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    Jeremy Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 28. August 2010
    "Hilfreich"-Bewertungen: 17776

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    1544 Rezensionen

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    Swiss Radio Days Jazz Series Vol.40: Zürich 1959

    Swiss Radio Days Jazz Series Vol.40: Zürich 1959 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.01.2022
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Das nachmittägliches Radiostudio-warm-up vor dem abendlichen Doppelkonzert

    Als Ergänzung zum obigen Text hier das Line-up für das Horace Silver Quintet:
    Blue Mitchell – Trompete
    Junior Cook – Tenorsaxophon
    Horace Silver – Piano
    Gene Taylor – Bass
    Louis Hayes – Schlagzeug
    Angesagt in der CH-Presse war das abendliche Doppelkonzert im Zürcher Volkshaus am 5. März 1959. Doch bereits zu einem nachmittäglichen Radio-Studiokonzert hatten sich die beiden prominenten Hardbop-Formationen vor einer kleineren Zuhörerkulisse im Zürcher Radiostudio des damaligen "Schweizer Radio Beromünster" eingefunden, welches auf der vorliegenden CD mit fast 60-jähriger Verspätung endlich veröffentlicht wurde. Auch heute noch eine hochwillkommene Präziose aus dem riesigen zürcherischen Radio-Jazzarchiv. Das Rollins Trio ging seinen Set von fünf gespielten Titeln wie immer sehr spontan und den Inspirationen aus dem Moment heraus folgend an, während das Silver Quintet (CD-Tracks 6 bis 10) einen deutlich strukturierteren Ansatz pflegte, jedem Jazzkenner von Silvers Blue Note Platten bestens geläufig. Doch solistisch sind sämtliche hier festgehaltenen Titel beider Combos absoluter Spitzen-Hardbop…und die hier konservierte Musik erweist sich auch heute noch als kaum gealtert. In den Linernotes des Booklets findet sich u.a. eine kurzer Abriss von Yvan Ischer zu den "Swiss Radio Days Jazz Series", welche inzwischen grösstenteils auf CDs vorliegen. Dazu berührende Erinnerungen des Saxophonisten Charles Lloyd an seine ersten…und gelungenen…Kontaktierungsversuche mit seinem damaligen Übervater Sonny Rollins.
    Swiss Radio Days Jazz Series Vol. 31 (Live)

    Swiss Radio Days Jazz Series Vol. 31 (Live) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.12.2021
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Ein damals (anno 1960) sehr widersprüchlich beurteilter Miles Davis Auftritt

    In der Konzertreihe "Jazz At The Philharmonic" vom 8. April 1960 im Zürcher Kongresshaus präsentierte der US-Impresario Norman Grantz das Oscar Peterson Trio, das Stan Getz Quartet und zum krönenden Finale das Miles Davis Quintet. Der gesamte Konzertabend ist mittlerweile auf 3 Einzel-CDs des Labels TCB in hervorragender Tonqualität nachzuhören. Die Reaktionen in der damaligen Schweizerpresse waren äusserst unterschiedlich, ja geradezu widersprüchlich. So wurden die beiden ersten Konzertsets durchwegs gelobt, ja geradezu überschwänglich bejubelt. Doch Miles Davis' Set führte teils zu beinahe hässlichen Kontroversen, ja gar Ausfälligkeiten, und dies ausschliesslich wegen John Coltranes Soli. Dr. Jan Slawe, Jazzkritiker und Konzertrezensent in der "Neuen Zürcher Zeitung" bezichtigte sogar alle "diejenigen Jazzfans" in toto des puren Snobismus (sic!), welche an Coltranes sog. "Eskapaden"(sic!) Gefallen fanden! Gut zu wissen, dass sich nun jeder sein eigenes Bild davon machen kann, was denn damals an Coltranes Improvisationsansatz so abscheulich daherkam. Für mich war, ist und bleibt jedenfalls der Miles Davis Set von Zürich eine prägende Erinnerung. Gut, dass davon nun auch eine unverzichtbare CD vorliegt.
    Swiss Radio Days Jazz Series Vol. 20: Basel 1956 Part 2

    Swiss Radio Days Jazz Series Vol. 20: Basel 1956 Part 2 (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    26.12.2021
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Count Basie "live" in Basel featuring Vokalist Joe Williams

    Als Ergänzung zu meinem Kommentar zum Basie-Basel-Konzert von 1956 (siehe dort) finden sich auf der vorliegenden CD sechs Songs in dem der renommierte Bandvokalist Joe Williams ausgiebig zum Zuge kommt. Doch wem instrumentale Soli wichtiger als "vocals" sind, sei auf Vol.1 dieser musikalisch wie aufnahmetechnisch gelungenen, ja geradezu tollen und schon nahezu 60 Jahre alten Konserve verwiesen. Doch nur wer sich beide CDs zu Gemüte führt, bekommt auch heute noch einen hervorragenden Eindruck davon, was an US-Bigbandjazz der Spitzenklasse einst in "Old Europe" "live" zu erleben war. Ein herausragendes Basie-Dokument auf zwei CDs, und dies nicht nur für Basie- resp. Bigband-Romantiker.
    Swiss Radio Days Jazz Series  Vol. 19: Basel 1956

    Swiss Radio Days Jazz Series Vol. 19: Basel 1956 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    26.12.2021
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Das Count Basie Orchester in splendider Verfassung

    Die hier gespielten Titel sind mit Ausnahme des "Eddie Jones' Blues"(einem Feature für den gewichtigen Band-Bassisten) dem Kenner der neuauferstandenen Basie-Band wohl bekannt. Doch finden sich die elf ersten Tracks anderswo nirgends vereint auf einem einzigen Tonträger. Und aufnahmetechnisch geradezu sensationell für 1956 tönt diese Liveaufnahme aus Basel sogar transparenter als viele Basie-Studio-LPs aus den mittleren Fünfzigerjahren. Wer jedoch den Basieband-Vokalisten Joe Williams geniessen möchte, sei auf die 2. CD dieses Konzertes verwiesen(bei jpc ebenfalls im Angebot, und sogar günstiger zu erstehen als diese vorliegende "must-have CD für Bigbandfans".
    Lausanne 1953

    Lausanne 1953 (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    26.12.2021
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Eine konzertante Jamsession um Oscar Peterson von 1953

    In der vorliegenden Aufzeichnung einer frühen Konzertepisode von Norman Grantz' quasi zu seinem (sehr einträglichen) Geschäftsmodell gemachten "Jazz At The Philharmonic" ist der junge Oscar Peterson die zentrale Figur. Dazu finden sich auf der CD neben verdienten Altmeistern auch Gitarrist Barney Kessel und Bassist Ray Brown vom damaligen Peterson Trio. Dieses wirkte wohl 1953 geradezu modern neben den verdienten Senioren wie Lester Young, Charlie Shavers und dem etwas in Vergessenheit geratenen Altsaxophonist Willie Smith (Anmerkung: Doch der im obigen Begleittext aufgeführte Tenorsaxophonist Flip Phillips war allerdings nicht zugegen, ergo Fehlanzeige). Die bald 70-jährige Musikkonserve ist künstlerisch auch heute noch zu geniessen. Nicht zuletzt wegen des zu grandioser Höchstform angelaufenen, von Ideen in seinen Soli und auch als Begleiter nur so strotzenden Pianisten Oscar Peterson. Fazit: Ein grossartiges Dokument aus einer musikalischen Epoche, welche heute endgültig passé ist.
    Waltz For Debbie (+Bonus) (SHM-CD)

    Waltz For Debbie (+Bonus) (SHM-CD) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.12.2021
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Eine bald 60-jährige Preziose ohne Verfalldatum!

    Die Einspielung der schwedischen Sängerin Monica Zetterlund mit dem Bill Evans Trio gehört für mich zu den "all-time best" Vocal-CDs im Jazz, notabene mit Musik ohne Verfallsdatum! Das so zufällige wie glückliche Aufeinandertreffen von Schwedens wohl bekanntester Jazzsängerin (und Filmschauspielerin) Monica Zetterlund mit dem gastierenden Bill Evans Trio (Chuck Israels, Bass; Larry Bunker, Drums) im Aufnahmestudio geriet zu einer regelrechten Sternstunde. Zu Evans' grandiosen Arrangements mit Liedern aus dem "Great American Songbook" und dem Evans-Original "Waltz For Debby" arrangierte Evans drei schlichte, doch so berührende wie packende schwedische Volkslieder. Musikalisch zeigte sich das Trio in bester Spiellaune und musikalisch in Topform, inspirierend für die Sängerin, welche auf sich ganz auf die Gestaltung der Lieder beschränkt, ohne je zu improvisieren, doch letzteres dem grandios aufspielenden Trio überlässt. Die vorliegende CD wurde als LP bereits wiederholt aufgelegt und war auch des öftern wieder vergriffen. Die hier angebotene CD repräsentiert die ursprüngliche, von der LP sorgfälltigst auf CD transformierte Einspielung ohne die ursprünglich ausgemusterten und im obigen Titel irrtümlich aufgelisteten sechs Zusatztracks. Für mich eine absolut unverzichtbare musikalische Sternstunde ohne Verfalldatum!
    Swiss Radio Days Jazz Series Vol. 30

    Swiss Radio Days Jazz Series Vol. 30 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.12.2021
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5
    Zum obigen Begleittext ist wenig zu ergänzen. Die erst kürzliche Veröffentlichung des Peterson-Konzertes in Amsterdam, zwei Tage nach dem vorliegenden legendären Konzertmitschnitt im Zürcher Kongresshaus vom 8. April 1960, sowie der bisher von Jazzfans noch unkommentierte Mitschnitt des obigen Auftrittes verdient eine Empfehlung. Das Zürcher-Konzert war mit 42 Minuten Länge etwas kürzer als das Concergebouw-Rezital. Doch hier findet sich, quasi als Rarität, der von Jazzmusikern verschmähte Song "Politics And Poker" (aus dem heute vergessenen Musical "Fiorello" von Bock & Harnick), welcher ob all seiner fragwürdigen Zickigkeit vom Peterson-Trio als durchaus jazztauglich geadelt wurde. Zu erwähnen ist auch der hervorragende Kommentar von Olivier Senn im Begleitbooklet zur CD. Und die Tonqualität des Mitschnittes bleibt auch nach 60 Jahren untadelig von A bis Z. Dasselbe gilt, auf einen kurzen Nenner gebracht, auch heute noch für die unglaublich swingende, hoch dynamische Musik und die künstlerische Dramaturgie in der Triomusik dieser legendären Formation. Kurz: Eine "must have"-Konzertaufnahme!
    Live In Amsterdam 1960

    Live In Amsterdam 1960 (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    21.12.2021
    Klang:
    3 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Das Oscar Peterson Trio 1960 in Bestform - und nach 60 Jahren endlich auf CD veröffentlicht

    Oscar Peterson in seiner ersten regulären Triobesetzung mit Bass und Schlagzeug (Ray Brown und Ed Thigpen) anno 1960 live aus dem Concertgebouw in Amsterdam! Für die Veröffentlichung dieses legendären Mitschnittes aus der Reihe "Jazz At The Philharmonic" mussten wir uns gedulden. Doch das Warten hat sich gelohnt: In der Tat ein Live-Mitschnitt ohne Verfalldatum! Nach Trios mit Piano, Gitarre und Bass in der Nachfolge von Nat King Cole und Art Tatum wechselte Peterson zur vorliegenden Besetzung mit Bass und Drums. Und im Rückblick auf unzählige Peterson-Trios gilt das Trio mit Brown und Thigpen für viele Peterson-Fans noch heute als das allerbeste, verewigt auf LPs und CDs en masse. Das Konzert in Amsterdam wurde am 10. April 1960 in seiner vollen Länge von 52 Minuten mitgeschnitten mit z.T. identischen Tunes wie im Zürcher-Konzert vom 8. April. Doch die hier enthaltenen Titel 5, 6 und 7 waren in Zürich nicht zu hören. Und für meine Klangvorstellung wird hier auch die Zürcher-Aufnahme des Peterson-Trios nicht ganz erreicht. Doch meine wärmste Empfehlung für diese Präziose hat dieser Mitschnitt allemal!
    Mosaic

    Mosaic (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    19.12.2021
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Kendra Shank: Still another well-kept secret

    Den Ausspruch in meiner Empfehlung verdanke ich der Einschätzung, welche die britische Vokalistin Norma Winstone dem Pianisten Jimmy Rowles verdankt. Rowles' Worte treffen zu 100% auch auf die seit Jahren in New York aktive Kendra Shank zu. Ihr Name erinnert an den grossen Westcoast-Altosaxophonisten Bud Shank, tatsächlich ein ferner Verwandter von Kendra Shank. Für Insider der NY-Szene ist Kendra Shank seit Jahren ein unverzichtbarer und fester Wert. Ihre wöchentlichen Sessions im Village-Quartier mit handverlesenen Sidemen zeugen aufs Schönste auch für Kendras musikalischen Respekt von seitens der besten ihres Metiers. Auf der vorliegenden CD sind dies der Ende 2020 unerwartet verschiedene Pianist Frank Kimbrough, Dean Johnson (bass), Drummer Tony Moreno und die beiden speziell eingeladenen Gäste Billy Drews (Saxophone und Klarinette) und der grandiose Gitarrist Ben Monder. Das Programm oszilliert zwischen bekannten und weniger geläufigen Standards, Jazzstandards (u.a. von Bill Evans und Cedar Walton), dem Ellington-Tribut "For Duke" von Kimbrough und seiner Gemahlin Maryanne de Prophetis, zwei Titeln des Avantgarde-Pianisten Ken Nurock, einem popnahen Song von Carole King etc. Eine von mir warm empfohlene CD für alle Jazzliebhaber auf der Suche nach Vocaljazz abseits ausgetretener Pfade.
    Swiss Radio Days Vol. 29: Live In Zürich 1960

    Swiss Radio Days Vol. 29: Live In Zürich 1960 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    17.12.2021
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Das Stan Getz Konzert von 1960 in Zürich - legendär und aus einem Guss!

    Von der legendären Frühjahr-1960-Konzertreihe "Jazz At The Philharmonic" (Oscar Peterson Trio, Stan Getz Quartet, Miles Davis Quintet) wurden im Laufe der Jahre immer wieder Mitschnitte veröffentlicht (legale LPs/CDs doch leider auch Raubkopien, letztere oft in schrecklicher Ton- und Fertigungsqualität). Ein (immerhin vertretbarer, ja durchaus gelungener) Sampler mit Ausschnitten aus den drei Getz-Konzerten in Amsterdam, Düsseldorf und Zürich findet sich auf dem Label "Fresh Sound Records". Getz' Düsseldorfer-Mitschnitt, tolle Musik, doch in fragwürdiger Fertigung erschien auf "Jazzline", aus Stockholm gibt's zwei Tracks auf dem skandinavischen Label "JazzTwin". Doch nur die erstmals auf dem schweizerischen Label "TCB-Swiss Radio Days Jazz Series) erschienene Konzertaufnahme vom 8. April 1960 dokumentiert, mitgeschnitten vom schweizerischen Radio, das Getz-Quartett (Jan Johansson, piano, Ray Brown, bass, Ed Thigpen) in Getz' komplettem Set und im korrekten zeitlichen Konzertverlauf, dazu in technisch hervorragender Qualität. Meine ergänzenden Kommentare zur Musik kann ich mir hier ersparen. Diese findet der interessierte Jazz-Aficionado in meinen Kommentaren zur Fresh Sound resp. Jazzline CD resp. LP. Doch immerhin gut zu wissen, dass der ursprünglich auf TCB erschienene legendäre Konzertmitschnitt bei jpc und auf der vorliegenden Japan-CD wieder erhältlich ist.
    Conner's Days

    Conner's Days (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    15.12.2021
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Ein noch zu entdeckendes neues Piano-Trio stellt sich vor

    Ari Hoenig, der Leader dieses Pianotrios, ist den informierteren Jazzfans als langjähriger Partner (und oft auch explosiv agierender) Drummer des bekannten New Yorker Pianisten Kenny Werner ein Begriff. Doch immer wieder hat der 1973 in Philadelphia geborene Hoenig auch mit eigenen, ja eigensinnigen, Einspielungen aufhorchen lassen. Die vorliegende Trio-CD mit den beiden aus Israel emigrierten,15 Jahre jüngeren, Partnern Nitai Hershkovits (piano) und Or Bareket (bass) entstand als krönender Abschluss einer US-Westcoast-Tour (mit dem Roadie namens Conner, dem die CD den Titel verdankt) und kommt für Hoenig-verwöhnte recht konventionell daher. Ende 2017 im Studio eingespielt, präsentiert das Trio ein musikalisch gut durchmischtes Programm aus vier Standard-Tunes, dem Ellington-Klassiker "Prelude to a Kiss", Hoenig Originals und der Kollektivimprovisation "Figuration". Von beiden Hoenig-Sidemen dürfte der hochtalentierte Pianist Hershkovits als ehemaliger Partner des vormaligen Chick Corea Bassisten Avishai Cohen etwas besser bekannt sein als der musikalisch überzeugende Bassist Or Bareket. Insgesamt eine sorgfältig produzierte, gelungene Trio-CD mit abwechslungsreicher und durchaus auch mal überraschender und packender Musik.
    Live In Düsseldorf 1960 (remastered) (180g)

    Live In Düsseldorf 1960 (remastered) (180g) (LP)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    14.12.2021
    Klang:
    3 von 5
    Musik:
    5 von 5
    Pressqualität:
    4 von 5

    Hervorragende Musik mit einem Stan Getz in Hochform, doch ein etwas fragwürdiger Klang

    Die vorliegende LP ist punkto Klang der CD des Stan Getz Quartettes zwar deutlich überlegen. Doch die Musik ist auch heute noch absolut grossartig, Stan Getz in Superform. Letzteres ist wohl auf Getz' temporären Exodus von New York nach Dänemark zurückzuführen, wo er für ein paar Monate residierte, nicht zuletzt um seinen Drogenproblemen (einmal mehr!) zu entkommen. Davon profitierte, hier bestens hörbar, auch seine Musik: Relaxed, unaufgeregt locker swingend und geprägt von seiner geradezu sprichwörtlichen dramaturgischen Uebersicht. Weitere Details finden sich im hervorragenden obigen Text von Karsten Mützelfeld. Mein Ratschlag: Unbedingt die LP dieses Konzertes der leider unsorgfältig gemasterten CD vorziehen.
    Milestones Of A Legend - 18 Original Albums

    Milestones Of A Legend - 18 Original Albums (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    13.12.2021
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Eine weiter unverzichtbare Stan-Getz-CD-Kollektion

    Der grandiose Tenorsaxophonist Stan Getz muss hier nicht mehr näher vorgestellt werden. Die vorliegende CD-Box (die zweite Getz-Kompilation des Labels Documents) enthält erneut ursprünglich 18 Getz-LPs auf 10 CDs aus der für Getz künstlerisch äusserst ergiebigen Zeitspanne von 1953 bis 1962. Darunter die Millionenseller "Jazz Samba" und "Big Band Bossa Nova" von 1962. Und zum angebotenen Superpreis nehme ich sogar die für mich etwas fragwürdigen beiden Einspielungen mit Streichern in Kauf (die CDs 9 mit der ursprünglichen LP "Cool Velvet" und die auf der 8. CD deutlich gelungenere ehemalige LP "Stan Getz - Composed and arranged by Eddie Sauter"). Enthalten sind auch Raritäten wie die lange Zeit vergriffene Einspielung mit dem Oscar Peterson Trio von 1957 (CD 6) und die 9.CD mit dem Bassvirtuosen Scott LaFaro (1958) mit dem Cal Tjader Sextet (dabei auch u.a. Drummer Billy Higgins). Meine unbedingte Empfehlung: Zugreifen, solange diese Preziose im Angebot ist!
    Ancestors

    Ancestors (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    12.12.2021
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Eine jazzistische Gesprächsrunde zu dritt

    Der im Dezember 2020 unerwartet verstorbene Frank Kimbrough bleibt einem breiteren Kreis von Jazzaficionados in erster Linie als langjähriger Pianist im "Maria Schneider Jazz Orchestra" in bester Erinnerung. Während dieses Grossorchester einen stark strukturierten Ansatz pflegt, favorisierte Kimbrough in seinen Kleinformationen einen durch und durch improvisatorischen "conversational approach", d.h. eine musikalisch unvorbereitete Session, vergleichbar einem Gespräch mit Gedankenaustausch wie an einem Stammtisch. Dies war hörbar auch der Fall beim vorliegenden musikalischen Austausch zwischen Kimbrough und seinen langjährigen Freunden, dem Bassisten Masa Kamaguchi und dem Kornettisten Kirk Knuffke, bei dem sich das Trio über musikalische Skizzen und Gedankenblitze aller beteiligten Teilnehmer austauschte...und dabei auch mal in die Haare geriet...nur, um sich nachher musikantisch und in bester Eintracht wieder zu versöhnen. Für die Zuhörer spannend mitzuverfolgen bleibt dieses Unternehmen allemal, mit der Fülle von improvisatorischen Funken, die bei diesen drei Könnern hin und her fliegen.
    Play John Coltrane

    Play John Coltrane (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    12.12.2021
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    John Coltranes Kompositionen überraschend und pfiffig neu beleuchtet

    Der junge (und in Europa noch weitgehend unbekannte) New Yorker Drummer firmiert als Leader diese bereits seit bald zehn Jahren bestehenden Pianotrios mit dem Pianisten Jacob Sacks und dem japanischen Bassisten Masa Kamaguchi. Auch wenn Kamaguchi seinen Wohnsitz inzwischen nach Barcelona verlegt hat, treffen sich die drei bestens eingespielten Kollegen zu einer alljährlichen Studiosession, die dem kompositorischen Werk eines für den Jazz massgeblichen Künstlers gewidmet ist. Mit der höchst originellen neuen Sichtweise auf John Coltrane als Komponist legt das Trio seine soeben erschienene neueste Einspielung vor. Die Jazzmusiker/Komponisten Lee Morgan, Benny Golson, Tadd Dameron, Sonny Rollins, und die "Great American Songbook"-Composers Cy Coleman, Harold Arlen, Johnny Mandel wurden bereits in früheren Trio-CDs auf höchst originelle und auf bisher noch nie derart neu beleuchtete Art improvisatorisch angegangen (alle diese CDs sind bei jpc weiterhin im Angebot und lohnen die Erkundung!). Wer mit den hier gespielten Coltrane-Kompositionen und -Versionen bereits vertraut ist, kommt mit den angebotenen, höchst kreativen Sperrazza-, Sacks-, Kamaguchi-Interpretationen und Umdeutungen ganz schön ins Staunen, ergo meine unbedingte Empfehlung für diese von A bis Z gelungene CD!
    Waltz For Debby (+Bonus) (SHM-CD)

    Waltz For Debby (+Bonus) (SHM-CD) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.12.2021
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Eine absolut unverzichtbare Preziose von anno 1964!

    Leider fehlt ein Begleittext zu dieser legendären Einspielung mit der schwedischen Sängerin Monica Zetterlund mit dem Bill Evans Trio, für mich eine der besten Gesangs-CDs im Jazz mit Musik ohne Verfallsdatum! Es war eine so zufällige wie glückliche Fügung, dass die in Schweden bestens bekannte Sängerin (und Filmschauspielerin) Monica Zetterlund und das damalige Bill Evans Trio (Chuck Israels, Bass; Larry Bunker, Drums) sich zu dieser Aufnahmesitzung im Studio trafen. Zu Evans' grandiosen Arrangements mit Liedern aus dem "Great American Songbook" und dem Evans-Original "Waltz For Debby" finden sich drei schwedische Volkslieder, welche noch heute tränenrührend packend, berührend und schlicht & einfach unglaublich schön klingen. Musikalisch zeigt sich das Trio in absoluter Höchstform, hörbar inspirierend für Monica Zetterlund, welche auf improvisatorische Eskapaden und Improvisationen völlig verzichtet.....und diese exklusiv dem grandios aufspielenden Trio überlässt. Die vorliegende CD wurde u.a. bereits 1997 in der 18-teiligen Box "The Complete Bill Evans On Verve" veröffentlicht. Diese Trouvaille ist längst vergriffen und wird antiquarisch zu prohibitiven Preisen gelegentlich noch angeboten. Aus dieser Box stammt auch der aus dem Rahmen fallende Extratrack 16, auf dem Bill Evans als Sänger (doch, doch!) des bekannten US-Weihnachtsliedes zu hören ist. Nicht ganz ernst gemeint von Bill dem in der Rolle als Crooner, doch allemal amüsant als ein etwas fragwürdiges Encore.
    Rose Of Lifta

    Rose Of Lifta (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    10.12.2021
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Modern aufbereiteter aktueller Cooljazz aus der brodelnden New-York-Jazzszene

    Die russisch-israelitische Tenorsaxophonistin Lena Bloch lebte und arbeitete vor ihrem Domizilwechsel nach New York vor über 10 Jahren für kurze Zeit auch in Deutschland, ist aber hier noch zu entdecken. Zumindest für die beiden renommierten Saxophonisten Lee Konitz und Joe Lovano zählt Lena Bloch zu den "all-time favorites", und dies auch bei der dortigen jazz community. Mit ihrem seit gut 10 Jahren bestehenden, prominent besetzten Quartett mit Russ Lossing, Piano, Cameron Brown, Bass und dem unkonventionellen Drummer Billy Mintz, ist soeben die vorliegende neueste CD des Lena Bloch Quartetts beim innovativen spanischen Label "Fresh Sound Records" erschienen. Auch wenn Blochs stilistische Wurzeln noch hörbar im melodischen Cooljazz von Warne Marsh und der Lennie-Tristano-Schule verankert sind, schafft es die stilistisch deutlich moderner agierende hervorragende Rhythmusgruppe um den unglaublich einfallsreichen Pianisten Russ Lossing, Lena hinauf in neuen jazzistische Höhen zu katapultieren. Eine unbedingt empfehlenswerte aktuelle Quartett-CD, vor allem auch für Saxophonliebhaber jenseits von John Coltranes omnipräsenter Stilistik.
    Milestones Of A Jazz Legend

    Milestones Of A Jazz Legend (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    09.12.2021
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    5 von 5

    ....und unten die komplette Liste der gespielten Tracks.....

    ...der urprünglich auf 18 einzelnen LPs enthaltenen Getz-Preziosen.
    Eine mit viel Jazz-Knowhow zusammengestellte weitere Getz-Kompilation in einer vor ein paar Monaten neu herausgebrachten Sammlung, welche vorher mit anderen Tracks doch demselben Coverbild greifbar war. Etwas verwirrlich, vor allem für alle Getz-Aficionados, welche bereits die ältere Version der Box haben. Doch diese neue Box ist unbedingt empfehlenswert!

    TRACKS
    Autumn in New York/Embraceable You/What's New?
    Jordu
    Half-Breed Apache
    On The Alamo
    Gone With The Wind
    Yesterdays
    Sweetie Pie
    You Go To My Head
    Hershey Bar
    Cherokee
    Ballad Medley: Tenderly/Autumn in New York/East of the Sun and West of the Moon/I Can't Get Started
    Louise
    Jumpin' at the Woodside
    Gladys
    Let's Fall in Love
    Anything Goes
    Too Close for Comfort
    That Old Feeling
    This Can't Be Love
    A Ballad
    It Don't Mean A Thing (If It Ain't Got That Swing)
    I Let a Song Go out of My Heart
    Exactly Like You
    It's The Talk Of The Town
    Impromptu
    One Alone
    Girl Of My Dreams
    Siboney Part 1
    Siboney Part 2
    I've Grown Accustomed To Her Face
    For All We Know
    Ginza Samba
    Crow's Nest
    Liz Anne
    Big Bear
    My Buddy
    Manha de Carnaval (Morning of the Carnival)
    Balancaoo no Samba (Street Dance)
    Melancolico (Melancholy)
    Entre Amigos (Sympathy Between Friends)
    Chega de Saudade (No More Blues)
    Noite Triste (Night Sadness)
    Samba de Uma Nota (One Note Samba)
    Bim Bom
    I Want to Be Happy
    Pennies from Heaven
    Ballad Medley: Bewitched, Bothered and Bewildered/I Don't Know Why Do)/How Long Has This Been Going On? /I Can't Get Started/Polka Dots and Moonbeams
    I'm Glad There Is You
    Tour's End
    I Was Doing All Right
    Bronx Blues
    Desafinado
    Samba Dees Days
    O Pato
    Samba Triste
    Samba de Uma Nota
    Ã Luxo
    Bahia (aka 'Baia')
    There's a Lull in My Life
    More Than You Know
    What Will I Tell My Heart?
    I Never Had a Chance
    Close Your Eyes
    We'll Be Together Again
    Then I'll Be Tired of You
    Like Someone in Love
    Midnight Sun
    I Thought About You
    You're Blasé
    Night Wind
    What's New?
    Hurry Home
    How Long Has This Been Goin' On?
    You´re Drivin' Me Crazy
    Lover, Come Back to Me
    Ain't Nobody's Business If I Do
    Billie's Blues
    Miss Brown To You
    Detour Ahead
    Strange Fruit
    All Of Me
    I Loves You Porgy
    Be-Bop
    We
    Dark Eyes
    Lover Come Back To Me
    Stella by Starlight
    Time on My Hands
    Tis Autumn
    The Way You Look Tonight
    Lover, Come Back to Me
    Body and Soul
    Stars Fell on Alabama
    You Turned the Tables on Me
    Thanks for the Memory
    Hymn of the Orient
    These Foolish Things
    How Deep Is the Ocean?
    Dizzy Atmosphere
    Ballad Medley: I'm Thru With Love/Without A Word Of Warning/Sweet Lorraine/Love Walked In/September Song
    Ballad Medley: On The Alamo/Stompin' At The Savoy/ This Time The Dream's On Me/Time After Time/Gone With The Wind
    The Way You Look Tonight
    Minuet Circa '61
    Who Could Care?
    Nice Work If You Can Get It
    Thump, Thump, Thump
    A Nightingale Sang in Berkeley Square
    Love Jumped Out
    Billie's Bounce
    My Funny Valentine
    Crazy Rhythm
    Blues In The Closet
    Pap's Blues
    Big Red's Boogie Woogie
    Tin Roof Blues
    Soft Winds
    Royal Garden Blues
    Patti Cake
    Blues For Janet
    Blues For Junior
    Apple Jam
    Ballad Medley: a) Indian Summer/ b)Willow Weep For Me / c) If I Had You/ d) Ghost Of A Chance/ e) Love Walked In/ f) Sophisticated Lady/ g) Nancy/ h) I Hadn't Anyone
    Stan Getz Quartet Live in Düsseldorf 1960

    Stan Getz Quartet Live in Düsseldorf 1960 (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    08.12.2021
    Klang:
    2 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Musik absolut top....doch Sound flop(leider,leider!)

    Die gravierenden Vorbehalte in der anonym- Einschätzung dieser CD punkto Sound sind leider zutreffend. Schade, denn der musikalisch-künstlerische Gehalt dieses Konzertmitschnittes hätte wahrlich eine viel bessere CD-Fertigung verdient. Immerhin, eine empfehlenswerte Alternative zu dieser Konzerttour von 1960 existiert. Es handelt sich um die Stan Getz CD "Stan Getz Quartet-Live in Amsterdam, Düsseldorf & Zürich 1960"(Fresh Sound). Darauf sind zwei der oben enthaltenen Düsseldorf-Tracks in optimaler Qualität zu erleben. Die erwähnte CD wird ebenfalls von jpc angeboten. Siehe dort.
    Live In Amsterdam, Düsseldorf & Zürich 1960

    Live In Amsterdam, Düsseldorf & Zürich 1960 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.12.2021
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Ein Getz-Konzertsampler von 1960 mit lauter Höhepunkten

    Allgemeine und sehr gelungene Hintergrundinformationen zu diesem grandiosen Konzertsampler findet der Interessierte im umfangreichen jpc-Text von Karsten Mützelfeldt zur Getz-LP "Live In Düsseldorf 1960"(siehe dort). Doch würde ich auf jeden Fall die obige "Fresh Sound" CD der Düsseldorf-LP resp. -CD vorziehen: Zwar ist das Düsseldorfer-Konzert in musikalischer Hinsicht absolut grossartig, doch der Sound auf dem Jazzline-Mitschnitt ist doch eher eine Zumutung. So ist der Sound beim obigen Sampler aus den drei Getz-Konzertaufnahmen nicht zu beanstanden. Tracks 1 bis 7 wurden am 10. April 1960 im Concertgebouw Amsterdam mitgeschnitten, Tracks 8 und 9 am 28. März in der Düsseldorfer Rheinhalle und die beiden letzten Titel am 8. April 1960 im Zürcher Kongresshaus. Getz und seine Rhythmusgruppe zeigten sich in bester Spiellaune, locker, relaxed, inspiriert und von einem mitreissenden Stan Getz zu gegenseitig ansteckenden musikantischen Höhenflügen angekickt. Grossartige Musik, und dies selbst noch 60 Jahre nach dem Mitschnitt!
    Improvised Meditations...

    Improvised Meditations... (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    04.12.2021
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Lest we forget: MJQ-Pianist Johne Lewis

    Die Einspielungen des "Modern Jazz Quartet" gehören unangefochten zum Kanon des Jazz, unverzichtbare diskographische Veröffentlichungen. Qualitativ auf dem gleich hohen Niveau, doch allgemein etwas weniger bekannt sind Pianist John Lewis'(1920-2001) LPs/CDs unter eigenem Namen, so etwa die grandiose Trio-Einspielung "Improvised Meditations & Excursions"(1959 auf Atlantic Records) mit den Bassisten George Duvivier resp. Percy Heath und dem Drummer Connie Kay, auf der hier empfohlenen Kompilation greifbar in den ersten 7 Tracks. (Anmerkung: Titel Nr.4 ist falsch etikettiert, richtig ist "Love Me", komponiert von Lewis). Die weiteren Songs der vorliegenden CD stammen von den Lewis-CDs/LPs "The John Lewis Piano" und "The Wonderful World Of Jazz". Doch für mich bleiben die ersten 7 Titel unverzichtbar. Allein der Charlie-Parker-Opener "Now's The Time" ist und bleibt ein absolutes Highlight in Gestaltung, Dynamik, melodiöser Phantasie und punkto "timing and spacing". Und der früh verstorbene schwedische Pianist Jan Johansson zählte die ursprünglich Lewis-Trio-LP zur Hauptinspirationsquelle für seine legendären Duos "Jazz Pa Svenska" und "Jazz Pa Ryska" über schwedische resp. russische Volksweisen.
    Jazz På Svenska (remastered) (180g)

    Jazz På Svenska (remastered) (180g) (LP)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    04.12.2021
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    5 von 5
    Pressqualität:
    4 von 5

    Ein, resp. DER Meilenstein des europäischen Jazz.

    Der jung verstorbene schwedische Pianist Jan Johansson(1931-1968) hat mit seinem Bassisten Georg Riedel die vorliegenden Duos über traditionelle schwedische Volksweisen und -tänze anno 1962 eingespielt. Die geradezu legendäre LP-Aufnahme, immer mal wiederveröffentlicht, hat in der Folge dem schwedischen und etwas später auch dem europäischen Jazz zu weltweiter Beachtung verholfen. Hier findet sich das neueste Release vom Herbst 2021, ergänzt mit einigen Zusatztracks. Fazit: Die legendären Duos haben 60 lange Jahre bestens überstanden, klingen noch immer so frisch, so unbeschwert leicht, so berührend und so berückend schön wie eh und je! Kurz: Eine unverzichtbare CD resp. LP, die in jede Sammlung gehört!
    Jazz Pa Svenska: Swedish Folk Songs

    Jazz Pa Svenska: Swedish Folk Songs (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    04.12.2021
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Ein, resp. DER Meilenstein des europäischen Jazz.

    Der jung verstorbene schwedische Pianist Jan Johansson(1931-1968) hat mit seinem Bassisten Georg Riedel die vorliegenden Duos über traditionelle schwedische Volksweisen und -tänze anno 1962 eingespielt. Die geradezu legendäre LP-Aufnahme, immer mal wiederveröffentlicht, hat in der Folge dem schwedischen und etwas später auch dem europäischen Jazz zu weltweiter Beachtung verholfen. Hier findet sich das neueste Release vom Herbst 2021, ergänzt mit einigen Zusatztracks. Fazit: Die legendären Duos haben 60 lange Jahre bestens überstanden, klingen noch immer so frisch, so unbeschwert leicht, so berührend und so berückend schön wie eh und je! Kurz: Eine unverzichtbare CD resp. LP, die in jede Sammlung gehört!
    Tilt

    Tilt (CD)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    30.11.2021
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    1 von 5

    Schräge "Musik"(?) und erst noch in Schieflage

    Der Ausdruck "tilt", im weitesten Sinn auf deutsch mit "schräg" zu übersetzen, gibt in etwa vor, wie die mehr als seltsam (nach einem anno 1881 geborenen US-Hürdenläufer!!) benamste schweizerisch-deutsche Musikantentruppe ihr neuestes opus klassifiziert haben will. Und ob man denn die gespielte Musik als Jazz durchgehen lassen will, bleibt Ansichtssache. Möglich, dass wer sich im weitesten Sinne vom musikalischen Ansatz von Frank Zappa beeindrucken liess, bei vergleichbaren Sounds landet, wie bei "Tilt" präsentiert. Doch was zumindest bei Zappa für mich innovativ, provozierend und auch professionell klang, endet im faden Abklatsch auf "Tilt" in "musikalischen" Peinlichkeiten sonder Zahl. Und als in der Jazzmusik von Louis Armstrong bis zum Freejazz von Ornette Coleman und darüber hinaus sozialisierter Jazz-Aficionado bleibt mir nach Anhören der vorliegenden Tilt-Schräglage wenig Haltbares und Erinnerungswertes, dafür ein ganzer Haufen von Aergerlichem, quasi eine weitere "musikalische" Illustration zu Harry G. Frankfurters berühmtem Essay "On Bullshit".
    Shadow Plays

    Shadow Plays (CD)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    28.11.2021
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    3 von 5

    Freies pianistisches Präludieren in einem "Stream of conciousness"-Ansatz

    Konsultiert man den Ausstoss der internationalen Jazzpresse zum Pianisten Craig Taborn, wird man mit allerlei hochtrabenden bis hin zu grandiosen Floskeln en masse ein- resp. geradezu zugedeckt. So ist etwa die Schreibe von einer "Welt der geflüsterten, weiten, würdigen Abstandsfiguren, klingelnden Obertönen, verdampfenden Echos und finsteren kontrapunktischen Kaskaden.“ Und in der PR-Ankündigung vom Label ECM ist gar die Rede von einem "atemberaubenden Live-Konzert", in welchem Taborn "auf dem Wege der Erforschung von Klängen und Stille festgehalten wurde", allwo er "mittels wirbelnder Farben, Dichten(???) und Formen neue Musik im Moment kreiert" haben soll "mit sowohl poetischer Vorstellungskraft als auch mit eisernem Griff auf sein spontan generiertes Material". Zugegeben, für meinen Geschmack etwas "too much promotional Blabla". Doch im Vergleich mit den hochgelobten früheren ECM-Solopiano-Einspielungen von u.a. Chick Corea, Paul Bley, Steve Kuhn, Richie Beirach, Keith Jarrett bleibt für mich der vorliegende Live-Mitschnitt von Taborn ganz klar 2. Klasse: Nett anzuhören, was Taborn aus dem Moment heraus musikalisch einfällt, doch die Verarbeitung des "stream of conciousness"(so der Fachausdruck für diesen Improvisationsansatz) liefert zumindest für mich wenig Haltbares über den Moment hinaus.
    1026 bis 1050 von 1544 Rezensionen
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