Bewegende Familiensaga
Mit Villa Rivolta ist Daniel Speck wieder eine große epische Erzählung gelungen, die den Leser vom ersten Moment an gefangen nimmt. Atmosphärisch dicht versetzt er uns in das Italien der 1960er Jahre, in die Villa des Mailänder Großindustriellen Renzo Rivolta. Zwischen Valeria, der Tochter der Hausangestellten, und Piero, dem Sohn des Industriellen, entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, die Klassengrenzen überwindet und ein Leben lang trägt.
Speck lässt Nachkriegszeit und Aufbruchsstimmung lebendig werden, zeichnet soziale Gegensätze zwischen dem Norden und Süden Italiens und verbindet italienisches Flair mit einer Familiengeschichte und der Erfolgsgeschichte von Iso Rivolta. Basierend auf Erinnerungen von Piero und Lele Rivolta wirkt der Roman besonders authentisch. Ein einfühlsamer, spannender, berührender 600-Seiten-Schmöker, der viel zu schnell endet.