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    meiernberg Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 30. August 2010
    "Hilfreich"-Bewertungen: 14552
    974 Rezensionen
    Klavierkonzerte Nr.7-12 (op.7 Nr.1-6 HWV 306-311) Klavierkonzerte Nr.7-12 (op.7 Nr.1-6 HWV 306-311) (SACD)
    30.06.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Logische Fortsetzung

    Da ist sie nun die dritte (und letzte) Folge von Kirschnereits Versuch, Händels Orgelkonzerte auf das Klavier zu übertragen.
    Meinen Rezensionsbemerkungen zu den Konzerten Nr. 13 - 16 (ebenfalls bei cpo) ist im Grunde nichts hinzuzufügen. Das Klavierspiel ist untadelig. Das Orchester begleitet feinfühlig, wenn auch abseits deutlich wahrnehmbarer Erkenntnisse aus der HiP. Letztlich muss wieder jeder Musikfreund selber entscheiden, ob er dem Orgel-Original oder dem Klavier den Vorzug geben möchte. Da ist es eben ähnlich wie bei Bachs Cembalo-Konzerten auf dem Klavier. Nach Jahrzehnten Hörpraxis mit dem Cembalo bevorzuge ich z.Zt. die Klavier-Versionen. Bei Händel bin ich noch nicht soweit. Da würde ich immer noch zur Orgel greifen. Aber das kann sich ja auch mal ändern. Die gelungenen Aufnahmetechnik und ein informatives Booklet könnten dazu beitragen.
    Meine Produktempfehlungen
    • Klavierkonzerte Nr.13-16 (HWV 295,296,304,305a) Klavierkonzerte Nr.13-16 (HWV 295,296,304,305a) (SACD)
    • Klavierkonzerte Nr.1-6 (op.4 Nr.1-6) Klavierkonzerte Nr.1-6 (op.4 Nr.1-6) (SACD)
    Symphonien Nr.2 Es-Dur op.46 & Nr.4 B-Dur op.62 Symphonien Nr.2 Es-Dur op.46 & Nr.4 B-Dur op.62 (CD)
    09.06.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Sinfonik in romantischem Überschwang

    Nun sind die vier Sinfonien des Romantikers Friedrich Gernsheim komplett bei cpo greifbar - die erste Folge gar zu einem unglaublich günstigen Preis. Die zweite Folge präsentiert nun die Sinfonien Nr.2 und 4 und es verfestigt sich der Eindruck der ersten Folge: Das ist große romantische Sinfonik, volltönend und im melodischen Überschwang. Sicher war Gernsheims Sinfonik nicht so genial durchkonstruiert wie die seines Freunde Brahms. Doch für den Hörer ist sie deshalb nicht unattraktiver, sondern ganz im Gegenteil: Gernsheims Musik ist dadurch publikumsfreundlicher und weniger gedankenschwer. Den Interpreten kann man nur ein Lob aussprechen. Dirigent Hermann Bäumer ist ja schon ein cpo-Garant für Qualität und den Mainzer Philharmonikern begegnet man erstmalig auf CD und das mit großer Anerkennung. Gegenüber der respektablen ARTE-NOVA-GA von 1999 unter Siegried Köhler hat diese Neuproduktion an interpretatorischer Tiefe gewonnen. Auch die Aufnahmetechnik ist wärmer und runder. Schön, dass es diese Gesamtaufnahme nun auf cpo gibt!
    Meine Produktempfehlungen
    • Symphonien Nr.1 g-moll op.32 & Nr.3 c-moll op.54 Symphonien Nr.1 g-moll op.32 & Nr.3 c-moll op.54 (CD)
    Ein Kommentar
    seggie
    26.02.2021

    Danke

    Danke für die meistens sehr informativen Rezensionen. Mir waren bisher nur die Aufnahmen unter Siegfried Köhler bekannt. Schön, dass Sie in diesem Zusammenhang darauf eingehen und die Aufnahmen kurz vergleichen bzw. einen kleinen Unterschied nennen.
    Die Braut von Messina Die Braut von Messina (CD)
    07.06.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Tschechische Schiller-Oper auf beachtlichem Niveau

    Wer kennt Zdenek Fibich? Seine drei Sinfonien und andere Orchesterwerke sind Perlen der tschechischen Romantik, ebenso sein umfangreiches Klavierwerk. Weniger seine Opern! Die sind über die Grenze Tschechiens kaum hinausgekommen, was eigentlich nur an der Sprache liegen kann. An der Musik jedenfalls nicht. Das stellt das Magdeburger Oper mit einer Erstaufführung (!!) außerhalb Tschechiens nachdrücklich unter Beweis. Sicher, im Gegensatz zu seinen Landsleuten Smetana und Dvorak geht Fibich die böhmische Einfärbung etwas verloren. Fibichs Musik ist weitläufiger, weltmännischer, dadurch aber nicht weniger spannend und dramatisch. Den tragischen Schiller-Stoff um die Liebe zweier Brüder zu ihrer nicht erkannten Schwester kleidet Fibich in hochromantische Töne mit großartigen Melodien, Solopartien und Chören. cpo hat diese beachtliche Leistung "aus der Provinz" hervorragend auf zwei CDs gebannt und mit einem 115-seitigem Booklet im Schuber versehen ( + dreisprachigem Libretto).
    Eine bewundernswerte musikalische und Editions-Leistung. Sehr empfehlenswert!
    9 Triosonaten TWV 42 "Trios pour le Dessus de Viole " 9 Triosonaten TWV 42 "Trios pour le Dessus de Viole " (CD)
    03.06.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Temperamentvoll, virtuos und innovativ

    Selten hört man ein so temperamentvolles und virtuoses Spiel wie das der Hamburger Ratsmusik. Selten begegnet man einer CD, die auch innovativen Ansprüchen genügt: Das Spiel der Diskant-Gambe ist sicherlich eine neue Hörangelegenheit.
    Um dieses besondere Instrument wieder ins Bewusstsein zu rücken, bieten sich natürlich Telemanns Triosonaten an und Gambistin und Geigerin Simonie Eckert verwandelt die neun auf der CD versammelten Sonaten in kleine Kostbarkeiten. Im Zusammenwirken mit Violine, Oboe und drei Continuo-Instrumenten entwickelt sich ein Kammerspiel vom Feinsten. Da auch Technik und Booklet dem hohen cpo-Standard entsprechen: Ein Muss für Fans barocker Kammermusik!
    Consort Music (Dresden 1627/1628) Consort Music (Dresden 1627/1628) (CD)
    01.06.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Große Klasse!

    Eine Portion gute Laune gefällig? Dann führe man sich Farinas Consort-Tänze von dieser neuen cpo-CD zu Gemüte. Unwillkürlich fühlt man sich auch an Praetorius' Terpsichore-Tänze erinnert. Dass so gute Laune beim Hörer aufkommt, liegt auch an einer exzellenten Interpretation durch das italienische Ensemble "Accademica del Ricercare" unter Leitung von Pietro Busca, die nicht nur die spieltechnischen Voraussetzungen (z.B. Windkapsel-Instrumente der Renaissance-Zeit) mitbringen, sondern auch das rechte Gespür für das Temperament der Tänze. Doch nicht nur das: Auch für die eher ruhigeren und feinsinnigeren Sonaten-Sätze entwickelt das Ensemble den rechten Sinn. Hinzu kommt eine feine Balance in der Aufnahmetechnik und ein sehr informatives Booklet. Eine ganz tolle Neuerscheinung!
    Giuditta Giuditta (CD)
    03.05.2016
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Großorchestrale Operetten-Oper

    Mit Lehars "Giuditta" geht die Epoche der Operette zu Ende. Man muss nur den Orchesterpart studieren, um zu wissen, warum.
    Die Leichtigkeit und Unbekümmertheit in Musik, Instrumentation und Handlung sind verflogen und haben einer neuen Bedeutsamkeit Platz gemacht: der Bedeutung des Orchesters. Das mag seinerzeit auch der Grund für den Premierenrummel gewesen sein. Man ahnte: Lehars Operetten-Ära geht zu Ende. Man war sich im Vorfeld ja sogar unsicher, ob Lehar die gewaltige Instrumentation hinkriegen könnte. Er konnte und Dirigent Schirmer animiert seine bestens aufgelegten Radio-Sinfoniker zu einer wunderbaren Darstellung von Lehars "Schwanengesang". Vor lauter orchestralem Schwelgen kommen die Solisten und der Chor etwas ins Hintertreffen, ohne jedoch an Bedeutung zu verlieren. Wieder einmal hat Schirmer bei der Auswahl der Solisten (erneut ohne Stars!) ein glückliches Händchen bewiesen. Sein Ensemble singt in allen Partien temperamentvoll, engagiert und - was erfreulich ist - textverständlich. Auch die Aufnahmetechnik ist vorzüglich. Lediglich das Inlet und das sonst vorzügliche Booklet geben zu leichter Kritik Anlass: Im Booklet hätte man sich das vollständige Libretto gewünscht und die Rückenbeschriftungen des Inlets wurden vertauscht. So muss man die CD verkehrt herum in das Regal stellen.. Das jedoch schmälert die Freude an dieser neuen cpo-Produktion nur unwesentlich!
    Die Königin von Saba Die Königin von Saba (CD)
    03.05.2016
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Dritter Geniestreich aus Freiburg

    Fabrice Bollons zwei vorangegangenen Opernproduktionen bei cpo sind ja schon gebührend gewürdigt worden. Und die Vorzüge der Vorgänger treffen auch für die neue Produktion zu: glänzende Orchesterleistung, imponierende Chöre und ausdrucksstarke Solisten. Allen voran aber spürt man erneut die kraftvoll gestaltende Hand des Freiburger GMD Bollon. Schon die Ouvertüre zu Goldmarks Oper ist ein Juwel. Die Chöre treten kraftvoll auf, wenngleich sie aufnahmetechnisch zugunsten des Orchesters leicht benachteiligt sind. Gleiches gilt für die durchweg guten Solisten mit den schönen Stimmen und unaussprechlichen Namen. Sie machen ihre Sache gut, obwohl an der Deutlichkeit der Aussprache noch Luft nach oben wäre. Wie auch immer: Für Opernfreunde ist diese neue Box ein Fest, das unterstützt wird durch ein 79-seitiges Booklet mit vollständigem Libretto und Künstlerbiographien. Lediglich der einleitende Aufsatz von Wolfgang Berthold meint es in Sprache und Deutung intellektuell etwas zu gut. Das kann man alles einleuchtender, verständlicher und "bodenständiger" deuten und formulieren. Trotzdem ist die Neuproduktion wärmstens zu empfehlen!
    Orgelwerke Vol.3 Orgelwerke Vol.3 (SACD)
    02.05.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Gelungene Fortsetzung

    Ganze Zyklus-Reihen sind ja u.a. die Spezialität des cpo-Repertoires. Das gilt auch für die Orgelwerke Regers.
    Vol.3 als Doppel-CD beschäftigt sich auf CD 1 mit den kapitalen, großformatigen Choralphantasien op.52, Nr. 1-3. Auf CD 2 hingegen findet man kleinteilige Stücke, Choralvorspiele u.a.. Orgel-Matador Gerhard Weinberger ist wieder der Garant für makelloses Spiel, werkdienliche Registrierungen und unaufdringliche, ganz der Komposition dienende Interpretationen. Zudem machen die CDs mit zwei bedeutenden Sauer-Orgeln bekannt: Auf CD 1 im Bremen Dom und auf CD 2 i n der Stadtkirche Bad Salzungen. Beste Instrumente für dieses Projekt. Eine schöne CD für Orgel- und Reger-Freunde.
    Sämtliche Violinkonzerte Vol.6 Sämtliche Violinkonzerte Vol.6 (CD)
    02.05.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    (Fast) unerschöpflicher Reichtum

    Die cpo-Reihe der Konzerte Telemanns dokumentiert deutlich den fast unerschöpflichen Reichtum von Telemanns kompositorischem Schaffen. Die Violinkonzerte sind nun bei Vol.6 angekommen und markieren Besonderheiten: Vier Konzerte enthält die CD. Die ersten beiden kurzen (je 7,5 min.) Stücke sind eigentlich Sonaten, das erste gar ohne Generalbass. Die beiden dann folgenden, über 20-minütigen Konzerte sind eigentlich Suiten, beginnend jeweils mit einer Ouvertüre, auf die immer sechs Tanzsätze folgen. Interessant ist das, weil man so die Verschiedenartigkeit der Violinkompositionen Telemanns schön verfolgen kann.
    Elizabeth Wallfisch und ihre "Band" sind erneut kompetente Interpreten. Sie spielen die Musik schön aus, neigen nicht zu überhetzten Tempi und übertreiben das HiP-Spiel nicht. Entstanden sind so alternativlose Interpretationen von Rang, die nur empfohlen werden können, zumal auch Technik und Booklet-Qualität bestens sind.
    Trauermusik für Schloss Gottorf - Abschied und Ewigkeit Trauermusik für Schloss Gottorf - Abschied und Ewigkeit (CD)
    02.05.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    "Was es alles gibt...!"

    Manfred Cordes und sein Ensemble "Weser-Renaissance Bremen" sind ja bei cpo unermüdlich im Einsatz und entdecken eine musikalische Rarität nach der anderen. Diesmal ist mit Vol. 4 wieder Schloss Gottorf in Schleswig-Holstein dran, jener Hof, in dem um 1700 bedeutende Musik gemacht wurde, Musik, die nicht nur bedeutend, sondern auch staatstragend war. Das belegt mit fünf Trauermusiken (2 x Johann Philipp Förtsch, 1 x Michael Österreich und 2 x Georg Österreich) die neue cpo-CD. Diese Trauermusiken oder "Geistlichen Konzerte" oder "Musicalischen Concerte" sind mit Solo- und Ensemblestimmen, Streichern und z.T. auch Holzblasinstrumenten reich besetzt und ermöglichen so einen sehr festlichen und kunstvollen Klang. Alle Stücke sind schöne Kompositionen - nicht nur zu Begräbnisanlässen. Das liegt sicher auch an den kompetenten Interpretationen durch Weser-Renaissance. Das Ensemble um Manfred Cordes betont nicht nur den staatstragend-getragenen Trauerduktus - ja das auch. Nein, die Ensemblemitglieder legen sich auch bewegt und temperamentvoll-engagiert ins Zeug, wenn die Noten und der Gesamtklang dies ermöglichen. Auf diese Weise entsteht ein sehr bewegtes Bild der musikalischen Zeiten und Anlässe in Gottorf. Die Technik ist bestens und das Booklet informiert ausführlich und zuverlässig. Sehr empfehlenswert!
    Meine Produktempfehlungen
    • Kantaten Kantaten (CD)
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    Dinorah Dinorah (CD)
    28.03.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Wieder preisverdächtig!?

    cpo's preisgekrönter Meyerbeer ("Vasco da Gama") ist noch in bester Erinnerung, da überrascht das Label erneut mit einer bei cpo schon bestens bewährten Aufnahme der Deutschen Oper Berlin: Meyerbeers fast vergessene Oper "Dinorah", jene Handlung über Trennung, Liebe, Schmerz und Vereinigung eines Paares, die eigentlich zu Herzen gehen müsste. Gehalten hatte sich aber nur die Wahnsinns-Arie und das auch nur wegen der Callas. Dabei entfacht schon die Ouvertüre einen ganz eigenen klanglichen Reiz. Im Folgenden agieren die Solisten fabelhaft, der Chor ist agil und schlagkräftig und die Aufnahme aus der Philharmonie live bestens aufgezeichnet. Woran liegt also das Vergessen? Bei manchen Werken der Musikgeschichte sucht man vergeblich nach einleuchtenden Gründen. Bei dieser Oper mag es vielleicht der Mangel an eingängigen Melodien sein. Vielleicht sind es auch die (später) veralteten Melodramen mit Sprechpartien, die den musikalischen Fluss immer wieder unterbrechen, vielleicht auch die für Opern immer noch ungewohnte französische Sprache. Wie dem auch sei - der üppig ausgestattete cpo-Produktion mit dem über 150-seitigen, dreisprachigen Booklet und dem komfortablen Case im Schuber sei ein großer Erfolg und große Anerkennung gegönnt. Man wird ja sehen!
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    • Vasco de Gama (Originalfassung von "L'Africaine") Vasco de Gama (Originalfassung von "L'Africaine") (CD)
    • Gisei - Das Opfer Gisei - Das Opfer (CD)
    Klavierwerke Klavierwerke (CD)
    28.03.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Pianistisches vom Cineasten

    Dass Rota mehr konnte, als "nur" Filmmusik zu schreiben, ist hinlänglich bekannt und auf CD dokumentiert. Nicht so bislang seine Klavierkompositionen. Da verschafft cpo nun Abhilfe. Pianist Christian Seibert hat sich kompetent, flüssig und virtuos der sechs Kompositionen angenommen, wobei einzelne Kompositionen auf mehreren Teilen bestehen - etwas die 15 Preludien, die Bach-Variationen oder 7 Kinderstücke. Alle Stücke hört man gern und lassen erkennen, dass Rota ein großer Bach-Verehrer war. Seine Musik ist zumeist unkompliziert und hochromantisch im Stil. Nino Rota eben!. Ob es Stücke für die Ewigkeit sind, sei dahingestellt. Für eine lobenswerte CD sind sie jedoch allemal ein zu entdeckendes Repertoire! Empfehlenswert!

    Konzerte für mehrere Instrumente & Orchester Vol.3 Konzerte für mehrere Instrumente & Orchester Vol.3 (CD)
    27.03.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Telemanns Vielfalt und Ideenreichtum

    Was hat der Telemann nur für eine Menge an musikalischen Schätzen hinterlassen! Das ist so viel, dass es immer wieder möglich ist, Neues zu entdecken. Dirigent Michael Schneider und sein vortreffliches Ensemble "La Stagione Frankfurt" liefern nun für cpo schon die dritte Folge von Konzerten für verschiedene Soloinstrumente und es dürfte wohl nicht die letzte Folge sein. Viele Kompositionen schlummern noch in den Archiven.
    Vol. 3 enthält fünf Konzerte wechselnd für 3 Trompeten, 2 Flöten, Violine, 3 Hörner, 2 Oboen, Cello, immer in neuen Kombinationen. Gerade diese Zusammensetzungen machen den klanglichen Reiz der Kompositionen aus, denn Telemann versteht es, die Spielmöglichkeiten und Klänge verschiedener Soloinstrumente effektvoll zu kombinieren. Die Solisten des Frankfurter Ensembles (wozu auch Dirigent Schneider an der Flöte gehört) verstehen es zudem, mit besonderer Spielfreude und virtuosem Können, alle klanglichen Facetten der Kompositionen auszukosten. Selbstverständlich werden historische (oder nachgebaute) Instrumente verwendet. Besonders das Konzert für 3 Hörner, Violine und Streicher wird so zu einem klanglichen Abenteuer.
    Die Aufnahmetechnik ist vorzüglich und das Booklet liefert alle nötigen Informationen. Eine willkommene CD für Freunde barocker Solokonzerte!
    Meine Produktempfehlungen
    • Konzerte für mehrere Instrumente & Orchester Vol.1 Konzerte für mehrere Instrumente & Orchester Vol.1 (CD)
    • Konzerte für mehrere Instrumente & Orchester Vol.2 Konzerte für mehrere Instrumente & Orchester Vol.2 (CD)
    Bürgercapitainsmusik 1780 Bürgercapitainsmusik 1780 (CD)
    27.03.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    In der Tradition Telemanns

    Kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen, dass sich eine Kapitänsvereinigung zum jährlichen Treffen eine extra Komposition bestellt. Zu Telemanns Zeiten war das Tradition. 36 Werke dieses Typs stammen aus seiner Feder. Dem Glanz und Pomp dieser Festmusiken steht C.P.E.Bachs Bürgerkapitainsmusik 1780 in nichts nach. Mit Pauken und Trompeten, mal glanzvoll, mal besinnlich, in bester Oratorientradition und einer ausklingenden Serenade werden die Tugenden und Laster, Krieg und Frieden besungen und bespielt. Der Oratoriumsteil besteht aus 16 Nummern und die folgende Serenata aus 9 Teilen - alles eindrucksvoll und einfallsreich musikalisch in Szene gesetzt.
    Das ausführende Ensemble "barockwerk Hamburg" unter der Leitung von Ira Hochman war mir bislang nicht bekannt. Sollte aber, denn das auf alte Musik spezialisierte Ensemble gräbt gern in den weitläufigen Archiven der Musiktradition Hamburgs. Alles vorzügliche Gesangssolisten und Instrumentalisten. Das ausführliche Booklet informiert kompetent über die historischen und musikalischen Begleitumstände. Eine schöne Produktion!
    Klavierkonzert "Drei Tanzskizzen" Klavierkonzert "Drei Tanzskizzen" (CD)
    25.03.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Gegensätzlicher van Gilse

    Das ist nun der vierte Streich in Sachen van Gilse und ein sehr gegensätzlicher obendrein. Denn die beiden Stücke auf dieser neuen cpo-CD könnten verschiedener nicht sein. Sie dokumentieren so die ganze Bandbreite des Schaffens dieses holländischen Komponisten. Da wären einmal die Variationen über ein St.Nikolausliedchen für kleines Orchester, eine Komposition, die 1910 entstanden ist und zu großer Popularität führte. Zu recht, will man meinen, denn die auch in Deutschland bestens bekannte Melodie wird nach allen Regeln romantischer Variationskunst durchexerziert. Wirklich schön - für Alt und Jung! Fast doppelt so umfangreich fällt hingegen das Klavierkonzert von 1930 aus, das van Gilse "Drei Tanzskizzen" nennt: Menuett, Hommage an Johann Strauss und Quasi Jazz sind die Satzbezeichnungen, die jedoch nicht die Tanzformen imitieren wollen, sondern eher Paraphrasen darstellen, höchst interessant, sehr abwechslungsreich, mit überraschenden und z.T. weit in die Zukunft weisenden, die Grenzen der Tonalität streifenden harmonischen Wendungen. Ein Spiegelbild der Tanzformen in neuer Zeit! Solist Oliver Triendl und der Gilse-erfahrene Dirigent Porcelijn treffen mit den Niederländischen Sinfonikern diesen Ton genau, virtuos und voller Spielfreude. Das ist einfach gute Musik, gut gespielt und gut aufgenommen! Wer dann noch das hervorragende Booklet aufmerksam liest, ist zudem von Gilses Lebensschicksal tief bewegt, das so sehr von Leid, Tod und Verfolgung geprägt war und tragisch endete.
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    • Symphonie Nr.4 Symphonie Nr.4 (CD)
    • Symphonien Nr.1 & 2 Symphonien Nr.1 & 2 (CD)
    • Symphonie Nr.3 Symphonie Nr.3 (CD)
    Musikalischer Tugendtspiegel (Ausz.) Musikalischer Tugendtspiegel (Ausz.) (CD)
    23.03.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Pralles musikalisches Leben

    Die etwas fahlen, aber so lebhaften Klänge der Renaissance-Musik mit ihrem so besonderen Instrumentarium sind vielleicht nicht jedermanns Sache. Dem Schwung und Rhythmus der Tänze und den exotischen Tönen und Geräuschen der Renaissance-Zeit, aber auch den warmen und lieblichen Klängen der Blockflöten kann sich wohl kaum ein Musikfreund entziehen. Das gilt besonders dann, wenn Experten am Werke sind. Die Musikerinnen und Musiker der Accademia del Ricercare unter der Leitung von Pietro Busca sind solche Experten. Für ihren Erstling bei cpo hat sich das Ensemble zwei der bedeutenden Komponisten der Zeit ausgesucht - einer weniger bekannt: Erasmus Widmann und einer bestens bekannt: Michael Praetorius. Widmanns 13 Tänze aus dem "Musicalischen Tugendtspiegel" und Praetorius' Terpsichore-Suite mit 8 seltener zu hörenden Stücken spannen einen abwechslungsreichen Bogen über die damalige Tanzmusik. Das Ganze geschieht mit so viel Lust und spürbarer Musizierlaune, dass man am liebsten mittanzen möchte und sich unvermittelt hineingezogen fühlt in das pralle musikalische Tanzleben der damaligen Zeit. Eine CD-Neuheit, die Spaß macht, zumal sie auch noch bestens editiert und aufgenommen wurde. Sehr empfehlenswert!
    Elias Elias (CD)
    18.03.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    3 von 5
    Klang:
    3 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Vertane Chance auf den Spitzenplatz

    Zugegeben: Bei mir ging bislang nichts über die Leipziger Reverenz-Aufnahme mit Sawallisch. Musikalisch absolute Spitze, aufnahmetechnisch jedoch etwas in die Jahre gekommen, meinte ich nun, mit dieser neuen Aufnahme des von mir sonst sehr geschätzten Rademann eine neue Nummer Eins ins CD-Regal stellen zu können. Die Einleitung mit Elias' markigen Worten (Oliemans reicht trotzdem nicht an Adam heran!) und der kernigen Spielweise der Berliner Akademie für Alte Musik, sowie einem hervorragend eingestellten RIAS-Kammerchor stimmten mich ganz zuversichtlich, bis ich schließlich zur Altistin Lioba Braun kam. Um hier zu einem Urteil zu kommen, muss man als Beispiel nur einmal die Nr.18, das Arioso "Weh ihnen,..." von der Braun im Vergleich zu Renate Krahmer bei Sawallisch hören und man weiß, was ich meine. Krahmers Deutung packt mich noch heute - immer wieder! Die Braun lässt mich jedoch kalt. Ähnliches ließe sich auch zu den anderen Solisten sagen. Vielleicht liegt dieses "Solisten-Manko" auch an der Technik der Live-Aufnahme aus dem Konzerthaus Berlin, die die Solisten benachteiligt und zu sehr in den Raum stellt und nicht präsent genug abbildet. Selbst in diesem Punkt ist die Sawallisch-Aufnahme von 1968 dieser Neuproduktion noch deutlich überlegen. Dabei ist der Interpretationsansatz Rademanns prima, der Chor agiert flexibel und kraftvoll, das Spiel der Akademie ist ja ohnehin fast über alle Kritik erhaben und die knalligen Pauken machen echt Eindruck. Nur eben die Solisten und die Technik nicht im erhofften Maß. Sie verhageln dieser Aufnahme einen erwarteten und erhofften 1.Platz im Elias-Ranking. Schade!
    Meine Produktempfehlungen
    • Elias Elias (CD)
    Symphonie F-Dur op.50 Symphonie F-Dur op.50 (CD)
    01.03.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Ein vergessener Großer

    Wer war Robert Radecke? Wohl nur Spezialisten kennen seinen Namen. Dabei war er zu seiner Zeit ein ganz Großer und für Berlin und das damalige Deutschland fast eine Institution und bekannt mit fast allen Kompositionsgrößen der Zeit. Wie konnten da seine Kompositionen so in Vergessenheit geraten?
    Die Antwort liegt vielleicht in der Unauffälligkeit seiner gediegen gemachten Kompositionen. Da gibt es wenig Besonderes, nichts Ungewöhnliches, kaum Unerhörtes und schon gar nichts Sensationelles.
    Seine Musik ist ein typisches Kind der vielfältigen Spätromantik und musste sich messen lassen an erdrückender Konkurrenz.
    Dieser Konkurrenz hielt Radeckes Musik wohl nicht stand. Der Hörer kann sich nun dank diese neuen cpo-CD selbst ein Bild machen und es bedurfte wohl erst regionaler Kräfte, um eine CD-Produktion zu ermöglichen. Dabei machen die Akteure ihre Sache gut und auch die Produktionsbegleitbedingungen (Booklet, Technik) stimmen. Es ist zu hoffen, dass der Rettungsversuch erfolgreich ist. Die große Persönlichkeit Radeckes hätte es verdient!
    Symphonien op.23 "Gothique" & op.57 Symphonien op.23 "Gothique" & op.57 (CD)
    27.02.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Gekonnt und - schön!

    Wie vielfältig die sinfonische Romantik ist, muss man nicht extra betonen. Für Frankreich jedoch muss man das wohl, weil der französische Beitrag immer etwas mager ausfiel. cpo will das nun ändern und bringt als Ersteinspielungen drei sinfonische Werke von Benjamin Godard auf den Markt. Godard ist da kein Neuer: Auch sein 1.Klavierkonzert, seine Symphonie Orientale, seine Violinkonzerte und andere Stücke lassen sich finden. Die cpo-Neuheit präsentiert die 2.Sinfonie, die Trois Morceaux und die Symphonie Gothique und zeigt einmal mehr Godards Vorliebe für kernige Sinfonie-Beinamen. Dabei ist so gar nichts Gothisches an der Komposition, sondern sie ist - wie alle anderen Stücke auf dieser CD auch - ein gelungenes Beispiel gekonnt gemachter und schön romantischer Sinfonik. Wunderbare Melodien sind wunderbar instrumentiert und gehen wunderbar ins Ohr. Keine Probleme, keine Schicksalsschläge, keine Tragik - alles gut!
    Alles gut machen auch die sich mittlerweile mausernden Rundfunkmusiker aus München unter dem Neuling David Reiland. Es wird engagiert und effektiv musiziert, sodass der Hörer Spaß hat.
    Ein bestens informierendes Booklet und eine gute Aufnahmetechnik sorgen für ungetrübten Hörgenuss. Eine echt willkommene CD-Produktion!
    Ein Kommentar
    Anonym
    14.03.2016

    Keine Schicksalsschläge?

    Und was ist mit dem Trauermarsch op 51,1, der mit einer Anspielung auf den Todestanz endet ... ?
    Matthäus-Passion Matthäus-Passion (CD)
    26.02.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Komposition und Interpretation: überragend!

    Keine Frage: Über Bachs Matthäus-Passion geht nichts drüber. Oder doch? Bis ich diese cpo-Neuheit gehört habe, war ich mir da ganz sicher. Nun muss man konstatieren: Nah dran - ganz nah dran! Aber anders - ganz anders. Rolles Passion ist nicht so streng in Passionserzählung, Rezitative, Arien, Chöre und Choräle gegliedert wie bei Bach. Bei Rolle sind die Übergänge fließender. Bestes Beispiel sind die Accompagnato-Rezitative oder auch die Instrumentalbegleitung anderer Erzählteile. Wo Bach nur bei den Jesus-Partien Streicher einsetzt, kommt bei Rolle das Orchester schon mal dann zum Einsatz, wenn es aus dramaturgischen Gründen sinnvoll ist. Im Ganzen ist Rolles Passion nicht weniger dramatisch als bei Bach. Durch die kompakteren Formen und den Verzicht auf ausladende Arien entsteht ohnehin ein geraffterer, konzentrierterer Gesamteindruck. Dabei gibt es ruhende Pole durchaus. Die sind u.a. die durch die Interpreten wunderbar gefühlvoll gestalteten Choräle. Gerade den Interpreten kommt höchstes Lob zu. Star des Ensembles ist ein herausragender Evangelist. Den Tenor Georg Poplutz möchte man auch mal in anderen Partien hören. Auch die anderen Soli sind glänzend besetzt und bilden in Summa den 8-köpfigen Chor der Kölner Akademie. Wunderbar klar und intonationsrein! Dirigent Willens hat ein HiP-geschultes Ensemble zur Verfügung und weiß Temperament und Versenkung geschickt zu nutzen, überzieht nie Tempi und wahrt den Überblick über eine tolle Komposition.
    Deshalb mein Tipp an alle Freunde und Bewunderer der Bach'schen Matthäus-Passion (zu denen ich auch gehöre):
    Rolles Passion hören und sich wundern und freuen, dass es nebst Bachs Wunderwerk noch andere bedeutende Vertonungen gibt. Zur Edition gehört ein umfangreiches Booklet, das man kaum unbeschädigt in die Hülle raus und rein bekommt.
    Trotzdem eine überragende Veröffentlichung!
    Sämtliche Streichquartette Sämtliche Streichquartette (CD)
    26.02.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Ausgegraben!

    Da musste das wackere (und sehr kompetente) Rasumowsky-Quartett drei der Fröhlich-Quartette aus Handschriften spielen. Nur eines der vier frühromantischen, Schweizer Gattungsbeiträge erschien im Druck. Man mag das bedauern, muss aber bedenken, dass es ein erdrückendes - in Quantität und Qualität - Konkurrenzangebot gab und gibt. Vielleicht hatte seine Musik ja deshalb auch "wenig Chancen". Dabei ist sie schön, melodisch, zuweilen einfach gestrickt und wunderbar harmonisch mit mancherlei überraschenden Wendungen.
    Die Interpreten machen das sehr schön hörbar und retten, was zu retten ist. Eine gute Tat für das Repertoire und den Sammler.
    Technik und Bookletqualität überzeugen und lohnen die Anschaffung.
    Streichquartett d-moll Streichquartett d-moll (CD)
    26.02.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Satte Nationalromantik

    Das ist schon toll, wenn man die Klänge seiner Heimat so verarbeiten kann, dass sie jederzeit hörbar bleiben. Der Serbe
    Vasilije Mokranjacs kann das! In seinem Streichquartett ist das besonders deutlich. Seine serbische Herkunft und Heimat will und kann der Komponist nie verleugnen. Tief verwurzelt ist seine Musik und sein Musikstil in seiner Heimat. Das ist schwelgende, satte Romantik. Weiter vor wagt sich Mokranjac in der Violinsonate und den beiden kleinen beigegebenen Stücken. Auch hier ist der "serbische Grundton" hörbar. Trotzdem wird seine Musiksprache kühner, entwickelt sich langsam fort vom spätromantischen Duktus, ohne abstrakt oder kühl zu werden. Alles bleibt national getönt und wird vom Thomas Christian Ensemble kompetent vorgetragen. Das Booklet informiert zuverlässig über diesen bemerkenswerten serbischen Komponisten.
    Eine schöne CD für Kammermusik-Raritäten-Jäger.
    Ein Kommentar
    sonate00
    03.03.2018

    Mangelnder Feinschliff

    Wie Sie in Ihrer Rezension schreiben, ist die Musik großartig, voller Leidenschaft und Dramatik. Insbesondere das Streichquartett ist schwer zu spielen und erfordert ein hohes Maß an technischer Fertigkeit und Intonationssicherheit. Die vorliegende Interpretation lässt es jedoch hier an Präzision und Feinschliff vermissen. Besonders auffällig ist dieses bei den verzwickten Oktavdoppelungen zwischen 1. und 2. Violine zu hören. Auch die dynamischen Schattierungen der einzelnen Stimmen könnten nuancierter herausgearbeitet sein. War hier eventuell die Probenzeit zu gering bemessen oder die Kompetenz des Ensembles nicht ganz ausreichend. Als Solist schätze ich Thomas Christian sonst sehr. Vor Jahren hat er geradezu phänomenal das 2. Violinkonzert von Benjamin Godard eingespielt ( CD seinerzeit bei Koch erschienen). Für die künstlerische Qualität würde ich hier allenfalls 2-3 Sterne vergeben
    Symphonie Nr.1 "Ländliche Hochzeit" op.26 Symphonie Nr.1 "Ländliche Hochzeit" op.26 (CD)
    25.02.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Guter Goldmark!

    An Einspielungen von Goldmarks 1.Sinfonie, genannt "Ländliche Hochzeit", besteht wahrlich kein Mangel. In allen Preislagen ist was zu haben. Das war nicht immer so. Lange Zeit bewahrte Leonard Bernsteins Einspielung aus den 60er/70er Jahren mit dem New York PO auf CBS das Werk vor der Vergessenheit. Seitdem hat sich in Sachen Goldmark viel getan. Insbesondere sein Violinkonzert hat es zu einem gewissen Grad an Popularität gebracht. Nun springt auch cpo auf den Goldmark-Zug auf und tut gut daran, dies mit der "Ländlichen Hochzeit" zu tun, Goldmarks unproblematisch-romantischer Huldigung.an das Landleben.
    Und cpo setzt auf bewährte Kräfte: Frank Beermann und seine Robert-Schumann-Philharmonie sind genau die Richtigen, um das lebhaft-temperamentvolle Großereignis auf dem Lande zu inszenieren. Die Akteure gehen flott und engagiert zur Sache und man kann feststellen, dass die Chemnitzer Philharmoniker sich Dank Beermann zu einem hochrangigen Orchester gemausert haben. Als Zugabe gibt es die umfangreiche, fast 20-minütige Prometheus-Ouvertüre. Auch sie ist eine Entdeckung wert!
    Eine schöne, neue Sinfonik-CD im Katalog der cpo!
    Sämtliche Choralkantaten Sämtliche Choralkantaten (CD)
    25.02.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    "Entschlackte" Kantaten für Unentwegte

    Wer Regers Musiksprache kennt, weiß, was "entschlackter", "schlichter" Klang bei Reger bedeutet: immer noch höchst kunstvoll verschränkte Melodieführung und Harmonik. Seine Choralkantaten wirken wohl deshalb "entschlackt", weil sie die schlichten Choralmelodien in den Mittelpunkt rücken und zumeist alle Strophen "durchexerzieren". Die Kantate "Vom Himmel hoch" präsentiert sage und schreibe 15 (!!) Strophen! Bei den anderen Kantaten ist das ähnlich. Reger bemüht sich um Abwechslung, besonders in der Besetzung: Soli, Quartette, Duette, Chöre, Gemeindegesang, Kinderchor - Reger bietet allerlei auf. Es bleibt aber bei fast allen Kantaten ein meditativer Grundton langsam bedächtiger Zeitmaße, der, um bei allen Strophen zu bleiben, schon ein Maß an Durchhaltevermögen beim Hörer erfordert. Dass es zu keiner Überforderung kommt, ist den fabelhaften Leipziger Interpreten zu danken. Gesangs- und Instrumentalsolisten, Orgel, Chor und Kinderchor. Das Aufgebot ist groß.
    Auch Technik und Booklet sind prima. Vielleicht hätte man die einzelnen Strophen der Kantaten mit Track-Nummern versehen sollen, um sie mit dem Player direkt ansteuern zu können. So jedoch muss man sich mit einer Nummer pro Kantate begnügen.
    Trotzdem: Ein wertvoller Beitrag zur Reger-Diskographie!
    Symphonien Nr.1 & 2 Symphonien Nr.1 & 2 (CD)
    01.02.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Dem Fuchs auf der Spur

    Man ist erstaunt, wie viele Titel es von Robert Fuchs im CD-Katalog gibt. Und doch ist cpo dem Fuchs immer noch (oder: schon wieder) auf der Spur. Nach dem kapitalen Klavierkonzert folgen nun die beiden gut halbstündigen ersten Sinfonien des Romantikers, der - wie Brahms - kein Neuerer sein wollte und doch so viel wertvolle Musik geschrieben hat, die es noch weiter zu entdecken gibt. Fuchs' drei Sinfonien gab es erstmalig auf CD in den frühen 90er Jahren auf dem Label Thorofon mit Dirigent Müssauer und der Mährischen Phiharmonie. Nun ist auf cpo Karl-Heinz Steffens mit den WDR-Sinfonikern dran. Um es kurz zu machen: Dirigent und Orchester machen ihre Sache gut. Es wird präzise und werkangemessen interpretiert. Mir persönlich fehlt jedoch etwas die Leidenschaft, der Biss, was vielleicht auch an der leicht zurückgenommenen Präsenz des Klangs liegen kann. So erfreulich die Begegnung mit dem Dirigenten Steffens auch ist, sein Fuchs tritt mir etwas zu kontrolliert und in bestem Sinne "solide" entgegen. Das Booklet ist wie immer bei cpo erste Sahne und die Technik ist gut, könnte jedoch - wie gesagt - eine kleine Spur präsenter sein. Erstaunlich ist, dass die Aufnahme über vier Jahre im Archiv lag, bevor sie nun bei cpo veröffentlicht wurde. Da darf man wohl annehmen, dass auch die über 40-minütige 3. Sinfonie von Fuchs schon "im Kasten" ist und nun bald folgen wird, was sehr zu wünschen wäre. Aber, was die Fortsetzung von Zyklen angeht, so weiß man bei cpo ja nie....!? Sie kommen, aber wann?
    Meine Produktempfehlungen
    • Klavierkonzert op.27 Klavierkonzert op.27 (CD)
    701 bis 725 von 974 Rezensionen
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