Arno Schmidt (geb. 1934): Schmidt, A: Nobodaddy's Kinder, Fester Einband
Schmidt, A: Nobodaddy's Kinder
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- Verlag:
- Suhrkamp Verlag, 10/2005
- Einband:
- Fester Einband
- ISBN-13:
- 9783518417102
- Copyright-Jahr:
- 2005
- Gewicht:
- 436 g
- Maße:
- 222 x 144 mm
- Stärke:
- 25 mm
- Erscheinungstermin:
- 10.10.2005
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Klappentext
Die berühmte Trilogie Arno Schmidts mit einem Nachwort von Hans-Ulrich Treichel
Den im Jahr 1953 publizierten Kurzroman Aus dem Leben eines Fauns verstand Arno Schmidt als Einleitung einer mit Brand's Haide fortgesetzten und mit Schwarze Spiegel (beide 1951) abgeschlossenen Trilogie, die er 1963 unter dem Titel Nobodaddy's Kinder im Verbund publizierte. Für die Zeit vom totalen Krieg bis zum (imaginierten) Atomkrieg entfaltet der Autor ein giftiges Panorama des Kleinbürgergehabes.
Der fünfzigjährige Düring registriert im ersten Roman kühl-präzise mit beißenden Kommentaren Verhalten und Meinungen der Menschen während der nationalsozialistischen Herrschaft. Vor der kurzsichtigen Begeisterung seiner Kollegen bei Kriegsausbruch, vor der Dümmlichkeit seiner Vorgesetzten und vor seiner Frau, die den Sohn in den >>Heldentod<< treibt, zieht sich der >>Faun<< Düring in eine Blockhütte zurück - die ihn aber nicht vor dem Inferno bei einem Bombenangriff gegen Ende des Kriegs verschont.
Brand's Haide setzt im Jahr 1946 ein mit dem Versuch eines Kriegsheimkehrers namens Schmidt, sich in einem Heidedorf anzusiedeln.
Schwarze Spiegel schließlich beschwört die Zukunftsvision einer Welt, die 1955 von einem Atomkrieg vernichtet worden ist und den letzten überlebenden durch die Ruinen der untergegangenen Zivilisation streifen läßt.
Biografie
Geboren 1934 in Hameln/ Weser, verbrachte der Enkel des letzten Weimarer Hofbäckers seine Kinder- und Jugendjahre in der Klassikerstadt direkt gegenüber dem Goethehause. Dort erlebte er den Zweiten Weltkrieg, verfolgte als Augenzeuge die Bombardierung Weimars und sah das Konzentrationslager Buchenwald unmittelbar nach der Befreiung. Diese dramatischen Eindrücke verarbeitete er in vielen seiner Gedichte. Nach dem Studium der lateinischen und griechischen Philologie in Halle unterrichtete Arno Schmidt lange Jahre in Ostfriesland und wurde nach seiner Tätigkeit als Oberstudiendirektor und Ministerialrat im Niedersächsischen Kultusministerium schließlich als Universitätsprofessor an die Carl-von Ossietzky-Universität in Oldenburg berufen. Zudem lehrte er als Honorarprofessor an der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg. Im Ruhestand lebt er seit 1997 in Korbach, hielt aber noch bis 2014 Vorlesungen und Seminare an der Philipps-Universität zu Marburg.Anmerkungen:
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