Für die einsame Insel
"Bella Donna" ist für mich seit der Veröffentlichung eines der Alben für die einsame Insel. Meine Bewunderung für Stevie kennt keine Grenzen. Es gibt so vieles hier zu rühmen. Nur ein Beispiel: Waddy Wachtel an der Gitarre in "Edge of Seventeen". Beim ersten Hören, über 40 Jahre her, war ich fassungslos. Das hat nicht einmal Eddie Van Halen in "Eruption" oder "Beat It" eingeholt. Weltstars haben sich hiervor verneigt. Beyoncé, als sie noch als Beyoncé Knowles firmierte und Frontfrau von Destiny's Child war, hat sich "diese Gitarre" für "Bootylicious" ausgeliehen, Stevie war im Video.
Die SACD kommt in der bekannten dürftigen Hülle. Das Begleitheft ist das erste lesbare in einer solchen Hülle von MFSL. Die Schrift ist größer als sonst, nicht fruchtfliegengroß. Auf der vorderen Innenseite alle Besetzungen, auf der hinteren alle Credits. Dazwischen die Texte.
Mein Höreindruck bezieht sich auf die Hybrid-SACD, abgespielt auf einer hochwertigen Anlage. Das Mastering ist von Rob LoVerde. Wiederholtes Hören bei etwas angehobener Lautstärke entbehrt jeden Mangels, jeder Kritik. Es ist eines der besten Mastering aus dem Haus MFSL überhaupt. Alle Stimmen, vokal und instrumental, sind präzise positioniert, so nahe am Live-Eindruck, wie es nur geht.
Wer die beträchtliche Summe für die One-Step-Ausgabe scheut, sollte hier glücklich werden können.