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    2. Alle Rezensionen von Katja K bei jpc.de

    Katja K

    Aktiv seit: 26. August 2025
    "Hilfreich"-Bewertungen: 1

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    42 Rezensionen

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.
    Don't let me fall

    Kelsie Rae
    Don't let me fall (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    07.06.2026

    Wenig Eishockey, viel Klischee, dennoch leicht zu lesen

    Puh, bei diesem Buch fällt mir eine Bewertung wirklich schwer. Es gab einiges, was ich kritisieren möchte, gleichzeitig fand ich es doch erstaunlich, wie leicht ich das Buch trotz meiner Kritikpunkte lesen konnte.

    Positiv fand ich, dass ich durch den flüssigen und lockeren Schreibstil der Autorin leicht und gut durch das Buch kam. Auch die erste Szene im Auto und die Tension zwischen Colt und Ash zu Beginn haben mir sehr gut gefallen.

    Und insgesamt fand ich, dass die Story gute Ansätze hatte, weil sie die Themen Toxizität in Beziehungen und Co-Abhängigkeit adressiert hat. Es gab viel Potenzial für Tiefgang.

    Leider fand ich die Umsetzung eher unglücklich. Das Verhalten der Charaktere war nicht immer stimmig und teilweise übergriffig, es gab viele Klischees und auch in der Handlung Logikfehler und für meinen Geschmack insgesamt zu wenig emotionale Tiefe und zu wenig Eishockey.

    Mein Fazit: Für mich war die Story doch sehr klischeebeladen, auch wenn tw. gute Ansätze dahinter steckten. Eishockey kommt nur am Rande vor. Dennoch fand ich das Buch teilweise unterhaltsam und leicht zu lesen. 2,5 Sterne.
    The Crane and the Nightjar

    Ada Bailey
    The Crane and the Nightjar (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    26.05.2026

    Grandioser Start, aber wo war die Spannung danach?

    Wie schade! Was ist da nur passiert?! Ich habe es selten, dass ich von dem Beginn eines Buches so begeistert bin. Tatsächlich fand ich die Leseprobe richtig genial und habe mich wahnsinnig auf das Buch gefreut, aber es konnte mich einfach nicht fesseln und ich musste mich immer wieder regelrecht dazu aufraffen weiterzulesen. Gefühlt wurde da ganz viel Potenzial verschenkt.

    Der Schreibstil ist an sich flüssig und sehr schön atmosphärisch, das Setting düster und die Magie, bei der man immer ein Stück seiner Seele verliert, wirklich faszinierend. Auch die Charaktere fand ich angenehm, sie wirkten erwachsen und reif.

    Von den logischen Fehlern konnte ich persönlich gut absehen. Teilweise tauchen Personen an Stellen wieder auf, obwohl sie eigentlich gerade woanders sind, oder die Haarfarbe einer Person ändert sich einfach mal willkürlich. Aber wie gesagt, das hat mich persönlich nicht so gestört.

    Ich hatte vielmehr Probleme damit, dass einfach für mich keine wirkliche Spannung aufkam, erst im letzten Achtel wieder. Ich nehme an, dass es zum einen daran lag, dass ich mir mehr und tiefere Emotionen gewünscht hätte und zum anderen daran, dass das Worldbuilding zu dem an sich interessanten Magie-System nicht sehr ausgereift war. Die Magie hat schlussendlich in dieser Story gar nicht so eine große Rolle gespielt. Den Plot Twist habe ich kommen sehen, aber auch darüber hätte ich hinwegsehen können, wenn ich einfach gefesselter gewesen wäre.

    Fazit: Sicherlich eine solide Romantasy mit einem wirklich starken Beginn und vielversprechendem Magie-System, die dann aber geschwächelt hat und mich enttäuschend wenig mitreißen konnte.

    Und alles zerbricht (Paper Hearts 1)

    Maxine Reuker
    Und alles zerbricht (Paper Hearts 1) (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    26.05.2026

    Beeindruckend realistische Darstellung einer Essstörung

    Vorab: Bei Problemen mit dem Essen und dem Gewicht sollte man zuvor die Triggerwarnung durchlesen. Auch bin ich nicht sicher, inwieweit sich dieses Buch wirklich für Jugendliche eignet, die ja häufig ohnehin in einer sensiblen Phase in Bezug auf ihre Figur stecken.

    Was mich persönlich angeht, so bin ich etwas holprig gestartet. Manche Dialoge und Formulierungen kamen mir etwas umständlich und konstruiert vor, manche Handlungen nicht wirklich nachvollziehbar. Ich bin froh, dass ich wegen der Empfehlung einer Freundin trotzdem weiter gelesen habe.

    Den Klappentext finde ich irreführend. Hier steht nicht die Liebesgeschichte im Vordergrund, wie angedeutet, sondern tatsächlich Milas Belastung und ihr Weg in die Essstörung. Ich bin selbst Psychotherapeutin und war wirklich tief beeindruckt davon, wie realistisch die Autorin die Essstörung, vor allem auch die Körperwahrnehmungsstörung und die Hartnäckigkeit dieser Erkrankung dargestellt hat. Man merkt, dass sie selbst Erfahrung mit dieser gefährlichen Störung hat.

    Insgesamt fand ich die Charaktere sehr liebevoll gezeichnet. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Milas Unsicherheit und Ambivalenz waren für mich deutlich spürbar.

    Am Ende fand ich den Schreibstil dann wieder etwas holprig, die Liebesgeschichte kitschig und das Tempo zu hoch. Außerdem wurde schnell noch etwas Drama hineingebaut, das hätte ich persönlich nicht gebraucht. Aber so ist das Ende offen geblieben und man kann gespannt auf die Fortsetzung sein.

    Ich kann das Buch allen empfehlen, die sich für das Thema sensibilisieren möchten und generell an Mental Health-Themen interessiert sind. Bei eigenen Problemen mit der Figur und dem Essen würde ich hingegen gut abwägen, ob die Lektüre das Richtige für mich ist.
    Seamere College 1. Strange Familiars

    Keshe Chow
    Seamere College 1. Strange Familiars (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.05.2026

    Herzallerliebste magische Tierwesen treffen auf Wirtschaftspolitik und Rivals to Lovers

    Ich habe mich von diesem Buch, das ich trotz der Spannung eher der Cozy Romantasy zuordnen würde, insgesamt sehr gut unterhalten gefühlt und bin begeistert von den vielen kleinen kreativen (magischen) Details, die die Autorin eingebaut hat.

    Der Schreibstil ist flüssig, humorvoll und locker. Es wird abwechselnd aus den Perspektiven von Gwen und Harrisford erzählt, was ich gelungen fand.

    In beide Charaktere konnte ich mich gut hineinversetzen, fand ihren Schlagabtausch teilweise sehr amüsant, teilweise aber auch ein bisschen albern. Insgesamt kam es mir so vor, als ob die beiden Protagonist*innen deutlich jünger waren als Mitte 20. Das trotzige Verhalten gerade von Gwen hatte manchmal eher etwas von einem pubertierenden Teenie. Deshalb fand ich die Liebesgeschichte manchmal nicht ganz überzeugend, dann aber wiederum auch sehr rührend.

    Regelrecht dahingeschmolzen bin ich bei den wirklich sehr niedlichen Beschreibungen der magischen Seelentiere und mythischen Kreaturen und ihrer Behandlung. Man merkt, dass die Autorin Tierärztin ist und ihre Freude daran hatte, ihr Wissen auf die magische Welt zu übertragen. Gerade Percy hat sich mit seiner speziellen Art in mein Herz geschlichen.

    Das Worldbuilding erscheint mir nicht komplett ausgereift, manches ging mir dann doch ein bisschen zu einfach und ich weiß nicht, ob in den Fortsetzungen noch Erklärungen folgen werden. Trotzdem hat es mir gefallen, denn die Magie ist hier eine endliche Ressource, die streng reglementiert wird, und es gibt sogar zwei Konzerne mit Marktmonopol. Dieses System und seine Folgen erinnert an wirtschaftspolitische Probleme unserer heutigen Zeit, was ich sehr elegant fand.

    Spannung wurde in dieser Story natürlich auch geboten und man konnte wilde Spekulationen anstellen, was mir großen Spaß gemacht hat.

    Mein Fazit: Auch wenn ich das Verhalten der Hauptcharaktere teilweise etwas kindisch und das Worldbuilding nicht ganz ausgereift fand, habe ich dieses Buch vor allem wegen der magischen Tierwesen und der spannenden Storyline bei gleichzeitigem Wohlfühlfaktor sehr genossen.
    Dire Bound

    Sable Sorensen
    Dire Bound (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.05.2026

    Absolute Sogwirkung

    Ich hatte lange kein Buch mehr, bei dem ich einfach nicht mehr aufhören konnte zu lesen und ständig Angst vor dem Moment hatte, in dem ich das Ende erreichen würde. Für mich ist dieses Buch jetzt schon ein absolutes Highlight, so muss Fantasy sein!

    Tatsächlich erinnert die Story sehr an Fourth Wing mit Panem-Vibes und ist damit nicht unbedingt neu, wird aber meiner Meinung nach erwachsener und extrem mitreißend erzählt.

    Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und fesselnd, die Charaktere gut ausgearbeitet und für mich deutlich spürbar, auch wenn manche von ihnen mysteriös scheinen. Die Schattenwölfe liebe ich! Eigentlich passiert ständig etwas, ohne dass die Story gehetzt wirkt. Ich fand sie durchweg spannend und es gab auch unerwartete Wendungen.

    Kleine Kritikpunkte beziehen sich auf die Spice-Szenen, die ich teilweise überflüssig und langatmig fand. Außerdem war ich etwas enttäuscht darüber, dass ich ein Ereignis schon sehr lange habe kommen sehen. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

    Insgesamt kann ich für dieses Buch nur eine große Empfehlung an alle Fantasy-Fans aussprechen, die kein Problem mit Brutalität haben. Macht euch darauf gefasst, dass ihr das Buch nicht so schnell aus der Hand legen könnt!
    Witch of the Wolves

    Kaylee Archer
    Witch of the Wolves (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    17.05.2026

    Starke Kombi aus reifen Charakteren, Charme und Spannung

    Hexen und Werwölfe im viktorianischen London, reife Charaktere, feiner Humor, eine Prise Feminismus und viel Spannung - was will man mehr?!

    Ich liebe Wölfe und Werwölfe, so dass mich dieses Buch gleich neugierig gemacht hat. Die Story beginnt eher ruhig mit einiger Situationskomik und den ersten unerwarteten und spannenden Wendungen, bis sie sich zum Ende hin zu einem regelrechten Showdown steigert.

    Besonders gut hat mir der unaufgeregte, dem Setting entsprechend etwas altmodische und verschmitzt-humorvolle Schreibstil gefallen, der zugleich so bildhaft ist, dass ich mir das Ganze wie in einem Film vorstellen konnte. Er sorgt dafür, dass die Geschichte bei aller Unberechenbarkeit und Grausamkeit doch auch immer ein bisschen charmant und leicht wirkt. Es wird ausschließlich aus Cordelias Perspektive (Ich-Form) erzählt, was sich für mich stimmig angefühlt hat.

    Die Charaktere fand ich toll. Sie haben sich reif und erwachsen verhalten,; nicht so, wie in vielen anderen Romantasy-Romanen, wo einfach mal impulsiv vorgeprescht wird. Sowohl Cordelia als auch Bishop mochte ich als Protagonist*innen sehr. Das kommt bei mir eher selten vor, weil ich meistens einen der beiden Hauptcharaktere zu blass oder zu wenig ausgearbeitet finde. Auch die Dynamik zwischen den beiden konnte ich spüren.

    Ich möchte gar nicht zu viel verraten. Ich habe das Setting auf jeden Fall geliebt und war zunehmend gefesselt von der Story, die man nie so ganz vorhersehen konnte. Spice-Szenen gibt es auch, aber nicht in übertriebenen Ausmaß.

    Ich kann das Buch allen empfehlen, die Hexen und Werwölfe und viktorianische Settings lieben, die auf reife Charaktere stehen und auch eine langsamere, dafür aber sehr charmante und durchdachte Storyentwicklung zu schätzen wissen.



    Illusion - A Lie Worth Believing

    Janine Ukena
    Illusion - A Lie Worth Believing (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    01.05.2026

    Spannende Idee, die Umsetzung war mir jedoch zu pathetisch und flach

    Grundsätzlich hat mir das Setting einer Illusionsshow in Las Vegas als Idee enorm gut gefallen und am Anfang war ich auch von dem fast poetisch anmutenden Schreibstil angetan.

    Diese Begeisterung hat sich jedoch bald zugunsten einer gewissen Genervtheit gelegt, weil in gefühlt jedem zweiten Satz ein bildgewaltiger Vergleich gebracht wurde und ständig Sätze mit dem Zusatz "mehr, als ich zulassen/zugeben wollte" fielen. Das erschien mir viel zu aufgesetzt und pathetisch, als dass ich es hätte ernst nehmen können. Es hat mich aus dem Lesefluss gebracht und mir keineswegs emotionale Tiefe vermittelt, sondern im Gegenteil eher ein Gefühl von leeren Worthülsen, denn spüren konnte ich die beschriebenen Emotionen kaum.

    Diese Kritik betrifft auch die Charaktere. Stella fand ich noch einigermaßen greifbar, wohingegen alle anderen Charaktere wenig bis gar nicht spürbar für mich waren, was auch für die Beziehungen untereinander und für die Liebesgeschichte gilt.

    Dennoch fand ich die Story stellenweise recht spannend und besonders das Thema mit KI und Deepfakes hat mir gut gefallen. Das hätte meiner Meinung nach noch mehr ausgearbeitet werden dürfen, ebenso wie die Konflikte zwischen den Charakteren und die Gründe ihrer teilweise recht fragwürdigen Handlungen.

    Fazit: Für mich hatte die Story originelle und spannende Ideen, die jedoch meiner Meinung nach ohne die nötige Tiefe und mit reichlich pathetischen Worten umgesetzt wurden. Ich könnte mir vorstellen, dass sie einem jüngeren Publikum von 16 bis 18 Jahren ganz gut gefallen könnte.
    Nightweaver

    R. M. Gray
    Nightweaver (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    27.04.2026

    Sticht für mich aus der Masse heraus

    Ich bin ganz erstaunt, dass die Meinungen zu diesem Buch so auseinandergehen und es vielen gar nicht gefallen hat. Ich muss sagen, für mich war es seit langem mal wieder ein Buch, bei dem ich keine Probleme hatte, dabei zu bleiben und das ich durchweg spannen fand.

    Etwas irritiert hat mich, dass die Story vor allem an Land spielt, obwohl es als Piraten-Fantasy beworben wird. Aber schlussendlich hat das meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan.

    Besonders gut hat mir der Schreibstil gefallen, ich fand ihn sehr bildhaft, flüssig und mitreißend. Auch die erschaffene Welt ist angenehm vielseitig, grausam und einfach mal etwas anderes. Es gibt sehr viele Geheimnisse und Lügen, durch die Spannung entsteht und die Welt noch mysteriöser wirkt.

    Aster fand ich zwar vom Verhalten her nicht immer ganz logisch, aber im Charakter nicht inkonsistent und schon gar nicht anstrengend. Sie ist ja erst 17 Jahre alt und ich habe es eher als realistisch empfunden, dass sie sich mal als stark und tough zeigt und mal sehr unsicher und naiv wirkt. Auch die männlichen Hauptcharaktere fand ich gut gezeichnet. Sie waren eine willkommene Abwechslung zu den typischen mürrischen und wortkargen Love Interests /"Bad Boys", die mich schon langsam beginnen zu langweilen. Sie erscheinen vielschichtiger und gerade deshalb auch mysteriöser. Insgesamt finde ich, dass dieses Buch nicht dem Schema F einer klassischen YA Fantasy Romance folgt und das hat mir sehr gut gefallen.

    Ein paar Nebencharaktere werden zugegebenermaßen etwas blass und hölzern dargestellt. Einige Plot-Twists habe ich schon sehr lange kommen sehen, was mich aber nicht gestört hat.

    Ich würde diese Fantasy Romance allen empfehlen, die Lust auf eine neue Story haben, die gerne Young Adult ohne Spice lesen und einen guten Schreibstil zu schätzen wissen. Bei einer starken Vorliebe für radikale Badass-Heldinnen und typische Bad Boys sind sie mit diesem Buch dagegen wahrscheinlich nicht so gut bedient.
    A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1

    Sophie Jordan
    A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1 (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    24.04.2026

    Ja, das Buch hat Potenzial, aber...

    Dass das Buch überraschend ist und großes Potenzial hat, das habe ich im Vorhinein am häufigsten gehört. Und es stimmt, es hat Potenzial. Ich fand sogar das erste Viertel richtig grandios und bin durch die Seiten geflogen. Die Idee des Prügelmädchens war innovativ.

    Aber dann... Irgendwann fing es an mit den inneren repetitiven Monologen, sowohl aus der Sicht von Tamsyn als auch von Fell. Diese haben mich aus dem Lesefluss gebracht und ich war mir von da an meistens bewusst, dass ich gerade eine Geschichte lese statt in sie einzutauchen.

    Die Sprache an sich fand ich stellenweise sehr schön und bildhaft, außerdem passend zu Fantasy ein bisschen altertümlich. Dann wiederum jedoch wurde es richtig holprig. Ich werde nie verstehen, weshalb es irgendwie inzwischen zum guten Ton von Fantasy/ Romantasy gehört, durch Worte wie "Fuck" oder "Ich bin sowas von am Arsch" aus dem Rahmen zu fallen. Zu einer modernen Romance oder Urban Fantasy passt das, aber doch nicht hier.

    Die Autorin hat einige Überraschungen eingebaut, die für mich dann aber doch nicht so überraschend kamen. Am Ende erschien mir die Handlung teilweise etwas arg konstruiert.

    Gleichzeitig war ich stellenweise auch gebannt und könnte mir sogar vorstellen, den zweiten Band noch zu lesen. Den Einzug ins Regal erhält die Reihe jedoch definitiv nicht.

    Fazit: Eine originelle Ausgangsidee, in der viel Potenzial liegt, die Umsetzung war für mich jedoch holprig. Trotzdem kann die Story für Drachenliebhaber ein netter Snack zwischendurch sein.

    Woman Down

    Colleen Hoover
    Woman Down (Buch)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    12.04.2026

    Schräg und toxisch oder einfach nicht mein Genre?

    Ich habe bislang ein Buch der Autorin gelesen, das mir schon nicht besonders gut gefallen hat, weil ich fand, dass ein Thema bagatellisiert wurde. Ich wollte ihr aber mit diesem Buch noch mal eine Chance geben und in ein anderes Genre hineinschnuppern. Nun bin ich etwas ratlos, weil ich das Buch wirklich richtig schlecht fand, mich aber auch frage, ob ich möglicherweise das Genre Romantic Thriller einfach nicht mag. Ich fand die Toxizität in der Beziehung ganz schwer zu ertragen und es kam mir richtig "billig" vor, aber vielleicht gehört das bei dem Genre bis zu einem gewissen Grad auch immer dazu?

    Definitiv kann ich sagen, dass mir der Beginn mit den Schilderungen zum Autorinnenleben und dem Cybermobbing ziemlich gut gefallen hat und ich optimistisch gestartet bin. Der Schreibstil ist nicht besonders anspruchsvoll, aber auf jeden Fall sehr flüssig und gut zu lesen. Sobald Saint seinen Auftritt hatte, kam mir die ganze Story total konstruiert vor und mir war völlig unverständlich, wie naiv sich die Protagonistin verhalten hat. Dass es hier um eine innere Ambivalenz geht im Love Triangle und Petra sich somit auch ambivalent und deshalb nicht immer ganz logisch verhält, ist klar, aber diese Ambivalenz wurde nicht nachvollziehbar dargestellt. Auch die Emotionen konnte ich nicht spüren und dadurch wirkte die ganze Story extrem platt.

    Ich hatte dann zumindest mit einem großen Plot Twist gerechnet. Es kam aber lediglich eine unerwartete Wendung, alles andere lief genau so, wie ich es von Anfang an vermutet hatte. Das hat mich dann auch ziemlich enttäuscht. Ich hatte eigentlich nur deshalb weiter gelesen, weil ich dachte, dass das Buch ein interessantes Ende bereithält.

    Fazit: Absolut nicht mein Geschmack, toxisches Verhalten, unglaubwürdige Charaktere. Möglicherweise ist es auch einfach nicht mein Genre. Ich kann auf jeden Fall keine Empfehlung für dieses Buch aussprechen.
    One Date to Gold

    Ivy Leagh
    One Date to Gold (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    31.03.2026

    Ganz süß, aber seltsam unbeholfen und holprig

    Ist der Hype gerechtfertigt? Meiner Meinung nach leider nicht. Die Liebesgeschichte entwickelt sich zugegebenermaßen ganz süß, aber ich habe erst einmal die Hälfte des Buches gebraucht, um halbwegs in die Geschichte hineinzufinden.

    Zunächst einmal fand ich den Schreibstil nicht besonders fessend und musste das Buch immer wieder zur Seite legen. Die Charaktere und ihre Interaktion habe ich anfangs sehr platt und oberflächlich erlebt, da direkt von Beginn an in völlig unpassenden Momenten sexualisierende Anspielungen gemacht wurden., ohne dass die Charaktere sich schon kannten. Das fand ich too much und auch unrealistisch. Und auch ich hätte die Charaktere gerne etwas kennengelernt, bevor ich mit nackten und vor allem harten Tatsachen in ganz willkürlichen Situationen konfrontiert werde.

    In dem Buch waren außerdem einige Logikfehler, Zudem kam mir der Schreibstil teilweise seltsam unbeholfen vor und die Dialoge etwas holprig und konstruiert, vor allem auf Hunters Seite. Auch habe ich noch nie so seltsame Spice-Szenen gelesen. Am Ende war mir die Story dann zu kitschig.

    Weshalb vergebe ich dennoch 3 Sterne? Das Olympia-Setting hat es mir angetan, die Atmosphäre wurde gut transportiert . Ich fand es spannend, etwas über das Snowboarden zu lernen. Außerdem entwickelten sich die Charaktere durchaus auf eine liebenswerte Art und Weise, so dass ich sie ins Herz geschlossen habe. Die jeweiligen Themen, die sie im Gepäck trugen, fand ich auch spannend und authentisch erzählt.

    Mein Fazit: Dieses Buch hat mich nicht umgehauen. Ich hatte immer wieder Probleme, mich zum Lesen aufzuraffen. Dennoch vermittelt es eine schöne Winter- und Olympia-Atmosphäre und eine ganz süße Liebesgeschichte.

    Memories So Golden Like Us

    Gabriella Santos de Lima
    Memories So Golden Like Us (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    24.02.2026

    Emotionaler Kater garantiert

    Das ist mein erstes Buch von der Autorin, da ich den ersten Band aufgrund der Content Note ausgelassen habe. Es wird definitiv nicht mein letztes gewesen sein.

    Was für ein emotionaler und fast poetischer Schreibstil! Manchmal war es mir fast ein bisschen viel und hat mich an Dawsons Creek erinnert, wo die ganz jungen Charaktere so weise, reif und reflektiert gesprochen haben, als würden sie aus einem klugen Buch zitieren. Auch ähnelte sich der Ton, in dem Blairs und Connors Perspektive jeweils geschrieben war, durch diesen sehr eingängigen Schreibstil. Das fand ich etwas schade, weil ich die Unterschiede zwischen den Charakteren somit nur den Infos über sie entnehmen konnte, aber eben nicht ihrer eigenen Stimme im jeweiligen Kapitel.

    Die Kritikpunkte sind jedoch klein angesichts meiner Begeisterung für dieses Buch. Ich habe wirklich mitgefühlt und mitgelitten. Besonders gut hat mir Blair gefallen und die Schilderung ihrer Trauerbewältigung, die ich sehr realistisch fand. Auch die Kombination mit ihrer Kunst hat dazu perfekt gepasst. Die feministischen Themen und das Bodyshaming sowie ihre Reaktion darauf haben mir ebenfalls ein sehr gutes Gespür für ihre Figur und ihr Erleben gegeben.

    Connor blieb für mich dagegen blasser und passiver. Ich hätte gerne etwas mehr über seine Ecken und Kanten erfahren. Ich würde sogar sagen, es hätte gereicht, das Buch ausschließlich aus Blairs Perspektive zu erzählen.

    Insgesamt passiert eigentlich von der Handlung her nicht besonders viel, jedoch ist die Innenansicht der Charaktere so intensiv, dass bei mir zumindest keine Langeweile aufkam und ich mittendrin war im Geschehen und in der Gefühlswelt. Auch ein paar Tränen sind geflossen und es gibt wunderbare Zitate zu Themen wie Trauer und Selbstliebe.

    Fazit: Bei diesem emotionalen Buch über Trauerbewältigung und Liebe sollte man Taschentücher bereithalten. Es wird bei mir auf jeden Fall noch nachhallen und ich habe einige Zitate notiert.
    Burnham Dynasty

    Julie Marinello
    Burnham Dynasty (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    27.01.2026

    Zarte Young Adult-Liebesgeschichte in einer Welt voller Intrigen und Adels-Dramen

    Mir fällt es schwer zu beschreiben, wie dieses Buch auf mich gewirkt hat. Es war anders als erwartet – spannend und flüssig geschrieben, gleichzeitig hat die Liebesgeschichte für meinen Geschmack etwas zu wenig Raum erhalten, obwohl sie sehr behutsam und durchaus authentisch beschrieben wurde. Dafür gab es ganz viel Drama um den Mord. Ständig kamen neue Geheimnisse ans Licht und ich kam mir teilweise vor wie in einer Soap. Obwohl ich normalerweise die Erzählung aus mehreren Perspektiven schätze (vor allem allerdings bei Fantasy), waren es mir hier zu viele und ich empfand die Wechsel als recht willkürlich und unübersichtlich. Mir hätten die Perspektiven der beiden Hauptcharaktere Cathy und Josh gereicht. Diese beiden sind neben dem fesselnden und detaillierten Erzählstil aus meiner Sicht die große Stärke des Buches. Sie sind als Charaktere sehr liebevoll, vielschichtig und auch authentisch (vor allem Josh) gezeichnet. Manche Nebencharaktere hingegen wirken etwas klischeehaft. Ich habe das Buch zügig durchgelesen, was immer ein gutes Zeichen ist. Der Schreibstil hat mich sehr gefesselt, auch wenn mir die ganzen Dramen um den Mord schlussendlich zu viel waren. Da hätte man meiner Meinung nach etwas kürzen können. Fazit: Bei diesem Roman handelt es sich um zarte und gut geschriebene Young Adult-Liebesgeschichte, die mit vielen Intrigen und Geheimnissen aus der Welt des Adels angereichert wird und stellenweise an einen Krimi erinnert. Ich kann sie vor allem Fans von solchen Genre- Mischungen empfehlen.

    Medea

    Rosie Hewlett
    Medea (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.01.2026

    Feministische und fesselnde Neuinterpretation einer tragischen Figur

    Als ehemalige Latein LK-lerin liebe ich die griechische Mythologie und doch habe ich gezögert, dieses Buch zu lesen angesichts der Dramatik und Grausamkeit von Medeas Geschichte. Ich bin sehr froh, dass ich mich dann doch dazu entschieden habe.

    Denn diese Neuinterpretation, die einen Kontext für die komplexe Persönlichkeit und die unglaublich grausamen Taten Medeas liefert, ist durchweg fesselnd erzählt. Sie lässt eine Kategorisierung in Gut und Böse nicht so einfach zu und das hat mich neben dem feministischen Aspekt, der Medea als Opfer patriarchalischer Strukturen darstellt, am meisten an der Geschichte fasziniert. Dass diese aus Medeas Sicht (in der Ich-Perspektive und im Präsens) erzählt wird, hat dies noch verstärkt. Ich habe mitgefiebert, gebangt und gelitten.

    Die Sprache ist flüssig und atmosphärisch. Durchgängig hatte ich das Gefühl drohenden Unheils. Medea wirkt trotz der Innenschau immer schwer greifbar, etwas distanziert, was sehr gut zu ihrer Biografie und ihrem Charakter passt. Es ist deshalb nicht so, dass ich sie als Protagonistin direkt stark ins Herz geschlossen habe, aber ich hatte viel Mitgefühl, war gefesselt von ihrer Erzählung und habe trotz allem auf ein gnädiges Schicksal für sie gehofft.

    Im Mittelteil gab es ein paar Längen, ansonsten ließ sich das Buch erstaunlich schnell und leicht lesen.

    Mein Fazit: Bei diesem Roman handelt es sich um eine fesselnde Neuinterpretation der Geschichte Medeas für alle, die eine gewisse Faszination für die griechische Mythologie und für starke Frauen hegen.

    The Pumpkin Spice Latte Disaster

    Kyra Groh
    The Pumpkin Spice Latte Disaster (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.12.2025

    Authentisch, spicy und cozy

    Dies war mein zweiter Roman von Kyra Groh und erneut war das Erste, was ich beim Lesen dachte: "Endlich mal wieder originelle, authentische Charaktere mit Ecken und Kanten!" Zu oft erscheinen mir die Protagonist*innen, gerade in Romance-Büchern, zu blass und weichgespült. Kyra Groh scheint die Fähigkeit zu besitzen, wirklich in ihre Figuren hinein zu schlüpfen und sich an ganz unterschiedliche Charaktereigenschaften und Konstellationen heranzuwagen. Und während ich ihr letztes Buch ("Breakups and Butterflies") noch an manchen Stellen etwas langatmig fand, so war ich hier voll und ganz gebannt von der Story und konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen.

    Der Schreibstil ist locker, flüssig und so bildhaft humorvoll und sarkastisch, dass ich an manchen Stellen laut lachen musste. Es wird abwechselnd aus den (Ich-) Perspektiven von Jude und James erzählt, was mir die Charaktere auf eine schöne Art und Weise nahe gebracht hat. Ich habe gehört, dass einige Leser*innen Jude als anstrengend empfanden. Das teile ich nicht; ich fand sie im Gegenteil gerade toll in ihrer lauten, direkten und (nach)lässigen Art und ihrer Unverbindlichkeit. Das wirkte auf mich sehr authentisch. Wer kennt nicht ähnliche Menschen oder Eigenschaften von sich selbst oder aus dem Umfeld?! Alles schreit irgendwie nach "typischer ADHS" und doch möchte und kann man sie in keine Schublade packen. Jude wird selbst in ihren (teilweise absichtlich) "nervigen" Verhaltensweisen liebevoll dargestellt. James stellt zunächst scheinbar das Gegenteil dar mit seiner zurückhaltenden, brummeligen Art und seinem großen Bedürfnis nach Ruhe und Beständigkeit. Und doch haben beide mehr gemeinsam, als es anfangs scheint. Ich fand es berührend, ihre jeweilige Entwicklung und die Entwicklung ihrer Beziehung zueinander mitzuverfolgen. Manches davon wird vielleicht überspitzt dargestellt, aber nicht unrealistisch. Auch die Nebenfiguren, wie Penn oder Olive, mochte ich sehr und finde insgesamt, dass der Roman ein sehr differenziertes Menschenbild vermittelt, das Stereotype aufbricht oder satirisch entblößt und mich sehr abgeholt hat.

    Die Spice-Szenen sind hier äußerst präsent und explizit. Normalerweise bin ich nicht der größte Fan davon (die immer gleichen Formulierungen lassen mich schon oft gähnen), hier jedoch passen sie absolut zu den Charakteren und werden zudem auch gut beschrieben.

    Abgesehen davon ist das Setting voller cozy Gilmore Girls-Vibes, die ein Wohlgefühl vermitteln. Ich freue mich schon jetzt darauf, im Frühjahr nach Lower Whilby zurückzukehren und dort zwei weitere Personen zu begleiten, die eine interessante Dynamik entwickeln dürften.

    Mein Fazit: Ich bin begeistert. Wer eine humorvolle, freche und dennoch berührende Smalltown Romance mit authentischen Charakteren sucht, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen!
    Weihnachten in Applemore

    Rachael Lucas
    Weihnachten in Applemore (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    14.12.2025

    Ein bisschen heile Welt zu Weihnachten

    Dieses Buch ist erstaunlich leicht und schnell zu lesen angesichts der Tatsache, dass gar nicht so viel passiert. Es ist flüssig und irgendwie niedlich geschrieben und das ganze Dorf inklusive der beiden Hauptcharaktere Polly und Harry wird sehr liebevoll dargestellt. In mir hat sich ein richtig schöner, wohliger Weihnachtszauber entfaltet. Wir begleiten aus der Beobachter-Perspektive abwechselnd Polly und Harry. Die beiden habe ich direkt ins Herz geschlossen, auch wenn es erwartungsgemäß kaum Tiefe in ihrer Persönlichkeit gab. Es gibt immer wieder Bezüge zu Pollys Geschwistern, denen bereits auch jeweils ein Buch gewidmet wurde. Insgesamt war die Story sehr vorhersehbar ohne große Überraschungen oder Wendungen. Dennoch konnte ich sie genießen. Mein Fazit: Wer eine leichte Weihnachtslektüre mit "Heile Welt"-Feeling sucht, wird bei diesem Roman fündig.
    To Cage a Wild Bird

    Brooke Fast
    To Cage a Wild Bird (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    10.12.2025

    Gut zu lesende dystopische Romantasy mit angenehmen Charakteren

    Ich habe schon lange keine Dystopie mehr gelesen und diese hier richtig genossen. Cover und Titel versprechen eine düstere und spannende Dystopie und die Leseprobe hat mich bereits begeistert. Wir landen direkt in der Geschichte, die aus Ravens Sicht sehr fesselnd und bildhaft erzählt wird. Ich kann mir das Buch jetzt schon als Film vorstellen. Die erschaffene Welt ist komplex und ich liebe die Parallelen zu den Tributen von Panem mit den rigiden Regeln, den sadistischen und voyeuristischen Ritualen und dem allgegenwärtigen Kampf ums Überleben. Die Charaktere sind vielschichtig und müssen für sich selbst und ihr Leben moralisch schwierige Entscheidungen treffen, die nicht von allen anderen akzeptiert werden. Die Atmosphäre im Gefängnis und Jagdgebiet "Endlock" ist angespannt und düster, der Tod stets präsent. Die Jagden hätten meiner Meinung nach noch ein bisschen spannender gestaltet werden können. Uns begegnen in der Geschichte Tropes wie "Forbidden Love" und "Found Family". Besonders gut hat mir der auf natürliche und angenehme Weise fesselnde Schreibstil gefallen, der die Story trotz des düsteren Settings nie zu schwer verdaulich werden ließ. Außerdem habe ich die Charaktere ins Herz geschlossen. Raven ist auf erfrischende Weise auch mal unsicher und selbstsüchtig und im Gegensatz zu vielen anderen Romantasy-Heldinnen prescht sie nicht immer impulsiv vor, sondern reißt sich auch an einigen Stellen zusammen, um schlimmere Konsequenzen zu vermeiden. Damit zeigt sie erwachseneres und auch authentischeres Verhalten. Zudem gilt sie als Kopfgeldjägerin zwar als kampferprobt, ist dabei aber nicht immer so geschickt und vorausschauend und muss auch einiges einstecken. Das Worldbuilding hat mir gefallen, jedoch fand ich nicht ganz nachvollziehbar, weshalb die Menschen eine solche Freude am freizeitmäßigen Töten der Gefängnisinsassen entwickelt haben. Die Welt von Kriminellen befreien zu wollen ist eine Sache – diese aktiv und freudig selbst zu töten eine andere. Hier wären mehr und genauere Informationen zur "Gehirnwäsche" des Systems hilfreich gewesen. Die Spice-Szenen erschienen mir teilweise etwas konstruiert (noch schnell irgendwie in die Handlung eingebaut), aber sie haben niemals den Plot dominiert und ich mochte Raven und Vale sehr zusammen. Mein Fazit: Ich kann diese angenehm und kurzweilig geschriebene Romantasy allen Fans von Dystopien empfehlen. Den zweiten Band werde ich auf jeden Fall lesen, auch wenn leider noch kein Erscheinungsdatum feststeht.

    Die kleine Inselbibliothek

    Savannah Carlisle
    Die kleine Inselbibliothek (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    10.12.2025

    Süß und vorhersehbar

    Dieses Buch war für mich eine nette, unterhaltsame Lektüre, die nicht groß nachwirken wird. Der Schreibstil ist flüssig und detailliert und es wird abwechselnd aus Lucys und Logans Perspektive (aus Beobachtersicht in der dritten Person) geschrieben. Insgesamt lässt sich das Buch sehr leicht lesen, auch wenn es mich erst im letzten Drittel mehr fesseln konnte. Sowohl Lucy als auch Logan sind liebevoll dargestellt, mit Eigenarten und Unsicherheiten. Besonders Lucy habe ich direkt ins Herz geschlossen. Mir hat sehr gut gefallen, dass Bücher eine zentrale Rolle in der Geschichte spielen und auch die Passagen zum wirtschaftlichen Dilemma der Insel und die unterschiedlichen Perspektiven dazu fand ich sehr interessant. Allerdings hat mir dieses Thema insgesamt etwas zu viel Raum eingenommen und dadurch Längen verursacht. Die Liebesgeschichte ist niedlich und vorhersehbar und erinnert tatsächlich stark an "E-Mail für dich", worauf im Buch auch explizit Bezug genommen wird. Mein Fazit: Ich würde diese Lektüre für den Urlaub empfehlen oder für sonstige leichte Lesestunden zwischendurch.
    Copenhagen Cinnamon 1. Delicate

    Stefanie Neeb
    Copenhagen Cinnamon 1. Delicate (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    06.12.2025

    Leichte Lektüre mit einer sehr charmanten Protagonistin

    In dieser NA-Story haben mir besonders die weibliche Hauptperson Jonna mit ihrer chaotisch - liebevollen und frechen Art so wie die Hintergrundkulisse Kopenhagen und die Infos rund um das Thema Kaffee gefallen. Mads war auch ein sympathischer Protagonist, blieb für mich jedoch etwas blasser. Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven der beiden erzählt. Die Atmosphäre ist wohltuend und gemütlich, schwere Themen und Emotionen kommen zwar durchaus vor, werden aber eher oberflächlich behandelt, wodurch ich persönlich das Buch nicht ganz so fesselnd fand. Andererseits werden dadurch die Cozy Vibes nicht gestört. Am Ende kommt noch einmal Spannung auf, auch wenn ich den "Plot Twist" von Anfang an habe kommen sehen. Ich persönlich bin sehr auf den zweiten Band zu Freja und Nikolaj gespannt, da dürften die Fetzen fliegen. Fazit: Empfehlung für alle Leser*innen, die Lust auf eine leichte cozy New Adult-Geschichte mit einer Prise Spannung und Kopenhagen-Feeling haben, ohne allzu viel Tiefe zu erwarten.
    Rauhnächte - Reguliere dein Nervensystem und schaffe die Basis für persönliches Wachstum

    Rauhnächte - Reguliere dein Nervensystem und schaffe die Basis für persönliches Wachstum (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    17.11.2025

    Wunderschöne und übersichtliche Hilfe zur Selbstreflexion, auch für Esoterik-Skeptiker

    Ich habe aus meinem Umfeld so viel über die Rauhnächte gehört, dass ich schon ganz neugierig war und darüber nachgedacht habe, mich damit eingehender zu befassen. Da kam dieses Buch gerade recht. Wie vom EMF-Verlag gewohnt, ist es wunderschön gestaltet und übersichtlich aufgebaut. Das Inhaltsverzeichnis, die Farben und die einzelnen Kategorien haben mich sehr angesprochen. Es ist außerdem verständlich und angenehm rational geschrieben. Mit manchen Begriffen, die ich als esoterisch und vage empfinde (wie "Transformation", "deine Wahrheit ", "Manifestation"), kann ich persönlich nicht viel anfangen, finde sie aber nicht störend, da ich sie in einem Buch über die Rauhnächte erwartet habe. Es steht jedem frei, diese Begriffe für sich selbst neu zu benennen, gemäß der Ermutigung dieses Buches, den ganz eigenen Weg einzuschlagen. Die Autorin betont stets, dass sie Anregungen gibt, keine Anleitung nach Schema F. Ich selbst bin psychologische Psychotherapeutin und durch mein Studium sehr naturwissenschaftlich geprägt, halte es aber generell für wichtig, über den Tellerrand zu blicken und muss sagen dass mir der Ansatz der Autorin wirklich sehr gut gefällt. Zunächst einmal bin ich begeistert davon, welche Bedeutung dem autonomen Nervensystem beigemessen wird und wie umfangreich und verständlich die Polyvagaltheorie und ihre Implikationen für die Sperr- und Rauhnächte dargestellt werden. Daraus kann man schon für die tägliche Stressregulation einiges mitnehmen. Die Bedeutung und der Hintergrund der Sperr- und Rauhnächte werden ebenfalls ausführlich erklärt, wobei sich hier einige Wiederholungen finden lassen, die den Text ein wenig in die Länge ziehen. Aber Redundanz hilft ja bekanntlich beim Verinnerlichen. Einzig der (recht kurze) Abschnitt zur "Verkörperung" war mir etwas zu schwammig formuliert. Die einzelnen Kapitel zu den Sperr- und Rauhnächten (insgesamt 24 Tage!) gefallen mir enorm gut mit ihren Reflexionsfragen und konkreten körperbezogenen Übungen. Die Fragen haben mich direkt schon zum Nachdenken gebracht und ich finde vor allem die Übungen zu körperbezogenen Ressourcen sehr hilfreich. Überhaupt wird der Körper bei den Prozessen ins Zentrum gerückt, was sicherlich äußerst sinnvoll ist, um ein gutes Gespür für sich selbst und die eigenen Themen und Visionen zu entwickeln (Seite 16: "Die Qualität dieser Tage ist nicht dazu da, etwas zu tun, sondern etwas zu fühlen."). Bei den Sperrnächten geht es um die Integration der vergangenen Erfahrungen, bei den Rauhnächten um die Neuausrichtung auf das neue Jahr. 24 Tage (zwischen dem 8.12. und 6.01.) sind eine lange Zeitspanne, um sich mit dieser tiefgehenden Selbstreflexion zu beschäftigen, jedoch wäre es bestimmt nicht im Sinne der Autorin, sich deshalb unter Druck zu setzen. Ich jedenfalls werde mein eigenes Tempo wählen. Die Zeit "zwischen den Jahren" bietet sich natürlich an zur Bilanzierung des vergangenen Jahres und Neuausrichtung auf das kommende. Ich freue mich richtig darauf, diese Selbstreflexionsphase diesmal mit Hilfe dieses Buches zu bestreiten und denke, dass die Impulse das Potenzial haben, lange nachzuwirken; auch über die Rauhnächte hinaus. Mein Fazit: Ich kann dieses ausführliche Buch zur Selbstreflexion all jenen empfehlen, die sich gerne intensiv mit den eigenen Themen und Wünschen beschäftigen und offen für neue Impulse sind. Auch Personen, die mit esoterischen Begriffen wenig anfangen können (wie ich), werden hier meiner Meinung nach auf ihre Kosten kommen. Ich würde empfehlen, das Buch frühestmöglich zu beginnen, da der Grundlagenteil sehr umfangreich ist und die spätere Umsetzung sich über 24 Tage erstreckt.
    Versprich mir, dass du tanzt

    Dani Atkins
    Versprich mir, dass du tanzt (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    06.11.2025

    Gewohnt emotional, aber etwas konstruiert und mit Längen

    Der emotionale Einstieg in die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und überhaupt fand ich die Rückblenden, die Einblick in die Beziehung von Lily und Adam gewährt haben, schön und rührend. Es wird ausschließlich aus Lilys Perspektive erzählt (Ich-Form) und der Schreibstil der Autorin ist gewohnt emotional und flüssig. Ich habe bereits ein Buch von ihr gelesen und fand damals ihre Plot Twists sehr unvorhersehbar und genial. Das kann ich über dieses Buch nicht sagen; es war vielmehr vieles vorhersehbar und wirkte ein wenig konstruiert. Mit Lilys Verhalten konnte ich mich ebenfalls nicht durchweg identifizieren und das Ende fand ich fast ein wenig kitschig. Das letzte Kapitel hätte es meiner Meinung nach nicht mehr gebraucht. Fazit: Das Buch ist durchaus emotional und berührend geschrieben und behandelt das Thema Verluste und zweite Chancen sehr behutsam. Aufgrund einer gewissen Vorhersehbarkeit und des teilweise konstruiert wirkenden Geschehens konnte mich das Buch jedoch nicht vollständig überzeugen.
    Glory of Broken Dreams

    Ruby Braun
    Glory of Broken Dreams (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    25.10.2025

    Originelle und liebevoll erzählte Romantasy mit wichtigen Botschaften

    Ich habe ein paar Kapitel gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden, doch dann hat sie mich umso mehr gepackt und ich beende dieses Buch begeistert und gleichzeitig bedauernd, weil ich nun eine Weile auf den zweiten Band warten muss. Diese Urban Romantasy überzeugt durch ein besonderes Setting voller verheißungsvoller und bedrohlicher Magie (das Hotel, das Varieté) und durch liebevoll gezeichnete, authentische Charaktere mit Ecken und Kanten. Charlie ist chaotisch, selbstunsicher, impulsiv und trotzig, Willem dagegen selbstbeherrscht, wortkarg, resigniert und stur. Für beide konnte ich problemlos ein Gespür entwickeln und mit ihnen mitfühlen. Der Schreibstil ist flüssig und spannend, die Atmosphäre unheimlich und voller düsterer Prophezeiungen. Es wird abwechselnd aus Charlies und Willems Perspektive erzählt (Ich-Form, Präsens), so dass man beiden Charakteren näher kommt. Die Liebesgeschichte hat mir sehr gut gefallen; sie wird behutsam erzählt und obwohl sie eine Schlüsselrolle spielt, fügt sie sich gut in das Gesamtgeschehen ein und dominiert nicht den Plot. In diesem Buch geht es noch um so viel mehr; um die Suche nach der eigenen Identität, den eigenen Wert, um die Herausforderungen als Frau und um Fluch und Segen von großen Lebensträumen. Mein Fazit: Eine originelle, wunderschön erzählte Romantasy mit liebenswerten Charakteren, viel Spannung und einer empowernden Botschaft. Große Empfehlung!
    Juniper Hill | Die Edens 2 |

    Devney Perry
    Juniper Hill | Die Edens 2 | (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    19.10.2025

    Holpriger Neuanfang mit Säugling und Smalltown-Vibes

    Dieses Buch fand ich sehr leicht und unterhaltsam zu lesen. Der Schreibstil ist flüssig und locker, die Charaktere sympathisch und das kleine Städtchen sehr charmant. Das Hotel- und Restaurant-Setting hat mir gut gefallen und ebenfalls cozy Vibes ausgestrahlt. Die Geschichte wird abwechselnd aus Memphis' und Knox' Perspektive (in Ich-Form) erzählt, so dass man beiden Charakteren näher kommt. Beide haben ihr Päckchen zu tragen, was zum einen die Annäherung zunächst erschwert und zum anderen am Ende noch zu einem richtigen Showdown führt. Besonders angesprochen hat mich die generell "erwachsene" Thematik in dem Roman, wie z.B. die Herausforderungen mit einem Säugling. Die gesamte Familie Eden wird so liebevoll dargestellt, dass man am liebsten noch ein bisschen länger in dieser Welt verweilen möchte. Die Liebesgeschichte verlief mir dann fast ein bisschen zu glatt und ich hätte mir mehr Ecken und Kanten und Konflikte bei den Charakteren gewünscht. Auch das Ende fand ich etwas kitschig. Nichtsdestotrotz habe ich dieses Buch gerne und schnell gelesen, mich nie gelangweilt und dabei einfach eine gute Zeit gehabt. Es ist ein leichter Wohlfühlroman für zwischendurch ohne allzu große Tiefe.
    Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde

    Stella Tack
    Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    17.10.2025

    Würdiger Reihenabschluss mit herrlichem Gruselkabinett-Feeling

    Wow! Was für eine grandiose und originelle Fantasy-Reihe! Ich hätte nie gedacht, dass ich so begeistert von sarkastischer Märchen-Fantasy sein könnte, aber was soll ich sagen?! Diese Reihe wird definitiv zu meinen Lese-Highlights 2025 zählen. Auch dieser Band ist wieder so spannend, fesselnd, gruselig und humorvoll erzählt, dass ich ihn kaum aus der Hand legen konnte. Ich bewundere Stella Tack sehr für ihre genialen Einfälle und ihren einzigartigen Schreibstil. Ständig passiert etwas und es kommt zu keinerlei Längen auf rund 700 Seiten. Nach dem zweiten Band war ich gespannt, wie sie die Erfüllung von Rains Wunsch realisieren würde und ich kann so viel verraten: Ich fand ihre Lösung sehr elegant. Und während ich mir im vorherigen Band schon manchmal vorkam wie in einem Gruselkabinett, konnte ich hier durchaus noch mal eine Steigerung feststellen. Die Charaktere sind weiterhin so toll dargestellt, dass sie mir definitiv fehlen werden. Mein Fazit: Es handelt sich hier um originelle und fesselnde Fantasy mit Gruselfaktor und einer großen Portion Sarkasmus. Diese Reihe ist nicht mit klassischer High Fantasy zu vergleichen. Ich kann sie allen empfehlen, die Lust haben, sich auf etwas ganz Neues einzulassen und zu staunen angesichts dieser facettenreichen Märchenwelt und dieses unglaublichen Einfallsreichtums!
    Say You'll Remember Me

    Abby Jimenez
    Say You'll Remember Me (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.10.2025

    Herzerwärmend, schmerzhaft und witzig

    Ich habe Abby Jimenez durch "Just for the summer" kennengelernt und war sofort hingerissen von ihrem humorvollen und zugleich emotionalen Erzählstil. Ich finde, sie versteht es auf unnachahmliche Weise, witzige Elemente und sarkastische Dialoge mit ernsten und gewichtigen Themen zu verbinden. So war es auch bei diesem Roman. Die Charaktere sind äußerst liebevoll und lebendig gezeichnet, so dass ich sie direkt vor mir sehen konnte und ins Herz geschlossen habe. Ich habe mit ihnen gelacht und auch ein paar Tränen verdrückt. Die hier behandelten ernsten Themen möchte ich nicht erwähnen, um nicht zu spoilern. Im Grunde geht es darum, wie wichtig es ist, Zeugen für das eigene Leben zu haben, zu lieben und geliebt zu werden. Es geht um Zusammenhalt, Fürsorge und die Macht glücklicher (kleiner) Erlebnisse und Erinnerungen. Und es geht darum, das Beste aus jeder Situation zu machen angesichts der Begrenztheit unseres Lebens. Diese Lektionen vermittelt uns die Autorin so liebevoll, emotional und humorvoll, dass ich auch über ein paar Längen zwischendurch gut hinwegsehen konnte. Fazit: Klare Empfehlung für Fans von witzigen und zugleich bittersüßen Romances, die ein wenig Weltschmerz auslösen und zugleich Trost spenden.
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