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    jenvo82

    Aktiv seit: 13. Mai 2026
    "Hilfreich"-Bewertungen: 0

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    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    9 Rezensionen

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    Nebelbeute

    Benjamin Cors
    Nebelbeute (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.08.2026

    Alleingang einer Jägerin

    Inhalt

    „Und alle Spuren, die sie in den vergangenen Tagen gesammelt hatten, hatten sie auf eine falsche Fährte geführt. Denn anstatt eines Täters hatten sie hier ein Opfer vor sich.“

    Mila Weiss hat sich aus der Ermittlungsarbeit ihres Teams zurückgezogen, um im Alleingang ihren ärgsten Widersacher zu stellen. Dieser hat sich in die raue Bergwelt und die tiefen verschneiten Wälder zurückgezogen, um sein Schattendasein im Verborgenen für weitere Manöver zu nutzen. Doch Mila ist ihm dicht auf den Fersen, installiert Überwachungskameras um sein Terrain einzugrenzen und hat Glück – Toblach ist vor Ort und sie wird ihn im Alleingang stellen.

    Wenig später kommt das Team der Gruppe 4 an und macht sich auf die Suche nach ihrer verschollenen Kollegin Mila, denn während der Serientäter Toblach tot am Fuße eines Berges gefunden wurde, fehlt von der jungen Polizistin jede Spur. Voller Entsetzen muss die ortsansässige Polizei feststellen, dass nun in das ruhige Bergdorf der Tod auf leisen, grausamen Sohlen einzieht. Denn obwohl der gesuchte Verbrecher nicht mehr lebt, häufen sich die Serienmorde auf eine beängstigende Art und Weise und werden in ihrer Dringlichkeit immer intensiver. Jakob Krogh ist sich sicher, wenn er den Mörder rechtzeitig findet, wird er auch Mila finden, doch die Zeit drängt, denn keiner kennt die Motive des Täters.

    Meinung

    Dies ist bereits der dritte Band der Thrillerserie rund um das Spezialermittlerteam der Gruppe 4, die sich auf die Aufklärung von Verbrechen diverser Serientäter spezialisiert hat. Und bereits vom ersten Band an, hat mich der Stil des Autors überzeugt, dicht gefolgt von den grausamen Verbrechen, den eigenwilligen Protagonisten und einer gleichbleibend hohen Spannungskurve in jedem neuen Fall. Dabei sind die Fälle für sich genommen lesbar, ohne dass man die Reihenfolge zwingend einhalten muss, natürlich macht die Chronologie Sinn, vor allem, um die Hintergründe der handelnden Personen besser kennenzulernen.

    Dieser Spannungsroman teilt sich in zwei Teile, die dem Leser eine besondere Perspektivenvielfalt bieten. Im ersten Teil folgen wir den Spuren der selbsternannten Jägerin Mila, auf ihrer ganz persönlichen Mission, bei der sie keine Hilfe wünscht und jedes Risiko in Kauf nimmt. Und im zweiten Teil begleiten wir Jakob und das Team in ihrem Wettlauf gegen die Zeit und die Verbrechen. Das Vorgehen sorgt für umfassende Spannung und bringt in Kombination mit den kurzen Kapiteln eine absolute Lesebegeisterung mit sich.

    Fazit

    Hier vergebe ich begeisterte 5 Lesesterne und eine absolute Empfehlung für alle, die temporeiche, düstere Thriller mit einer gut aufbereiteten Hintergrundgeschichte lieben und spannende Lesestunden suchen. Ein unterhaltsamer Plot, wechselnde Szenen und eine überschaubare Personenzahl machen hier Lust auf das Miträtseln, nur um immer wieder festzustellen, dass man doch auf der falschen Fährte war, denn die stillen, kleinen Hinweise, die zwischen den Zeilen versteckt sind, führen bevorzugt zum falschen Profil. Ich werde diese Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen, denn hier passt einfach alles toll zusammen, egal ob es sich um die einprägsamen Cover und präzisen Titel handelt, die Handlungsabfolge oder die Auflösung und immer wieder meint man, dass Personal besser kennenzulernen, nur leider ist das Buch dann meist schon vorbei.
    Die zweitgrößte Liebe

    Ruth-Maria Thomas
    Die zweitgrößte Liebe (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    01.08.2026

    Das Bildnis einer Beziehung

    "Es schmerzte in ihrer Brust, weil sie sich nicht in diesem Bild ausruhen konnte. Wo waren Maurice und Húng, Lara und Claudia und die getauften Kinder, die Henry sich wünschte, es passte nicht ins Bild, sie schaffte es nicht, sich all das zusammen vorzustellen."

    Inhalt

    Als sich Henry und Michelle kennenlernen passt einfach alles, füreinander sind sie wie Sonne und Mond, endlich ein Gegenüber, dem man volles Vertrauen entgegenbringt, der das eigene Leben leicht und schön erscheinen lässt und mit dem eine Zukunft mehr als verheißungsvoll erscheint. Aus einem emotionalen Strohfeuer erwacht bald die Art von Liebe, die sich jeder wünscht und da kann man über kleine Differenzen hinwegsehen. Für Michelle ist es nicht leicht, sich in das unbedarfte, sorgenfreie Leben ihres neuen Partners einzufinden, doch obwohl sie ein Konto voller Schulden hat, einen Bruder, den sie finanziell unterstützen möchte und mittlerweile Gelegenheitsdiebstähle kultiviert hat, um irgendwie über die Runden zu kommen, empfindet sie großen Respekt vor Henry. Dieser teilt vollkommen uneigennützig mit ihr, lässt sie in seine Wohnung ziehen, finanziert ihren Lebensunterhalt und motiviert sie dazu, endlich ihrer Passion nachzugehen, anstatt dem schlecht bezahlten Aushilfsjob an der Hotelrezeption. Doch nach zweieinhalb Jahren wird deutlich, wie unterschiedlich ihre Maßstäbe sind, wie ein unausgewogenes Verständnis von Besitz und Geld zu immer größeren Brüchen führt und letztlich zu der Einsicht, dass die Liebe nicht jede Lücke zu füllen vermag ...

    Meinung

    Dieses Buch habe ich mir direkt als Wunschbuch bei vorablesen gesichert, nachdem mich der Vorgängerroman der deutschen Nachwuchsautorin Ruth-Maria Thomas dermaßen fasziniert hat, dass ich mir sicher war, hier zumindest die "zweitgrößte Liebe" zu finden. Aufgrund der gesteigerten Erwartungshaltung, habe ich hier zwischen den Zeilen immer noch etwas mehr gesucht: mehr Tiefe, mehr Verständnis, mehr Emotionen. Die beiden Protagonisten empfand ich hier etwas zu klar umrissen, teilweise mit vorhersehbaren Gefühlen und dennoch mit einer gewissen Distanz. Im Vordergrund der Erzählung steht hier nicht die perfekte Beziehung, sondern die unterschiedlichen Prämissen der handelnden Personen, die aus vollkommen anderen sozialen Schichten stammen. Das latente Unverständnis des einen über die seltsamen Befindlichkeiten des anderen im Umgang mit Geld häuft sich, kleine Risse tun sich auf, die schließlich zu tieferen Gräben wachsen. Es ist gleichsam eine Milieustudie über verschiedene Ausgangssituationen in diversen Gesellschaftsschichten und damit sind nicht nur materielle Werte verbunden, sondern auch Ängste, Wünsche und Hoffnungen für die Gegenwart und Zukunft. Zwischen Faszination, kontrolliertem Nachgeben und der Erfüllung der eigenen Vorstellungen zwischen den Partnern handelt dieses Buch. Der Schreibstil ist einprägsam, akzentuiert und bringt vieles auf den Punkt. Der Roman liest sich sehr gut und hinterlässt eine gewisse Beklemmung aber auch ein tieferes Erkennen.

    Fazit

    Ich vergebe gute 4 Lesesterne für diesen ausgereiften, speziellen und nachvollziehbaren Roman, der mich dennoch weniger gefesselt hat, als erhofft. Vielleicht ist das ein ganz persönliches Empfinden, denn obwohl ich sowohl Michelle als auch Henry absolut glaubwürdig und konsequent empfand, bleibt hier die Thematik zu banal. Irgendwie hatte ich beim Lesen immer das Gefühl: das kennst du doch, es gibt zahlreiche solche Beispiele. Irgendwie hätte ich mir weitere Ansatzpunkte gewünscht, bzw. mehr Eindrücke von außen, von Familienmitgliedern, Freunden oder Arbeitskollegen. Darüber hinaus hätte es hier eigentlich gut klappen können, wenn man außer Liebe und Sex wirklich aufrichtige, intensive Gespräche geführt hätte. Manchmal war mir Henry einfach zu weich und unentschlossen und Michelle zu hart und verbohrt. Klar, niemand kann über seinen Schatten springen und die Ursachen wurden hier umfassend beleuchtet, nur zwischendrin hätte es vielleicht diesen einen Weg gegeben, der hier für ein Gelingen der Beziehung möglich gewesen wäre. Die Autorin hat ihn nicht gewählt, sondern ihre Protagonistin in ihr eigenes Leben entlassen:

    "Aber ich kann dir nicht beides geben: ich bleiben und gleichzeitig die werden, die wirklich in deine Welt passt."

    Ein sehr lesenswertes Buch, mit winzigen Abstrichen für mich und wenn das nächste Werk der Autorin erscheint, bin ich definitiv wieder mit im Boot.
    Ein unerhörter Wunsch

    Ann Packer
    Ein unerhörter Wunsch (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    21.07.2026

    Todeswellness als Ausweg

    „Holly und Michelle hatten ihn beraubt, nicht seiner Frau beraubt, sondern seines Rechts, mit ihr zusammen zu sein.“

    Inhalt

    Nach neun Jahren schwerer Krankheit, verabschiedet sich Claire aus der Behandlung ihres Onkologen, weil es keine Aussicht mehr auf irgendeine Form von Heilung gibt. Stattdessen begibt sie sich in die häusliche Obhut ihres Mannes gepaart mit der Unterstützung eines Palliativteams. Die Hospizphase beginnt, eine Zeit, die in der Regel nicht länger als ein halbes Jahr Restlebenszeit umfasst. Doch sie ist mit der Entwicklung nicht zufrieden, möchte für sich selbst etwas anderes und bittet ihren Mann darum auszuziehen. Die letzten Wochen auf Erden möchte sie mit ihren Freundinnen Holly und Michelle verbringen. Eliot kann es nicht glauben, führten sie doch ein vorbildliches Eheleben und konnten sich immer aufeinander verlassen. Doch er möchte ihr diesen „letzten“ Willen nicht abschlagen und zieht sich zurück. Für ihn beginnt eine schwere Phase, die schwerste überhaupt – stellt ihre Bitte doch nichts anderes in den Raum, als die Erkenntnis, dass seine Frau ohne ihn glücklicher sein könnte.

    Meinung

    Auf dieses Buch hatte ich mich sehr gefreut, die intensive Leseprobe, die gewählte Thematik, die klar umrissene Struktur – dieser Roman hatte das Potential zum Lieblingsbuch und lässt mich nun leider etwas enttäuscht zurück. Der sprachliche Teil und der Aufbau des Buches konnten mich überzeugen, bei der Geschichte selbst wurde es schon etwas dünner, weil sie schnell stagniert und nicht mehr vom Fleck kommt. Die größten Probleme hatte ich jedoch mit der einseitigen Erzählstimme und dem inhaltlichen Schwerpunkt.

    Dadurch das Eliot, der Ehemann in die Rolle des Erzählers schlüpft, bekommt der Leser fast ausschließlich seine Sicht der Dinge präsentiert. Und hier ist ganz klar: er gibt alles für sie und genügt ihren Ansprüchen dennoch nicht. Die Verzweiflung und Enttäuschung ist erlebbar und gut dargestellt, doch es fehlt der Kerngedanke und die Auseinandersetzung mit dem Sterbeprozess aus Sicht der todkranken Claire. Mein Verständnis für diese Art von Abschiednehmen schwand auf jeder Seite mehr. Gleichzeitig blieb die erhoffte Emotionalität die dem Thema innewohnt und mich immer wieder zu Büchern über das Sterben und den Abschied greifen lässt, weit hinter meinen Ansprüchen zurück. Es gab hier tatsächlich nicht eine einzige Stelle, bei der ich hätte weinen können – stattdessen wuchs meine Wut auf den Umgang des Ehepaares miteinander. Zwischendrin Banalitäten, statt Lebensklugheit – es wird lieber einsam gekocht, als zweisam entschieden.

    Fazit

    Rein strukturell und unter schriftstellerischen Aspekten betrachtet, ist dies ein solider, gut lesbarer Roman mit der richtigen Stärke und einer klaren Struktur. Aber ich bin hier nicht die passende Leserin, denn die geschilderten Umstände haben mich in keiner Weise traurig gestimmt, auch nicht anteilnehmend, sondern nach und nach wütend-frustriert zurückgelassen. Deshalb werden es hier nur 3 Lesesterne und ein schulterzuckendes „schade drum“ meinerseits. Vielleicht sollte man hier mit einer anderen Erwartungshaltung starten und wenn möglich auch keine neuen Einsichten erhoffen. Claire schafft fast die vorgegebene Zeit von einem halben Jahr, laut ihren Kindern wollte sie im Leben lieber Wogen glätten als Wellen zu schlagen – umso unverständlicher wirkt auf mich ihre Abkehr von ihrem Seelengefährten, insbesondere weil sie auch in ihrem Alternativentwurf nicht das zu finden scheint, was sie sich erhofft haben könnte.
    Ferne Heimat Altmontal

    Michael Riepl
    Ferne Heimat Altmontal (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    11.07.2026

    Eine Wertschätzung für das Leben

    "Der Krieg folgte einer perversen Logik. Er inszenierte ein Verwechslungsspiel zwischen Gut und Böse. Jeder Wahnsinn hatte seine Opfer und seine Profiteure."

    Inhalt

    Michael Riepl arbeitet in diesem Roman das Leben seiner Großmutter zwischen der Ukraine, dem Kaukasus und Deutschland auf, basierend auf ihren Tagebucheinträgen, die sie Zeit ihres Lebens gepflegt hat. Als Teenager hat er sich noch recht wenig für die Vergangenheit seiner Vorfahren interessiert, doch als er selbst für diverse Hilfsorganisationen in der ganzen Welt tätig wird, nimmt er das ihm gewidmete Tagebuch als Grundlage für Recherchen zu diesem Roman und als Anlass, sich posthum dem Wirken seiner Großmutter zu widmen. Dabei erzählt er klar strukturiert in kurzen Kapiteln sowohl von seinen eigenen Erlebnissen in Kriegsgebieten des Ostens, als auch von Hedwig, die als eines von 4 Kindern schon jungerweise ein schweres, entbehrungsreiches Leben führen musste und doch niemals ihre Hoffnungen auf ein glückliches Gelingen aufgegeben hat und zielstrebig ihren Weg verfolgte - unabhängig von politischen Repressalien. Es ist eine Annäherung, zwischen Generationen, Familien und Entscheidungen – die in ihrem Zusammenspiel den Grundstein für die Gegenwart des Autors gelegt haben.

    Meinung

    Dieses Buch ist für mich eine echte Entdeckung, weil es sehr vielschichtig und einsichtig über die großen Lebensthemen referiert, weil es Werte reflektiert und dabei immer unterhaltsam bleibt. Die Grundstimmung wird getragen von einer Melancholie, die ich beim Themenschwerpunkt Leben in Kriegsgebieten definitiv erwarte und sehr gut verstehen kann – eine gewisse allumfassende Traurigkeit, die dennoch helle Momente und menschliche Nähe bietet. Die Beständigkeit des Lebens und der Gleichmut verstreichender Jahre, ziehen den Leser unweigerlich in die Erzählung hinein und hinterlassen ein tieferes Verständnis.

    Auf Grund der Struktur des Buches, handelt es sich gleichermaßen um einen Roman, wie um ein Sachbuch, denn gerade die historischen Hintergründe der mannigfaltigen Kriegszustände, mit immer gleichen, unverständlichen Überschätzungen Einzelner gegenüber der Bevölkerung bringt einen traurigen Gleichmut mit sich. Manchmal entsteht beim Lesen der Eindruck, dass es egal ist, ob man das Jahr 1930 oder 2020 schreibt – Krieg, Völkermord und Ohnmacht allerorten – die Lernbereitschaft der Menschheit gegenüber ihren eigenen Gräueltaten geht gegen Null.

    Auch die Gestaltung des Buches beurteile ich sehr positiv. Auf den Innenseiten des Buchdeckels findet sich eine Landkarte mit den Schauplätzen des Romans und der Text selbst wird hin und wieder durch historisches Bildmaterial aufgelockert.

    Fazit

    Für diese einprägsame, umfassende Erzählung vergebe ich begeisterte 5 Lesesterne. Ein hochinteressanter Text mit vielschichtigem Inhalt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Kriegsnöten und Familiengeschichte, zwischen Spurensuche und Aufarbeitung, aber auch zwischen Menschlichkeit und Verachtung. Mit leichter Hand geschrieben, sehr gut recherchiert, historisch aufklärend und nicht wertend. Für mich jedoch das Wichtigste an diesem Buch: der Enkelsohn setzt seiner Großmutter ein Denkmal, für ihr Dasein, ihre Stärke, ihr Wirken als Ärztin – er bietet hier die Wertschätzung für ein ganzes Leben und führt mit humanitärer Hilfe ihr Erbe fort. Welches schönere Kompliment könnte man bekommen, wenn man jahrzehntelange Lebenseindrücke schriftlich festhält, um sie vielleicht irgendwann in der richtigen Art und Weise anerkannt zu wissen?
    Mit anderen Augen

    Jane Tara
    Mit anderen Augen (Buch)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    11.07.2026

    Der Wind der Veränderung



    "Sich selbst anzuerkennen ist ein Akt der Liebe. Wenn Sie das nicht tun, können Sie es auch nicht von anderen erwarten - finden Sie nicht auch?"

    Inhalt

    Tilda Finch, eine Mittfünfzigerin, stellt eines Tages erschrocken fest, dass ihr kleiner Finger unsichtbar geworden ist. Tags darauf, ist ihr Ohr weg und die Nase verschwimmt ebenfalls immer mehr. Voller Verzweiflung begibt sie sich zu ihrer Hausärztin, die ihr die vernichtende Diagnose mitteilt: Tilda leidet an "Unsichtbarkeit", einer weit verbreiteten Krankheit unter Frauen, die besonders in der zweiten Lebenshälfte vernichtende Schäden anrichtet, im schlimmsten Fall verschwindet die Person gänzlich - eine Chance auf Heilung ist nicht in Aussicht. Mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln, versucht Tilda gegen ihre Unsichtbarkeit anzugehen und versucht sowohl die Selbsthilfegruppe als auch den Meditationskurs. Nach und nach stellt sie fest, dass ihr eigenes Selbstbild so desaströs ist, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis ihr Mindset auch das Äußere dominiert.

    Meinung

    Auf dieses Buch bin ich durch mehrer positive Rezensionen aufmerksam geworden, die Idee mit einer Krankheit, die einen derartigen Verlauf nimmt, fand ich schon mal reizvoll, ich habe mir etwas Inspirierendes vorgestellt und wie immer eine explizite Aussage gewünscht. Aber leider musste ich schon zu Beginn feststellen, das die Story wohl genau das nicht bieten wird. Besonders deutlich wurde das Missverhältnis zwischen meinen Ansprüchen und der Realität durch den gewählten Fokus: Tilda geht offensiv mit ihrer Krankheit um und bewegt sich in sehr alternativen Kreisen, so dass schon bald die Selbsthilfegruppe, die esoterisch interessierten Freundinnen und eine Mediatationsleiterin mit glamourösem Ruf die Handlung übernehmen und gemeinsam mit Tilda und dem Leser, deren Leben wieder auf die richtige Spur bringen möchten. Aber da war ich dann gänzlich das falsche Publikum.

    Tildas Auseinandersetzung mit der Krankheit und den schnell gefundenen Ursachen (traumatische Kindheit, selbstzerstörerische Ehe samt Scheidungskrieg), bleiben oberflächlich. Nie stehen die wahren Gründe und das Nachdenken darüber im Vordergrund, sondern schnell wechselt man in feuchtfröhliche Barabende mit Freundinnen, die ein ach so großes Verständnis haben und gleich noch die richtigen Kontakte, um einen Lebenswandel in die Wege zu leiten. Das Augenrollen konnte ich mir an dieser Stelle nicht mehr verkneifen. Als dann auch noch ein neuer, gutaussehender, wohlhabender Mann in Tildas Leben tritt, der ihr endlich wieder einen echten Grund liefert, um auf die Beine zu kommen, war mir ganz klar: viele Klischees, eine mehr als triviale Story und dermaßen überspitze Denkansätze, das es zwar ein sich geschlossener Roman über Frauenpower und Neubeginn ist, dessen Wind der Veränderung für mich aber nur ein laues Lüftchen war.

    Fazit

    Hier vergebe ich lediglich 2 Lesesterne, für einen gut lesbaren, unterhaltsamen, leichten Roman, der leider so gar nicht in mein Beuteschema bzw. zu meiner Erwartungshaltung passte. Wer einen sommerlichen Text mit bildlichen Szenen und einfachen Startegien bevorzugt oder sein Leben selbst mit Mutmachsprüchen, erfolgreichen Freundinnen, perfekten Männern und motivierenden Meditationserfahrungen verbringt, findet hier möglicherweise Bestätigung oder die Klarheit darüber, dass man jede Krankheit mit dem entsprechenden Hintergrund überwinden kann. Wer einen bewegenden, tiefgreifenden Roman über innere Werte, Selbstreflexion und Denkansätze lesen möchte, der bestenfalls in Erinnerung bleibt, sollte zu einem anderen Buch greifen.

    Feine Risse

    Elisa Hoven
    Feine Risse (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    08.06.2026

    Die hellen Momente in den dunkelsten Tagen

    „Diese Unterscheidung gibt es nicht. Schriftsteller machen Wahres zu Geschichten, und Schauspieler lassen die Geschichten wahr erscheinen. Ich tue beides.“

    Inhalt

    Eva Herbergen, eine Strafverteidigerin, die in zahlreichen Fällen ihr Können unter Beweis gestellt hat, vertagt ihren geplanten Ruhestand und arbeitet noch ein Weilchen weiter. Der Leser bekommt in kurzen Abschnitten ihre aktuellsten Fälle präsentiert, in denen sie es mit den unterschiedlichsten Verbrechern und deren Motiven zu tun bekommt. Im Hintergrund beschäftigt sie auch ein ganz persönlicher Fall: Im Elternhaus ihres Mannes findet man im Zuge von Renovierungsarbeiten ein eingemauertes Skelett im Kellerraum. Welches Geheimnis sich wohl hinter diesem Verbrechen verbirgt?

    Meinung

    Dies ist bereits das zweite Buch der Autorin um die Figur der Eva Herbergen. Den ersten Roman („Dunkle Momente“) möchte ich gerne noch lesen und vielleicht wird es ein drittes Buch geben – der Cliffhänger am Ende der Lektüre lässt dies vermuten.

    Man merkt dieser Erzählung die berufliche Erfahrung der Autorin an, die selbst Richterin am sächsischen Verfassungsgerichtshof ist. Besonders intensiv wird hier die Kluft zwischen Recht und Gerechtigkeit besprochen, die sich durch jeden Fall zieht und mehrfach zu einem Zwiespalt führt. Denn Ethik und Moral vertragen sich nicht gänzlich mit den Normen der Rechtsprechung.

    Dabei entwirft die Autorin eine sympathische, nahbare Protagonistin, die menschlich denkt und handelt und selbst nicht unfehlbar ist. Die kurzen Episoden sind in klarer, prägnanter Sprache verfasst und sehr fokussiert bzw. leserfreundlich gestaltet – keine Schnörkel, keine Ausreißer in Endlosdebatten.

    Dennoch bietet dieses Buch viel mehr als eine bloße Abhandlung von gerichtsfällen: es lädt vielmehr dazu ein, hinter die Kulissen zuschauen und ein breites Spektrum an Möglichkeiten aufzuzeigen.

    Fazit

    Ich vergebe gute 4 Lesesterne für einen interessanten, abwechslungsreichen Roman, der Rechtsprechung und Menschsein miteinander in Einklang bringt. Er eignet sich hervorragend für Gesprächsrunden und weckt die Neugier auf die Hintergründe der Verbrechen. Auch der Beruf des Strafverteidigers bekommt hier Tiefe und lässt mehrere Dimensionen entstehen. Wer gerne Grauzonen auslotet und sich für die Thematik der Rechtsprechung begeistert, bekommt hier gutes Lesefutter geboten, welches Lust auf mehr macht.
    Mit beiden Händen den Himmel stützen

    Lilli Tollkien
    Mit beiden Händen den Himmel stützen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    04.06.2026

    Mühe mit meinem unbeständigen Leben

    „Das Bild von meiner Mutter wird zum übergroßen Traum eines Kindes. Im Traum ist sie eine Bärin, die mich mit ihren großen Tatzen gegen die Welt verteidigt, während sie in der Realität immer weniger wird.“

    Inhalt

    Lale wächst in einer Männerkommune in Berlin auf, nachdem ihrer drogenabhängigen Mutter das Sorgerecht entzogen wurde. Ihr leiblicher Vater und dessen Freunde, führen ein Leben zwischen Drogen, Alkohol, wechselnden Frauenliebschaften gepaart mit Arbeitsverweigerung und politischen Statements. Lales Platz in der Wohngemeinschaft ist förmlich nicht existent - sie ist eben einfach da! Es gibt keine Regeln, keine Zuwendung, keine Anleitung. Während sich die Erwachsenen tagein und tagaus im Suff befinden oder mit Frauen vergnügen, muss Lale ihren Platz behaupten. Doch über Verwahrlosung und Desinteresse schiebt sich noch der Missbrauch hinzu, wenn die Männer gerade keine Frau haben, setzen sie sich gerne auch die 8-jährige auf den Schoß. Sobald sie kann, verlässt sie die Wohnung, schlittert jedoch nur in ein eigenes Leben voller Abhängigkeiten hin zu Drogen und den Randfiguren der Gesellschaft. Doch aufgeben ist keine Option, ihr erstrebenswertes Ziel: endlich ankommen und ein Zuhause finden. Erst als sie selbst Mutter wird, eröffnet sich diese Chance – und diesmal will sie es nicht vermasseln.

    Meinung

    Die Thematik des Buches an sich ist schon eine ganz spezielle und deutet auf eine Vielfalt an Betrachtungsweisen und Meinungen hin, umso betroffener hat mich dieser Text, der ausschließlich von Lale selbst erzählt wird, gemacht. Denn der Leser ist hier hautnah dabei an dieser Kindheit voller Missstände, Ängste und Haltlosigkeit. Die psychologische Betrachtung erschließt sich unmittelbar und durch keinerlei Filter beschönigt. Ein hartes Kinderleben formt eine harte Erwachsene, die dennoch nur schwimmt und sich auf der Flucht vor sich selbst befindet, auf der Flucht vor ihren antrainierten Unzulänglichkeiten, die keinerlei Vertrauensbasis erfahren hat und voller Begierde auf ein „normales“ Leben schaut, ohne zu wissen, wie sie dieses erreichen kann.

    Dennoch hat mich diese konsequente Erzählweise in ihrem harschen Ton stellenweise erschreckt und weniger Emotionen geweckt als erhofft. Die Traurigkeit erfasst den gesamten Text, bewegt sich aber weitab von irgendeiner Allgemeingültigkeit. Mir war einiges zu exemplarisch dargestellt und die dunklen Momente der Betroffenen wirken nur deshalb so „erträglich“, weil sich das Umfeld immer im Drogenwahn oder in der Volltrunkenheit befindet. Der endgültige Befreiungsschlag bleibt aus und der Funken Hoffnung ist klein und unbeständig.

    Fazit

    Ich vergebe gute 4 Lesesterne für einen besonderen, dramatischen Roman mit harten Themen, verlorenen Protagonisten und Randexistenzen der Gesellschaft, die jeglichen Halt verloren haben. Der distanzierte Stil, in kurzen einfach Sätzen, basierend auf Erlebnissen, eines Kindes mit all den Folgeschäden für die Zukunft, dass muss man aushalten können. Man kann dieses Buch in einem hohen Tempo lesen und ist stets gefesselt – allerdings auf eine unangenehme Art und Weise. Die Wirkung jedoch ist die eines tragischen Einzelschicksals, die Gesamtaussage bleibt hinter meinen Erwartungen zurück und die einseitige Sicht auf dieses Leben im Ausnahmezustand, verhindert die Facettenvielfalt, die ich mir hier gewünscht hätte.
    Die Namen

    Florence Knapp
    Die Namen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    23.05.2026

    Drei Namen, drei Leben, eine Bürde

    „Seit ein paar Jahren geht sie zu einer Therapeutin, aber auch sie hat lange gebraucht, um die schwersten Steine anzuheben und die dunkle Erde darunter zu betrachten, wo ihre Ängste und Sorgen vor dem Licht weghuschen, wie Kellerasseln.“

    Inhalt

    Bear ist der Sohn eines Mörders, seinen Vater kennt er nicht, weil dieser seit Jahren im Gefängnis sitzt. Julian ist Halbwaise, er musste ohne seine Mutter aufwachsen, die Opfer ihres gewalttätigen Mannes wurde. Gordon hat eine klassische Familie, doch in den eigenen vier Wänden dominiert der prügelnde Vater den Alltag. Die drei Männer sind ein und dieselbe Version in drei möglichen Parallelwelten. Wie würde das Leben aussehen, wenn man einen anderen Namen trägt und doch im gleichen Kontext lebt? Wer kann man werden und wer möchte man sein?

    Meinung

    Die Idee zu diesem spannenden Roman ist ebenso simpel wie genial. Eine leichte Fiktion bildet die Basis für verschiedene Szenarien, die sich dennoch nur geringfügig unterscheiden, denn die Prägung eines Individuums in jungen Jahren ist so nachhaltig und umfassend, dass selbst wechselnde Rahmenhandlungen nur bedingte Veränderungen zulassen. Trotzdem können Lebenswege ganz anders verlaufen, doch dazu bedarf es nicht nur eines anderen Namens, sondern ganz bewusster Entscheidungen für oder gegen ein bestimmtes Verhalten.

    Die Konstanten der Geschichte sind hier die Mutter aber noch viel mehr die ältere Schwester des Hauptprotagonisten – zwischen diesen Polen erlebt der Leser abwechselnd die drei Wege eines Mannes im Abstand von jeweils sieben Jahren. Diesen Zeitraffer empfand ich als gelungen und glaubwürdig, dennoch hätte es mir besser gefallen, wenn der jeweilige Name in sich geschlossen gewesen wäre, bevor die nächste Episode unter anderem Namen nur zur gleichen Zeit aufgegriffen wird. So wie es war blieben mir alle drei Persönlichkeiten irgendwie fremd und gedanklich musste man gut sortieren, um nicht durcheinander zu kommen.

    Fazit

    Ich vergebe gute 4,5 Lesesterne, die ich zu 5 aufrunden möchte. Gerade der gängige Schreibstil und die einfache aber aussagekräftige Intention des Romans machen ihn zu einem Pageturner. Die Thematik der häuslichen Gewalt, die sich hier in erster Linie auf die Lebenspartnerin beschränkt, zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Die psychologischen Folgen für die Kinder und deren spätere Entwicklung vollzieht sich stimmig und dramatisch. Die Probleme der einen Generation werfen lange Schatten in die der nächsten hinein. Dabei spielt es nicht unbedingt eine Rolle, wann man dem Terror entkommen ist, sondern vielmehr wie man mit der Situation umgeht. Die Bürde der Verantwortung und die Schwierigkeiten, sich der eskalierenden Gewalt zu entziehen sind glaubwürdig und empathisch geschildert. Lediglich die Emotionalität geht auf Grund der Erzählstruktur etwas verloren: Der Leser schaut von außen zu, wie innen alles zerbricht und bleibt dem Geschehen als Beobachter verbunden.
    Das White Octopus Hotel

    Alexandra Bell
    Das White Octopus Hotel (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.05.2026

    Die drei goldenen Schlüssel durch die Zeit

    Inhalt

    Das White Oktopus Hotel, ist im Jahre 2016 nur noch ein sehenswürdiger Lost-Place, während es 1935 ein Grand-Hotel in den Schweizer Alpen war und 1918 ein Krankenhaus für Kriegsversehrte. Die Immobilie umgibt eine geheimnisvolle Aura und eine große Portion Zauberei. Der einstige Besitzer Nikolas Roth, war angeblich ein großer Künstler, doch sein Gesamtwerk gilt als verschollen. Das Interesse der Kunsthistorikerin Eve Shaw ist geweckt, zumal sie selbst eine magische Verbindung mit einem Oktopus pflegt, der als wanderndes Tattoo unter ihrer Haut lebt. Und so wird ihr Ausflug zur verfallenen Ruine am Berg zu einer faszinierenden Reise in die Vergangenheit. In drei Zimmern des Hotels sind Zeitreisen möglich und Eve ist im Besitz eines Schlüssels. Als sie erfährt, dass alle Gegenstände der Unterkunft eine andere magische Eigenschaft besitzen, und es angeblich hauseigenes Briefpapier gibt, welches eine Veränderung der Vergangenheit ermöglicht, setzt die junge Frau alles daran, dieses zu finden. Ändern möchte Sie ihr bisheriges Leben, weil ein Fehler aus ihrer Kindheit ihr gesamtes Dasein überschattet und sie mit einer nie enden wollenden Schuld belastet. Im Hotel trifft sie auf Max Everly, einen begabten Komponisten, der mit seiner Musik ihr Herz bewegt. Mit ihm scheint sie weit mehr zu verbinden, als zunächst geglaubt und auch er kann durch die Zeit reisen. Die gegenseitige Anziehungskraft führt dazu, dass sich die Wahrheiten von heute, gestern und vorgestern neu sortieren und möglicherweise eine ganz andere Gegenwart ermöglichen, doch jedes Glück fordert seinen Preis …

    Meinung

    Auf diese Geschichte voller Magie und abenteuerlicher Erlebnisse bin ich durch positive Leserstimmen aufmerksam geworden, denn normalerweise fehlt mir in Storys über Zeitreisen der Realitätsbezug. Hier jedoch entspinnt sich nach und nach eine sehr sympathische Erzählung über die Vergangenheit und ihre Möglichkeiten. Aus Sicht der jungen Eve, deren inneres Drama man sehr gut nachvollziehen kann, eröffnen sich Wege und Türen hinein in ein buntes Wirrwarr aus Zeitsprüngen und Ereignissen. Der Dreh-und Angelpunkt jedoch ist das White Octopus Hotel, mit seinen Bars, Spiegeln und der wunderbaren Aussicht auf die Schweizer Berge. Vieles bleibt während des Lesens sehr rätselhaft und man taucht immer tiefer in die Materie ein, ohne jedoch den Kern der Geschichte restlos zu erfassen. Erst die letzten Seiten des Buches bringen endgültiges Licht ins Dunkel und dennoch bleiben manche Dinge beinahe verborgen.

    Sehr positiv empfand ich den gekonnten Zeitwechsel zwischen den Jahren und Eindrücken von Eve Shaw, die uns meist nur ihre Perspektive zeigt, dafür jedoch in zahlreichen Facetten. Geschichte, Magie und eine langjährige Liebesbeziehung ziehen den Leser in den Bann.

    Fazit

    Dieser ansprechende Roman passt in keine Schublade und weckt dadurch auch das Interesse von Lesern, die mit Fantasy im Allgemeinen eher wenig anfangen können. Es ist ein spannender Schmöker, der den magischen Realismus bedient aber auch historische Aspekte einfängt und hin und wieder Lebensweisheiten präsentiert. Sehr gern vergebe ich 4,5 Lesesterne, die ich zu 5 Sternen aufrunde. Gerade der bildliche Erzählstil würde mich zu einer Filmvorlage inspirieren, die Kunst, die Stimmung und die Hintergründe würden sicherlich tolle Bilder heraufbeschwören. Besonders die Zeitlosigkeit der Geschichte, macht sie vielen Lesern zugänglich und beinahe wirkt es so, als könnte man selbst, durch eine der magischen Türen das Hotel betreten, um in einer anderen Zeit den Horizont zu erweitern.
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