Rezensionsübersicht

48 Rezensionen
Swing When You're Winning (180g) Robbie Williams
Swing When You're Winning (180g) (LP)
3 von 5 Sterne
Klang:
2 von 5
Musik:
5 von 5
Pressqualität:
2 von 5

Tolles Album, tolle Musik doch auf Vinyl einfach enttäuschend

Das Album ist super, die Songs passen perfekt zu Robbies Stimme. Als Stream zum nebenbei hören wirklich toll.

Doch bei Vinyl lege ich persönlich andere Ansprüche an. Hier möchte ich, dass die Instrumente klar differenziert und gut gemischt aus den Lautsprechern kommen. Das ist bei diesem Vinyl Release leider gar nicht der Fall. Die Stimme ist viel zu prägnant. Die Big Band einfach zu matschig und undifferenziert. Ich habe Swing Platten aus den 60ern, die um Welten besser klingen.

Dazu kommt, dass die Pressqualität eher minderwertig ist. Es sind viele Nebengeräusche zu hören und das nicht nur in leisen Passagen. Auch nach mehrmaligen Waschen sind diese weiterhin präsent.

Diese Platte ist auf Vinyl einfach nur eine Enttäuschung.
Zenyatta Mondatta (Reissue 2025) (SHM-CD) (Papersleeve) The Police
Zenyatta Mondatta (Reissue 2025) (SHM-CD) (Papersleeve) (CD)
5 von 5 Sterne
Klang:
5 von 5
Musik:
5 von 5

RockPop der eingängigen Art, ohne zu langweilen: 3.Album von Police

Die SHM CD aus Japan überzeugt klanglich auf der ganzen Linie.
Tiefreichende Bässe, klares Schlagzeug, gute Klangfarben. Lediglich die
Dynamik hängt hinter diesem positiven Eindruck etwas hinterher.
Die Musik unterhält richtig gut. Sie ist abwechslungsreich, durchaus tonal
und hat immer wieder die eine oder andere überraschende Idee.
Sehr, auch einem größeren Publikum zu Empfehlen.
Pirates Rickie Lee Jones
Pirates (CD)
5 von 5 Sterne
Klang:
5 von 5

Eigenwilliger Folk mit leichten avantgardistischen Elementen in sehr gutem Sound

Die Einfach CD aus Japan überrascht: Hohe Dynamik, hohe Klangfarbentreue, sehr gute Diktion. Die High endigen Aufnahmen haben
mehr Farbigkeit, einen höheren Anmachfaktor, da "die Rhythmus Sektion"
wärmer abgestimmt ist. So klingt alles ein klein bisschen blutleer, jedoch ohne nachhaltig zu stören. Die Musik haut einen aus den Socken. Gute
Texte (abgebildet im beiliegenden Booklet), sehr modern wirkende Melodien, mit einem Schuss Avantgarde, und trotzdem zum Mitgehen.
Herz, was willst Du mehr? Unbedingt zu Empfehlen, auch dem anspruchsvollen Hörer.
I Robot (Immersive Audio) (Dolby Atmos) The Alan Parsons Project
I Robot (Immersive Audio) (Dolby Atmos) (BRA)
5 von 5 Sterne
Klang:
5 von 5
Musik:
5 von 5

Bewertung Blue Ray Audio nur 5.1 Mix!

Ich kann nur den 5.1 Mix bewerten da ich kein Atmos habe.
Habe lange mit Pyramid,eye in the Sky und tales of mystery and imagination verglichen und muss sagen einfach Referenzniveau!
Spitzenklasse mix!
Emerson, Lake & Palmer (Limited Numbered Edition) (Hybrid-SACD) Emerson, Lake & Palmer
Emerson, Lake & Palmer (Limited Numbered Edition) (Hybrid-SACD) (SACD)
4 von 5 Sterne
Klang:
4 von 5
Musik:
5 von 5

Potential verschenkt

Die Stücke auf der SACD sind bis zu 4 Sekunden kürzer als bei meiner Referenz-CD, in der Summe 13 Sekunden. Dies wird dadurch erreicht, dass jeweils am Ende etwas weggeschnitten wurde, so dass der letzte Ton nicht ausklingen kann, sondern gekappt wird. Warum das gemacht wurde, kann ich mir nicht erklären. Die 13 Sekunden Platz wären sicherlich da gewesen. Gerade bei dem Anspruch, den MFSL an sich selbst stellt, ist unverständlich, warum der Hörer auf diese Weise unnötig irritiert wird--schade! Was ich am 07.12.2025 zum Thema Rauschen geschrieben habe, möchte ich hier nicht wiederholen. Insofern hatte ich von einer MFSL-SACD, made in 2025, mehr erwartet.
Essex Honey Blood Orange
Essex Honey (CD)
4 von 5 Sterne

Zurück aufs Land

Devonté Hynes will Frieden mit sich selbst schließen. Dafür entführt er den Zuhörer auf seinem neuen Album in die nördlich von London gelegene Grafschaft Essex, in der er aufwuchs. Aber nicht nur auf lyrischer Ebene löst Hynes alle Fesseln. Auch sein Cocktail aus Dance, R’N’B und Indie schießt auf “Essex Honey” direkt ins Blut.

Den Ruf des Insidertipps hat Hynes längst hinter sich. Bereits mit Projekten wie Test Icicles und Lightspeed Champion machte das englische Multitalent von sich reden. Doch erst unter dem Namen Blood Orange wurde er in den letzten Jahren zu einem viel beachteten Künstler, was auch an seinen etlichen und weit verstreuten Kooperationen liegt. Auch auf “Essex Honey”, seinem ersten Longplayer seit sieben Jahren, gibt es wieder zahlreiche Gäste. Und die haben es durchaus in sich. Neben langjährigen Freunden wie Brandon Yates von Turnstile und namhaften Stars wie Lorde wirken auch Underground-Legenden wie Yo La Tengo oder Lotti Golden und Richard Scher von den Elektro-Funk-Pionieren Warp 9 mit. Hynes, der hier als alleiniger Produzent alle Zügel in der Hand hält weiß diese vielen Einsprengsel in das Gesamtbild zu integrieren.

Die Songs auf “Essex Honey” sind von einem dicht verwobenen Klanggewand umspannt, welches keine Unregelmäßigkeiten duldet und dem Album einen schon fast reinlichen Charakter verpasst. Dieses musikalische Setting bildet den idealen Rahmen für Hynes Erzählungen. Im trübsinnigen “Countryside” transformiert er seine schmerzenden Erinnerungen in wunderschönen, schwebenden Dreampop. Die melancholische Hookline wird von der kanadischen Musikerin Eva Tolkin gesungen. Sie singt auch im entblätterten, von sanften Keyboards und verspielten Drumsounds begleiteten “Westerberg”. Hier wird nicht nur der Replacments-Song “Alex Chilton” zitiert, sondern auch Paul Westerberg höchstpersönlich gefeatured. Und wenn Hynes dann doch mal ausbricht, dann mit modernen, beschwingten Soul, so wie in “The Field”, in dem er Durutti Cullums “Sing To Me” sampelt oder mit softem Indie-Rock, so wie in “The Train (King’s Cross)”. “Essex Honey” ist Hynes’ bislang intimste- aber auch fordernste Arbeit, die ihn ein Stück weit weg vom Weltschmerz seiner bisherigen Veröffentlichungen- mehr in Richtung erwachsener Popmusik bewegt.
Number Ones (Red Vinyl) Michael Jackson
Number Ones (Red Vinyl) (LP)
4 von 5 Sterne
Klang:
4 von 5
Musik:
4 von 5
Pressqualität:
4 von 5

Die perfekte Einstiegsdroge in die Welt des King of Pop, darüber hinaus wunderhübsch anzusehen

Zugebenermaßen nerven die zahlreichen Kürzungen seit der CD-Veröffentlichung von Michael Jacksons NUMBER ONES im Jahr 2003. Gerade charakteristische Intros (THRILLER) und Outros (kriminell: der wunderschöne Abgang von YOU ARE NOT ALONE fehlt) fielen der Schere zum Opfer. Dafür wurde nunmehr das katastrophale Loudness-Mastering verschlimmbessert und wirkt wesentlich milder als jenes der CD, die meistens eh im güntigen Budget-Angebot zu finden war, seitdem MJ im Jahr 2009 überraschend verstorben ist. Die Erstpressungen von 1979 aufwärts werden aber immer besser klingen als das Destillat der NUMBER ONES. So fehlen beispielsweise Elemente des reichen Synthieteppichs in THRILLER, was wahrscheinlich auf die Abmischung von 2003 zurückzuführen ist, in der von Hause aus klanglich viel verloren gegangen ist. Die Vermutung liegt nahe, da einige der Edits speziell für die NUMBER ONES vorgenommen worden sind. Generell wirkt das Mastering sehr klinisch, steril und digital und lässt die Dynamik der Originale in ihren zumeist längeren Fassungen vermissen.
Dennoch hat man thematisch gesehen wohl eines der allumfassendsten Best ofs des King of Pop vorliegen in seiner künstlerisch spannendsten Periode, und zwar von den Studioalben OFF THE WALL bis INVINCIBLE, und das auch noch in willkommener chronologischen Reihenfolge. Warum sich damals WHO IS IT nicht die Pole Position sichern konnte und daher leider fehlt, darf dabei gerne hinterfragt werden. Ich behaupte jetzt einfach, dass das Essentielle des Essentiellen des ewigen Popkönigs vorhanden ist, wobei NUMBER ONES als Einstiegsdroge gefährlich ist: Sollte man noch nicht viel von MJ in der Plattensammlung haben, wird man sicher nach mehr von ihm schreien... dann sollte man sich bitte unbedingt DANGEROUS (mit WHO IS IT) und BAD in seiner unangetasteten Erstpressung von 1987 mit dem zusätzlichen Sprachintro in I JUST CAN'T STOP LOVING YOU und den Atemgeräuschen in SMOOTH CRIMINAL sichern!
Die "Solid Red Pressing" macht auf jeden Fall optisch viel her. Wie der Aufkleber auf der Einschweißfolie bereits ankündigt, handelt es sich um eine deckende Vinylfarbe und nichts Durchscheinendes, was ja gerade so angesagt zu sein scheint. Das farbige Material ist etwas anfällig gegenüber akustischen Oberflächengeräuschen, was ich im geringen Maße für mein Exemplar bestätigen kann. Jedoch halten sich die Knistergeräusche in einem vertretbaren Rahmen. Die NUMBER ONES mit ihrer Weniger-ist-mehr-Gestaltung ist insbesondere etwas fürs Auge und MJ-Sammler. Im Inneren der Klapphülle kehren zwei weitere Schwarzweißfotografien des King of Pop auf, die zu ihrer Zeit als Alternativcover der CD-Veröffentlichung hergehalten haben. Die roten Platten stecken in bedruckten ungefütterten Hüllen, die klar strukturiert Produktionsnotizen zu den einzelnen Titeln parat halten.
Inhaltlich brauchen MJ-Sammler das Ganze nicht unbedingt, es sei denn, man tut sich damit schwer, die 12" der damals neuen Ballade ONE MORE CHANCE aufzutreiben, welche damals nur der NUMBER ONES vorbehalten gewesen ist. Wer aber erstmal nach einem gut gebündelten Gesamteindruck vom Schaffen des Ausnahmekünstlers sucht oder einfach nur ein hübsches Souvenir, welches die Verbundenheit zu MJ ausdrücken soll, der wird mit NUMBER ONES (relativ) glücklich werden.
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