Süß überzuckerte Weihnachtsromanze mit Happy-End-Garantie
Buchinhalt:
Eigentlich will Jana die Weihnachtsfeiertage wie jedes Jahr bei ihren Eltern im Bayerischen Wald verbringen. Doch in diesem Jahr schenkt ihre Schwester den Eltern eine Reise nach Ägypten, für die ganze Familie – außer für Jana, Zunächst enttäuscht macht sich Jana im Schneesturm auf den Weg zurück nach München und bleibt schließlich mit einer Autopanne im Nirgendwo liegen. Das einzige Haus weit und breit ist das von ihrem ehemaligen Schulkameraden Toni, der Jana Unterschlupf bietet. Am selben Abend stranden weitere Personen bei Toni und seinem 4jährigen Neffen – und erleben zusammen ein ganz besonderes Weihnachtsfest....
Persönlicher Eindruck:
Bei Weihnachtsromanen erwartet man zu Herzen gehende Geschichten mit Happy-End, genau das verspricht auch Der Weihnachtssee, eine Erzählung aus dem Bayerischen Wald, bei der fünf einander wildfremde Personen durch einen Schneesturm bei Toni stranden. Dieser lebt dort mit seinem kleinen Neffen, dessen Mutter kürzlich verstarb. Die erste der bunten Truppe ist Jana, die einst mit Toni in die Schule ging. Jana ist auf dem Weg zurück nach München, als der Schneesturm plötzlich losbricht und sie mit dem Auto stecken bleibt. Ohne jedwede Verbindung zur Außenwelt kommt sie bei Toni unter, der zunächst alles andere als begeistert ist.
Doch der Sturm lässt noch mehr Menschen im kleinen Haus am See stranden: ein griechischer Koch, ein Schwesternpaar aus dem Ort und schließlich Stephan, Janas Ex-Verlobter, mit dem sie eigentlich nicht mehr zusammentreffen wollte.
Gut ha mir gefallen, dass sich alle schnell zusammenraufen, persönliche Animositäten beiseite legen und alles tun, um gemeinsam eine angenehme Zeit zu haben. Jana als Hauptfigur schafft es zudem, einen Zugang zu dem in Trauer versunkenen vierjährigen Finn zu bekommen, dem Neffen von Toni. Dieser soll mit seinem Onkel nach Hamburg ziehen und ist kurz davor, nach seiner Mutter auch noch aus seinem angestammten Zuhause entwurzelt zu werden.
Die Erzählung ist eingängig und plätschert kurzweilig dahin, größere Wendungen und spannungsgeladene Twists gibt es keine, dafür ein romantisches Setting an einem See, zu dem es sogar eine Weihnachtswunsch-Legende gibt. Es geht um Zuneigung, Hilfsbereitschaft, Freundschaft und Liebe, aber auch Trauer, Neuanfang und zarte Familienbande.
Gut, es läuft schon alles sehr rosarot und weihnachtlich-überzuckert ab, mehrere Zufälle bescheren sogar dem zugelaufenen Kater ein neues Zuhause und letztendlich erfüllt sich auch Finns sehnlichster Weihnachtswunsch. So ganz 100%ig glaubwürdig ist es natürlich nicht, aber es handelt sich auch um eine Lektüre, der man das alles ein Stück weit nachsieht.
Insgesamt eine kurzweilige, leichte Unterhaltung für lange Winterabende, wenn man einfach etwas mit garantierten Happy-End braucht. So soll's ja auch sein bei einem Weihnachtsroman.