Der "irische Chopin"
John Field war ein Klaviervirtuose und Komponist zum eigenen Gebrauch: seine Sonaten, Nocturnes (er erfand diese Gattungsbezeichnung) und Konzerte schrieb er wie viele seiner Kollegen der Romantik, um seinen Ruhm auf Tourneen zu mehren - weniger, um "die Musik" als solche voranzubringen.
Dennoch sind es nicht rein circensische Leistungen, die Fields Landsmann O'Rourke zu Gehör bringt, sondern hörenswerte Klavierkompositionen ganz eigenen Stils. Die ruhig fließende Bewegung ist Fields Markenzeichen, Chopin hat sich hier übrigens einiges abgelauscht, und auch wenn der Pianist hier und da auch richtig "hinlangen" darf und Field an einer Stelle sogar ein regelrechtes Gewitter in die Partitur hineinkomponiert, herrscht doch der Eindruck von Gelassenheit vor, pastorale Stimmungen, sanfte Harmonien. So sind einige der vorgestellten Konzerte auch Kompilationen und die Nachbearbeiter konnten bruchlos das eine oder andere Nocturne anstelle eines Mittelsatzes einflechten.
Chandos bürgt wie immer für erstklassige Aufnahmetechnik - eine sehr schöne Box.