In der Zeit nach Beethovens Tod galt Georges Onslow als einer der führenden Komponisten von Kammermusik, Beethovens Originalität zwar nachstehend, aber gleichauf mit seinen zeitgenössischen Künstlerkollegen. Vor allem seine 36 Streichquartette und 34 Streichquintette begründeten seinen Ruf als außergewöhnlich befähigter, sehr detailreich und differenziert komponierender Musiker. Schumann stellte ihn gar mit Mendelssohn (schon wieder, s. o.) auf eine Stufe. Schon 1830 – erschienen waren bis dahin 36 Opera – nannte man ihn in Deutschland einen »allbekannten und geschätzten Tondichter«, wie in einer Rezension der ersten Partiturausgaben Onslowscher Quartette zu lesen ist. Bemerkenswert dabei ist, dass dem Franzosen dieser Erfolg auf dem doch eigentlich »deutschen Terrain« der Kammermusik gelungen war. Dem Mandelring Quartett ist sein Schaffen ein echtes Anliegen und so können wir jetzt die dritte CD mit wiederum drei wundervollen Streichquartetten vorstellen: das frühe Quartett Nr. 4 von ca. 1817 und die zwei Jahrzehnte später enstandenen Nr. 20 und 25. Die reinste Kammermusikfreude!
Press comments
FonoForum 2 / 2003: "Einmal mehr ein rundum überzeugendes
Plädoyer für den Tonsetzer, den von seinen Zeitgenossen
als einer der bedeutendsten Kammermusikkomponisten
nach Beethoven angesehen wurde. Beseelte wie sorgfältige
Darstellung des Mandelring - Quartetts."
Sunday Times v. 5.1.03: "Exzellent das Mandelring -
Quartett."
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