angenehme Fortsetzung, die gut unterhalten hat
Annette Marie – Kein Kuchen für Vampire
Nachdem Robin überhaupt keine Ahnung von ihrem Familiengeheimnis, und sich ausversehen an den Dämon Zylas gebunden hat, wird sie mehrfach angegriffen und muss das Grimoire ihrer Mutter und dazu ihren Onkel, der ihr das Grimoire vorenthält, finden.
Allerdings muss sie auch sich und Zylas schützen, denn ein illegal geschlossener Dämonenbund ist nicht nur strafbar, sondern höchstgefährlich. Allerdings gibt es nicht nur Dämonen und Gildenmitglieder, die hinter Robin her sind, sondern auch intelligente Vampire, die sich neuerdings in Gruppen zusammentun und jagen.
Wird Robin mit Hilfe von Zylas und ihrer Cousine Amalia ihren Onkel rechtzeitig finden können und endlich Einblicke in ihr Familienerbe bekommen? Vorzugsweise bevor die Vampire sie erwischen oder Zylas sie in den Wahnsinn treibt?
Ich habe den ersten Band im Vorfeld gelesen, da die Bücher aufeinander aufbauen.
Die Geschichte rund um Waise Robin, die bei ihrem Onkel und seiner Familie notgedrungen unterkommt, bevor sie sich an Zylas bindet und das Haus angegriffen wird, geht hier nahtlos weiter.
Die Ereignisse aus dem ersten Buch werden nur kurz aufgegriffen, bevor es temporeich und spannend weiter geht.
Während Zylas sich immer wieder gegen seine "Gefangenschaft" auflehnt, scheint ihm aber dennoch daran gelegen zu sein, Robin zu beschützen. Vielleicht ergibt sich sogar ein Band zarten Vertrauens, obwohl es zwischen den beiden ständig kriselt.
Der Erzählstil ist angenehm, leicht und ich konnte mich schnell in die Geschichte fallen lassen.
Die bereits bekannten Charaktere werden weiter ausgearbeitet und bekommen so mehr Tiefe. Durch den Gildenwechsel lernen wir weitere Figuren kennen, bei vielen ist die Motivation noch nicht klar erkennbar. Freund oder Feind?
Robin lernt in diesem Buch viel dazu, wird tougher und hat dennoch das Herz am rechten Fleck. In vielen Dingen ist sie noch sehr naiv, aber insgesamt kann man eine positive Entwicklung bei ihr verzeichnen.
Ich mag Zylas, allerdings sollte auch er im nächsten Buch eine Entwicklung durchmachen. Im Moment ist er eher herablassend und wenig zugänglich, was ich schade finde. Ja, es gibt diverse Momente, wo seine Neugier durchschimmert, aber insgesamt ist mir das noch zu wenig, falls es auf eine Liebesgeschichte hinauslaufen soll.
Die verschiedenen Schauplätze sind gut herausgearbeitet und konnten mir einen guten Eindruck für die Geschichte und Atmosphäre bieten.
Ich mochte die Story, aber ich wünsche mir für das nächste Buch etwas mehr Fahrt und vor allem, falls sich eine Lovestory entwickelt, Fortschritte darin. Zylas darf ebenfalls gerne eine Entwicklung durchmachen und nahbarer werden. Ansonsten kann ich das Buch sehr gerne weiter empfehlen und bin schon gespannt auf die Fortsetzung. Von mir gibt es für die Reihe bisher eine Leseempfehlung.
Das Cover finde ich spannend. Den Titel allerdings irreführend, da es zwar Gebäck gibt aber das wiederum wenig mit den Vampiren zu tun hat.
Fazit: angenehme Fortsetzung, die gut unterhalten hat, aber doch mehr Tempo und Nähe hätte haben können. Knappe 4 Sterne.