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    Kerstin1975 Top 25 Rezensent

    Aktiv seit: 08. August 2013
    "Hilfreich"-Bewertungen: 295
    731 Rezensionen
    Roberts, A: Der letzte Drache

    Roberts, A: Der letzte Drache (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.12.2014

    spannende High Fantasy

    Buchinhalt:

    An seinem 25. Geburtstag soll Prinz Kayne, der Thronfolger des Reiches Albany, die Drachenweihe erhalten – bei der die Drachen ihm ihre Gunst erweisen. Doch sie versagen ihm dieses, denn Kayne soll nicht königlicher Spross, sondern Sohn des grausamen Zauberers Samukal sein.
    Gekränkt verlässt der junge Prinz sein Land, zusammen mit seinen drei Freunden Leána, Toran und Siah. Leána, die Tochter einer Nebelhexe, findet auf der Reise durch Albany ein magisches Tor, das Albany mit Schottland verbindet. Die Freunde treten durch das Tor – und betreten unsere Welt….

    Persönlicher Eindruck:

    Aileen P. Roberts ist für mich keine Unbekannte und so wurde ich auch sofort auf diesen ersten Teil ihrer neuen Fantasyreihe aufmerksam. Obwohl ich die „Weltennebel“-Reihe vorher nicht kannte, kam ich gut in die ziemlich eigenständige Geschichte hinein , die Neueinsteigern einen guten Start bietet.
    Für mich war „Der letzte Drache“ eine faszinierende Mischung aus High Fantasy, Mystik und auch ein wenig Zeitreise; ein Buch, das mit Tragik, magischen Wesen, Elfen und Drachen jeden Fantasyfreund ausgiebig verwöhnt.
    Wie bei jedem Werk des High-Fantasy-Genres hat auch „Der letzte Drache“ eine gewisse Epik und einen ausladenden Weltentwurf, auf den man sich beim Lesen einlassen muß. Viele Figuren und Wesen, die vor allem in Albany vorkommen, machen das Buch nicht gerade zu einem Buch, das man zwischendurch mal liest. Man muß schon dran bleiben, um einen richtigen Genuß zu haben und die Verflechtungen und Beziehungen der Figuren untereinander verinnerlichen.
    Da ich grundsätzlich nie bei Büchern erst mal hinten drin stöbere, ist mir das Namensverzeichnis erst relativ spät aufgefallen. Dadurch wird vieles einfacher. Als Freund von Karten in Fantasybüchern kam ich auch in diesem Punkt nicht zu kurz – die Karte am Beginn erleichtert das Nachvollziehen der örtlichen Begebenheiten.
    Kayne hat mir als Hauptfigur gut gefallen, man konnte sich gut hinein versetzen, dass es für ihn erst mal tragisch ist, von den Drachen „verstoßen“ zu werden. Die Queset, also die Reise der Gefährten, war spannend und abwechslungsreich, vor allem durch das Zeitreiseelement, das die vier in unsere Zeit schickt.
    Rob und die Mystik, die ihn umgibt, fand ich greifbar und sehr gelungen, hier bin ich schon mehr als gespannt auf seine Beziehung zum Fantasyreich Albany.
    Leána als weibliche Hauptfigur fand ich quirlig und sympathisch, der Humor, der beispielsweise durch die Zwerge vermittelt wird, gab dem Roman eine auflockernde Note.
    Schön fand ich die Mystik Schottlands, die in den Roman eingeflochten ist. Darum kann ich „Der letzte Drache“ nicht nur Fantasyfreunden wärmstens empfehlen – ich bin schon sehr auf die Fortsetzung gespannt!
    Gryphony - Im Bann des Greifen

    Gryphony - Im Bann des Greifen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.12.2014

    absolute Leseempfehlung

    Buchinhalt:

    Melody ist ein Außenseiter in der Schule und wird von allen gemobbt. Lediglich Roddy, ein Junge aus ihrer Klasse, hält zu ihr. Als Melody einen seltsamen Ring zum Geburtstag geschenkt bekommt, der plötzlich zu leuchten beginnt, wollen die beiden Freunde der Sache auf den Grund gehen. Bei einem Steinkreis findet Melody einen seltsamen Stein. Der entpuppt sich als Ei und es schlüpft ein Wesen, halb Adler, halb Löwe – ein Greif, dem Melody den Namen Agravain gibt. Das Tier wächst rasend schnell und während Melody von einer uralten Legende und der Fehde zwischen Drachen und Greifen erfährt, heften sich finstere Gestalten an ihre Fersen….

    Persönlicher Eindruck:

    „Gryphony“ ist selbst für mich als erfahrenem Fantasyleser das erste Buch, in dem es um diese edlen Chimären geht. Greife fristen in der Literatur noch ein Nischendasein, schon aufgrund dessen war ich auf „Gryphony“ mehr als gespannt.
    Die Gesichte und die Art, wie Peinkofer erzählt, lässt sich sehr angenehm und gut lesen und ist (das Buch wird empfohlen ab 11 Jahren) auch prima für eine jüngere Leserschaft geeignet. Die Zahl der Personen ist überschaubar und durchweg sind alle plastisch und mit Profil beschrieben.
    Melody und Roddy, die beiden Hauptfiguren, sind gleich zu Beginn sympathisch und man identifiziert sich sofort mit den beiden Außenseitern. Auch Klassenbiest Ashley und ihr Gefolge (samt Taschenpudel Pom Pom) sind prima beschrieben und so fühlt man sich bisweilen auch an Anekdoten aus der eigenen Schulzeit erinnert.
    Als Agravain aus dem Ei schlüpft, erinnerte mich das etwas an „Eragon“ von Ch. Paolini, so wie Melody da ihr neues „Haustier“ aufzieht und versteckt. Dann aber trennt sich die Parallelhandlung wieder und wird vollkommen eigenständig.
    Zwei Handlungsfäden laufen fortan parallel: einerseits die Sache mit dem Haus der Großmutter, die von einem Baulöwen vertrieben werden soll und andererseits die Greifengeschichte und die Rivalität zwischen Greifen- und Drachenrittern. Gerade hier hatte ich mir noch mehr Handlung erhofft, aber man muß sich wohl bis zum nächsten Band gedulden.
    Auf jeden Fall erwähnen möchte ich das phänomenale, schillernde Cover mit einem Bild des bekannten Comiczeichners Helge Vogt („Alisik“). Ein absoluter Eyecatcher, besser geht es nicht!
    Alles in allem ein Jugend-Fantasy-Roman, der Jung und Alt gleichmäßig anspricht und der absolut Lust auf mehr macht. Eine Leseempfehlung rundum!
    Star Wars Classics - Die Entscheidung

    Star Wars Classics - Die Entscheidung (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    26.12.2014

    schöner Band, auch für Serien-Einsteiger geeignet

    Buchinhalt:

    Nach dem Tod von Darth Vader und dem Ende der Schreckensherrschaft durch das Imperium ist in der Galaxis etwas Ruhe eingekehrt. Luke Skywalker, Prinzessin Leia und Han Solo reisen von Palet zu Planet, um dem Frieden zu sichern, denn nichts ist zur Zeit bröckeliger… in vielen Schlupfwinkeln lauern noch immer die Anhänger des alten Regimes, die den anhaltenden Frieden untergraben wollen.
    6 neue Star Wars-Abenteuer schließen inhaltlich an „Star Wars Classic“, die alten Filme der 70er Jahre, an und entführen den Leser auf Welten wie den Heimatplaneten der kleinen Ewoks oder die Heimat der Wookies…

    Persönlicher Eindruck:

    Diese edle Neuauflage beinhaltet 6 Einzelcomics, die bereits als Comichefte erschienen sind. Am Artwork hat sich durch den Neudruck kaum etwas verändert, so dass die Zeichnungen im Stil der Comics der 70 er und 80 er Jahre gehalten sind.
    Man trifft in jeder Geschichte auf alte Bekannte – so sind natürlich Luke Skywalker, Han Solo und Prinzessin Leia genauso mit von der Partie wie Meister Yoda, Darth Vader (wenn gleich auch nur als Rückblende) und Wesen wie die Wookies, C3-PO und die niedlichen Ewoks.
    Die einzelnen Geschichten lesen sich recht leicht weg, bauen zeitlich zwar aufeinander auf, können aber separat voneinander gelesen werden.
    Gut gefallen hat mir der Ausflug auf Chewbaccas Heimatplaneten, genauso wie „Kleine Kriege“ bei den Ewoks. Auch die Zeltroner waren nicht minder spannend – wobei sie mich doch sehr an die Orioner von Star Trek Classic erinnerten, ebenso die Katzenwesen, die den K’zinti von Star Trek Animated doch sehr ähnelten.
    Etwas zäh und langatmig waren dagegen die an manchen Stellen endlosen Gespräche über die Politik des neu zu ordnenden Universums. Hier hätte ich mir etwas mehr Actin und Spannung gewünscht. Doch im Großen und Ganzen war der Sammelband eine gute Mischung, bei der jeder Leser etwas für sich entdecken konnte.
    Was ich ein wenig eigenwillig fand, ist die doch recht unabgestufte Farbgebung bei der Coloration des Comics. Vielleicht ist das Absicht – man wollte unter Umständen den Retro-Look nicht verlieren. Ich persönlich hätte mir da einen etwas moderneren Schliff gewünscht – was der Neuauflage vielleicht noch mehr Pfiff verliehen hätte.
    Alles in Allem ein schöner Band, für Einsteiger in die Space Fantasy gleichermaßen wie für jeden eingefleischten Fan.
    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    02.12.2014

    ziemlich zähe Fortsetzung

    Buchinhalt:

    Im 2. Band der dystopischen Trilogie erkennt Jai Vellas wahre Identität und fühlt sich zunächst verraten und hintergangen. Bei einer waghalsigen Rettungsaktion für die verschleppten Parias hilft Vella den Rebellen, begibt sich aber dadurch zurück in die Hände ihres Vaters. Intrigen, Hass und Ränkespiele und nicht zuletzt die arrangierte Ehe zwischen Vella und dem Sohn eines Verbündeten von Präsident Roover scheinen die Liebe zwischen Vella und Jai im Keim zu ersticken….

    Persönlicher Eindruck:

    Nachdem es schon eine Weile her war, dass ich Band 1 gelesen hatte, hatte ich zu Beginn etwas Schwierigkeiten, wieder in den Verlauf der Handlung hinein zu finden. „Blütenweißer Hass“ schließt nahtlos an „Pechschwarze Hoffnung“ an und nimmt den Leser gleich wieder mit ein eine Welt, bei der die Kluft zwischen den reichen Hot Bloods und den armen Parias nicht größer sein könnte.
    Vella als weibliche Hauptfigur hat sich gewandelt. Im Vergleich zum ersten Band hat sie mehr Profil bekommen und sich eindeutig weiter entwickelt. Ihr Verbleib bei den Rebellen hat sie manches aus einem anderen Blickwinkel sehen lassen, so dass sie sich immer mehr mit den Abtrünnigen verbunden fühlt.
    Ein Einschnitt passiert gleich ziemlich zu Beginn: Jai erfährt von Vellas wahrer Identität und fühlt sich verraten. Er lässt sich leicht beeinflussen und (wie man unschwer erwartet) tröstet sich mit Riva, die mir beim Lesen immer wie eine heimliche Anführerin der Rebellen vorkommt. Negativfigur hin oder her – Riva ist im Vergleich zu Jai ein viel stärkerer Charakter, Jai fehlt es vielfach an Tiefgang.
    Auch im zweiten Band empfindet man den Weltenentwurf und die Idee der Geschichte als ausgefeilt und gut durchdacht. Trotzdem war es für mich schwierig, mich so richtig „heimisch“ zu fühlen in der ganzen Geschichte. Da hat sich im Vergleich zu Band 1 noch nicht viel verändert. Ich werde einfach nicht warm mit den Figuren, von denen viele austauschbar und relativ blass bleiben.
    Was ich gut fand, waren die Antworten auf zahlreiche Fragen zu Vellas Herkunft, Vergangenheit und ihrer Mutter. Da wartete der Roman mit unerwarteten Wendungen auf, was ich recht gut gemacht fand.
    Schade, dass gut die Hälfte des Romans nur so dahin plätschert. Es wird viel gedacht, gekämpft und geredet, aber es passiert einfach nicht viel. Auf weiten Strecken habe ich gelesen und gelesen und wußte anschließend nicht, was ich eigentlich gelesen habe. Das ist für mich ein k.o.-Kriterium für ein Buch. Mir fehlte weiterhin bei „Narrando“ das mitreißende Element, das mich bei vergleichbaren Dystopien nur so an die Seiten fesselt. Auch die Liebesgeschichte konnte mich nicht erreichen, irgendwie vermittelt „Narrando“ mir einfach keine Emotionen, was ich sehr schade finde.
    Alles in allem beantwortet der 2. Band einige Fragen, die der erste aufwarf und am Schluß, als Vella sich in ihr Schicksal fügt, wurde es auch noch so richtig spannend. Da es sich um eine Trilogie handelt, wird noch ein weiterer Band kommen, von dem ich mir sehr erhoffe, dass mich die Welt von „Narrando“ doch noch überzeugen kann. So richtig befriedigt war ich leider bislang nicht – dank der spannenden Wendungen am Schluß vergebe ich dann aber noch eine mittlere Bewertung von 3 Sternen.

    Marmorkuss

    Marmorkuss (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.12.2014

    tolle, eigenständige "Märchen"-Geschichte

    Buchinhalt:

    Jarnos Traum ist es, ein berühmter Fotograf zu werden – oder zumindest den als Wettbewerb ausgelobten Ausbildungsplatz zu bekommen. Auf der Suche nach einem genialen Motiv steigt er in eine alte, verlassene Villa ein. Drinnen findet er eine sagenhaft schöne Marmorstatue einer jungen Frau. Durch einen Unfall fällt die Statue um und es kommt zu einem Kuss…. Jarno geht k.o. zu Boden und als er wieder aufwacht, ist die Satue plötzlich verschwunden. Dann begegnet er plötzlich der schönen Klara, die aus einer ganz anderen Zeit zu kommen scheint…..

    Persönlicher Eindruck:

    Leseprobe und andere Buchvorstellungen propagierten „Marmorkuss“ als eine moderne Märchenadaption. Was ich von „Dornröschen“ beim Lesen gefunden habe, war lediglich der 100jährige Schlaf und allenfalls eine böse Hexe – und das war aber auch gut so! Warum ein Abklatsch einer bekannten Geschichte, wenn man so neue, wunderbare Ideen hat? Ich war begeistert und konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen.
    Zunächst laufen zwei Handlungsstränge parallel, einerseits der des erfolglosen Habenichts und WG-Bewohners Jarno, der sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält und andererseits die Geschichte von Klara, die um 1900 ein behütetes gutbürgerliches Leben führt.
    Jarno findet jene wunderschöne Staue und es kommt zum Kuss. Das klingt zunächst kitschig, aber das ist es nicht – der „Kuss“ ist ein Unfall und mehr oder minder feuchter Traum von Jarno, benebelt von einem Joint. Dann fallen beide Erzählstränge zusammen und es kommt zur ersten Begegnung der beiden Protagonisten. Das war zwar absehbar, aber es kommt auf das „wie“ an und die weitere Entwicklung. Und die war klasse erzählt.
    Jarno fühlt sich verantwortlich für das Mädel aus der anderen Zeit und ganz im Gegensatz zu seinem Erscheinen als Loser verhält er sich verantwortungsvoll und vorbildlich. Klar, er fühlt sich immer mehr zu Klara hingezogen, was diese auch erwidert.
    Klara hat einen Kulturschock und findet sich trotz allem sehr schnell in der modernen Welt zurecht. Ob das nun etwas schnell geht oder einfach zu reibungslos, das mag dahingestellt bleiben – auf jeden Fall waren die Personen und deren Handlungen durchaus nachvollziehbar und man spürt als Leser auch ein angenehmes, romantisches Knistern.
    Es ist nicht sofort die Liebesgeschichte, die das Buch interessant macht. Für mich war es das Zusammenspiel der beiden jungen Leute, die ein Jahrhundert trennt – die Art und Weise des Zurechtfindens und der Versuch, Klara ein Leben in der Moderne zu ermöglichen. Auch wenn das am Schluß etwas sehr rosarot und mit Happy End gezeichnet war – mir hat es sehr gut gefallen und ich kann das Buch jedem Leser empfehlen!
    Mythos Academy - Frostkiller

    Mythos Academy - Frostkiller (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    02.12.2014

    zäher Abschluss

    Buchinhalt:

    Schülerin Gwen Frost, das Mädchen mit der Gypsy-Gabe, ist als Champion der griechischen Göttin Nike ein letztes Mal gefordert, gegen die Schnitter des Chaos zu bestehen. Denn Gott Loki versucht noch immer, die Macht über die Welt an sich zu reißen. Gwen hat nur eine Chance: sie muß Loki töten. Doch wird ihr das gelingen? Eine Wahl hat sie nicht – will sie nicht alles verlieren, das ihr etwas bedeutet….

    Persönlicher Eindruck:
    „Frostkiller“ ist der letzte Band der Reihe um das Mädchen im Kampf zwischen uralten Göttern und deren Befindlichkeiten. Schon seit dem ersten Band verfolge ich nun die Reihe und war natürlich neugierig, wie Jennifer Estep sich das Ende nun vorstellen würde.
    Bereits zu Beginn wartet das Buch mit reichlich Action auf und es geht rasant und spannend los. Was mich dabei aber gestört hat, waren die ellenlangen Wiederholungen auch teilweise unwichtiger Nebensächlichkeiten. Man verstehe mich bitte nicht falsch: ich bin bei Mehrbändern ein Freund von Rückblenden, die einem den Wiedereinstieg erleichtern. Aber wenn ich alle Nase lang das Gefühl habe: „Das kenne ich doch schon“, dann hat es der Autor übertrieben. So auch hier, an vielen Stellen.
    Davon abgesehen hat sich Gwen im Lauf der Geschichte sehr gut entwickelt, sie setzt sich aufopferungsvoll ein für die, die sie liebt – auch wenn ihr im Grunde nicht viel anderes übrig bleibt. Noch immer stehen der Kampf Gut gegen Böse im Vordergrund und so wirklich was Neues erwartet den Leser in Band 6 also nicht mehr. Ein bisschen kommt jede Figur nochmal vor und Versöhnungen gibt’s an jeder Ecke – was leider recht schnell künstlich und gezwungen rosarot wirkt. Logan als männliche Hauptfigur hat diesmal einen kleineren Auftritt, als bislang.
    Der Spannungsbogen läuft sichtbar auf den großen Showdown am Ende hinaus, der Kampf ist unvermeidlich. Viel Action, Blut und Kämpfe, dafür vorher endlose Längen. Die Luft ist jetzt einfach raus, das Ganze dauerte mit 6 Bänden einfach zu lange. Keine Frage, Spannung gab es natürlich immer wieder, so auch die finale Schlacht am Schluß – aber ich bin auch froh, jetzt am Ende angelangt zu sein. Irgendwann ist einfach Schluß.
    Das Glossar und die Zusatzinformationen am Ende des Buches fand ich schön gemacht, vor allem für glühende Fans der Reihe ein nettes Bonusmaterial und Einblick in die Gedanken der Autorin beim Schreiben der Bücher. Für das Gesamtverständnis allerdings sind sie allerdings nicht unbedingt nötig.
    Insgesamt war die Reihe für mich eine spannende Geschichte, ohne mich 100%ig umhauen zu können. Vielleicht lag es daran, dass vieles sich im Kleinen verlor (unwichtige Problemchen der Figuren, endlose Wiederholungen) und sich dadurch Längen aufbauten, die das eigentliche Ziel aus dem Fokus rücken ließen.
    Das Ende war rund und befriedigend, wenn auch etwas vorhersehbar.

    Beaver Creek Ranch - Schatten im Schnee

    Beaver Creek Ranch - Schatten im Schnee (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.12.2014

    spannendes Jugendbuch

    Buchinhalt:

    Kurz vor Weihnachten hat sich auf der Beaver Creek Ranch Besuch angekündigt. Rick und sein Vater Peter wollen den Yellow Eagles einen Besuch abstatten. Doch dann verschwindet das Flugzeug spurlos. Sind die beiden abgestürzt? Die Familie startet eine Suchaktion in den kanadischen Bergen und während die Erwachsenen zur Absturzstelle aufsteigen entdecken die Kinder im Schnee riesige, mysteriöse Fußabdrücke….

    Persönlicher Eindruck:
    „Schatten im Schnee“ war mein erster Ausflug zur Beaver Creek Ranch und auch ohne Vorkenntnisse aus den vorangegangenen Geschichten kam ich wunderbar in die Handlung des Jugendromans hinein. Eine plastische, bildhafte Beschreibung der Landschaft, der Menschen und der örtlichen Begebenheiten erzeugt sofort Kopfkino und man ist sogleich mittendrin.
    Zu Beginn hatte ich lediglich ein wenig Probleme, die Namen der Yellow Eagles, besonders der Kinder, auseinander zu halten. Gerade die Kinder sind meiner Meinung nach etwas gleichförmig und austauschbar angelegt, hier hätte ich mir etwas mehr Individualität und eine etwas markantere Erscheinung bei den einzelnen Figuren gewünscht.
    Der Spannungsbogen steigert sich im Laufe der Geschichte und man fiebert immer mehr mit. Mir persönlich fiel es schließlich nicht mehr leicht, aufzuhören, so habe ich das Buch in einem Rutsch fertig gelesen.
    Mit seinen 145 Seiten ist es eher dünn und die Handlung sehr gestrafft, die Zielgruppe des Romans sind ja auch Kinder im Alter ab 8 Jahren. Für eine ältere Leserschaft wünschte man sich eine etwas ausführlichere Erzählung, einige Fragen blieben leider unbeantwortet.
    Spannend und auch unheimlich fand ich die Legende des Sasquatch, ein mächtiges Geistwesen aus den indianischen Legenden, das in den Bergen leben soll. Das ist durchaus eine Figur, über die man selten liest und auch ein Spannungspunkt für die ganze Geschichte. Schön gemacht sind auch die Karten in den vorderen und hinteren Umschlagklappen. So kann man als Leser wunderbar folgen, wo sich die Protagonisten gerade befinden.
    Insgesamt hat es mir viel Spaß gemacht, die Beaver Creek-Reihe kennen zu lernen, ich werde die Reihe auf alle Fälle weiter verfolgen. Eine Leseempfehlung für alle kleinen und großen Abenteurer, die Indianergeschichten mögen und sich in die kanadische Wildnis entführen lassen wollen!

    Magdala de Nemure, May your soul rest in Magdala. Bd.1

    Magdala de Nemure, May your soul rest in Magdala. Bd.1 (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.12.2014

    schöne Zeichnungen und toller Auftakt in eine neue Manga-Reihe

    Buchinhalt:

    In einer Welt, in der Kirche, Gilde und Ritterorden den Einfluß über die Welt unter sich aufgeteilt haben und Alchemie als Ketzerei gilt, sitzt Kusler, ein junger Alchemist, im Gefängnis und erwartet seine Todesstrafe. Stattdessen wird er aber in ein Kaff an der Front versetzt, wo er zusammen mit seinem ärgsten Widersacher, dem Alchemisten Weland, an der Erschaffung reinsten Erzes arbeiten soll. Der Ritterorden setzt Kusler einen Aufpasser vor die Nase: die junge Nonne Fenesis. Obwohl sie sich zunächst nicht riechen können, interessiert sich Fenesis schließlich mehr und mehr für die Arbeit und die Experimente Kuslers. Kusler eröffnet ihr den Grund dafür, Alchemist geworden zu sein: das sagenumwobene Alchemisten-Paradies Magdala. Doch auch Fenesis hat ein Geheimnis…

    Persönlicher Eindruck:

    Ein detailreiches und sehr anspruchsvolles Artwork nimmt den Leser sofort mit in eine nachmittelalterliche Welt, in der die Menschheit auf der Suche ist nach neuen Techniken. Das ginge nicht ohne die Alchemisten – jene als Ketzer ausgestoßenen Männer, die (mitunter auch grausige) Experimente machen, die Natur mit eigenen Techniken verändern und denen ein mysteriöses Geheimnis innewohnt.
    So auch Kusler und Weland, die beide unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Kusler Stück für Stück Sympathiepunkte beim Leser sammelt, ist Weland ein Egozentriker, dem egal ist, was die Leute von ihm denken.
    Als Ul Fenesis, die weiße Nonne, hinzukommt, verändert sich der Charakter der beiden Männer. Man weiß nicht so recht, wie man sie einschätzen soll, denn so ganz ehrlich meinen sie es nicht mit der Nonne… Kusler lässt sie schließlich hinter die Alchemisten-Fassade blicken und gewinnt ihr Interesse an dem, was er tut. Das geht sogar so weit, dass Fenesis mit anpackt bei der Arbeit der beiden Männer. Trotzdem: ganz ernst nehmen sie die „Kleine“ nicht. Kusler und Fenesis scheinen sich wie zwei Magnete anzuziehen und wieder abzustoßen – denn einerseits ist Kusler recht nett zu ihr und im gleichen Moment macht er ihr wieder Angst. Hier liegt noch Potential für den weiteren Fortgang der Geschichte verborgen.
    Magdala, das mysteriöse gelobte Land, wird mehrfach erwähnt und man wird als Leser neugierig, was sich wohl dahinter verbirgt. Da es sich um den Auftakt in eine mehrbändige Reihe handelt, kann man da noch gespannt sein.
    Fenesis erzählt Kusler schließlich von dem Fluch, mit dem sie behaftet ist. Das ist in der Geschichte so gut gemacht, dass man bis zum Schluß nicht weiß, was genau der Fluch nun ist. Erst das letzte Bild im Manga gibt Aufschluß. Eine tolle Idee, die als Cliffhanger auch die Neugier auf den nächsten Band hochhält.
    Alles in allem ein spannender Manga mit dem Thema History / Fantasy, mit tollen Figuren und wunderschönen Zeichnungen. Ich bin absolut gespannt auf den weiteren Fortgang der Reihe und kann sie jedem wärmstens empfehlen!
    Taschunka-gleschka-win, Geflecktes-Pferdemädchen

    Taschunka-gleschka-win, Geflecktes-Pferdemädchen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.11.2014

    Spannend und berührend zugleich - eine absolute Leseempfehlung!

    Buchinhalt:

    Mary hat alles verloren: die Eltern des 10jährigen Mädchens sind auf den Treck nach Oregon gestorben und die Wagenkolonne hat die Kleine bei den Toten zurückgelassen. Ihr Pony Tupfen ist das einzige, was ihr noch geblieben ist. Beim Versuch, den Treck doch noch wiederzufinden, verirrt sich das Mädchen in der weiten Prärie und wird schließlich mehr tot als lebendig von zwei Indianern gefunden und zu deren Stamm gebracht. Bei den Lakota findet sie eine neue Familie und lebt fortan als weiße Tochter bei Inyan-ska und seiner Familie. Mary wächst immer mehr hinein in ein Leben im Einklang mit der Natur. Doch dann wird sie entführt und zu den Weißen zurückgebracht….

    Persönlicher Eindruck:

    Obwohl das Buch als Kinderbuch für eine Leserschaft ab 7 Jahren ausgewiesen ist, war ich als Erwachsener hin und weg von der abenteuerlichen und auch bewegenden Geschichte um ein weißes Mädchen bei den Lakota. Ich konnte das Buch nicht mehr beiseite legen und mußte es in einem Rutsch lesen. Mein Fazit: einfach klasse!
    Man begleitet Mary durch schwere und fröhliche Zeiten, lernt mit ihr den Alltag der indianischen Ureinwohner der weiten Prärie kennen und deren Einstellung ihren Mitgeschöpfen gegenüber. Erstaunt hat mich, wie fürsorglich und liebevoll das fremde Kind als Tochter angenommen und fortan in eine Familie mit Geschwistern, Großeltern, Tanten und Onkeln aufgenommen wurde.
    Mary als Hauptfigur fügt sich trotz ihrer jungen Jahre prima in die völlig neue Kultur ein und zeigt eine enorme Anpassungsfähigkeit. Trotz anfänglicher Sprachbarriere versuchen alle, aufeinander zuzugehen und man kann sich auch in der heutigen Zeit einiges abschneiden von der Weltanschauung und dem respektvollen Miteinander, von dem man beim Lesen Zeuge wird.
    Der Schreibstil ist eingehend und nicht zu kompliziert, der Satzbau ist trotz kindgerechter Sprache aber so anspruchsvoll, dass auch ein Erwachsener zu keiner Zeit gelangweilt wird. Die das Geschriebene begleitenden Zeichnungen passen wunderbar ins Gesamtbild und vom Cover her fühlt sich der Stammleser des Verlags gleich an „Blitz-in-Winter“ erinnert, obwohl „Geflecktes Pferdemädchen“ eine eigenständige Geschichte ist, keine etwaige Fortsetzung (was man vielleicht auf den ersten Blick meinen könnte).
    Der Umgang der Lakota miteinander und mit anderen Geschöpfen regt zum Nachdenken und zu Gesprächen an, durch die Geschichte erfährt man auf spannende Weise viel von der Lebensweise der amerikanischen Ureinwohner.
    Was mich etwas verdutzt hat, ist, dass Mary sich nach kurzer Zeit nicht mehr so richtig an ihre leiblichen Eltern (vor allem ihre Mutter) erinnert oder sich in ihr altes Leben zurück sehnt. Immerhin ist das Mädchen schon 10 Jahre alt und dürfte so schnell auch nicht vergessen. Dass sie ihre leiblichen Eltern also ruck-zuck mit den neuen, indianischen Eltern ersetzt, ist mir bisweilen etwas seltsam aufgestoßen.
    Die dramatische Wendung gegen Ende gibt dem Buch einen spannenden, ja gar nervenaufreibenden Schwung und man leidet beim Lesen auf jeder Seite mit.
    Alles in allem eine absolute Leseempfehlung für Jung und Alt, für Indianerfreunde sowieso!

    Big Sky Wedding - Hochzeitsglück in Montana

    Big Sky Wedding - Hochzeitsglück in Montana (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.11.2014

    Western Romance mit Happy End-Garantie

    Buchinhalt:

    Brylee Parrish hat, was Hochzeiten anbelangt, nicht so viel Glück mit Männern – wurde sie doch schon einmal vor dem Altar stehen gelassen. Jetzt traut sie den Männern nicht mehr über den Weg und als dann Ex-Countrymusiker Zane Sutton auf der Nachbarranch einzieht, ist sie mehr als skeptisch. Zane allerdings lässt die Schmetterlinge in Brylees Bauch fliegen. Dann taucht plötzlich Zanes Halbbruder Nash auf der Ranch auf, der in seinem jungen Leben bislang immer nur herumgereicht wurde. Nicht nur Zane und Brylee, auch Zane und Nash müssen sich nach und nach zusammenraufen. Schließlich erkennt Brylee, dass ihr der Cowboy mehr bedeutet, als sie sich zunächst zugestanden hat....

    Persönlicher Eindruck:

    Im fünften Teil von Linda Lael Millers Western-Romance-Reihe geht es von Parable in den Nachbarort Three Trees, wo man neue Gesichter kennen lernt aber auch alte Bekannte wiedertrifft. Sofort ist man mitten im Geschehen und kann dem in sich abgeschlossenen Roman auch ohne Vorkenntnisse prima folgen. Hat man eben diese, erlebt man eine weitere Episode aus dem Leben und Alltag bodenständiger Leute und wird Teil einer großen Familie.
    Man kann eigentlich nichts falsch machen mit den Romanen der Autorin. Plastisches, bildhaftes Setting, sympathische Figuren, eine mitreißende Handlung und eine große Portion Romantik machen die „Big Sky“-Reihe zu einem absoluten Lesevergnügen. Man braucht nur die Augen zu schließen, schon kann man förmlich die Geräusche eines Sommertages im ländlichen Montana hören.
    Mit Brylee und Zane begegnet man sowohl einer schon bekannten als auch einer neuen Figur und kann deren stets nachvollziehbares Zusammenspiel und ihren Alltag hautnah miterleben. Auch Bekannte aus den Vorgängerbänden spielen wieder eine Rolle und so empfindet man die Lektüre als eine Rückkehr an einen heimeligen Ort.
    Gut gefallen hat mir Cleo, die als eine zweite Opal Liebesglück und Alltag der Sutton-Familie aufmischt und stets für gute Laune sorgt.
    Zum Schmunzeln fand ich die Tatsache, dass auch in dieser Folge der obligatorische Familienhund nicht gefehlt hat (ich glaube, in Montana MUSS jeder einen Hund haben – ohne würde man fast schon auffallen) – eine Art Running Gag, wenn man die Reihe schon länger verfolgt.
    Alles in allem eine Romance, die zwar bisweilen auch so manches Klischee bedient, aber auch beim fünften Band immer noch Spaß macht – Happy End-Garantie inclusive.
    Die Rache der Insel

    Die Rache der Insel (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    11.11.2014

    durchschnittliche Fortsetzung, kein must-read

    Buchinhalt:

    Kanoa und Hannah sind von der Insel geflohen und tauchen in New York unter. Kanoas Ziel ist es, seine Schwester Poema zu finden, Hannah will Nikki wiederfinden. Die Insel gibt es nicht mehr – doch sie ist lebendiger, als je zuvor. Hannah und Kanoa haben ständig Alpträume, leiden nahezu an Verfolgungswahn. Überall scheinen ihnen bekannte Gesichter zu begegnen. Als die beiden mehr und mehr dahinter kommen, dass die „Rache der Insel“ von langer Hand geplant ist, ist es schon fast zu spät….

    Persönlicher Eindruck:

    Man kommt als Leser sehr gut in die Handlung, da die Autorin viel Wert legt auf Rückblenden zu Teil 1 – so habe auch ich schnell wieder in die Handlung gefunden. Schade dabei ist, dass es lange Zeit um nichts anderes geht, als den Gemütszustand der Figuren, Hannahs Herumgejammere und die Tatsache, wie schlecht es den Charakteren doch geht. Kein Wort davon, dass sie eigentlich froh sein müssten, der schrecklichen Insel und der Sekte um Sky entkommen zu sein. Das wunderte mich. Wie auch immer – die erste Hälfte des Romans zog sich unwahrscheinlich und man erfuhr nur eine winzige Handvoll Neues.
    Spannender wurde es in der zweiten Hälfte, als sich nach und nach klärt, dass der Verfolgungswahn von Hannah, Kenoa und Summer einen wahren Kern hat und nicht allein auf das Trauma ihres Inselaufenthaltes zurückzuführen ist. Mafiaszenen und eine spannende Krimihandlung lösten die eher faden Kapitel ab und man fieberte auch endlich wieder mit.
    Was mit gefehlt hat, ist ein Gefühl der Romantik in der Beziehung zwischen Kanoa und Hannah, die ja so sehr verliebt und für einander geschaffen sein sollten. Davon las ich zwar hie und da, konnte aber nichts dergleichen spüren. Irgendwie erreichten die beiden mich nicht – ich wurde nicht warm mit den handelnden Personen.
    Mystery und angenehmer Grusel, den ich mir durchaus erwartet habe, fehlte fast völlig, im Grunde handelt es sich bei „Die Rache der Insel“ um einen Roman, bei dem die psychische Verfassung der Protagonisten weit mehr im Vordergrund steht, als die Zusammenhänge um die Insel an sich.
    Das Ende der Geschichte ist rund und zufriedenstellend, fast schon rosarot, verglichen mit den Kapiteln zu Beginn. Schön gemacht fand ich auch die Muschelgrafik am Kapitelanfang, die einen optischen Bezug zur Perleninsel herstellt.
    Obwohl immer wieder darauf herumgeritten, die letztendliche Bedeutung des Satzes „Mete bap ou alatranp“ wurde nie richtig aufgelöst, zumindest ist so mein abschließender Eindruck.
    Fazit: Wirklich überzeugen konnte mich „Die Rache der Insel“ leider nicht – darum nur eine durchschnittliche Bewertung. Ein must-read war’s im Nachhinein leider nicht.
    Black Knight - Die Begegnung

    Black Knight - Die Begegnung (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.11.2014

    Toller Manga mit starken Figuren und wunderschönen Zeichnungen

    Buchinhalt:

    Chris, der dritte und jüngste Sohn des Königs von Aran, besucht inkognito die Militärakademie. Dort wird er Zeke zugeteilt, der sich meisterhaft im Schwertkampf versteht und dem jungen Kadetten hilfreich unter die Arme greift. Langsam aber sicher entwickeln sich starke Gefühle zwischen den beiden jungen Männern, die natürlich unter allen Umständen geheim bleiben müssen. Als Chris nach einem Attentat auf seinen Vater die Akademie verlässt und nach Aran zurückkehren muß, nimmt er Zeke mit, der sein Leibwächter wird. Zeke schwört, als zukünftiger Ritter des Thronfolgers Chris allezeit zu beschützen – doch wird die heimliche Liebe auch eine Chance haben? Denn nach einer Weile lernt Chris ein Mädchen kennen…..

    Persönlicher Eindruck:

    „Black Knight“ ist mein erster Boys Love-Manga und ich war gespannt, was mich in diesem Zweig der Manga-Literatur so alles erwarten würde. Ich bin vom vorliegenden ersten Band mehr als begeistert, denn wunderschöne Zeichnungen und einen spannende Historienkulisse zogen mich beim Lesen sofort in ihren Bann.
    Die Geschichte um Prinz Christen und Zeke, seinen Ritter, entwickelt sich sachte und voller Spannung; die Liebesgeschichte nimmt nicht den Hauptteil der Handlung ein und wirkt zu keiner Zeit plump und unangenehm. Im Gegenteil: die beiden Protagonisten nehmen den Leser mit auf einen behutsamen Prozess des Kennenlernens und des Entdeckens der eigenen Gefühle, beide gehen immer liebevoll und keinesfalls vulgär miteinander um. Berührend fand ich auch Zekes Einstellung den Tieren und seinen Mitgeschöpfen gegenüber.
    Zwei erotische Szenen gibt es durchaus, doch keine ist wirklich sehr explizit. Mir hat das Subtile sehr gut gefallen, vielleicht liegt es auch daran, dass mit sowohl Chris als auch Zeke gleich zu Beginn sympathisch waren.
    Die historische Handlung, in der es um Ritter, Königreiche und deren Zwistigkeiten untereinander, ja schließlich sogar um ein Attentat auf den König geht, fand ich sehr spannend und auch nachvollziehbar und plastisch gezeichnet. Wobei ich ein allerdings paar Schwierigkeiten hatte, war die Unterscheidung mancher Figuren. So zum Beispiel ähneln sich Chris‘ Brüder und die Ritter des Königs ziemlich, was mich immer wieder zum Zurückblättern animiert hat.
    Schön gemacht fand ich im Anschluß an den eigentlichen Manga die Kurzgeschichten, die in humorvoller Art und Weise Anekdoten rund um die handelnden Personen erzählen. Am Ende wartet das mit über 250 Seiten wirklich angenehm dicke Buch auch noch mit einem Bonuskapitel auf.
    Was mich gegen Ende etwas wundert, ist: Zeke taucht nicht mehr auf, dafür verliebt sich Chris in eine holde Maid (von der er nicht mal den Namen weiß) und hat schließlich Liebeskummer. Was ist mir seiner Liebe zu Zeke? War es nur ein Abenteuer? Man kann mit diesem spannenden Cliffhanger wirklich auf die nächsten Bände gespannt sein!
    Ein toller Manga mit starken Figuren und berührenden Gefühlen, ohne je Kitschig oder platt zu wirken. Eine absolute Leseempfehlung!
    Aquarius

    Aquarius (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    11.11.2014

    Viel Potential, aber recht langweilig umgesetzt

    Buchinhalt:

    Berufstaucher Jens Ahrens entkommt nur knapp der Explosion einer Seemine, die seinem Kollegen das Leben kostet. Er erwacht – viele Kilometer weiter am Stand, ohne zu wissen, wie er dort hin gekommen ist. Knapp dem Tod entronnen wird Jens entführt, kann aber fliehen. Er kommt schließlich nach Engirsholm, einem kleinen Nordseedorf, in dem sich zwei mysteriöse Todesfälle ereignet haben. Die Polizei glaubt seiner Entführungsgeschichte jedoch nicht, lediglich Ronja, die Tochter eines anderen Entführten, macht sich zusammen mit Jens auf, das Rätsel zu ergründen. Dann wird in den Dünen das Skelett eines Chimärenwesens gefunden….



    Persönlicher Eindruck:

    Seit jeher ranken sich Mythen und Legenden um das Meer – immer wieder ein Pool für spannende Ideen auf dem Buchmarkt. So auch bei „Aquarius“, einem Mystery-Thriller, dessen Leseprobe mir Spannung und angenehmen Grusel versprach.

    Es beginnt erst recht eingängig, man erfährt gleich zu Beginn sowohl etwas zum Protagonisten als auch zum Schauplatz und wird so nach und nach hineingesogen in eine Mischung aus Krimihandlung und Nervenkitzel. Sowohl Mythen rund um die Nordsee als auch frische Ideen und das daraus resultierende Spannungspotential sind das Thema des Romans.

    Leider verzettelt sich die Geschichte dann immer mehr und schon bald ist man als Leser fast erschlagen vor Informationen. Das ist ja an sich nicht schlecht, aber leider bringt es die Handlung streckenweise kein Stück weiter. Historische Fakten und Sagen rund um Engirsholm und Runghold sind eigentlich nur für Nordlichter, die diese Orte auch wirklich kennen oder zumindest schon mal da gewesen sind, interessant. Für alle anderen Leser bauen sich Längen auf, die die Lektüre zäh und mitunter ziemlich langweilig machen.

    Schade, dass die gute Grundidee zu sehr mit Nebensächlichkeiten aufgeblasen wurde. Auch mit den handelnden Personen, Jens Ahrens eingeschlossen, wurde ich nicht wirklich warm. Ich hätte mir hier mehr Tiefgang gewünscht und insgesamt ein wenig mehr „auf-den-Punkt-Kommen“. Der Handlung auf 400 Seiten hätte eine gestraffte Erzählweise weitaus besser getan als zahllose Ortsbeschreibungen, lokale Mythen und endlose, sehr künstliche Dialoge.

    Als die Fantasyelemente schließlich zum Zug kamen, wurde es zwar etwas interessanter, doch auch das und die Nachforschungen von Jens und Ronja konnten das Ruder nicht mehr herum reißen.

    Mir war der Roman einfach zu langatmig, um wirklich spannend sein zu können. Ein Überfliegen mancher Passagen hätte dem Gesamtverständnis nicht einmal geschadet. Schade, aber die durchaus gute Idee wurde nicht wirklich ausgeschöpft.
    Funkenflieger

    Funkenflieger (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    11.11.2014

    mittelmäßiges Gesellschaftsdrama, grandioser Hörbuchsprecher!

    Hörbuchinhalt:

    Kevin, Robin und Marvin, drei Brüder aus einem sozialen Brennpunkt, sind der Mittelpunkt der Geschichte. Die Mutter kümmert sich absolut nicht, was mit ihnen ist und es ist der Älteste, Kevin, der sich um die Familie kümmert. Als Kevins türkische Freundin Aisha schwanger wird, häufen sich die Probleme – Aishas Eltern sind absolut dagegen: gegen ihren farbigen Freund, die frühe Schwangerschaft, das Baby. Dann hat Marvin, der Jüngste der Brüder, einen genialen Plan….

    Persönlicher Eindruck:

    „Funkenflieger“ ist ein dramatischer Roman, Familiengeschichte und Gesellschaftsdrama zugleich.
    Schon zu Beginn schafft es die Autorin, den Leser (in meinem Fall: Hörer) mitzunehmen an ein Setting, das es so tausendfach in Deutschland gibt. Nicht ein durchscnittliches Mittelstandsviertel – nein, eine eher soziale Wohnegegend. Und auch innerfamiliär vermisst man bei den Figuren den sozialen Aspekt. Warum kümmern sich die Mütter (allen voran Elvira) nicht um ihre Söhne? Warum ist Elvira alles egal?
    Im Laufe des Hörbuchs lernt man alle Beteiligten kennen und bekommt immer mehr einen Einblick in das Drama, das sich hinter verschlossenen Türen abspielt. Vater davongelaufen, lethargische Mutter, plötzlich schwangere Freundin: Rita Falk nimmt gar kein Blatt vor den Mund und legt den Finger bisweilen in offensichtliche Wunden.
    Liest man den Klappentext, erscheint es dem Leser, als wären Aisha und Kevin die Hauptfiguren. Das sind sie ja auch, unter anderem. So wirklich eindeutig ist das das ganze Hörbuch über nicht, denn die einzelnen Personen, sei es nun Aisha, Kevin, Marvin oder Elvira, stehen alle mehr oder minder im Mittelpunkt der Handlung. Mehrere Schicksale laufen parallel und genau das machte es mir an manchen Stellen etwas schwer. Viele Beziehungskisten und dementsprechend Sprünge in der Handlung lassen den Fokus auf ein zentrales Pärchen vermissen.
    Vielleicht ist das so gewollt – darüber möchte ich mir kein Urteil erlauben, aber damit verzettelt sich die Autorin auch hier und da. Weniger wäre hier vielleicht mehr gewesen.
    Für mich der primäre Grund für den Griff zu diesem Hörbuch war der Hörbuchsprecher: Johannes Raspe. Er setzt mit seiner tollen Stimme das Buch perfekt um. Von der Handlung her bekäme das Buch von mir lediglich 3 Sterne, der vierte Stern gebührt einzig und allein dem Hörbuchsprecher!
    Ein Bräutigam aus gutem Haus

    Ein Bräutigam aus gutem Haus (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.11.2014

    absolute Leseempfehlung, Liebesgeschichte mit Botschaft

    Buchinhalt:

    Nach dem plötzlichen Tod von Annalisas Mann bewirtschaftet die junge Mutter mehr schlecht als recht allein die gemeinsame Farm. Ihr Vater befürchtet, dass seine Tochter ihre Lebensgrundlage auf längere Sicht hin verlieren wird und schreibt in die alte Heimat nach Deutschland, wo er einen neuen Ehemann für Annalisa finden will. Dann taucht Carl bei Annalisa auf – zwar nicht der erwartete Zukünftige, aber ein Mann mit dem Herzen auf dem rechten Fleck. Er hilft der jungen Frau, die ihr zweites Kind erwartet, auf der Farm und Annalisa ist sofort von ihm angetan. Doch Carl ist auf der Flucht. Und als der zukünftige Bräutigam dann schließlich auch noch auftaucht, wagt Annalisa gar nicht mehr auf ein Happy End zu hoffen…..

    Persönlicher Eindruck:
    Von Jody Hedlund kannte ich schon „Die Assistentin des Fotografen“, was mir auch sehr gut gefallen hat. Mit „Ein Bräutigam aus gutem Haus“ setzt sich der Erfolg der Autorin fort – denn schon auf den ersten Seiten ist man gefangen in einer anheimelnden, berührenden und bewegenden Geschichte, die einen nicht mehr loslässt.
    Das Setting und die oftmals harte Lebensweise einer jungen Auswandererwitwe im 19. Jahrhundert sind nachvollziehbar und plastisch eingefangen, man hat schon nach wenigen Seiten Kopfkino und fühlt sich in vergangene Zeiten versetzt.
    Annalisa als weibliche Hauptfigur war mir von Anfang an sympathisch und hat durchaus Identifikationspotential. Man fragt sich immer wieder, wie man selber in einer solchen Situation gehandelt hätte und kommt zu dem Schluß, dass Annalisa trotz aller Zweifel und Ängste ihre Zukunft betreffend eine durchaus toughe Frau ist, die versucht, mit ihren Kindern allein über die Runden zu kommen – wenn man bedenkt, wie begrenz die Möglichkeiten für eine Frau in der damaligen Zeit gewesen sind.
    Carl als männlicher Gegenpart umgibt ein Geheimnis: man wird nicht so recht schlau aus ihm, obwohl er ziemlich schnell Sympathiepunkte beim Leser sammelt. Durch ihn erfährt Annalena Stück für Stück, dass auch sie wieder glücklich sein darf und was es heißt, geliebt zu werden.
    Thematisch sind neben der eingängigen Liebesgeschichte auch Auswandererschicksal und arrangierte Ehe genauso ein Thema, wie die Liebe Gottes und der Glaube an seine helfende Hand. Immer wieder hat man als Leser die Gelegenheit, nachzudenken und das Gelesene zu reflektieren.
    Ein absolutes Highlight für alle, die historische Liebesromane mit Tiefgang und christlicher Botschaft zu schätzen wissen: nicht zu Unrecht ist „Ein Bräutigam aus gutem Haus“ in den USA preisgekrönt. Ich kann das Buch absolut weiter empfehlen!

    Das Erbe des Flammenmädchens

    Das Erbe des Flammenmädchens (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    02.11.2014

    nicht ganz so überzeugend wie Band 1

    Buchinhalt:

    Ari steht als „Siegel des Salomon“ zwischen allen Stühlen. Einerseits betrauert sie den Tod ihres Ziehvaters, andererseits hat sie alle Hände voll zu tun, nicht im Kampf der Dschinn und anderer Zauberwesen aufgerieben zu werden. Auch der White King, ihr leiblicher Vater, will Ari für seine Zwecke benutzen und so kommt es, dass Ari keinem mehr wirklich trauen kann. Auch in Liebesdingen kommt sie nicht voran – denn Jai darf sie nicht lieben und dieser zeigt auch so überhaupt keine Gefühle. Wird Ari es schaffen, sie selbst zu bleiben und ihren eigenen Willen zu behalten? Wird sie sich und die, die sie liebt, retten können?

    Persönlicher Eindruck:

    Zum zweiten Mal war ich nun Gast in einer orientalisch angehauchten Welt voller magischer Wesen, Zauberer und Dschinn. Es ging handlungsmäßig nahtlos weiter, so dass man zum Verständnis unbedingt Band 1 kennen sollte, um dem Plot folgen zu können.
    Allerdings hat es mir hier nicht ganz so gut gefallen, wie im ersten Teil: die Handlung entspinnt zwar zahlreiche neue Fäden und zig neue Möglichkeiten, beraubt sich dieser aber wieder, weil sie die neuen Ideen schnell verkümmern lässt und ihnen nicht wirklich nachgeht. Viele scheinen nur Füllmaterial, ohne für den roten Faden der Geschichte wirklich wichtig zu sein. Das ist schade, denn so verschenkt die Autorin Potential und tolle Ideen verlaufen im Sande.
    Ari als Hauptfigur hat sich gut weiter entwickelt und es macht auch Spaß, ihr zu folgen und an ihrem abenteuerlichen Leben teil zu haben. Was mich etwas gestört hat, ist nach wie vor Charlie, Aris Exfreund. Noch immer fühlt sich die 17Jährige verantwortlich für ihn, obwohl längst Schluss ist – das war nicht so recht nachvollziehbar und alterstypisch.
    Jai als anderer „Bewerber“ um Aris Gunst in diesem Liebesdreieck macht seinerseits auch überhaupt keinen Ruck und nach wie vor heißt es, die beiden dürfen sich nicht lieben, aus den schon in Band 1 erläuterten Gründen. Warum geht es hier nicht vorwärts? Es macht oftmals den Eindruck, als wäre die Handlung aufgebläht worden, ohne wirklich vom Fleck zu kommen. Ari wirkt jammerig und von einer wirklichen Beziehung, Schmetterlingen oder zumindest leichtem Kribbeln beim Lesen keine Spur.
    Die Sache mit den Dschinn-Königen fasziniert mich hingegen noch immer, hier hat sich die Autorin auch sehr große Mühe gemacht, die Rahmenhandlung zur Geschichte um Ari bunt und exotisch auszugestalten. Man kann also gespannt sein, wie es weiter geht – ich hoffe, dass mich der dritte Teil wieder so überzeugen konnte, wie Teil 1. Gespannt bin ich auf jeden Fall!
    Ardalén

    Ardalén (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.11.2014

    melancholische Geschichte, grandiose Zeichenkunst

    Buchinhalt:

    Sabela ist auf der Suche nach ihrem Großvater – doch das Unterfangen gestaltet sich schwierig. Sie hat keine sonstigen Verwandten und trifft schließlich in einem abgelegenen Bergdorf auf den alten Fidel, der auch zur See gefahren sein soll. Von ihm erhofft sie sich Informationen – und begibt sich mit Fidel auf eine abenteuerliche Reise in dessen Vergangenheit, seine Erinnerungen und bildgewaltigen Szenen seines Lebens, von dem nicht mal Fidel sagen kann, was wahr und was der Phantasie entspringt….

    Persönlicher Eindruck:

    Phantastisch! Dieses Wort trifft wohl am ehesten die Empfindungen, die ich beim Lesen dieser außergewöhnlichen Graphic Novel hatte. Beeindruckende Bilder, die wie in Öl gemalt erscheinen, bereiten den Weg für die Suche nach der Vergangenheit, den Wurzeln, dem eigenen Ich. Ich habe noch nie zuvor einen derartigen Bilderreichtum bei einer Graphic Novel erlebt und das Lesen erschien mir dadurch fast wie der Besuch in einer Kunstausstellung.
    Der Roman richtet sich eindeutig an eine erwachsene Leserschaft, denn die melancholische, poetische, oftmals auch intellektuelle Geschichte ist keine unbedingt leichte Lektüre und nichts fürs Lesen zwischendurch. Man muß sich einlassen auf die zahllosen Bilder, die Gedanken und die episodisch angelegten Rückblenden, die man zusammen mit Sabela und Fidel durchläuft.
    Das ganze Erscheinungsbild und die Farben sind in einem maritimen, fürs Auge sehr angenehmen Touch gehalten. Durch die Mischung aus Bildern auf der einen und Volltextseiten mit Dokumenten und das Gesehene untermauernden, fiktiven Fakten auf den anderen Seite regt der Plot absolut zum Nachdenken und Reflektieren an.
    Fidel war für mich von den Figuren die eindeutig plastischste, tiefgängigste. Ob er nun Sabelas gesuchter Großvater ist oder nur eine Art Großvater-Ersatz, hat sich mir nicht wirklich erschlossen: es ist aber auch nicht so wichtig. Viel wichtiger ist der Prozess des gemeinsamen Erlebens, das Sabela und Fidel immer mehr aneinanderbindet und zwei einsame, aber verwandte Seelen zueinander führt. Vielleicht ist Fidel der Großvater, den sie sich gewünscht hat – man kann nur vermuten.
    Besonders gefallen hat mir die Atmosphäre. Ob nun in einer Hafenkneipe, in der Natur, Vergangenheit oder Gegenwart der in den vom Meer geprägten Gedanken Fidels – Prado schafft es auf jeder Seite, das absolut passende Gefühl im Leser wachzurufen.
    Am besten fand ich die Szenen mit den fliegenden Walen, den Meerestieren und dem dadurch zugrunde gelegten Reichtum Fidels, der so gar nichts mit Geld und Gold zu tun hat: sein Reichtum liegt wo ganz anderes, man muß sich nur darauf einlassen, ein bisschen zu denken, wie er.
    Eine absolute Leseempfehlung, die fernab vom Mainstream eine melancholische, nachdenkliche Geschichte mit grandioser Zeichenkunst vermittelt. Absolut top!
    Lu, M: Legend 3 - Berstende Sterne

    Lu, M: Legend 3 - Berstende Sterne (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.11.2014

    spannender Abschluß der Trilogie

    Buchinhalt:

    Ein neuer Elektor steht der Republik vor und June arbeitet in seinem Stab. Es scheint sich die lang ersehnte Wende anzubahnen – Frieden zwischen der Republik und den Kolonien. Dann bricht eine furchtbare Krankheit aus und die Kolonien geben der Republik die Schuld: ein erneuter Krieg scheint unausweichlich. Auch Day und June, die für einige Zeit getrennte Wege gehen, verzehren sich nach einander. Doch die prekären Zustände im Land fordern mitleidslos ihren Tribut – hat ihre Beziehung und eine Zukunft für die beiden überhaupt noch eine Chance?

    Persönlicher Eindruck:

    Es ist schon eine Weile her, dass ich mit Band 1 und 2 in das Leben von Day und June eingetaucht bin – von daher hatte ich ein bisschen Anlaufschwierigkeiten, wieder in diese packende Dystopie hinein zu finden. Ganz im Stil der Vorgängerbände erzählt Marie Lu auch hier eine eher „politische“ Geschichte und nimmt den Leser erneut mit in eine Welt, bei der der Zwist zwischen der Republik einerseits und den Kolonien andererseits im Mittelpunkt steht.
    Spannung kommt schon sehr früh auf und ohne Kenntnisse aus den Vorgängerbänden ist man als Leser heillos verloren – das Beste wäre, die Bände der Trilogie komplett nacheinander zu lesen. Fragen, die bislang offen geblieben sind, werden beantwortet, wobei es recht rasant zur Sache geht und auch dieses Mal auf die schon bewährte Methode, also die Actionszenen, gesetzt wird.
    Die Sache mit der Seuche und die persönlichen Auswirkungen auf Day und June (ich will hier nicht zu viel verraten) fand ich gut gemacht und packend – auch Andens Rolle in dem Ganzen war auch nachvollziehbar und logisch.
    Was nicht ganz so logisch war, ist Days „Vergessen“. Er weiß letztendlich nichts mehr von den letzten Jahren (den Grund möchte ich hier nicht verraten), auch nicht von June – und er erfährt auch nichts von Dritten von ihr. Hat die Gesellschaft das Paar von damals so schnell vergessen? Das scheint mir recht unwahrscheinlich, da Day und June zu Beginn regelrechte Ikonen für die Bevölkerung waren.
    Generell scheinen alle Beziehungen, die zu Beginn zwischen verschiedenen Personen bestanden, am Schluß in die Brüche zu gehen, warum auch immer. Das war mir doch etwas zu abrupt und hätte einiger Erklärungen bedurft.
    Anden, der als neuer Elektor eine recht gute Figur macht, ist am Schluß der „Auserkorene“, allerdings hätte ich mir mehr Tiefgang bei ihm gewünscht, zumal er ja so wichtig wird für die ganze weitere Handlung.
    Alles in allem war „Berstende Sterne“ eine gute Abrundung der Trilogie, trotz einiger Ungereimtheiten und nicht ganz perfekter Wendungen – man muß sich allerdings vor einer Anschaffung im Klaren sein, dass im Gegensatz zu vergleichbaren Dystopien hier die politischen Zustände bei weitem mehr gewichtet werden, als das Abenteuer der Protagonisten. Das fand ich summa summarum etwas schade und an manchen Stellen etwas zäh.

    NO. 6. Bd.1

    NO. 6. Bd.1 (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.11.2014

    Tolle Manga-Dystopie, macht Lust auf mehr!

    Buchinhalt:

    Der junge Shino lebt ein sorgenfreies Leben in No. 6, einer perfekten Stadt, in der Kriminalität und Krankheiten ausgerottet wurden und Bildung und Fortschritt das Leben der Bewohner bestimmen. Eines Tages gewährt Shion dem Flüchtling Nezumi Unterschlupf und setzt damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die sein Leben und das seiner Familie von heute auf morgen schlagartig ändern. Aus der Bildungselite ausgestoßen und des Mordes angeklagt, bleibt Shion nur eine Möglichkeit: die Flucht….

    Persönlicher Eindruck:

    Nachdem ich Dystopien liebend gerne lese und mich durch sie in utopische Welten versetzen lasse, hat mich dieser spannende Manga sofort angesprochen. Noch nie hatte ich bisher eine Dystopie als grafische Version gelesen und war mehr als gespannt. „No. 6“ hat mich zu keiner Zeit enttäuscht – was für ein spannender Auftakt in eine mehrbändige Reihe!
    Schon auf der ersten Seite kann man als Leser in eine fremde, futuristische Welt eintauchen; Dank der „Landkarte“ hat man sofort ein Bild des Schauplatzes vor Augen und zentrale Hintergrundinfos geben einem alles mit auf den Weg, was man für den Einstieg braucht.
    Die Zeichnungen sind detailgenau, ansprechend und liebevoll, was mir beim Lesen eines Mangas sehr wichtig ist. Anders als vergleichbare Romane wurde „No. 6“ von zwei Personen geschaffen, da der Roman ursprünglich als Textversion angelegt war. Als Leser hat man allerdings nie Diskrepanzen zwischen den Bildern und der Handlung, so dass es ein reines Vergnügen ist, sich von der Dystopie mitreißen zu lassen.
    Die beiden Protagonisten Shion und Nezumi machten auf mich einen sympathischen Eindruck. Shion selbst ist zunächst unbedarft und etwas naiv, Nezumi allein durch seinen täglichen Überlebenskampf abgebrüht und realistisch. Nezumi schint etwas zu verbergen, auf das man wohl erst nach und nach kommen wird. Zusammen machen sie sich schließlich auf, die erschreckenden Hintergründe von No. 6 zu ergründen.
    Packend fand ich die Mystery-Elemente. Shion steckt sich auf der Flucht mit einer Art Virus an, der ihn fast töten und schließlich sein ganzes Erscheinungsbild verändern wird (er hat zunächst dunkle Haare, wird dann aber grau / blond). Was steckt dahinter? Warum sterben so viele Menschen in No. 6 wie die Fliegen und alterten davor rapide? Ein spannender Cliffhanger macht Lust auf die Fortsetzung und lässt Kopfkino vom Allerfeinsten entstehen.
    Wer Dystopien / Science Fiction mag und gerne mal eine andere Art, diese Geschichten auszudrücken, probieren möchte, dem sei „No. 6“ absolut ans Herz gelegt. Spannung auf jeder Seite – ich freue mich schon heute auf Band 2!
    Sophia - Triumph der Liebe

    Sophia - Triumph der Liebe (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.10.2014

    Bewegender Abschluss der Trilogie

    Buchinhalt:

    Sophia steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Christopher, als der ein Telegramm und die Nachricht eines Familienunglücks bekommt: überstürzt reist er ab als erfährt, dass seine Eltern bei einem Brand ums Leben kamen und er nun für seine fünf kleinen Geschwister sorgen muß. Zurück in Texas wird Sophia alsbald damit konfrontiert, was es bedeutet, für eine große Kinderschar zu sorgen. Sie plagen Zweifel – kann sie Christopher überhaupt eine gute Ehefrau und den Kindern eine Art Mutterersatz sein?
    In der Zwischenzeit steht ihre eigene Familie vor dem Ruin: der Holzfällerbetrieb ist pleite und dann erpresst auch noch Albright die Familie. Wird das junge Paar es mit Gottes Hilfe überhaupt schaffen, sich eine Zukunft aufzubauen?

    Persönlicher Eindruck:

    Im dritten und letzten Band der „Sophia“-Reihe geht es erneut um Glaube, Liebe und Hoffnung im Amerika des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Obwohl der Band nahtlos und ohne große Rückblenden an Band 2 anknüpft, war ich nach wenigen Seiten schon wieder total in der Geschichte gefangen und die Seiten flogen nur so dahin.
    Sophia als Hauptfigur hat seit Beginn eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht und es könnte alles nicht rosiger sein, würden nicht Schurken wie Albright dem jungen Glück Knüppel zwischen die Beine werfen. Neben der Familiensaga besticht der Roman auch mit einem Handlungsfaden, in dem es um Erpressung, Hoffnungslosigkeit und Zweifel geht. Die beiden Haupthandlungen prallen aufeinander und zusammen mit den Protagonisten darf man auch in diesem Buch erfahren, dass Gott und seine helfende Hand am Ende doch wieder alles zum Guten wendet.
    Der christliche Aspekt ist angenehm eingebettet in das tägliche Leben der Figuren; dezente Bibelstellen regen zum Nachdenken an, sind aber nie aufdringlich oder schulmeisterlich mit erhobenem Zeigefinger.
    Der Schreibstil der Autorin hat mich auch in diesem Roman wieder voll und ganz in seinen Bann gezogen – wer tiefgängige Geschichten aus der Siedlerzeit und der Zeit des „Wilden Westens“ liebt, wird an dieser Reihe seine absolute Freude haben.
    Der durchgängige Spannungsbogen machte das Lesen zu einem absoluten Vergnügen und als großer Peterson-Fan kann ich den Roman und die Reihe einfach guten Gewissens weiter empfehlen!
    Praxisratgeber Klassikerkauf Jaguar E-Type V12 5,3 Litre

    Praxisratgeber Klassikerkauf Jaguar E-Type V12 5,3 Litre (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    12.10.2014

    spannender Krimi mit tollen Charakteren und einer Portion Gefühl

    Buchinhalt:

    Die junge Krankenschwester Rita staunt nicht schlecht, als in ihrer Nachtschicht ein Mann mit einer Schussverletzung in die Klinik eingeliefert wird. Er hat eine geladene Waffe in der Tasche und macht auch so ein ziemliches Geheimnis um seine Person. Kaum aus der Narkose erwacht, flieht er aus der Klinik – zusammen mit Rita und einem gestohlenen Auto. Rita vertraut Martin, wie sich der Versetzte nennt. Doch dann kommt es zu Ungereimtheiten – und Rita gerät ins Fadenkreuz von korrupten Polizisten, verdeckten Ermittlern und kriminellen Machenschaften…..

    Persönlicher Eindruck:

    „Tote Killer küssen besser“ ist bei weitem nicht mein erstes Buch aus der Feder von Brita Rose-Billert. Doch während die anderen das Thema „Indianer“ hatten (teils ebenfalls mit Thrillerhandlung), so ist der vorliegende Roman ein reiner Krimi mit Schauplätzen in Deutschland.
    Rita, die weibliche Hauptfigur, macht einen bodenständigen, sympathischen Eindruck; ihre Handlungsweisen sind absolut nachvollziehbar und inhaltlich gut recherchiert – was nicht zuletzt daran liegt, dass auch die Autorin im medizinischen Bereich arbeitet und weiß, worauf es dabei ankommt.
    Martin, der männliche Protagonist, macht ebenfalls schon zu Beginn den Eindruck, dass er zu den „Guten“ gehört – auch wenn zunächst im Dunkeln bleibt, was seine Absichten sind. Erst, als man (für einen Krimi durchaus früh) definitiv erfährt, was für eine Rolle er in dem Ganzen spielt, durchschaut man manches. Allerdings ist die Handlung auf keiner Seite vorhersehbar, die Spannung bleibt bis zuletzt erhalten und der Spannungsbogen aufrecht.
    Gut gefallen hat mir auch in diesem Roman u.A. die plastische Darstellung des Settings und der Schauplätze. Im letzten Drittel, als relativ viele Personen auf beiden Seiten dazu kommen, hatte ich ab und an ein paar Schwierigkeiten, zuzuordnen, wer nun wohin gehört. Doch im Kontext wird alles relativ klar und man muß nicht zurückblättern.
    Insgesamt war ich absolut gefangen in einer spannenden Handlung, die genauso ein Kriminalfilm hätte sein können – Kopfkino vom Allerfeinsten und eine packende Pointe am Schluß lassen auf keiner Seite Langeweile aufkommen.
    Eine absolute Leseempfehlung mit tollen Charakteren, fernab vom Mainstream und bekannten Reihen. Ein toller Einzelband, von dem ich hoffe, dass er auf keinen Fall ein Einzelband bleibt. Spannung und Gefühl – eine absolut perfekte Mischung!
    Momono, M: Demon Guardian 01

    Momono, M: Demon Guardian 01 (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    12.10.2014

    absoluter Top-Manga mit liebevollen Zeichnungen und toller Story

    Buchinhalt:

    Seit dem Tod ihrer Eltern besucht Chika das Internat, auf dem ihr Cousin als Lehrer unterrichtet. Heimlich hält sie sich dort einen Kater, obwohl das verboten ist. Shirokuro ist jedoch ein Dämon, der in den Körper dieses Geschöpf gebannt wurde und die Gestalt wandeln kann. Als Chika das erfährt, steht ihr Leben Kopf – denn Shirokuros Dämonenkräfte kehren zurück, sobald er einem Mädchen die Unschuld raubt. Und dieses Mädchen soll Chika sein. Die will allerdings von dem Pakt nichts wissen. Dennoch beschützt Shirokuro das Mädchen, denn seltsame Gefühle beginnen in den beiden zu wachsen…. Dann gerät Chika in Lebensgefahr: was hat das alles mit dem blumenförmigen Muttermal zu tun, das sie auf der Brust trägt?

    Persönlicher Eindruck:

    In ansprechenden, liebevoll gezeichneten Bildern nimmt Miku Momono den Leser mit in eine Fantasygeschichte, in der weder Spannung noch Gefühl zu kurz kommen. Chika, das von allen ihren Liebsten verlassene Mädchen, hat absolut Identifikationspotential und kam schon auf den ersten Seiten sympathisch rüber. Ihr Schicksal, das mit der Muttermal-Blüte zusammenhängt, sorgt für atemberaubende Spannung, man kann auf die Folgebände schon gespannt sein.
    Shirokuro, ihr männlicher Gegenpart, ist ein Dämon, der trotz allem Dunklen in seiner Existenz das Herz dennoch auf dem rechten Fleck hat. Ob als Katze oder als Mensch – Chika kann sich glücklich schätzen, dass sie einen solchen Beschützer an ihrer Seite hat. Der Pakt an sich und der Preis der Jungfräulichkeit steht zwar immer noch im Raum, aber Shirokuro ist ganz Gentleman und zwingt Chika zu nichts.
    Die Rahmenhandlung und das Verschwinden von zahlreichen Mädchen sorgt für Spannung und Mysteryelemente; auf jeden Fall hat die Geschichte auf keiner Seite Längen – im Gegenteil. Die Figuren haben Charakter und Profil, so macht ein Manga Spaß!
    Im Laufe der Handlung gewinnt auch die Liebe immer mehr an Einfluss und so wartet „Demon Guardian“ neben der Fantasyhandlung auch mit einer wachsenden Portion Gefühl auf. Der Humor kommt ebenfalls nicht zu kurz – ohne die in der Kapitel gegliederte Geschichte irgendwo kitschig wirken zu lassen oder ins Lächerliche zu ziehen.
    Ich bin schon mehr als gespannt auf die Fortsetzung, denn die Seiten verflogen im Nu und ich hätte am liebsten immer weiter gelesen. Eine absolute Leseempfehlung für alle, die spannende Romantic Fantasy lieben!
    So rot wie Blut

    So rot wie Blut (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    12.10.2014

    packender Jugendthriller mit Spannung und Nervenkitzel


    Buchinhalt:

    Die Schülerin Lumikki ist eine Einzelgängerin, regelt gerne ihre Angelegenheiten selbst und hält sich aus allem heraus. Als sie eines Tages an ihrer Schule eine Menge blutverschmierter Geldscheine findet, gerät sie unfreiwillig in einen Strudel von Lügen, schrecklichen Geheimnissen und zahlreichen Verbrechen. Und obwohl sie nichts dafür kann, steht Lumikki schon bald im Fadenkreuz korrupter Polizisten, der Drogenmafia und einem Spiel auf Leben und Tod….

    Persönlicher Eindruck:

    Was für ein packender Jugendthriller! Der aus der Feder einer finnischen Autorin stammende Roman hat mich gepackt und nicht mehr losgelassen, so dass ich die knapp 300 Seiten in einem Rutsch lesen mußte. Das Buch ist ein spannendes Beispiel dafür, auch ohne eigenes Verschulden in einen Sog krimineller Machenschaften verstrickt zu werden und dadurch mehr als einmal um das eigene Leben fürchten zu müssen.
    Lumikki ist 17 und eigentlich nichts Besonderes. Ihr Motto, sich in absolut nichts einzumischen und sich aus allem heraus zu halten, prägt ihr Leben. Aufgrund eines traumatischen Erlebnisses in ihrer Vergangenheit, das weitestgehend im Dunkel bleibt, kann sie nicht wirklich Beziehungen zu anderen Menschen aufbauen und lebt ihr Leben als Einzelkämpfer.
    Elisa ist da das exakte Gegenteil – modebewusst, ein Schicki-Micki-Girl. Doch die blutverschmierten Geldscheine verstricken die beiden Mädchen sowie Elisas Freunde Tuukka und Kaspar immer weiter in ein Netz aus Geheimnissen und schrecklichen Wahrheiten, die sich erst im Laufe des Buches heraus kristallisieren.
    Was mich beim Lesen etwas verwundert hat, ist Lumikkis Bild, das sie selbst von sich und dem Bild, das sie die Handlung über abgibt. Sie ist eine recht zwiespältige Figur, betont ständig, wie sie überall „nein“ sagt – tut es aber doch nicht. Sie setzt sich mehr als alle anderen für eine Sache ein, mit der sie absolut nichts zu tun hat und setzt dadurch mehrfach ihr eigenes Leben aufs Spiel. Ob sie selbst überhaupt merkt, dass ihre Denke und ihre Handlungen auseinanderfallen, weiß man nicht. Dass Lumikki sich auf dieses Himmelfahrtskommando am Ende des Romans überhaupt einlässt, wunderte mich bei ihrer Einstellung wirklich sehr.
    Von Lumikkis Vergangenheit erfährt man in Rückblenden nur wenig, doch das Wenige, das man liest, erzeugt eine absolut beklemmende Stimmung, so dass man sich in die Hauptfigur recht gut einfühlen kann. Woher kommt ihr Einzelkämpfertum? Und warum kam es zu den Übergiffen?
    Etwas gewöhnungsbedürftig fand ich die finnischen Namen von Personen, Plätzen und Städten / Stadtteilen, da diese sich doch für unsere Ohren sehr ähnlich anhören und ich des Öfteren mehrmals lesen mußte, wer oder was nun gemeint ist.
    Dass es sich bei „So rot wie Blut“ um den ersten Band einer Trilogie handeln soll, verwundert mich. Der Schluß des Romans ist absolut rund und es bleiben nur sehr wenige zum Verständnis notwendige Fragen offen, so dass man den Roman durchaus auch als Einzelband lesen kann und nicht zwingend weitere Bände braucht.
    Eine absolute Leseempfehlung: Spannung, Nervenkitzel und eine starke Protagonistin sind absolut garantiert!
    Lukas und der Notruf vom Jupiter

    Lukas und der Notruf vom Jupiter (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    12.10.2014

    spannende Science Fiction für Kinder

    Buchinhalt:

    Als die Freunde Lukas und Nico heimlich mit den drei Außerirdischen Kawett, Luwa und Scat unterwegs sind, um auf fremden Monden Rohstoffe für die Reparatur von deren Raumschiff zu sammeln, ereilt die Gruppe ein kryptischer Notruf. Woher mag diese Botschaft kommen? Die Nachforschungen deuten auf einen Mond beim Jupiter: Außerirdische Fieslinge bedrohen ein fremdes Volk. Lukas und seine Freunde machen sich auf den Weg, ihnen zu helfen – und geraten dabei selbst in die größten Schwierigkeiten – werden alle mit dem Leben davon kommen? Die Freunde müssen alles auf eine Karte setzen….

    Persönlicher Eindruck:

    „Lukas und der Notruf vom Jupiter“ ist der zweite Band der Geisterwald-Trilogie, kann aber auch ohne Vorwissen als Einzelband gelesen werden. Die schöne und stabile Aufmachung des Romans macht das Abenteuerbuch zu einem perfekten Begleiter.
    Gut gefallen hat mir die gekonnte Mischung aus Kinder- / Jugendbuch, Science Fiction und spannendem Abenteuer. Da die Art der Erzählung sehr bunt und bildhaft ist, kann man sich alles wunderbar vorstellen. Kopfkino entsteht beim Lesen auf alle Fälle und es bereitet ein absolutes Vergnügen, sich mit den Protagonisten auf Weltraumtour zu begeben.
    Von den Charakteren haben mir Lukas und Kawett am besten gefallen, sie haben meiner Meinung nach am meisten Profil und kommen am sympathischsten rüber. Nico ging mir mit der Zeit etwas auf den Keks, da er mehr und mehr besserwisserisch und vorlaut rüber kommt, sich in den Vordergrund drängt und einfach ein Großmaul ist.
    Die einzelnen Kapitel eignen sich wunderbar auch zum Vorlesen oder als Gute-Nacht-Geschichte, da jedes Kapitel einen Abschnitt der Geschichte markiert. Gut gefallen haben mir dabei die Illustrationen, die die Kapitel einleiten.
    Die überschaubare Anzahl der Figuren macht es auch jüngeren Lesern einfach, sich in der Handlung zurecht zu finden, zeitgleich ist der Plot aber trotzdem so vielschichtig, dass es auch erwachsenen Lesern gefällt.
    Die Spannung steigert sich vor allem zum Ende hin und ich hatte das dringende Bedürfnis, das letzte Drittel in einem Zug durchzulesen. Der Cliffhanger am Schluß zeigt, dass es noch weiter geht, allerdings rundet er befriedigend die Handlung dieses Bandes ab, so dass nur wenige Fragen offen bleiben.
    Alles in allem ein spannendes Weltraumabenteuer für Groß und Klein, das ich sehr gerne mitverfolgt habe.
    Groeper, K: Feder folgt dem Wind

    Groeper, K: Feder folgt dem Wind (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    12.10.2014

    bewegend, spannend, erstklassig!

    Buchinhalt:

    Nachdem am Sand-Creek weiße Soldaten ein Massaker an einem friedlichen Indianerdorf begehen, sinnen die Cheyenne nach Vergeltung und überfallen zusammen mit den Lakota die Ranch der Auswandererfamilie Bruckner. Theresa wird ins Indianerlager verschleppt und ihr Leben gleicht einem Alptraum, da sie sich weigert, sich zumindest minimal in den Stamm zu integrieren und sich gegen alles sperrt, was mit und um sie herum geschieht. Wakinyan-gleschka, der Krieger, der Theresa vor der Rache der Cheyenne bewahrt hat, weiß auch nicht viel mit der vermeintlich dummen Weißen anzufangen. Erst, als der Krieg der Weißen auch das Dorf der Brulé erreicht, reift bei beiden die Erkenntnis, dass ihrer beider Leben sich für immer verändern wird…

    Persönlicher Eindruck:

    Dramatisch und mit wie immer detaillierten Hintergrundwissen nahm mich Frau Groeper ein weiteres Mal mit auf eine Reise in die Vergangenheit, hin zu den Indianervölkern der amerikanischen Prärien. Das Schicksal vieler Frauen und Mädchen, die im Zuge der Kriege zwischen Weißen und Indianern damals entführt und in die Indianerstämme verschleppt wurden, wo dann zwei Kulturen aufeinander prallten, beschreibt der Roman eingängig und unverblümt.
    Hilfreich dabei ist die Art, wie die Autorin das Buch aufbaut: Die Kapitel werden wechselseitig aus der Sicht von Threresa und Wakinyan-gleschka erkählt, so dass man als Leser in beide Figuren eintaucht und deren Handlungsweisen nachvollziehen und verstehen kann.
    Wie bereits in den anderen Romanen der Autorin faszinierte mich auch hier beim Lesen die fundierte Art, historische Tatsachen in einen spannenden Roman einzubinden. Das schafft kaum einer so gut, wie Frau Groeper – die 500 Seiten umfassende Geschichte ist kein Buch für Zwischendurch, sondern eine detaillierte Reise in vergangene Zeiten. Dass sie auf wahren Begebenheiten beruht, macht sie umso spannender und wer einmal mit Lesen begonnen hat, wird das Buch nur schwerlich wieder beiseite legen können.
    Die beiden Hauptfiguren machen im Laufe der Handlung eine deutliche Entwicklung durch; sie haben Tiefgang und Identifikationspotential, auch wenn die Kultur von Lakota und Cheyenne auch erst mal fremd und oft eigentümlich wirkt.
    Durchweg ist „Die Feder folgt dem Wind“ eine facettenreiche und authentische Erzählung von geschichtlichen Fakten, die niemals trocken oder verstaubt sondern auf jeder Seite spannend und eindrucksvoll geschildert werden. Das alltägliche Leben von Frau und Mann in einem Indianerstamm, die fremde Sprache, die fremdartige Einstellung zu alltäglichen Dingen – all das vermittelt der Roman in eindrucksvoller Art und Weise.
    Ich kann das Buch bedenkenlos weiter empfehlen, denn man kann nur begeistert sein. Erzählweise, Inhalt und die Art der Sprache machen die Lektüre zu einem absoluten Vergnügen – ein perfektes Zusammenwirken von fiktiver Handlung mit geschichtlichen Fakten. Einfach großartig!
    601 bis 625 von 731 Rezensionen
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