Rezensionsübersicht

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Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

7 Rezensionen

Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.
Salterio obbligato Salterio obbligato (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Sehr schön!

Wussten Sie, was ein „Salterio“ ist? Ich gebe zu: nein! Diese neue wunderschön gestaltete cpo-Neuheit hilft mir auf die Sprünge. Das Salterio ist der Vorläufer (seit 18. Jahrhundert) des Hackbretts. Die Saiten werden mit Klöppeln angeschlagen. Das klingt wunderbar, ungewohnt und intim. Sehr schön. Die Solistinnen und Solisten des nuova aspetto, allen voran die Salterio-Solistin Elisabeth Seitz, bringen den ganzen Zauber des Salterios in allen möglichen Ensembles zum Klingen, Das Programm wechselt zwischen Rezitativen, Arien, Motetten und Instrumentalstücken. Der Klang des Saltertio ist allgegenwärtig. Besonders schön in dem Salterio-Konzert (Track 7) von Comaposada. Toll ist das alles und besonders schön interpretiert. So manchmal klingt das nach Harfe. Ist es aber nicht! Sehr schön – und das sei nochmals betont – ist auch die CD-Verpackung: ein geschmackvoll bebildertes Papp-Klappalbum mit Einstecktasche für das sehr informative Booklet. Toll! Sehr nobel! Auch ein edles Geschenk – oder Selberschenken.
Symphonie Nr. 2 c-moll op.85 Symphonie Nr. 2 c-moll op.85 (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Wieder unverständlich

In meiner Rezension zu seiner 3.Sinfonie vermerkte ich schon, wie unverständlich es ist, dass solche Musik so in Vergessenheit geraten konnte. Die gleiche Feststellung gilt auch für die Aufnahme seiner 2.Sinfonie und seines "Falstaff". Wieso nur? Erklärlich wird das wohl nur an der "Vormachtstellung der Großen" und ggf. auch an einem Überangebot an Sinfonik der Spätromantik. Denn da schläft tatsächlich noch viel in den Schubladen. Schön, dass Dirigent Stockhammer und das RSB Berlin dem in Sachen Kaun nun ein Ende setzen. Denn man höre selbst: Das ist große Sinfonik! Vielleicht in manchen Teilen nicht ganz große, aber doch zu Schade, um nicht aufgeführt zu werden. Und das machen die Musiker aus der Berlin und die Techniker ganz ausgezeichnet. Toll! Kann man nur hoffen, dass die Kaun-Reihe weitergeht.
Sinfonias Sinfonias (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Goldstücke

Naja, was hätte der Graupner geleistet, wenn er statt Bach die Stelle als Thomaskantor in Leipzig bekommen hätte. Eines ist sicher: Er hätte viel Kirchenmusik komponieren müssen und wir könnten uns wohl kaum an einer so großen Auswahl an Orchestermusik erfreuen, wie sie uns jetzt vorliegt. Eine schöne Auswahl in bestechender Interpretation präsentiert Dirigent Florian Heyerick mit Il Gardellino auf dieser neuen cpo-Do-CD. 10 Sinfonien in unterschiedlichen Längen und Besetzungen und eine Ouvertüre und Intrada zeigen Graupner als einen begnadeten Orchesterkomponisten voller Ideen und die Interpreten als ideale Verwalter dieser Kunst. Das Booklet liefert informative Texte und der Klang ist sauber und durchsichtig. Was will man mehr? Goldstücke!
Die Straßensängerin Die Straßensängerin (CD)
4 von 5 Sterne
Gesamteindruck:
4 von 5
Klang:
4 von 5
Künstlerische Qualität:
4 von 5
Repertoirewert:
4 von 5

"Wie aus der Pistole geschossen"

Mit etwas Bauchschmerzen zitiere ich die Formulierung aus dem Booklet (S.5), die kennzeichnen soll, in welchem Tempo der Leo Fall seine Operette zu Papier brachte. Die Handlung ist uns ja seit "My fair Lady" bestens bekannt. Leo Falls Operette von 1921 hat jedoch nicht ansatzweise die Popularität von Loewe Musical erzielt, das erst 1956 uraufgeführt wurde. Dabei haben beide den Pygmalion-Stoff von Shaw adaptiert, der die Geschichte vom Blumenmädchen (hier Straßensängerin) zur feinen Lady beschreibt. Natürlich hat Loewes Musik den typischen Musical-Schwung. Doch auch Leo Falls Stück hat Feuer, Temperament und das ganz typische Operetten-Flair. Dafür sorgt das kompetente Ensemble aus Leipzig unter Leitung von Tobias Engelt. Die kennen sich aus mit stilgerechten Interpetationen. Die sängerischen Leistungen sind durchweg gut, die instrumentalen noch besser. Da es sich um keine Live-Aufnahme sondern eine Studio-Produktion handelt, stimmt auch die Technik. Eine schöne Ergänzung des Repertoires.
Bass-Kantaten Bass-Kantaten (CD)
4 von 5 Sterne
Booklet:
3 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
4 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Für Spezialisten

Immer wieder bringt cpo Aufnahmen auf den Markt, die zu den Randbereichen zählen, echte Raritäten eben. Diese Kantaten-CD Stradellas gehört dazu. Vier Kantaten versammeln sich da und handeln von Helden, Weisen und Tyrannen. So kann man die ganze Bandbreite menschlicher Emotionen ansprechen. Und das gelingt Bariton Mauro Borgioni vortrefflich. Sicher, in den tiefen Lagen schwächelt er etwas, aber was die Gestaltung angeht: bestens! Ergänzt wird das Programm von zwei Instrumentalstücken, hervorragend interpretiert von den Solisten der Gruppo Cameristico. Das Booklet enthält alle Texte. Leider nicht in deutscher Übersetzung. Eine CD für Spezialisten!
Streichquartett Nr. 4 e-moll op.66 Streichquartett Nr. 4 e-moll op.66 (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Weiter auf hohem Niveau

Zu Gernsheims groß angelegten Streichquartetten (wieder beide über eine halbe Stunde Dauer) wurde schon manches geschreiben, u.a auch seine angebliche Brahms-Nähe. Natürlich kann man - auch wenn man diese beiden eingespielten Stücke hört - wieder Ähnlichkeiten feststellen. Aber man sollte ehrlich sein: Bei vielen Kompositionen verschiedener Komponisten kann man immer wieder "Verwandtschaften" erkennen, wenn man sie denn erkennen will. Ich will das gar nicht, sondern genieße diese beiden Gernsheim-Stücke, die vom Diogenes Quartett vorbildlich eingespielt wurden. Das lohnt sich für jeden Kammermusikfreund. Brahms hin oder her...!
Symphonien Nr.1-9 / Werke für Kammerorchester (erweiterte Neuauflage) Symphonien Nr.1-9 / Werke für Kammerorchester (erweiterte Neuauflage) (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
4 von 5
Klang:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Ein starkes Stück

Das sind schon „starke Stücke“ – im absolut positiven Sinn gemeint - , die cpo da nach und nach auf den Markt bringt. Wunderbare Sammlungen und Gesamtausgaben in schön gestalteten Papp-Boxen. Zudem ausgestattet mit umfangreichen Booklets. Leider die CDs in dünnen Papierhemdchen.
Dies neue „starke Stück“ ist die GA der Orchesterwerke von Egon Wellesz, seine acht Sinfonien und sechs Werke mit Kammerorchester. Das ist tolle Musik und niemand muss Angst vor zu schrägen, gar atonalen Tönen haben. Klar der Wellesz stürzt sich auch in harmonische Innvationen. Doch immer hat er auch den Hörer im Blick, der seine Musik verstehen und „mögen“ muss. Die Aufnahmen mit dem ORF-Orchester und Ensemble Kontrapunkt machen das „Mögen“ leichter. Sehr gute Interpretationen bestens aufgenommen. Wieder einmal ein jpo-Lichtblick am zuweilen so eintönigen Repertoire-Himmel.