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    meiernberg Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 30. August 2010
    "Hilfreich"-Bewertungen: 14552
    974 Rezensionen
    Missa C-Dur Missa C-Dur (CD)
    13.12.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Unaufgeregt und nicht aufregend

    Das ist solides Kompositionshandwerk aus der ersten Hälfte des 18.Jahrhunderts. Mehr wohl nicht! Sicher ist es ein Verdienst, den "Teildresdner" Ristori ausgegraben zu haben. Doch die drei eingespielten Werke klingen - übertrieben gesagt - alle gleich. Alles nicht aufregende Musik, die seinerzeit sicherlich ihren Zweck erfüllte. Doch heute? Das verwöhnte Ohr sucht heute wohl mehr nach dem Besonderen, dem "Unerhörten". Und davon ist leider kaum was zu vermelden. Dabei widmen sich die exzellenten Interpreten aus Sachsen intensiv den Kompositionen. In aller Ruhe und völlig unaufgeregt gehen sie die Gesänge an. Solisten, Chor und Orchester - alle steuert Dirigent Mattias Jung sicher durch die Partitur und die gibt eben nicht mehr her als drinsteht. Dafür liefert cpo erneut ein vorbildliches Booklet. Auch die Aufnahmetechnik stimmt. So wird diese CD sicherlich ihre Freunde finden.
    Ein Kommentar
    Anonym
    08.01.2019

    ristori messe...

    Ist dem "Top-Rezesenten" eigentlich klar,dass er hier über Barockmusik urteilt.Es gibt ,da natürlich auch diverse Stile,ansprechende und harmonische,als auch weniger gefällige Werke,aber muss man für dieses Genre unbedingt die Begriffe-aufgeregt u.unerhört gebrauchen.Wer Musik aus dieser Epoche,von der nicht gerade ein üppiges Hörangebot besteht.hören möchte,hat bestimmt auch Freude,wenn er " Mittelmässiges" konsumieren kann.Es zeigt die Krankheit unserer Zeit,wenn alles nur noch extravagant und exaltiert sein muss um noch Gefallen zu finden.Dazu hift die Bewertung auch wenig zur Meinungsbildung,verwirrt eher und würdigt auch zu wenig CPO für das Angebot.
    Cellokonzert op. 78 Cellokonzert op. 78 (CD)
    12.12.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Kurzweiliges und Bemerkenswertes

    Gleich zu Anfang fällt auf, dass zwar die drei Solokonzerte Graeners alle auf einer CD versammelt sind, trotzdem die Gesamtspieldauer der CD mal gerade 56 Minuten misst. Wie das? Klare Antwort: Das Cello- und das Flötenkonzert sind "Konzertchen", quasi Concertinos, zwar dreisätzig, aber mit jeweils 15 Minuten Stücke knappster musikalischer Aussage.
    Schwergewicht ist deshalb das 25-minütige Violinkonzert, das in bester romantischer Tradition großorchestral ausholend und kantabel beginnt. Ohnehin ist das Violinkonzert wohl das "romantischste" der Konzerte. Die geraffte Form der anderen beiden lässt doch die eine oder andere musikalische Aussage etwas spröde und "unbearbeitet" stehen. Andererseits lässt der zauberhafte Beginn des Flötenkonzerts wieder aufhorchen, das - wie übrigens alle drei Konzerte - eine dankbare Aufgabe für den Solisten darstellt. Diese Aufgaben bewältigen die drei Solisten, die Dirigent Ulf Schirmer um sich geschart hat, grandios. Die Münchener Rundfunksinfoniker lassen keine Wünsche offen, ebenso wie der Info-Gehalt des Booklets und die Qualität der Aufnahmetechnik. Fazit: Eine tolle CD für Leute, die das Kurzweilige, Abwechslungsreiche und Bemerkenswerte suchen.
    Klavierwerke Klavierwerke (CD)
    12.12.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Der richtige Mann für die richtige Musik

    Cesar Franck! Da horchen die Freunde französisch- (besser: auch belgisch-) romantischer Musik auf. Dabei ist dem "normalen" Musikfreund gerade mal seine grandiose Sinfonie bekannt. Das ändert cpo nun mit dieser CD und hat dazu seinen"Hauspianisten" Michael Korstick mit einem gelungenen Franck-Klavierprogramm aktiviert. Mir sagt am meisten "Prelude, Choral et Fugue" zu, jenes Spätwerk, das zu Francks Meisterwerken gehört und auch in einer Orgel- oder Orchesterfassung zu hören ist. Korstick spielt den ganzen Reiz dieser hochromantischen Musik aus. Und doch: Wer mal den ganzen Farbenreichtum dieser Komposition erleben möchte, greife zur Orchesterversion. Unvergleichlich! Trotzdem lohnen auch die anderen Stücke. Die Violinsonate "ohne Violine" (das Original blieb mir bislang unbekannt) und das zu Unrecht ins Hintertreffen geratene "Prelude, Aria et Final" - aus allen Stücken macht Korstick glitzernd-rauschende Paradestücke für einen Pianisten "mit Gefühl und Technik".
    Da ist er genau der richtige Mann für die richtige Musik! Booklet und Technik sind tadellos. Schön!
    Oratorium zur Einweihung der neuen St. Michaelis-Kirche 1762 Oratorium zur Einweihung der neuen St. Michaelis-Kirche 1762 (CD)
    11.12.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Ähnlich großartig wie...

    ...Willens Einspielung der Telemann-Weihnachtsoratorien aus den Vormonaten. Wieder gelingt es dem Dirigenten mit seinem Kölner Ensemble, das umfangreiche Werk mit viel Leben zu erfüllen. Dabei ist das bei 28 (!!) Einzelnummern und über 70 Minuten Spielzeit gar nicht so einfach. Telemann kommt Willens aber auch entgegen: Mit großer kompositorischer Kunst überbrückt er manche - unzweifelhaft vorhandene - Längen und lässt eine Festmusik erklingen, die dem "Michel" mit Pauken und Trompeten alle Ehre macht. Besondere "Schmackerln" sind wieder die Chöre und Choräle. In der Umsetzung textgerechter Choralinterpretationen ist Willens wieder einmal ein Meister. Auch sonst sind alle Interpreten bestens disponiert. Ein großartiges, groß angelegtes und umfangreiches Werk. Wer den Hamburger Michel kennt, findet das sehr angemessen. Eine tolle Tat der Rheinländer für die Hanseaten im Norden und alle Telemannfreunde.
    Meine Produktempfehlungen
    • Weihnachtsoratorien Weihnachtsoratorien (CD)
    Flötenkonzerte Nr.1 G-Dur op.6; Nr.3 D-Dur op.10; Nr.10 G-Dur op.30 Flötenkonzerte Nr.1 G-Dur op.6; Nr.3 D-Dur op.10; Nr.10 G-Dur op.30 (CD)
    21.11.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Echte Flöten-und Musikautorität

    Das gilt für den Komponisten und die Interpreten gleichermaßen. Der Produktinfo kann man entnehmen, dass der August Eberhard Müller zu seiner Zeit eine echte Kapazität und Autorität in Sache Musik war, von vielen Seiten geschätzt und geachtet. Eine echte Flöten-Autorität ist auch die Solistin Tatjana Ruhland, mittlerweile preisgekrönte Interpretin bei cpo. Kein Problem für diese Virtuosin, Müllers Lieblingsinstrument ins rechte musikalische Licht zu rücken. Kräftig unterstützt sie dabei das Südwestdeutsche Kammerorchester unter seinem Dirigenten Timo Handschuh. Natürlich kommt einem beim Hören der drei Konzerte auf den Namen Mozart in den Sinn, der allerorten zu winken scheint. Und doch darf man diese Flöten-Perlen auch als eigenständigen Beitrag zum Repertoire betrachten. Das sollte auch deshalb gelingen, weil der Klang echt gut ist und das Booklet bestens über Werk und Interpreten informiert. Eine schöne Ergänzung für Flöten- und Mozart-Freunde.
    Klavierkonzert D-Dur Klavierkonzert D-Dur (CD)
    21.11.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Voller Spielfreude

    Diese Boieldieu-CD macht Spaß. Da fegen sechs stimmungsvolle und spielfreudige Ouvertüren an den Ohren der Hörer vorbei, das es einen fast umhaut. Das liegt gar nicht mal so sehr an Boieldieus mozartähnlichen Kompositionen, sondern vielmehr an den Interpreten. Dirigent Howard Griffiths lässt es richtig krachen, treibt Schwung und Rasanz nicht übertrieben auf die Spitze und sein Orchester folgt ihm dabei bereitwillig. Das ist einfach Klasse! Nach dem Hören der ersten Ouvertüre ist man einfach gespannt auf die nächste und wundert sich ein übers andere Mal über Boieldieus melodischen Erfindungsreichtum. Den findet man auch ich dem beigegebenen zweisätzigen Klavierkonzert. Da zeigt sich, dass der Komponist eben nicht nur "Operas comiques" kann, sondern auch Konzert. Boieldieu bleibt seinem Stil treu, arbeitet aber im Konzert musikalisch und formal konzentrierter. Solistin Natasa Veljkovic wird den Ansprüchen aufs Schönste gerecht und liefert eine untadelige Vorstellung ab. An der Qualität von Klang und Booklet gibt es nichts zu meckern. Alles gut und eine runde Empfehlung für den neugierigen Musikfreund
    Sämtliche Streichquartette Sämtliche Streichquartette (CD)
    21.11.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    In klassisch-romantischer Meisterschaft

    Den Carl Reinecke unterschätzt man ja zuweilen. Man weiß nicht so recht, wo man ihn verorten soll: bei Schumann, bei Brahms?
    Egal - in jedem Fall lohnt sich die Bekanntschaft mit seinen Werken, die von großer Meisterschaft und Erfindungsgabe zeugen. Das gilt auch für die Interpreten der hier vorliegenden kompletten fünf Streichquartette auf zwei neuen cpo-CDs. Mit ebenso großer Meisterschaft stürzen sich die vier Interpreten des Reinhold-Quartetts in die Gefühls- und Seelenwelt des Carl Reinecke und lassen so keine Wünsche offen. Die Aufnahmetechnik hätte vielleicht etwas mehr Präsenz und weniger Hall vertragen, ist im Ganzen jedoch noch gut. Auch die Präsentation entspricht dem hohen cpo-Niveau. Wer z.B. Schumanns Quartette mag, wird auch an dieser Doppel-CD seine Freude haben.
    Renaissance im Norden - Musik an den Höfen der Weserrenaissance Renaissance im Norden - Musik an den Höfen der Weserrenaissance (CD)
    20.11.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Eindrucksvolles Jubiläumspaket

    Herzlichen Glückwunsch Weser-Renaissance. 25 Jahre im Dienst der Alten Musik und immer treu bei cpo geblieben, der Hausmarke der Bremer Truppe. Das ist schon toll! Noch toller aber ist das musikalische Ergebnis, von dem man sich nun anhand dieser preiswerten 4er-Box überzeugen kann. Die Aufnahmen stammen aus den Jahren 2010/11 und sind allesamt typisch für das Ensemble: schlanker Klang, solistisch geführte Solo- und Chorstimmen und dazu Instrumentalisten, die Meister ihres Faches sind. Spiritus rector des ganzen Unternehmens ist Manfred Cordes, dem wir nun schon eine große Repertoire-Palette bei cpo verdanken. Höhepunkte dieser 4er-Sammlung sind sicherlich die Ostermesse von Praetorius und die Instrumental-CD von Brade und Simpson. Die vier CDs sind alle mit hervorragenden, originalen Booklets ausgestattet, wobei erwähnt werden muss, dass alle vier CDs im Original-Case in einem Papp-Schuber geliefert werden. Eine lohnende Anschaffung.
    Psalmen Psalmen (CD)
    20.11.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Regional gelungener Lobpreis

    Sicherlich war es die Werkauswahl des Karlsruher Konzerts, die cpo veranlasste, zusammen mit dem SWR diese CD zu produzieren. Immerhin sind der Fesca und der Danzi ja fest im cpo-Repertoire vertreten. Aber es war wohl auch die Verlockung, die Psalm-Vertonungen beider Komponisten anlässlich eines denkwürdigen Konzerts zu dokumentieren. Das ist cpo auch hervorragend gelungen, obwohl man natürlich fragen darf, ob es die Kompositionen wirklich lohnten. Die je zwei Psalm-Vertonungen (eine davon als Kantate bezeichnet) sind wohl eine Entdeckung wert, doch m. E. nicht mehr: An mir ist die Musik schlicht "vorbeigegangen". Sie hat mich zwar interessiert, aber eben nicht gepackt, berührt. Daran sind nicht die Interpreten schuld, die allesamt ihr Bestes geben. Solisten, Chor und Orchester können sich nämlich wirklich hören lassen. Und Dirigent Bernhard Gärtner hat alles sicher im Griff. Am Spannendsten ist die beigegebene Danzi-Ouvertüre in ihrem dunkel-tönenden Klanggewand. Der Klang ist der Kirchen-live-Aufnahme angemessen und das Booklet echt ausführlich, besonders was die Künstler-Porträts betrifft. Ob das Rückenfoto nun wirklich "During the concert" - also bei dieser Konzert-Aufnahme - gemacht wurde? Irgend etwas stimmt da nämlich nicht...!? Im Ganzen ist dies wohl doch nur eine CD, die ein Festprogramm zu einem Festanlass festhält - mehr eher nicht!
    Madrigali de cinque voci Libro sesto (Venedig 1613) Madrigali de cinque voci Libro sesto (Venedig 1613) (CD)
    26.10.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Neues von den "Unermüdlichen"

    Weser-Renaissance ist auf unbekannten musikalischen Pfaden im Auftrag von cpo unermüdlich unterwegs und gräbt eins übers andere vergessene Schätze der Renaissance und des Frühbarock aus. Ob das immer Schätze sind, muss der Hörer entscheiden. In jedem Falle darf man bei Manfred Cordes von stilsicheren und kompetenten Interpretationen ausgehen. So auch auf dieser neuen "Weser-CD". Da werden 13 Motetten des Giovanni de Macque 6 Orgelstücken des Komponisten gegenübergestellt, was das Programm bereichert und abwechslungsreicher gestaltet. Denn man muss ja schon zugeben: In der Fülle der Kompositionen und Komponisten der Renaissance klingen doch viele - gerade die Vokalwerke - recht ähnlich. Die fünf Sängerinnen und Sänger lassen sich - sofern sie nicht A-Capella singen - nur von einer Harfe (!!) begleiten. Wieder besticht die Intonationssicherheit des Ensembles. Die Stiftskirche Bassum war mit ihrem leichten Nachhall der rechte Aufnahmeort. Eine tolle neue CD für Cordes- und Renaissancefreunde.
    Sämtliche geistliche Werke Vol.4 Sämtliche geistliche Werke Vol.4 (CD)
    26.10.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Fortsetzung folgt stil- und werkgetreu

    Man muss es Gregor Meyer und seinen musikalischen Mitstreitern lassen: Sie bleiben ihrem Interpretationskonzept treu, mit dem ich mich (vgl. Folgen 1-3) nicht so recht anfreunden konnte. Ich gebe zu, dass das "mein Geschmack" ist und keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit hat. Ich bin - und bleibe wohl - ein Freund des üppigeren Chorklangs, weniger der auf Quartettgröße reduzierten Ensembles. Natürlich bringt Meyer so viel Textverständlichkeit und Transparenz in die großartigen Kompositionen Kuhnaus und lässt sie - sofern man sie schon kannte - in einem ganz neuen Klanggewand erscheinen. Ich bewundere da die Stringenz und Konsequenz Meyers, obwohl das Bookletfoto der camerata lipiensis (S.22) ganz was anderes vermuten lässt. Auf dieser Folge besticht zudem die abwechslungsreiche Werkauswahl. Deutsch- und lateinisch sprachige Kantaten, eine (wunderbare) Choralkantate, eine kurze zweiteilige Messe und zwei kurze Begräbnisgesänge. Vielfalt ist geboten und das ist schön so. Das Booklet enthält gute Infos und die zweisprachigen Gesangstexte. Eine werkgetreue, stilvoll weitergeführte Edition.
    Meine Produktempfehlungen
    • Sämtliche geistliche Werke Vol.1 Sämtliche geistliche Werke Vol.1 (CD)
    • Sämtliche geistliche Werke Vol.2 Sämtliche geistliche Werke Vol.2 (CD)
    • Sämtliche geistliche Werke Vol.3 (Weihnachtskantaten) Sämtliche geistliche Werke Vol.3 (Weihnachtskantaten) (CD)
    Sonaten für Violine & Klavier Sonaten für Violine & Klavier (CD)
    26.10.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Kunstvolles vom "Etüden-Macher"

    Schon komisch: Noch immer verbindet man mit dem Namen "Czerny" Klavierstunden und Etüden. Gott sei Dank wird das weniger, weil nach und nach klar wird, was der Czerny alles konnte. Und er konnte viel und gut. Eben nicht nur Etüden.
    Diese neue Kammermusik-CD mit Violin-Sonaten Czernys ist ein schönes Beispiel. Mit 16 schrieb er die über 40-minütige Große Sonate und 40 Jahre später die viersätzige Sonata Concertante. Entsprechend unterschiedlich klingen sie. Die erste in unbekümmert jugendlicher Frische und die letzte mit energischem Zugriff des reifen Komponisten. Deutlich hört man den Pianisten Czerny: Die Klavierparts spielen immer eine besondere Rolle. Solist Lessing nimmt beide Stück ernst, wird bestens begleitet und ist ein wahrer Fürsprecher und Förderer Czerny. Er verfasste auch den sehr lesenswerten Booklettext. Eine schöne neue Czerny-CD, bestens zu empfehlen.
    Symphonien Nr.4 & 5 Symphonien Nr.4 & 5 (CD)
    26.10.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Na, prima!

    Sehr schön, dass es mit den Sinfonien des unaussprechlichen Namens "Woyrsch" nun weitergeht. Die Sinfonien Nr.2 und 3 liegen bei cpo ja schon vor. Die Erste ist auf einem anderen Label greifbar und fehlt zusammen mit den noch folgenden Nummern 6 und 7 bei cpo noch. Woyrschs musikalische Sprache ist gleich, im besten Sinne spätromantisch geblieben. Die Aussagen sind jedoch knapper geworden. Die Fünfte bemisst gerade mal knapp über 20 Minuten. Trotzdem ist gerade sie von besonders einprägsamer Art. Dirigent Thomas Dorsch hatte ja schon die Vorgänger-CDs zu verantworten. Nun hat er sich mit der NDR Radiophilharmonie ein Orchester gewählt, das sich mit solchen Raritäten bestens auskennt. Das Engagement aller beteiligten hört man. Als Zugabe gibt es die kurze Gartenszene aus "Faust". Leider ist die Spielzeit der CD mit 60 Minuten bei weitem nicht ausgeschöpft. Warum - wieder einmal - nicht? Booklet und Technik sind bestens. Da freut man sich auf die Sinfonien 6 und 7 und muss - hoffentlich nicht zu lange - warten.
    Meine Produktempfehlungen
    • Symphonie Nr.2 op.60 Symphonie Nr.2 op.60 (CD)
    • Symphonie Nr.3 Symphonie Nr.3 (CD)
    2 Kommentare
    Anonym
    05.11.2018

    Symphonie No. 7?

    Gibt es eine 7. Symphonie? Was ich gelesen habe spricht von der 6., "sakrale" Symphonie als Woyrsch' letztes Werk (op. 77; obwohl der Gartenszene noch später komponier wurde).
    NF Schuck
    23.11.2018

    Symphonie Nr. 7 = "Nr. 0"

    Die Sinfonia sacra ist Woyrschs letzte Symphonie und wurde von ihm als Nr. 6 gezählt. Es existiert allerdings eine Symphonie in b-Moll, die lange vor der offiziellen Ersten entstanden ist, vom Komponisten auch zur Aufführung gebracht, dann jedoch zurückgezogen wurde. Woyrsch hat also sieben Symphonien geschrieben, aber nur sechs davon gelten lassen.
    Die Singphoniker - "Oh, Christmas Tree" (Weihnachtslieder arrangiert von Die Singphoniker) Die Singphoniker - "Oh, Christmas Tree" (Weihnachtslieder arrangiert von Die Singphoniker) (CD)
    26.10.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Noch 'ne Weihnachts-CD?

    Die Produkt-Info beschreibt mit schönen Worten die Intention der Singphoniker für die CD. Das ist auch nötig, weil man sich fragen muss: "Noch 'ne Weihnachts-CD? Ist das nötig?" Nötig sicherlich nicht, aber sie erhöht die Auswahl sichtlich. Denn wer nicht nur traditionelle Weihnachtslieder, nicht nur moderne Arrangements und nicht "nur" Weihnachtslieder auf einer CD sucht, der wird mit dieser neuen cpo-CD fündig: Bach-Sätze reihen sich an moderne Arrangements (z.B. Nr.5 "Kommet, ihr Hirten"). Volkstümliches folgt Klassischem und sogar die Kunstmusik ist dabei: Einfühlsam gestaltend tragen die sechs Sänger die vier Weihnachtsmotetten von Francis Poulenc vor. Sicher, man muss den Klang dieser "Männer-Ensembles a la King-Singers" mögen. Wenn man das tut, ist man hier auf dem richtigen Dampfer. Das Booklet liefert Hintergrund-Infos und alle Texte zweisprachig. Gut so!
    Weihnachtsoratorien Weihnachtsoratorien (CD)
    26.10.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Weihnachtliche "Telemann-Schätzchen" - neu entdeckt und großartig eingespielt

    Wer hätte das gedacht? Das ist ja echte Bach-Konkurrenz! Wer mal von Bachs Schwesterwerk - wenigstens für eine Zeit - genug hat, sollte nicht nur - nein, er muss sich hier bedienen. In der musikalischen Kunst stehen diese vier Oratorien (oder: Kantaten) denen von Bach in Nichts nach. Der entscheidende Unterschied liegt in der Textanlage: Telemann verzichtet auf eine fortlaufende Evangelien-Erzählung, sondern lässt seine Solostimmen allegorisch als Andacht, Freude, Ehrfurcht, Liebe, Glaube u.a. agieren. Dadurch ergeben sich schon textmäßig besondere Stimmungen, die Telemann mit größter Phantasie musikalisch gestaltet. Dinge, die man bei Bach bewundert, kommen auch hier vor, z.B. der Chorruf "Wohin?", den wir aus Bachs Matthäus-Passion kennen. Diesen kompositionstechnischen Kunstgriff (mit textlichen Variationen) kann Telemann auch: Man höre die 2.Arie mit Chor aus dem 1.Oratorium. Aufregend geht es weiter: Der Höhepunkt der ganzen CD ist sicherlich die Chor-Arie Nr.10 aus Teil 1. Da singen die versammelten Allegorien mit "Ruhe" und "Erwachen" ruhig und vehement kraftvoll gegeneinander. Ein musikalisches Meisterwerk! Ohnehin erscheint mir das erste Oratorium das musikalisch aufregendste zu sein. Aufregend ist die ganze Sache auch deshalb, weil Dirigent Willens mit seinen famosen Solisten und der Kölner Akademie sehr temperamentvoll, engagiert, textbezogen und auch sensibel und gefühlvoll musiziert. Man höre sich einmal den schlichten Schlusschoral aus Teil 2 an: Das ist höchste Gestaltungs- und Phrasierungskunst! Das Booklet entspricht dem hohen cpo-Standard. Da auch die Technik stimmt, die Empfehlung: Die CD gehört unter jeden Weihnachtsbaum!
    Die Loreley (Oper in 4 Akten) Die Loreley (Oper in 4 Akten) (CD)
    25.10.2018
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Großes Musiktheater - großartig neu entdeckt!

    Bruchs kompositorisches Schaffen reduziert sich im Bewusstsein des "konventionellen" Hörers auf lediglich ein Werk: sein 1. Violinkonzert. Dann ist auch schon Schluss. Erst in den letzten Jahren besann man sich darauf, dass da ja noch mehr ist. Und so wuchs sein Repertoire auf CD ständig an. cpo trug kräftig dazu bei und liefert nun mit der ersten Aufnahme der romantischen Oper "Die Loreley" einen Knüller. Wem bislang die Loreley-Sage von Liebe und Leid nicht vertraut war und große romantische Musik mag, der sollte schnellstens zugreifen. Schon die kurze 5-minütige Orchester-Einleitung zeigt, wo es lang geht: heftige Emotion, große Gefühle. Nun kann man kritisch vorgehen und die heftigen Gefühlswallungen in Handlung, Text und Musik bekritteln. Auch kann man anführen, bei Bruch habe es eigentlich nie zu großen musikalischen Eingebungen gereicht. Alles Geschmacksache! Wer eine Antenne für großes romantisches Musiktheater hat, wird auch durch formidable Interpreten belohnt. Michaela Kaunes silberner Sopran passt glänzend zu der Titelrolle und auch die Sängermann (-frau-)schaft um sie rum leistet prima Arbeit. Allen voran Dirigent Stefan Blunier, der das opernerfahrene Münchner Rundfunkorchester sicher durch die klippen- und "felsenreiche" Partitur steuert. Mit den Prager Chor agiert zudem ein renommiertes Ensemble.
    Große Klasse ist wieder einmal das 63-seitige Booklet, das keine Wünsche übrig lasst. Auch die Technik hat den Klang dieser Live-Aufnahme bestens eingefangen. Deshalb: Für alle Opernfreunde eine dringende Hörerempfehlung!.
    Orchesterwerke Orchesterwerke (CD)
    12.10.2018
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Muss man haben!

    Wo gibt es das sonst, als auf dieser cpo-CD: die berühmten "Echoes op.1", die etwas spröde Ouvertüre "Hamlet", den reizenden
    "Summerday op.55" und die zarte "Holbergiana op.61". Alles wichtigen Orchesterwerke - neben seinen Sinfonien - des Niels Wilhelm Gade. Und es ist nicht nur die gelungene Zusammenstellung auf der CD, sondern es sind auch exemplarische Interpretationen, die der Altmeister der dänischen Musik Ole Schmidt hier abliefert. Die Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unterstützt ihn dabei bestens. Auch die Aufnahmetechnik ist gelungen, bevorzugt vielleicht (in Opus 1) etwas zu sehr das Blech. Natürlich entsteht auch dadurch eine kraftvolle Darstellung der Werke. Doch neben energischem Zugriff, liefert Schmidt auch zarte Töne. Auch das Booklet ist informativ. Eine wirklich schöne CD.
    Violinkonzert op.141 Violinkonzert op.141 (CD)
    11.10.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    "Sie führt uns an sanfter Hand...

    ...durch heimische Fluren und Thäler". Soweit der Beginn des schon in der Produkt-Info genannten Hanslick-Zitats zur 1. Sinfonie v.1866. Und in der Tat beschreiben Hanslicks Worte trefflich die Musik Reineckes: alles unaufdringliche, unkomplizierte Romantik, ganz der Zeit eines Mendelssohn, Gade und auch noch Schumann verpflichtet, ohne jedoch sie zu imitieren. Dabei wäre es ja kein Wunder. Denn auch der Reinecke war Gewandhaus-Kapellmeister und das ganze 35 Jahre lang. Wer schafft das heute noch!? Seine gut halbstündige Erste liegt mir auch in der Ersteinspielung bei Marco Polo (heute Naxos) mit der Rheinischen Philharmonie unter Walter vor und die Unterschiede sind deutlich: bessere Aufnahmetechnik bei der cpo-Produktion und das bessere Orchester. Bei der Interpretation kann man geteilter Meinung sein: Moesus nimmt die Musik leichter, beschwingter und braucht deutlich weniger Zeit (Ausnahme 1.Satz). Walter interpretiert vom Ende her und rückt den Erstling in die Nähe der Spätwerke. Das Violinkonzert und die Romanze a-moll sind absolute Novitäten, konkurrenzlos gut von Ingolf Turban dem interessierten Publikum vorgestellt. Als Lückenfüller bester Sorte geht die kurze Romanze aus "König Manfred" durch. Eine schöne CD mit einem hervorragend Booklettext von Matthias Wiegandt, der ausführlich über Person und Werk informiert. Sehr zu empfehlen!
    Meine Produktempfehlungen
    • Symphonie Nr.1 A-dur op.79 Symphonie Nr.1 A-dur op.79 (CD)
    Columbus Columbus (CD)
    30.09.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Großes Grazer Heimspiel

    Die Uraufführung der Kantate "Columbus" des Grazers Herzogenberg fand am 4.12.180 in Graz statt. Die Wiederaufführung (und wohl Neuentdeckung) im Mai 2017 ebenso. Beide Male waren es auch Grazer Kräfte, die das Werk zum Klingen brachten. Ein rein Grazer Angelegenheit also und es gilt zu fragen, ob sich das Ganze auch lohnte und heute noch lohnt. Den Columbus-Stoff in einer Kantate zu verarbeiten - und nicht in einer Oper - ist schon erstaunlich genug. Der Text stammt - ähnlich seinem anfänglichen Vorbild Wagner - von Herzogenberg selbst. Herausgekommen aus dem ganzen Bemühen, dem Stoff eine angemessene Form zu geben, ist eine Kantate aus verschiedenen Teilen mit groß besetztem Orchester und zwei Chören. Alles hört sich gewaltig an, ganz dem Stoff angemessen und doch muss man fragen, ob das alles nicht zu viel des Guten ist. Auch stellt sich die Frage, ob bei diesen gewaltigen - und z. T. auch schwierigen - Passagen die Ausführenden nicht doch überfordert waren. Das gilt zumindest für den Chor. Laut ist gut - Brüllen (Männerstimmen!) muss nicht sein. Die Solisten machen ihre Sache hingegen gut, wenngleich man sich auch hier - wie bei den Chören - eine bessere Textverständlichkeit gewünscht hätte. Mit einer etwas präsenteren Aufnahmetechnik hätte man dem Problem schon begegnen können. Fazit: Um das Werk anhaltend zu "beleben", hätte es wohl doch Interpreten der ersten Garde gebraucht.
    Das Booklet erfüllt alle Ansprüche. Eine Doppel-CD für die großen Klänge und Entdeckungen - nicht nur in Graz.
    Ein Kommentar
    Anonym
    02.10.2018

    Interpretatorisch ein Volltreffer!

    Brüllen des Chores? Ich habe nichts dergleichen bemerkt. Das Ganze hört sich aber in der Tat wie eine erstklassige dramatische Opernaufführung an, so sollte man Wagner spielen.....
    Cembalokonzert Cembalokonzert (CD)
    29.09.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Nicht ganz so begeisternd...

    ...wie das 3.Klavierkonzert! Diesen Eindruck jedenfalls haben die Werke dieser neuen CD des Griechenland-Kroaten bei mir hinterlassen. Das liegt keineswegs an den tadellosen Solisten und dem Orchester aus Pforzheim und Dirigent Handschuh. Nein, es sind die Kompositionen selber, die mich nicht so ansprechen. Auch da finde ich den Grund: Das kurze (14'33) Piccolo-Flötenkonzert klingt mehr nach Lerchen-Idylle, ist aber sicher ein seltenes Stück für solch ein Soloinstrument. Beim Cembalo-Konzert habe ich zu sehr barocke Vorbilder im Kopf (in der Ohren!) und kann mich kaum an die - zugegeben - maßvoll moderne Tonsprache gewöhnen. Sicher, er baut auch barocke Elemente in seine Komposition ein, aber auf seine ganz persönliche Weise. Natürlich produziert im 3.Klavierkonzert das Klavier (im Gegensatz zum Cembalo) und ein großes Orchester (im Vergleich zum Streicherensemble) eine weitaus größere Klangwirkung. Und eben das zeichnet die Musik Papandopulos aus: die Klangwirkungen! Mit den fünf Orchesterliedern muss man sich in ihrer Vielseitigkeit und textlichen Verschiedenartigkeit wahrlich erst anfreunden. Wer Spaß daran hat, soll das tun. Alles in allem: Bei aller Andersartigkeit ein willkommener Beitrag zur Musik des 20. Jahrhunderts. Die Präsentation der CD ist tadellos!
    Meine Produktempfehlungen
    • Klavierkonzert Nr.3 Klavierkonzert Nr.3 (CD)
    Solo- & Dialog-Kantaten Solo- & Dialog-Kantaten (CD)
    29.09.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Farben- und ideenreich

    Solo- und auch Dialogkantaten, müssen nicht nur einen phantasiereichen Schöpfer haben, sondern auch ebensolche Interpreten. Beides liegt in dieser neuen cpo-Produktion vor: Graupner ist ein begnadeter, zu sehr unterschätzter Komponist, der höchst reizvoll mit seinen Instrumenten und Tönen umzugehen weiß. Vielfältige Blas- und Streichinstrumente nutzt Graupner, um "die erbaulichen Worte eines Gesangs" musikalisch zu illustrieren. Alle fünf Kantaten verfolgen das gleiche Muster: fünf bis achtteilig folgt ein Wechsel von Rezitativen und Arien, mal einer Stimme zugeordnet, mal im Stimmenwechsel oder - wie in Arie Nr.5 der Kantate GWV 1166/20 - im Duett. Gerne hätte man noch hier oder da ein instrumentales Zwischenspiel gehört. Auch darin war Graupner ein Meister. Die Interpreten machen ihre Sache ebenso großartig. Marie Luise Werneburg und Dominik Wörner gestalten nicht nur trefflich, sondern bestechen auch durch ein angenehmes Timbre und gute Textverständlichkeit, was bei dieser Form der Kantaten besonders wichtig ist. Das Kirchheimer BachConsort zeigt sich an allen Pulten bestens besetzt und wird durch Dirigent Lutz sicher durch die Partituren geführt. Booklet (mit allen Texten) und Aufnahmetechnik sind o.k.. Nur einen kleine Nachteil gibt es: Mit Spielzeiten von 54'23 (CD1) und 37'58 (CD2) wäre noch reichlich Platz für mehr Graupner gewesen. Doch der günstige DoCD-Preis mag entschädigen!
    Sämtliche Streichquartette Sämtliche Streichquartette (CD)
    29.09.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Sinfonische Kammermusik

    Zumindest auf das Oktett op.15a trifft dies zu. Es ist nicht nur das Längste Stück der Zusammenstellung (über 34 Minuten), sondern auch das "klangprächtigste". Natürlich liegt das auch an der doppelten Quartettbesetzung. Und doch meint man bei der Adagio-Einleitung den Beginn einer Sinfonie zu hören. Auch weiterhin mag es einen Bearbeiter in der Fingern jucken, aus der Oktettbesetzung die eines großen Sinfonieorchesters zu machen. Egal. Auch die vier Streichquartette haben ihre ganz eigenen Qualitäten. Mit großer Satzkunst, feinster Themenverarbeitung und klaren Instrumentalfarben und -formen führt uns Bargiel die ganze Kunst seiner Streichquartette vor. Das Orpheus Quartett mit seinen Oktettgästen haben daran einen gehörigen Anteil. Wer die Kammermusik eines Schumann oder Brahms mag, liegt mit dieser Bargiel-DoCD goldrichtig. Ein klar zeichnendes Klangbild und ein informatives Booklet erhöhen den Spaß an der Sache. Prima!
    Streichquartette Vol.3 Streichquartette Vol.3 (CD)
    29.09.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Richtig: Elan und Hingabe!

    So wertet (lt. Produkt-Info) FonoForum Vol. 1 dieser Reihe von Ries' Streichquartetten. Und in der Tat sind es die Könner des Schuppanzigh-Quartetts auf Originalinstrumenten, die den auf dieser neuen cpo-CD vorgelegten Quartetten Nr.1,2 und 5 Schwung und Glanz verleihen. Selten habe ich so beschwingte und ernsthafte Quartett-Darbietungen gehört. Die Kompositionen machen es den Interpreten auch leicht: Innovative, emotionale, traditionelle und formal-experimentelle Teile reihen sich aneinander und bilden schließlich ein formales Ganzes, das nach Beethoven-Art imponiert und fesselt. Eine schöne neue CD, die wieder einmal zeigt, wie wertvoll musikalische Entdeckungen sein können!
    Booklet und Aufnahmetechnik sind - wie fast immer bei cpo - bestens gelungen.
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    • Streichquartette Vol.1 Streichquartette Vol.1 (CD)
    • Streichquartette Vol.2 Streichquartette Vol.2 (CD)
    Mandolino e Fortepiano - Sonatas & Variazioni Mandolino e Fortepiano - Sonatas & Variazioni (CD)
    29.09.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Für Kenner und Könner

    Eigentlich ist es ja sehr erfreulich, dass sich das Label cpo nicht nur für Komponisten-Raritäten einsetzt, sondern auch für Besetzungs-Raritäten. Trotzdem bleiben solche Produktionen wohl doch nur etwas für Könner und Kenner - leider! Das gilt besonders für die neue Mandolinen-CD, auf der Solistin Anna Torge in Klavierbegleitung von Gerald Hambitzer Originalkompositionen für Mandoline und "Fortepiano" präsentiert. Unbekannte Namen (Leone, Feliziano) wechseln sich ab mit vertrauten (Hummel, Beethoven). Dass Beethoven für dieses Duo komponierte überrascht und wird im Booklet schön erklärt. Komponist Frank Löhr rekonstruierte sogar eigens ein kurzes verschollenes Beethoven-Rondo. Kurz und gut: Die CD enthält viel neue Klänge, wundervoll auf der Mandoline gespielt, und wirbt für ein in unserer Zeit sehr vernachlässigtes Instrument. Und trotzdem: Wohl doch nur etwas für Kenner und Könner.
    Kammermusik Vol.4 Kammermusik Vol.4 (CD)
    28.09.2018
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Erfrischend schön - aber knapp bemessen!

    Es bleibt dabei: Gade ist der Mendelssohn des Nordens. Ähnlich Mendelssohn strahlen seine schnellen Sätze Frische und Lebendigkeit, Schwung und auch dramatisches Temperament aus. Die langsamen Sätze verzuckern durch wundervoll empfundene Melodien. Das wird alles verstärkt durch das großartige Ensemble MidtVest, beste Anwälte von Gade Stücken. Die neue CD ist mit den 6 Noveletten für Klavier-Trio, dem viersätzigen Streichquartett und dem einsätzigen Streich-Quintett nicht grade üppig besetzt. Nach gerade mal 54 Minuten ist das Gade-Vergnügen vorbei. Da hätte man doch noch was draufpacken können, ohne die Edition "strecken" zu wollen. Ansonsten: Kurzes Glück kann auch schön sein! Das trifft hier zu. Schön!
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    • Kammermusik Vol.1 Kammermusik Vol.1 (CD)
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    526 bis 550 von 974 Rezensionen
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