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    2. Alle Rezensionen von Katja K bei jpc.de

    Katja K

    Aktiv seit: 26. August 2025
    "Hilfreich"-Bewertungen: 1

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    54 Rezensionen

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.
    Wenn die Bienen schweigen

    Caryl Lewis
    Wenn die Bienen schweigen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    16.09.2026

    Erschreckend lebensnahe Dystopie voller Poesie und Naturliebe

    "Fantasie ist die einzige Waffe im Krieg gegen der Realität."

    Dieses Buch hat mich sehr berührt. Es widmet sich auf anmutige und zugleich packende Art und Weise der Frage, wie unsere Welt aussehen würde, wenn die Bienen tatsächlich ausgestorben sind.

    Mich hat diese leise und doch so starke Geschichte sehr beeindruckt und ich habe sie an einem Tag durchgelesen. Besonders begeistert hat mich die Mischung aus düsterer Dystopie, poetischer Sprache und ganz viel Liebe für die Natur, die Kunst und die kleinen Dinge des Lebens.

    Jess ist eine sympathische und starke Protagonistin, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Auch die anderen Charaktere sind mit liebevollem Blick gezeichnet. Die hauptsächliche Storyline bezieht sich auf das streng geregelte und unmenschliche Leben im Camp und besitzt einen angenehmen Spannungsbogen, der dazu geführt hat, dass ich immer weiter lesen wollte.

    Die kleinen Einblicke in die "frühere" Welt, also unsere heutige Zeit, fand ich berührend und sie haben mich wieder demütig gemacht im Hinblick auf unser heutiges Leben und die Wunder der Natur. Schön fand ich auch, dass Kunst und Kreativität eine große Rolle gespielt haben.

    Die biologischen, politischen und gesellschaftlichen Hintergründe blieben dagegen eher blass. Das habe ich zunächst etwas bedauert, allerdings hat mir das eindrückliche Nachwort dann das geliefert, was mir gefehlt hat.

    Die Autorin, übrigens auch Imkerin, schreibt selbst, dass ihr Buch zugleich eine Liebeserklärung an die Schönheit der Natur und ein Weckruf sein soll. Das ist ihr meiner Meinung nach hervorragend gelungen und auch wenn es als Jugendbuch geführt wird, dürfte dieses Werk ebenso Erwachsene zum Nachdenken anregen. Ich würde allerdings raten, den Klappentext vorher nicht zu lesen (lieber die Leseprobe). Eine ganz klare Empfehlung von mir!
    In Stormy Weather

    Chelsea Curto
    In Stormy Weather (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    16.09.2026

    Stormy weather, random lovestory

    Ich muss ehrlich sagen, bei diesem Buch hat für mich eindeutig das Setting die Liebesgeschichte in den Schatten gestellt. Die Meteorologie, die Begeisterung von sowohl Quincy als auch Sebastian für Wetterphänomene und ihre Aktivitäten in diesem Bereich fand ich wirklich spannend und gut gelungen, ebenso die Schilderung der Herausforderungen für Frauen in der Wissenschaft.

    Das hat mich so ein bisschen bei Laune gehalten, denn die Liebesgeschichte fand ich nicht besonders spektakulär. Ich konnte die Anziehungskraft erst gegen Ende ein wenig spüren und auch die Charaktere fand ich, obwohl sie durchaus sympathisch dargestellt wurden, doch irgendwie etwas blass und wenig greifbar. Hier hat es mir deutlich an Tiefe gefehlt. Auch die Spice-Szenen fand ich größtenteils langweilig. Es war definitiv kein Buch, bei dem ich durch die Seiten geflogen bin.

    Positiv hervorheben möchte ich den flüssigen, humorvollen Schreibstil, der mir gut gefallen hat. Und auch der Freundeskreis der beiden war sehr liebenswert und hat ein bisschen Found Family Vibes verströmt. Man kann auch schon ahnen, um wen es im nächsten Band gehen wird.

    Mein Fazit: Wer sich für Wetterphänomene und wissenschaftliche Begeisterung interessiert, wird hier durchaus auf seine Kosten kommen, ansonsten würde ich sagen: Kann man lesen, muss man aber nicht.
    Red Star Rebels

    Amie Kaufman
    Red Star Rebels (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    16.09.2026

    Anfangs holprig, dann ging es ab!

    Huiii, was für ein Tempo! Nachdem ich anfangs ein bisschen Probleme hatte, in die Story hineinzufinden, habe ich schließlich 80% des Buches an einem Tag verschlungen, an dem ich insgesamt eigentlich gar nicht so viel lesen konnte.

    Schwierig war es für mich anfangs, weil ich teilweise die deutsche Übersetzung etwas ungeschickt fand und es mir sprachlich nicht gefallen hat, dass derzeit moderne englische Worte wie "weird" und "rich boy" in diesem Setting der Zukunft verwendet wurden. Außerdem habe ich ein bisschen Zeit gebraucht, um mit den Charakteren warm zu werden.

    Aber dann hat mich wirklich eine fesselnde, fast paced Story voller Spannung in einem tollen Setting erwartet. Die ganze Handlung spielt sich in einem Zeitrahmen von knapp acht Stunden ab. Dass vor diesem Hintergrund die Charaktere und die Liebesgeschichte nicht in vollkommener Tiefe ausgearbeitet werden konnten, ist klar, und ich finde, dass beides trotzdem wirklich gut gelungen ist.

    Auch die Haupt-Storyline fand ich packend und originell und es gibt sogar Plottwists. Ich denke, dies wird nicht mein letztes Buch von der Autorin sein!

    Mein Fazit: Eine spannende und originelle Story, bei der ich nach ein paar Anlaufschwierigkeiten nur so durch die Seiten geflogen bin.
    Red Star Down

    D. B. John
    Red Star Down (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    08.09.2026

    Großartiger Spionage-Thriller

    In diesem spannenden Spionage-Thriller rund um Trump, Putin und Kim Jong-un ist D. B. John das Verweben von tatsächlich vorgefallenen (2017/18) und fiktiven Ereignissen meiner Meinung nach hervorragend gelungen und macht den besonderen Reiz dieses Thrillers aus. Er ist politisch höchst brisant und aktuell.

    Mein letzter Spionage-Thriller ist schon lange her und ich hatte zugegebenermaßen etwas Bedenken wegen der Länge des Buches und die Befürchtung, dass ich bei politischen Ereignissen, mit denen ich mich weniger gut auskenne, den Faden und auch die Lust an dem Buch verliere. Diese Sorge war völlig unbegründet. Ein paar Mal habe ich kurz recherchiert, ob bestimmte Ereignisse tatsächlich stattgefunden haben, allerdings war dies dann auch im äußerst interessanten Nachwort zu finden.

    Den Schreibstil fand ich direkt angenehm und flüssig, zudem hat der Autor einen trockenen Humor und ich musste einige Male über die meiner Meinung nach passende Beschreibung bestimmter realer Persönlichkeiten lachen (auch wenn das eigentlich eher ein Grund zum Weinen ist).

    Mich hat die Story insgesamt komplett gepackt, ich fand sie richtig spannend und hatte mehrmals Gänsehaut, weil ich es doch immer wieder kaum glauben konnte, dass manche Begebenheiten tatsächlich so stattgefunden haben, und mir auch die fiktiven Ereignisse durchaus realistisch erschienen.

    Es gibt im Prinzip drei Handlungsstränge zu den drei im Klappentext genannten Charakteren Jenna, Ljoscha und Eric, die ich allesamt gelungen fand. Ich hatte auch keinerlei Probleme, bei den Wechseln den Überblick zu behalten, auch wenn bei diesem Buch natürlich insgesamt durchaus Konzentration erforderlich ist. Mit Jenna und Ljoscha habe ich sehr mitgefiebert und gelitten und Eric fand ich psychologisch äußerst interessant gezeichnet.

    Generell hat der Autor auch Wert auf das Entlarven psychologischer Techniken und Mechanismen im Zusammenhang von Autokraten gelegt, was ich als spannend und lehrreich empfand.

    Inhaltlich möchte ich gar nicht mehr verraten. Ich kann nur sagen, dass ich das Buch wirklich großartig fand, ich einiges gelernt habe und es mich auch im Nachgang (noch mehr) zum Nachdenken über das derzeitige weltpolitische Geschehen angeregt hat. Große Empfehlung!


    Halbwach

    Sophia Como
    Halbwach (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    08.09.2026

    Bindungsangst? Ich doch nicht!

    Was für ein grandioser, pointiert geschriebener Prolog! Nach der Leseprobe war mir sofort klar, dass dieses Buch auf die Wunschliste kommt.

    Die Attraktivität emotionaler Nicht-Verfügbarkeit, das Schönreden von abweisendem Verhalten, das Nähe-Distanz-Spiel beim Dating und in Beziehungen - wer kennt es nicht?!

    Der Einstieg in das Buch war für mich dann allerdings etwas schleppend. Zoe, die sich so viel Mühe gibt, cool, unnahbar und distanziert zu wirken, die ihre Emotionen unterdrückt, der alles egal ist und die möglichst allen anderen egal sein möchte, sie hat es tatsächlich geschafft, dass sie mir zu Beginn, nun ja, egal war... Mich hat nicht wirklich interessiert, wie ihre Story weitergeht und so habe ich erstmal etwas desinteressiert weitergelesen.

    Ich bin mit ihr durchs laute Nachtleben getaumelt, habe mich mit ihr betäubt und leer gefühlt, auf der Suche nach irgendetwas, das mich fühlen lässt. Und ganz langsam, zwischen viel Zynismus, Coolness und erzwungenem Lächeln, hat mich die Story immer mehr gepackt und je mehr Zoe strauchelte und sich selbst verlor, desto mehr habe ich zu ihr und ihrer Geschichte gefunden.

    Fazit: Für mich war es ein besonderer, atmosphärischer Roman zu einem wichtigen Thema, der sich durchweg leicht lesen lässt, auch dank des flüssigen und modernen Schreibstils, der echt und schonungslos wirkt. Zudem enthält er viele Weisheiten zum Thema Bindungsangst, Selbstliebe und Vertrauen.
    Worst Date Ever (Knisternde RomCom von der erfolgreichen Autorin Kasie West)

    Kasie West
    Worst Date Ever (Knisternde RomCom von der erfolgreichen Autorin Kasie West) (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    26.08.2026

    Ein netter Snack für zwischendurch

    Das Buch liest sich unglaublich schnell und leicht weg, es ist ein echt netter Snack für zwischendurch, auch wenn ich gestehen muss, dass ich mir ein bisschen mehr erwartet hatte.

    Um das schlechte Date geht es im Prinzip nur im Prolog. Die Inkompatibilität der beiden Charaktere war für mich von Anfang an fadenscheinig. Für mein Empfinden war es eher Fast Burn, auch wenn sich die Beziehung selbst tatsächlich erst langsam entwickelt hat. Aber irgendwie war alles sehr offensichtlich und generell fand ich die Story vorhersehbar.

    Allerdings habe ich den Wortwitz wirklich genossen und es war richtig schön, diese leichte Lektüre auf dem Balkon zu lesen.

    Der Schreibstil ist locker, flüssig und humorvoll und die Charaktere haben zwar nicht viel Tiefgang, sind aber liebevoll gezeichnet. Besonders Margot ist eine sehr sympathische, chaotische und schlagfertige Protagonistin. Auch das Setting der Buchbranche hat mir gut gefallen und es war interessant, ein bisschen mehr über die Arbeit als Literaturagentin zu erfahren. Manche Übersetzungen fand ich holprig; sie klangen für mich im Deutschen eher altmodisch, aber das hat mich nicht weiter gestört.

    Mein Fazit: Leicht, witzig und vorhersehbar und eignet sich damit gut als nette Urlaubslektüre. Viel Spannung und Tiefe darf man nicht erwarten. 3,5 Sterne.
    Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain

    Sasha Peyton Smith
    Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.08.2026

    Elfenkrone meets Bridgerton: nicht ganz so viel Fantasy, aber umso mehr Charme und ein toller Schreibstil!

    Ich bin begeistert! Das Buch kommt zunächst leise daher. Ich hatte immer Spaß beim Lesen, konnte es anfangs aber auch gut wieder aus der Hand legen, bis das, nun ja, irgendwann nicht mehr möglich war und ich es am Ende bis spät in die Nacht hinein regelrecht verschlungen habe.

    Ein guter Schreibstil und glaubwürdige, spürbare Charaktere sind für mich meist am wichtigsten bei einem Buch und hier stimmt für mich beides.

    Der Schreibstil hat mir wirklich wahnsinnig gefallen: flüssig, bildhaft, humorvoll, präzise gewählte Begriffe und eine dem viktorianischen Setting angemessene Sprache. Ich konnte mir alles wie in einem Film vorstellen und musste öfters schmunzeln und lachen. Auch die Wahl der POV hat mir gut gefallen.

    Vorrangig wird hier aus Sicht von Ivy erzählt. Sie ist eine herrliche Protagonistin; ein bisschen tollpatschig, klug, verschmitzt, stur und mutig. Ich fand sie authentisch in ihrer Art und eine willkommene Abwechslung zu den typischen Badass-Heldinnen, die nie so ganz mein Fall sind. Ihre Emotionen konnte ich gut spüren. Auch die anderen Charaktere haben mir gut gefallen. Man lernt sie nach und nach besser kennen.

    Die Fae werden hier tatsächlich ähnlich wie die Elfen in den Büchern von Holly Black dargestellt. Sie sind also keine zarten, sanftmütigen Wesen, sondern ... ganz anders. Es gibt in jedem Fall auch so etwas wie Trials in der Story.

    Man darf hier kein komplexes Worldbuilding erwarten und insgesamt war der Fantasy-Anteil, zumindest in diesem ersten Band, eher gering. Das hat meinem Lese-Vergnügen aber überhaupt keinen Abbruch getan. Ich fand das Buch rundum stimmig und gelungen und es gab auch einige für mich überraschende Elemente.

    Ein Hinweis zum Spice: Es gibt hier eine Szene, allerdings wird sie wirklich der Zeit entsprechend sehr elegant beschrieben. Auch das fand ich charmant und passend. Die Liebesgeschichte hat mich richtig berührt.

    Fazit: Für mich ist dieses Buch ein rundum stimmiges Highlight und ich kann es allen empfehlen, die Lust auf eine unterhaltsame und spannende Story mit Jane Austen-Vibes und ein wenig Fantasy haben. Es soll ja Leute geben, denen Elfenkrone von Holly Black aufgrund des rudimentären Worldbuildings nicht gefallen hat. In dem Fall kann ich nicht einschätzen, inwiefern dieses Buch eine gute Wahl ist.
    Pause

    Lena Kupke
    Pause (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    13.08.2026

    Zwischen Beklemmung, Slapstick und Hoffnung

    "Du weißt nicht, wie stark du bist, bis du stark sein musst." (Vorwort)

    Dieses Buch hat mich sehr berührt, ich habe es regelrecht verschlungen. Mit Hanna konnte ich mich so gut identifizieren wie lange nicht mehr mit einer Protagonistin.

    Im Prinzip passiert vom äußeren Geschehen her nicht viel mehr als das, was im Klappentext schon angedeutet wird. Doch bei diesem Buch geht es auch nicht so sehr um eine spektakuläre Handlung, sondern vielmehr um das innere Erleben, das durch den unaufdringlichen, humorvollen und doch eindrücklichen Schreibstil der Autorin spürbar wird. Es ist ein leises Buch, das zum Fühlen und Nachdenken anregt. Ich habe gelacht, ich war wütend und es sind auch ein paar Tränen geflossen.

    Die Familiendynamik wurde grandios und fast Slapstick-mäßig beschrieben. Hanna wollte ich abwechselnd in den Arm nehmen und kräftig durchschütteln angesichts ihrer (mangelnden) Kommunikation. Sehr gelungen fand ich, dass ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ganz leise und natürlich geschah und doch deutlich zu spüren war. Ihre traumatischen Erlebnisse werden nur angedeutet, den Rest können wir uns zusammenreimen. Trotzdem oder gerade deshalb fand ich es emotional sehr intensiv und hätte eine Content Note und Triggerwarnung mit einem Hinweis zu Beginn des Buches für sinnvoll gehalten.

    Einziger Kritikpunkt von mir: Die Dialoge mit den gleichaltrigen FreundInnen erschienen mir etwas zu aufgesetzt und gewollt cool mit den vielen englischen Begriffen. Das war sicherlich auch satirisch gemeint, aber ich fand es "too much" und es hat mich teilweise ein bisschen aus dem Lesefluss gerissen.

    Mein Fazit: Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, das mich emotional so abgeholt und berührt hat. Ich kann dafür nur eine große Empfehlung aussprechen, besonders an diejenigen Personen, die selbst Schicksalsschläge erlebt haben und mit den Reaktionen ihres Umfelds zu kämpfen hatten.
    Summer Tides

    Sarah Fulmar
    Summer Tides (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    27.06.2026

    Angenehm unaufgeregt, ohne langweilig oder seicht zu sein

    Wow, von diesem Buch war ich echt positiv überrascht! Die Meinungen scheinen auseinander zu gehen und mir hatte sogar eine Person davon abgeraten es zu lesen. Dabei muss ich wirklich sagen, mir hat die Geschichte richtig gut gefallen und ich habe sie an zwei Tagen ganz locker durchgelesen.

    Der Schreibstil ist angenehm "echt", flüssig und locker und insgesamt ist es das, was für mich auch die Atmosphäre des Buches ausgemacht hat. Alles wirkt irgendwie authentisch und wie aus dem Leben gegriffen. Ein paar ernste Themen waren dabei und wurden in meinen Augen gut aufgearbeitet. Und die Found Family Vibes waren toll.

    Sowohl Scarlett als auch Jonah fand ich als Charaktere richtig angenehm und authentisch. Auch die Beziehungsdynamik konnte ich fühlen.

    Mein Fazit: Eine unaufgeregte und leicht zu lesende Sommerlektüre, die ich allen empfehlen kann, die New Adult mögen (auch wenn die Charaktere hier schon älter sind) und nicht unbedingt wahnsinnig viel Action in einer Story brauchen.
    The Night We Met

    Abby Jimenez
    The Night We Met (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    22.06.2026

    Nicht ihr bestes Buch, aber immer noch Abby Jimenez

    Auf dieses Buch war ich besonders gespannt, weil ich gespaltene Meinungen dazu gehört habe. Ich kenne bislang zwei Bücher der Autorin, die ich sehr geliebt habe.

    Der Einstieg fiel mir wie immer leicht. Ich liebe einfach den humorvollen, bildhaften und emotionalen Schreibstil der Autorin. Er ermöglicht es mir immer, wirklich in ihre Welt einzutauchen und mich von der Geschichte wegtragen zu lassen.

    Außerdem mag ich es, dass sie sich ausgiebig mit ernsten Themen im Bereich Mental Health auseinandersetzt und diese in der Regel realistisch darstellt. Eine Dreiecksgeschichte ist zudem immer eine heikle Sache und erfordert viel Fingerspitzengefühl.

    Meine Kritik bezieht sich vor allem auf das Verhalten eines Hauptcharakters und das Konzept von Liebe, das hier teilweise vermittelt wird. Ich habe sein Verhalten als äußerst problematisch und fast schon pathologisch übergriffig und bevormundend erlebt, co-abhängig in allen erdenklichen Varianten, obwohl es als selbstlos und wünschenswert dargestellt wurde. Das fand ich sehr unglücklich und schade, gerade, weil die Autorin so gerne psychische Probleme adressiert.

    Nichtsdestotrotz vergebe ich vier Sterne aufgrund des tollen Schreibstils und der Tatsache, dass ich wirklich ganz in die Geschichte abtauchen konnte und sie mich dennoch berührt hat. Außerdem geht es auch um Freundschaft und dieser Part ist gut gelungen.
    The Iced Caramel Coffee Agreement

    Kyra Groh
    The Iced Caramel Coffee Agreement (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    18.06.2026

    Von der Kunst, sich in ganz unterschiedliche Charaktere glaubhaft hineinzuversetzen

    Kyra Groh ist für mich eine Meisterin der liebenswert authentischen RomComs, die mich mit ihrem Wortwitz und ihren bildhaften Vergleichen immer wieder zum Lachen bringt. Ich bewundere ihr Talent, sich in ganz unterschiedliche, auch unbequeme oder "anstrengende" Charaktere glaubhaft hineinzuversetzen und diesen eine eigene Stimme zu geben.

    Auch hier fand ich besonders beeindruckend, dass sich die POV von Nore und Dex im Ton deutlich unterschieden haben und man sie nicht nur anhand der Überschriften auseinanderhalten konnte, wie es leider sonst oft der Fall ist. Beide Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Es sind nicht die typischen wunderhübschen 0815 Protagonisten, sondern sie haben auch äußerlich ihre Eigenarten, durch die sie aber umso liebenswerter und schöner wirken. Dex war eine willkommene Abwechslung zu den typischen muskulösen, sportlichen und wortkargen Männern des Genres und Nore zu den oft etwas vorlauten, chaotischen und unangepassten Frauen.

    Die Liebesgeschichte fand ich wunderschön dargestellt, ich bin ein bisschen dahingeschmolzen. Und ich konnte die Persönlichkeitsentwicklung von beiden gut nachvollziehen und spüren. Nores Selbstzweifel waren mir zwischendurch ein bisschen zu überspitzt dargestellt, aber das hat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan.

    Fazit: Diese herrlich frühlingshafte RomCom ist etwas fürs Herz und ich kann sie nur wärmstens empfehlen!
    We Who Will Die

    Stacia Stark
    We Who Will Die (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    12.06.2026

    Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten!

    Für mich war dieses Buch ein Pageturner mit einer faszinierenden Welt aus Gladiatoren, Vampiren, Intrigen und interessanten Charakteren. Ich fand es durchweg spannend. Immer dann, wenn ich dachte, dass es etwas zäh werden könnte, ist etwas Neues passiert, so dass ich das Buch verschlungen habe.

    Arvelle ist eine verbitterte, starke und verzweifelte Protagonistin, die mir gut gefallen hat. Die anderen Hauptcharaktere sind zu einem großen Teil undurchsichtiger. Ich belasse es absichtlich vage, um nicht zu spoilern. In jedem Fall gehört die Interaktion von Arvelle mit den männlichen Protagonisten und potentiellen Love Interests zu den Elementen, die mir an der Story besonders gut gefallen haben (Stichwort Tension!), obwohl die Romance angenehm im Hintergrund bleibt und niemals den Plot dominiert.

    Die erschaffene Welt ist mal eine erfrischend andere mit ihren Vampiren, Gladiatoren und den verschiedenen magischen (Tier-) Wesen in einem Setting, das an das alte Rom erinnert.. Sie ist teilweise sehr komplex und es passiert gefühlt ständig etwas, so dass ich zwischendurch auch mal den Überblick verloren und Einzelheiten vergessen habe, was mich aber nicht weiter gestört hat. Die Komplexität lädt dazu ein, Hypothesen über Hintergründe und weitere Geschehnisse anzustellen und fleißig zu rätseln, was mir großen Spaß gemacht hat.

    Besonders die Welt der Götter fand ich faszinierend und hätte gerne noch einen genaueren Einblick erhalten. Auch die magischen Wesen werden zum Teil nur erwähnt, als wüsste man bereits, was damit gemeint ist. Einige konnte ich mir dank Latein-LK einigermaßen vorstellen, andere blieben blass. Ein Glossar sowohl zu den verschiedenen Völkern, den magischen Wesen und den Göttern wäre definitiv hilfreich gewesen. Insgesamt ist ein umfassendes und nachvollziehbares Worldbuilding etwas zu kurz gekommen, aber womöglich baut es sich langsam über die Reihe hinweg auf.

    Fazit: Ich kann nur eine große Empfehlung für diese kurzweilige Fantasy mit ihren spannenden Entwicklungen und interessanten Charakteren aussprechen und freue mich schon riesig auf den nächsten Band.
    Don't let me fall

    Kelsie Rae
    Don't let me fall (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    07.06.2026

    Wenig Eishockey, viel Klischee, dennoch leicht zu lesen

    Puh, bei diesem Buch fällt mir eine Bewertung wirklich schwer. Es gab einiges, was ich kritisieren möchte, gleichzeitig fand ich es doch erstaunlich, wie leicht ich das Buch trotz meiner Kritikpunkte lesen konnte.

    Positiv fand ich, dass ich durch den flüssigen und lockeren Schreibstil der Autorin leicht und gut durch das Buch kam. Auch die erste Szene im Auto und die Tension zwischen Colt und Ash zu Beginn haben mir sehr gut gefallen.

    Und insgesamt fand ich, dass die Story gute Ansätze hatte, weil sie die Themen Toxizität in Beziehungen und Co-Abhängigkeit adressiert hat. Es gab viel Potenzial für Tiefgang.

    Leider fand ich die Umsetzung eher unglücklich. Das Verhalten der Charaktere war nicht immer stimmig und teilweise übergriffig, es gab viele Klischees und auch in der Handlung Logikfehler und für meinen Geschmack insgesamt zu wenig emotionale Tiefe und zu wenig Eishockey.

    Mein Fazit: Für mich war die Story doch sehr klischeebeladen, auch wenn tw. gute Ansätze dahinter steckten. Eishockey kommt nur am Rande vor. Dennoch fand ich das Buch teilweise unterhaltsam und leicht zu lesen. 2,5 Sterne.
    The Crane and the Nightjar

    Ada Bailey
    The Crane and the Nightjar (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    26.05.2026

    Grandioser Start, aber wo war die Spannung danach?

    Wie schade! Was ist da nur passiert?! Ich habe es selten, dass ich von dem Beginn eines Buches so begeistert bin. Tatsächlich fand ich die Leseprobe richtig genial und habe mich wahnsinnig auf das Buch gefreut, aber es konnte mich einfach nicht fesseln und ich musste mich immer wieder regelrecht dazu aufraffen weiterzulesen. Gefühlt wurde da ganz viel Potenzial verschenkt.

    Der Schreibstil ist an sich flüssig und sehr schön atmosphärisch, das Setting düster und die Magie, bei der man immer ein Stück seiner Seele verliert, wirklich faszinierend. Auch die Charaktere fand ich angenehm, sie wirkten erwachsen und reif.

    Von den logischen Fehlern konnte ich persönlich gut absehen. Teilweise tauchen Personen an Stellen wieder auf, obwohl sie eigentlich gerade woanders sind, oder die Haarfarbe einer Person ändert sich einfach mal willkürlich. Aber wie gesagt, das hat mich persönlich nicht so gestört.

    Ich hatte vielmehr Probleme damit, dass einfach für mich keine wirkliche Spannung aufkam, erst im letzten Achtel wieder. Ich nehme an, dass es zum einen daran lag, dass ich mir mehr und tiefere Emotionen gewünscht hätte und zum anderen daran, dass das Worldbuilding zu dem an sich interessanten Magie-System nicht sehr ausgereift war. Die Magie hat schlussendlich in dieser Story gar nicht so eine große Rolle gespielt. Den Plot Twist habe ich kommen sehen, aber auch darüber hätte ich hinwegsehen können, wenn ich einfach gefesselter gewesen wäre.

    Fazit: Sicherlich eine solide Romantasy mit einem wirklich starken Beginn und vielversprechendem Magie-System, die dann aber geschwächelt hat und mich enttäuschend wenig mitreißen konnte.

    Und alles zerbricht (Paper Hearts 1)

    Maxine Reuker
    Und alles zerbricht (Paper Hearts 1) (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    26.05.2026

    Beeindruckend realistische Darstellung einer Essstörung

    Vorab: Bei Problemen mit dem Essen und dem Gewicht sollte man zuvor die Triggerwarnung durchlesen. Auch bin ich nicht sicher, inwieweit sich dieses Buch wirklich für Jugendliche eignet, die ja häufig ohnehin in einer sensiblen Phase in Bezug auf ihre Figur stecken.

    Was mich persönlich angeht, so bin ich etwas holprig gestartet. Manche Dialoge und Formulierungen kamen mir etwas umständlich und konstruiert vor, manche Handlungen nicht wirklich nachvollziehbar. Ich bin froh, dass ich wegen der Empfehlung einer Freundin trotzdem weiter gelesen habe.

    Den Klappentext finde ich irreführend. Hier steht nicht die Liebesgeschichte im Vordergrund, wie angedeutet, sondern tatsächlich Milas Belastung und ihr Weg in die Essstörung. Ich bin selbst Psychotherapeutin und war wirklich tief beeindruckt davon, wie realistisch die Autorin die Essstörung, vor allem auch die Körperwahrnehmungsstörung und die Hartnäckigkeit dieser Erkrankung dargestellt hat. Man merkt, dass sie selbst Erfahrung mit dieser gefährlichen Störung hat.

    Insgesamt fand ich die Charaktere sehr liebevoll gezeichnet. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Milas Unsicherheit und Ambivalenz waren für mich deutlich spürbar.

    Am Ende fand ich den Schreibstil dann wieder etwas holprig, die Liebesgeschichte kitschig und das Tempo zu hoch. Außerdem wurde schnell noch etwas Drama hineingebaut, das hätte ich persönlich nicht gebraucht. Aber so ist das Ende offen geblieben und man kann gespannt auf die Fortsetzung sein.

    Ich kann das Buch allen empfehlen, die sich für das Thema sensibilisieren möchten und generell an Mental Health-Themen interessiert sind. Bei eigenen Problemen mit der Figur und dem Essen würde ich hingegen gut abwägen, ob die Lektüre das Richtige für mich ist.
    Seamere College 1. Strange Familiars

    Keshe Chow
    Seamere College 1. Strange Familiars (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.05.2026

    Herzallerliebste magische Tierwesen treffen auf Wirtschaftspolitik und Rivals to Lovers

    Ich habe mich von diesem Buch, das ich trotz der Spannung eher der Cozy Romantasy zuordnen würde, insgesamt sehr gut unterhalten gefühlt und bin begeistert von den vielen kleinen kreativen (magischen) Details, die die Autorin eingebaut hat.

    Der Schreibstil ist flüssig, humorvoll und locker. Es wird abwechselnd aus den Perspektiven von Gwen und Harrisford erzählt, was ich gelungen fand.

    In beide Charaktere konnte ich mich gut hineinversetzen, fand ihren Schlagabtausch teilweise sehr amüsant, teilweise aber auch ein bisschen albern. Insgesamt kam es mir so vor, als ob die beiden Protagonist*innen deutlich jünger waren als Mitte 20. Das trotzige Verhalten gerade von Gwen hatte manchmal eher etwas von einem pubertierenden Teenie. Deshalb fand ich die Liebesgeschichte manchmal nicht ganz überzeugend, dann aber wiederum auch sehr rührend.

    Regelrecht dahingeschmolzen bin ich bei den wirklich sehr niedlichen Beschreibungen der magischen Seelentiere und mythischen Kreaturen und ihrer Behandlung. Man merkt, dass die Autorin Tierärztin ist und ihre Freude daran hatte, ihr Wissen auf die magische Welt zu übertragen. Gerade Percy hat sich mit seiner speziellen Art in mein Herz geschlichen.

    Das Worldbuilding erscheint mir nicht komplett ausgereift, manches ging mir dann doch ein bisschen zu einfach und ich weiß nicht, ob in den Fortsetzungen noch Erklärungen folgen werden. Trotzdem hat es mir gefallen, denn die Magie ist hier eine endliche Ressource, die streng reglementiert wird, und es gibt sogar zwei Konzerne mit Marktmonopol. Dieses System und seine Folgen erinnert an wirtschaftspolitische Probleme unserer heutigen Zeit, was ich sehr elegant fand.

    Spannung wurde in dieser Story natürlich auch geboten und man konnte wilde Spekulationen anstellen, was mir großen Spaß gemacht hat.

    Mein Fazit: Auch wenn ich das Verhalten der Hauptcharaktere teilweise etwas kindisch und das Worldbuilding nicht ganz ausgereift fand, habe ich dieses Buch vor allem wegen der magischen Tierwesen und der spannenden Storyline bei gleichzeitigem Wohlfühlfaktor sehr genossen.
    Dire Bound

    Sable Sorensen
    Dire Bound (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    22.05.2026

    Absolute Sogwirkung

    Ich hatte lange kein Buch mehr, bei dem ich einfach nicht mehr aufhören konnte zu lesen und ständig Angst vor dem Moment hatte, in dem ich das Ende erreichen würde. Für mich ist dieses Buch jetzt schon ein absolutes Highlight, so muss Fantasy sein!

    Tatsächlich erinnert die Story sehr an Fourth Wing mit Panem-Vibes und ist damit nicht unbedingt neu, wird aber meiner Meinung nach erwachsener und extrem mitreißend erzählt.

    Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und fesselnd, die Charaktere gut ausgearbeitet und für mich deutlich spürbar, auch wenn manche von ihnen mysteriös scheinen. Die Schattenwölfe liebe ich! Eigentlich passiert ständig etwas, ohne dass die Story gehetzt wirkt. Ich fand sie durchweg spannend und es gab auch unerwartete Wendungen.

    Kleine Kritikpunkte beziehen sich auf die Spice-Szenen, die ich teilweise überflüssig und langatmig fand. Außerdem war ich etwas enttäuscht darüber, dass ich ein Ereignis schon sehr lange habe kommen sehen. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

    Insgesamt kann ich für dieses Buch nur eine große Empfehlung an alle Fantasy-Fans aussprechen, die kein Problem mit Brutalität haben. Macht euch darauf gefasst, dass ihr das Buch nicht so schnell aus der Hand legen könnt!
    Witch of the Wolves

    Kaylee Archer
    Witch of the Wolves (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    17.05.2026

    Starke Kombi aus reifen Charakteren, Charme und Spannung

    Hexen und Werwölfe im viktorianischen London, reife Charaktere, feiner Humor, eine Prise Feminismus und viel Spannung - was will man mehr?!

    Ich liebe Wölfe und Werwölfe, so dass mich dieses Buch gleich neugierig gemacht hat. Die Story beginnt eher ruhig mit einiger Situationskomik und den ersten unerwarteten und spannenden Wendungen, bis sie sich zum Ende hin zu einem regelrechten Showdown steigert.

    Besonders gut hat mir der unaufgeregte, dem Setting entsprechend etwas altmodische und verschmitzt-humorvolle Schreibstil gefallen, der zugleich so bildhaft ist, dass ich mir das Ganze wie in einem Film vorstellen konnte. Er sorgt dafür, dass die Geschichte bei aller Unberechenbarkeit und Grausamkeit doch auch immer ein bisschen charmant und leicht wirkt. Es wird ausschließlich aus Cordelias Perspektive (Ich-Form) erzählt, was sich für mich stimmig angefühlt hat.

    Die Charaktere fand ich toll. Sie haben sich reif und erwachsen verhalten,; nicht so, wie in vielen anderen Romantasy-Romanen, wo einfach mal impulsiv vorgeprescht wird. Sowohl Cordelia als auch Bishop mochte ich als Protagonist*innen sehr. Das kommt bei mir eher selten vor, weil ich meistens einen der beiden Hauptcharaktere zu blass oder zu wenig ausgearbeitet finde. Auch die Dynamik zwischen den beiden konnte ich spüren.

    Ich möchte gar nicht zu viel verraten. Ich habe das Setting auf jeden Fall geliebt und war zunehmend gefesselt von der Story, die man nie so ganz vorhersehen konnte. Spice-Szenen gibt es auch, aber nicht in übertriebenen Ausmaß.

    Ich kann das Buch allen empfehlen, die Hexen und Werwölfe und viktorianische Settings lieben, die auf reife Charaktere stehen und auch eine langsamere, dafür aber sehr charmante und durchdachte Storyentwicklung zu schätzen wissen.



    Illusion - A Lie Worth Believing

    Janine Ukena
    Illusion - A Lie Worth Believing (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    01.05.2026

    Spannende Idee, die Umsetzung war mir jedoch zu pathetisch und flach

    Grundsätzlich hat mir das Setting einer Illusionsshow in Las Vegas als Idee enorm gut gefallen und am Anfang war ich auch von dem fast poetisch anmutenden Schreibstil angetan.

    Diese Begeisterung hat sich jedoch bald zugunsten einer gewissen Genervtheit gelegt, weil in gefühlt jedem zweiten Satz ein bildgewaltiger Vergleich gebracht wurde und ständig Sätze mit dem Zusatz "mehr, als ich zulassen/zugeben wollte" fielen. Das erschien mir viel zu aufgesetzt und pathetisch, als dass ich es hätte ernst nehmen können. Es hat mich aus dem Lesefluss gebracht und mir keineswegs emotionale Tiefe vermittelt, sondern im Gegenteil eher ein Gefühl von leeren Worthülsen, denn spüren konnte ich die beschriebenen Emotionen kaum.

    Diese Kritik betrifft auch die Charaktere. Stella fand ich noch einigermaßen greifbar, wohingegen alle anderen Charaktere wenig bis gar nicht spürbar für mich waren, was auch für die Beziehungen untereinander und für die Liebesgeschichte gilt.

    Dennoch fand ich die Story stellenweise recht spannend und besonders das Thema mit KI und Deepfakes hat mir gut gefallen. Das hätte meiner Meinung nach noch mehr ausgearbeitet werden dürfen, ebenso wie die Konflikte zwischen den Charakteren und die Gründe ihrer teilweise recht fragwürdigen Handlungen.

    Fazit: Für mich hatte die Story originelle und spannende Ideen, die jedoch meiner Meinung nach ohne die nötige Tiefe und mit reichlich pathetischen Worten umgesetzt wurden. Ich könnte mir vorstellen, dass sie einem jüngeren Publikum von 16 bis 18 Jahren ganz gut gefallen könnte.
    Nightweaver

    R. M. Gray
    Nightweaver (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    27.04.2026

    Sticht für mich aus der Masse heraus

    Ich bin ganz erstaunt, dass die Meinungen zu diesem Buch so auseinandergehen und es vielen gar nicht gefallen hat. Ich muss sagen, für mich war es seit langem mal wieder ein Buch, bei dem ich keine Probleme hatte, dabei zu bleiben und das ich durchweg spannen fand.

    Etwas irritiert hat mich, dass die Story vor allem an Land spielt, obwohl es als Piraten-Fantasy beworben wird. Aber schlussendlich hat das meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan.

    Besonders gut hat mir der Schreibstil gefallen, ich fand ihn sehr bildhaft, flüssig und mitreißend. Auch die erschaffene Welt ist angenehm vielseitig, grausam und einfach mal etwas anderes. Es gibt sehr viele Geheimnisse und Lügen, durch die Spannung entsteht und die Welt noch mysteriöser wirkt.

    Aster fand ich zwar vom Verhalten her nicht immer ganz logisch, aber im Charakter nicht inkonsistent und schon gar nicht anstrengend. Sie ist ja erst 17 Jahre alt und ich habe es eher als realistisch empfunden, dass sie sich mal als stark und tough zeigt und mal sehr unsicher und naiv wirkt. Auch die männlichen Hauptcharaktere fand ich gut gezeichnet. Sie waren eine willkommene Abwechslung zu den typischen mürrischen und wortkargen Love Interests /"Bad Boys", die mich schon langsam beginnen zu langweilen. Sie erscheinen vielschichtiger und gerade deshalb auch mysteriöser. Insgesamt finde ich, dass dieses Buch nicht dem Schema F einer klassischen YA Fantasy Romance folgt und das hat mir sehr gut gefallen.

    Ein paar Nebencharaktere werden zugegebenermaßen etwas blass und hölzern dargestellt. Einige Plot-Twists habe ich schon sehr lange kommen sehen, was mich aber nicht gestört hat.

    Ich würde diese Fantasy Romance allen empfehlen, die Lust auf eine neue Story haben, die gerne Young Adult ohne Spice lesen und einen guten Schreibstil zu schätzen wissen. Bei einer starken Vorliebe für radikale Badass-Heldinnen und typische Bad Boys sind sie mit diesem Buch dagegen wahrscheinlich nicht so gut bedient.
    A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1

    Sophie Jordan
    A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1 (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    24.04.2026

    Ja, das Buch hat Potenzial, aber...

    Dass das Buch überraschend ist und großes Potenzial hat, das habe ich im Vorhinein am häufigsten gehört. Und es stimmt, es hat Potenzial. Ich fand sogar das erste Viertel richtig grandios und bin durch die Seiten geflogen. Die Idee des Prügelmädchens war innovativ.

    Aber dann... Irgendwann fing es an mit den inneren repetitiven Monologen, sowohl aus der Sicht von Tamsyn als auch von Fell. Diese haben mich aus dem Lesefluss gebracht und ich war mir von da an meistens bewusst, dass ich gerade eine Geschichte lese statt in sie einzutauchen.

    Die Sprache an sich fand ich stellenweise sehr schön und bildhaft, außerdem passend zu Fantasy ein bisschen altertümlich. Dann wiederum jedoch wurde es richtig holprig. Ich werde nie verstehen, weshalb es irgendwie inzwischen zum guten Ton von Fantasy/ Romantasy gehört, durch Worte wie "Fuck" oder "Ich bin sowas von am Arsch" aus dem Rahmen zu fallen. Zu einer modernen Romance oder Urban Fantasy passt das, aber doch nicht hier.

    Die Autorin hat einige Überraschungen eingebaut, die für mich dann aber doch nicht so überraschend kamen. Am Ende erschien mir die Handlung teilweise etwas arg konstruiert.

    Gleichzeitig war ich stellenweise auch gebannt und könnte mir sogar vorstellen, den zweiten Band noch zu lesen. Den Einzug ins Regal erhält die Reihe jedoch definitiv nicht.

    Fazit: Eine originelle Ausgangsidee, in der viel Potenzial liegt, die Umsetzung war für mich jedoch holprig. Trotzdem kann die Story für Drachenliebhaber ein netter Snack zwischendurch sein.

    Woman Down

    Colleen Hoover
    Woman Down (Buch)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    12.04.2026

    Schräg und toxisch oder einfach nicht mein Genre?

    Ich habe bislang ein Buch der Autorin gelesen, das mir schon nicht besonders gut gefallen hat, weil ich fand, dass ein Thema bagatellisiert wurde. Ich wollte ihr aber mit diesem Buch noch mal eine Chance geben und in ein anderes Genre hineinschnuppern. Nun bin ich etwas ratlos, weil ich das Buch wirklich richtig schlecht fand, mich aber auch frage, ob ich möglicherweise das Genre Romantic Thriller einfach nicht mag. Ich fand die Toxizität in der Beziehung ganz schwer zu ertragen und es kam mir richtig "billig" vor, aber vielleicht gehört das bei dem Genre bis zu einem gewissen Grad auch immer dazu?

    Definitiv kann ich sagen, dass mir der Beginn mit den Schilderungen zum Autorinnenleben und dem Cybermobbing ziemlich gut gefallen hat und ich optimistisch gestartet bin. Der Schreibstil ist nicht besonders anspruchsvoll, aber auf jeden Fall sehr flüssig und gut zu lesen. Sobald Saint seinen Auftritt hatte, kam mir die ganze Story total konstruiert vor und mir war völlig unverständlich, wie naiv sich die Protagonistin verhalten hat. Dass es hier um eine innere Ambivalenz geht im Love Triangle und Petra sich somit auch ambivalent und deshalb nicht immer ganz logisch verhält, ist klar, aber diese Ambivalenz wurde nicht nachvollziehbar dargestellt. Auch die Emotionen konnte ich nicht spüren und dadurch wirkte die ganze Story extrem platt.

    Ich hatte dann zumindest mit einem großen Plot Twist gerechnet. Es kam aber lediglich eine unerwartete Wendung, alles andere lief genau so, wie ich es von Anfang an vermutet hatte. Das hat mich dann auch ziemlich enttäuscht. Ich hatte eigentlich nur deshalb weiter gelesen, weil ich dachte, dass das Buch ein interessantes Ende bereithält.

    Fazit: Absolut nicht mein Geschmack, toxisches Verhalten, unglaubwürdige Charaktere. Möglicherweise ist es auch einfach nicht mein Genre. Ich kann auf jeden Fall keine Empfehlung für dieses Buch aussprechen.
    One Date to Gold

    Ivy Leagh
    One Date to Gold (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    31.03.2026

    Ganz süß, aber seltsam unbeholfen und holprig

    Ist der Hype gerechtfertigt? Meiner Meinung nach leider nicht. Die Liebesgeschichte entwickelt sich zugegebenermaßen ganz süß, aber ich habe erst einmal die Hälfte des Buches gebraucht, um halbwegs in die Geschichte hineinzufinden.

    Zunächst einmal fand ich den Schreibstil nicht besonders fessend und musste das Buch immer wieder zur Seite legen. Die Charaktere und ihre Interaktion habe ich anfangs sehr platt und oberflächlich erlebt, da direkt von Beginn an in völlig unpassenden Momenten sexualisierende Anspielungen gemacht wurden., ohne dass die Charaktere sich schon kannten. Das fand ich too much und auch unrealistisch. Und auch ich hätte die Charaktere gerne etwas kennengelernt, bevor ich mit nackten und vor allem harten Tatsachen in ganz willkürlichen Situationen konfrontiert werde.

    In dem Buch waren außerdem einige Logikfehler, Zudem kam mir der Schreibstil teilweise seltsam unbeholfen vor und die Dialoge etwas holprig und konstruiert, vor allem auf Hunters Seite. Auch habe ich noch nie so seltsame Spice-Szenen gelesen. Am Ende war mir die Story dann zu kitschig.

    Weshalb vergebe ich dennoch 3 Sterne? Das Olympia-Setting hat es mir angetan, die Atmosphäre wurde gut transportiert . Ich fand es spannend, etwas über das Snowboarden zu lernen. Außerdem entwickelten sich die Charaktere durchaus auf eine liebenswerte Art und Weise, so dass ich sie ins Herz geschlossen habe. Die jeweiligen Themen, die sie im Gepäck trugen, fand ich auch spannend und authentisch erzählt.

    Mein Fazit: Dieses Buch hat mich nicht umgehauen. Ich hatte immer wieder Probleme, mich zum Lesen aufzuraffen. Dennoch vermittelt es eine schöne Winter- und Olympia-Atmosphäre und eine ganz süße Liebesgeschichte.

    Memories So Golden Like Us

    Gabriella Santos de Lima
    Memories So Golden Like Us (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    24.02.2026

    Emotionaler Kater garantiert

    Das ist mein erstes Buch von der Autorin, da ich den ersten Band aufgrund der Content Note ausgelassen habe. Es wird definitiv nicht mein letztes gewesen sein.

    Was für ein emotionaler und fast poetischer Schreibstil! Manchmal war es mir fast ein bisschen viel und hat mich an Dawsons Creek erinnert, wo die ganz jungen Charaktere so weise, reif und reflektiert gesprochen haben, als würden sie aus einem klugen Buch zitieren. Auch ähnelte sich der Ton, in dem Blairs und Connors Perspektive jeweils geschrieben war, durch diesen sehr eingängigen Schreibstil. Das fand ich etwas schade, weil ich die Unterschiede zwischen den Charakteren somit nur den Infos über sie entnehmen konnte, aber eben nicht ihrer eigenen Stimme im jeweiligen Kapitel.

    Die Kritikpunkte sind jedoch klein angesichts meiner Begeisterung für dieses Buch. Ich habe wirklich mitgefühlt und mitgelitten. Besonders gut hat mir Blair gefallen und die Schilderung ihrer Trauerbewältigung, die ich sehr realistisch fand. Auch die Kombination mit ihrer Kunst hat dazu perfekt gepasst. Die feministischen Themen und das Bodyshaming sowie ihre Reaktion darauf haben mir ebenfalls ein sehr gutes Gespür für ihre Figur und ihr Erleben gegeben.

    Connor blieb für mich dagegen blasser und passiver. Ich hätte gerne etwas mehr über seine Ecken und Kanten erfahren. Ich würde sogar sagen, es hätte gereicht, das Buch ausschließlich aus Blairs Perspektive zu erzählen.

    Insgesamt passiert eigentlich von der Handlung her nicht besonders viel, jedoch ist die Innenansicht der Charaktere so intensiv, dass bei mir zumindest keine Langeweile aufkam und ich mittendrin war im Geschehen und in der Gefühlswelt. Auch ein paar Tränen sind geflossen und es gibt wunderbare Zitate zu Themen wie Trauer und Selbstliebe.

    Fazit: Bei diesem emotionalen Buch über Trauerbewältigung und Liebe sollte man Taschentücher bereithalten. Es wird bei mir auf jeden Fall noch nachhallen und ich habe einige Zitate notiert.
    Burnham Dynasty

    Julie Marinello
    Burnham Dynasty (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    27.01.2026

    Zarte Young Adult-Liebesgeschichte in einer Welt voller Intrigen und Adels-Dramen

    Mir fällt es schwer zu beschreiben, wie dieses Buch auf mich gewirkt hat. Es war anders als erwartet – spannend und flüssig geschrieben, gleichzeitig hat die Liebesgeschichte für meinen Geschmack etwas zu wenig Raum erhalten, obwohl sie sehr behutsam und durchaus authentisch beschrieben wurde. Dafür gab es ganz viel Drama um den Mord. Ständig kamen neue Geheimnisse ans Licht und ich kam mir teilweise vor wie in einer Soap. Obwohl ich normalerweise die Erzählung aus mehreren Perspektiven schätze (vor allem allerdings bei Fantasy), waren es mir hier zu viele und ich empfand die Wechsel als recht willkürlich und unübersichtlich. Mir hätten die Perspektiven der beiden Hauptcharaktere Cathy und Josh gereicht. Diese beiden sind neben dem fesselnden und detaillierten Erzählstil aus meiner Sicht die große Stärke des Buches. Sie sind als Charaktere sehr liebevoll, vielschichtig und auch authentisch (vor allem Josh) gezeichnet. Manche Nebencharaktere hingegen wirken etwas klischeehaft. Ich habe das Buch zügig durchgelesen, was immer ein gutes Zeichen ist. Der Schreibstil hat mich sehr gefesselt, auch wenn mir die ganzen Dramen um den Mord schlussendlich zu viel waren. Da hätte man meiner Meinung nach etwas kürzen können. Fazit: Bei diesem Roman handelt es sich um zarte und gut geschriebene Young Adult-Liebesgeschichte, die mit vielen Intrigen und Geheimnissen aus der Welt des Adels angereichert wird und stellenweise an einen Krimi erinnert. Ich kann sie vor allem Fans von solchen Genre- Mischungen empfehlen.

    1 bis 25 von 54 Rezensionen
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