Wie die Muse selber anzusehen
„Am innigsten dachte ich doch wieder an Sie, als Joachim das Violinkonzert spielte. Dann drängte sich mir wohl auch ein Bild auf, das einer Grazie, die, sich auf den Augenblick wie selbst vergessend, von leidenschaftlicheren Regungen ergriffen wird, dass sie wie die Muse selber anzusehen ist…“ Mit diesen Worten schilderte Schumann in einem Brief an Mendelssohn seinen Eindruck, den der vierzehnjährige Solist Joseph Joachim 1845 mit dem Violinkonzert des Freundes auf ihn machte. Acht Jahre später erbat der inzwischen als Virtuose berühmte Joachim von Schumann eine Komposition und erhielt binnen zwei Monaten die Fantasie C-Dur op. 131, die auf dieser CD gemeinsam mit der berühmten Koppelung der Violinkonzerte von Mendelssohn Bartholdy und Bruch erklingt.
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N. Hornig in FonoForum 06 / 09: "Die Violinkonzerte von
Mendelssohn und Bruch - eine der beliebtesten
Werkkombinationen des Standardrepertoires. Hier wird
dieses Schema einmal kreativ mit Schumanns selten
gespielter Fantasie op. 131 durchbrochen. Das 1853 für
Joseph Joachim geschriebene Werk wurde wie das
d-Moll-Violinkonzert mit Schumanns geistigem Verfall in
Verbindung gebracht. Dennoch: Das expressive, etwas
kantig wirkende Stück ist sehr hörenswert und das
Highlight dieser Aufnahme, in der Benjamin Schmid mit
druckvoller Vir tuosität auftrumpft."
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