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    Silberstein

    Aktiv seit: 26. August 2010
    "Hilfreich"-Bewertungen: 790
    144 Rezensionen
    Sonate für Cello & Klavier E-Dur op.121

    Sonate für Cello & Klavier E-Dur op.121 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.03.2011
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Unterschätzter Romantiker

    Hier ist eine CD mit Kammermusik, die jeden Freund, jede Freundin von Cellomusik begeistern müsste! Ramon Jaffé, der junge Virtuose, bringt die romantische große Sonate von Ignaz Moscheles - Freund von Schumann, Mendelssohn, Meyerbeer, Weltmann und Klaviervirtuose u.a. in London und Paris - zu Gehör, die umstandslos neben die Gattungsbeiträge der Großen eingeordnet werden darf.

    Der einstige Publikumsliebling Moscheles lebte lange - er wurde fünf Jahre nach der französischen Revolution geboren, er starb ein Jahr vor der Gründung des deutschen Kaiserreichs -, und seine Ästhetik fußt auf dem granitharten Fundament der Alten: wie bei Brahms, bei Schumann, bei Mendelssohn. Es ist dies eine gebändigte Romantik, die dem Gefühl keinen Freifahrtschein ausstellt - immer deutlicher wird durch die Moscheles-Veröffentlichungen der letzten Zeit (eine finden Sie in den Empfehlungen unten), dass es sich bei dem Komponisten eben nicht um einen klingelnden Klavierblender, sondern um einen wunderbar ernsthaften, einfühlsamen Künstler zwischen Klassik und Romantik handelte, der auf breitesten Kenntnissen des Tonsatzes und der Instrumentenbehandlung aufbaute.

    Deutlich wird dies auch in den Bach-Bearbeitungen op. 137 a: Präludien aus dem Wohltemperierten Klavier, denen Moscheles - wie Schumann in einem ganz ähnlichen Verfahren bei den Solo-Violinsonaten - eine vornehme, fast skrupulös dezente, melodiöse Klavierbegleitung anpasste. So etwas funktioniert nach heutigen Maßstäben nicht immer (ach, Bach-Gounod!), hier aber funktioniert es ganz prächtig. Zu danken ist dies auch dem perlenden Ton von Jaffés Begleiterin Blumina: die beiden Instrumente umspielen sich ohne Dominanzanspruch und lassen so einen kleinen Zyklus wieder erstehen, der vor allem eins will: die Bachsche Größe den Zeitgenossen verdeutlichen.
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    Weihnachtsoratorium

    Weihnachtsoratorium (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    01.03.2011
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Es weihnachtet sehr ...

    ... zumindest einspielungsmäßig. Ungeachtet der Größe von Bachs Weihnachtsoratorium - irgendwann kann man beim Hören selbst als Nicht-Chorist mitsingen. Daneben aber kommen Einspielungen unbekannter Meisterwerke auf den Markt. Eine der schönsten: diese cpo-Aufnahme mit Rolles Oratorium.

    Kleinformatiger und weniger prunkvoll als Bach, intimer und vielleicht sogar menschlicher - musikalisch ist hier die ideale Balance zwischen Solostimmen (besonders beeindruckend: Wilfried Jochens), Chorpassagen und einem warm und leidenschaftlich aufspielenden Originalklang-Ensemble gegeben. Ich kenne auch die cpo-Aufnahmen der Weihnachtsmusiken z.b. von Stölzel, von Eybler: diese übertrifft sie alle.

    Ein Dokument mitteldeutscher Musik- und wohl auch Glaubenskultur, tatsächlich eine Alternative zu J.S. dem Großen.
    Klaviersonaten H16 Nr.40,41,44,48,52

    Klaviersonaten H16 Nr.40,41,44,48,52 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    01.03.2011
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Eine der besten Haydn-Aufnahmen überhaupt...

    ... umso bedauerlicher, dass die zweite Folge dieser Einspielungen von DECCA nicht mehr erhältlich ist.

    Richters Live-Aufnahmen der Haydn-Sonaten - eingestandenermaßen fühlte er sich mit Haydn wohler als mit Mozart - gehören klanglich und interpretatorisch zu den absoluten Highlights unter den Klavieraufnahmen. Jenseits von Gouldschen Übertreibungs-Exzessen und dürrem Pianoforte-Gefistel, nimmt der große Russe den Komponisten als das experimentierfreudige, lebenszugewandte Genie, welches Haydn nun mal war. Witz und Galanterie nimmt Richter dabei typischerweise eher zugunsten von Geschlossenheit und tieferer Bedeutung zurück. Ein Genuss!
    Klaviersonaten Nr.1 & 2 (opp.19 & 88)

    Klaviersonaten Nr.1 & 2 (opp.19 & 88) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    01.03.2011
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Brahms-Zeitgenosse, nicht Epigone

    Robert Fuchs, von der Nachwelt zum "Serenaden-Fuchs" verkleinert, war Brahms-Zeitgenosse, Brahms-Freund, Brahms-Bewunderer. Ein bloßer Nachahmer war er nicht. Das zeigen seine ambitionierten Sonaten, deren gebändigt-verinnerlichte Erscheinungsform zwar manchmal an den großen Hamburger erinnert, die aber nie wie Imitationen wirken

    (übrigens zeigt es auch sein Klavierkonzert op. 27, viel lyrischer und zarter als die von Brahms und mit einem wunderbaren Mittelsatz: zu hören bei cpo oder in der "Romantic Piano Concerto"-Serie von hyperion).

    Blumenthal spielt diese ernsten, schönen Werke mit großem Engagement und doch voller Ruhe, klangsatt und adäquat aufgenommen: Romantik der leisen Töne.
    Sämtliche Klavierkonzerte

    Sämtliche Klavierkonzerte (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    01.03.2011
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Im doppelten Wortsinn: ein Klassiker

    Andas Mozart zu loben, hätte wohl lange Zeit gehießen, Eulen nach Athen zu tragen, so dominant war der DGG-Hauspianist gerade im Mozart-Katalog. Doch das war in den 60er und frühen 70er Jahren, als diese Aufnahmen entstanden. Warum sollte man sie heute noch Brendel, Perahia, Ashkenazy, Schiff, Uchida oder anderen "Gesamteinspielern" vorziehen?

    Sollte man nicht. Nicht unbedingt jedenfalls. Eine bessere Aufnahmetechnik, hier und da detalliertere "Feinarbeit", sensiblere Einsichten und bessere Orchester sind den oben angegebenen zuzugeben. Andas Natürlichkeit und seine perfekte Balance zwischen Kraft und Zartheit, die aus Mozart eben keine Porzellanfigur machen, sind aber immer noch absolut hörenswert.

    Dass es bei einer Gesamteinspielung Highlights gibt - für mich z.B. der Mittelsatz aus Nr. 19, sanft und verschattet gespielt, die Konzerte Nr. 16, 17 und 21 und auch die ganz frühen Pasticci, die richtig "swingen" -, aber auch nicht ganz so großartig gelungene: auch das ist natürlich.

    Die Pappbox und das Booklet sind zumindest platzsparend - übermäßig informativ ist die Beigabe natürlich nicht. Ich halte Andas Pionierstatus und künstlerischen Rang aber für wichtiger.
    Symphonie Nr.1

    Symphonie Nr.1 (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    01.03.2011
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Elgars Beste

    Edward Elgars Erste lohnt das Kennenlernen. In dieser Einspielung, die teureren sogar eine glasklare Aufnahmetechnik voraus hat, trifft das glänzende Orchester der BBC den richtigen Tonfall zwischen Pomp und Circumstance, d.i. eine mehr oder weniger verborgene, immer wieder aufscheinende herbstliche Melancholie, die so typisch für den großen Briten ist.

    Nicht beim ersten Hören, aber allmählich erkämpft sich diese üppig-spätromantische Symphonie die Sympathie des Hörers, der auch Elgars Konzerte für Violine und Cello schätzt. Elgars Zweite, in derselben Besetzung erhältlich, ist da deutlich sperriger, was sich auch im Aufführungserfolg niederschlug.
    Klavierkonzert op.114

    Klavierkonzert op.114 (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    01.03.2011
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Ein Gipfel...

    ... und doch fällt das Atmen schwer, hat man ihn einmal erstiegen:

    Regers einziges Klavierkonzert ist ein ungeheures Werk. Der Komponist ordnete es hoffnungsvoll in die Nachfolge von Brahms' d-moll ein - ohne wirklich daran zu glauben, das belegt seine Korrespondenz. Regers schwieriges Künstlerleben wurde durch dieses mehr als schwierige Konzert nicht einfacher. Durchgesetzt hat es sich nie. Furchtlose Pianisten - mir liegen Vergleichsaufnahmen von Serkin, Eduard Erdmann und de Groote vor - haben sich dennoch daran gewagt, "Super-Virtuose" Marc-André Hamelin wird auf hyperion im nächsten Monat eine weitere Einspielung vorlegen.

    Nun Korstick: Erstens besticht schon mal die Kopplung. Busonis aufgedonnerte Version von BWV 1052 sagt viel über die Ästhetik der Zeit aus, in der auch Regers Konzert entstand. Ein üppiges Hörvergnügen und leichter fasslich, da immer als "Auch-Bach" erkennbar, ist es allemal. Mit Regers Klanggewittern setzt sich Korstick, der als Beethoven-Interpret ziemlich spät ziemlich bekannt wurde, auf überlegte und überlegene Weise auseinander: da wird nichts verwischt oder überhämmert. Trennschärfe auch im schwierigsten Klaviersatz, völliger Mangel an Gehetztheit und Fin-de-Siecle-Hysterie: so bleibt dieses Konzert immer noch eine Herausforderung, auch für den Hörer, schmeichelt sich nicht ins Ohr, überzeugt aber über weite Passagen durch Ernst und Wucht.
    Ein Kommentar
    Anonym
    03.12.2016

    Musikfreund

    Reger steht leider immer wieder im Schatten von Mahler. Doch beide gehören zu den Propheten einer zu Ende gehende Epoche der europäischen Monarchien. So ist nun ihre Botschaft ernst, schwer und wehmütig. Regers 2 Satz hat den selben schwermütigen Charakter, wie das Adagio aus Mahlers Fünften. Je mehr man sich mit Regers Werken auseinandersetzt, desto mehr begreift man, dass er seine Zeit weit voraussah und wie taub doch die Ersthörer seiner Botschaften wohl sein mussten. Wer einen Zugang braucht, sollte seine Variationen sich anhören und wer einen Zugang zu diesen großen Komponisten bekommt, wird sein Werk lieben und schätzen.
    Wilhelm Kempff - Queen Elizabeth Hall 5.6.1969

    Wilhelm Kempff - Queen Elizabeth Hall 5.6.1969 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    28.02.2011
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Kempff at his best

    Wer nacherleben will, was Spontaneität und uneitle Musikalität Kempffs in einer Sternstunde zu leisten vermochten, der greife zu diesem wunderschönen Konzertmitschnitt.

    Ein wenig hallig, aber überaus bestimmt und souverän klingt das alles, was der auch in England und Frankreich verehrte Maestro aus dem Flügel herausholt: seine Hausgötter Schubert und Beethoven - charakteristisch die Wahl einer "kleinen" Sonate, die Kempff sehr ernst nimmt - ebenso wie Bach. Vielleicht hat man über all dem Originalklang und Gouldscher Exzentrizität vergessen, wie nah der Thomaskantor einem Kempff stand, der schon als Kind ein Orgelvirtuose war, und der die Chromatische Fantasie doch fern allen Klangprunks zart und durchsichtig darbietet.

    Höhepunkt für mich: die selten gespielte f-moll-Sonate von Schubert, in der bereits Chopin vorweggenommen ist.
    Klavierkonzerte Nr.1-7

    Klavierkonzerte Nr.1-7 (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    28.02.2011
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Der "irische Chopin"

    John Field war ein Klaviervirtuose und Komponist zum eigenen Gebrauch: seine Sonaten, Nocturnes (er erfand diese Gattungsbezeichnung) und Konzerte schrieb er wie viele seiner Kollegen der Romantik, um seinen Ruhm auf Tourneen zu mehren - weniger, um "die Musik" als solche voranzubringen.

    Dennoch sind es nicht rein circensische Leistungen, die Fields Landsmann O'Rourke zu Gehör bringt, sondern hörenswerte Klavierkompositionen ganz eigenen Stils. Die ruhig fließende Bewegung ist Fields Markenzeichen, Chopin hat sich hier übrigens einiges abgelauscht, und auch wenn der Pianist hier und da auch richtig "hinlangen" darf und Field an einer Stelle sogar ein regelrechtes Gewitter in die Partitur hineinkomponiert, herrscht doch der Eindruck von Gelassenheit vor, pastorale Stimmungen, sanfte Harmonien. So sind einige der vorgestellten Konzerte auch Kompilationen und die Nachbearbeiter konnten bruchlos das eine oder andere Nocturne anstelle eines Mittelsatzes einflechten.

    Chandos bürgt wie immer für erstklassige Aufnahmetechnik - eine sehr schöne Box.
    Klavierwerke

    Klavierwerke (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.02.2011
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Einer der größten Liszt-Pianisten

    Wer den Kubaner Jorge Bolet in den 80ern noch live erleben durfte wie ich, weiß, dass es sich bei ihm um einen der ganz großen Virtuosen der Horowitz-Rachmaninoff-Linie handelte. Auf Platte verhielt sich der elegante Ex-Diplomat oft recht maßvoll - das tut aber den unterschätzten Liszt-Werken sehr gut.

    Ein klanglich erstklassiger, runder, voller Liszt - gestalterisch jederzeit beherrscht: hier spielt ein Meister, der seine Kräfte kennt und nie voll ausspielt, nie überreizt. Besonders gelungen: die Schubert-Liedtranskriptionen. Aber auch die "Consolations" würde ich unbedingt unter die Spitzenaufnahmen zählen.
    Cellokonzert A-Dur (Jugendkonzert 1865)

    Cellokonzert A-Dur (Jugendkonzert 1865) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    10.02.2011
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Überraschung!

    Es klingt und singt, es webt und lebt überhaupt nicht wie ein Jugend-, d.h. Anfängerwerk, sondern bestätigt aufs Schönste Brahms' Einschätzung seines Freundes Dvorak: von dessen Einfällen könnten andere Komponisten eben nur träumen.

    Allzu oft, wenn überhaupt, ist dieser Vorgänger des anerkannt genialen op. 104 nicht eingespielt worden - dem jungen Ramon Jaffé dürfte gleich die Referenz gelungen sein. Auch die Zugaben, zwei davon bekannter als das Hauptwerk, sind glänzend gespielt.
    Klavierkonzerte Nr.1 & 2

    Klavierkonzerte Nr.1 & 2 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    10.02.2011
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Tasten-Ritter

    Webers Klavierkonzerte gehören - mit denen von Mendelssohn und Humnmel - wohl zu den individualistischsten, identifizierbarsten der frühen Romantik. Der "ritterliche" Ton - im Falle des Konzertstücks op. 79 durch ein unterlegtes Märchen-Programm beglaubigt -, das galoppierende Hinauf- und Hinuntertoben auf der Tastatur, Signatur des konzertierenden Virtuosen Weber, der über eine riesige Spannweite der Hände verfügte, aber auch der insgesamt maßvolle Zuschnitt der Stücke, die noch nicht im Zeitalter des industriellen Instrumentenbaus und der Bekenntnis-Musik entstanden - dies alles macht diese Konzerte zu einem ganz eigenen Erlebnis. Der russische Virtuose Demidenko vefügt jederzeit über die technischen Mittel zu ihrer begeisternden Darstellung. Maestro Mackerras begleitet souveräner noch als die Vorgänger im Weber-Amt. Die Tontechnik, bei hyperion immer ein Genuss, zaubert aus dem Klavier in den tiefen Lagen fast Holzbläser-Töne - oder ist das der Pianist selbst?
    Klavierquartette Nr.2 & 3

    Klavierquartette Nr.2 & 3 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    10.02.2011
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Der junge Meister

    Unfassbar - diese Kammermusiken sind Meister-Werke eines Jung-Teenies! Um die 13 Jahre alt war Felix Mendelssohn, als er die Klavierquartette einem staunenden Goethe vorstellte - das eher erzählerisch als musikwissenschaftlich orientierte Beiheft zeichnet diesen tiefen Eindruck nach, den das wohl begabteste Wunderkind nach Mozart auf seine Umgebung machte. Wir können ihm nachhören: mit dieser exzellenten Aufnahme, die den feinen, spritzigen, vierstimmig perfekten Stücken absolut gerecht werden. Leicht und hochkompliziert zugleich: so konnte das vielleicht nur Mendelssohn.
    Cellokonzerte Nr.1 & 4

    Cellokonzerte Nr.1 & 4 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    09.02.2011
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Willkommene Bereicherung

    Der einschränkende Hinweis auf eine "vergangene Ästhetik" aus der oben zitierten professionellen Rezension sticht einfach nicht - er gälte denn für ca. 100 Prozent der klassischen und romantischen Musik. Zu hören sind wunderschöne, kraftvoll-melodienreiche Cellokonzerte, welche die Nähe zu Schumann und Brahms durchaus aushalten. Aushalten muss der Hörer nicht: er darf schwelgen, aber mit Hirn und Herz. Wärmstens zu empfehlen für alle, die nicht die 25. Aufnahme des Dvorak-Konzerts (so schön es ist) kaufen wollen.
    Violinkonzerte Nr.1-15

    Violinkonzerte Nr.1-15 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.02.2011
    Booklet:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Konkurrenzlos - der "deutsche Paganini"!

    Spohrs Konzert Nr. 8 für Geige ("in Form einer Gesangsszene") wurde von mehreren großen Geigern, darunter Heifetz und Hilary Hahn, einer Aufnahme für würdig befunden. Wer den deutschen Meister, der von den Zeiotgenossen neben Paganini gestellt wurde, in einem größeren Variantenreichtum, einem beeindruckenden Lebens-Bogen er-hören will, der greife zu dieser Box. Konkurrenzlos ist sie nicht nur wegen der sonst nirgendwo greifbaren meisten anderen Violinkonzerte Spohrs, sondern auch wegen des durchsichtigen Klangbilds und der wie immer exzellenten textlichen Begleitung.
    Transkriptionen für Klavier Vol.4 (Samuel Feinberg)

    Transkriptionen für Klavier Vol.4 (Samuel Feinberg) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.02.2011
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Bach in "indirekter Rede"

    Martin Roscoe steuert mit diesen Feinberg-Transkriptionen der hyperion-Reihe eine ganz wichtige Einspielung bei: das russische Multitalent (begnadeter Klaviervirtuose, Komponist, Pädagoge) hat diese tief empfundenen und technisch hoch anspruchsvollen Bearbeitungen zum Teil, aber eben nur zum Teil, selbst für Melodyia aufgenommen. Das war in den frühen 60ern, und die Platte ist inzwischen wohl nicht mehr zu haben. Roscoe nimmt sich der schönen Stücke mit ein wenig mehr Distanz, Verhaltenheit, nicht aber britischer Kühle an und erzeugt so einen Bachklang, der fast meditativ zu nennen ist. Unbedingte Empfehlung!
    Das Wohltemperierte Klavier 1 & 2

    Das Wohltemperierte Klavier 1 & 2 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.02.2011
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Bachs Meisterwerk für KLAVIER!

    Der hierzulande nicht sehr bekannte russische Komponist, Klavierpädagoge und großartige Pianist Samuel (oder Samuil) Feinberg ist auf dieser historischen Aufnahme mit Bachs opus magnum zu hören. Und wie ! - klangtechnisch "weich" und keineswegs abschreckend knisternd oder dumpf aufgenommen, zeigen diese Darstellungen aus den späten 50ern und frühen 60ern einen ausdrucksvollen Bach, im Klagegestus oft den großen Passionen nahe, klavieristisch wundervoll fein abgetönt. Eine Vorgänger-Aufnahme zu Richters als romantisierend missverstandener Einspielung für RCA: der Seele Bachs auf der Spur. Wichtig zu wissen: dass Feinberg auch ausgezeichnete und tief empfundene Transkriptionen von Orgelwerken Bachs angefertigt und selbst eingespielt hat.
    Violinkonzert

    Violinkonzert (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    03.12.2010
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    3 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Gezügelte Darbietung

    Diese Aufnahme, ursprünglich auf dem inzwischen verblichenen Label Collins Classics veröffentlich, zeigt den italienischen Geiger in ungewohntem Repertoire. Accardo spielt das riesige und schwer "zusammenzuhaltende" Elgar-Konzert mit ruhiger Zurückhaltung, was diesem herbstlichen Werk angemessen erscheint und dennoch hin und wieder den Wunsch nach mehr Leidenschaft aufkommen lässt. Die Konkurrenz ist gerade in jüngster Zeit größer geworden: die blendende Hilary Hahn (in einer interessanten Kopplung mit "The Lark ascending"), der sonore James Ehnes, auch die Kombination Znajder / Davis.

    Das frechere Walton-Konzert lohnt das Kennenlernen.
    Klavierkonzerte Nr.1 & 2

    Klavierkonzerte Nr.1 & 2 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.08.2010
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Mendelssohn - ernst genommen

    Kirschnereit steuert einen gewichtigen Beitrag zur Mendelssohn-Diskographie (und -Diskussion) bei: Er gibt den langsamen Sätzen - besonders des unterschätzten zweiten Konzerts - die nötige Ruhe und Tiefe, bleibt aber den quicken Ecksätzen und ihrer charakteristischen Mischung aus polyphoner Meisterschaft und Elfentanz-Leichtigkeit nichts schuldig. Die Bewertung des rekonstruierten "3. Konzerts" mit dem für Klavier bearbeiteten letzten Satz des Violinkonzerts (es ist eigentlich das 5., wenn man die beiden Jugendkonzerte, darunter eines für Klavier und Violine mitzählt, streng genommen aber sogar das siebte, nimmt man die beiden großartigen Konzerte für 2 Klaviere mit in die Aufzählung hinein) ist wohl Geschmackssache: viel interessante Musik, aber ein Repertoirestück wird es sicher nicht werden - Mendelssohn selbst, bis zur Selbstquälerei selbstkritisch, hätte bei diesem Stand der musikalischen Dinge sicher nicht Halt gemacht. Fazit dennoch: Toll gespielt, gut aufgenommen, zusammen mit dem brillanteren Thibaudet und dem hypersensiblen Perahia wohl eine der Referenzen!
    126 bis 144 von 144 Rezensionen
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