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    gemi:re Top 25 Rezensent

    Aktiv seit: 31. August 2010
    "Hilfreich"-Bewertungen: 5254

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    626 Rezensionen

    Messe h-moll BWV 232

    Messe h-moll BWV 232 (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    06.02.2017
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    3 von 5
    Klang:
    3 von 5
    Künstlerische Qualität:
    3 von 5
    Repertoirewert:
    2 von 5

    Ein Denkmal der Schönheit ...?

    Bach hat sicherlich kein irgendwie geartetes musikalisches Denkmal intendiert, genial-kunstvoller Pragmatiker der er auch war, sondern seine Kirchenmusikpraxis resumiert: so gestaltet klingt eine grosse lithurgische Messe ersten musikalischen Kunstrangs.
    Leider nicht in dieser BR-Darbietung, allenfalls als regionales Dokument, zwischen instrumental schlanker, aber wenig sprechend gestalteter hist.informierter Diktion und einer vocal opulent opernhafter Gestik von stilistischer Sorglosigkeit. So sollte Bachs h-Moll Messe heute nicht mehr
    klingen, auch nicht in der Opernstadt München.
    Meine Produktempfehlungen
    • Messe h-moll BWV 232 Messe h-moll BWV 232 (CD)
    Ein Kommentar
    Anonym
    10.03.2024

    Vocales Verdikt

    Ich möchte meine Bewertung von 2017 Insofern korrigieren, dass künstlerische Qualität und Gesamteindruck vergleichsweise zu andren Einspielungen sicherlich höher liegt als ein 3*-Mittelmaß, zumindest was das Instrumentale und den dirigentischen Zugriff betrifft.
    Allerdings bleibt die vocale, zu theatralische Darstellung dea Werks problematisch wie auch in der BR-Matthäus-Passion, wo einzig Pregardien zufriedenstellend klingt. Hier wie auch in der Messe bleiben Harnoncourt wie Jacobs mit ihren Vocalisten erste Wahl. gemirevers
    Klavierwerke

    Klavierwerke (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    06.02.2017
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    3 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    3 von 5
    Repertoirewert:
    2 von 5

    Ein Pianistenleben ohne Chopin? ...

    ... nach 15 Jahren, oder ad infinitum? Eigentlich undenkbar. Doch gab es einige Pianisten wie Brendel oder Gould, die nie Chopin (ein)gespielt haben, weil er ihnen musikalisch - klanglich zu gefällig-romantisch, wenig kontrapunktisch - nicht lag.
    David Fray scheint sie mit seinem neuen Chopin-Album bestätigen zu wollen. Zu Viel des schönen, guten, zart und moderat gestimmten Wohlklangs, der soften Melancholie.
    Der grand monsieur und Pianist des Chopinspiels, Artur Rubinstein, klingt im Vergleich zu Fray wie ein Tastendonnerer, der er gewiss nicht war. Doch er spielte Chopin sehr beherzt, diesseitig, herb und auch lapidar, immer positiv und niemals schwermütig als weltschmerzvollen Romantiker. Und Fray spielt sehr eigenwillig und einseitig einen Klavierklassiker wie eine gepflegte Schmusemusik für die blaue Stunde. Bei allen Klangreizen und in Analogie zur Eingangsfrage möchte ich meinen: Chopin ohne Fray ist durchaus vorstellbar.
    Späte Klavierwerke

    Späte Klavierwerke (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    03.02.2017
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    3 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Pollinis Altersstil

    Chopin klingt unter Pollinis Händen heute nicht mehr so geschmeidig brilliant wie im letzten Jahrhundert der 80-90er.
    Er spielt deutlich distanzierter und so abgeklärt und beinahe schon unbeteiligt, wie leidenschaftslos aus kühler Draufsicht.
    Pianistisch zwar untadelig, wenn auch manchmal etwas spröde und kantig, klingt sein später Chopin doch musikalisch ohne Charme und unverbindlich ernüchtert.
    Ich höre wenig von einer 'sanft fliessenden Barcarole', wenig anmutende Marzurkas noch intim klingende Nocturnes, allenfalls eine streng oder kühl executierte Polonaise, jedoch ohne ihren fantastischen Rausch. Ernüchternd.
    Ein pianistisch respektables Chopin-Album immerhin, aber musikalisch wenig eindrucksvoll.
    Meine Produktempfehlungen
    • Klavierwerke Klavierwerke (CD)
    One More For The Road: Live In Copenhagen 2014

    One More For The Road: Live In Copenhagen 2014 (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.02.2017
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Stiger's own roadmap

    Till Brönner ist auch so ein Stiger-fan in retrospektiver Sicht auf Sinatra, und man hört auch eine Nähe zur vokalen, leider nicht zur souveränen Diktion von musikalischem timing und swing, ganz abgesehen vom Sinatra-Timbre, das eben keinen Nachfolger hat.
    Stiger klingt mit seinem (S-)Album vergleichsweise bemüht und im Stimmumfang zur Höhe angestrengt, weniger offen und locker wie S, der traumwandlerisch seine Phrasierungen akzentuiert, immer auf dem Punkt.
    Nur für sich ein gutes und seitens der Radioband auch toll gespieltes Album, das aber nicht die Originalversionen in den Schatten stellt, die sind allesamt doch more than most.
    Meine Produktempfehlungen
    • Sinatra At The Sands Sinatra At The Sands (CD)
    Ein Kommentar
    Anonym
    09.01.2018

    Curtis Stigers, One More for The Road

    Unverständliche Kritik. Wenn das Sinatra Timbre keine Nachfolger hat, wie Sie schreiben, warum sollte es Stigers oder irgendwer dann versuchen? Ich behaupte: Er ist der heutige Sinatra. Er ist in der Zeit angekommen, und seine jazzige mit ganz eigener Phrasierung gelungene Interpretation - ohne Sinatra zu verleugnen - stellt alle anderen Sinatra-Covers in den Schatten! Ich empfehle weitere Curtis Stigers CDs und vor allem Live Konzerte! Roswitha Baumert
    Neujahrskonzert 2017 der Wiener Philharmoniker

    Neujahrskonzert 2017 der Wiener Philharmoniker (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    25.01.2017
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Dudamels Wiener Einstand

    Zugegeben, ich habe dieses 1-2017er Wiener Konzert auch nur am TV erlebt, akustisch über gutes Equipment, alles ok.
    Musikalisch war ich nicht wirklich enttäuscht, es gab ja, wie immer ein paar neue Schmankerln, jedoch auch nicht so angetan, wie vor Jahren noch bei Prétre, der die ganze Veranstaltung zweimal mit soviel musikalisch-charmantem Esprit beflügelte, ja veredelte.
    Das hatte, bei verglw. moderaten Tempi, noch soviel Flair und meinetwg. schlamperten Schmiss, der hier bei Dudamel ziemlich verlorenging. Man spürte, wie wenig er in der Wiener Musikkultur daheim war, alles klang immer musikalisch und nett und flott dirigiert.
    Doch immerhin planen die Wiener mit ihm ihre nächste Südamerika-Tournee, Perspektiven - Prosit 2018!
    Meine Produktempfehlungen
    • Das Neujahrskonzert Wien 2010 Das Neujahrskonzert Wien 2010 (DVD)
    Goldberg-Variationen BWV 988

    Goldberg-Variationen BWV 988 (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    25.01.2017
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Gould's 'state of Wonder' ...

    ... bleibt auch in dieser Naxos-Edition wie in all den andren zuvor (und danach) erhalten, als die erste 1955er Gould (Goldberg-) Produktion, die seinen folgenreichen Pianistenstatus initiierte, zweifellos s(eine) nach wie vor spektakuläre, eindrucksvolle Aufnahme,
    ein Bach-Goldberg-Gould Paradigma. Wer Sony's 'Legacy'-3 CD-Set-Ausgabe der kompletten Gould-Goldbergs von 1955 und 1981
    kennt, wird dieser Naxos-Variante der 55er keine akustischen Offenbarungen zuschreiben können, allenfalls eine klanglich schlankere
    Nuancierung, die weder besser noch schlechter klingt, allenfalls anders.
    Was bleibt ist Goulds einmalig und einzigartig passionierte Darstellung dieser Bach-Variationen.


    Meine Produktempfehlungen
    • Glenn Gould - A State of Wonder Glenn Gould - A State of Wonder (CD)
    Klaviersonaten Nr.1-32

    Klaviersonaten Nr.1-32 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.01.2017
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Beethoven con animo

    Kempff's 50er-Jahre Beethoven-Zyklus ist noch heute einer der besten, sicherlich der musikalisch inspirierteste aller Gesamteinspielungen und rein pianistisch-manuell auch seinem Stereo-Nachzügler aus den 60ern, z.T. nur nicht klangtechnisch überlegen. Musikalisch gibt es viele höchst inspiriert phrasierte und artikulierte highlights, die hier nicht allesamt aufgeführt werden können. Als beredte Beispiele neben der impressionistisch moderierten sog. Mondschein- die Pastorale-Sonate (Nr.15), das subtil balancierte Adagio-Hammerklavier (15! Min.)sowie die wirklich gesungene Arietta op.111, molto semplice e cantabile, hier wie insgesamt eine pianistisch wie musikalisch sublim artikulierte Variationsvielfalt vom Feinsten, und die Mono-Aufnahmen klingen rundum überzeugend. Fraglos, Kempff war ein Pianist für dezidierte Kenner,
    zumal heute im Vergleich zu all den superficial Hypes.
    Bilder einer Ausstellung (Orchesterfassung)

    Bilder einer Ausstellung (Orchesterfassung) (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    11.01.2017
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    3 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    3 von 5
    Repertoirewert:
    1 von 5

    Veritables Musikprodukt

    Ein womöglich profitables DG-Universal-Musikprodukt: Mussorgski-Pictures-Wiener-Dudamel -
    und name-dropping auf heutigem Kulturniveau - und wenn man vergisst, dass Ravel den Klavier-Mussorgski
    orchestriert hat auf heutiges gemeines Rezeptionsniveau wie hier, dann bleibt noch das ernüchternde Hörerlebnis,
    dass alles längst schon farbig-artikulierter, musikalisch stringenter, kurzum besser formuliert eingespielt wurde.
    Dudamel als Alleskönner auf dem Musikmarkt.
    Ein schlichtweg überflüssiges, zweitrangiges Produkt.
    Meine Produktempfehlungen
    • Bilder einer Ausstellung (Orch.Fass.) Bilder einer Ausstellung (Orch.Fass.) (CD)
    Martha Argerich - The Complete Sony Recordings

    Martha Argerich - The Complete Sony Recordings (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.01.2017
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Martha, die musikalische Flamme

    Zu ihrem 75ten haben sich alle Mega-MusicPlayers, DG, EMI-Warner und Sony, hier mit allen ihren Aufnahmen, eine Box einfallen lassen als Dankeschön für die womöglich beste lebende Pianistin.
    Denn wer sie live erlebt hat, so in Berlin mit Chailly, Abbado, Dutoit, Barenboim, wird kaum nicht beeindruckt gewesen sein. Die Argerich ist immer präsent, man sieht, spürt und hört direkt die musikalische Botschaft. Man muss nicht alles gleichsam von ihr mögen - ihr Beethoven oder Mozart war nie so mein Fall - doch die Sony-Box versammelt vor allem drei ihrer herausragenden Aufnahmen: eine fulminante, sprühend-funkelnde Strauss Burleske, live unter Abbado aus Berlin, das so selten und so gewitzt gespielte D-Dur-Konzert von Haydn und eine adäquat emphatisch-romantisch wie subtil gespielte, grossartige C-Dur-Fantasie von Schumann, dem die Argerich, wie Kempff, Horowitz oder Richter, schon andernorts ihre einzigartige künstlerische Referenz erwies, sie mit den Kinderszenen und Kreisleriana. Schumann, ein Argerich special, und man hört es mit jeder nie pauschal-richtigen, sondern immer eigenständig-engagierten Darbietung.
    Bryce Morrison, der einzigartig hochkultivierte britische Klavierpapst beim 'Gramophone' Magazin formulierte Argerichs ausserordentlichen Status so: wenige Pianisten vereinnahmten so lebendig wie Argerich den schidzophrenen Romantizismus Schumanns, der dachte, er könne sich selbst zu Tode singen.
    Wer, wie auch immer div.geschmacksorientiert, solche Kunstleistungen hier anonym pauschal abwertet, sollte sich schlichtweg abmelden und den Stecker ziehen.
    Meine Produktempfehlungen
    • Kempff plays Schumann Kempff plays Schumann (CD)
    • Kinderszenen op.15 Kinderszenen op.15 (CD)
    Martin Stadtfeld - Chopin +

    Martin Stadtfeld - Chopin + (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    11.01.2017
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    3 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Chopin vs Stadtfeld

    Der sehr eigenwillig ambitionierte Martin Stadtfeld 'strukturiert' hier die beiden Etüdenbände Chopins mit eigenen Improvisationen, womöglich als eigene musikalisch erläuternde oder Chopin vertiefende Kommentare gemeint. Leider klingen seine Klanginseln im Kontext der Originale wenig überzeugend nur nach Bedeutungshuberei, redundant und ohne einen bemerkenswert auffälligen musikalischen Sinnzusammenhang. So What?
    Die Etudes an sich klingen für mein Empfinden etwas zu eintönig schwergängig, etwas zu wenig poetisch leicht nach andrer, willkürlich eigener Aussage. Schade, der Interpret Stadtfeld steht dem Komponisten Chopin im Weg.
    Meine Produktempfehlungen
    • Etüden Nr.1-24 Etüden Nr.1-24 (CD)
    Maria Joao Pires - Complete Chamber Music Recordings on Deutsche Grammophon

    Maria Joao Pires - Complete Chamber Music Recordings on Deutsche Grammophon (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    10.01.2017
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Grosse Kammermusik ...

    ... der Pires musikalisch wahrhaftiger Erkundigungen, die sie so subtil wie tiefgründig, allein und gemeinsam eloquent mit ihren Partnern so distinktiv klangvoll mitzuteilen weiß.
    Die Beethoven-Brahms-Sonaten mit Dumay, auch die Brahms Trios als Gipfel klangschön phrasierter und kunstvoller Gestaltung. Die späten Brahms Intermezzi als kongenial empfundener Nachgesang. Eine grosse, feine Kammer-Musikerin diese Maria Joao Pires.
    Friedrich Gulda plays Beethoven and Bach

    Friedrich Gulda plays Beethoven and Bach (DVD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    15.12.2016
    Bild:
    2 von 5
    Booklet:
    4 von 5
    Extras:
    1 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    2 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Beethoven-Gulda Dokument der 70er

    Diese visuell wie akustisch dürftigen WDR-Aufzeichnungen vom Bonner Beethovenfest anno'70 sind vor allem ein musikalisch-künstlerisches Dokument Guldas damaliger einzigartig moderner und strikt antiromantischer, sachbezogener und auch rein pianistisch überlegenen Interpretationshaltung. Wer konnte Bach und Beethoven so differenziert und ausgehört a-tempo spielend ohne geschmäcklerisch aufblühene Rubatoseeligkeiten derart gekonnt ausdrücken?
    Gulda gelingen die Relationen der div.Tanzcharaktere der Bachschen g-Moll Suite in einem grossen motorischen Bogen wie die Eroica-Variationen, und seine dynamisch höchst subtile Anschlagskultur erlaubt Gulda bei op.106 die von Beethoven intendierten Tempi. Das Adagio-Hammerklavier erklingt als musikalische und nicht sentimental verbrämte Architektur, die fein, Triller-Pianissimi!, wie mit einem schlanken Tusch-Stift nachgezeichnet wird.
    Wen die vitale, gradlinige Grundmotorik allemal stört, der sollte gar nicht erst zuhören, um klangliche Defizite dieser DVD zu meistern, und dem bleiben die musikalischen Offenbarungen dieses Mitschnitts sowieso verborgen.


    Meine Produktempfehlungen
    • Klaviersonaten Nr.1-32 Klaviersonaten Nr.1-32 (CD)
    • Klaviersonaten Nr.1-32 Klaviersonaten Nr.1-32 (CD)
    Die Kunst der Fuge BWV 1080

    Die Kunst der Fuge BWV 1080 (SACD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    09.12.2016
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Die Kunst der Adaption

    Marriners kammermusikalisch-konzertante Variante dieser Bachschen Fugenkünste klingt im Vergleich zu der eigenwillig-inbrünstigen
    von Hermann Scherchen romantisierend verdeutlichenden Darbietung doch sehr klassisch ausgewogen in den Ausführungen der Contrapuncti, unspektakulär moderat und dezent in der solistischen wie instrumentalen Stimmführung.
    Man spürt, Marriners Respekt vor dem Notenkosmos, der in seiner Ausgabe (Besetzung) in St.Martin in the Fields aufspielt wird.
    Und die hier audiophil aufbereitete Fassung klingt in den Stimmen konturierter und besser räumlich strukturiert als in der alten Philips Ausgabe. Damals noch wenig hist.informiert und instrumentiert ähnelt Marriners Fassung doch schon den später folgenden a la Goebel und seiner Musica Antiqua oder auch Harnoncourt, die musikalisch wie aufführungstechnisch doch erste Wahl bleiben, auch bzgl. einer annähernd authentischen Bachnähe.
    Dennoch, eine hörenswerte und klangschöne Aufnahme der 'Kunst der Fuge'.
    Meine Produktempfehlungen
    • Orchesterwerke & Kammermusik Orchesterwerke & Kammermusik (CD)
    Bilder einer Ausstellung (Orch.Fass.)

    Bilder einer Ausstellung (Orch.Fass.) (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    09.12.2016
    Booklet:
    2 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Mussorgski Raritäten neben den (Ravel-) 'Bildern'

    Mit den Abbado-'Zugaben' kann man mehr als zufrieden sein, auch klanglich. Die Johannisnacht wird doch meist nur als Orchesterschmiss serviert. Nicht von Abbado. Die von Ravel orchestrierten 'Bilder einer Ausstellung' dirigiert Giulini wie auch späterhin etwas zu seriös und
    wenig vom Detail inspiriert. Insgesamt eine gute Mussorgski-Einspielung mit orchestralem Glanz.
    Daniel Barenboim - On My New Piano

    Daniel Barenboim - On My New Piano (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    19.11.2016
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    3 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    3 von 5
    Repertoirewert:
    1 von 5

    Neu beflügelt-?

    Jedenfalls hört man beim Durchhören dieser cruden Mischung diverser Klavierstücke keine musikalischen, geschweige denn pianistische Offenbarungen.
    Es klingt meist, je nach rhythmisch freier und willkürlicher Temponahme, wie unter einer gewichtigen Zeitlupe, zwischen Dezenz und schwerfälligem Auftrumpfen.
    Barenboims Hauskonzert mit dem seinen verbliebenen spieltechnischen Fähigkeiten qua neuer Flügelmechanik angepassten Instrument wird von der DG unbeabsichtigt noch als PR-Gag verkauft - wie kann man die nunmehr gelb-goldenen Hämmer und Saiten denn auch noch hören?
    Viel redundant-unmusikalisches Gedöns für ein überflüssiges Album des auch durch den desaströsen Berliner Staatsopernunbetrieb bedauernswerten Barenboim.
    2 Kommentare
    Anonym
    24.11.2016

    Objectiv?!

    Dieser Rezensent ist allenfalls ein
    ausgesprochener Feind von Barenboim. Was nützt das für diese schöne Aufnahme?
    Anonym
    21.06.2017

    Da mag aber einer den Barenboim überhaupt nicht

    Solch einen Unfug habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Reinster Blödsinn!!
    Symphonien Nr.1 & 2

    Symphonien Nr.1 & 2 (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    13.11.2016
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    2 von 5

    Beethoven-PR-Originale etc.

    Wer noch die 'Originale' der 1980er von Norrington und seinen London Classical Players kennt und vergleicht, wird hier wenig Neues 'nah am Original' oder andre fragwürdige PR-Vergleiche zu aktuellem sozio-kulturellen Geschehen sehen, solcherart allenfalls peinlich finden.
    Was heisst heute denn noch historisch, an Instrumenten oder Orten? Alles PR-GedÖns!
    Haselböcks Wiener Akademie-Aufnahmen klingen historisch informiert, idiomatisch frisch und klangschön, jedoch keinesfalls musikalisch unerhört neu. Da waren und sind andre vor ihm.
    Und die div.originalen Lokations haben die hightech Tonmeister längst im formierten Griff, wie die sie brav nach-dackelnden Rezensenten.
    Klingt alles so schön original hier ... na-aber!
    Meine Produktempfehlungen
    • Symphonien Nr.1-9 Symphonien Nr.1-9 (CD)
    Günter Wand dirigiert die Münchner Philharmoniker

    Günter Wand dirigiert die Münchner Philharmoniker (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.11.2016
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    4 von 5

    Wands Bruckner aus München

    Hännslers profilierter Klassik ist dieses durchaus eindrucksvolle Brucknerkompendium aus München mit den M-Phil unter Günter Wand zu verdanken, und dokumentiert, wie wandlungsfähig dieses von seinem Chef Celibidache brucknergeprägte Orchester ist. Nichts von der eigenwillig geprägt-zelebrierten Langsamkeit der Celizeit ist hier unter Wand noch zu hören, alles klingt rhythmisch fliessend und moderat stringent artikuliert nach gewandter, aufgeklärt-sachlich- und werkgerechter Brucknerinterpretation, ohne kalkuliert zelebrierter, romantischer Weihe.
    Die erstaunlich gut klingenden Rundfunkmitschnitte - die ich allesamt nur als mp3-net-downloads kenne - bieten erstrangige, recht lebendig und konturiert musizierte Wand-BrucknerVarianten, die durchweg mit seinen Studioeinspielungen konkurrieren können, sie z.T. qua musikalisch direktem Zugriff sogar übertreffen.
    Da ich davon ausgehe, dass die hier vorliegenden CD-Varianten klanglich die mp3-Versionen übertreffen, kann ich diesen Münchner Wand auch als Alternative seiner div. Einspielungen nur empfehlen. Auch die Beethoven-Schubert Sinfonien sind im peniblen Detail konventioneller wie seriöser Exegese durchweg hörenswert.
    Etüden Nr.1-24

    Etüden Nr.1-24 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.11.2016
    Booklet:
    5 von 5
    Gesamteindruck:
    5 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Perahias klangvolle pianistische Formulierungskunst

    Nach dem verletzungsbedingten fulminantem Comeback mit seinem Chopinrecital (u.a. die
    Balladen), erwies Perahia seine pianistische Klasse mit einer hörbar dynamisch kontrastreicher ausgeloteten Tiefenschärfe seiner Phrasierung und Pointierung musikalischer Verläufe.
    Und seine Etudes Gesamteinspielung des Non-plus-ultra der Chopinkünste ist eine adäquate Realisierung und hörbar animiert exerzierte seiner eigenen pianistischen Künste.
    Es gibt - alles in allem - keine musikalisch wie pianistisch wie klangtechnisch bessere, neue Einspielung dieser Chopin Etudes als diese vorzügliche von Perahia. CHAPEAU!
    Symphonie Nr.7

    Symphonie Nr.7 (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    13.11.2016
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Wand und seine Bruckner-Spätlese

    in Mitschnitten seiner B-Phil-Gastspiele überzeugt weniger mit späten oder neuen, unerhörten Interpretationseinsichten als durch seine grossformatige, mild-moderate wie schlanke und hochdifferenzierte sinnlich weiche Klangdisposition, die ebenso die instrumental-solistische Klasse des Orchesters wie die kongeniale Musizierkunst des Bruckner-Dirigenten Wand zum Klingen bringt. Die Tempi sind entsprechend modifiziert, die Generalpausen ausgereizt, was natürlich live weniger bemerkbar ist. Auch die sog. Romantische 4te Sinfonie erfährt eine solche klanglich beruhigte Ausdehnung. Ein für meinen Geschmack stellenweise zu weich formulierter, in den Proportionen jedoch überzeugend weiträumig gestalteter Bruckner. Letzte Worte einer musikalischen und speziell brucknernahen Musikerweisheit.
    Meine Produktempfehlungen
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    Jonas Kaufmann – Dolce Vita

    Jonas Kaufmann – Dolce Vita (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    27.10.2016
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    3 von 5
    Klang:
    3 von 5
    Künstlerische Qualität:
    3 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    La musica con forza

    Würde das musikalisch-akustische Erscheinungsbild dieser CD nur in etwa dem visuellen des Covers mit dem optisch nach wie vor juvenil-attraktiven Sänger entsprechen, könnte man allenfalls ein paar kritische Details bemängeln, sowas wie defizitären idiomatischen Schmiss, ein doch fehlendes natives ital.parlando. Jedoch, über dem ganzen Produkt lastet eine hörbar angestrengte, forciert-kunstträchtige Gewichtigkeit, ohne sängerischen Charme oder ein leicht artifizielles 'Als Ob', wie etwa bei Tauber, was hier auch andernorts bereits kritisch bemerkt wurde. Es klingt alles und auch orchestral wenig animiert wie unterbelichtet angestrengt.
    Jonas Kaufmann hat eine markante und mit allen Vorzügen dunkel timbrierte und nicht leicht bewegliche Stimme, die in diesem Genre einfach erfordert und hier hörbar überfordert ist. Der Vergleich mit Pavarotti, dem letzten grossen Tenorissimo solcher 'leichterhand' Gesangskunst ist vernichtend wie unfair, weil Pavarotti sein 'cantare' Naturtalent weitersingend promovierte.
    So what, was solls-? Verglichen mit seinem letzten durchweg noch überzeugendem Verdi-Album, ist dies nur ein mediokres MarketingProdukt für Fans, die ihrem Star taub und hörig sind.
    Ein La Dolce Vita hört sich doch hoffentlich anders an als hier.
    Klavierkonzert op.16

    Klavierkonzert op.16 (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    20.09.2016
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    3 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    3 von 5
    Repertoirewert:
    2 von 5

    Kein 'Wonderland'

    Beim Titel "Wonderland" denkt man doch gewiss an Exotischeres als an Grieg und seine Klaviermusik, vor allem nicht an sein Klavierkonzert, das zu den drei bekanntesten und am meisten gespielten Konzerten der romantischen Literatur gehört, neben Schumann und Tchaikovskys b-moll, welche landauf-landab immerzu gespielt werden, Grieg letztens von Nicolai Lugansky und LangLang, dem pianistischen Überflieger.
    Da muss man sich als Produzent (und Künstler) für ein Grieg-Album doch mehr einfallen lassen als so einen feschen Titel, der nichts zur Griegschen Musik, also dem musikalisch-spielerischen Programm aussagt, also musikalisch mehr. Doch leider klingt das ganze so wie eine hübsch-moderate musikalische Beruhigungspille, beliebig, unprätentiös und ohne werkdienliche Aussagen zur Musik - die klingt gepflegt dahin - allenfalls schafft der eigentlich komplex strukturierte Esa-Pekka Salonen als komponierender Dirigent zumindest orchestral ein paar schärfende Akzentuierungen, die Ott leider nicht korrespondieren kann.

    Wenn man bedenkt, dass einst der grosse Schnabel beim Anhören eines Mitschnitts des Griegkonzerts vom jungen Dinu Lipatti schwärmte und meinte, neues Klavierspiel zu hören, und wenn man diese, Lipattis berühmte Aufnahme mit dem Philharmonia unter Galliera (oder Arrau, Curzon, Vogt ...) hier vergleicht, fragt man sich schon, warum nur-?
    Ebenso bei den lyrischen Genrestücken, kleinen pianistischen Perlen, die zu schimmernd-sprechender Gestalt erspielt werden müssen, so wie es einst Gilels ganz überlegen seriös gelang, oder dem jungen, klanglich freier agierenden Barenboim. Auch hier bleibt die Pianistin uninspiriert und aussagearm und bietet allenfalls musikalische Konfektionsware, die im Vergleich zum höherkarätigen Angebot eigentlich nur überflüssig ist.
    Anna Netrebko – Verismo

    Anna Netrebko – Verismo (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    19.09.2016
    Booklet:
    3 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    4 von 5
    Künstlerische Qualität:
    3 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Netrebkos sanguinisches Verismo

    Die zurzeit unbestrittene Star-Sopranistin Anna Netrebko hätte nach ihrem erfolgreichen Verdi-Album, vergleichbar mit dem des ebenso kultigen Tenorstars Jonas Kaufmann, ihr neues doch eher schlicht als 'Puccini-Album' veröffentlichen sollen, denn sie singt doch überwiegend Puccinis kaum veristische Frauennummern von unterschiedlich verstörten weiblichen Psychen wie Manon (deren gesamten Schlussakt-Abgesang mit ihrem bemühten Partner Yusif Eyvazov), Tosca, Butterfly, Liu und komplimentär diese mörderische Turandot, die das DG-Marketing wohl besonders inspiriert haben könnte:
    Ein versierter Musikkritiker schrieb dazu, das 'Verismo'-Cover offeriere eine "fashionfreudige, nicht immer geschmackssichere Russin als eine zur 'Turandot' verkleidete Vogelscheuche". Flott-pikante Bemerkungen eines Profis, offenbar noch unbestechlich.So etwas wagte ich als kritischer Dilettant eher zu umschreiben, zumal es auf die vokale Geschmackssicherheit der Netrebko letztlich nur ankommt.
    Puccinis gebrochene Charaktere hin, Verismo a LaWally her - dem nahe ist allerdings ihr üppiger, inzwischen verdunkelt-schwerblütiger, zumal dramatisch sich voll in der Höhe frei entfaltender und doch samtig tembrierter Wohllaut. Eleonore Büning war in der FAZ von dem Salzburger Auftritt der Netrebko schlichtweg hingerissen, na, immerhin. Und schrill klingt da nichts, allerdings auch (zu) wenig subtil, verschattet und mezzo-differenziert artikuliert. Trotz der vocalistischen Reizüberflutung klingt manches auf die Dauer nurmehr eintönig schön und, tja, leider auch charakterlos.
    Verglichen mit den wirklich vokal wie sozio-psychologisch einzigartig von der Callas (der Netrebko durchaus vergleichbar im Alter) gestalteten Figuren der Andrea Lecouvreur, Chenier (La Mamma Morta) und Wally (Ebben?) und auch Puccinis Manon oder Butterfly singt die Netrebko doch erstaunlich eindimensional und konturenlos, wenn auch der Vergleich mit Callas selbst für eine Netrebko zu hoch gegriffen ist.
    Die Santa-Cecilia-Musiker unter Pappano klingen auch nicht wie das Philharmonia Orchestra unter einem Serafin, aber wie versiert und engagiert deklarierende Adjutanten für ein Star-Album der russischen Diva. Deren erwartungsvolle Fans werden nicht enttäuscht.
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    Ein Kommentar
    Anonym
    01.10.2016

    Netrebkos sanguinisches Verismo

    Vieles von dem was Sie schreiben, trifft voll zu.
    Leider nicht beim Heranziehen der Callas als Vergleich. Maria Callas war unbestritten eine Jahrhundertsängerin, vor allem im Belcanto, aber auch in vielen Verdi-Rollen.
    Bei Puccini kann ich das nicht nachvollziehen. Selbst die in allerhöchsten Tönen gelobte TOSCA
    ist nicht meine allererste Wahl dieser Oper, wie überhaupt der Verismo nach meinem musikalischem Empfinden in viel grösserem Maße das Terrain der Tebaldi war.
    Sämtliche Orchesterwerke Vol.4

    Sämtliche Orchesterwerke Vol.4 (SACD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    05.09.2016
    Booklet:
    4 von 5
    Gesamteindruck:
    4 von 5
    Klang:
    5 von 5
    Künstlerische Qualität:
    4 von 5
    Repertoirewert:
    3 von 5

    Zwei Seiten der Griegmedaille

    Die frühe c-moll Sinfonie hat Grieg ja selbst als Opus zurückgezogen, und man wird hier, für mich nach erster Kenntnisnahme, nicht bedauern, dass seine sinfonischen Bemühungen unbekannt blieben. Immerhin ein informativ- dokumentarischer und zudem sehr gut gespielter und klingender Verweis auf ein kompositorisches Misslingen.
    Das höchst populäre Klavierkonzert bräuchte weniger eine Empfehlung als eine Relativierung zu weniger bekannten andren. Hier wird es von Herbert Schuch allerdings ohne vehement lautes, draufgängerisches pianistisches Gehabe moderat und subtil im solistisch Leisen und durchaus zupackend im Forte der Tutti präsentiert und ebenso differenziert begleitet. Dies ist auch klangtechnisch hörenswert, wenn auch nur in Details unerhörtes? Neuland. Immerhin eine gute Konzertaufnahme ohne nervige pianistische Effekthascherei.
    Klaviersonaten Nr.21-25,27,30-32

    Klaviersonaten Nr.21-25,27,30-32 (SACD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    19.08.2016
    Booklet:
    1 von 5
    Gesamteindruck:
    1 von 5
    Klang:
    3 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Als klangtechnisch überlegene Alternative

    zu allen bisherigen Schnabel-Beethoven Editionen würde ich diese restaurierte EMI-Auswahl auch weniger (musikalischen und) Schnabel Kundigen empfehlen, die hiermit auch einen Eindruck von dessen überragender Gestaltungskunst erhalten, die nach wie vor unübertroffen ist.
    Preiswertere wie neueste Alternativen von Warner sind meist klanglich weniger oder überhaupt akzeptabel. Diese teure ist jedenfalls kein qualitativer Fehlgriff.
    3 Kommentare
    Plattenretter
    23.08.2024

    Was ist der klangliche Unterschied zur CD von 2005?

    Waehrend Warner bei der Schubert-Box von Artur Schnabel so schlau war, diese von Art et Son in Frankreich neu und ueberragend mastern zu lassen, gibt es bei Warner meines Wissens nach bei Schnabels Beethoven nur zwei lausige interne remasterings, das schrecklich ueberfilterte von 2005 und das etwas weniger ueberfilterte von 2016. Und diese SACD ist nichts anderes als eine SACD-Version des fuer die schrecklich ueberfilterte CD von 2005 benutzten 192kHz Masters. Wie kann das denn dann gut klingen ??? Wenn der Vielkommentierende Zeit fuer die Wahrheit hat, moege er sich bitte der Frage in der Ueberschrift widmen und dabei von den kleinen aber feinen Unterschieden von 44,1 und 192kHz absehen. Danke im Voraus!
    Plattenretter
    25.08.2024

    Korrigiere mich wie folgt

    Auch das 2016er mastering von Warner ist SCHRECKLICH ueberfiltert. Das HMV Mastering auf Vinyl ist wohl das absolut beste von allen gewesen. Bei der Digitalisierung hat Parlophone/EMI nicht nur das Knacksen, sondern auch die Hoehen des Klaviers weggefiltert. Das hat das ganze timing zerstoert. Und alle Warner reissues basieren dann wohl auf diesem gefilterten Digitalisat. Wie kann man so bloed sein, nicht die ungefilterte Version zu archivieren und fuer spaetere reissues zu benutzten? Na ja, wie Ringo Starr (?Lennon) schon sagte: Von einem Ruestungskonzern wie EMI kann man musikalisch eigentlich nichts erwarten ... Ich hab mir jetzt eine von den Naxos-Neuueberspielungen von den 78ern bestellt. Naxos ist im Uebrigen im Gegensatz zu einem Statement des Vielkommentierenden eben nicht nur ein Billig-Label.
    Anonym
    13.11.2024

    Naxos CDs von Schnabels Beethoven sind 1000x besser ...

    ... als alles, was von Warner jemals auf CD herausgeben worden ist. Ich habe alle Naxos CDs, ohne die man bei Beethoven ueberhaupt nicht mitreden kann.
    Klaviersonaten Nr.1-32

    Klaviersonaten Nr.1-32 (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    19.08.2016
    Booklet:
    1 von 5
    Gesamteindruck:
    3 von 5
    Klang:
    1 von 5
    Künstlerische Qualität:
    5 von 5
    Repertoirewert:
    5 von 5

    Schnabels Beethoven Perspektiven

    Passionierte Klavierfreunde, besonders der Sonaten Beethovens, werden die alten Schnabel Aufnahmen aus den 30er Jahren längst kennen und zu schätzen wissen, als eine strukturell klare wie emotional ausdrucksstarke und soziokulturell unverstellte Beethovensicht, die nach wie vor als Referenz gilt und von bedeutenden Pianisten wg. intellektueller, musikalischer wie pianistischer Durchdringung als unübertroffene Gesamtschau, incl. defizitärer Details, erachtet wird.
    Schnabel hat als erster Pianist Beethovens zentrales Klavierwerk auf des Pudels Kern konzentriert und ohne Rücksicht auf Verluste zum Klingen gebracht. Und wie!
    Man muss Schnabels Beethovensicht nicht als einzig seligmachende mögen, jedoch sollte man seine Version als eine unbestechliche wie integere und als Korrektiv zu vielen eigenwillig beschönigenden Schlampereien (Tempi) gebührend respektieren, resp. im direkten Vergleich zu dem, was als tiefsinnig empfunden wird.

    Mir ist diese neu-restaurierte und sehr preisgünstige Neuausgabe von Warner noch unbekannt, ich habe sie dennoch zuversichtlich bestellt, weil ich die Vinyl- und alten CD-EMI-Aufnahmen gut kenne, und nicht nur des erwarteten klangtechnischen Plus wg. denen zurate, die Schnabels Beethoven noch nicht kennen: ein musikalisch-pianistisches MUSS.
    Verglichen mit Schnabels stilistisch einheitlicher und musikalisch konsequenter Gesamtschau gibt es nur eine, jedoch besser klingende Alternative: Gulda.
    Beethovens 32er Kosmos gab es noch nie so gut und so günstig zu haben wie in dieser Warner-Edition ...

    P.S. Leider muss ich nach Erhalt und Quercheck dieser Warner-Verschlimmbesserung des sog.
    propagierten 'remasterings' der Originale, die vergleichbar alle! bei EMI, Naxos und Grammofono obertonreicher und natürlicher nach Klavier klingen, meine Gesamtbewertung relativieren: 3*!
    Selbst der Google-Store-download (EMI-Grat Recordings) einer Sonatenauswahl klingt besser und nicht im Diskant beschnitten und so durchgängig wattiert, wie diese akustische und editorische Fehlleistung der Warner Techniker. Umso bedauerlicher, weil diese alten Beethoven-Schnabel-Aufnahmen, wie erwähnt, zum Besten und Unverzichtbaren in der Geschichte der Beethovenschen Sonateneinspielungen gehören, auch in dieser leider akustisch verunstalteten Edition.
    426 bis 450 von 626 Rezensionen
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