Auch noch für den 4., 5. und 6. Weihnachtstag ...
Zugegeben, unter den Christbaum schafft es diese meine Empfehlung nicht mehr. Das ist auch gar nicht schlimm - schließlich hat diese schöne Musik einige Jahrhunderte überlebt und wird somit auch noch bis nächstes Jahr durchhalten. Die hohe Platzierung in den jpc-Charts zeigt, dass sich viele angesprochen fühlen von diesem Einblick in eine fremde und hier doch ganz nahbar wirkende Musikkultur Mittelamerikas (wenn auch womöglich hier und da als Last-Minute-Geschenk...). Volkstümlich und fern von barocker Repräsentation und virtuoser "Überwältigungsdramaturgie" an europäischen Höfen klingt dieses Echo aus Mexiko City, und nicht nur wegen der Verwendung idiomatischer Instrumente wie spanischer Gitarre und spanischer Harfe, denen man ja bei Fux oder Biber eher nicht begegnet, sondern auch wegen der Ensembleleistung ohne Ausfall und des warmen Klangbilds. Kulturelle Aneignung ist eben häufig in der Musikgeschichte Voraussetzung für große Kreativität gewesen. Eine Bereicherung - dann eben für den Gabentisch 2026 ;).