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    meiernberg Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 30. August 2010
    "Hilfreich"-Bewertungen: 14552
    974 Rezensionen
    Moralische Kantaten Moralische Kantaten (CD)
    28.09.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Randbereiche mit Abstrichen

    Für diese neue cpo-CD aus dem umfangreichen Telemann-Katalog der Firma muss man den Nerv und das Interesse mitbringen. Zu hören sind nämlich "recht gleichförmige" Stücke, was nicht im negativen Sinn gemeint ist, sondern Form und Charakter der Stücke beschreiben soll. Auf ironisch-belehrende Texte schrieb Telemann sechs dreiteilige Kantaten für Singstimme und Continuo, in der Abfolge: Aria - Recitative - Aria. Alle so ca. acht Minuten lang. Keine Frage - natürlich hatte Telemann die kompositorische Mittel, um "Die Zeit" oder "Der Geiz" oder "Das Glück" u.a. trefflich mit Tönen zu schildern. Wäre da die Singstimme nicht! Die Hamburger Ratsmusik wählte als Singstimme einen Countertenor, von Telemann wohl nicht zwingend vorgeschrieben. Nun mag man ja ohnehin zu Countertenören stehen wie man will, Benno Schachtners Stimme kann wohl kaum neue Freunde gewinnen. Sicher - er gestaltet sehr intensiv. Doch sein übertrieben "gerolltes r" und seine undeutliche Aussprache nerven auf die Dauer. Manche Textpassagen sind schier unverständlich! Dabei ist der Text so wichtig!
    Natürlich kann man im Booklet mitlesen. Aber Sinn des Gesangs ist es wohl nicht, ihn nur verstehen zu können, wenn man mitliest. Ganz anders die vier Fantasien für Solo-Gambe, die für Abwechslung zwischen den Kantaten sorgen. Das sind von Simone Eckert toll gespielte Stücke und sicher neu entdeckte Juwelen der Gamben-Literatur.
    Technik und Booklet entsprechen dem hohen cpo-Standard.
    Kaiserin Josephine Kaiserin Josephine (CD)
    31.08.2018
    Booklet:
    2 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Fünfte Ischl-Produktion mit kleinen (Booklet-)Versäumnissen

    Natürlich kann man sich der vorangegangen Rezension anschließen und fragen, warum sich cpo nicht "bessere" Kooperationspartner in Sachen Operette gesucht hat. Sicherlich war das nicht nur eine künstlerische Entscheidung von cpo, sondern auch eine wirtschaftliche. Partner kosten nun mal was. Ich weiß nicht, was die Ischl-Partner um Dirigent Marius Burkert kosten - sie sind aber ihr Geld wert! Auch in dieser fünften Produktion des Lehar Festivals in Bad Ischl wird lebendig und temperamentvoll musiziert. Auch Kalmans Opus besticht nicht nur durch schöne Melodien, Temperament und Spielfreude, sondern auch durch Leistungen der Akteure, die dem Werk mehr als angemessen sind. Weniger werkangemessen ist leider das Booklet dieser Publikation ausgefallen: In der Sängernamenliste fehlen die Angaben zu den Stimmlagen und bei den Tracknummern vereinzelt die Besetzungshinweise (Wer singt das was?). Wäre ja noch zu verschmerzen. Dass jedoch das Libretto fehlt und durch eine kurze Inhaltsangabe (unzulänglich) ersetzt wird, ist fast unverzeihlich.
    Sei's drum. Auch so wird diese neue Operettenaufnahme ihre Freunde finden.
    Klavierquartett op.13 Klavierquartett op.13 (CD)
    31.08.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Aus der Jugendzeit

    Sollte man ja nicht meinen, dass der große Opern-Komponist und opulente Sinfoniker Richard Strauss Kammermusik komponiert hat. Hat er aber und was für welche! In seinen Jugendjahren produzierte er die vorliegenden zwei Werke: Das kapitale, über 40-minütige Klavierquartett breitet in vier Sätzen bereits die ganze Kunst des Richard Strauss aus, ohne dass man beim Hören auf Strauss gekommen wäre. Seine ansonsten unverkennbare Musiksprache war noch nicht hörbar ausgebildet. Da klingt doch noch vieles nach den späten Klassikern oder frühen Romantikern. Vielleicht zeichnet der hohe technische Anspruch der Kompositionen die Qualität besonders aus. Diesem Anspruch werden die vier Solisten aufs Schönste gerecht. Der Klang ist sauber und durchhörbar eingefangen und auch das Booklet bietet die nötigen Informationen. Eine Bereicherung!
    Werke für Violine & Klavier Werke für Violine & Klavier (CD)
    31.08.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Neue Klänge aus dem Norden

    Doch klingen sie nordisch? Bei einem Sibelius-Schüler sollte man annehmen, dass seine Musik auch nach Norden klingt.
    Das ist - zumindest für meine Ohren - nicht der Fall. Das schmälert jedoch Kuulas Musik in keiner Weise. Ganz im Gegenteil:
    Seine große fast halbstündige Violinsonate ist unmittelbar eingängig und bewegt sich stilistisch auf gewohnt mitteleuropäisch-romantischen Pfaden. Das gilt such für die übrigen Stücke der CD, zumeist Liedbearbeitungen in kleinem Format. Schöne Musik ist das, woran auch die Geigerin Nina Karmon und der unermüdliche Pianist Oliver Triendl ihren Anteil haben. Eine in allen Belangen gelungene neue Kammermusik-CD.
    Violinkonzert Violinkonzert (CD)
    31.08.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Wirklich was Neues!

    Schon die Anfangstakte des etwa halbstündigen Violinkonzerts heben geheimnisvoll an und entwickeln sich dann zu einer veritablen Orchestereinleitung eigener Qualität. Dann setzt die Solovioline ein und beginnt ein Wechselspiel mit dem Orchester in bester romantischer Tradition, Töne, die man von dem sakralen Orgelkomponisten Dubois so nicht erwarten konnte. Der Solist kann glänzen, der Orchesterpart ist farbenreich, die Melodien sprudeln nur so und das Ohr erfreut sich neuer, bislang "unerhörter" Klänge. Das ist Musik ohne Ecken und Kanten, die sofort in Herz und Gemüt geht - wenn man sie einlässt! Gleiches gilt für die große dreisätzige Violinsonate und die kurze Ballade. Ingolf Turban ist - wieder einmal - Hauptakteur dieser Raritätenreise, bestens unterstützt von der Deutschen Radiophilharmonie, Dirigent Raoul Grüneis und Klavierbegleiter Lukas Maria Kuen. Das Booklet informiert gut über Komponist, Werke und Interpreten. Die Aufnahmetechnik ist für mein Gefühl etwas zu trocken geraten, was aber letztlich doch Geschmackssache bleibt. Eine sehr schöne neue cpo-CD.
    Symphonische Dichtungen Vol.1 Symphonische Dichtungen Vol.1 (CD)
    30.08.2018
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Mehr als verdienstvoll

    Das ist ja mal wieder eine gute Repertoire-Idee von cpo: Unbekanntes von Karl Goldmark aufnehmen! Wer seine "Ländliche Hochzeit-Sinfonie" kennt, darf eine große Portion Vorfreude entwickeln auf wirklich schöne Stücke, die vereinzelt schon mal bei Sinfonie-CDs von Goldmark anzutreffen waren, jetzt aber mit Vol.1 kompakt bei cpo erscheinen. Ganz beeindruckend sind die ideenreiche "Sakuntala" und die schwelgend-romantische, dann wieder heftig dramatische "Sappho"-Ouvertüre. Goldmark nennt seine bis zu 20-minütigen Stücke Ouvertüren. Auch der Name Sinfonische Dichtung wäre angemessen gewesen, denn die musikalischen Bilder, die sich beim Hören dieser hochromantischen Musik auftun, sind deutlich und vom Komponisten schön vorgezeichnet. Dirigent Bollon arbeitet sie mit den fabelhaften Bamberger Sinfonikern auch deutlich heraus und verhilft dem Hörer zu einem eindrucksvollen und nachhaltigen Hörerlebnis Die beiden kurzen Scherzi sind schöne Beigaben. Technik und Booklet sind ebenfalls bestens und so ergeht eine uneingeschränkte Kaufempfehlung!
    Missa G-Dur Missa G-Dur (CD)
    30.08.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Eine echte Bereicherung

    Es herrscht nicht gerade Ebbe im Fasch-Katalog. Schaut man jedoch genauer hin, so sind die gewichtigsten Einspielungen orchestraler Natur: Suiten, Ouvertüren, Konzerte. All' diese Publikationen unterstreichen den hohen Rang Faschs als Orchesterkomponist. Die neue cpo-CD tut da mehr. Sie umrahmt die Orchester-Suite A-Dur mit zwei bedeutenden Chorwerken Faschs: der Messe in G und einer Kantate. Mag man auch die Pracht Bachs vermissen, die dieser sicher im Orchestersatz einer Dank-Kantate untergebracht hätte, so muss man doch den Hut ziehen vor Faschs Kunstfertigkeit, auch groß angelegte Chorpassagen eindrucksvoll zu setzen. In der Suite zeigt sich Fasch einmal mehr als origineller und einfallsreicher Komponist.
    Das bewährte Ensemble um Hermann Max lässt keine Wünsche offen. Es wird lebendig, offen und textgetreu musiziert. Die Solisten sind prima und auch das Booklet liefert alle nötigen Informationen. Schön!
    Catharina Cornaro Catharina Cornaro (CD)
    06.06.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Neue cpo-Opernverdienste

    Wie kein anderes Label setzt sich cpo für vergessene oder vernachlässigte Werke ein und veröffentlicht sie auf CD.
    Das gilt besonders für Opern. Mit Lachners "Catharina Cornaro" hat das rührige Label wieder einen neuen Volltreffer gelandet, weil hier ein Werk zum Leben erweckt wurde, das mal nur so vor Leben strotzte und dann in der Versenkung verschwand. Der Zeitgeist zog über Lachners Opus hinweg. Die neue Zeit ist sicherlich überreif, Lachners wohltönende, schicksalhafte Oper wieder Gehör zu verschaffen. Der Stoff über den Zoff zwischen Venezianern und Zyprioten ist sicherlich nicht jedermanns Sache, veranlasste aber Lachner zu einer dramatischen Komposition voller Inbrunst und Leidenschaft. Schon die eindrucksvolle Ouvertüre vermittelt diesen Eindruck. Die Interpreten können den hohen Standard nicht immer halten, den die Ouvertüre zu versprechen scheint. Das Münchner Rundfunkorchester ist zwar jederzeit Herr des instrumentalen Geschehens und der Chor das Highlight der Interpretation. Die weniger bekannten Gesangsolisten geraten jedoch gelegentlich an ihre stimmlichen Grenzen, was besonders die hohen Solopartien betrifft. Doch hält Dirigent Weikert ein Gesamtniveau aufrecht, das dem Werk mehr als angemessen ist. Ob es jedoch ausreicht, der Oper wieder auf die Beine und Bühne zu helfen, sei dahingestellt. In der Zwischenzeit kann sich der Opernfreund an der gelungenen Einspielung erfreuen, die mit einem 91-seitigen Booklet sogar üppig ausgestattet ist. Sehr erfreulich!
    Ein Kommentar
    Anonym
    25.06.2018

    Ich sehe hier auch einen großen Volltreffer


    Aber ich meine, dass die Gesangssolisten doch gerade größtes Lob verdient haben, sie sind meiner Meinung nach die Highlights, nicht nur Kristiane Kaiser, die perfekt zur reinen und warmherzigen Catharina passt, sondern auch Mauro Peter als König und Daniel Kirch als gestresster Marco. Auch Pauly und Tschelebiev gefallen mir. Der einzige leichte Nachteil erscheint mir, dass man die Oper noch etwas langsamer machen müsste. Aber hoffentlich wird das nicht die einzige Aufnahme bleiben, denn das Werk ist doch wirklich ein "Hit". Eine italienisierte deutsche Oper mal wieder, freut mich doch.
    Sämtliche Orgelwerke Sämtliche Orgelwerke (SACD)
    31.05.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Orgeldemonstration

    Das ist bei fast allen Orgel-CDs so: Die Orgel steht weit mehr im Mittelpunkt, als Werk und Interpret. Auch bei dieser neuen cpo-Orgel-Platte ist das so: Die phänomenale Mühleisen-Orgel der Stiftskirche in Bad Gandersheim ist der eigentliche Star dieser Produktion, denn die Multichannel-Aufnahme vermittelt eindrucksvoll die klanglichen Möglichkeiten dieses vielseitigen Instruments. Zweiter Star im Rennen ist zweifellos der cpo-erfahrene Organist Friedhelm Flamme, der die vielfältige Disposition und Registratur souverän organisiert und beherrscht. Dritter Mitstreiter ist Henri Mulet, der Komponist dieser anspruchsvollen Werke, die auf dieser CD eingespielt wurden. Man muss ihn schon mit Widor, Vierne und Guilmant nennen, um der Bedeutung seiner Musik gerecht zu werden. Das ist hochromantische, sinfonische Orgelmusik der späten französischen Schule. Genau das Richtige für alle Orgelklang-Fetischisten, die voll auf ihre Kosten kommen. Summa summarum: Drei Stars treffen glücklich aufeinander und verschaffen dem Musik- und Orgelfreund eine neue CD ganz besonderer Art. Das Booklet informiert zuverlässig über alle Drei. Prima!
    Symphonie Nr.1 fis-moll op.4 Symphonie Nr.1 fis-moll op.4 (CD)
    30.05.2018
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Die Sinfonie ist ein Knaller!

    Mit den drei anderen Stücken muss man sich anfreunden. Ohnehin muss man sich mit der Biografie des Leopold van der Pals erst anfreunden, denn wer wusste schon was von ihm?! Nun haben wir dank cpo die Möglichkeit, Person und Werke kennen zu lernen. Dabei sei gleich festgestellt: Die Sinfonie ist wirklich ein tolles Stück und so richtig was für in die Spätromantik verliebte Sinfoniker. Das schwelgt und treibt einen in einem schönen Strom der Melodien und Harmonien weiter. Goritzki mit seinem tollen Helsingborger Orchester macht das auch prima und lotet alle Möglichkeiten dieser gut 37-minütigen Partitur aus.
    Schwerer macht es Pals dem Hörer mit seinen Sinfonischen Dichtungen. Insbesondere das Opus 23 erfordert mit seiner klanglichen Scriabin-Nähe volle Aufmerksamkeit. Im Vergleich zur Sinfonie sind die Harmonien spröder geworden und die Melodiebögen kürzer getaktet. Kurz: Die Musik ist nicht so eingängig wie die Sinfonie und sicherlich nicht als Begleitmusik zum Sonntagskaffee geeignet. Das ist keine abwertende Bemerkung, sondern nur die Feststellung eines andersartigen Charakters der Musik. Aber auch den haben Dirigent und Orchester voll drauf. Sie werden unterstützt durch eine füllige und durchhörbare Aufnahmetechnik. Nicht ganz glücklich bin ich mit dem Booklet. Während Autor Tobias van der Pals (Sohn?) sich trefflich zu den drei Sinfonischen Dichtungen zu äußern weiß, kommt er in Betrachtung der Sinfonie über ein paar Randbemerkungen nicht hinaus. Kein analytischer Hinweis zu Wesen und Gestalt der vier Sätze. Nichts! Schade! Sei's drum, denn auch so ist dies eine überaus empfehlenswerte CD.
    Symphonie Nr. 3 d-moll op. 41 Symphonie Nr. 3 d-moll op. 41 (CD)
    30.05.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Schöne Musik

    Franz Lachner! Wer weiß schon was von Franz Lachner!? Wohl nur derjenige, der sich für das musikalische Umfeld Schuberts, Wiens und Münchens interessiert. In meinem CD-Schrank stehen schon zwei Lachner-Sinfonien, die Nummern 5 und 8. Beide eingespielt von dem Slowakischen PO bei Marco Polo. Beides gefällige, im Falle der Fünften auch gewaltige Werke. Die dauert nämlich über 60 Minuten und reicht so an Schuberts große C-Dur-Sinfonie heran. Mit der 3.Sinfonie engagiert sich cpo nun auch in Sachen Lachner. Auch eine Oper soll noch folgen. Die Dritte ist mit fast 50 Minuten Spieldauer auch großformatig angelegt, ohne dabei langweilig zu wirken. Nun darf man von dem vielschreibenden Lachner keine besonderen Innovationen erwarten, sondern sinfonische Musik der "schönen Sorte". Die Produkt-Info beschreibt das sehr schön als ein "Conglomerat von harmonischer Kunst und melodischer Lieblichkeit". Genau so ist es und Dirigent Schmalfuss arbeitet diese beiden Aspekte mit seinem famosen taiwanesischen Orchester auch deutlich heraus. Da kommt nichts Aufregendes, aber immer Schönes aus den Lautsprechern, zuweilen auch melodische Wendungen oder Abschnitte, von denen man meint, sie schon mal gehört zu haben. Hat man aber nicht! Die seltene Festouvertüre ist eine Zugabe bester Sorte. Ein Topp-Booklet und eine gute Aufnahmetechnik zieren die Einspielung. Wer sich also mal was "Schönes" und Gutes in Sachen Musik antun möchte, liegt mit dieser CD genau richtig!
    Symphonien Nr.1 D-Dur op.16 & Nr.2 Es-Dur Symphonien Nr.1 D-Dur op.16 & Nr.2 Es-Dur (CD)
    29.05.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Romantische Sinfonik aus Italien?

    Gibt es das? Suchen muss man schon und bis zum Erscheinen dieser neuen cpo-Scheibe war die Suche wohl nicht sehr erfolgreich. Das ändert sich mit diesen beiden Sgambati-Sinfonien schlagartig. Denn sie sind schöne Beispiele, dass die sinfonische Romantik auch vor den Toren und Operngrenzen Italiens nicht halt gemacht hat. Die fünfsätzige 1. Sinfonie gab es jüngst schon in einer Einspielung aus Rom bei Naxos. cpos Neuerscheinung präsentiert das weniger renommierte Orchester aus Reutlingen in bestechender Form und der erfahrene schwedische Dirigent weiß genau die Besonderheiten der südländischen Partitur zu betonen: Spritzigkeit, Temperament und Melancholie. Hier und da blitzen Verdi-artig die Trompetensignale hervor und südländisches Colorit will sich breit machen, um doch bald wieder im Stile deutscher Romantik zu versinken. Das hört sich alles gut, stilsicher und konsequent an. Mit der lange Zeit verschollenen 2. Sinfonie geht Sgambati noch einen Schritt weiter. Seine Harmonik entwickelt sich weiter, chromatischer, schwerer. Kein Wunder, dass Liszt und Wagner ihn bewunderten und empfahlen. Das tue ich auch Dank einer vorzüglichen Präsentation dieser Rarität ebenfalls. 100 Punkte!
    Streichquartette Vol.2 Streichquartette Vol.2 (CD)
    28.05.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Zweiter Streich!

    So muss man das schon sagen. Mit Vol.1 hat das junge Minguet Quartett die eigene Messlatte schon sehr hoch gehängt.
    Mit dieser neuen Vol.2 hat das Quartett seinen hohen Anspruch bestätigt. Entsprechend dem jugendlich frischen Foto auf der Booklet-Rückseite packen die zwei Damen und zwei Herren kräftig und temperamentvoll zu. Da wird keine Chance ausgelassen zu zeigen, was für ein Feuerkopf und Melancholiker Mendelssohn war, was für ein frühreifer 12-Jähriger und was für ein wandlungsfähiger Kammermusikkomponist. Wer das nicht glaubt, beginne mal mit dem 2.Satz (Canzonetta. Allegro) des op.12. Da hört man gleich, wohin es abgeht! - Schön, dass die Vier Stücke op.81 in diese Quartett-Edition mit aufgenommen wurden. Eine sehr gelungene Aufnahmetechnik und ein sehr lesenswertes Booklet tragen zu dem erneut sehr erfreulichen Gesamteindruck bei. Eine (bislang) sehr verdienstvolle Edition. Weiter so!
    Meine Produktempfehlungen
    • Streichquartette Vol.1 Streichquartette Vol.1 (CD)
    Music for the Theatre "The Mad Lover or Acis and Galatea" Music for the Theatre "The Mad Lover or Acis and Galatea" (CD)
    28.05.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Shakespeare lässt grüßen!

    Das gab es wohl zu Shakespeares Zeiten erstmalig: Theatermusik, Lieder und Instrumentalsätze als Einschübe in die Handlungsphasen. Diese neue cpo-CD vermittelt mit Kompositionen zweier Meister der Jahrhundertwende zum 17.Jahrhundert einen Eindruck von dieser Tradition. Die einzelnen ein- bis dreiminütigen Stücke klingen zwar nicht mehr nach Shakespeare, trotzdem fühlt man sich der Zeit verbunden. Gottfried Finger liefert in jeweils zwölf Sätzen Musik zu "Love at a Loss" 8und "Alexander the Great" ab. Davon zusammen sieben Lieder. Der Rest sind Consort-Stücke. Und John Eccles 15 Stücke zu "The Mad Lover or Acis and Galatea". Letztere sind sicherlich die bedeutenderen, zumal auch der Stoff späterhin erneut vertont und von Händel zur ganzen Oper erweitert wurde. Das ist alles interessant zu hören und vermitteln schöne Höreinblicke in englische Theatermusik. Die Interpreten (als Instrumentalisten mir bislang unbekannt) machen ihre Sache prima, insbesondere Sopranistin Vermeulen. Das Booklet enthält informative Text und alle zweisprachigen Liedertexte. Auch die Technik ist o.k.! Was will man mehr?!
    Symphonien Nr.2 op.52 & Nr.3 op.53 Symphonien Nr.2 op.52 & Nr.3 op.53 (CD)
    11.05.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Keine Überraschung erleben

    In der Produkt-Info wird die neue Sinfonien-CD von Nowowiejski als Produkt "herausragender polnischer Spätromantik" gepriesen. Auch sein Oratorium "Quo Vadis" auf cpo vermittelt den Eindruck.
    Die Sinfonien sprechen jedoch eine ganz andere Sprache. Da ist von Spätromantik so gut wie nichts mehr zu hören.
    Die Musik klingt herb, neoklassizistisch, zeitweise gebrochen und keinesfalls spätromantisch gefällig.
    Man muss sich in die Klänge als Hörer richtig "reinarbeiten".
    Das sei nur allen Käufern angemahnt, die meinen, schwelgende Spätromantik einzukaufen.
    Ansonsten ist die CD wunderschön aufgemacht und bestens kommentiert.
    Violakonzerte Nr.1-3 (F-Dur, Es-Dur, Es-Dur) Violakonzerte Nr.1-3 (F-Dur, Es-Dur, Es-Dur) (CD)
    28.04.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Gelungene Wertschätzung.

    Bratscher haben es schwer. Neben mangelnder Solo-Literatur macht man über sie auch noch Witze - ähnlich den Ostfriesen.
    Beispiel: "Wie kann man im Orchestergraben viel Strom sparen? Indem man an den Bratscherpulten Bewegungsmelder anbringt!" Ha, ha! - Schön, dass die (meisten) Bratscher auch über sich (und solche Witze) lachen können, weil sie wissen, dass die Wirklichkeit eine ganz andere ist. Reden wir auch nicht mehr von der Bratsche, sondern der Viola und da haben wir in den letzten Jahren nicht nur einen Zuwachs an Solo-Literatur zu verzeichnen, sondern auch an ausgezeichneten Solisten, die die Viola aus ihrer Stimmfüll-Ecke herausholen. Zum ihnen gehört ganz sicher Jean-Eric Soucy, der nicht nur sein Instrument meisterlich beherrscht, sondern im gelungenen Booklet ausführlich von seiner Recherche in Sachen Benda und den drei Violakonzerten berichtet, was sich ja reichlich kompliziert abgespielt haben muss. Immerhin hat sich die Mühe gelohnt und das Ergebnis ist auf dieser neuen cpo-CD zu hören. Ganz zur Freude aller Viola-Freunde. Denn die Stücke lohnen die Entdeckung und stehen als Böhmische Vorklassik den Werken der Mannheimer Schule in nichts nach. Das SWR-SO begleitet unter Dirigent Labadie delikat und sensibel. Da das ganze musikalische Geschehen auch noch transparent und füllig (insbesondere die Viola!) aufgenommen wurde, steht einer uneingeschränkten Empfehlung nichts mehr im Wege!
    Cellokonzert Cellokonzert (CD)
    28.04.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Kraftvolle Stimmen aus dem britischen Exil

    Das sind schon zwei tolle Stücke, die keinen verschrecken müssen, der fürchtet, hier kämen Neutöner daher. Sowohl Reizenstein als auch Goldschmidt sind ganz der Tonalität verspflichtet, finden jedoch auch zu ungewöhnlichen und zuweilen schroffen Klängen und Rhythmen. Gleich das einleitende Allegro zu Reizensteins Konzert ist eine kraftvolle, groß besetzte Orchestereinleitung, bevor Wallfisch seinen Solopart beginnen kann. In ihrer expressionistischen Klangsprache ähneln sich beide Konzerte sehr und gemahnen aus dem britischen Exil sehr an die Kompositionen eines Vaughan Williams oder Walton. "Very British" möchte man sagen und darf das ohne Einschränkungen als Kompliment verstehen. Komplimente kann man auch den Akteuren zollen, die rundum sehr gute Arbeit machen. Cellist Wallfisch ist ein in Raritäten-Sachen erfahrener Solist und das renommierte Berliner Konzerthausorchester entfaltet unter seinem Dirigenten Nicholas Milton die ganze Palette dieser ungewöhnlichen Klangfarbenvielfalt.
    Die Technik ist prima und das cpo-Booklet informiert auf gewohnt hohem Niveau. Sehr zu empfehlen!
    Ein Kommentar
    Anonym
    01.05.2018
    Ich kann Ihre Rezension vollends unterstreichen!
    Auch bei der zweiten CD dieser Reihe sind die Interpretation und Aufnahme herausragend.
    Ein sehr wichtiges und bewegendes Projekt.
    Herzlichen Dank an Raphael Wallfisch, das Konzerthausorchester Berlin und Nicholas Milton.
    Ich freue mich schon auf die nächste CD der Reihe.
    Ein unbedingte Kaufempfehlung!
    Klaviertrios P.IX: Nr.41,44,45 "Schottische Trios" Klaviertrios P.IX: Nr.41,44,45 "Schottische Trios" (CD)
    27.04.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Galante Juwelen

    Das ausgehende 18.Jahrhundert hat ja viel "galante" Musik hervorgebracht. Neben Mozart und Haydn war besonders Kozeluch ein heute leider vernachlässigter Produzent dieses Genre, das so ganz auf höfische Unterhaltung im kammermusikalischen Bereich aus war. Das Trio 1790 legt nun schon seine zweite Kozeluch-CD vor. Ihr Name ist dem Trio Programm und so widmen sich die beiden Damen und ihr männlicher Kollege ganz kompetent und vertraut diesen drei "Schottischen" Trios, schottisch deshalb, weil Kozeluch schottische Volkmelodien verwendet, die man aber wohl nur dann identifizieren kann, wenn man sie schon kannte. Und wer tut das schon!? Egal. Das ist schöne Kammermusik mit einem perlenden Hammerklavierpart und kompetenten Streichersolistinnen. Schöne Kompositionen, schön gespielt, aufgenommen und in allen Teilen schön präsentiert.
    Kozeluch-Seele, was willst du mehr!?
    Meine Produktempfehlungen
    • Klaviertrios P.IX: Nr.14,15,18 Klaviertrios P.IX: Nr.14,15,18 (CD)
    Symphonie Nr.4 op.51 "Alla Turca" Symphonie Nr.4 op.51 "Alla Turca" (CD)
    27.04.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Wenig "Turca" und doch ein "Knüller"

    Die Idee von "Alla-Turca-Musik" ist toll, aber nicht neu. Den Zeitgenossen des 18./19. Jahrhunderts fiel bei orientalischem Klangkolorit wohl nur "Turca", also Türkei ein. Dem Zauber östlicher Klangfarben und Rhythmen erlagen sie allemal. Dabei ist in der großartigen Romberg-Sinfonie von Turca gar nicht so viel zu hören. Das gilt auch für den Mozart und Haydn. Bis auf einige Schlagzeug-Besonderheiten mit rhythmischen Akzentuierungen muss man schon recht viel "Turca-Fantasie" aufbringen.
    Was diese CD zum Knüller macht, sind eben nicht die Turca-Effekte, sondern die Interpretationen durch den jungen Griffiths und sein Baseler Orchester. Rombergs Sinfonie ist ja schon gut und doch machen die Akteure sie noch besser: Da wird gefetzt und rhythmisch geschärft, akkurat akzentuiert und versonnen nachgedacht. Viel gelernt durch die HiP! So ist der Romberg eine echte Entdeckung und man darf sich auf weitere Romberg-Sinfonien freuen. Auch das vielgespielte 5.Violinkonzert von Mozart erklingt in neuen delikaten Farben und einer durchdachten Interpretation. Solistin Julia Schröder spielt prima und Haydns Ouvertüre ist eine schöne Raritäten-Beigabe.
    Wie gesagt: Wenig "Turca" und viel große Interpretation. Ein Knüller - auch das Booklet und die Technik! Prima!
    Klavierkonzert Des-Dur Klavierkonzert Des-Dur (CD)
    27.04.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Großes "zahnloses" Sparprogramm

    Also nun mal ehrlich, liebe Leute von cpo: Was habt ihr euch bei einer CD von knapp 55 Minuten Laufzeit nur gedacht? Da hätten noch gut und gerne 25 Minuten mehr Khachaturian drauf gepasst. Auch sonst enttäuscht mich diese neue cpo-CD etwas, wobei ich zugebe, vielleicht durch die ärgerliche Spielzeit "negativ manipuliert" worden zu sein. Das gut halbstündige Klavierkonzert hat von der Komposition her schon nicht die Rasanz des Violinkonzerts. Vielleicht liegt dieser Eindruck aber auch an der reichlich zahmen und zahnlosen Interpretation. Da kann ich mir insbesondere im Orchester viele Passagen rasanter, knackiger und temperamentvoller vorstellen. Khachaturian hat kompositorisch ja für reichlich Stoff gesorgt. Schade, wenn der nicht genutzt wird. Mag auch sein, dass dieser Eindruck auch an der Aufnahmetechnik liegt. Für meinen Geschmack ist der Orchesterklang zu matt und nicht präsent genug. Am Klavierspiel von Simonian gibt es nichts zu meckern. In der folgenden Klavier-Rhapsodie sind diese Höreindrücke nicht ganz so ohrenfällig.
    Da tröstet immerhin ein hervorragendes Booklet und die Erwartung auf eine gelingende Fortsetzung der Reihe mit weiteren Konzerten des Aram Khachaturian.
    Johannes-Passion Johannes-Passion (CD)
    12.04.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Viel Passion im Angebot (drei Passionsmusiken im gemeinsamen Kommentar)

    Nicht alles, was zur Passion aufs Notenpapier geschrieben wurde, lohnt gleich eine Produktion auf CD.
    Im ohnehin mit Passionsmusiken reichlich bestückte cpo-Katalog sollte man sich hüten, Masse vor Klasse rangieren zu lassen.
    Noch ist es nicht soweit. Aber wenn in zwei Monaten allein vier(!!) Passionsmusiken veröffentlicht wurden - davon in diesem Monat allein drei, die hier kommentiert werden sollen -, dann muss man nach der Berechtigung fragen dürfen. Nicht immer genügt die Entdeckerfreude oder die Freude an einer Ersteinspielung. In den neu vorliegenden drei Produktionen verhalten sich die Dinge unterschiedlich: Bei der Johannes-Passion von Händel handelt es sich gar um ein Werk, dessen Händel-Autorenschaft in Frage gestellt wird. Trotzdem ist es ein kompaktes, mit manchen dramatischen Szenen durchsetztes Stück, das eine Aufführung wert ist. Ob man es denn Bachs Opus Magnum vorziehen würde? Neugierige vielleicht, die sich auch an den hervorragenden Interpreten und einer zügigen Interpretation erfreuen wollen. Anders wieder Wolfs Passionsoratorium, das ganz auf Dichtungen, nicht auf biblischen Texten beruht, aber auch eine Besonderheit hat: Wolf hat die Partitur nie zu Lebzeiten veröffentlicht und vielleicht rechtfertigt diese Pioniertat eine Veröffentlichung, die den bei cpo bestens bekannten Interpreten auch wohl gelungen ist. Wer es noch knapper mag, ist mit der zweiten Folge der Graupner-Passionskantaten gut bedient. Aber auch hier gilt: An Bachs Kantatenkunst darf man - bei aller Würdigung Graupners - diese drei etwa 20-minütigen Stücke nicht messen, auch wenn die Musikanten rund um Florian Heyerick wirklich alles herausholen, was in dieser Musik stecken mag.
    Die Präsentation aller drei CDs ist prima, lesenswerte Booklets und aktuelle Aufnahmetechnik. Mit diesen neuen CDs kann man - neben Bach - eine Passionsmusiken-Sammlung beginnen oder auffüllen.
    Aber wie gesagt: In Kenntnis vieler Passionsmusiken gehe ich zu meinem CD-Regal und greife mir - eine Bach-Passion! Da geht eben nichts drüber!
    Meine Produktempfehlungen
    • Passions-Kantaten Vol.2 Passions-Kantaten Vol.2 (CD)
    • Passions-Oratorium "Jesu, deine Passion will ich jetzt bedenken" Passions-Oratorium "Jesu, deine Passion will ich jetzt bedenken" (CD)
    Passions-Oratorium "Jesu, deine Passion will ich jetzt bedenken" Passions-Oratorium "Jesu, deine Passion will ich jetzt bedenken" (CD)
    12.04.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Viel Passion im Angebot (drei Passionsmusiken im gemeinsamen Kommentar)

    Nicht alles, was zur Passion aufs Notenpapier geschrieben wurde, lohnt gleich eine Produktion auf CD.
    Im ohnehin mit Passionsmusiken reichlich bestückte cpo-Katalog sollte man sich hüten, Masse vor Klasse rangieren zu lassen.
    Noch ist es nicht soweit. Aber wenn in zwei Monaten allein vier(!!) Passionsmusiken veröffentlicht wurden - davon in diesem Monat allein drei, die hier kommentiert werden sollen -, dann muss man nach der Berechtigung fragen dürfen. Nicht immer genügt die Entdeckerfreude oder die Freude an einer Ersteinspielung. In den neu vorliegenden drei Produktionen verhalten sich die Dinge unterschiedlich: Bei der Johannes-Passion von Händel handelt es sich gar um ein Werk, dessen Händel-Autorenschaft in Frage gestellt wird. Trotzdem ist es ein kompaktes, mit manchen dramatischen Szenen durchsetztes Stück, das eine Aufführung wert ist. Ob man es denn Bachs Opus Magnum vorziehen würde? Neugierige vielleicht, die sich auch an den hervorragenden Interpreten und einer zügigen Interpretation erfreuen wollen. Anders wieder Wolfs Passionsoratorium, das ganz auf Dichtungen, nicht auf biblischen Texten beruht, aber auch eine Besonderheit hat: Wolf hat die Partitur nie zu Lebzeiten veröffentlicht und vielleicht rechtfertigt diese Pioniertat eine Veröffentlichung, die den bei cpo bestens bekannten Interpreten auch wohl gelungen ist. Wer es noch knapper mag, ist mit der zweiten Folge der Graupner-Passionskantaten gut bedient. Aber auch hier gilt: An Bachs Kantatenkunst darf man - bei aller Würdigung Graupners - diese drei etwa 20-minütigen Stücke nicht messen, auch wenn die Musikanten rund um Florian Heyerick wirklich alles herausholen, was in dieser Musik stecken mag.
    Die Präsentation aller drei CDs ist prima, lesenswerte Booklets und aktuelle Aufnahmetechnik. Mit diesen neuen CDs kann man - neben Bach - eine Passionsmusiken-Sammlung beginnen oder auffüllen.
    Aber wie gesagt: In Kenntnis vieler Passionsmusiken gehe ich zu meinem CD-Regal und greife mir - eine Bach-Passion! Da geht eben nichts drüber!
    Meine Produktempfehlungen
    • Johannes-Passion Johannes-Passion (CD)
    • Passions-Kantaten Vol.2 Passions-Kantaten Vol.2 (CD)
    Passions-Kantaten Vol.2 Passions-Kantaten Vol.2 (CD)
    12.04.2018
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Viel Passionsmusik (drei Passionsmusiken im gemeinsamen Kommentar)

    Nicht alles, was zur Passion aufs Notenpapier geschrieben wurde, lohnt gleich eine Produktion auf CD.
    Im ohnehin mit Passionsmusiken reichlich bestückte cpo-Katalog sollte man sich hüten, Masse vor Klasse rangieren zu lassen.
    Noch ist es nicht soweit. Aber wenn in zwei Monaten allein vier(!!) Passionsmusiken veröffentlicht wurden - davon in diesem Monat allein drei, die hier kommentiert werden sollen -, dann muss man nach der Berechtigung fragen dürfen. Nicht immer genügt die Entdeckerfreude oder die Freude an einer Ersteinspielung. In den neu vorliegenden drei Produktionen verhalten sich die Dinge unterschiedlich: Bei der Johannes-Passion von Händel handelt es sich gar um ein Werk, dessen Händel-Autorenschaft in Frage gestellt wird. Trotzdem ist es ein kompaktes, mit manchen dramatischen Szenen durchsetztes Stück, das eine Aufführung wert ist. Ob man es denn Bachs Opus Magnum vorziehen würde? Neugierige vielleicht, die sich auch an den hervorragenden Interpreten und einer zügigen Interpretation erfreuen wollen. Anders wieder Wolfs Passionsoratorium, das ganz auf Dichtungen, nicht auf biblischen Texten beruht, aber auch eine Besonderheit hat: Wolf hat die Partitur nie zu Lebzeiten veröffentlicht und vielleicht rechtfertigt diese Pioniertat eine Veröffentlichung, die den bei cpo bestens bekannten Interpreten auch wohl gelungen ist. Wer es noch knapper mag, ist mit der zweiten Folge der Graupner-Passionskantaten gut bedient. Aber auch hier gilt: An Bachs Kantatenkunst darf man - bei aller Würdigung Graupners - diese drei etwa 20-minütigen Stücke nicht messen, auch wenn die Musikanten rund um Florian Heyerick wirklich alles herausholen, was in dieser Musik stecken mag.
    Die Präsentation aller drei CDs ist prima, lesenswerte Booklets und aktuelle Aufnahmetechnik. Mit diesen neuen CDs kann man - neben Bach - eine Passionsmusiken-Sammlung beginnen oder auffüllen.
    Aber wie gesagt: In Kenntnis vieler Passionsmusiken gehe ich zu meinem CD-Regal und greife mir - eine Bach-Passion! Da geht eben nichts drüber!
    Meine Produktempfehlungen
    • Johannes-Passion Johannes-Passion (CD)
    • Passions-Oratorium "Jesu, deine Passion will ich jetzt bedenken" Passions-Oratorium "Jesu, deine Passion will ich jetzt bedenken" (CD)
    Konzert d-moll für Violine,Klavier,Orchester Konzert d-moll für Violine,Klavier,Orchester (CD)
    07.04.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Geniestreich von allen Beteiligten

    Diese beiden Konzerte sind nicht nur ein Geniestreich des früh vollendeten Komponisten, sondern auch ein Geniestreich der Interpreten. Denn da geht ordentlich die Post ab, wird mit Temperament, großer Virtuosität, Gefühl und Emphase musikziert. Zu den Interpreten muss man ja kaum noch etwas sagen: Lena Neudauer ist ein echter Jungstar und Kirschnereit ein Pianist, dem das Werk Mendelssohn höchst vertraut ist (Einspielung der Klavierkonzerte !!). Dirigent Timo Handschuh hat das renommierte Kammerorchester aus Pforzheim echt in Schuss gebracht. Es wird knackig und sensibel musiziert. So ergänzen sich die Spielweisen von Solisten und Orchester aufs Schönste und es ist ein Einspielung entstanden, die in allen Teilen hohe Anerkennung verdient. Sehr schön!
    Mandolino e Violino in Italia Mandolino e Violino in Italia (CD)
    06.04.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Man muss sie mögen...

    ...die Mandoline. Ihr Klang ist nicht jedermanns Sache. Doch spätesten seit dem ratslosen Werben Avi Avitals um die Anerkennung seiner Mandoline als Soloinstrument beginnt allmählich eine Renaissance. Wohl gemerkt: allmählich! Bei mir ist sie noch nicht recht angekommen. Zu sehr ist die zu Barockzeiten populäre Mandoline noch in meiner Volksmusikschublade.
    Die neue cpo-CD kann da helfen und manche (auch meine) Vorurteile abbauen helfen. Das Programm erleichtert den Zugang zudem mit 5 Stücken, in denen die Mandoline immer im Ensemble agiert und so als vollwertiges Ensemblemitglied auftritt. Da entstehen doch neue und reizvolle Klangkombinationen, die durchaus für sich einnehmen. Das gilt besonders für schöne Interpretationen mit einer tollen "Mandolinistin". Für Spezialisten und Neugierige eine echte Empfehlung!
    551 bis 575 von 974 Rezensionen
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