein großer Gewinn, ist doch das sinfonische Repertoire Gounods im Katalog recht spärlich vertreten. Denn es sind wunderbare Sinfonien voller Charme, Esprit, Temperament und Empfindungsreichtum - eben typisch französisch!
    Caetani wählt durchweg recht flotte Tempi und betont damit das Temperament der Musik. Das Schweizer Orchester folgt seinen Intentionen prächtig.
    Die Technik ist - wie immer - prima und das ansonsten tadellose Booklet hat nur einen kleinen Nachteil: Über den sensationellen Fund der 3.Sinfonie hätte man gerne mehr erfahren. Das Ereignis wird (zu) kurz abgehandelt.
    Im ganzen: eine tolle neue cpo-CD!
    Sämtliche Bläserkonzerte Vol.2 Sämtliche Bläserkonzerte Vol.2 (CD)
    20.08.2014
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Bläserkonzerte zum Zweiten

    Es gibt wohl kein anderes Label, das in seinem Repertoire so viel Werkreihen aufzuweisen hat, wie cpo. Auch den Werken des Michael Haydn widmet sich kein Label so intensiv wie cpo. Nach der Großtat der Sinfonien ist nun Vol.2 der Bläserkonzerte erschienen. Schon Vol.1 machte Spaß, handelte es sich doch um virtuos, unterhaltsame Perlen der Klassik auf bestem historisch informierten Niveau dargeboten.
    Nicht anders mit Vol.2: Wieder ist die Salzburger Hofmusik ein hervorragender Interpret der sechs Concertinos und einer Romance. Wieder ist die Palette der Soloinstrumente breit: Horn, Flöte, Posaune, Trompete, Fagott - Haydn hat für alle Freunde der Blasinstrumente ein Schmuckstückchen parat.. Sicher darf man keine tiefschürfenden, gehaltstriefenden Meisterwerke von musikgeschichtlicher Bedeutung erwarten. Die wollten Haydn mit diesen Konzerten sicher auch nicht komponieren. Seine Musik sollte unterhalten und Spaß machen, doch virtuos für die Solisten sein und spieltechnisch anspruchsvoll.
    Da wieder Booklet und Aufnahmetechnik bestens sind, ist diese neue Haydn-Folge wärmstens zu empfehlen!
    Sämtliche Symphonien Sämtliche Symphonien (SACD)
    26.07.2014
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Nichts für zwischendurch oder nebenher

    Fast alle Dirigenten der Vergangenheit haben sich auch - mehr oder weniger erfolgreich - mit dem Komponieren versucht (Ausnahme: Karajan!). Zweifellos gehört Felix Weingartner zu den erfolgreichen Komponisten unter den Dirigenten, wenngleich wohl erst diese erste Einspielung seines Orchesterschaffens zu seinem Erfolg als Komponisten beitragen dürfte. Hoffentlich, denn was den Hörer erwartet, ist eine (über 7 CDs) lange Reise in die Welt der orchestralen Romantik, einer Musik voller Gefühl, Pathos, Schwung, Größe, Fantasie und großen Melodien. Weingartners Musik nutzt die Möglichkeiten des klingenden Farbenspiels großer Orchester voll aus, hat Effekte, die nie aufgesetzt oder künstlich wirken, hat Pathos, ohne in Kitsch oder Klamauk zu verfallen, und auch viel Gefühl, ohne in Gefühlsduselei zu rutschen. Beethoven gleich fügt Weingartner seiner letzten (7.) Sinfonie alle Möglichkeiten der Singstimmen hinzu (auch noch eine Orgel!), als wolle er in seiner letzten Sinfonie noch einmal alle Register des musikalischen Zusammenspiels von Instrumenten und menschlichen Stimmen aufs Schönste demonstrieren.
    Weingartners Musik muss man sich widmen. Sie ist keine Musik für zwischendurch oder nebenher! Sie fordert die volle Aufmerksamkeit des Hörers.
    Es ist sehr schön, dass cpo nun die vorzüglichen und (im wahrsten Sinne des Wortes) "einzigartigen" Aufnahmen mit Letonja und dem Basel SO in einer preiswerten Box zusammengefasst hat. Ein musikalischer Schatz, den der Musikfreund da mit nach Hause nehmen kann.
    Cellokonzerte Nr.1-3 Cellokonzerte Nr.1-3 (CD)
    25.07.2014
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Überfällige Wertschätzung

    Freunde der Celloliteratur - Hörer wie Künstler - müssen sich fragen, warum nicht schon früher jemand auf die Idee gekommen ist, diese drei Cello-Konzerte wieder zum Leben zu erwecken. Sie haben es verdient. Im etwas unruhigen 1.Konzert kommt das Cello sofort zur Sache, spannt weite melodische Bögen und ist jederzeit das bestimmende Element im musikalischen Geschehen. Das zweite Konzert ist kraftvoller und sinfonischer angelegt und sicher die zentrale Komposition Poppers, der ja selbst Cello-Virtuose und -Lehrer war. Das kurze 3.Konzert mag sich nicht so recht entfalten, ist trotzdem sehr schön und man hat den - wohl unberechtigten - Eindruck, als sei Popper über die Komposition eines 1.Satzes nicht hinaus gekommen. Der in Deutschland lehrende Solist meistert seine Aufgabe hinreißend (welch' schreckliches Foto von ihm jedoch im Booklet!). Das Orchester war bis dahin dem Rezensenten wenig bekannt, Dirigent Willen jedoch schon bestens auf cpo. Beide mit tadelloser Leistung!
    Alles in Allem eine sehr schöne neue cpo-CD, die nicht nur für Cello-Fans ein echtes Hörvergnügen bedeuten dürfte.
    801 bis 825 von 974 Rezensionen
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