Mike Campbell: Mission Of Mercy auf CD
Mission Of Mercy
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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- Label:
- Mike Campbell & The Dirty Knobs
- Aufnahmejahr ca.:
- 2025
- Artikelnummer:
- 12690029
- UPC/EAN:
- 0732388024483
- Erscheinungstermin:
- 12.6.2026
Weitere Ausgaben von Mission Of Mercy |
Preis |
|---|---|
| LP | EUR 29,99* |
- Gesamtverkaufsrang: 809
- Verkaufsrang in CDs: 376
Mission of Mercy ist Campbells viertes Album mit den Dirty Knobs, jenem eng verbundenen Musiker- und Weggefährtenkollektiv, das er in den letzten Jahren seiner früheren Band, Tom Petty and the Heartbreakers, behutsam zusammengestellt hatte. Nach Pettys Tod im Jahr 2017 veröffentlichte Campbell 2020 das Album *Wreckless Abandon* unter dem Namen The Dirty Knobs; darauf folgte 2022 das mitreißende *External Combustion* von Mike Campbell & The Dirty Knobs – wobei er sich zunächst noch zögerlich dagegen gesträubt hatte, seinen eigenen Namen vor den der Band zu setzen. Diesen Veröffentlichungen ließ er 2024 das exzellente *Vagabonds, Virgins and Misfits* folgen.
Jede dieser Veröffentlichungen markierte einen künstlerischen Fortschritt, der maßgeblich aus dem riesigen Archiv unveröffentlichter Musik schöpfte – Material, das der äußerst produktive Gitarrist über Jahrzehnte hinweg in beinahe täglichen Songwriting-Sessions komponiert hatte. Härter und treibender als ein Großteil des späteren Materials der Heartbreakers, balancierten die Songs Campbells Liebe zum Bluesrock der 60er Jahre mit seiner überraschenden Begabung für zarte Charakterporträts, Liebeslieder und Balladen aus. Der eher zurückhaltende Campbell fand sich nur zögerlich in die Rolle des Frontmanns, Sängers und Songwriters ein, bewarb die Alben jedoch mit Sommertourneen.
Das Leben „on the road“ brachte einen zwar demütig machenden, aber zugleich freudvollen Prozess des Publikumsaufbaus von Grund auf mit sich – eine Erfahrung, die Campbell seit 1979, dem durchschlagenden Erfolg des Heartbreakers-Albums *Damn the Torpedoes*, nicht mehr gemacht hatte. Sommer für Sommer knüpfte Campbell neue Bande zu alten Fans – von denen viele noch immer mit dem Verlust Pettys rangen –, aber auch zu einer stetig wachsenden Zahl neuer Anhänger, die sich von dem wuchtigen Gitarren-Boogie der Knobs angezogen fühlten. Von der Bühnenmitte aus beobachtete Campbell, wie immer mehr Menschen nicht nur bei den Heartbreakers-Songs mitsangen, die er geschickt in die Setlists einstreute, sondern auch bei seinen eigenen Stücken. Es war eine Reihe heilsamer, buchstäblicher Reisen quer durchs Land – stets in Begleitung seiner Frau und seiner Hunde –, die ihn von den untersten Plätzen in Drei-Bands-Programmen hin zu Support-Slots für Größen wie The Who und Chris Stapleton führten und ihn schließlich als Headliner jene Theaterbühnen bespielen ließen, auf denen er schon immer hatte auftreten wollen.
Sein neuestes Werk, *Mission of Mercy*, erkundet und erweitert einmal mehr jenen Sound und Stil, den Mike Campbell einst mitbegründet hat. Als Sammlung wunderschön eingespielter und aufgenommener, gitarrenlastiger Rocknummern und nachdenklicher Stücke zeigt das Album einen Campbell, der sich vom reinen Boogie-Schema löst und musikalische Ausflüge in Gefilde mit Bongos, Jazz-Elementen und sogar Streicherarrangements unternimmt. Die energiegeladenen Knobs haben sich gefunden und zu ihrer aktuellen Besetzung gefestigt – mit einem bemerkenswerten Neuzugang: Steve Ferrone, der swingende und akribische, aus Brighton stammende Schlagzeuger, der über 20 Jahre lang den verlässlichen Takt für die Heartbreakers vorgab, ist nun eine feste Größe hinter dem Schlagzeug. Chris Holt – ein versierter Multiinstrumentalist und Sänger, der nebenbei bei den ungestümen Country-Rock-Aufsteigern „The Eagles“ aushilft – steuert die zweite Gitarre, Keyboards und absolut stimmsichere Harmonien bei. Und Bassist Lance Morrison – den Campbell als „unsere Geheimwaffe“ bezeichnet – verzahnt sein pulsierendes, melodisches Bassfundament bombenfest mit Ferrones Spiel.
„Ich habe eine großartige Band“, sagt Campbell. „Ich habe großes Glück. Dieses Album bietet von allem ein bisschen etwas. Ich möchte zeigen, dass ich mich weiterentwickelt habe, und auch mal etwas wagen.“ Er lacht. „Beim vierten Album sollte man das auch besser tun!“
Campbell räumt ein, dass einige Songs – etwa der elektrisierende Akustik- und Slide-Gitarren-Opener „No Regrets“ im Stil von *Wildflowers* oder das wuchtige Gitarren- und Klavierstück „I Remember“ im Stil von *Long After Dark* – „ganz klar in der Tradition der Heartbreakers stehen“. Doch das Album wurzelt fest in jenem Sound und jener Kraft, die Campbell im Laufe der letzten zehn Jahre und mehrerer Alben gemeinsam mit den Knobs entwickelt hat – gestützt auf einen eisernen Kern aus Rocknummern wie „Bongo Mania“ (mit Kate Pierson von den B-52s), „Wrecking Ball“ und „Done to Me“. Klanglich fühlt sich *Mission of Mercy* genau so an – und klingt auch genau so –, wie es ist: ein waschechtes Mike-Campbell-Album.
Und das gilt auch für die Texte: „In letzter Zeit hat mir das Texteschreiben große Freude bereitet – auch deshalb, weil ich das früher nie gemacht habe. Ich setze mich nicht mehr so oft mit Stift und Papier hin. Ich schreibe alles auf meinem Handy; die Texte kommen jetzt einfach, wann immer sie wollen. Im Schlaf, oder auch direkt nach dem Aufwachen. Manchmal schreibe ich ganze Textpassagen nieder und komponiere erst danach die Musik dazu – genau umgekehrt zu dem, was ich all die Jahre zuvor getan habe.“
Die Ergebnisse sind oft bittersüß, selbst wenn sie rau und wild klingen – voller Charaktere, die auf der Suche nach spirituellen Verbindungen und irdischer Erlösung sind; Charaktere, denen dabei oft genau das fehlt: Worte – ganz gleich, ob sie nun herausgebrüllt oder sanft gesungen werden.