Rezensionsübersicht

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Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

8 Rezensionen

Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.
British Music for Strings Vol.5 British Music for Strings Vol.5 (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Wieder was für Streicher-Fans

Gerade Komponisten „von der Insel“ bescheren den Streicher-Fans wunderbaren „Stoff“. Da sind eben nicht nur die Prunkstücke von Elgar oder Vaughan Williams, sondern viele weitere Glanzstücke. Dirigent Bostock hat die Stücke seiner Landsleute gesammelt und bringt nun schon Vol. 6 seiner „British Music for Strings“ heraus. Und wieder finden sich Namen, die man sich merken sollte, sechs Persönlichkeiten mit starken Stücken. Alle sind typisch britisch, von großem Klangsinn und gemäßigter Moderne geprägt. Alles gut anzuhören. Lediglich an die Komposition von William Mathias muss man sich wohl etwas „gewöhnen“. Dirigent Bostock hat seine Pforzheimer Streicher wieder bestens im Griff. Eine neue cpo-CD, die wieder in allen Teilen hochinteressant und eine echte Bereicherung ist. Prima!
Fantasie-Suiten Fantasie-Suiten (CD)
4 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
4 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
3 von 5

Für Leute, die schon alles haben

Aus der Zeit der ausgehenden Renaissance und des Frühbarock gibt es reichlich musikalische Zeugnisse, die zum großen Teil auch auf Schallplatte dokumentiert sind. So auch bei cpo. Die Frage darf man mal stellen, ob es alle Werke dieser Zeit verdient haben, verewigt zu werden. Wieder entdecken und aufführen – klar! Doch gleich eine Aufnahme produzieren? Bei dieser CD mit Werken des spätbarocken John Hingeston stellt sich mir solch eine Frage. An dem tollen Ensemble „Echo du Danube“ um Christian Zincke liegt das ganz sicher nicht. Alle spielen stilsicher und gekonnt. Ich meine, es liegt an den Kompositionen. Zincke hat 10 mehrteilige, sog. „Fantasy-Suites“ ausgewählt, die alle „frei“ komponiert sind, also ohne feste Regeln oder ein Programm. Die Besetzungen sind alle sehr ähnlich und somit auch der Klangcharakter der Stücke. Eigentlich weiß man nach dem Anhören der ersten (hier Nr.3) Suite schon, wie es weitergeht. Es kommt nicht unbedingt Langeweile auf, aber ein Maß an Gleichförmigkeit stellt sich ein. Dabei wird der Hingeston sicher den Henry Purcell gekannt haben. Immerhin waren sie noch Jahrzehnte lang Zeitgenossen. Doch wie anders und aufregend klingt der Purcell. Vielleicht ist der Vergleich nicht angebracht, doch den Gedanken darf man schon noch haben. So hinterlässt diese CD bei aller Interpretationskunst doch einen etwas zwiespältigen Eindruck. Wie gesagt: Eine CD für Leute, die schon alles haben.
Kammermusik für Flöte Kammermusik für Flöte (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Neues vom Bernhard

Die beiden Romberg-Cousins Bernhard und Andreas bringt man ja leicht durcheinander. Im gleichen Jahr geboren wurde der Bernhard immerhin 20Jahre älter als der Andreas. Komponieren taten beide. Und wie! Der Katalog ist recht gut mit Aufnahmen bestückt. Auch der cpo-Katalog. Der wird nun durch eine weitere Kammermusikplatte bereichert.
Die drei Damen und zwei Herren des Ardinghello Ensembles haben drei Werke eingespielt: das jeweils halbstündige Grand Trio und das Quintett op.1, Nr.3. Nr.1 und 2 dieses Opus 1 stammen übrigens vom Cousin Andreas. Dazwischen plaziert sich das kürzere Divertimento. Die Stücke leben ganz aus dem Geist der Klassik und lassen doch schon vereinzelt die aufkommende Romantik ahnen.Besonders das frühe Quartett (Op.1!) ist dafür ein schönes Beispiel. Da sind alle fünf Ensemble-Mitglieder mit von der Partie und beweisen – wie auch bei den beiden anderen Werken – ihr Gespür für den Stil dieser Beethoven-Epoche. Klar, dass der Bernhard dem Cello seine besondere Aufmerksamkeit widmete. War ja auch „sein“ Instrument. Fazit: Schöne Stücke nicht nur für Kammermusik-Freunde. Prima CD!
Symphonien e-moll & C-Dur Symphonien e-moll & C-Dur (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Der erste und der letzte Streich

Da sind sie nun die vier erhaltenen Sinfonien des Romantikers Hiller. Zwei Sinfonien gelten als verloren. So schließt Dirigent Griffiths mit seinem Brandenburger Orchester die Edition ab. Neu sind nun die erste und die letzte Sinfonie des Komponisten. Zu der Erkenntnis kommt man erst, wenn man den (vorzüglichen) Booklettext gelesen hat. Leider gibt es wohl keine Nummerierung. Egal. Die Interpreten legen sich wieder mächtig ins Zeug, um diese Musik zum Leben zu erwecken. Sicher, man hört den Unterschied. Das E-moll-Frühwerk ist jugendlich frischer und stellenweise ungestüm. So fehlt ein echter langsamer Satz. Stattdessen ein sehr bewegtes Andante scherzando. Die späte C-Dur-Sinfonie atmet dagegen Größe und Erfahrung. Das klingt zwar alles sehr schön und ist ebenso schön gespielt. Aber man stellt sich doch die Frage, ob diese Stücke – abgesehen von der Aufnahmeproduktion – jemals den Weg in den Konzertsaal finden. Ich fürchte nicht! Da ist die „Konkurrenz“ zu groß. Aber auf CD eine wunderbare Bereicherung des Repertoires.
Ouvertüren für Bläser Vol.3 Ouvertüren für Bläser Vol.3 (CD)
5 von 5 Sterne
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Die Bläser blasen wieder

Und wie! Das liegt nicht nur an der Virtuosität der acht Solisten des L’Orfeo-Ensembles, sondern viel mehr wohl an der Genialität des Georg Philipp Telemann. Denn was der produziert hat, ist immer besonders. Das gilt wiederum – natürlich – für die dritte Ausgabe seiner Bläserwerke, die cpo unter „Wind-Overtures Vol.3“ veröffentlicht hat. Die Suiten, Sonaten und sonstigen Werke sind von den Titeln her nicht sofort als Bläser-Werke identifizierbar. Erst bei Betrachtung der näheren Werkbeschreibungen wird klar: Hier hat Telemann ein Herz für Blasinstrumente bewiesen. Und wie! Das sind alles kleine Kunstwerke: ob der kurze Marsch f-Dur, die achtteilige Suite oder die vierteilige Sonate c-moll – die Kompositionen sind wie alle übrigen Werke auf dieser neuen CD ein „gefundenes Fressen“ für die Blasmusikanten. Die spielen groß auf und demonstrieren, was man auf Holzblasinstrumenten (mit Cembalo und Schlagwerk) alles anstellen kann.
Virtuos komponiert, virtuos gespielt. Super! Auch die Technik und Bookletqualität passen.
Also worauf warten?
Sämtliche Symphonien Vol.1 Sämtliche Symphonien Vol.1 (CD)
5 von 5 Sterne
Booklet:
5 von 5
Gesamteindruck:
5 von 5
Klang:
5 von 5
Künstlerische Qualität:
5 von 5
Repertoirewert:
5 von 5

Erfolgreicher Start

Das ist in Sachen Reicha-Sinfonien gar nicht so einfach. Ein Teil der frühen Sinfonien ist wohl verloren. Das, was erhalten blieb, war völlig durcheinander geraten. Vier erhaltene Sinfonien konnte man aus dem Material rekonstruieren. Sie liegen mir alle in einer tschechischen Panton-Aufnahme mit Altrichter und dem Dvorak Kammerorchester vor. Cpo beginnt nun seine Reihe mit der viersätzigen D-Dur Sinfonie, die bei Panton aber nur drei (!!) Sätze hat, weil einer angeblich verloren ging. Auch sonst stimmen nur die ersten Sätze überein. Ein echtes Kuddelmuddel, das nun cpo mit einer GA aufdröseln will. Toll. Da gibt es nicht nur Interpretationsfragen, sondern auch Fragen des Notenmaterials zu klären. Einen regulären Druck gab es lange nicht. Eine so schwungvolle und engagierte Interpretation gab es auch lange nicht. Deutlich hört man, dass der junge Dirigent Valentin Egel Erkenntnisse der HiP berücksichtigt hat. Im Vergleich zur tschechischen Aufnahme hat sie Biss und Charakter. Die Tschechen wirken dagegen zwar gut, aber etwas bieder. Das Münchner Rundfunkorchester folgt diesen jugendlichen Ambition großartig. Das Booklet und die Aufnahmetechnik lassen keine Wünsche offen. Bleibt nur zu hoffen, das sich cpo nicht im Dschungel der Reicha-Notenblätter verheddert. Seit 2020 wird wohl Ordnung geschaffen (s.Booklet S.4). Volume 1 zeugt davon!