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    Belina

    Aktiv seit: 17. März 2026
    "Hilfreich"-Bewertungen: 0

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    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    4 Rezensionen

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.
    Die Riesinnen

    Hannah Häffner
    Die Riesinnen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    13.04.2026

    Ein starker weiblicher Generationenroman

    Manchmal sind es nicht die lauten, sondern die leisen Geschichten, die bleiben. „Die Riesinnen“ ist genau so ein Buch.
    Drei Frauen, drei Leben, die sich umeinander winden wie Wurzeln im Waldboden: eng verbunden, kaum zu trennen, und doch jede für sich. Es geht um Herkunft und um das, was man mitbekommt, ohne danach gefragt zu haben. Und darum, ob man sich davon lösen kann, ohne sich selbst zu verlieren.
    Der Stil der Autorin ist reduziert und gerade deshalb so eindringlich. Keine überflüssigen Worte, keine großen Gesten. Stattdessen leise, starke Bilder, die nachhallen. Man liest langsam, weil man spürt, dass man sonst etwas verpasst.
    Der Roman verzichtet auf klassische Dramaturgie, auf Höhepunkte im üblichen Sinn. Und trotzdem passiert viel, nur eben zwischen den Zeilen. In Blicken, in Erinnerungen, in dem, was nicht gesagt wird.
    Besonders stark sind für mich die Szenen im Dorf Wittenmoos und im angrenzenden Wald. Hier entfaltet der Roman seine größte Atmosphäre, hier greifen Figuren, Landschaft und Stimmung am überzeugendsten ineinander. Die Passagen an anderen Orten, etwa Coras Erlebnisse im Ausland oder Evas Studium in Stuttgart, fallen dagegen spürbar ab. Sie wirken stellenweise austauschbarer, fast funktional, auch wenn (oder weil?) sie für den Fortgang der Geschichte und die Konstellation in Wittenmoos notwendig sind.
    Die Figur Liese hat mich nachhaltig beeindruckt. Sie trägt den Roman in vielerlei Hinsicht und verleiht ihm eine besondere Tiefe. In ihr verdichtet sich Vieles von dem, was das Buch ausmacht. Sie ist zugleich greifbar und distanziert, stark und verletzlich und bleibt lange im Gedächtnis. Nach dem Lesen der ihr gewidmeten Passagen fand ich es schade, dass ihr nicht noch mehr Seiten geschenkt wurden. Am Ende bleibt das Gefühl, dass es noch viel mehr über sie zu erzählen gegeben hätte, was mich jedoch nicht daran hindert, dieses Buch Leser/-innen zu empfehlen, die Freude an weiblichen Geschichten und Mütter-Töchter-Beziehungen haben und Kraft aus der Natur schöpfen.
    Der letzte Leuchtturm

    Michael Pedersen
    Der letzte Leuchtturm (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.04.2026

    „Ein Aufenthalt auf Muckle Flugga hat schon so manches Herz geheilt“

    „Der letzte Leuchtturm“ ist ein wundervoll poetischer Roman, der von nicht mehr und nicht weniger handelt, als von einer Landschaft – der schottischen Insel Muckle Flugga – und den Menschen, die sie durchstreifen.

    Ouse und sein Vater sind die einzigen Bewohner der Insel. Der Vater, ein verschlossener, grober und seit dem Tod der Mutter gebrochener Mann, stellt seine Pflichten als Leuchtturmwärter stets an erste Stelle und bildet seinen Sohn zu seinem Nachfolger aus. Ouse liebt seinen Vater und Muckle Flugga mit all seinen tierischen Bewohnern sehr und nimmt sein Schicksal offenbar an. Bei seinen Streifzügen über die Insel scheint er eins mit der Landschaft und Tierwelt um ihn herum zu sein, völlig mit sich und der Welt im Reinen. Seine Kreativität lebt er aus, in dem er Motive der Insel in kunstvolle Teppiche, Pullover und andere Strickwaren verwandelt und auf den Märkten auf dem Festland an Touristen verkauft. Seit dem Tod seiner Mutter steht Ouse der Geist von Robert Lewis Stevenson zur Seite, begleitet ihn auf seinen Ausflügen und ermutigt ihn, für sich selbst einzustehen.

    Eines Tages kommt der unglückliche und erfolglose Künstler Firth als Gast auf die Insel. Er möchte ein vor langer Zeit gegebenes Versprechen einlösen und den Ort besuchen, von dem sein Großvater einst berichtete. Er freundet sich mit Ouse an und erkennt dessen außergewöhnliches Talent. Für ihn ist klar: Ouse muss die Insel verlassen, um in Edinburgh zu studieren und als Künstler zu leben. Schließlich muss sich dieser entscheiden: Bleibt er dem Vater und der Insel treu und wird der nächste Leuchtturmwärter von Muckle Flugga oder will er sein Schicksal selbst in die Hand nehmen und herausfinden, welches Leben jenseits der Insel auf ihn wartet?

    Die wundervolle Sprache des Autors hat mich von Beginn an verzaubert und sprachlich ist „Der letzte Leuchtturm“ bislang mein absolutes Jahreshighlight! Ganz gleich, ob er Landschaft, Flora und Fauna, die Dialoge zwischen den Männern oder deren Gedanken beschreibt, jedes Wort ist perfekt gewählt und zieht die Leser/-innen immer tiefer in die Welt des Romans hinein.
    Die Beziehungen zwischen Vater und Sohn und den beiden jungen Männern, aber auch die Geschichte der Insel werden sensibel Schicht um Schicht offengelegt und offenbaren deren liebenswerten, aber auch grausamen Seiten.

    Am Ende verlassen die Leser/-innen die Insel und den Roman und können, wie „jene, die Muckle Flugge wieder verlassen, […] ausnahmslos von den zeitlosen Qualitäten der Insel, von den kleinen Weller der Ewigkeit, die sich dort kräuseln“ berichten.

    „Ein Aufenthalt auf Muckle Flugga hat schon so manches Herz geheilt“ und ich empfehle diesen Roman aus ganzem Herzen und wünsche ihm viele Leser/-innen!
    Die Geister von La Spezia

    Oliver Plaschka
    Die Geister von La Spezia (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    23.03.2026

    Erinnerungsreisen auf den Spuren von Frankensteins Monster

    Genua im Jahr 1822. Die frisch verwitwete Mary Shelley erhält Besuch von Pat Colombari, die den Tod von Percy Bysshe Shelley untersuchen soll. Schnell wird klar, dass es sich bei Pat nicht um eine normale Ermittlerin handelt – sie verfügt über einen Apparat, mit dessen Hilfe sie in die Erinnerungen anderer Menschen eintauchen kann. Auf diesem Weg reisen die Leser/-innen in die Vergangenheit, lernen den berühmten Freundeskreis des Ehepaars kennen (darunter Lord Byron, John Polidori und Claire Clairmont) und finden schließlich gemeinsam mit Pat heraus, welche Ereignisse Mary Shelley dazu inspiriert haben, den weltberühmten Roman „Frankenstein“ zu verfassen und wer die „Geister von La Spezia“ sind.

    Die Idee der Erinnerungsreise („Mnemoskopie“) ist originell und gut umgesetzt: Anders, als z. B. bei einer Zeitreise sind Reisen in die Erinnerung immer subjektiv eingefärbt und Pat kann so die gleichen Geschehnisse aus unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen. Auch verdrängte und „geschönte“ Erinnerungen sowie jede Menge Geheimnisse kommen letztendlich ans Tageslicht und helfen bei der Aufklärung des Falles. Der Autor schafft es wunderbar, die „Erinnerungsszenen“ so zu beschreiben, dass man sie den jeweiligen Personen gut zuordnen kann und ich immer wusste, in welchem Kopf Pat gerade unterwegs war. Besonders unterhaltsam und leicht skurril ging es z. B. im Kopf des Schriftstellers Trelawny zu, der sich offensichtlich selbst etwas heroischer sah, als es seine Umwelt tat. Und die Tatsache, dass Percy Shelley regelmäßig von Laudanum benebelt war, schlägt sich natürlich auch in seinem Erinnerungsvermögen wieder.

    Freundeskreis und Zeitgenossen der Shelleys beruhen auf den realen Personen und auch verschiedene Ereignisse haben so oder ähnlich tatsächlich stattgefunden. Da ich mich besonders für Gothic Novels und den Literatenzirkel um die beiden interessiere, habe ich die Geschichte mit Spannung verfolgt und immer wieder das Buch zur Seite gelegt, um zu recherchieren, was tatsächlich dokumentiert ist und was Fiktion.

    Etwas Punktabzug gibt es für mich für die Rahmenhandlung. Hin und wieder kommuniziert Pat über ihre Apparatur mit einem „Gus“, über den nicht viel bekannt ist. Andeutungsweise wird auch von einem Charlie gesprochen, der offenbar in der Nutzung der Mnemoskopie zu weit gegangen ist und irgendwo in Erinnerungen oder der Zeit verloren gegangen ist. In der ersten Hälfte des Buches kam es mir so vor, als hätte ich den ersten Band einer Reihe verpasst, in dem die Technik und die dahinterstehende Organisation bereits eingeführt wurde. In der zweiten Hälfte des Buches gibt es dann einige Hinweise und Manches (aber nicht alles) wird aufgeklärt.

    Vielleicht plant der Autor ja weitere Bände um Pat, der diese Lücken noch schließt. Falls sie demnächst noch in die Erinnerungen anderer berühmter Persönlichkeiten reisen sollte, wäre ich gerne wieder dabei, denn ich mochte es sehr, wie er sich den Geschehnissen aus unterschiedlichen Perspektiven nähert und eine sehr atmosphärische Stimmung aufbaut, wie sie auf dem Buchcover perfekt gespiegelt ist.
    Ultramarin

    Ann-Christin Kumm
    Ultramarin (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    17.03.2026

    Roman mit großer Sogwirkung und bedrohlicher Atmosphäre

    Lou, Raf und dessen Schwester Sophia verbringen jedes Jahr den Sommerurlaub miteinander. Dieses Jahr soll auch Nora, eine Freundin von Sophie mitfahren. Sie sagt jedoch kurzfristig ab, sodass sich die beiden Männer in der ungewohnten Dreierkonstellation mit Nora im Ferienhaus wiederfinden.

    Lou und Raf kennen sich schon seit der Schulzeit und es wird schnell deutlich, dass mehr als nur Freundschaft zwischen ihnen ist – oder war. Die Lesenden verfolgen die Geschichte aus Lous Perspektive, dessen Gedanken von Beginn an fast ausschließlich um Raf kreisen. Oder um den abwesenden Jakob, dessen Rolle, ebenso wie die Sophies, zunächst im Dunkeln bleibt. Raf behandelt Lou abweisend und herablassend, während sich Nora zu ihm hingezogen fühlt. Die Beziehung der drei entwickelt eine spannende Eigendynamik, während es immer klarer wird, dass Lou in einem ungesunden Abhängigkeitsverhältnis zu Raf steht.

    Gleich zu Beginn des Romans baut die Autorin eine bedrohliche Atmosphäre auf und lässt keinen Zweifel daran, dass es sich bei diesem Roman nicht um eine harmlose Sommerlektüre handelt. Stück für Stück enthüllt sie durch Rückblenden die Geschichte von Lou, Raf und Jakob, die ein dunkles Geheimnis birgt und Lou umso enger an Raf bindet.

    „Ultramarin“ entwickelt sich von Seite zu Seite immer mehr zu einem spannenden, psychologischen Roman. Während sich die Handlung in der Gegenwart auf wenige Ereignisse und Tage (diese haben es jedoch in sich!) erstreckt, machen Lous Gedankenspiralen und Selbstzweifel, die die Autorin sehr authentisch darstellt, einen großen Teil des Romans und dessen Spannung aus. Hier und da werden Details eingestreut, die die Lesenden immer wieder auf eine falsche Fährte führen. Daher hat mich der Roman besonders im letzten Drittel immer wieder neu überrascht, was mir sehr gut gefallen hat.

    Allerdings werden einige gelegte Fährten nicht weiterverfolgt und manche Andeutungen in den Rückblenden werden nicht wieder aufgegriffen. So bleiben einige Fragen offen. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin hier noch etwas mehr ins Detail geht, denn zum Beispiel Sophia wird als spannende, ambivalente Person angelegt, dann aber nur noch oberflächlich berücksichtigt. Dafür gibt es ein wenig Punktabzug, zum großen Teil fand ich den Roman jedoch sehr gut umgesetzt und unterhaltsam, wenn auch auf eine sehr düstere Art.
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