The Vampires: Skydancer auf CD
Skydancer
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Label:
- Earshift
- Artikelnummer:
- 12755392
- UPC/EAN:
- 9324690445202
- Erscheinungstermin:
- 19.6.2026
- Gesamtverkaufsrang: 6838
- Verkaufsrang in CDs: 3284
Mit der Veröffentlichung ihres achten Studioalbums Skydancer feiern The Vampires ihr 20-jähriges Bestehen als eines der unverwechselbarsten und gefeiertsten Ensembles Australiens.
Aufbauend auf dem mit einem ARIA Award ausgezeichneten Album *Nightjar* (2023, gemeinsam mit Chris Abrahams von The Necks) interpretiert das Quartett auf *Skydancer* seine musikalischen Grundlagen neu: Der Sound wird erweitert, bleibt aber fest in ihrem charakteristischen Stil verwurzelt – geprägt von hypnotischen Grooves, ineinandergreifenden Bläserlinien und melodischer Erfindungskraft. Obwohl das Album in der Quartett-Besetzung eingespielt wurde, besticht es durch umfangreiche Overdubs, Synthesizer und klangliche Erkundungen, die die Grenzen ihres akustischen Fundaments erweitern.
In elf Stücken widmet sich Skydancer der Faszination der Band für Zeit, Melodie und Textur. Das Album spiegelt die musikalische Entwicklung der Gruppe wider: ein Klangbild, das zugleich vertraut und auf frische Weise neu definiert wirkt. Die Musik entfaltet sich organisch und verbindet rhythmische Komplexität mit atmosphärischer Produktion und einem starken Gefühl für den Ort des Geschehens. Ob durch den nachdenklichen Puls von „Asiago“, das atmosphärische Schimmern von „South Coast Noir“ oder den cineastischen Fluss von „Spirit“ – The Vampires entführen die Hörer in eine Welt, die unmittelbar fesselt, rhythmisch mitreißt und emotional berührt.
Skydancer entstand in mehreren Aufnahmesessions in den Sydneyer Golden Retriever Studios und fängt das kreative Zusammenspiel des Quartetts in seiner konzentriertesten Form ein. Für die Band ging es darum, ihr musikalisches Vokabular zu erweitern, ohne dabei ihrer gemeinsamen Sprache untreu zu werden. „Wir wollten die Erkenntnisse aus *Nightjar* – dieses Gefühl von Weite und Textur – auf unseren Kernsound als Quartett übertragen“, erklärt Saxophonist und Komponist Jeremy Rose. „Jeder von uns nahm zusätzliche Parts auf und schichtete Bläser, Synthesizer und Perkussion übereinander, jedoch stets mit Zurückhaltung. Die Herausforderung bestand darin, neue Welten zu erschaffen, ohne die Unmittelbarkeit zu verlieren, die die Band auszeichnet.“ Das Ergebnis ist ein Album, das sowohl intim als auch weitläufig wirkt und von der kollektiven Intuition der Gruppe geleitet wird.
Schlagzeuger Alex Masso betrachtet Skydancer als Teil eines längeren experimentellen Prozesses innerhalb der Quartett-Aufnahmen der Band. „Im Laufe der Jahre haben wir durch verschiedene Kooperationen neue Ideen erkundet, aber wenn wir zu unseren Quartett-Alben zurückkehren, gehen wir wirklich an die Grenzen des Machbaren“, sagt er. „Bei *Mandala* haben wir erstmals mit Overdubs experimentiert, und mit *Pacifica* begannen wir, Klaviere, Drumcomputer und komplexere Klangschichtungen einzubeziehen.“ Auf *Skydancer* baute die Band diese Ideen weiter aus, integrierte eigene Synthesizer und setzte verstärkt auf Overdubbing, ohne dabei den Kernsound des Quartetts aufzugeben. „Bei unseren Quartett-Alben gehen wir etwas tiefer in die Materie“, erklärt Masso. „Diesmal haben wir die klanglichen Schichten weiter ausgebaut; alle steuerten Sounds und Texturen bei – und besonders Noel brachte durch Bass und zusätzliche Parts viele klangliche Details ein.“ Masso weist zudem auf eine subtile rhythmische Veränderung im sich wandelnden Sound der Band hin. „Auf diesem Album gibt es etwas mehr Backbeat“, sagt er. „Das begann eigentlich mit ‚West Mass‘ auf *Pacifica* – das war für uns ein Wendepunkt. Solche Stücke und die klanglichen Experimente, die wir bei ‚Tiro‘ begannen, legten den Grundstein für die Klangwelt von *Skydancer*.“
Nach zwei Jahrzehnten ihres Bestehens nehmen The Vampires weiterhin eine einzigartige Stellung im zeitgenössischen Jazz ein. Ihre Musik ist tief in der australischen Landschaft verwurzelt, reicht aber weit über deren Grenzen hinaus. Ihre gefeierten Kooperationen mit Chris Abrahams, Lionel Loueke und Shannon Barnett haben ihr klangliches Spektrum noch erweitert. Kritiker beschrieben ihren Sound als „phänomenal“ (Downbeat), „ein Meisterwerk“ (The Australian) und „verführerisch“ (The Guardian), während das Live-Publikum in ganz Europa und Australien ihren Sinn für musikalische Abenteuer begeistert aufnahm. Wie Skydancer zeigt, lassen sich The Vampires nach wie vor von Neugier, Gemeinschaftsgefühl und der Freude an der musikalischen Wandlung leiten.
Die 2005 in Sydney gegründete Band The Vampires – bestehend aus Jeremy Rose (Saxophon), Nick Garbett (Trompete), Alex Masso (Schlagzeug) und Noel Mason (Bass) – hat sich den Ruf einer der kreativsten und international anerkanntesten Jazzgruppen Australiens erworben. Mit Auftritten bei Festivals wie A Love Supreme (Großbritannien), Enjoy Jazz (Deutschland) und allen bedeutenden australischen Jazzfestivals wächst der Einfluss der Band weltweit stetig. In zwei Jahrzehnten gemeinsamer Entwicklung ist ihre musikalische Chemie noch enger geworden – ein Beweis für ihr Engagement, ihren Sound weiterzuentwickeln und zugleich jenen Groove und jene Wärme zu bewahren, die das bleibende Vermächtnis von The Vampires ausmachen.