Gary Thomas: Overkill auf CD
Overkill
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Label:
- Winter & Winter
- Aufnahmejahr ca.:
- 1994
- Artikelnummer:
- 6845501
- UPC/EAN:
- 0025091907922
- Erscheinungstermin:
- 18.8.2005
Gary Thomas hielt es bei Miles Davis nicht lange aus. Für ihn war der musikalische Alltag mit Davis' Band zu einseitig: »Immer nur Funk-Licks spielen reichte mir auf die Dauer nicht,« erklärte er später oft, als er 1987 nach wenigen Monaten die Band wieder verließ. Statt sich anzupassen, verfolgt Thomas lieber seine eigene Vision und setzt selbst Akzente. Bereits 1983 gründete er seine eigene Band, Seventh Quadrant, und kombinierte seitdem gekonnt Bop und Funk zu einer ebenso coolen wie explosiven und technisch ausgefeilten Mischung, mit der er in den letzten Jahren seinen ganz eigenen Beitrag zur Jazzgeschichte geleistet hat.
Fono Forum lobte ihn für die »Entwicklung einer eigenen musikalischen Sprache, der die Zukunft gehört.« Auch die FAZ zeigte Anerkennung: »Seine Eigenwilligkeit entwickelt sich immer mehr zu einem Markenzeichen im Heer der Kopierer und Nachahmer von Legenden.«
Mit gerade einmal 22 Jahren entschied sich Gary Thomas, seinen eigenen Weg zu gehen. Dabei hatte er erst mit 17 Jahren den Wechsel vom klassischen Fach zum Jazz gewagt und sich für das Tenorsaxophon entschieden, nachdem er zuvor Flöte, Oboe und Klarinette gespielt hatte. Die Flöte spielt er weiterhin gelegentlich und zeigt dabei eine deutlich ruhigere und gefühlvollere Seite im Vergleich zu seiner expressiven Spielweise auf dem Saxophon. Trotz seiner internationalen Karriere blieb er seiner Heimatstadt Baltimore treu. Auf einen Umzug nach New York hatte er nie Lust: »Mich hat es nie nach New York gezogen. Die Stadt ist mir ein Greuel. Und ›paying dues‹, sich hochspielen durch die Klubs und Bands, das ist auch nichts für mich.«
Dieser unkonventionelle Ansatz zahlte sich aus. Persönliche Kontakte öffneten ihm Türen, die anderen oft verschlossen blieben. Sein Freund Greg Osby, den er während ihrer gemeinsamen Zeit am College kennenlernte, stellte beispielsweise die Verbindung zu Jack DeJohnette her, und über diesen Kontakt wurde er Teil des viel beachteten Musikerkollektivs M-Base aus Brooklyn. Mit Künstlern wie Osby, Robin Eubanks, Steve Coleman und Cassandra Wilson konnte er hier kreativ arbeiten und neue musikalische Horizonte erschließen.
Disk 1 von 1 (CD)
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1 S.o.l. / Guaranteed flow
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2 Have hope
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3 Outta tha game
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4 Terror of the streets
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5 Barrikade'll stop ya
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6 Doomsday booty
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7 Fuk tha massa
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8 The Godfather waltz / Just a villain
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9 Soulja
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10 It's on
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