Endlich!
Das war eine meiner ersten LPs, eine dünne RCA-Schallplatte mit schlechter Klangqualität. Das muss 1983 gewesen sein. Später gelang es mir, eine JVC-LP – eine japanische Pressung – zu ergattern, die etwas besser klang. Die RCA-CD-Veröffentlichung Mitte der 80er-Jahre war furchtbar. Der Bass war zu leise, die Violinen klangen schrill und die Dynamik war verfälscht. Aber jetzt endlich diese SACD von Dutton Vocalion! Zum ersten Mal erklingt die volle Wucht der Trompeten in „Into the Trap“, genau wie die der Pauken in diesem Stück: Sie dröhnen förmlich aus den Lautsprechern (Yamaha NS5000). Das Mini-Konzert für Tuba und Orchester – Jabba the Hutt – ist fantastisch; nirgendwo sonst hört man eine so raue und knurrende Tuba wie auf dieser Aufnahme. Der Titelsong dröhnte mit solcher Wucht in den Raum, dass ich wie gebannt auf meinem Stuhl saß. Was für Künstler die Toningenieure der 70er und 80er Jahre doch waren! Und das auf Tonband, also in der Frühzeit der digitalen Aufnahme! Heutzutage wird dem Blechbläserklang in Aufnahmen oft die Dynamik genommen, damit Ihre Sonos-Lautsprecher nicht vom Küchentisch fallen...
Wer immer noch behauptet, Vinyl klänge besser als CD oder SACD, sollte einen Arzt aufsuchen. Diese SACD bietet eine Aufnahmequalität, die keine LP erreichen kann.
Repertoirewert: Was soll man dazu sagen? Kürzlich gab es Aufführungen von Williams' Musik in Wien, Berlin und Amsterdam… und jährlich in Boston, Los Angeles usw.
Booklet: ein dünnes Blatt mit ein paar Fotos.
Als Nächstes bitte: die symphonische Suite aus „The Empire Strikes Back“, die einst bei Varese Sarabande auf Cd erschienen ist!