Mainstream Rock vs. Prog Rock
Was Musikmagazine an dieser Band nur so toll finden, kann ich nicht nachvollziehen. Lana Lane singt stellenweise so theatralisch-pathetisch, wie es die gute Jennifer Rush schon seit den 80ern gemacht hat. Ein Song hört sich ja fast an wie "The Power of Love"! Plagiat? Oder "bloß" Epigonentum? Nein, solcher Herz-Schmerz-Sound, das muß nicht sein. Auch wenn die Produktion, vom matschigen Snare-Drum-Sound abgesehen, als gelungen und druckvoll bezeichnet werden kann, und Keyboarder Norlander für den Art-Rock-Touch verantwortlich ist (schöne Key-Sounds): Das alles macht aus dieser CD keine hervorragende CD, und vor allem noch lange keine CD, die irgendetwas mit der leidigen Schublade "Progressive Rock" zu tun hat (wenn man es schon mit den Schubladen hat und diese bemüht wird). Und "symphonisch" -- da Lana als "Queen des internationalen Symphonic Rock" bezeichnet wird; große Worte! -- ist das ganze erst recht nicht. Denn auf das Songwriting und das Arrangement kommt es an, und das ist so ziemlich exakt vorhersehbarer, stellenweise richtig konstruiert wirkender Melodic-AOR-Mainstream-Rock mit einer gewissen Hard'n'Heavy-Attitüde. Lange Rede, kurzer Sinn: Wer's mag! Für Prog-Fans nicht empfehlenswert – aber eventuell empfehlenswert für AOR, Melodic Rock- und Mainstream-Rock-Fans! Daher - "EMPFEHLUNG" ja, aber nur für diesen Hörerkreis!!