...in Produkt aus dem Umfeld der Samurai Of Prog...
Und wieder erreicht uns ein Produkt aus dem Umfeld der Samurai Of Prog. Der spanische Multiinstrumentalist Rafael Pacha taucht als Gitarrist seit ein paar Jahren immer wieder als Gitarrist bei den selbsternannten Prog-Samurais auf. Zudem arbeitet er mit SoP-Mastermind Kimmo Pörsti immer wieder eng zusammen (Pacha and Pörsti, The Guildmaster). Auch auf seiner neuen Solo-CD, die zwischen 2023 – 2025 eingespielt wurde, ist Kimmo Pörsti als Drummer und Co-Produzent dabei. Pacha bewegt sich im Spanungsfeld von entspanntem Retro Prog ala Camel, Folk Prog, insbesondere, wenn er zu Flöten, Geige oder Zither greift, sowie fließenden Jazzelementen. Im Untertitel des Albums wird mit „with the friends of (con)fusion“ auch auf dieser Fusion-Charakter hingewiesen. Die meisten Tracks sind Instrumentals und bieten entspannte Jams mit längeren solistischen Passagen. Michael Manring und Jan-Olaf Strandberg glänzen mit hervorragendem Basspassagen. Kimmo Pörsti liefert das von ihm gewohnte solide Drumming. Alessandro Di Benedetti, auch bekannt aus dem PoS-Universum, liefert abwechslungsreiche Keyboardarbeit. Seine Gesangsdarbietung zusammen mit Paula Pörsti lockert etwas auf, ist aber, wie auch der zweite Gesangstrack mit Sänger John Wilkinson, nicht zwingend. Erfreulich die Klangfarben durch Risto Salmi (sax). Somit eine nette und anregende Musikreise über 65 Minuten (ein Song erstreckt sich sogar über 18 Minuten), die aber keine bleibenden Eindrücke oder Schäden, wie der Albumtitel suggerieren könnte, hinterlässt. Der Albumtitel spielt mit Diskussionen in den 1920er-Jahren in den USA, in denen es darum ging, ob durch diese Musik und Tänze Krankheiten entstehen könnten („not normal after jazz“) - herrlich. Musik: 3-4