Infrastrukturen, Flexibler Einband
Infrastrukturen
- Archiv für Mediengeschichte Band 21
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Herausgeber:
- Friedrich Balke, Bernhard Siegert, Joseph Vogl
- Verlag:
- Vorwerk 8, Verlag, 02/2026
- Einband:
- Flexibler Einband
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783947238491
- Artikelnummer:
- 12622528
- Umfang:
- 176 Seiten
- Erscheinungstermin:
- 6.2.2026
- Serie:
- Archiv für Mediengeschichte
Klappentext
Infrastrukturen haben sich in den letzten Jahren als folgenreicher medienwissenschaftlicher Grundbegriff etabliert, der nicht länger nur für die großtechnischen Einrichtungen der Daseinsvorsorge, sondern zunehmend auch für soziotechnische Arrangements, Netzwerke, Algorithmen, bürokratische Verfahren oder Protokolle verwendet wird. Die in der 21. Ausgabe des Archivs für Mediengeschichte versammelten Beiträge kommen in der grundsätzlichen Diagnose überein, dass die klassische Auffassung, Infrastrukturen (wie Straßen und Brücken, Unterseekabel oder Satelliten) seien einfach irgendwo ¿dort draußen¿, zugunsten einer Perspektive aufzugeben ist, die sie als vielschichtige Strukturen konzipiert, in denen sich materiell-geographische Verortungen und symbolische Prozesse (Regularien, Protokolle, Codes) auf historisch und kulturell variable Weise verschränken. Infrastrukturen erweisen sich als das Resultat einer relativen und prekären Stabilisierung, die stets aufs Neue hergestellt werden muss. An die Stelle der Infrastrukturen tritt daher in mediengeschichtlicher Perspektive das Infrastrukturieren, also die Aufmerksamkeit für das zeitliche Nacheinander und den Koordinationsaufwand der zu ihrer Hervorbringung und Aufrechterhaltung nötigen Prozesse und Operationen. Infrastrukturieren gerät als die Notwendigkeit des unablässigen Verbindens und Vernetzens zirkulierender Entitäten in den Blick: Schnittstellen, gateways und plug-ins werden zu zentralen Forschungsgegenständen und Denkmodellen.
Biografie (Friedrich Balke)
Friedrich Balke (Prof. Dr. phil.) ist Professor für »Geschichte und Theorie künstlicher Welten« an der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar. Seine Forschungsschwerpunkte sind Medien- und Kulturtheorie, Französische Gegenwartsphilosophie, Wissenschaftsgeschichte und Biopolitik.Biografie (Joseph Vogl)
Joseph Vogl (geboren 1957 in Eggenfelden) ist Inhaber des Lehrstuhls für Literatur- und Kulturwissenschaft/Medien an der Humboldt-Universität zu Berlin und Permanent Visiting Professor an der Princeton University, USA. Er lehrte u.a. an der Bauhaus Universität in Weimar und der Ludwig-Maximilians-Universität in München und hat zahlreiche Monographien und Artikel veröffentlicht. Für seine Übersetzungen von Schlüsselwerken der neueren französischen Philosophie erhielt er 1988 den Übersetzerpreis zur Förderung der deutsch-französischen Beziehungen.Anmerkungen:
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