Rezensionsübersicht

55 Rezensionen
The Rising Bruce Springsteen
The Rising (LP)
5 von 5 Sterne
Klang:
5 von 5
Musik:
5 von 5
Pressqualität:
5 von 5

Grandioses Album

Nach „Born in the U.S.A.“ waren die folgende Alben nicht schlecht aber auch nicht überragend. Das der Boss mit diesem Album nochmal ,in die Vollen getroffen hat war kaum zu erwarten.
Das dem so war, war sicherlich auch der Tragödie von 9/11 geschuldet. Bruce schrieb Songs für,die Ewigkeit, er schrieb über den Schmerz, die Verletzbarkeit und der Unfähigkeit der amerikanischen Führung.
Niemand anders außer Bob Dylan mag so die Gefühle des einfachen Mannes einzufangen und in tollen emotionalen Texten zu verpacken.
Bruce ist U.S.A., Bruce ist working class.
Die zwei Scheiben sind prima gepresst und laufen sauber.
Klanglich alles topp und in der Dynamik richtig saftig. Keine Überdrehung mit Loudness oder anderer Gimmicks. Also ein tolles Gesamtpaket und preislich in Ordnung….
Månestein Kari Bremnes
Månestein (CD)
5 von 5 Sterne
Klang:
5 von 5
Musik:
5 von 5

Referenz

Frühe Aufnahme der Ausnahmesängerin, deren Stimme, mit allen Feinheiten aufgenommen, direkt die Emotionen anspricht. Dazu eine Band, bei der jeder Ton den Eindruck verstärkt bei der Aufnahme dabei zu sein.
Ultra (180g) Depeche Mode
Ultra (180g) (LP)
3 von 5 Sterne
Klang:
5 von 5
Musik:
5 von 5
Pressqualität:
2 von 5

Starker Sound, aber Warping-Problem

Der Klang dieser Schallplatte ist sehr gut, ebenso wie die Musik selbst – rundum ein gelungenes Album, das wirklich Spaß macht zu hören.

Leider gibt es deutliche Minuspunkte bei der Pressqualität. Ich habe die Platte bei mehreren Anbietern mehrfach bestellt und wieder zurückgeschickt, da jede einzelne ein starkes Warping aufwies. Da das Problem jedes Mal auftrat, gehe ich von einem Produktionsfehler aus.

Sehr schade, denn musikalisch und klanglich hätte diese Veröffentlichung eine deutlich bessere Verarbeitung verdient. Ich hoffe, andere haben mehr Glück mit der Qualität.
Symphonic Live (Live In Heineken Music Hall, Amsterdam / 2001) (Limited Edition) Yes
Symphonic Live (Live In Heineken Music Hall, Amsterdam / 2001) (Limited Edition) (CD)
4 von 5 Sterne
Klang:
4 von 5
Musik:
4 von 5

...eine interessante Wiederveröffentlichung...

Das Konzert von Yes vom 22.11.2001 in der Heineken Music Hall in Amsterdam wurde bereits 2002 als Doppel-DVD veröffentlicht. Nun wird der zweieinhalbstündige Mitschnitt remastert als Doppel-CD und Blu-ray, sowie als 4-LP-Set wiederveröffentlicht. Die Tour folgte der Veröffentlichung des Albums MAGNIFICATION, welches die Herren Anderson, Howe, Squire und White mit einem Symphonieorchester und ohne(!) Keyboarder – ein Novum in der Yes-Historie – eingespielten. Im Konzert beschränkte man sich auf drei Songs aus dieser CD, im Zentrum standen die üblichen Highlights wie “Close To The Edge”, “And You And I”, “I’ve Seen All Good People”, “Starship Trooper”oder “Roundabout”, wie auch die seltener gespielten epischen Longsong “The Gates Of Delirium” und “Ritual”, Seite/Track 4 aus TALES FROM TOPOGRAPHIC OCEANS. Zudem hatte Steve Howe sein übliches Gitarrensolo-Feature, wie auch der Hit aus der Trevor-Rabin-Zeit, “Owner Of A Lonely Heart” eingestreut wurde. Zur Tour hatte man außer dem European Festival Orchestra allerdings mit Tom Brislin auch wieder einen Keyboarder dabei, so dass auch entsprechende Tastensolos erklingen. Über den Sinn oder Unsinn eines Orchesters im Prog Rock kann man lange diskutieren, erfreulich ist hier, dass der Klangkörper nicht nur als bloße Staffage im Hintergrund eingesetzt wurde, durchaus komplexe Arrangements erklingen. Auch wenn YESSONGS das ultimative Live-Album von Yes bleibt, eine interessante Wiederveröffentlichung.
Resurrection Nicolas Delgado
Resurrection (CD)
4 von 5 Sterne
Klang:
4 von 5
Musik:
4 von 5

Abwechslungsreich, Top!

Der Wahlberliner Nicolas Delgado, der von Bogota/ Kolumbien, Studium in Barcelona und über München in die weltoffene deutsche Hauptstadt kam, eröffnet das Jahr 2026 mit seinem internationalem Quartett – Saxer Ori Jacobson stammt ursprünglich aus Israel, Bassgitarrist Francesco Beccaro aus Italien, nur Drummer Clemens Grassmann ist gebürtiger Berliner – vital und mitreißend. Alle Kompositionen stammen aus der Feder des Leaders, der auch in jedem Stück mit einem schönen Gitarrensolo zu hören ist, im klaren Sound oder leicht verzerrt. Von gepflegtem Midtempo über rockig-kraftvoll bis zum Uptempo bietet das Album ein abwechslungsreiches Spektrum, immer mit elastischem Rhythmus im modernen Bop-Style. Gelungene Kompositionen, gut hörbar, dabei aber nie trivial und packende Solos aller beteiligten Musiker sorgen für kurzweilige 50 Minuten in bester Qualität!
The Archaeoptimist Spock's Beard
The Archaeoptimist (CD)
4 von 5 Sterne
Klang:
4 von 5
Musik:
4 von 5

Welcome back!

Nachdem Sänger Ted Leonard und Bassist Dave Meros seit sechs Jahren bei den als Spock’s-Beard-Ableger gestarteten Pattern-Seeking Animals mitmischen, nach 2018 keine neue CD der Bärte erschienen ist, die Musiker sich zudem in Coverbands verdingen mussten, erfreut es umso mehr, dass Spock’s Beard, die die Rückkehr des Prog in Form des Retro Prog 1995 hauptsächlich einläuteten, ein neues Lebenszeichen in Form eines Album geben. Bekanntlich gibt es drei große Phasen, die die Band durchlaufen hat. Bis 2000 stand Neal Morse, danach Drummer Nick D'Virgilio und ab 2013 Ted Leonhard als Lead-Sänger im Rampenlicht. Nun hat Keyboarder Ryo Okumoto, schon seit dem zweiten Album 1996 Bandmitglied, erstmals das Zepter komplett übernommen, zusammen mit Michael Whiteman von I Am The Manic Whale, alle Kompositionen beigesteuert. Alan Morse und Ted Leonard liefern nur noch einige Lyrics. Auch wenn die Tasteninstrumente stark im Fokus stehen, erkennt der Fan seine Lieblingsband schon nach dem typischen Harmoniegesang des Openers sofort wieder. Der neue Drummer Nick Potters schiebt kraftvoll und raffiniert an. Die Band scheut sich wie gewohnt nicht vor komplexen und virtuosen Momenten, auch wenn man vor etwas schwülstigen Passagen nicht gefeit ist. Doch das Quintett findet immer wieder rechtzeitig die Wendung, Mellotronschwaden, flinke Gitarren- und Keyboardsolos über raffiniert-druckvoller Rhythmusgruppe, dazu die typischen mehrstimmigen Gesänge. Manches klingt vertraut, ist auch bewusst so gesetzt, wie in der X-Fortsetzung der “Thought”-Reihe, die Neal Morse als modernisierte Gentle-Giant-Referenz 1996 eröffnet hatte. So bietet “Afourthoughts” zwar keine neuen Erkenntnisse, reiht sich aber würdig in die Reihe ein. Das kann man auch als Fazit für das ganze Album ziehen. Die bis zu 21-minütigen Longsongs machen Spaß und bietet sehr gute Prog-Unterhaltung, wenn auch die frühen Klassiker unerreicht bleiben. Doch schön, dass die Bärte zurück sind, damit ein Prog-Highlight des Jahres präsentieren!
Ash Wing Ash Wing
Ash Wing (CD)
3 von 5 Sterne
Klang:
4 von 5
Musik:
3 von 5

Geschmackvoll....tolle Gäste

Das Quartett Ash Wing um Sängerin Sian Elson ist komplett identisch mit der walisischen Band The CSides Project, einer 2007 von Ex-Magenta-Musikern gegründeten Band, die 2024 ihr sechstes Album vorlegten. Warum nun der neue Bandname? Von ihrer Fixierung auf Rush hatten sie sich schon in der Vergangenheit etwas gelöst, grundsätzlich liegt keine totale Abkehr ihres Sounds vor. Im Zentrum steht die Sängerin Sian Elson, deren glockenklares Timbre immer wieder an Kate Bush denken lässt. Durch die Gastmusiker Rob Reed (keys) – hier ist wieder eine Verbindung zu Magenta – und Peter Jones, der mit Saxofon und Flöte für gelungene Erweiterungen des Sounds sorgt, bewegt man sich dann doch etwas von der Vorgängerband fort. Die Hälfte der Songs bewegen sich im Songmodus von um die vier Minuten, bieten eingängigen Melodic Rock und Art Pop. Die anderen Tracks dehnen sich bis zwölf Minuten und bieten Platz für atmosphärische Entwicklungen und instrumentale Ausflüge für Gitarre und Blasinstrumente (Peter Jones erweist sich als großer Pluspunkt). Der geschmackvolle Neo Prog zieht in Tracks wie “Shadows Of The Crows” kraftvoller an, das Riff weckt sogar Erinnerung an Led Zeppelins “Kashmir”. Ein gut hörbares, stimmungsvolles Album – nicht mehr, doch auch nicht weniger. Für den guten Klang sorgte Rob Reed, die CD-Aufmachung könnte dagegen etwas liebevoller sein.
Moby Dick Marco Bernard
Moby Dick (CD)
4 von 5 Sterne
Klang:
4 von 5
Musik:
4 von 5

Samurai Of Prog + Zugabe...

Schon das Artwork (Ed Unitsky) und die liebevolle Aufmachung verraten dem geneigten Fan sofort, dass hier eine neue Scheibe aus dem scheinbar unerschöpflichen Kosmos von Samurai Of Prog vorliegen muss. Auch wenn die CD unter dem Namen von Bassist Marco Bernard (zusammen mit Kimmo Pörsti ist er bekanntlich der Macher von SoP) läuft (seine zweite Soloscheibe), ist die Vorgehensweise identisch. Aus der Weltliteratur hat man einen Klassiker als Inspiration für ein Konzeptalbum gewählt (Herman Melvilles „Moby Dick“), verschiedene Keyboarder durften die Stücke beisteuern (u.a. auch hier die üblichen Verdächtigen wie Alessando Di Benedetti, Octavio Stampalia und Marco Grieco), ein Heerschaar von Musiker, darunter die Bandkollegen Steve Unruh und Kimmo Pörsti (wenn auch nur in einem Song an den Drums), setzen die bis zu elfminütigen Songs kompetent um. Sogar Pianist David Myers bekommt sein Feature, wenn hier auch im Duett mit Marco Bernard. Somit erklingen keine Überraschungen, jedoch eine hörenswerte, kurzweilige Retro-Prog-Scheibe in der Güte der SoP-Alben. Auf der Bonus-CD wagt sich Bernard in der Hauptsache an seine Lieblingssongs von u.a. Rush (“Anthem”, mit Sänger Sean Francis in typischer Geddy-Lee-Manier), Led Zeppelin (“Good Times Bad Times”, Sänger Steph Honde müht sich redlich, doch Plant ist halt ein Sanges-Gott), Frank Zappa (“Uncle Remus”, Sänger Yannick Papail kommt dem Zappa-Timbre recht nah, von Valentina Bruno kraftvoll unterstützt), Boston (“Foreplay/Long Time”, der Lieblingssong vieler Proggies von den AOR-Kings aus den USA), UK (“In The Dead Of Night”, Steve Unruh schlägt sich hier als Drummer wacker, auch wenn Bill Bruford ein Klasse für sich bleibt), P.F.M. (“Impressioni Di Settembre”, als Römer lag Bernard der neunminütige Song der italischen Proglegende sicher besonders am Herzen) und sogar Al Di Meola (“Race With Devil On A Spanish Highway”, virtuos, doch die Faszination des Originals kann nicht reproduziert werden). Im finalen Instrumental “Stories Of The Sea” stehen die Bässe im Zentrum, hierzu holt sich Bernard mit Michael Manring einen weiteren Tiefsaiter hinzu. Auch Tony Riveryman (g) und Marco Grieco (keys) erhalten ausgiebige Solospots. Man merkt den Jungs die Spielfreude an, auch wenn keine neuen Deutungen gelingen, die Klassiker unerreicht bleiben.
Age Of Fragility Marco Mattei
Age Of Fragility (CD)
3 von 5 Sterne
Klang:
4 von 5
Musik:
3 von 5

...pendeln zwischen atmosphärischem Art Rock, Singer-Songwritertum und Art Pop, teilweise mit Ethnozutaten...

Bereits der Opener “Just Tired” weckt Erinnerung an Solo-Alben von Peter Gabriel, wie auch die sensitiven Gitarrensounds an Robert Fripp der ersten Gabriel-LPs gemahnen. Auch wenn neben dem Multiinstrumentalist Marco Mattei weitere fünf Leadsänger auftreten, geht dem geneigten Hörer der Bezug zur englischen Prog-Legende nicht aus dem Sinn. Die Songs sind oft ruhig und fragil angelegt, so passt auch der Albumtitel recht gut zum Klangeindruck. Als Clou gelang es dem Italiener zudem mit Tony Levin (b) und Jerry Marotta (dr) Gabriel-Stammpersonal für die Aufnahmen zu gewinnen. Die entspannten Songs pendeln zwischen atmosphärischem Art Rock, Singer-Songwritertum und Art Pop, teilweise mit Ethnozutaten. Auch hier gibt es also Parallelen zum großen Vorbild, wie ebenso Wert auf eine hervorragende Klangqualität gelegt wird. Ein Album für melancholische Stunden...
Illusion Of Choice Retreat From Moscow
Illusion Of Choice (CD)
3 von 5 Sterne
Klang:
4 von 5
Musik:
3 von 5

...sich im Spannungsfeld von melodischem Rock bewegt, dabei Ingredienzien aus Neo Rock und etwas Hard Rock einbaut...

Ungewöhnlicher Bandname, ungewöhnlicher Werdegang. Das walisische Quartett, welches sich nach Napoleons Rückzug aus Moskau benannte, war ab 1979 drei Jahre aktiv. 2016 fand man wieder zusammen und veröffentlichte das erste Album mit altem und neuem Material. Nun liegt die dritte CD, die sich weiterhin im Spannungsfeld von melodischem Rock bewegt, dabei Ingredienzien aus Neo Rock und etwas Hard Rock einbaut. Die bis zu elf Minuten langen Songs bauen gekonnt Atmosphäre auf, stellen eingängige Melodien und nachvollziehbare Strukturen in den Mittelpunkt. Die Solospots von E-Gitarre und Orgel oder Synthesizer sind songdienlich, hier geht es nicht um Virtuosität. Die Drums grundieren stramm und solide, der quierlige Bass gefällt. Bands wie Asia oder vereinzelt Saga kommen einem in den Sinn. Dann bringen Flöte, keltische Harfe und Mandoline aber auch Folkelemente ins Spiel. Les Penning greift zudem in “Earth-Stepper” zur Blockflöte. Die Gastsängerinnen Jillian Slade und insbesondere Magentas Christina Booth veredeln zudem zwei Tracks. Eine grundsolide, angenehme Scheibe, die zudem mit interessanten Texten aufwartet.
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