Nett aber nicht überzeugend
Sören Sieg ist Komiker, Autor und Komponist und gleichzeitig dreifacher Vater. Genauso wie sein Superdaddy Philipp Kirschbaum-Vahrenholz. Es geht um den Spagat zwischen dem Berufsleben und der Familie, also ein Thema das immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Wenn ein Komiker ein Buch über den Showbusiness schreibt in dem der Protagonist auch Komiker ist, dann erwartet man natürlich ein paar Einblicke. Leider fallen die recht spärlich und unspektakulär aus, aber das war ja auch nicht die Hauptaufgabe des Buches.
Der Anspruch an einen Komiker ist, dass er immer witzig sein muss und auch diesem Anspruch wird das Buch auch nur bedingt gerecht. Immer mal ein paar kleine Lacher, aber mehr auch nicht. Gerne würde ich Sören Sieg mal als Komiker bewundern, aber vielleicht passt auch nur mein Humor nicht zu die von Herrn Sieg.
Die beiden Hauptdarsteller sind überzeichnet, so dass sie nicht wirklich realistisch wirken. Die Ich-Perspektive wirkt der Protagonisten dagegen lässt einem an dem 'Supperdaddy' teilhaben, auch wenn er als 'Übermutter' dargestellt wird. Seine Frau dagegen wird als Karrierefrau dargestellt, ohne wirklich Bezug zu den Kindern. Also eine vertauschte Rollenverteilung zu vielen Familien. Alles sehr überzeichnet und manchmal ändern Personen ohne jeden Grund die Meinung, was mich persönlich doch sehr gestört hat, da es vom Handlungsverlauf so gar nicht passt, jedenfalls ohne Erläuterung.
Dennoch waren auch Passagen im Buch dabei wo man sich als Vater selbst erkennen konnte und auch zum Nachdenken angeregt wurde.
Insgesamt ein Buch das mich nicht wirklich überzeugen konnte, viele verschieden Dinge die nicht passen oder harmonieren. Ein wenig zerrissen hat das alles auf mich gewirkt und ich habe Probleme das Buch in ein Genre einzuordnen, denn für Comedy sind es für mich zu wenige Lacher.