Die Rückkehr des Ewigen Unbequemen
Es gibt eine Sorte von Künstlern, die mit dem Alter nicht etwa milder werden, sondern sich in einer Form von produktiver Sturheit einrichten. Neil Young, der kanadische Gralshüter des authentischen Verzerrers, gehört zweifellos dazu. Sein neuestes Werk, Talkin’ to the Trees, ist kein bloßes Spätwerk; es ist ein Manifest der Entschleunigung und eine ökologische Mahnung, die ohne den erhobenen Zeigefinger auskommt, weil sie stattdessen die rohe Kraft der Natur selbst vertont.