Die Rettung der Wallabys
Auf einer Insel in Schottland leben Wallabys. Carries Vater setzt sich seit einigen Jahren für sie ein, doch so langsam schafft er es nicht mehr alleine, vor allem, da auf der Insel nun gebaut werden soll. Carrie reist also zurück in ihre Heimat, wo sie auf ihre Jugendliebe trifft, die ausgerechnet das Bauprojekt führt. Wird sie es schaffen, die Wallabys zu retten?
Mit Carrie und Marc habe ich mich etwas schwergetan. Allein oder im Kontakt zu anderen mochte ich beide gerne, zusammen mochte ich sie aber nicht wirklich. Sie sind noch verletzt von dem, was alles in der Vergangenheit passiert ist, was ich verstehen kann. Was ich aber nicht nachvollziehen kann, ist wenn man nach sieben Jahren nicht anders an die Kommunikation herangeht. Sie haben bereits erlebt, wie schlecht es ist, wenn sie nicht offen mit der anderen Person reden oder sich Sachen selbst dazudenken. Wäre es da nicht erwachsener, wenn man über seinen Schatten springt und ehrlich mit dem gegenüber spricht, auch wenn es schwer ist? Stattdessen reden sie nicht wirklich miteinander, denken sich einfach ihren Teil und gehen dann weg. Das hat mich auf Dauer etwas aufgeregt, da beide das machen und nicht nur einmal.
Das Buch hat gute Nebencharaktere, die mir sympathisch gewesen sind, allen voran Carries Vater und auch Fiona.
Die Handlung ist nicht schlecht, ich habe aber mehr erwartet. Der Einstieg hat mir gut gefallen. Er ist humorvoll gewesen und hatte eine gewisse Leichtigkeit. Das ändert sich nach ungefähr den ersten 50 Seiten. Die Geschichte wird ernster, was ich per se nicht schlimm finde, ich hätte mir aber insbesondere nach dem Einstieg eine humorvollere Geschichte gewünscht. In dem Buch gibt es vereinzelt kurze Abschnitte, die aus der Sicht von verschiedenen Tieren sind, was mir nicht wirklich gefallen hat. Die Idee an sich hätte interessant sein können, mich haben sie aber aus der Geschichte gerissen und meiner Meinung nach tragen sie nicht wirklich etwas zur Geschichte bei, was mich aber nur bedingt gestört hat, da man diese Abschnitte einfach überspringen kann. Weihnachtsstimmung kommt schon auf, hätte aber auch noch etwas mehr sein können.
Der Schreibstil ist gut. Ich hatte keine wirklichen Probleme damit, durch die Seiten zu kommen. Und auch wenn ich meine Kritikpunkte habe, ist die Geschichte kurzweilig gewesen.
Ich kann das Buch empfehlen, wenn man ein weihnachtliches Buch für Zwischendurch sucht, dass ein interessantes Setting hat und das Thema Tierschutz behandelt.