Humorvolle Westerngeschichte mit typischem Flair und christlicher Botschaft
Buchinhalt:
Abigail, Tochter einer gut situierten Familie im Boston des ausgehenden 19. Jahrhunderts, verschlägt es in eine abgelegene Kleinstadt in der Prärie von Kansas. Dort haben die ledigen Männer – allesamt ungehobelte Raubeine – Bräute über eine Heiratsvermittlung „bestellt“. Abigails Auftrag ist es, die Männer vorher in Sitte und Etikette zu unterrichten. Abigail selbst ist quasi übrig geblieben – ihre schroffe und überhebliche Art hatten bislang noch jeden potentiellen Heiratskandidaten vertrieben. In Spiveyville trifft sie dann schließlich auf den Ladenbesitzer Mack…
Persönlicher Eindruck:
Eine Westerngeschichte, die das Flair der damaligen Zeit, eine gute Portion Humor mitbringt und ein Spannungsbogen, der in einem packenden Finale mündet. Gewürzt mit Gottvertrauen und Werten wie Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Vergebung. Mir hat’s sehr gut gefallen!
Warum hat mich diese Geschichte bereits auf den ersten Seiten in ihren Bann gezogen….. Nun, man hat als Leser sofort den Eindruck, als wäre man mittendrin. Abigail als Hauptperson der Geschichte lernt man zu Beginn als überkandidelte Kratzbürste kennen, die nicht wahr haben will, dass sie ihre soziale Stellung unter Bostons High Society verloren hat. Zusammen mit ihrer Chefin Helena, der die Heiratsagentur gehört, macht sie sich auf in den Westen, wo Männer raubeinig und Frauen rar gesät sind. Über die Handlung hinweg macht die junge Frau eine nachvollziehbare und erstaunliche Entwicklung durch.
In Spiveyville haben 16 Männer vor, in Kürze zu heiraten: Frauen aus dem Osten, die sie über die Agentur bestellt haben. Doch vorher müssen aus dem Rüpeln und Proleten passable Bräutigame gemacht werden – und genau das ist Abigails Aufgabe.
Ich fand es sehr amüsant, wie die Männer Kurse in „Etikette und Benimm“ belegen müssen, ehe die Bräute anreisen – und wie sie sich zunächst alle dagegen sträuben, zusehends aber Spaß daran finden und über sich und ihren Tellerrand hinaus wachsen.
Besonders sympathisch sind mir der Ladenbesitzer Mack, der eigentlich gar nicht heiraten will und der Restaurantbesitzer Athol, der das zwar vorhat, aber seine Zukünftige keinesfalls in seine Küche lassen will. Auch die anderen Charaktere sind typisch für den Wilden Westen. Schließlich kommt es gegen Ende zu einer Entführung und die Lage spitzt sich zu. In dieser Situation wird man Zeuge der großen Hilfsbereitschaft unter den Bewohnern, die ihr Herz alle doch irgendwie ihr Herz auf dem rechten Fleck haben.
Für mich eine authentische, kurzweilige Geschichte mit Flair, die mich vortrefflich unterhalten hat und die ich absolut weiterempfehlen kann!