Als der Dichter Jakob Lenz in den Vogesen von Pfarrer Oberlin aufgenommen wird, erholt er sich nach und nach von seinem psychischen Leiden. Das Gleichmaß des Tages und das Leben im Einklang mit der Natur wirken sich heilsam aus. Doch eines Tages stirbt im Nachbarort ein Kind und Lenz verfällt auf den Gedanken, es mit Gottes Hilfe ins Leben zurückbringen zu können. Der Versuch misslingt und Lenz durchlebt eine tiefe Glaubenskrise, während der seine Krankheit mit aller Macht zurückkehrt. Mit »Lenz« blickte Büchner in die Abgründe einer gequälten Seele und gilt damit als Vorreiter der Moderne. Intensiv und einfühlsam gelesen von Ernst Stötzner.
Lesung mit Ernst Stötzner
1 mp3-CD | ca. 53 min
Biografie (Georg Büchner)
Georg Büchner wurde am 17. Oktober 1813 in Goddelau bei Darmstadt geboren und starb am 19. Februar 1837 in Zürich. Er war das erste von sechs Kindern. Ab 1831 studierte er Medizin und Naturwissenschaften in Straßburg und ab 1833 auch Geschichte und Philosophie in Gießen. Er gründete 1834 die geheime Gesellschaft für Menschenrechte und verfasste zusammen mit Ludwig Weidig, einem führenden Oppositionellen, die Flugschrift Hessischer Landbote . Damit riefen sie die hessische Landbevölkerung zur Revolution gegen die Unterdrückung auf. 1834 siedelte er nach Darmstadt um. In dieser Zeit entstand Dantons Tod . Ein Jahr später floh er nach Straßburg. 1836 wurde ihm die Doktorwürde der Universität Zürich verliehen und er begann seine Lehrtätigkeit als Privatdozent für vergleichende Anatomie. Schon vor seiner Übersiedlung nach Zürich hatte Büchner seine Arbeit am Woyzeck begonnen. Das Werk blieb ein Fragment. Anfang 1837 erkrankte Büchner an Typhus und starb kurz darauf an dieser Krankheit.§