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    Kerstin1975 Top 25 Rezensent

    Aktiv seit: 08. August 2013
    "Hilfreich"-Bewertungen: 297

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    745 Rezensionen

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    Redeeming Love - Die Liebe ist stark

    Redeeming Love - Die Liebe ist stark (DVD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    26.12.2022
    Bild:
    5 von 5
    Ton:
    5 von 5

    Auf keinen Fall FSK12 – zu viele explizite Szenen, der Roman ist besser.

    Inhalt:

    Kalifornien 1850: es ist die Zeit des großen Goldrausches, das Glücksritter aus allen Richtungen an die amerikanische Westküste zieht. Mitten in dieser Gemengelage trifft man dabei auf Sarah, die unter dem Namen „Angel“ als Prostituierte arbeitet – und das seit ihrem 8. Lebensjahr. Sarah hat keinerlei Hoffnung mehr, eine Zukunft sieht sie nicht. Eines Tages trifft Sarah mit Michael Hosea zusammen, einem gläubigen Farmer, der in Sarah die Frau zu sehen glaubt, die für ihn von Gott bestimmt worden ist. Doch wird Sarah das auch so sehen? Es scheint zunächst überhaupt nicht so...


    Persönlicher Eindruck:

    Vorab: ich besitze auch das Buch von Francine Rivers und hatte dementsprechend hohe Erwartungen an diese Verfilmung – die leider nicht in Gänze erfüllt wurden. Man sollte auf jeden Fall den Roman gelesen haben, ehe man sich überhaupt an die Filmversion wagt, um zu wissen, was einen inhaltlich erwartet.

    Zentrale Figur der Geschichte ist „Angel“, die bereits im zarten Alter von 8 Jahren zur Kinderprostitution gezwungen wurde und inzwischen die „Hauptattraktion eines Bordells ist, in dem Goldsucher und Cowboys ein und aus gehen. „Angel“ heißt in Wirklichkeit Sarah und ist eine gebrochene junge Frau. Hoffnung oder gar Neuanfang sieht sie nicht mehr für sich, auch nicht, als sie auf den Farmer Michael trifft, der sich vorstellen kann, Sarah aus ihrem Dilemma herauszuholen und sie sogar zu seiner Frau zu machen. Es ist sein Glaube und seine tiefe Frömmigkeit, die ihm die Kraft und Energie dazu gibt – doch ganz so, wie ich es aus dem Roman kannte, ist es im Film dann doch nicht.

    Was mich gestört hat und was meiner Meinung nach nicht nötig gewesen wäre, sind die expliziten Sexszenen und das wirklich in epischer Gänze ausgewalzten Themas der Kinderprostitution. Warum der Film dennoch FSK12 ist, weiß ich nicht, jedenfalls halte ich ihn nicht geeignet für Zuschauer ab 12 Jahren.

    Die schauspielerischen Qualitäten der beiden Hauptdarsteller waren ganz beachtlich, auch die Landschaftsaufnahmen und das Setting an sich. Als Zuschauer kann man gut eintauchen in die Zeit um 1850, auch wenn das Thema ein schweres ist und der Film keinesfalls leichte Unterhaltung bietet.

    Im christlichen Kontext der Handlung geht es um Vergebung, Neuanfang und auch Hoffnung, wobei ich den Eindruck hatte, dass der christliche Aspekt im Buch besser vermittelt wurde, als in der Verfilmung.

    Insgesamt hatte ich mir mehr erhofft. Auch wenn die Grundaussage des Romans im Film einigermaßen rüber kam, denke ich, ist man mit dem Roman bei Weitem besser bedient. Natürlich muss man sich auf den Stoff einlassen, hier ist in meinen Augen aber das richtige Maß nicht wirklich gefunden worden.
    Dykes, A: Der die Nacht erhellt

    Dykes, A: Der die Nacht erhellt (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.12.2022

    Ein berührender aber auch emotional viel abverlangender historischer Roman aus der Zeit des Ersten Weltkrieges. Absolut lesenswert!

    Buchinhalt: 

    Der Wald von Argonne im Ersten Weltkrieg: Während die drei Kameraden Matthew, George und Henry in den Schützengräben Frankreichs die Grauen des Großen Krieges hautnah miterleben, hören sie immer wieder ein zu Herzen gehendes Lied, welches eine ihnen unbekannte Frauenstimme singt. Dass diese Stimme mit der allein in einer Hütte lebenden Mireille zusammenhängt, ahnen sie zunächst nicht. Erst als Matthew und Mireille aufeinandertreffen, verändert sich fortan die Zukunft von beiden... 


    Persönlicher Eindruck: 

    Es ist ein außergewöhnlicher Weltkriegsroman, kaum vergleichbar mit anderen des Genres: das Buch ist mir sehr unter die Haut gegangen, es ist kein Buch für zwischendurch. Es ist ein Roman, der bildhaft und plastisch die Zeit des Ersten Weltkrieges vor dem inneren Auge des Lesers lebendig werden und ihn so aktiv teilhaben lässt an dem Leid, der Not und auch der Hoffnung, die den Figuren der Geschichte innewohnt. 

    Es sind fünf Personen, mit denen zusammen der Leser in ein Ereignis eintaucht, das inzwischen hundert Jahre vergangen ist, die Welt aber nachhaltig geprägt hat. Die fünf sind alle grundverschieden, dennoch erleben sie die Front in den Schützengräben der Schlachtfelder in den Argonnen zusammen: zum einen ist da Matthew, ein Amerikaner, der Kriegsberichterstatter Henry, George, der Kaplan, der sich als Feldgeistlicher in den Schützengräben Frankreichs wiederfindet und Captain Jasper Truett. Nummer fünf hingegen ist Mireille, die als Engel von Argonne mit ihrem Lied den Soldaten Hoffnung und Trost spendet. Jede der Figuren hat ihre ganz eigenen Charakterzüge und durch unterschiedliche Kapitel wird das auch anschaulich deutlich. 

    Natürlich braucht man als Leser eine Weile, um richtig Fuß zu fassen in der Gesamthandlung. Einerseits aufgrund des doch recht umfangreichen Personenkreises, andererseits muss man sich auch einlassen auf die Beschreibungen des Krieges, die in ihrer vollen Schonungslosigkeit geschildert werden. 

    Der Unverblümtheit in der Erzählung steht allerdings durchweg das Gefühl der Hoffnung entgegen, der christliche Aspekt der Geschichte handelt von Hoffnung und Gottvertrauen, aber auch von Zweifel und Verlust. Die Frage, wie Gott es zulassen kann, dass sich ein derartiges Leid, wie das, mit dem die Hauptfiguren konfrontiert werden, zulässt, stellen sich dabei nicht nur diese sondern auch der Leser. Es ist eine Thematik, die lange nachhallt und sehr viel Stoff für eigene Gedanken bereit hält. 

    Mir hat es gut gefallen, die einzelnen Darsteller im Laufe der Handlung besser kennen zu lernen und zu sehen, wie sie zusammenwachsen. Wie ein Lied und eine recht zufällige Begegnung alles verändern können, ist erstaunlich und wurde von der Autorin gekonnt ausgearbeitet. Die Lektüre ist keine leichte, es ist kein Roman mal eben für ein paar Nachmittage – wer sich aber darauf einlässt und dran bleibt, entdeckt hier ein ganz besonderes Buch, das auf jeden Fall in der ersten Liga der historischen Romane aus der Zeit der beiden Weltkriege mitspielt!
    Die anderen Weihnachtswünsche

    Lynn Austin
    Die anderen Weihnachtswünsche (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.12.2022

    Weihnachts-Ableger des Romans „In den Schuhen einer Anderen“. Hat mir gut gefallen!

    Buchinhalt: 

    Die USA in den 1950er Jahren: Als der Katalog von Sears im Haushalt auftaucht, sind die beiden kleinen Söhne von Audrey Barrett and Eve Dawson nicht mehr zu halten. Am liebsten würden die beiden Jungen alle Spielzeuge aus dem Katalog besitzen, der Wunschzettel wird länger und länger. Ihre beiden seid Jugendtagen befreundeten Mütter sehen das mit Sorge, geht es doch beim Weihnachtsfest um etwas ganz anderes, als nur um Geschenke und materielle Freuden... 


    Persönlicher Eindruck: 

    Vorab sei gesagt: Die anderen Weihnachtswünsche sind im Grunde die Fortsetzung des Romans In den Schuhen einer anderen, ohne dessen Vorkenntnisse so manches nicht verständlich ist. Man sollte den ersten Band auf alle Fälle kennen, um in den vollen Genuss dieses Weihnachts-Kurzromans zu kommen. 

    Aus der Feder von Autorin Lynn Austin ist auch diese Geschichte ein spannender und tiefgängiger Roman, der in seiner relativen Kürze den Leser mitnimmt zu einem Weihnachtsfest im Jahre 1951. Der Krieg ist vorbei und es gibt wieder alles, so trudelt auch der Katalog der Kaufhauskette Sears im Haushalt der Freundinnen Audrey und Eve ein, den sofort die beiden Jungen Bobby und Harry für sich mit Beschlag belegen. Wünsche über Wünsche füllen die beiden Wunschzettel, was die Mütter jedoch mit Sorge erfüllt. Einerseits ist das Geld mehr als knapp, andererseits geht es beim Weihnachtsfest um etwas ganz anderes, als lediglich materielle Freuden. 

    Mir hat gut gefallen, wie die Autorin eine weihnachtliche Atmosphäre schafft und mich als Leser in vergangene Zeiten entführt. Die 1950er Jahre in Amerika sind gut zu spüren, ebenso ist absolut nachvollziehbar, wie zwei kleine Jungen von all den Spielsachen träumen, die sie im Katalog sehen und natürlich gerne hätten. Ebenso authentisch fand ich auch das Leben der beiden Mütter, ihre Sorgen um die Zukunft und ihr Bestreben, den Jungs zu vermitteln, welche Botschaft und welches große Geschenk dem Weihnachtsfest innewohnt. 

    Als Kurzroman mit etwa 200 Seiten ist vieles natürlich eher kurz gefasst und mehr oder minder angerissen, im Vergleich zum Vorgängerband fehlt an einigen Stellen die Möglichkeit zur Tiefe und weiteren Entfaltung der Figuren. 

    Die Art wie die beiden Mütter ihren Kindern vermitteln, um was es beim Weihnachtsfest wirklich geht, war schön gemacht und der Roman als Weihnachtsbuch war heimelig und schön zu lesen. Der christliche Aspekt dabei befasst sich neben der Geburt Jesu mit Vergebung und Heilung und ist angenehm nachvollziehbar in die Romanhandlung eingewoben. 

    Insgesamt eine Leseempfehlung für alle, die den Vorgängerband bereits kennen und die für ein paar Stunden in ein vergangenes Weihnachtsfest eintauchen möchten. Schade, dass der Geschichte diesmal ein geringerer Umfang eingeräumt wurde – in meinen Augen hätte die Handlung durchaus das Potential zum Vollroman gehabt. Wie auch immer: mir hat es gut gefallen!
    Labyrinth der Freiheit

    Andreas Izquierdo
    Labyrinth der Freiheit (Buch)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    03.12.2022

    Dritter Band einer Reihe. Ich empfand das Buch als mühselig und hatte keinen Spaß beim Lesen.

    Buchinhalt: 

    Berlin in der Weimarer Republik: Immer füreinander einzustehen war das Versprechen, das sich die drei Freunde Isi, Arthur und Carl einst in der Kindheit gaben. Inzwischen schreibt man das Jahr 1922 und die drei Kinder von damals sind erwachsen. Im ausschweifenden Berlin der 1920er Jahre geraten die Freunde in eine Verschwörung, die Isi beinahe das Leben kostet. Doch wer steckt dahinter? Es sind Zeiten des Umbruchs, in denen die Freunde bald ums eigene Überleben kämpfen... 


    Persönlicher Eindruck: 

    Dass Labyrinth der Freiheit der dritte Teil einer Trilogie sein würde, war mir vor der Lektüre nicht bewusst – dementsprechend schwer fiel es, Fuß zu fassen in der sehr opulenten Erzählung aus dem Millionenmoloch Berlin zur Zeit der Weimarer Republik.

    In meinen Augen ist es sehr schlecht gemacht, dass der Titel der Trilogie Wege der Zeit nicht auf dem Buchcover angegeben ist und der Leser nicht weiß, dass er hier in einen dritten Band einsteigt. Man muss auf jeden Fall die Reihenfolge aller Teile beim Lesen einhalten, sonst hat man keinerlei Chance, in der Handlung Fuß zu fassen.

    Die drei Hauptfiguren sind Isi, die Anwältin des „kleinen Mannes“, Arthur, der ein Etablissement auf der Amüsiermeile besitzt und Carl, der bei der UfA arbeitet. Die Erzählung gestaltet sich in der Form, dass Teile aus der Ich-Perspektive von Carl erzählt werden, andere Abschnitte wiederum in der dritten Person. Obwohl der Schreibstil von Autor Izquierdo sehr blumig und manchmal sogar schwülstig erscheint, fällt es sehr schwer, wirklich einzutauchen in die Erzählung. 

    Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist der Kriminalfall, die mit dem Überfall auf Isi und dem Verlust ihres ungeborenen Kindes beginnt. Im Laufe der Geschichte müsen die drei Freunde immer wieder ums nackte Überleben kämpfen, da nicht klar ist, aus welcher Ecke der Drahtzieher der Verschwörung überhaupt kommt. 

    Izquierdo beschreibt die Zustände im Berlin der 1920er Jahre und die politischen Gegebenheiten der Weimarer Republik sehr bildhaft und auch die Recherche bezüglich der UfA-Teile empfand ich recht authentisch. 

    Gefehlt hat mir durchweg die Tiefe bei den Figuren. Ich konnte keinerlei Bezug aufbauen zu den drei Hauptfiguren, die Nebenfiguren waren noch blasser und austauschbarer. Für mich war der Roman eine Enttäuschung – wer die anderen beiden Bände schon kennt, kann eventuell einen Mehrwert daraus ziehen. Ich jedenfalls weiß nach 500 Seiten so viel, wie zuvor, hängen geblieben ist nichts.
    Das mini Megabuch - Weihnachten

    Das mini Megabuch - Weihnachten (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    18.11.2022

    Schön gemachtes Heft zur Beschäftigung in der Vorweihnachtszeit, Altersempfehlung ab 8 Jahren

    Buchinhalt: 

    Auf 20 Seiten finden sich allerlei Rätsel, Geschichten und Anregungen zum Thema Weihnachten, wobei gerade kleine Leser ab 8 Jahren angesprochen werden. Die Seiten sind vollfarbig und neben einer wunderschön illustrierten Bildergeschichte zur Weihnachtsgeschichte finden sich auch zwei Spiele und Wissenswertes rund um den Stern von Bethlehem und unterschiedliche Weihnachtsbräuche aus verschiedenen Ländern. 



    Persönlicher Eindruck: 

    Auch wenn ich den pompösen Titel „Das Megabuch“ übertrieben und nicht so recht passend finde – es handelt sich um ein relativ dünnes Heftchen mit 20 Seiten – gefällt mir der Inhalt recht gut. Vor allem die Illustrationen von Mathias Weber sprechen kleine wie große Leser an und machen mit ihrem bunten aber dennoch unaufdringlichen Stil eine gute Figur. 

    Zielgruppe des Hefts sind Kinder ab 8 Jahren, somit eignet sich das Heft besonders für die Kinderkirche, Jungschar oder in der sonstigen gemeindlichen Jugendarbeit. 

    Mehrere Spiele bzw. Rätsel beschäftigen ein Kind eine Weile und die Bibelgeschichten chaffen Anregung für gemeinsame Gespräche. Die Wissensseiten sind vor allem für etwas ältere Kinder interessant und für eine weitergehende Lektüre im Buch der Bücher fehlen auch nicht die dementsprechenden Bibelstellen. 

    Insgesamt macht das Heft eine sehr gute Figur und kann mit einem Ladenpreis von 5 € durchaus mit anderen Kinderzeitschriften mithalten. Auch als kleines Geschenk von der Gemeinde, der Lehrerin oder als Mitbringsel eignet es sich hervorragend.
    Die Wunderfrauen

    Stephanie Schuster
    Die Wunderfrauen (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    13.11.2022

    Enttäuschender Zusatzband, der nicht lange nachhallt – uninspiriert und fade. Kein Vergleich mit der Basistrilogie!

    Buchinhalt:

    Weihnachten 1991: Luise Dahlmann, die inzwischen zusammen mit ihrer Schwägerin auf dem Brandstetterhof ein Hotel betreibt, möchte das Fest zusammen mit ihren Freundinnen Helga und Annabel verbringen und alte Erinnerungen wiederaufleben lassen. Statt eines Familienfestes läuft Weihnachten in besagtem Jahr eher chaotisch ab: Luises Söhne sind mit einem VW-Bus in Marokko unterwegs, Tochter Josephine feiert mit ihrem Mann David und den gemeinsamen Kindern bei Davids Vater in Berlin. Als sich dann auch noch ein Hochstapler im Hotel einmietet und plötzlich Dinge verschwinden, scheint das Weihnachtsfest vollends im Eimer...


    Persönlicher Eindruck:

    Autorin Schuster legt mit Wünsche werden wahr einen weiteren (und letzten) Band ihrer Wunderfrauen-Reihe vor, der sich zeitlich an einem einzigen Weihnachtsfest abspielt. Inzwischen sind die „Wunderfrauen“ Luise, Annabell, Marie und Helga in die Jahre gekommen, die Kinder sind aus dem Haus und mit mehreren Enkelkindern ist schon die übernächste Generation am Start. Der Band soll an den Erfolg der Trilogie anknüpfen, man muss auch zwingend die Vorgängerbände kennen, um in der Handlung mitzukommen.

    Leider schafft es der Weihnachtsband nicht mehr, den Leser mitzureißen und an die Geschehnisse zu fesseln, wie es die ersten drei Bände taten. Das mag an zweierlei Dingen liegen: einerseits wurde die Trilogie bereits stimmig und rund in sich abgeschlossen und andererseits ist die zeitliche Distanz in Bezug auf das Erscheinungsdatum des Buches auch schon zu lange her.

    Während in der Basistrilogie jede Seite spannend und mitreißend geschrieben war, muss ich zugeben: im vorliegenden Band ist einfach die Luft raus.

    Die Handlung quält sich auf weiten Strecken dahin, ohne dass dem Leser die Figuren nahe gehen oder man einen tieferen Bezug zu ihnen herzustellen vermag. Luise als Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist inzwischen nur noch ein blasser Abklatsch. Im Grunde sind die Familienbeziehungen untereinander und ihre Aktivitäten belanglos und banal – nichts, was man im eigenen Alltag in der ein oder anderen Form nicht so auch schon erlebt hat. Also nichts Besonderes, das mich an die Seiten fesseln konnte.

    Die einzelnen Kapitel sind wieder aus der Sicht der unterschiedlichen Figuren erzählt, dazwischen kurze Passagen aus Luises Kachelkochelbuch, welches das ehemalige Ladenkundebuch abgelöst hat, nachdem Luise den Tante-Emma-Laden aufgegeben hat. Im Grunde ist es die ewige Wiederkehr des Gleichen: aus meiner Sicht hätte man diesen vierten Band nicht mehr gebraucht. Ich frage mich: warum eine erfolgreiche Reihe überhaupt nochmal aufwärmen – und dann auch noch so uninspiriert?

    Fazit: ein enttäuschender Zusatzband, der nicht lange im Gedächtnis haften bleibt. Muss man nicht gelesen haben.
    Witemeyer, K: Frage der Geduld

    Witemeyer, K: Frage der Geduld (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    06.11.2022

    Heimelige Geschichte um die Ängste einer alleinerziehenden Mutter im Wilden Westen, um Vertrauen und einen Neuanfang.

    Buchinhalt:

    Texas, 1894: Victoria Adams betreibt in der Frauenkolonie Harpers Station einen Gemischtwarenladen und zieht ihren vierjährigen Sohn Lewis dort alleine groß. Trotz ihres Argwohns Männern gegenüber unternimmt Victoria eine Fahrt zusammen mit dem Fuhrunternehmer Ben Porter. Unterwegs kommt es zu einem dramatischen Unfall und Victoria wird mit einem dunklen Kapitel ihrer Vergangenheit konfrontiert. Wird sie ihre Furcht überwinden und noch einmal vertrauen können?


    Persönlicher Eindruck:

    Mit Eine Frage der Geduld nimmt Autorin Witemeyer den Leser noch einmal mit in ihre Buchreihe rund um die Frauenkolonie Harpers Station, einem kleinen Nest irgendwo im texanischen Wilden Westen. Vorkenntnisse sind nicht unbedingt vonnöten, um die Geschichte genießen zu können – für alle, die die anderen Romane der Reihe kennen, ist es ein Wiedersehen mit vielen lieb gewonnenen Figuren.

    Handlungsmäßig spielt sich der ganze Plot auf einer Fahrt der beiden Hauptfiguren von Farm zu Farm statt. Während Victoria „Tori“ Adams aufgrund von Ereignissen in ihrer Vergangenheit Männern gegenüber misstrauisch und ängstlich gegenübersteht. Ist Ben Porter, der Fuhrunternehmer, ganz Gentleman und zeichnet sich durch absolut untadeliges Verhalten aus. Es hat schon länger ein Auge auf Tori geworfen, doch deren ablehnende Grundhaltung steht seinem Werben zunächst im Weg.

    Mit von der Partie ist Lewis, Toris kleiner Sohn, der schnell Vertrauen fasst zu „Mister Ben“ und für den eben dieser sehr gerne die Vaterrolle übernehmen würde. Erst ein dramatischer Unfall zwingt Tori, sich mit ihren Ängsten auseinanderzusetzen.

    Karen Witemeyer ist immer ein Garant für mitreißende Westerngeschichten mit christlichem Grundton – so auch hier. Es geht um Vertrauen, Wahrheit und Gottes Führung, um Hilfsbereitschaft und um Über-sich-Hinauswachsen. Der christliche Tenor ist angenehm unaufdringlich eingewoben in die Geschichte, die als Kleine Auszeit Roman nur etwas länger ist als 200 Seiten. Ideal als Mitbringsel oder kleines Geschenk, zum Krankenbesuch oder als kleine Aufmerksamkeit für einen lieben Menschen.

    Das Schriftbild ist recht groß und auch seniorengerecht, die Sprache bildhaft und die Figuren tiefgründig. Man wird bereits nach wenigen Seiten hineingesogen in die Welt des Wilden Westens.

    Eine absolute Leseempfehlung, auch für Leser, die sich mit dicken Wälzern eher schwer tun – und vielleicht durch diesen Kurzroman auf den Geschmack kommen, die anderen Bände der Harpers Station-Reihe ebenfalls zu verschlingen. Mir hat es wieder hervorragend gefallen!
    Rosa sucht ihren Freund

    Ellen Martens
    Rosa sucht ihren Freund (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    05.11.2022

    Niedliches Kinderbuch, basierend auf dem biblischen Gleichnis vom verlorenen Schaf.

    Buchinhalt:

    Rosa ist traurig, denn sie kann ihren Teddybären nicht mehr finden. Überall hat sie schon gesucht, doch Oskar bleibt verschwunden. Zusammen mit ihrem Freund Anton macht sie sich erneut auf die Suche...


    Persönlicher Eindruck:

    Dieses niedliche Papp-Bilderbuch für Kinder ab 3 Jahren besticht in erster Linie durch seine mehr als niedlichen Zeichnungen. Rosa und Anton sind zwei Kaninchen, die Hauptfiguren dieser süßen Kindergeschichte. Rosa sucht ihren Teddybären – und ist todunglücklich, denn wo sie auch sucht, das Bärchen bleibt zunächst verschwunden.

    Grundlage der Geschichte ist das Gleichnis vom verlorenen Schaf. Auf der letzten Innenseite wird das Gleichnis kindgerecht nacherzählt, einige Impulse ergänzen das Gespräch mit den kleinen Lesern. Es geht ums Verlieren, ums Wiederfinden und um Freundschaft, alles Themen, die sich auch in der Lebenswirklichkeit der Zielgruppe wiederfinden und damit für Identifikationspotential sorgen.

    Die Aufmachung hat mir sehr gefallen, die Farbpalette ist reduziert und die einzelnen Bilder nicht zu bunt und auch nicht überfrachtet. Die Zeichnungen sind allerliebst.

    Die dicken Pappseiten halten auch kleine Kinderhände aus und so eignet sich das Buch prima zum Vorlesen und auch selbst Anschauen.

    Ein wunderbares Kinderbuch für die Kleinsten, das auch beim erwachsenen Leser voll überzeugt und das mit seiner christlichen Grundthematik das Prädikat Wertvoll von mir erhält!
    Feldpost

    Mechtild Borrmann
    Feldpost (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    23.10.2022

    Beeindruckende Zeitgeschichte und Familiendrama, mit Auswirkungen bis in die Gegenwart. Lesenswert!

    Buchinhalt:

    2000: in einem Café kommt die Kasseler Anwältin Cara durch Zufall in den Besitz eines alten Aktenkoffers. Sein Inhalt: ein Bündel Feldpostbriefe und ein alter Kaufvertrag über eine Villa in Kassel-Wilhelmshöhe. Cara stellt Nachforschungen an und reißt ein altes Familiengeheimnis auf, das bis in die Zeit des Zweiten Weltkrieges zurückreicht...

    Kassel in den 1930er Jahren: die beiden Familien Kuhn und Mertens sind befreundet, ihre Kinder wie Geschwister. Als herauskommt, dass Albert Kuhn und Richard Mertens mehr als nur Freunde sind, wird eine Kette von Ereignissen angestoßen, die das Schicksal beider Familien bis in die Gegenwart verändert. Die Kuhns wandern aus und ein Proforma-Kaufvertrag macht die Mertens zu vorübergehenden Eigentümern der Kuhn'schen Villa. Doch dann verliert sich die Spur der Kuhns...


    Persönlicher Eindruck:

    Mit Feldpost präsentiert Autorin Borrmann einen hervorragend recherchierten Roman in zwei Zeitebenen, der den Leser mitnimmt, in eine düstere Zeit deutscher Geschichte. Es geht um zwei zunächst befreundete Familien, um Vertrauen und Hoffnung, Vertrauensmissbrauch und Verrat – und um einen schicksalsträchtigen Hausverkauf, der das Leben der Nachkommen bis in die Gegenwart beeinflusst und prägt.

    Die Gegenwartspassagen befassen sich mit der Recherche, was vor fast 70 Jahren passiert und was der verschwundenen Familie Kuhn widerfahren ist – und steigert sich in einem spannenden Rennen zusammen mit den zeitgeschichtlichen Teilen zu einem fulminanten, erschütternden Schluss.

    Zentraler Plot dabei ist die verbotene Liebe zwischen Albert Kuhn und Richard Mertens, die letztendlich das Schicksal aller Familienmitglieder nachhaltig beeinflusst. Beide Männer geraten in die Fänge der Gestapo, doch während Richard recht zügig wieder auf freien Fuß kommt, meint es das Schicksal mit Albert weniger gut.

    Stück für Stück deckt der Leser zusammen mit Anwältin Cara und dem inzwischen über 70jährigen Richard das Schicksal der Familie Kuhn auf, wobei besagte Villa in Kassel-Wilhelmshöhe eine zentrale Rolle spielt. Ich empfand vor allem die zweite Hälfte als unheimlich packend und mitreißend und die Wendungen, die die Geschichte mehrfach nahm, hielt die Spannung bis zum Schluss hoch.

    Während in der ersten Hälfte die Gegenwartsteile eher als Fremdkörper und teilweise fast störend wahrgenommen wurden, fügte sich im Laufe der Geschichte ein Puzzleteil zum anderen. Die Mischung aus historischen Zeitdokument und Familiendrama konnte mich absolut an die Seiten fesseln und sorgten dafür, dass ich das Buch letztendlich nicht mehr aus der Hand legen wollte.

    Der Roman beruht auf wahren Begebenheiten, die Autorin Borrmann im Tagebucharchiv Emmendingen recherchiert hat. Vor diesem Hintergrund wird einmal mehr deutlich, welche Tragödien sich während des Zweiten Weltkriegs abgespielt haben und deren Auswirkungen bis heute sichtbar sind.

    Eine absolute Leseempfehlung für eine beeindruckende und erschütternde Geschichte. Chapeau!
    Fräulein vom Amt - Die Nachricht des Mörders

    Charlotte Blum
    Fräulein vom Amt - Die Nachricht des Mörders (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    04.10.2022

    Spannende Mischung aus Cosy-Krimi und historischem Roman aus den 1920er Jahren – mitreißend authentisch und mit sympathischen Figuren

    Buchinhalt:

    Baden-Baden, 1922: Alma arbeitet als Telefonistin bei der Telefongesellschaft und hört eines Tages zufällig das Gespräch eines Anrufers mit, in dem es um einen „Auftrag bei den Kolonnaden“ geht, welcher „erledigt“ sei. Tags darauf wird an eben diesem Ort die Leiche einer unbekannten Frau gefunden. Alma meldet ihre Informationen der Polizei – doch niemand glaubt ihr. Zusammen mit ihrer lebenslustigen Freundin und Mitbewohnerin Emmi stellt Alma auf eigene Faust Ermittlungen an und begibt sich mit Hilfe des Kommissaranwärters Ludwig gefährlich tief in die Halbwelt zwischen illegalen Spielclubs und mondänen Kurhotels...


    Persönlicher Eindruck:

    Der erste Band der Reihe Fräulein vom Amt nimmt die Leser mit in die 1920er Jahre, ins mondäne Baden-Baden, wo die Reichen und Schönen kuren, Geld beim Pferderennen setzen – und wo an den Kolonnaden schließlich ein Mord geschieht. Einzige Zeugin: Alma, die junge Telefonistin, die zufällig das Gespräch eines Auftragsmörders mit seinem Auftraggeber belauscht.

    Die Geschichte ist großartig, angesiedelt irgendwo zwischen Cosy-Krimi mit spannenden Wendungen und atemberaubenden Recherchen einerseits und einem mitreißenden authentischen historischen Roman aus der Zeit der Weimarer Republik.

    Alma, die Hauptfigur, ist eine junge, selbständige Frau, die als „Fräulein vom Amt“ bei der Telefongesellschaft arbeitet und mit ihrer Freundin Emmi, einem lebenslustigen Energiebündel eine Dachwohnung bei einer gestrengen Weltkriegswitwe bewohnt. Währens Alma sehr bodenständig erscheint, ist Emmi genau das Gegenteil – aber beide Figuren ergänzen sich prima und zusammen mit Ludwig Schiller, einem jungen Kommissaranwärter, ergibt sich ein sympathisches Trio, das man gerne durch die Romanhandlung begleitet.

    Der Schreibstil ist bildhaft und mitreißend, die Atmosphäre dicht und der Spannungsbogen hoch. Erst kurz vor Schluss kommt man als Leser dahinter, wer hinter dem Mord an der unbekannten Frau an den Kolonnaden steckt und so bleibt der Krimigenuss das ganze Buch hinweg prima erhalten.

    Gut gefallen hat mir neben den sympathischen Hauptfiguren die bildgewaltige Art der Erzählung aus dem Leben in den 1920er Jahren. Baden-Baden ist nicht das schillernde Babylon Berlin, hat aber nicht weniger zu bieten, was die 1920er Jahre ausmachen: verruchte Tanzcafés, ausgelassener Charleston und Tango, mondäne Kurgäste bei den Pferderennen in Iffezheim... als Leser taucht man sofort ein in vergangene Zeiten.

    Die Krimihandlung ist spannend und wendungsreich, wobei nicht Mord und Totschlag im Mittelpunkt stehen, sondern intelligente Ermittlungen einer engagierten Hobby-Schnüfflerin á la Miss Marple.

    Für mich ein durchweg gelungener Auftakt in eine neue Reihe, die Krimi und historischen Roman gekonnt verbindet und absolut Lust auf mehr macht.

    Eine klare Leseempfehlung mit verdient voller Punktzahl!
    Im Einklang mit dem Jahreskreis

    Anne-Maria Apelt
    Im Einklang mit dem Jahreskreis (Buch)

    1 von 5 Sterne Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    01.10.2022

    Esoterisch-spirtuelle Naturerfahrungen von Waldorfpädagogik bis Naturreligion – für mich ein Flop mit schönem Layout.

    Buchinhalt:

    Unterteilt in vier Kapitel gemäß den Jahreszeiten bietet das Buch Informationen zu Bräuchen, Ritualen, Festen und Natur der jeweiligen Jahreszeit, wobei u.a. auch auf die Feste des Kirchenjahres eingegangen wird. Dazu findet der Leser eine Fülle an Impulsen für das eigene Erfühlen der Natur und ihres Einflusses auf den Menschen sowie Bastel- und DIY-Tipps und einige Rezepte. Wert legen die Autorinnen auf eine ganzheitliche Erfahrung der Kraft der Natur.


    Persönlicher Eindruck:

    Ich gebe zu: ich hatte große Erwartungen an dieses Buch, das sich als fundierter Ratgeber in puncto Jahreskreis präsentiert, der Natur und Kirchenfeste „ganzheitlich“ miteinander verbindet. Leider trat schnell Ernüchterung ein, mehrere Punkte verdeutlichen dies:

    Punkt 1: Die Waldorfpädagogik, nicht nur durch den „Jahreszeitentisch“ repräsentiert. Für mich hat Steiners Weltanschauung (was die wenigsten wissen: er war ein Rassenideologe erster Güte) nichts verloren in einem christlichen Buch.

    Punkt 2: Das Ritual des Räucherns. Nur ein Beispiel für allerhand weiteren esoterischen Schnickschnack, der sich über die Seiten verteilt. Weiterhin ist die Rede von „Sternenlichtenergie“ oder „Mondenergie“, die Autorinnen scheinen geradezu fixiert auf allerlei Hokuspokus zu sein. Genannt werden allerlei keltische Gottheiten, in einem Atemzug mit hinduistisch-buddhistischen Mandalas und indianischen Riten; die christlichen Traditionen laufen mehr oder minder nebenher.

    Punkt 3: Die Kelten. Immer wieder nimmt das Buch Bezug auf keltische Feste, Bräuche, Rituale und Riten. Uralte Traditionen werden in die Gegenwart transferiert, wobei schon im Klappentext betont wird, es handle sich um die Traditionen der keltischen Christen. Dem kann ich so nicht ohne Weiteres zustimmen: die Kelten hatten ihre eigene Religion und diverse Naturkulte, die genannten Begriffe stammen allesamt aus der Vorchristianisierung.

    Punkt 4: Mehrere schlichtweg falsche Aussagen. Zum einen: der katholische Totengedenktag ist Allerseelen (2. November), nicht wie angegeben Allerheiligen. An diesem Tag gedenkt die katholische Kirche aller Heiligen, daher der Name. Des weiteren: die angeblich über religiöse Grenzen hinausgehende Bedeutung von Weihnachten. Dabei steht fest: an Weihnachten feiern wir Christen die Geburt von Jesus. Und nur wir Christen!

    etztendlich hängen die beiden Autorinnen weniger den christlichen Traditionen an als vielmehr einer recht wahllosen Zusammenstellung an Sitten und Gebräuchen aus vielerlei Religionen und Glaubensrichtungen, die sie so passend machen und zurechtbiegen, wie sie es gerade brauchen. Hauptsache es passt halbwegs zu den Kirchenfesten, die wohl als Aufhänger für das Buch vorgegeben waren. Zumindest macht es den Eindruck, wirklich stimmig erscheint es leider nicht.

    Für meinen Geschmack ist das Buch gefüllt mit viel Hokuspokus und spielt sich zu sehr in der esoterischen Ecke ab. Natürlich ist es spirituell. Aber anders, als ich erwartet habe und als es mir einen Mehrwert verschaffen könnte. Die Feste des Kirchenjahres zusammen mit der Natur im Jahreskreis erleben kann ich mit diesem Buch leider nicht, da kann auch das wirklich schöne und ansprechende Layout nichts daran rütteln.

    Eine Leseempfehlung kann ich nicht aussprechen.
    Das Medaillon

    Cathy Gohlke
    Das Medaillon (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    29.09.2022

    Erschreckend authentischer, schonungslos bedrückender Roman aus dem Warschauer Ghetto. Muss man gelesen haben!

    Buchinhalt:

    Polen 1939: Im Warschauer Ghetto bringt die junge jüdische Mutter Rosa eine kleine Tochter zur Welt. Im Grauen des Holocaust bleibt den Eltern keine andere Wahl: sie geben das Baby Fluchthelfern, um ihm so das Leben zu retten. Einziges Erkennungszeichen, um die Familie irgendwann wieder zu vereinen, ist ein goldenes Medaillon, dessen Hälften Mutter und Kind um den Hals tragen. Durch die Umstände von Flucht und Überleben kommt das Baby schließlich zu Sophia, die starke Gefühle für das jüdische Kind entwickelt – erst recht, als der leibliche Vater nach dem Krieg nach seinem Kind sucht....


    Persönlicher Eindruck:

    Vorab: der Roman enthält sehr explizite Passagen des Grauens, das der Holocaust über die Juden brachte. Das sollte man vor dem Kauf wissen. Es ist ein sehr authentischer und auch schonungsloser Roman, der den Leser mitnimmt in ein dunkles Kapitel deutscher – und auch polnischer Geschichte.

    Zunächst beginnt das Buch mit zwei separaten Handlungssträngen, die zunächst nichts miteinander zu tun haben. Zum einen erzählt der Roman von Itzhak und Rosa, einem jüdischen Ehepaar, das hinter den Mauern des Warschauer Ghettos lebt und trotz Furcht um das eigene Lesen ein kleines Kind zur Welt bringt. Zum anderen die Geschichte von Sophia, die mit ihrer Freundin Terri heimlich Essen und Medikamente in das jüdische Ghetto schmuggelt und sich im Widerstand engagiert.

    Beide Handlungsstränge vereinen sich, als Sophia von einer Fluchthelferin das jüdische Baby in den Arm gedrückt bekommt. Das setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die schließlich bis weit nach Kriegsende nachhallen.

    Ich sage ganz offen: ein ähnlich schonungsloses, authentisches und mitreißendes Buch zum Thema Warschauer Ghetto und Holocaust wird es wohl kein zweites Mal geben. Die Geschichte hallt sehr lange nach und nimmt den Leser an vielen Stellen emotional mit bis an seine Grenzen. Dabei ist man als Leser ständig angehalten, zu reflektieren, wie man selbst wohl in einer solchen Situation entschieden hätte.

    Der christliche Aspekt ist dabei angenehm dezent und dennoch tragend in den historischen Kontext eingeflochten und beleuchtet Themen wie Nächstenliebe, Mitgefühl, Gottvertrauen und Hoffnung in einer Welt voll Hoffnungslosigkeit, Leid und Angst. Die Entscheidung, wie weit jeder Einzelne bereit ist, für die Angehörigen oder aber auch vollkommen Fremde zu gehen und das eigene Schicksal hinten anzustellen, zieht sich durch den Roman wie ein roter Faden.

    Ohne zu viel verraten zu wollen endet die Geschichte versöhnlich und gut, auch wenn die Brisanz und die Schrecken des Naziterrors für die jüdische Bevölkerung mich davon abhalten, von einem Happy End im klassischen Sinne zu sprechen. Der Schluss ist rund, aber dennoch so weit offen, um weiterführenden Gedanken Raum und dem Leser Stoff zum Nachdenken zu geben.

    Für mich ein wahres, wenn auch erschreckend-bedrückendes Lesehighlight, das im Kern auf mehreren wahren Begebenheiten fußt und das man unbedingt gelesen haben muss!
    The Chosen Staffel 2

    Dallas Jenkins
    The Chosen Staffel 2 (DVD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    29.09.2022
    Bild:
    5 von 5
    Extras:
    5 von 5
    Ton:
    5 von 5

    Spannende und bildgewaltige Fortsetzung!

    Inhalt:

    In den 8 neuen Folgen der zweiten Staffel geht es diesmal vorwiegend um die Gruppe an Männern und Frauen, die zusammen mit Jesus im Land unterwegs sind. Die Gruppe wächst, es kommen mit Simon dem Zeloten oder dem Baumeister Nathanael neue Charaktere hinzu und so legt die zweite Staffel viel Wert auf das Zusammenleben der Jünger. Dabei bleiben Streitereien und Meinungsverschiedenheiten nicht aus, doch alle zusammen erleben sie zahlreiche Wunder, die ihr Meister tut. Jesu Nachfolge schweißt die unterschiedlichen Figuren immer weiter zusammen...


    Persönlicher Eindruck:

    Die neuen Episoden rund um die Jünger nehmen den Zuschauer tief mit hinein in das Geschehen unmittelbar in Jesu Umgebung. Dabei treffen bereits Bekannte auf noch Unbekannte und man wird Zeuge der Entwicklung, die die Figuren seit Beginn der Serie durchaus durchlaufen haben. Es sind die Menschen in der Unmittelbaren Nähe des Meisters, die hier ihre Eindrücke und Erlebnisse erzählen – im Gegensatz zu Staffel 1 hat die 2. Staffel noch mehr Spielfilmcharakter und wendet sich ab vom rein episodenhaft erzählten Stil.

    Gut gefallen hat mir, wie authentisch der Film zeigt, wie die Menschen von 2000 Jahren gelebt und gedacht haben. Unerheblich ist es, dass sich die Filmemacher einer doch recht modernen Sprache bedienen – der Fokus liegt auf dem Inhalt und dem verstehen dessen, was der Zuschauer in 8 Episoden gezeigt bekommt: Lahme können wieder gehen, Menschen bekommen neue Hoffnung.

    Sehr menschlich empfand ich die kleinen Streitereien, die in der Gruppe immer wieder vorkommen. Natürlich spricht die Bibel nicht davon, denn das Augenmerk liegt auf der Heilsgeschichte. Hier in der Serie kommen auch die zutiefst menschlichen Zwischentöne nicht zu kurz und genau das macht die Verfilmung so glaubwürdig und nachvollziehbar. Humorvolle Passagen wechseln sich mit ernsten ab und wecken beim Zuschauer das Bedürfnis, sich wieder einmal näher mit den dementsprechenden Bibelstellen zu beschäftigen.

    Ohne zu viel verraten zu wollen: die Staffel endet natürlich mit einem Cliffhanger, der Bergpredigt. Ein zentraler Punkt in den Evangelien, die Predigt Jesu überhaupt. Bei der Umsetzung mag das ein oder andere etwas sehr amerikanisch wirken, dennoch hinterlässt diese Fortsetzung eines einzigartigen Bibelprojektes einen bleibenden Eindruck, der Lust auf mehr macht. Ich bin schon sehr gespannt auf die dritte Staffel – denn die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende!
    Brandner, M: Kerl aus Koks

    Brandner, M: Kerl aus Koks (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.09.2022

    Mitreißende und berührende Hommage an eine Kindheit und Jugend im Ruhrpott der Nachkriegszeit. Fantastisch!

    Buchinhalt:

    Paul ist ungefähr sieben Jahre alt, als ihn seine leibliche Mutter aus der Familie von Onkel und Tante und aus Bayern wegholt und in den Ruhrpott verfrachtet. Seinen Stiefvater Helmut, einen Grubenarbeiter, liebt der Junge abgöttisch und zusammen mit den neu gewonnenen Freunden spielt Paul in den Trümmergrundstücken, die es in der Nachkriegszeit auch im Pott an jeder Ecke gibt. Paul wird erwachsen, leidet unter der herrschsüchtigen Mutter und entwickelt sich zu einem Vagabunden – einem Freigeist, der das Leben mit Sex, Drugs und Rock'n Roll und immer wechselnden Frauen genießt. Paul hat schon früh gelernt, sich überall schnell anzupassen, doch eines trägt er immer im Herzen: die Liebe zu seiner Heimat, dem Ruhrgebiet...


    Persönlicher Eindruck:

    Kerl aus Koks ist ein halbbiografischer Roman, eine Hommage an den Pott, die Welt seiner eigenen Kindheit. Autor ist kein geringerer als der Schauspieler Michael Brandner, der seine eigenen Kindheits- und Jugenderinnerungen zu einem spannenden Roman verwebt.

    Brandner erzählt von Paul, seinem Freund aus Kindertagen – so eröffnet er auch seine Ruhrpottgeschichte. Dabei ist vollkommen unerheblich, ob der Paul in seinem Buch nun besagter Paul seiner eigenen Vergangenheit ist, sein eigenes Ich oder eine fiktive Figur. Bereits auf den ersten Seiten nimmt die humorvolle Geschichte mitten aus dem Leben in der deutschen Nachkriegszeit den Leser für sich gefangen.

    Ich habe es genossen, zusammen mit Paul dessen Kindheit, Jugend und junges Erwachsenenleben zu begleiten. Besonders die Passagen, in denen er von seiner Kindheit erzählt, waren spannend und abenteuerlich.

    Manche mögen vielleicht sagen: Paul ist ein Opfer seiner Lebensumstände. Doch andererseits macht Paul nie den Eindruck, mit dem zu hadern, was das Schicksal für ihn bereit hält. Er ist anpassungsfähig, schließt schnell Freundschaften, kann sich in jede Lebenssituation schnell einfinden und ist dabei ein Freigeist, der fest im Heute lebt, ohne jedwede Erwartung an die nahe oder fernere Zukunft. So kommt es, dass der erwachsene Paul sich mehr oder minder treiben lässt. Er wohnt in verschiedenen WGs der Hausbesetzerszene, arbeitet in unterschiedlichsten Berufen und hat Affären mit vielen wechselnden Frauen. Auch Drogen ist er nicht abgeneigt. Er wird schließlich Schauspieler, hat es dann irgendwann geschafft und verspürt dann auch den Wunsch, sesshaft zu werden. Doch sein größter Wunsch ist es, seinen Kindern der Vater zu sein, der sein Stiefvater Helmut zeitlebens für ihn war: bodenständig, hilfsbereit – das Paradebeispiel für den malochenden Arbeiter aus dem Pott.

    Brandner hat einen warmherzigen, eingängigen und sehr mitreißenden Schreibstil, man möchte das Buch gar nicht mehr weglegen, hat man einmal mit dem Lesen begonnen. Er gliedert sein Buch in mehrere Staffeln, wie man es wohl beim Film tun würde – jede Staffel umreißt zehn Jahre aus Pauls Leben.

    Bewegt und berührt hat mich das Nachwort, in dem der Autor einiges von sich selbst preisgibt. Und man kommt als Leser dabei nicht umhin, im fiktiven Paul auch ein bisschen den jungen Michael zu sehen, denn so schreibt nur einer, der dieses Milieu kennt und in ihm verwurzelt ist.

    Alles in allem eine absolute Leseempfehlung: ein Highlight, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte!
    Jenkins, J: Chosen: Komm und sieh selbst

    Jenkins, J: Chosen: Komm und sieh selbst (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    16.09.2022

    Zweiter Teil der Geschichte um Jesus und die Menschen in seinem Umfeld – bibelnah, packend, spannend und bildgewaltig!

    Buchinhalt:

    Inzwischen hat Jesus sein Werk begonnen, den Menschen frohe Botschaft zu bringen. Zusammen mit einem bunt gemischten Haufen von Männern und Frauen ist die Gruppe im Land unterwegs. Begeistert hängen die Zuhörer an Jesu Lippen und werden Zeuge wundersamer Ereignisse. Gelähmte können plötzlich wieder gehen und Kranke werden gesund – und die Kunde von dem Wanderprediger aus Nazareth eilt von Ortschaft zu Ortschaft. Viele sind sich sicher: Jesus ist der Messias, auf den alle gewartet haben. Daneben gibt es aber auch einige, denen der Zulauf an Menschen unterschiedlicher Herkunft gar nicht gefällt – so werden gerade unter den Pharisäern Stimmen laut, die Jesus genauso mundtot machen wollen, wie Johannes den Täufer...


    Persönlicher Eindruck:

    Im zweiten Teil der Chosen-Reihe, die das Leben Jesu in erzählender Form wiedergibt, liegt der Fokus des Geschehens auf den Jüngern und Jüngerinnen, die Jesus durch die Lande folgen. Während Teil 1 noch einen eher episodenhaften Charakter hatte, ist Komm und sieh selbst inzwischen mehr Roman, als lediglich eine Sammlung an Einzelgeschichten.

    Die Geschichte beleuchtet die Menschen in Jesu Nachfolge: Simon und Andreas, die Söhne des Zebedäus, den ehemaligen Steuereintreiber Matthäus, Simon, den ehemaligen Zeloten, Philippus, Baumeister Nathanael und den nachdenklichen Thomas, aber auch die Frauen der Gruppe, Maria aus Magdala, Maria, Jesu Mutter, die Äthiopierin Tamar und Thomas' Frau Ramah. Dabei steht das Zusammenleben der unterschiedlichen Personen und ihr Umgang miteinander immer wieder im Zentrum der Handlung – denn auch unter den Jüngern des Heilands gibt es Streitereien und Meinungsverschiedenheiten.

    Autor Jenkins erzählt seine Jesusgeschichte sehr bibelnah, Gleichnisse und Wunder, die Bergpredigt und das erste Verhör im römischen Lager kommen allesamt vor. Dazu kommen selbstverständlich auch fiktive Passagen, die dem Leser das Leben in der damaligen Zeit bildhaft vor Augen führen – ohne wäre die erzählerische Form der bekannten Bibelgeschichten sicher nicht möglich. Ich jedenfalls wurde bereits auf der ersten Seite hinein gesogen in die Zeit vor 2000 Jahren und hatte sofort Kopfkino vom Allerfeinsten.

    Wie bereits im ersten Teil wurde auch diesmal wieder die menschliche Seite des Gottessohnes deutlich, wie auch Jesus des öfteren Zweifel hat und mit sich und dem Auftrag ringt, den er von seinem Vater erhalten hat. Und das macht ein Mitempfinden auf der Seite des Lesers leicht – Jesus ist eben auch Mensch wie wir, mit seinen eigenen Nöten und inneren Konflikten.

    Spannendes Element dabei ist auch die Gegenseite, denn den Pharisäern ist der Wanderprediger aus Nazareth zunehmend ein Dorn im Auge. Schon jetzt zu Beginn kristallisiert sich eine Art Gegenbewegung zu Jesus und seinen Jüngern heraus, die auch dem Täufer Johannes nach dem Leben trachtet.

    Der Roman endet als zweiter Teil der Reihe bei der Bergpredigt. Somit ist vollkommen offen, wie der Autor an die weitere Fortsetzung ab Band 3 herangeht. Noch sind die Zwölf nicht vollständig, noch hat vieles nicht stattgefunden.

    Auf jeden Fall bin ich begeistert von der Umsetzung dieses epischen Bibelwerkes und absolut gespannt auf den nächsten Band. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung für alle, die die Evangeliumsgeschichte in Romanform erleben und in Jesu Leben und das der Menschen in seinem Umfeld eintauchen möchten!
    Zimmermann, B: Wolkenstürmerin

    Zimmermann, B: Wolkenstürmerin (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    05.09.2022

    Leichte, mitunter auch seichte Kost, die hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben ist, leider.

    Buchinhalt:

    Hamburg zur Zeit des Wirtschaftswunders: Marlene Lilienthal ist begeisterte Fliegerin – die Fliegerei ist ihr in die Wiege gelegt, ihre Familie baut seit Generationen Flugzeuge. Doch nach dem Unfalltod ihrer Eltern steht das Familienunternehmen, das inzwischen der Onkel leitet, vor dem Konkurs. Mit einem Lufttaxiunternehmen will Marlene die Firma retten, doch Vetter Max hintertreibt ihre Pläne, wo er nur kann. Als Marlene an der Ostsee den geheimnisvollen Bernhard kennen lernt, scheint ihr Leben komplett aus den Fugen zu geraten...


    Persönlicher Eindruck:

    Die Nachkriegszeit, eine Frau im Cockpit eines Flugzeugs und eine Familiengeschichte klingen durchaus nach Lesestoff, den man wohl nicht mehr beiseite legen möchte. Auch das Cover – wenn auch im Genre etwas ungewöhnlich – machen Lust, sich zusammen mit Marlene in die Luft zu schwingen und den Fortgang des Lilienthal'schen Flugzeugbetriebes mitzuverfolgen.

    Lilienthal – der Name scheint Programm. Doch Marlene hat rein gar nichts zu tun mit Otto Lilienthal, dem Flugpionier. Es handelt sich hier um einen fiktiven Roman, keine Romanbiografie und der berühmte Name dient allenfalls dazu, ein Augenmerk auf die Fliegerei zu richten.

    Zu Beginn taucht der Leser ein in eine Familiengeschichte mit Erfolgen und Niederlagen, innovativen Ideen und Intrigen. Klingt ganz spannend, ist es am Anfang auch. Ich habe gerne verfolgt, wie Marlene den Familienbetrieb wieder in die schwarzen Zahlen zurückführen will und alles dafür tut. Jedoch wird die Geschichte sehr schnell vorhersehbar und es ist auch recht zügig klar, wer Marlenes Vorhaben torpediert.

    Parallel dazu geht es um eine Liebesgeschichte, die Stück für Stück mehr Raum einnimmt und die Familiengeschichte um Firma und Fliegerei immer weiter an den Rand drängt. Dabei ist für mich nicht wirklich nachfühlbar, was Marlene so an dem geheimnisvollen Bernhard fasziniert. Er blieb, wie so manche andere Figur, bis zum Ende blass und farblos und auch von wirklicher Liebe kann ich durch die Buchseiten auch nicht viel spüren.

    Autorin Zimmermann versucht, mit Marlene eine toughe Frauengestalt in Szene zu setzen, die ein Leben lebt zwischen neu erworbener Freiheit nach dem Krieg, ihrer Leidenschaft für die Fliegerei und der Liebe zu einem Mann. Leider fehlt dem Ganzen etwas Neues, Innovatives. Wer denkt: das gab es doch alles schon hundertfach: ja, dem ist so. Im Grunde bleibt „Die Wolkenstürmerin“ letztendlich nur ein relativ seichter Roman mit historischen Bezügen, der sich in meinen Augen nicht aus der Masse herausheben kann.

    Ich würde ihn kein zweites Mal lesen wollen, eine Empfehlung aussprechen kann ich auch nicht wirklich. Insgesamt ist das Buch eine leichte, an vielen Stellen auch seichte Unterhaltung, die hinter meinen Erwartungen zurück geblieben ist.
    Das geheime Leben der Tiere (Wald) - König der Bären

    Vanessa Walder
    Das geheime Leben der Tiere (Wald) - König der Bären (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.09.2022

    Naturnah beschriebene Geschichte über das Leben zweier Bären in freier Wildbahn und einer ungewöhnlichen Freundschaft.

    Buchinhalt:

    Als im Frühling Eis und Schnee tauen, wagen die beiden kleinen Bären zum ersten Mal einen Schritt vor die Höhle ihrer Mutter, in der sie geboren wurden. Scout und Way sind neugierig und tollpatschig und als Scout durch ein Unglück von Mutter und Bruder getrennt wird, ist das Bärenmädchen allein auf sich gestellt. Dabei lauern im Wald allerlei Gefahren. Scout heftet sich an den Giganten, ein riesiges Grizzly-Männchen, den uneingeschränkten König aller Bären. Vom Giganten lernt Scout alles, was man wissen muss, um als Bär zu überleben. Der Beginn einer besonderen und ungewöhnlichen Freundschaft....


    Persönlicher Eindruck:

    „König der Bären“ ist bereits der zweite Teil einer Buchreihe um das geheimnisvolle Leben der Tiere im Wald. Und auch dieses Mal stecken weitreichende Recherchen über das Leben der Grizzlybären in den 200 vorliegenden Buchseiten. Beispielgebend sind zwei real existente Bärenmännchen, die Vorlage sind für den „Giganten“, der der König der Bären in diesem Buch sein würde.

    Bereits auf den ersten Seiten taucht man als Leser ein in eine Welt zwischen schnee- und eisbedeckten Wäldern im Winter und sattgrüner Vegetation im Sommer. Während zunächst zwei getrennte Handlungsstränge den Leser mitnehmen in die kleine Welt der beiden Bärenjungen einerseits und dem Reich des Giganten andererseits, verbinden sich beide schließlich, als das Bärenmädchen Scout sich aus einer Notlage heraus entgegen ihrem von der Mutter erlernten Verhalten dem alten, riesigen Männchen anschließt.

    Scout ist quirlig, wissbegierig und schlau. Sie saugt alles auf, was sie sieht, hört und riecht und weiß: nur, wenn sie lernt und ein großer Bär wird, kann sie überleben. Und da sie von ihrer Mutter durch ein Unglück getrennt wurde, braucht sie ein anderes Vorbild. Wer könnte das sonst sein, als der größte und mächtigste aller Grizzlys, der, den sie „Gigant“ nennen?

    Im Gegensatz zu Scout ist der Gigant der uneingeschränkte König der Wälder, ihm kann keiner das Wasser reichen. Von ihm lernen sowohl Scout als auch der Leser, wie es ist, ein richtiger Bär zu sein – sprich, was „Grizzly-Art“ genau ist.

    Gut gefallen hat mir Scouts Wissbegierde und Gewitztheit und die ungewöhnliche Freundschaft, die sich zwischen ihr und dem Giganten schließllich bildet. Dabei ist es für mich völlig unerheblich, ob Grizzlys in natura Einzelgänger sind und es eine solche Freundschaft in der Realität nie geben könnte. Für mich steht bei diesem Buch im Vordergrund, das Leben im Wald einen Jahreslauf über hautnah mitzuerleben und zusammen mit dem ungleichen Duo das Leben dieser majestätischen Tiere nahe gebracht zu bekommen.

    Im Gegensatz zum ersten Band empfand ich den Schluss diesmal als sehr befriedigend und mit viel Raum für eigene, weiterführende Gedanken, so dass man dieses Buch immer wieder gerne in die Hand nimmt.

    Im Nachwort schließlich finden sich noch Hinweise auf weiterführende Literatur und Filmdokumentationen über Bären sowie Antworten auf die wichtigsten Fragen, die sich kleinen und großen Lesern am Ende der Geschichte vielleicht stellen.

    Für mich eine runde, bärige Sache, die ich sehr gerne gelesen habe und auch uneingeschränkt weiter empfehlen möchte!
    Noah

    Damaris Kofmehl
    Noah (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    28.08.2022

    Bildgewaltiges Spektakel zwischen Bibel und Fantasygeschichte – ein absolutes Lesehighlight 2022!

    Buchinhalt:

    In einer vorzeitlichen, recht blutrünstigen Welt wird der junge Noah von brutalen Menschenhändlern verschleppt und an den gewaltigen Herrscher als Sklave verkauft. Noah ist einer der wenigen Menschen, die dem Schöpfer treu geblieben sind und als er schließlich Gottes Stimme hört, dass dieser die Schöpfung durch eine große Flut vernichten will, macht sich Noah auf Geheiß des Herrn daran, eine mächtige Arche zu bauen, die von allen Tieren ein Paar für die zukünftige Welt retten soll. Doch Tubal-Kain, der gewalttätige Thronfolger, hat nur eines im Sinn: Rache nehmen an Noah...


    Persönlicher Eindruck:

    Mit Noah hat sich Autorin Kofmehl wohl selbst ein Denkmal gesetzt: bildgewaltig und mit packender Spannung erzählt dieser Roman eine ganz neue Geschichte von Noah, dessen Glaube die Welt über die Sintflut hinweg retten soll. Dabei bedient sie sich nicht nur dem, was die Bibel hinsichtlich der Noah-Geschichte erzählt sondern mischt diese mit bildgewaltiger Fantasy zu einer nahezu epischen Geschichte.

    Klingt komisch? Möglicherweise. Klingt faszinierend? Ganz sicher! Ich war begeistert auf jeder der insgesamt fast 400 Seiten und konnte den Roman fast nicht mehr aus der Hand legen, hatte ich einmal mit dem Lesen begonnen.

    Angesiedelt ist die Geschichte in einer Art Steinzeitwelt, die jedoch schon eine ausgefeilte Hochkultur hervorgebracht hat. Schauplatz ist das Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris, das als „Wiege der Zivilisation“ bekannt ist und zu Noahs Zeiten fünf Reiche beinhaltet. Eines davon ist Eden – der Garten Eden als verlorenes Paradies ein von Gott gehüteter Teil davon. Soweit, so gut.

    Im Laufe seines langen Lebens begegnet Noah auch Drachen und Säbelzahnkatzen. Da mag der ein oder andere Leser den Finger heben und sagen: kein Mensch ist je einem Dinosaurier (nichts anderes sind die Drachen in Kofmehls Roman) begegnet, beide Gattungen existierten nicht parallel. Gut, geschenkt. Ist aber absolut unerheblich, wenn man mal mit dem Gedanken spielt, dass die Welt vor der Sintflut möglicherweise eine ganz andere war als danach. Mir hat die Vorstellung gut gefallen, dass die Geschichte sich vielleicht auch genau so hätte zugetragen haben können.

    Durch das biblische Alter der Personen und deren lange Lebensspanne erstreckt sich der Roman über mehrere hundert Jahre. Die Bibel selbst berichtet nur vier kurze Kapitel über die Noah-Geschichte und die Autorin hatte meiner Meinung nach absolut das Recht, gemäß ihrer schriftstellerischen Freiheit die Handlung mit fiktiven Leben anzureichern und die Jahre auszufüllen – schließlich soll es keine Bibelauslegung werden sondern ein Roman sein, der den Leser unterhält und gleichzeitig dazu animiert, sich (noch einmal) näher mit dem biblischen Noah zu beschäftigen.

    Bei aller Begeisterung gab es aber auch zwei Aspekte, die nicht so recht zum Schöpferglauben und zur Bibel an sich passen wollten. Erstens: wie auch im Bibeltext werden nur Noah, seine Frau, Söhne und Schwiegertöchter vor der Sintflut gerettet. Noahs Familie, seine Geschwister, sterben – obwohl sie genauso gläubig waren und ich mir nicht vorstellen kann, dass Gott auch nur einen Menschen abweisen würde, der wahrhaft an ihn glaubt. Zweitens: Nach Adams und Evas Rausschmiss aus dem Paradies durfte nie wieder ein Mensch den Garten Eden betreten. Trotzdem schaffen es Ham, Anouk und auch Despot Tubal-Kain bis direkt vor die beiden Bäume von Erkenntnis und ewigem Leben. Wie kann es sein, dass Gottes mächtigste Krieger, die Cherubim, dermaßen nachlässig ihrem Job nachgehen?

    Klar, ein bisschen fremde Züge aus anderen Büchern oder Filmen sind schon auch zu erkennen. Dolchtigerbändiger Ziusudra und seine treue Säbelzahnkatze als Helden der Kraterkämpfe muten schon ein bisschen nach He-Man und Battlecat und die Nephilimkrieger haben nicht gerade wenig von den Orks aus Herr der Ringe. Trotzdem ist Noah in seiner Gesamtheit ein außergewöhnliches Werk, das selbst diejenigen Leser in seinen Bann zieht, die vielleicht nicht so viel mit der Bibel am Hut haben. Für mich war Noah ein absolutes Lesehighlight, das ich voll und ganz weiter empfehle!
    Die Wagemutige

    Caroline Bernard
    Die Wagemutige (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    20.08.2022

    Biografischer Roman um die Widerstandskämpferin Lisa Fittko.

    Buchinhalt:

    1940, inmitten der Naziherrschaft, engagiert sich die junge Lisa Fittko im Widerstand. Lisa organisiert die Flucht zahlreicher Deutscher nach Frankreich und Spanien, wird aber schließlich selbst in Frankreich als feindliche Ausländerin interniert. Ihre Flucht gelingt – aus den Fängen der Franzosen hinein in die Arme des Amerikaners Louis, in den sie sich verliebt. Lisa steht alsbald zwischen zwei Männern, doch ihr Bestreben im Widerstand ist dennoch ungebrochen...


    Persönlicher Eindruck:

    Die Wagemutige ist ein biografischer Roman, der sich mit dem Leben und Streben der Widerstandskämpferin Lisa Fittko beschäftigt. Lisa Fittko – eine couragierte und mutige Frau, deren Name mir vor der Lektüre vollkommen unbekannt war, durch diesen sehr bildhaften, authentischen Roman aber ein Gesicht bekommen hat.

    Autorin Bernard schildert sehr gekonnt und gut recherchiert das Leben dieser interessanten Frau. Lisa ist eine Linke, engagiert sich im Widerstand gegen die Nazis und hilft anderen Menschen, über Fluchtrouten das Land zu verlassen. Mut hat sie – Furcht scheint sie nicht zu kennen. Zumindest baut Bernard ihre Hauptfigur als Heldin ohne Furcht und Tadel auf. Leider schafft sie es dadurch nicht, bei mir Nähe zu Lisa zu erzeugen. Das ganze Buch hindurch war Lisa für mich eine distanzierte Figur, über die ich zwar lese und deren Leben auch spannend und interessant war, sie mir aber nicht wirklich nahe ging.

    Der historische Kontext der Geschichte war plastisch und bildhaft, keine Frage. Als Leser historischer Romane dieser Epoche war ich nicht abgeneigt, mich in diese Romanbiografie zu vertiefen – auch wenn ich lange nicht wusste, dass ich überhaupt eine solche lese. Erst durch die Distanz zum Leser, die sich für mich bis zum Ende durchzog, kam ich überhaupt auf die Idee, den Namen der Frau einmal zu googeln.

    Neben den historischen Passagen erwartet den Leser auch eine Liebesgeschichte. In einer Art Liebesdreieck gefangen steht Lisa zwischen ihrem Mann Hans und dem smarten Amerikaner Louis. Lisa muss sich schließlich zwischen ihrer Liebe und ihrer Tätigkeit im Widerstand entscheiden.

    Insgesamt betrachtet ist das Leben dieser beeindruckenden Frau auf alle Fälle wert, dem breiten Publikum nahe gebracht zu werden. Mich hat zwar ihre Bedeutung innerhalb der historischen Zusammenhänge beeindruckt, allerdings konnte ich nicht so mitfiebern, wie mit vergleichbaren (fiktionalen) Romanen des Genres.

    Ich finde, es ist recht unglücklich, dass dem Leser nicht vor dem Kauf bewusst ist, hier eine Romanbiografie zu erhalten – hier muss der Verlag meines Erachtens noch nachbessern.
    Laureano, C: Ein unerwartetes Vermächtnis

    Laureano, C: Ein unerwartetes Vermächtnis (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    14.08.2022

    Leichter, an manchen Stellen leider auch seichter Unterhaltungsroman – nichts Besonderes.

    Buchinhalt:

    Als die junge Innenarchitektin Melissa eines Tages die Nachricht erhält, in Colorado eine Erbschaft gemacht zu haben, begann sich ihr Leben von einem Tag auf den anderen zu verändern. Das Erbe entpuppt sich als drei wertvolle Häuser, gefüllt mit Antiquitäten – und der Tatsache, dass es ihre leibliche Großmutter war, die ihr die Immobilien vermacht hat. Melissa will zunächst verkaufen, doch der smarte und gutaussehende Bürgermeister des kleinen Ortes hat andere Pläne mit den drei Häusern...


    Persönlicher Eindruck:

    In Carla Laureanos Gegenwartsroman nimmt sie ihre Leser mit ins ländliche Colorado, an einen kleinen Ort namens Jasper Lake. Wie bereits das Cover vermuten lässt, schmiegt sich die kleine Stadt an einen malerischen See in mitten schroffer Berge – ein idyllischer Platz, an den man auch als Leser gerne einmal reisen würde. Jasper Lake ist der Ort, von dem Hauptfigur Melissas Familie herkommt, doch Melissa ist zunächst alles andere als begeistert, mit den geerbten Häusern eine Verbindung zu Mutter und Großmutter zu bekommen: Melissa wuchs als Pflegekind in verschiedenen Familien auf und kann es ihrer Mutter bis heute nicht verzeihen, dass sie sie damals nicht behalten hat.

    Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Beziehung zwischen Melissa, ihrer Vergangenheit und dem smarten Bürgermeister Gabriel, der ihr als Testamentsvollstrecker quasi „frei Haus“ geliefert wurde – und gerade diese Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren fand ich nicht sonderlich glaubhaft.

    Natürlich ist schon bald vorhersehbar, in welche Richtung sich die Freundschaft der beiden Protagonisten entwickelt, jedoch fehlt jedwede Distanz gerade zu Beginn. Wer würde sich einem völlig Fremden gegenüber derart verhalten? Ich glaube noch nicht mal, dass das in den USA so Usus wäre. Melissa und Gabriel – ja sogar dessen Vater, der Pensionswirt – sind von Beginn an per Du und verhalten sich ziemlich distanzlos dem jeweilig anderen gegenüber. Melissa eröffnet Gabriel sehr schnell ihre Vergangenheit und man hat nicht den Eindruck, als würden die beiden sich erst ein paar Stunden kennen.

    Wie auch immer: Gabriel als männlicher Gegenpart ist sehr schwer einzuschätzen. Natürlich will er Melissa dazu bringen, die geerbten Häuser nicht zu verkaufen, spielt aber meiner Meinung nach zu sehr mit der emotional instabilen Frau und ihren Gefühlen. Erst nach einer Weile wird aus Freundschaft eine Beziehung, die sich aber inhaltlich schon sehr früh abzeichnet.

    Thematisch befasst sich der Roman mit christlichen Themen wie Vergebung und Neuanfang, der christliche Aspekt an sich ist aber sehr minimalistisch und bis auf ein Gespräch zwischen den beiden Hauptfiguren kaum sichtbar. Es geht um Melissas Aufarbeitung ihrer Vergangenheit und damit, Frieden zu schließen mit dem, was war. Colorado ist für Melissa ein Neuanfang, eine Chance, mit sich und ihrer Familie ins Reine zu kommen.

    Vom Stil her ist der Roman sehr bildhaft und eingängig, das Setting und die Menschen in Jasper Lake, das Leben und die Umgebung sind authentisch und schön beschrieben. Insgesamt konnte der Roman mich aber nicht so mitreißen, wie ich es erhofft hatte. Spannungselemente fehlten einer Meinung nach komplett. Ein unerwartetes Vermächtnis ist ein leichter Unterhaltungsroman mit einigen Längen, aber leider nichts wirklich Besonderes, das ihn aus der Masse heraushebt.

    Drei Tage im August

    Anne Stern
    Drei Tage im August (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    05.08.2022

    Beschaulicher Roman über ein Pralinengeschäft und seine Nachbarschaft im Berlin der 1930er Jahre. Hat mir gut gefallen!

    Buchinhalt:

    Berlin, 1936: Unter den Linden ist die erste Adresse für feinste Pralinen, denn dort befindet sich die Konfiserie Sawade. Die junge Elfie ist Prokuristin des Geschäfts, die gute Seele des Hauses – und eins mit den edlen Düften nach Kakao, Marzipan und feinem Trüffel. Von der alte Madame Conte, die im ersten Stock wohnt, erfährt Elfie nach und nach die Geschichte hinter dem wohl berühmtesten Produkt des Ladens – und der Erinnerung an eine verbotene Liebe....


    Persönlicher Eindruck:

    In nur drei Tagen im August 1936 spielt sich die Handlung dieses feinen, unaufgeregten, teilweise melancholischen Romans ab, dessen Schauplatz Berlins berühmteste Allee bildet: Unter den Linden. Mittelpunkt des Geschehens: die Pralinenmanufaktur Sawade, ein Betrieb, gegründet 1880 und bestehend bis heute, Insofern ist der Schauplatz dieses feinen, sinnlichen Romans real existent und das Buch eine Hommage an feine Trüffel, handgemachte Spezialitäten und all die Menschen, die damals wie heute edle Aromen und feinste Genüsse dort unter die Leute brachten und immer noch bringen.

    Es geht um die unmittelbare Nachbarschaft des Sawade. Den Buchladen des jüdischen Buchhändlers Franz Marcus, um das ehrwürdige Hotel Adlon, Issa Hamadis Jazzeller oder auch um ein Berliner Original, wie den Drehorgelspieler Spree-Willi, der zum Zeitpunkt der Handlung aber bereits verstorben ist.

    Hauptfigur ist zweifelsfrei Elfie, die Prokuristin der Chocolaterie, eine nicht mehr ganz so junge Frau mit Ecken und Kanten. Sie erscheint dem Leser durchaus spleenig, teilweise auch schwermütig und mit offensichtlich autistischen Zügen. Dennoch findet man schnell einen Draht zu ihr – sie ist es, die die einzelnen Fäden der anderen Figuren zusammenhält. Neben ihr stehen auch der jüdische Buchhändler Franz sowie Elfies Mitarbeiterin Trude im Vordergrund.

    Über alledem thront mehr oder minder in der Bel Etage der Geschichte die alte Madame Conte, die letztendlich mit ihrer Lebensgeschichte den Bogen spannt von der Vergangenheit der Manufaktur hin zur Gegenwart: ihre Geschichte fand ich sehr bewegend und ihre Erzählungen geben dem Leser direkt die Möglichkeit, in das 19. Jahrhundert zurückzureisen und den Wandel hin zum Neuen hautnah mitzuerleben.

    Der Roman spielt zur Zeit des Nationalsozialismus, diese dunkle Zeit deutscher Geschichte wird deutlich am Schicksal von Franz, dem Buchhändler und Nachbarn des Pralinengeschäfts. Dennoch empfand ich die geschichtlichen Einstreuungen doch sehr minimalistisch. So wirklich kommt bei der Lektüre die Brisanz der damaligen Zeit nicht rüber, auch wenn der Buchhändler letztendlich nach England emigriert, was durch Prolog und Epilog den Rahmen für die Geschichte bildet.

    Zwischen einzelnen Kapiteln des Romans kommen in philosophischer Art und Weise auch die Linden der berühmten Allee zu Wort, die über die Geschichte Berlins und ihrem Standort sinnieren. Das mag zunächst merkwürdig anmuten, ist aber ein wirklich gekonntes Stilmittel, das Flair des damaligen Berlin einzufangen.

    Für mich war Drei Tage im August ein besonderer historischer Roman, etwas abseits vom Mainstream, mit ruhigem Erzählstil und ganz eigener Sogkraft. Von mir daher eine Leseempfehlung für all diejenigen, die das Besondere lieben!
    Frei:Sein 2023 - Postkartenkalender mit Aufsteller

    Frei:Sein 2023 - Postkartenkalender mit Aufsteller (KAL)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    29.07.2022

    Ernüchternd: von wegen 52 Postkarten - es gibt nur 43, der Rest ist rückseitig bedruckt.

    Frei:Sein 2023 ist ein ringgebundener Tischkalender aus dem christlichen adeo-Verlag mit Postkarten zum Ausschneiden.

    Der Aufsteller ist recht groß bemessen, mit 19 x 19 cm ist er ein ziemlicher Brummer. Rein optisch ist der Kalender in seinen Bildern sehr minimalistisch. Es wechseln sich Luft-, Wolken- und Wassermotive mit gezeichneten Bildern ab, teilweise mit Sinnspruch aber auch ohne.

    Mit 18 € bewegt sich der Kalender eindeutig im oberen Preissegment und enttäuscht insofern, als dass der Verlag auf dem Titel mit 52 Postkarten für jede Woche des Jahres wirbt, sich aber lediglich aus 43 der Kalenderblätter eine Postkarte ausschneiden lässt. Für mich somit eine Mogelpackung.

    Dafür, dass der Käufer hier einen Kalender aus einem christlichen Verlag erwirbt, fällt mir beim Blättern auf: er knausert sehr mit christlichem Inhalt. Lediglich fünf der 52 Wochenblätter befassen sich mit der Bibel. Statt dessen bedient man sich vorwiegend an althergebrachten Kalendersprüchen, wobei durchaus positiv anzumerken ist, dass es auch spruchfreie, neutrale Motive gibt.

    Inhaltlich spricht der Kalender das Thema Freiheit, Freigeist und ein Stück weit auch Achtsamkeit an, auf den rückseitig bedruckten Impulsseiten gibt Autorin Anne Weigel Denkanstöße zu Themen wie Rausgehen, Atmen oder Loslassen. Der Untertitel „Mehr Weite im Denken, Sehen & Geben“ soll Anregungen geben für die Suche nach neuen Horizonten – in diesem Sinn eignet sich der Kalender sowohl als Geschenk als auch für Vielschreiber, Bastler und zum Dekorieren.

    Insgesamt war ich allerdings nicht so begeistert wie erhofft, für mich überwogen dann doch die Enttäuschungen. Auch die Mehrzahl der Bilder traf meinen Geschmack nicht so wirklich.
    Im Dienst der Hoffnung

    Brigitte Liebelt
    Im Dienst der Hoffnung (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    25.07.2022

    Über das Leben der Gründerin des ersten Diakonissen-Mutterhauses. Gut recherchiert aber leider recht zäh im Schreibstil....

    Buchinhalt:

    Brigitte Liebelt zeichnet in dieser teilfiktiven Romanbiografie das Leben der „Mutter aller Diakonissen“ Friederike Fliedner nach, die das Diakonissenamt zusammen mit ihrem Ehemann, dem Pfarrer Theodor Fliedner in Kaiserswerth erfand. Durch ihre Einrichtung war es ledigen Frauen des Industriezeitalters erstmals möglich, einen Beruf zu erlernen, in dem sie ein eigenes Gehalt erzielten.

    Dieses Buch beschreibt Friederike Fliedners Leben von früher Kindheit bis ins hohe Alter nach, legt Zeugnis ab von ihrer Frömmigkeit und gibt einen tiefgründigen Einblick in die Gründung der Diakonissenanstalt und der Lebensumstände der Menschen vor 200 Jahren.


    Persönlicher Eindruck:

    Friederike Fliedner – Pionierin der Diakonie: diese Frau war ihrer Zeit wirklich voraus und leistete Bahnbrechendes im Industriezeitalter des 19. Jahrhunderts. Autorin Liebelt breitet vor ihrer Leserschaft einen fundierten und sehr gut recherchierten biografischen Roman aus, der nur in Bruchteilen fiktive Elemente enthält und sich in der Hauptsache auf das Leben der Gründerin des ersten Diakonissen-Mutterhauses in Kaiserswerth stützt.

    Dabei beginnt das Werk bereits in Friederikes Kindheit und zeigt auf, wie Frömmigkeit, Hingabe und Hilfsbereitschaft bereits in früher Jugend ein Teil sind von der Frau, die später als „Mutter aller Diakonissen“ in die Geschichtsbücher eingehen sollte.

    Friederike ist fromm, eine zutiefst gläubige Frau. Ihren Alltag, ihr ganzes Leben gründet sie auf Jesus Christus und die Nächstenliebe, die sie später auch Kranken, Beladenen und Waisen zuteil werden lässt. Sie unterstützt ihren Mann Theodor Fliedner bei seiner seelsorgerischen Arbeit und schafft es, die Sorge um ihre eigene Familie und ihr Wirken in der Diakonie immer unter einen Hut zu bringen.

    All das wird in diesem Buch deutlich, dabei untermauert Autorin Liebelt ihre Recherche durch zahlreiche Quellenangaben und Hinweise auf weiterführende Literatur.

    Neben all den positiven Aspekten gibt es aber auch einige berechtigte Kritikpunkte. So neigt Autorin Liebelt zu mehrfacher Wiederholung. Warum sie in Vorwort und Nachwort noch einmal alle wesentlichen Punkte der biografischen Geschichte in Kurzform zusammenfasst, erschließt sich mir nicht – schließlich soll der Leser ja den Textkörper lesen. Alle notwendigen Infos bekäme er auch aus den beiden Zusammenfassungen.

    Daneben gebe ich offen zu: Frau Liebelt hat einen in meinen Augen sehr - man möge mir den Ausdruck verzeihen – einschläfernden Erzählstil. Natürlich geht sie fast tagebuchartig die vielen Stationen im Wirken der Friederike Fliedner ab, aber an vielen Stellen einfach trocken und leblos. Auch wenn es sich um die Biografie einer realen Figur der Geschichte handelt, erwarte ich immer auch ein mitreißendes Element, das mich nur so an den Seiten verweilen lässt. Und genau dies fand ich nicht bei der Lektüre. Wirklich hineinversetzten in die Hauptfigur konnte ich mich beim Lesen nicht, viele Nebenfiguren wie beispielsweise ihre Geschwister, blieben blass und farblos.

    Insgesamt eine durchaus interessante Biografie über eine starke, gläubige und inspirierende Frauenpersönlichkeit, über die Gründung des Diakonissenamtes und über das erste Mutterhaus in Kaiserswerth – wenn man bereit ist, schriftstellerisch einige Abstriche in Kauf zu nehmen.
    Die Senfblütensaga - Hoffnung im Herzen

    Clara Langenbach
    Die Senfblütensaga - Hoffnung im Herzen (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    22.07.2022

    Abschlussband mit allerlei Unglaubwürdigkeiten – kann man lesen, ist aber kein Pageturner.

    Buchinhalt:

    Nach ihrer Flucht aus dem lothringischen Metz suchen Emma, ihre Schwiegermutter und Antoine eine neue Bleibe. Ihr Weg führt sie zunächst nach Speyer, wo sie bei Emmas Mutter vorübergehend unterkommen, doch diese nützt die Situation schamlos aus und behandelt ihre Tochter wie ein Dienstmädchen. Durch die Arbeit bei den französischen Besatzern kommt Emma zu etwas Geld und nach der Rückkehr von Carl eröffnen die beiden eine Senffabrik in Düsseldorf. Leider werden ihnen auch dort Steine in den Weg gelegt: denn Düsseldorf hat nicht gerade auf Carls Senf gewartet....


    Persönlicher Eindruck:

    Im dritten und abschließenden Band ihrer Senfblütensaga nimmt Autorin Langenbach ihre Leserschaft abermals mit in die Zeit kurz nach dem Ersten Weltkrieg. Emma und ihr Anhang mussten aus Metz fliehen und wissen nicht recht, wohin – währenddessen glaubt Emma, Carl sei tot und das Weiterleben hätte nicht wirklich einen Sinn.

    Sehr packend und mit stetig steigender Spannung erzählt die Autorin von Emmas Konflikt mit ihrer Mutter. Emmas Eltern leben in prekären Verhältnissen, trotzdem tritt Käthe wie eine Diva auf und behandelt ihre Tochter wie ein Dienstmädchen. Dazu kommt ihr alter Hass auf alle Seidels – dennoch halten es Emma und Schwiegermutter Wilhelmine relativ lange in Speyer aus.

    Gut gefallen haben mir die Passagen um Emmas Bemühungen um Arbeit bei den französischen Besatzern. Die Figur des marokkanischen Soldaten Azzeddine Ben Ajarrar empfand ich als sehr ausbaufähig, leider hat Langenbach dieses Potential nur begrenzt benutzt. Azzeddine war für mich ein Sympathieträger und eine der Schlüsselfiguren des ersten Teils der Handlung, doch leider verlor sich dieses Potential, nachdem die Autorin diese Figur nicht mehr brauchte.

    Im zweiten Teil des Romans haben der wiedergekehrte Carl und Emma in Düsseldorf schließlich eine Senffabrik aufgebaut. Durch den recht großen Zeitsprung erfährt man als Leser nicht, woher sie die Mittel nehmen – und genau hier beginnt die Geschichte unglaubhaft zu werden. Emma durfte die geheimen Baupläne für Carls Senfmaschinen nicht mehr aus der Wohnung der herrischen Mutter holen, zudem haben weder Emma noch Carl größere finanzielle Mittel. Trotz allem steht plötzlich eine Manufaktur in Düsseldorf mit neuartigen Maschinen, die alsbald einen Konkurrenten und Erzfeind aus früheren Tagen auf den Plan ruft. Wie soll der Leser das nur glauben?

    Schade, denn der Beginn war so dermaßen vielversprechend! Es war für mich einfach an den Haaren herbei gezogen, dass das Paar anscheinend von monatlich 10 Senfgläschen an ein Feinkostgeschäft leben kann – denn Düsseldorf scheint zu der Zeit das Mekka der Senfproduktion gewesen zu sein und Carls „Klitsche“ - man verzeihe mir diesen Ausdruck – ist nur ein Betrieb von vielen. Man erfährt nichts von weiteren Kunden, aber Produktion kostet nun mal.

    Alles in allem konnte Langenbach auch im dritten Band nicht an den Erfolg des ersten heranreichen. Die Emotionen bezüglich der Liebesgeschichte blieben in meinen Augen eher blass und wenig nachfühlbar, dabei half auch nicht, ständig zu betonen, wie gut Carl nach Senf riecht. Irgendwann nervte dieses Detail einfach. Mal im Ernst: ist permanenter, scharfer Senfgeruch wirklich so anziehend?

    Letztendlich kann man den Roman lesen, wenn man wissen möchte, wie das Ganze ausgeht – ein Meisterwerk ist es aber nicht und hebt sich für meinen Geschmack auch nicht aus der Masse der Historienromane dieser Epoche heraus.
    Memento Monstrum (Bd. 2)

    Jochen Till
    Memento Monstrum (Bd. 2) (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    19.07.2022

    Fledermaus-Opa Graf Dracula erzählt seine Geschichten - ein witziges Kinderbuch mit Botschaft

    Buchinhalt:

    Graf Dracula ist Opa – und was für einer! Im Schloss der vampirischen Fledermaus trifft sich alles, was Rang und Namen hat unter den mystischen Monstern der Weltliteratur – von King Kong, über Werwolf und Riesenspinne bis hin zu Vampirjäger Van Helsing. Und weil Opa Dracula ganz nebenbei noch auf seine drei quirligen Fledermaus-Enkel aufpassen soll, erzählt er dabei so manch gruselige aber auch herzerwärmende Geschichte aus seinem über hundertjährigen Leben...


    Persönlicher Eindruck:

    Im mittlerweile zweiten Band der „Memento Monstrum“-Reihe geht es erneut um allerlei gruselige Spukgestalten. Allesamt sind sie zu Gast auf Draculas Anwesen, wo der Vampir-Opa in Abwesenheit seiner Tochter mit den drei Enkeln eine abgefahrene Party schmeißt. Zu Gast sind keine Geringeren, als Werwolf, Zombie, Riesenspinne und Yeti! Und während allerlei rote Delikatessen in den hungrigen Mündern verschwinden und die drei quirligen Fledermaus-Enkel nichts als Unsinn anstellen, erzählt der Opa mehrere Geschichten rund um bekannte Monster aus der Weltliteratur. Die rein wahren, versteht sich.

    Wer wissen will, wie Kong dereinst nach New York kam und dort zum King wurde oder wie es sich wirklich zugetragen hat mit Ferdinand, dem Frankenstein'schen Monster, dem sei dieses Kinderbuch ans Herz gelegt. Dabei ist das Buch so konzipiert, dass es nicht nur der jungen Zielgruppe gefällt, sondern auch erwachsene Leser den ein oder anderen Insider-Witz und Schmunzelmoment mitnehmen können.

    Genau hier scheiden sich die Geister: Während es sehr erfrischend gemacht ist und auch dem erwachsenen Leser gefällt, haben Kinder wohl auch das ein oder andere Problem, das (Vor-)Gelesene vollständig zu verstehen. Die Altersempfehlung ist ab 8 Jahren und da werden die Kinder verständlicherweise weder den King-Kong-Film kennen noch die Erzählung von Frankenstein.

    We auch immer: mir haben die drei Geschichten, die übrigens in andersfarbiger Schrift gehalten sind und sich dadurch rein optisch vom Rest abheben, am besten gefallen. Die Zwischenpassagen aus der Gegenwart, von Draculas Party und den frechen, ja mitunter flegelhaften Enkeln gefielen mir nicht so. Die drei Kinder, allen voran Globine, empfand ich als sehr nervtötend und nicht wirklich vorbildgebend für die Zielgruppe.

    Qualitativ ist das Buch sehr hochwertig gemacht, die Seiten sehr dick und auch reich illustriert, teilweise sogar ganzseitig. Das Cover ist ein Hingucker mit Spotlack-Elementen und dem Verkaufspreis von 18 € durchaus angemessen.

    Was ich etwas vermisst habe: ein Namensregister bzw. Glossar, damit klar ist, wer nun Bobo ist oder Justine. Wer Band 1 nicht kennt, hat da durchaus Probleme, alle Personen richtig zu verorten.

    Insgesamt haben an diesem Buch junge und junggebliebene Leser ihren Spaß, wenn sie sich für Gruselgeschichten interessieren. Alles in allem beinhaltet die Gesamtgeschichte auch eine Botschaft, und zwar: der äußere Schein kann durchaus trügen und sich unter jeder noch so grauenhaften Fassade auch ein liebenswerter Charakter verbergen. Lerne Dein Gegenüber erst kennen, bevor Du Dir ein endgültiges Urteil bildest!
    251 bis 275 von 745 Rezensionen
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