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    doomhand Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 20. Juli 2011
    "Hilfreich"-Bewertungen: 2557
    815 Rezensionen
    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.09.2011
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Ein Traum wird wahr

    Als ich bei meiner Bewertung des Albums "We want Miles" vor kurzem noch anmerkte, es müsse doch noch mehr Aufnahmen aus dieser Zeit geben, ahnte ich nicht, dass schon 2010 die CD "Live at the Hollywood Bowl" veröffentlicht wurde und fand diese in der Woche darauf - womit für mich ein Traum wahr wurde.
    Der Unterschied zu "We want Miles" ist, dass hier ein ganzes Konzert in seiner originalen Reihenfolge der Stücke erschienen ist. 60 Minuten Musik waren arg kurz, aber das war wohl in der Tat alles. Als ich Miles 1982 sah spielte er zweimal 40 Minuten, keine Zugabe, Vorgruppe sowieso nicht. Die Hollywood-CD hat kleine Nachteile: Marcus Miller hat ein paar falsche Einsätze, und auch bei Miles sind nicht alle Töne Gold. Aber er spielt auch einige grossartige Soli, man höre vor allem die Passage in Kix zwischen 3:00 Minuten und 3:30. Sehr erfreulich auch die Soli von Bill Evans, der bei "We want Miles" teilweise nicht zum Zuge kam. Von der Rhythmusgruppe gefällt bei der Hollywood Bowl-Aufnahme vor allem Mino Cinelu an den Percussions mit zwei guten Conga-Soli. Und dann ist da noch das 1 1/2 Minuten lange Rhodes-Piano-Solo am Ende von Kix. Das ist Miles ! Es ist ja bekannt, dass er keyboards spielte, aber so gut, das hätte man doch nicht gedacht. Meines Wissens das einzige aufgenommene Piano-Solo von Miles überhaupt.
    Wer die "We want" CD schon hat, und wem sie gefällt, dem sei diese CD hier sehr empfohlen.
    Meine Produktempfehlungen
    • We Want Miles We Want Miles (CD)
    Pick 'em / Super String

    Pick 'em / Super String (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.09.2011
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Carter als Solist am Piccolo-Bass

    Zwei Ron Carter LPs aus 1978 und 1981 zusammen auf einer CD, die gut zueinander passen, da auf beiden Streicher eingesetzt werden. Auf Pick Em ein Cello-Quartet, auf Super Strings ein ganze Streichorchester. Einige werden das etwas schmalzig finden, ich finde es schön. Carter spielte auch auf beiden LPs zusätzlich zum "normalen" Kontrabass (auf Pick em meist von Buster Williams gespielt) seinen sogenannten Piccolo Bass, einen Kontrabass mit dünneren Saiten, die in der Tonhöhe etwa wie ein Cello gestimmt sind, mit dem er Melodien und ausgedehnte Soli spielt. Für Carter-Fans sehr zu empfehlen, wer bei Jazz unbedingt eine Trompete oder ein Saxofon braucht, wird eine Ron Carter-Solo-CD sowieso nicht in Betracht ziehen, für alle anderen Interessierten - mal reinhören.
    Live In '63 & '64

    Live In '63 & '64 (DVD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.09.2011
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Wunderbar

    Sieben Stücke des Dexter Gordon Quartetts live 1963/64, drei aufgenommen in einem kleinen Klub in Holland und je 2 aus einem grösseren Konzertsaal in der Schweiz sowie live im Studio (ohne Publikum) in Belgien. Grossartige Aufnahmen, sowie musikalisch als auch optisch. Dexter Gordon war nicht nur ein genialer Musiker, sondern ein sehr charismatischer Mensch, der seine Zuhörer verzaubern konnte. Eine ausserordentlich wertvolle DVD.
    Art Blakey's Jazz Messengers - Live in '58

    Art Blakey's Jazz Messengers - Live in '58 (DVD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.09.2011
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Sagenhaft

    Dieser Film, 1958 in Brüssel aufgenommen, war 48 Jahre lang verschollen und wurde durch einen glücklichen Zufall von den Jazz-Icon-Produzenten wiederentdeckt. Und was für eine Entdeckung! Art Blakey mit Lee Morgan, Benny Golson, Bobby Timmons und Jymie Merritt in einem 55-minütigen Konzert. Sagenhaft. Excellente Soli, wobei der damals erst 20-jährige Lee Morgan herausragt, aber auch Golson spielte damals sehr gut und hatte noch einen guten Sound. Timmons ist sowieso klasse und Merritt vor allem ein excellenter walking bass player. Und Art Blakey bei seinem Solo in Night in Tunisia einmal nicht nur zu hören, sondern auch sehen zu können, ist eine reine Freude. Sehr amüsant auch seine Ansagen der einzelnen Titel. Mit diesem Film hat Jazz-Icon einen Goldschatz gehoben.
    Original Album Series

    Original Album Series (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    14.09.2011
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Bunte Mischung

    Diese Sammlung von 5 Alben erstreckt sich fast über die ganze Karriere von Manhattan Transfer und ist daher eine bunte Mischung, da M.T. immer wieder mal verschiedene Musikrichtungen aufnahmen. Von daher : mir gefällt nicht jede der CDs, aber hier ist für jeden was dabei und zu dem Preis allemal zu empfehlen, wenngleich man die Credits mit der Lupe lesen muss, aber es gibt ja noch das Internet.
    Theater des Grauens

    Theater des Grauens (DVD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    14.09.2011
    Bild:
    5 von 5
    Extras:
    2 von 5
    Ton:
    5 von 5

    Köstliche Gruselkomödie

    Vincent Price als genialer, wahnsinniger, aber verkannter Shakespeare-Darsteller massakriert Theaterkritiker indem er Morde aus den einzelnen Shakespeare-Dramen nachstellt. Für Freunde des schwarzen Humors.
    UFO: Weltraumkommando S.H.A.D.O.

    UFO: Weltraumkommando S.H.A.D.O. (DVD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    14.09.2011
    Bild:
    5 von 5
    Extras:
    5 von 5
    Ton:
    5 von 5

    Für Fans Kult, sonst naja

    Wollte mir die Serie, von der ich als Kind begeistert war, mal wiedersehen und - naja, es ist halt doch lange her und es ist eben eine Fernsehsendung, die Ende der 60er hergestellt wurde, kann also mit heutigen Kinofilmen nicht mithalten. Was gut ist - es sind alle Folgen dabei, zahlreiche wurden in Deutschland nicht gesendet, einige wurden geschnitten, manchmal nur um Sekunden, diese Szenen sind hier - dann natürlich in englischer Sprache - wieder eingefügt worden. Daher sicher für Fans alter SF-TV-Serien ein Traum, ansonsten hätte einem eine Doppel-DVD mit den 8 besten Folgen auch gereicht, denn auf die Dauer wird es langweilig.
    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.09.2011

    Brilliant ! Excellent ! Wunderbar !

    Wie die Überschrift schon zeigt, komme ich bei dieser DVD nicht nur ins Schwärmen, ich überschlage mich gleich vor Begeisterung. Freddie Hubbard in Top-Form ! Was für ein wunderbarer Musiker ! Und er ist bei dieser Aufnahme sichtbar glücklich mit seinen Soli, muss sogar einmal lachen, als sich ihm eine Melodie aus einem Jazz-Standard in seine Improvisation einschleicht. Er sprudelt vor Ideen, sagenhaft. Dazu die All-Star-Besetzung mit den genialen Cedar Walton und Ron Carter und an den drums: Lenny White, der von Return to Forever als Fusion-Drummer bekannt ist, aber schon Anfang der 70er mit Hubbard gespielt hat und ein sagenhafter Schlagzeuger ist, der alle Stilrichtungen gleich excellent spielt.
    Die Songauswahl ist auch sehr gut, zwischendrin gibt es ein paar ganz kurze Interviews, schade nur dass die DVD mit ca 60 Minuten zu kurz ist, aber musikalisch ist das DIE Jazz-DVD überhaupt.
    Prädikat : besonders wertvoll, besser gesagt : unbezahlbar.
    The All Seeing Eye

    The All Seeing Eye (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.09.2011
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Starker Avantgarde - Modern Jazz

    Dieses Album, mit Freddie Hubbard, Alan Shorter (flgh on #5), Grachan Moncur III (trb), James Spaulding (as), Herbie Hancock, Ron Carter und Joe Chambers. am 15.10 1965 aufgenommen, unterscheidet sich doch erheblich von seinen sonstigen Alben. Es ist eine Mischung aus Modern-Jazz mit Avantgarde-Jazz, ein wenig "free". Auch sehr gut, aber es verwundert nicht, dass keines der Stücke des Albums zum Klassiker wurde (würde mich mal interessieren, wie diese Stücke als Noten aussehen würden - vermutlich schwere Kost ! ). Trotzdem - alles andere als die volle Punktzahl der fünf Sterne wäre ein Witz.
    Meine Produktempfehlungen
    • The Soothsayer (Rudy Van Gelder Remasters) The Soothsayer (Rudy Van Gelder Remasters) (CD)
    • Adam's Apple Adam's Apple (LP)
    • Juju (Rudy Van Gelder Remasters) Juju (Rudy Van Gelder Remasters) (CD)
    The Soothsayer (Rudy Van Gelder Remasters)

    The Soothsayer (Rudy Van Gelder Remasters) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.09.2011
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Erst 14 Jahre später veröffentlicht, unfassbar !

    Noch ein grossartiges Album von Wayne Shorter mit Freddie Hubbard, James Spaulding, McCoy Tyner, Ron Carter und Tony Williams, aufgenommen am 4. März 1965, aber - fast unglaublich - erst im Jahr 1979 veröffentlicht !!! Die Plattenfirmen (hier Blue Note) hatten damals einfach so viel Material zur Verfügung, so dass sie nicht alles veröffentlichen wollten, sie hätten sich nur selbst Konkurrenz gemacht. Shorter komponierte damals wie am Fliessband, aber das alles auf höchstem Niveau. Mit Sicherheit wären einige Stücke von Soothsayer Modern-Jazz-Standards geworden, an der Qualität der Musik lag es jedenfalls nicht, dass die LP damals nicht rauskam, die ist wie bei Shorter früheren Blue Note Album grossartig. Die Melodien sind von einer Faszination, dass sie einen nicht loslassen. Das Album kann ich mir glatt 10 mal hintereinander anhören, vielleicht geht es Ihnen auch so - probieren Sie es aus !
    Meine Produktempfehlungen
    • Speak No Evil (Rudy Van Gelder Remasters) Speak No Evil (Rudy Van Gelder Remasters) (CD)
    • Juju (Rudy Van Gelder Remasters) Juju (Rudy Van Gelder Remasters) (CD)
    • Adam's Apple Adam's Apple (LP)
    Adam's Apple

    Adam's Apple (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.09.2011
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Eine Perle

    Nach Nightdreamer, Juju und Speak no evil möchte ich als nächstes dieses Album, aufgenommen im Februar 1966 empfehlen. Wieder excellente Kompositionen, wunderbare Musiker (Shorter mit Herbie Hancock, Reggie Workman und Joe Chambers) - Prädikat: unverzichtbar.
    Meine Produktempfehlungen
    • Night Dreamer Night Dreamer (CD)
    • Juju (Rudy Van Gelder Remasters) Juju (Rudy Van Gelder Remasters) (CD)
    • Speak No Evil (Rudy Van Gelder Remasters) Speak No Evil (Rudy Van Gelder Remasters) (CD)
    Speak No Evil (Rudy Van Gelder Remasters)

    Speak No Evil (Rudy Van Gelder Remasters) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.09.2011
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Shorter's Meisterwerk

    Shorter mit Freddie Hubbard, Ron Carter, Herbie Hancock und Elvin Jones, aufgenommen am 24. 12. 1964. Oh, diese Musiker hatten schon alle Weihnachtseinkäufe erledigt und schenkten daher der Musikwelt einfach noch auf die Schnelle ein Meisterwerk. Sechs geniale Kompositionen von Shorter - meines Erachtens der grösste Jazz-Komponist aller Zeiten, man sehe nicht nur seine Stücke auf eigenen Platten, sondern auch für Art Blakey's Jazzmessengers, für Miles und für Weather Report. Shorter's drittes Album in einem Jahr, er war in einer extrem kreativen Phase. Eine der ganz wichtigen Jazz-Aufnahmen überhaupt und wenn man von Wayne Shorter noch gar kein Solo-Album hat die allererste Wahl.
    Meine Produktempfehlungen
    • Night Dreamer Night Dreamer (CD)
    • Juju (Rudy Van Gelder Remasters) Juju (Rudy Van Gelder Remasters) (CD)
    • Adam's Apple Adam's Apple (LP)
    Juju (Rudy Van Gelder Remasters)

    Juju (Rudy Van Gelder Remasters) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.09.2011
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Excellent

    Nur etwas über 3 Monate nach Nightdreamer nahm Shorter schon wieder ein Album auf, wieder mit McCoy Tyner, Reggie Workman, und Elvin Jones, diesmal aber ohne Trompeter. Und wieder alles geniale Eigenkompositionen. Excellente Musik vom ersten bis zum letzten Ton.
    Meine Produktempfehlungen
    • Speak No Evil Speak No Evil (CD)
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    • Adam's Apple Adam's Apple (LP)
    Night Dreamer

    Night Dreamer (LP)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.09.2011
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Grosse Kunst

    Wayne Shorter mit Lee Morgan, McCoy Tyner, Reggie Workman und Elvin Jones. Dass es auf diesem Album grossartige Soli und ein excellentes Zusammenspiel zu hören gibt, dürfte bei diesen Musikern klar sein (die Coltrane-Rhythm-Section plus Morgan !).
    Aber noch wichtiger sind hier die hervorragenden Kompositionen. Wayne Shorter hat für Miles Davis, Art Blakey's Jazz-Messengers und Weather Report dutzende von Stücken komponiert, dieses am 29. April 1964 aufgenommene Album war für ihn besonders wichtig, denn (Zitat) " I was entering a new stage as a writer. Die Stücke auf diesem Album sind alles Originale und lassen einen eigenen Stil erkennen - relativ einfach zu spielende, aber melodiöse Themen über anspruchsvollen Harmonien und variierenden Rhythmen. Grosse Kunst!
    (Anmerkung: habe hier die CD nicht gefunden und bewerte daher die LP, aber die Auswahl der Stücke inkl. Virgo-alternate take ist identisch).
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    Doo-Bop

    Doo-Bop (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.09.2011

    Miles goes Hip-Hop

    Wem dieses letzte Studio-Album von Miles nicht gefällt, der hat Miles ganz und gar nicht verstanden. Hip-Hop-Funk-Grooves mit der Trompete von Miles darüber - wow ! Das war damals neu.Guru's Jazzmatazz ist 1993, also zwei Jahre später entstanden.
    Miles war in den 80er Jahren in einer Sackgasse angelangt, er hatte das Füllhorn der Jazz-Rock-Funk-Fusion, die er seit Bitches Brew spielte voll ausgeschöpft, es gab hier nichts neues mehr zu sagen. Seine letzten grossen Werke Tutu und Amandla waren schon mehr die von Marcus Miller, einem genialen Partner, der für ihn in den 80er so etwas wie ein jüngerer Gil Evans. Und was dann? Die logische Konsequenz war die Zusammenarbeit mit Hip-Hop-Künstlern und Rappern und Miles wirkte nochmals mit an der Entstehung einer neue Musikrichtung, dem Acid-Jazz.
    Doo-Bop ist durch Miles's Tod während den Aufnahmen sein einziges Hip-Hop-Album geblieben, schade. Ich bin davon überzeugt, dass er genau in diese Richtung weitergegangen wäre.
    Miles's Melodien - man kann hier nicht von Soli sprechen, da dies die klassische Form "Thema-Solo-Thema" suggerieren würde, was es bei dieser damals neuen Musikrichtung nicht mehr gibt - sind wie immer tief vom Blues geprägt, teils extrem melancholisch, manchmal von einer Einfachheit wie ein Kinderlied, aber von einer Schönheit, die einem eine Gänsehaut beschert. Man muss sich nur auf diese Musik einlassen und sich klar sein, dass das etwas ganz anderes ist als der Miles der 50er und 60er Jahre, aber wenn man sich dann nur auf die Trompete konzentriert, dann ist der Unterschied belanglos.
    Doo Bop

    Doo Bop (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.09.2011
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Can you dig it ?

    Wem dieses letzte Studio-Album von Miles nicht gefällt, der hat Miles ganz und gar nicht verstanden. Hip-Hop-Funk-Grooves mit der Trompete von Miles darüber - wow ! Das war damals neu.Guru's Jazzmatazz ist 1993, also zwei Jahre später entstanden.
    Miles war in den 80er Jahren in einer Sackgasse angelangt, er hatte das Füllhorn der Jazz-Rock-Funk-Fusion, die er seit Bitches Brew spielte voll ausgeschöpft, es gab hier nichts neues mehr zu sagen. Seine letzten grossen Werke Tutu und Amandla waren schon mehr die von Marcus Miller, einem genialen Partner, der für ihn in den 80er so etwas wie ein jüngerer Gil Evans. Und was dann? Die logische Konsequenz war die Zusammenarbeit mit Hip-Hop-Künstlern und Rappern und Miles wirkte nochmals mit an der Entstehung einer neue Musikrichtung, dem Acid-Jazz.
    Doo-Bop ist durch Miles's Tod während den Aufnahmen sein einziges Hip-Hop-Album geblieben, schade. Ich bin davon überzeugt, dass er genau in diese Richtung weitergegangen wäre.
    Miles's Melodien - man kann hier nicht von Soli sprechen, da dies die klassische Form "Thema-Solo-Thema" suggerieren würde, was es bei dieser damals neuen Musikrichtung nicht mehr gibt - sind wie immer tief vom Blues geprägt, teils extrem melancholisch, manchmal von einer Einfachheit wie ein Kinderlied, aber von einer Schönheit, die einem eine Gänsehaut beschert. Man muss sich nur auf diese Musik einlassen und sich klar sein, dass das etwas ganz anderes ist als der Miles der 50er und 60er Jahre, aber wenn man sich dann nur auf die Trompete konzentriert, dann ist der Unterschied belanglos.
    Ein Kommentar
    ORBITER AUDIO
    14.11.2021

    Genial !

    Dem kann ich mich nur voll und ganz anschließen.
    Eifach genial !
    Trompeta Toccata (Rudy Van Gelder Remasters)

    Trompeta Toccata (Rudy Van Gelder Remasters) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.09.2011
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Klassische Aufnahme

    Diese Aufnahme von 1964 enthält nur vier Titel, so dass die Musiker die Chance hatten, lange Soli zu spielen. Zwei Latin-Nummern (Titelstück und Henderson's Mamacita) je eine Swing-Nummer in mittlerem und schnellem Tempo. Im Latin-Rhythmus hatte Dorham ja schon auf Afro-Cuban 1953/55 gespielt. Dorham und Henderson spielen begeisternde Soli und der damals sehr moderne und melodische Bassist Richard Davis ist eine Bereicherung für die Rhythmusgruppe. Eine excellente Aufnahmesession.
    Meine Produktempfehlungen
    • Page One Page One (SACD)
    • Afro-Cuban (Rudy Van Gelder Remasters) Afro-Cuban (Rudy Van Gelder Remasters) (CD)
    Quiet Kenny

    Quiet Kenny (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.09.2011
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Nicht nur ruhig

    Kenny Dorham war in den 50er und bis in die 60er Jahre ein sehr angesehener und virtuoser Jazz-Trompeter (von Art Blakey "the uncrowned king of modern jazz trumpet" genannt), der u.a. bei den Jazz-Messengers und mit Joe Henderson spielte, aber doch nie so prominent war wie Dizzy, Clifford oder gar Miles. Seine bekannteste Komposition war "Blue Bossa". Trotzdem gehört er zu den Trompetern, von denen man mindestens ein Album besitzen muss. Die Aufnahme Quiet Kenny, 1959 entstanden, mit Tommy Flanagan, Paul Chambers und Art Taylor kann hier wärmstens empfohlen werden, alle Musiker spielen sehr inspiriert und die Songauswahl besteht nicht nur - wie der Titel andeuten könnte - aus Balladen, davon gibt es allerdings vier, sondern auch aus zwei langsamen Blues, er mittelschnellen Brecht-Weill Nummer "Mack the knife" sowie der sehr starken Dorham-Eigenkomposition "Lotus Blossom", die zwischen Latin und Swing wechselt. Man kann sagen eine typische Rudy Van Gelder Produktion mit solidem Small-Combo-Jazz, ein Album, das immer wieder Freude macht, selbst wenn es es keine innovativen Geniestreiche enthält, sondern nur gute Melodien und gute Soli.
    Meine Produktempfehlungen
    • Trompeta Toccata (Rudy Van Gelder Remasters) Trompeta Toccata (Rudy Van Gelder Remasters) (CD)
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    • At The Cafe Bohemia Vol.2 At The Cafe Bohemia Vol.2 (CD)
    Milestones (9 Tracks) (Jewelcase)

    Milestones (9 Tracks) (Jewelcase) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.09.2011
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    THE Jazz Album

    Irgendwo habe ich mal ein Zitat von Tony Williams gelesen, der sinngemäss übersetzt sagte: "Milestones ist das Jazz Album überhaupt". Und das kann man so unterschreiben. Wir haben hier ein Dream-Team mit Miles, Trane, Cannonball, Red Garland, Paul Chambers und Philly Joe. Alles excellente Musiker, die hier die dritte Phase (Hard-Bop) von Miles's Karriere glänzend abschliessen und die vierte einläuten (Modal). Red Garland ist noch am stärksten in der Tradition verhaftet, seine Begleit-Akkorde teilweise doch etwas eintönig, während die anderen Musiker den Hard-Bop soweit perfektioniert und auch ausgereizt haben, dass sie bereit waren, zu neuen Ufern aufbrechen (Kind of Blue), aber das folgte später. Auf Milestones hat Miles sein geniales Quintett um den Altsaxofonisten Cannonball Adderley erweitert. Und da schon ganze Generationen von Miles-Biografen und Musikjournalisten vor der Leistung von Miles und Coltrane auf diesem Album niedergekniet sind und sich - völlig zu Recht - vor Begeisterung über dieses Album wortgewandt geradezu überschlagen haben, möchte ich - weniger wortgewandt - wenigstens noch erwähnen, dass auch einige Adderley Soli klasse sind.
    Das fängt an mit dem sehr schnellen Blues Dr. Jekyll, in dem - nach einem langen und kraftvollen Solo von Miles sich Cannonball und Trane über 12 Chorusse duellieren (jeweils 12 Takte Alt - und Tenorsax-Solo im 6maligen Wechsel). Bei Two Bass Hit soliert Miles gar nicht, stattdessen überlässt er das Feld ganz den beiden Saxofonisten, die hier beide einen genialen Moment haben, man muss gut zuhören, um nicht zu verpassen, wann Coltrane sein Solo beendet und Cannonball übernimmt. Danach folgt das Titelstück Milestones, das aber damals einfach nur "Miles" genannt wurde und erst auf späteren Live-Platten den längeren Namen erhielt (übrigens gab es in Davis's Zeit bei Charlie Parker schon mal ein Stück, das genauso hiess, aber ganz anders aufgebaut war, das erste hatte sehr viele Akkorde, das neue Milestones sehr wenige, es war die erste sogenannte modale Jazzkomposition). Hier hat Adderley das erste Solo, bläst sehr inspiriert und baut ein paar hübsche Zitate aus anderen Songs ein.

    Ich habe hier ein Worte über den dritten Bläser Julian Adderly verloren, da über die Taten von Miles und Trane schon genug gesagt wurde. Aber wir haben noch gar nicht über die Rhythmusgruppe gesprochen...

    Milestones ist so etwas wie ein Lehrbuch für jeden angehenden Jazzmusiker und darf in keiner Jazz-Sammlung fehlen, das wäre sonst so, als ob man in Heidelberg gewesen wäre und hätte das Schloß nicht gesehen.
    Bundle Of Joy

    Bundle Of Joy (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    06.09.2011
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Sehr gutes Funk-Soul-Jazz-Album

    Mitte der 70er nahm Freddie Hubbard etliche Easy-Listening-Alben auf, die eine Mischung aus Soul, Funk und Jazz darstellte, stilistisch vielleicht vergleichbar mit den späteren Crusaders, Chuck Mangione oder Tom Browne. Nun mag dies nichts für Hard-Bop-Puristen sein, aber Bundle of Joy ist ein sehr gelungenes Album mit einer guten Rhythmusgruppe, netten Kompositionen und guten Arrangements. Natürlich gibt es Höhen und Tiefen, aber Freddie spielt wie immer mit seinem einzigartigen Klang.
    Und der Bassriff von Tucson Stomp ist tierisch.
    Für Fans der o.g. Künstler daher ein heisser Tip.
    Sky Dive

    Sky Dive (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    06.09.2011

    Nicht günstig, aber wertvoll

    Das ist eine meiner (vielen) Lieblings-Alben von Freddie Hubbard und ich hatte wohl Glück, dass ich sie noch zu einem (etwas) günstigeren Preis erwerben konnte, als jetzt verlangt wird. Aber dieses Album ist auch den momentanen Preis wert. Enthalten sind zwei von Freddie's besten Kompositionen (das Titelstück und Povo), u.a. sind George Benson, Keith Jarrett und Hubert Laws dabei, die Arrangements von Don Sebesky sind sehr gelungen, Hubbard spielt wie gewohnt fantastisch. Ein sehr schönes und wertvolles Album.
    Rollin' (Jazz Club)

    Rollin' (Jazz Club) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    06.09.2011
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Glänzend

    Noch eine hervorragende Hubbard-CD, die zu diesem Preis quasi geschenkt ist. Die Musiker sind bei dieser Live-Aufnahme in Topform, die Auswahl der Titel sehr gelungen. Mit Jazz-Messenger Dave Schnitter (sax) Billy Childs (p), Larry Klein (b) und Carl Burnett (dr). Larry Klein kannte ich schon ewig als Bassist von Joni Mitchell und schaute daher mal ins Internet, wer das denn ist - es ist Joni's Ehemann. Dieser excellente Musiker spielt gleichgut Kontra- und E-Bass und ist auch als Produzent tätig.
    Rollin' aus dem Jahr 1981 ist ein glänzendes Live-Album von Freddie Hubbard.
    The Hub Of Hubbard (Jazz Club)

    The Hub Of Hubbard (Jazz Club) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    05.09.2011
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Hot

    Wenn ein Album von Freddie Hubbard angeboten wird (und das für 6.99), auf dem er richtigen Jazz (also Hard-Bop, im Gegensatz zu einiger seiner Scheiben aus den 70ern, als er Soul-Funk-Jazz spielte), kann man nie schiefliegen, so auch hier bei dieser Aufnahme aus 1969. Mit dabei
    Mit Eddie Daniels, Roland Hanna, Richard Davis und Louis Hayes.
    Heisse Kiste.
    Beck-Ola

    Jeff Beck
    Beck-Ola (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    05.09.2011
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Immer noch gut

    Für die damalige Zeit sicher ein Klassiker. Man muss sehen, wie irrsinnig schnell sich die Musik zwischen 1967 und 70 entwickelte. Beck lieferte dazu einen wertvollen Beitrag. Beeindruckend auch, was für ein geiler Bassist Ronnie Wood damals war.
    Für mehr als eine gute Bewertung reicht es wegen der nicht immer so tollen Songs von mir leider nicht, aber das sollte niemanden abschrecken.
    E.S.P.

    E.S.P. (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    04.09.2011
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Einzigartiges Kunstwerk

    Ausgerechnet E.S.P. war nach zwei Electric-Alben mein erstes Acoustic Jazz Album von Miles. Und die Verwunderung konnte kaum grösser sein, denn für jemanden, der Bebop schon kannte, aber sonst wenig mehr, stellte sich die Frage – was ist das denn? Ein Blick auf den Titel der LP hätte vielleicht geholfen. E.S.P. im Sinne von „übersinnliche Wahrnehmung“ kommt der Stimmung der LP schon nahe, denn hier präsentiert Miles eine Musik, die man nicht nur mit dem Gehörsinn und dem Intellekt erfassen muss, sondern mit allen Sinnen.
    Aber erst noch ein Blick auf das Cover: Miles im Liegestuhl schaut zu seiner neben ihm stehenden, in die Kamera blickenden Frau Frances auf, hat sich den rechten Zeigefinger an die Lippen gelegt und scheint sich zu überlegen, was in ihr vorgeht. Das Backcover - keine Liner-Notes, wie sonst damals noch oft üblich, sondern ein Gedicht von R.J. Gleason, das nur aus Alben- und Song-Titeln bestand, die Miles aufgenommen hatte. Surreal. Was erwarten Sie nun von der Musik dieses Albums ? Sicher keinen Hardbop, dann greifen Sie besser zu Workin, Cookin und Steamin.

    E.S.P. enthält drei schnelle Stücke (E.S.P., R.J. und Agitation) drei langsame Titel in 3/4 und den Blues "Eighty-One", der zwischen Rock und Swing-Rhythmus wechselt, mithin eine sehr frühe Fusion-Nummer.

    Die Harmoniefolge des Titelstücks verschiebt sich in Halbtonschritten (Fis-G-Fis-F-E-F-Fis-G), während sich die Melodie in Quarten (c-g-d-g-c-g-d-c-g) wellenförmig darüber bewegt. Mehr als diese drei Töne werden in den ersten vier Takten nicht gebraucht, danach wird die Sache variiert und in den letzten vier Takten mit einer Durchgangs-Akkordfolge abgeschlossen, wobei die 32-taktige Form in 12+4 plus12+4 Takte zerlegt wird, bei denen die 12 identisch sind, die zweiten 4 Takte jedoch anders als die ersten 4. Der zugrundegelegte Fis-7 #5#9 - Akkord ist eine Einladung zur Improvisation über Ganz-Ton-Skalen. Miles hatte es damals satt, über Akkorde zu improvisieren, den modalen Jazz hatte er aber auch schon ausgereizt. Der Trick besteht dann darin, eine Akkordfolge zu spielen, über die der Solist ziemlich frei in einer Skala improvisieren kann, nur am Ende des Chorus muss er zeigen, dass er noch weiß, wo die Band sich gerade befindet.

    R.J. von Ron Carter (nicht nach Gleason, sondern nach Carters Sohn benannt), ein kurzes Stück (3:56), bei dem Tenorsax und Bass das 20-taktige Thema unisono spielen. Danach kommen die Soli über die gleichen Harmonien, allerdings nur über 19 Takte, einer wurde mittendrin weggelassen. Very tough! Jedesmal wenn der Chorus zuende geht, glaubt man einen Tritt zu bekommen, um noch schneller weiterzuspielen.

    Das schnelle Agitation beginnt mit einem 2-minütigen Drumsolo Marke Tony Williams - aber das ist was ganz anderes als Philly Joe oder Blakey, so etwas hat vor Tony niemand gespielt. Miles setzt mit gedämpfter Trompete über einen Pedalpoint in hoher Lage von Carters Bass ein. Der Bass beginnt in hohem Tempo zu laufen, unterbricht sich aber durch einen rhythmischen Tritonusriff, läuft wieder und spielt auf einmal nur noch halb so schnell, spielt wieder den Pedalpoint und so weiter bis nach allen Soli das Thema wiederholt wird und der Bass alleine eine 20-sekündige Coda spielt - genial - die drums fingen das Stück an, der Bass beendet es. Bei den Rhythmus- und Tempiwechseln in diesem Stück hat man den Eindruck, dass die Musiker telepathisch kommunizieren.

    Bleiben noch die drei Stücke im Walzer-Takt und sie sind das wahrhaftig "übersinnliche" an E.S.P. Das Thema von Little One wird rubato gespielt, erst mit den Soli geht das Stück in 3/4 über. Der Rhythmus ist schwebend, die Stimmung melancholisch, vom Schlagzeug fast nur das Ride-Becken zu hören.

    Iris ist eine wunderschöne Shorter-Ballade in 3/4. Wayne spielt die Melodie alleine, bis Miles übernimmt und ein unbeschreibliches Solo spielt. Wieder diese romantisch-melancholisch-schwebende Atmosphäre.

    Schliesslich noch Mood von Ron Carter. Auf seiner LP Uptown conversation hat er das Stück 1969 auch aufgenommen, dort aber in Doom umbenannt - Mood rückwärts. Was genau die traurige Stimmung dieses Stückes beschreibt, es klingt düster, schicksalhaft, einsam, aber doch beruhigend. Eine 13-taktige Form in 3/4. Klavierakkorde auf der 1 und ein Bass der nur auf der "2-und" und der "3" spielt mit dem Grundton auf der 3. Eine Melodie hat das Stück nicht, Miles mit Harmon-Mute (Dämpfer) setzt in den zweiten 13 Taken ein und spielt zwar eine sehr hübsche Melodie, aber das ist schon der erste Chorus seines Solos. Alles sehr geheimnisvoll. Nach 8:50, die einem wie vielleicht 3 oder 4 Minuten vorkamen ist dieses Meisterwerk vorbei und man weiß gar nicht so recht, was überhaupt passiert ist. Man könnte sich das Stück eine halbe Stunde lang anhören.

    Bob Belden meint in seinem Kommentar zur CD-Ausgabe von 1998: "Die Musik war allem anderen, was vorher veröffentlicht wurde, um Lichtjahre voraus".

    Für diese Rezension wurde verfügbares Notenmaterial benutzt, um anzudeuten, was technisch hinter E.S.P. steckt. Das Album erscheint "offen und frei", ist es aber nicht, das ist die Kunst dahinter. Die Gruppe der fünf Musiker hat hier Schätze geschaffen, die eher mit impressionistischen Gemälden vergleichbar sind, als mit klassischen Jazz-Standards.
    651 bis 675 von 815 Rezensionen
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