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    Luise

    Aktiv seit: 19. Mai 2025
    "Hilfreich"-Bewertungen: 1

    Bitte beachten Sie

    Wir können nicht sicherstellen, dass die Angaben von Verbrauchern stammen, die das Produkt tatsächlich genutzt oder erworben haben.

    103 Rezensionen

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    Bakterien - die heimlichen Helden

    Peter Wohlleben
    Bakterien - die heimlichen Helden (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    22.07.2026

    Ein mitreißendes Sachbuch mit Roman-Charakter

    Peter Wohlleben schafft mit „Bakterien – die heimlichen Helden“ den Spagat zwischen fundiertem Wissen und bester Unterhaltung. Der Aufbau ist logisch strukturiert: Von der Entstehung der Bakterien arbeitet man sich tiefer in die Materie ein, ohne von unverständlichem Fachjargon erschlagen zu werden.
    Selbst wer bereits weiß, wie essenziell Bakterien für unser Leben sind, wird hier noch verblüfft werden. Der Bogen vom Detail zum großen Ganzen ist hervorragend geschlagen. Dank der kurzen Kapitel, des flüssigen Stils und einer Prise Humor liest sich das Buch im Nu. Schade ist nur, dass nicht noch etwas mehr Bild- oder Grafikmaterial eingebaut wurde – das hätte das Ganze perfekt abgerundet.
    Dennoch: Ein fantastisches Werk, das auf jeden Fall bei mir wohnen bleibt und das ich jedem Neugierigen wärmstens empfehlen kann!
    Aisha

    Fajite
    Aisha (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    21.07.2026

    Mysteriös und wunderschön

    "Aisha" von Fajite ist "Ein Märchen von Mord und Liebe", der erste Band einer Reihe von Graphic Novels und er hat mich total umgehauen, im positiven Sinn.
    Das Buch an sich ist schon total edel und hochwertig gestaltet, ein fester Einband mit Golddruck, Lesebändchen und schweres, hochwertiges Papier.
    Die Illustrationen sind schwarzweiß gehalten, einzelne Farbkarten liegen dem Buch bei.
    Die Illustrationen sind so superschön, detailliert und so realistisch, als würde man Fotos betrachten, jede einzelne Seite ein kleines Kunstwerk.
    Aber auch die Story hat es in sich, sie ist geheimnisvoll und düster und es gibt sehr viele Anspielungen und sogar Ausschnitte aus bekannten und weniger bekannten Märchen.
    Aida und Aisha sind Zwillingsschwestern, die sehr früh ihre Mutter verloren haben und bei ihrem, sehr liebevollen und auch gut situiertem, Vater aufwachsen.
    Aida ist eher extrovertiert, liebt schöne Kleider und Schmuck, Aisha ist eher eine in sich gekehrte Lesemaus, die gut für sich bleiben kann.
    Alle Versuche mit einer neuen Stiefmutter lehnen sie ab, bis der Vater sie vor vollendete Tatsachen stellt. Er kommt als verheirateter Mann von einer Reise wieder, mit einer adligen Ehefrau und ihren drei Söhnen.
    Mit den fünf so unterschiedlichen Kindern im Haus bleibt es natürlich nicht alles friedlich und in Harmonie, die Streiche werden härter und das Buch endet mit einem Cliffhanger, der Rache vermuten lässt.
    Ich bin so begeistert von dieser Geschichte und ihrer Umsetzung, dass ich den Nachfolger kaum erwarten kann.
    Mit anderen Augen

    Jane Tara
    Mit anderen Augen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    18.07.2026

    Wichtiges Thema

    „Mit anderen Augen“ von Jane Tara ist ein wunderbar einfühlsamer Roman über eine Frau in den besten Jahren, die nach und nach ihre Sichtbarkeit verliert. Es beginnt mit dem kleinen Finger, doch bald verschwindet immer mehr von ihr. Die Diagnose der Ärztin: „Unsichtbarkeit“ – unheilbar. Auf der Suche nach Antworten wendet sich Tilda an eine Beraterin und schließt sich einer Selbsthilfegruppe an. Erst dort begreift sie die ganze Tragweite des Problems und merkt, wie viele Frauen davon betroffen sind – manche jünger, die meisten jedoch älter. Da ich mich selbst oft schon im Alltag unsichtbar gefühlt habe, hat mich die Prämisse dieses Buches sofort angesprochen.
    Jane Tara schreibt locker, leicht und mit einer feinen Prise Humor. Immer wieder fließen Lebensweisheiten und philosophische Zwischentöne in die Handlung ein. Besonders Tilda hat es mir angetan: Sie ist humorvoll, selbstkritisch und herrlich ironisch, ihre Sicht auf die Welt ist absolut einnehmend. Der Roman bringt enorm viel mit: Er übt scharfe Gesellschaftskritik, lenkt den Blick auf die vielen ungesehenen Menschen um uns herum und zeigt Wege auf, wie man selbst aktiv werden kann, auch für andere. Hier bietet die Geschichte einige wirklich starke Szenen und Denkansätze.
    Das Ende enttäuscht. Tilda verliebt sich in einen reichen, erfolgreichen Mann, und plötzlich scheint sich alles in Wohlgefallen aufzulösen. Es wirkte, als würde der Roman von einer tiefgründigen Gesellschaftskritik zu einem klassischen Selbstfindungstrip verflachen.
    Heimkehr nach Morioka

    Yuki Ibuki
    Heimkehr nach Morioka (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    18.07.2026

    Wortgewaltig, leise und tiefgründig

    Manchmal braucht ein Buch keine laute Action, um zu fesseln, genau das beweist „Heimkehr nach Morioka“ von Yuki Ibuki. Der Roman besticht durch seine atmosphärischen Einblicke in den japanischen Alltag und ein jahrhundertealtes Handwerk.
    Die Geschichte folgt der 17-jährigen Mio, die sich nach traumatischen Mobbingerfahrungen völlig isoliert. Schutz findet sie erst, als sie zu ihrem Großvater in die ländliche Präfektur Iwate zieht. In dessen Weberei lernt sie nicht nur das Handwerk mit Wolle und Farben, sondern findet auch langsam wieder zu sich selbst.
    Die Autorin schafft es, schwierige Themen wie familiäre Entfremdung, Demenz und Existenzsorgen so zu verpacken, dass die Erzählung stets hoffnungsvoll bleibt. Die Charaktere und ihre inneren Konflikte sind greifbar und spiegeln die feinen Nuancen der japanischen Gesellschaft wider. Ein Buch voller Poesie und wunderschöner Wortbilder, das ich auch Menschen ohne Vorkenntnisse in der japanischen Literatur absolut ans Herz legen kann.
    Nobody's Quest

    Alyssa Day
    Nobody's Quest (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    17.07.2026

    Gute Idee dahinter

    "Nobody's Quest" von Alyssa Day ist der Auftaktband einer Fantasy-Reihe.
    Soli ist ein Niemand in dieser Welt, eine Waise, eine Sklavin, eine gebrandmarkte Greymind. Und sie soll jetzt plötzlich in den Kampf der Göttinnen eingreifen und die Welt und das Königreich Altarra retten. Dabei stehen ihr einige sehr ausgewählte Charaktere zur Seite. Hauptsächlich liegt das Augenmerk auf Prinz Kaelen, der ohne Königreich, aber von edler Gesinnung und mit viel Kampfkraft ist.
    Der Ansatz der Geschichte und auch das Worldbuilding ist toll. Zwei verfeindete Göttinnen, Zauberkräfte, eine Auswahl der Helden, der Beginn einer Heldenreise. Auch die Kämpfe, die Gegner, die Monster, das ist alles richtig toll und spannend beschrieben.
    Allerdings hat mich hier eine handfeste Liebesgeschichte immer wieder aus der Story gerissen, sie war in meinen Augen weder notwendig, noch glaubhaft beschrieben.
    Auch die Charakterentwicklung war mir hier zu schnell und unglaubwürdig. Soli etwa wurde von einer unterdrückten Sklavin, ohne eigene Wünsche in ein paar Tagen zur selbstbewussten Heldin, das geht gar nicht für mich.
    Das Buch selbst ist wunderschön gestaltet, die Idee dahinter und die Welt sehr interessant und spannend, wer nach einer Romance statt Fantasy sucht, wird sich hier wohlfühlen.
    Ein Riesenspaß für die ganze Familie

    Jennifer E. Smith
    Ein Riesenspaß für die ganze Familie (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    05.07.2026

    Schuld und Vergebung

    "Ein Riesenspaß für die ganze Familie" von Jennifer E. Smith ist eine Familiengeschichte, die mich total überrascht hat, positiv.
    Die Endicott-Geschwister waren einmal eine unzertrennliche Familie, sie haben alles miteinander geteilt, Freud und Leid und haben fest zusammen gehalten. Dann muss etwas sehr einschneidendes geschehen sein, denn hier bahnt sich jetzt das erste Treffen seit vielen Jahren an.
    Nach und nach lernen wir Jude, Gemma, Connor und Roddy besser kennen und begreifen, sie sind alle irgendwie Stars, Ausnahmetalente, bis auf Gemma und sie haben alle etwas zu verbergen. So richtig uneingeschränkt sympathisch ist hier niemand und gerade das mochte ich hier sehr.
    Abwechselnd wird hier erzählt, was die einzelnen Geschwister erlebt haben, einzeln und auch gemeinsam, ihre Geschichte und auch ihre Gedanken. Es geht oft in die Vergangenheit, aber auch der gegenwärtige Erzählstrang war für mich sehr spannend.
    Die Geschichten werden mit sehr viel Gefühl und trotzdem noch einer Portion Humor erzählt, ganz klar stellt sich heraus, dass Offenheit und Ehrlichkeit nicht vor allem geschützt hätte, das Leben aber beträchtlich einfacher gemacht.
    Ich mochte diese Geschichte sehr gerne, auch wenn ich sie zum Ende etwas übertrieben fand.
    Mein erstes Sachen suchen Wimmelbuch: Fahrzeuge

    Maria Höck
    Mein erstes Sachen suchen Wimmelbuch: Fahrzeuge (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    05.07.2026

    Wird oft und gerne genutzt

    "Mein erstes Sachen suchen Wimmelbuch: Fahrzeuge" ist ein Kinderbuch von Maria Höck, illustriert von Gisa Borchers. Das Buch ist ein schön stabiles und großformatiges Exemplar, mit Pappseiten, für kleine Kinderhände. Es wird hier ab 12 Monaten empfohlen, so würde ich das auch einschätzen.
    Bei meiner kleinen Enkeltochter kommt die Mischung zwischen einigen Zeilen zum vorlesen und vielen Bildern zum betrachten und erkunden sehr gut an.
    Die Bilder sind gut und klar abgedruckt, eindeutig erkennbar und am Rand auch nochmal mit Beschriftung.
    Ganz toll auch die Details auf jeder Seite, einen Hund, den man immer wieder sieht, Tauben, kleine Kinder und auch Müll auf der Straße. So lässt sich dieses Buch jedes Mal eu und anders erkunden.
    Sind wir einmal durch, fange wir meistens gleich nochmal von vorne an, ein sehr schönes Kinderbuch, das sehr oft und lange genutzt werden wird.
    Sunny Baking Time

    Theresa Haubs
    Sunny Baking Time (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.06.2026

    Gut alltagsgeeignet

    Mit „Sunny Baking Time“ liefert Theresa Haubs genau das, was der Titel verspricht: ein Backbuch voller Leichtigkeit, guter Laune und kreativer Ideen. Während Instagram-Follower sich sofort heimisch fühlen werden, überzeugt das Buch auch komplett ohne Vorkenntnisse – so wie bei mir.
    Die Rezepte bestechen durch ihre herrlich unkomplizierte Art. Hier wird auf exotische Zutaten und komplizierte Techniken verzichtet, was die Hemmschwelle senkt und sofort zum Nachbacken einlädt. Dennoch kommt die Kreativität nicht zu kurz: Jede Seite und jedes Rezept spiegeln eine große Liebe zum Detail wider. Ob für die große Gartenparty oder den Kindergeburtstag – die Kreationen passen immer.
    Die klaren, nahbaren Anleitungen holen Profis und Spontan-Bäcker gleichermaßen ab und transportieren ein wunderbar unaufdringliches Sommergefühl. Auch wenn die Dorade im Text manchmal etwas zu bemüht modern und jugendlich wirkt, tut dies dem Gesamteindruck keinen Abbruch. Ein durchweg gelungenes Wohlfühl-Backbuch, das die Sommerlaune direkt in die heimische Backstube bringt!
    Ein weites Leben

    M. L. Stedman
    Ein weites Leben (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    24.06.2026

    Von Verlust, Geheimnissen und dem Überleben im Outback

    Auf einer australischen Schaffarm scheint die Welt der Familie MacBride noch in Ordnung zu sein, bis ein Sekundenbruchteil alles zerstört. Vater Phil und Sohn Warren sterben bei einem Unfall; der zweite Sohn, Matthew, überlebt wie durch ein Wunder schwer verletzt.
    Dieser dramatische Auftakt ist der Startschuss für M.L. Stedmans fesselnden Generationenroman, der eine Spanne von über 40 Jahren umfasst. Dass die Farm nicht untergeht, ist Lorna zu verdanken. Als willensstarke Frau beißt sie sich durch, unterstützt von Miles, den Arbeitern und ihrer Tochter Rosie. Rosie, schon immer egozentrisch und geschickt darin, Situationen zu ihren Gunsten zu manipulieren, gerät jedoch bald an ihre Grenzen. Denn eine unvorhersehbare Wendung stellt nicht nur ihr Leben, sondern auch das von Matt völlig auf den Kopf.
    Der Stil der Autorin, wunderbar transportiert durch die Übersetzung von Cornelius Hartz, besticht durch psychologische Tiefe und eine angenehme Leichtigkeit, gepaart mit ständigen Twists. Neben den lebensechten MacBrides glänzt der Roman durch seine Nebenfiguren, die oft von feinen Geheimnissen umgeben sind. Da ist Pete Peachy, der treue Freund, oder die Frau des Postmeisters, die ihre Trauer mit einer skurrilen Leidenschaft zu betäuben versucht. Spannend ist auch der Kontrast zwischen zwei Polizisten: Während der eine noch Menschlichkeit walten lässt, beharrt der nächste stur aufs Gesetz.
    Neben den familiären Dramen spiegeln sich auch die Veränderungen der Zeit auf der Farm wider. Wirtschaftliche Krisen, schwankende Wollpreise und der Boom der Rohstoffsuche fordern Matt und seinem Neffen Andy alles ab. Gekrönt wird das Ganze von Stedmans Talent, die grandiose australische Natur so bildhaft zu beschreiben, dass man die Landschaft förmlich vor Augen hat.
    Pina fällt aus

    Vera Zischke
    Pina fällt aus (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    20.06.2026

    Ein Plädoyer für mehr Mitgefühl und echtes Hinsehen

    Manche Bücher lassen einen so schnell nicht mehr los. "Pina fällt aus" von Vera Zischke ist genau so ein Jahreshighlight für mich, weil es ein absolut existenzielles Thema mit unendlich viel Wärme und Menschlichkeit behandelt.
    Pinas Leben dreht sich komplett um ihren Sohn Leo, der auch als Erwachsener intensive Pflege und Zuwendung benötigt. Pinas Aufopferung geht so weit, dass sie ihre eigene Gesundheit vergisst – bis sie schwer erkrankt auf der Intensivstation landet. In diesem Moment zeigt sich, was echte Nachbarschaft bewirken kann: Eine Gemeinschaft aus lauter schrulligen, liebenswerten Originalen trommelt sich zusammen, um Leo aufzufangen.
    Es tut beim Lesen unglaublich gut zu sehen, wie hier aus Fremden eine Familie wird, die sich achtsam und auf Augenhöhe begegnet. Ein riesiges Lob verdient dabei die Figur des Leo: Er wird ergreifend authentisch und mit tiefem Respekt dargestellt, als wertvoller Teil des Ganzen, der auf seine Weise das Beste gibt.
    Abgesehen von wenigen Ausnahmen habe ich die Hausbewohner tief ins Herz geschlossen. Dieses Buch ist ein wunderbarer Mutmacher, der den Finger in die Wunde unserer Gesellschaft legt: Es ruft dazu auf, bürokratische Hürden zu überwinden, nicht mehr wegzusehen und stattdessen die Augen für unsere Mitmenschen zu öffnen.
    REM

    Annika Strauss
    REM (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    19.06.2026

    Düstere Atmosphäre, aber vorhersehbare Pfade

    Mit „REM“ legen Annika Strauss und Sebastian Fitzek einen Thriller vor, der stark auf psychologische Alpträume setzt. Protagonistin Alysee wird seit einem Kindheitstrauma, bei dem ihr Vater verschwand, von fragmentarischen, wüsten Träumen gequält. Als sie eine surreal verwinkelte Villa erbt, schließt sich der Kreis zu ihrer Vergangenheit. Die Kulisse ist fantastisch gewählt: Das alte Gebäude und der sogenannte Blutnebel beschwören eine dichte, greifbare Horror-Atmosphäre herauf.
    Sprachlich ist das Buch absolut flüssig und angenehm zu lesen. Dass mich die Story dennoch nicht ganz abholen konnte, liegt vor allem an der fehlenden Unvorhersehbarkeit. Für Vielleser des Genres bietet der Plot leider zu wenige Überraschungen. Das Erzählmuster erinnerte mich streckenweise an den Aufbau eines Games – ein Stilmittel, das hier zwar gewollt wirkt, der emotionalen Tiefe und der echten, packenden Spannung jedoch etwas im Weg stand.
    Fazit: Durchaus lesenswert und atmosphärisch gelungen, für mich aufgrund der hohen Erwartungen jedoch kein persönliches Highlight.
    Moorland. Die Zwillinge

    Andreas Winkelmann
    Moorland. Die Zwillinge (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    02.06.2026

    Gelungener Reihenauftakt vor bildgewaltiger Kulisse

    Als bekennender Fan von Andreas Winkelmann war der Auftakt seiner neuen Reihe, „Moorland-Die Zwillinge“, ein absolutes Must-Read für mich.
    Die Prämisse ist ebenso unheimlich wie spannend: Die Zwillinge Nike und Jana verschwinden bei einem Fotoausflug in einem Moor, das sie eigentlich gut kennen. Die Suche verläuft im Sande. Parallel dazu kehrt Kommissarin Malia Gold nach Jahren in ihre alte Heimat zurück, um den Dienst anzutreten.
    Der Plot entwickelt schnell eine rasant Dynamik. Statt schneller Antworten liefert Winkelmann ein Verwirrspiel aus Verdächtigungen und Entlastungen, das die Spannung konsequent hochhält. Besonders fasziniert hat mich die Integration der Landschaft: Das Moor wird hier fast schon zu einem eigenen Charakter – lebendig, greifbar und herrlich düster. Der durchdachte Aufbau, bei dem sich Geheimnisse erst nach und nach entschlüsseln, und die gelungenen Charaktere runden das Leseerlebnis perfekt ab. Ein in sich geschlossener, starker Fall, der große Vorfreude auf den nächsten Band weckt.
    Sister, Sister

    Emily R. Austin
    Sister, Sister (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.06.2026

    Schwesternliebe

    "Sister, Sister" von Emily R. Austin ist ein Roman, den ich nicht leicht zu lesen fand.
    Das Buch erzählt die Geschichte zweier Schwestern, deren Nähe man nur leicht zwischen den Zeilen findet, sie selber sehen sich nicht als einander nahestehend.
    Im ersten Teil des Buches schreibt Sigrid Briefe, Abschiedsbriefe, durch die wir sie besser kennenlernen. Das sind tiefgehende Gedanken, aber auch Kleinigkeiten, Belanglosigkeiten, es sind Augenblicke, aus denen sich ein Leben zusammensetzt.
    Das Thema an sich ist schon schwer und durch die Gedanken der Schwestern werden noch mehr schwere Themen angesprochen und verarbeitet. Nicht immer konnte ich Gedanken und Handlungen nachvollziehen, aber immer wurde es erklärt.
    Die Schwestern hatten eine schwierige gemeinsame Kindheit, die eine hat sich mit aller Macht angepasst, die andere immer sich aufgelehnt und gekämpft. Beide wirken auf mich unverstanden und verloren.
    Das Buch ist nicht nur traurig, es gibt auch viel Hoffnung und eine Perspektive.
    Hier werden sehr schwierige Themen, in der Familie, der Politik, der Einstellung, ohne Selbstmitleid und auch mit einer Prise schwarzen Humors, angesprochen. Für mich war es keine leichte Lektüre.
    Little Hollywood

    Inga Hanka
    Little Hollywood (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.05.2026

    Atmosphärisch, authentisch und voller Nostalgie

    Ich habe „Little Hollywood“ unheimlich gerne gelesen. Inga Hanka gelingt hier ein wunderbarer Coming-of-Age-Roman, der das Lebensgefühl der 90er-Jahre perfekt einfängt. Die Mischung aus Filmzitaten, Musik und der typischen Melancholie der Zeit zwischen Schulabschluss und Erwachsenwerden hat mich sofort abgeholt.
    Die Geschichte von Leo, die zwischen ihren eigenen Träumen (einem Studium) und den familiären Problemen – einer überforderten Mutter und der latenten Bedrohung durch den Vater – feststeckt, ist berührend und authentisch. Ihre Rettung ist die Videothek „Little Hollywood“ und der anfangs unnahbare Jo, der zu ihrem Halt wird.
    Die Protagonisten sind tiefgründig und lebensecht gezeichnet. Themen wie die erste Liebe, Selbstzweifel und der Aufbruch in ein neues Leben werden sprachlich wunderschön umgesetzt. Wer Filme und die Popkultur der 90er liebt, wird dieses Buch ohnehin Elliott-winken (bzw. lieben). Lediglich das Ende war mir einen Tick zu harmonisch und passte nicht ganz zum sonst so realistischen Ton. Trotzdem ein großartiges Buch!
    Die Geister von La Spezia

    Oliver Plaschka
    Die Geister von La Spezia (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.05.2026

    Anspruchsvoller Historien-Fantasy-Mix mit atmosphärischer Tiefe

    Oliver Plaschkas „Die Geister von La Spezia“ wirft einen faszinierenden Blick auf das Jahr 1822 und das Schicksal von Mary Shelley nach dem mysteriösen Tod ihres Mannes Percy. Der Clou der Geschichte ist die Ermittlerin Pat Colombari, deren unkonventionelle Methode darin besteht, in die Erinnerungen von Zeugen einzutauchen – ein narratives Verwirrspiel aus Erinnerungen in Erinnerungen.
    Diese Perspektivwechsel ermöglichen ein intensives Eintauchen in die Epoche und die Gesellschaft rund um Lord Byron, dessen Keller düstere Geheimnisse birgt. Die Dynamik zwischen Pats moderner Denkweise und dem historischen Setting hat für mich den besonderen Reiz des Buches ausgemacht.
    Man sollte jedoch wissen, worauf man sich einlässt: Der Roman fordert eine hohe Aufmerksamkeit. Die komplexe Struktur aus wechselnden Figuren, Zeiten und Situationen macht das Zuordnen manchmal zu einer Herausforderung. Auch wenn die schaurig-geheimnisvolle Atmosphäre meisterhaft eingefangen ist, machten sich im Mittelteil spürbare Längen bemerkbar.
    Insgesamt ist diese Verwebung von realer Historie und fantastischen Elementen ebenso anspruchsvoll wie spannend – mir hat dieses literarische Experiment gut gefallen.
    Tödliche Freundinnen

    Tess Sharpe
    Tödliche Freundinnen (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    20.05.2026

    Spannend und voller Wendungen

    „Tödliche Freundinnen“ von Tess Sharpe ist mal wieder ein Thriller, der mich mit seinen Wendungen und auch dem Ausgang der Geschichte richtig überraschen konnte – das passiert mir mittlerweile nicht mehr oft.
    Mel und Chloe waren enge Freundinnen (und mehr als das), bis Chloe spurlos verschwand. Jahre später erhält Mel den beruflichen Auftrag, sie wiederzufinden. Allerdings ist sie nicht die Einzige, die Jagd auf Chloe macht, und die jeweiligen Motive der Jäger sind extrem geheimnisvoll und spannend
    Die Erzählung spielt mit unterschiedlichen Perspektiven und rasanten Zeitsprüngen. Obwohl alles in den Kapitelüberschriften angegeben ist, muss man sich gedanklich jedes Mal kurz neu einfinden. Dadurch täuscht das Buch ein gewisses Tempo vor, das eigentlich gar nicht da ist.
    Der Schreibstil hat mir ausgesprochen gut gefallen; alles ist anschaulich beschrieben und oft schwingt ein feiner, unterschwelliger Humor mit, den ich sehr mochte. Ein Thriller mit starken, taffen Frauenfiguren, den ich nur empfehlen kann – die Spannung bleibt durchweg hoch!
    Die Riesinnen

    Hannah Häffner
    Die Riesinnen (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    19.05.2026

    Generationen im Schwarzwald

    „Die Riesinnen“ von Hannah Häffner ist eine feinfühlige Erzählung, die die Frauen der Familie Riessberger über mehrere Generationen hinweg begleitet. So unterschiedlich diese Mütter und Töchter auch sein mögen – die unsichtbaren Bande zwischen ihnen sind unverkennbar. Ihr Lebensmittelpunkt ist ein kleines Dorf tief im Schwarzwald; eine Kulisse, die weit mehr als nur ein Ort ist, sondern eine ganz eigene Rolle im Leben der Frauen spielt.
    Die Geschichte beginnt mit Liese, die es an der Seite ihres Mannes, eines Metzgers, nicht leicht hat. Als sie statt des erhofften Sohnes eine Tochter, Cora, zur Welt bringt, wird das Mädchen zu ihrem ein und alles. Nach dem Tod ihres Mannes wächst Liese über sich hinaus: Sie führt die Metzgerei nicht nur weiter, sondern baut für sich und ihre Tochter etwas ganz Besonderes auf. Cora hingegen zieht es in die Ferne – sie will ein anderes Leben. Und doch treibt das Schicksal auch sie wieder zurück in den Schwarzwald, im Gepäck ihre eigene Tochter Eva.
    Ich habe dieses Buch unglaublich gerne gelesen. Hannah Häffner hat hier wundervolle, starke und zutiefst liebenswerte Frauengestalten erschaffen. Sie alle haben Ecken, Kanten und echte Persönlichkeit. Sie träumen ihre eigenen Träume, beweisen aber auch den Mut, sie an die Realitäten des Lebens anzupassen. Beim Lesen spürt man den Wandel der Zeitgeschichte, während in diesem kleinen Schwarzwaldort, in dem jeder jeden zu kennen glaubt, scheinbar vieles beim Alten bleibt.
    Der Schreibstil passt perfekt zur Dynamik der Geschichte – er schafft mal intime Nähe, mal die nötige Distanz. Ein wunderbares Buch und eine echte Herzensempfehlung!
    Das White Octopus Hotel

    Alexandra Bell
    Das White Octopus Hotel (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    19.05.2026

    Magische Zeitreisen

    "Das White Octopus Hotel" von Alexandra Bell ist eine faszinierende Mischung aus Liebesgeschichte und Zeitreise-Fantasy. Da ich Geschichten über Zeitreisen liebe – besonders, wenn sie das Hirn so richtig schön verknoten –, kam ich hier voll auf meine Kosten, denn das gelingt dem Buch wirklich gut. Die Liebesgeschichte selbst hätte ich persönlich zwar nicht unbedingt gebraucht, aber sie funktioniert wunderbar als verbindendes Element, dicht gefolgt von dem großartigen Setting.
    Die Geschichte folgt Eve, die in ihrer Kindheit einen schweren Verlust erlitten hat. Die Schuldgefühle überschatten seither ihr gesamtes Leben. Als erwachsene Frau trifft sie schließlich auf den geheimnisvollen Max, der ihr als sehr alter Mann eine Einladung ausspricht. Sie nimmt sie an – und ihr Leben verändert sich komplett.
    Das Hotel selbst habe ich geliebt: Es ist magisch, voller Wunder, glamourös und absolut faszinierend. Auch die Zeitreisen haben mir großen Spaß gemacht, selbst wenn sie zwischendurch an düstere Orte wie die Schützengräben des Ersten Weltkriegs führen. Die beiden Protagonisten mochte ich ebenfalls, auch wenn Eve für meinen Geschmack manchmal einen Tick zu viel in Selbstmitleid versinkt.
    Zwischendurch hatte ich zwar kleine Probleme, allen Zeitebenen zu folgen und den großen Zusammenhang sofort zu durchschauen, wodurch mich einige Wendungen eiskalt erwischt haben. Für mich ist es vielleicht nicht der absolut perfekte Roman, aber ich habe ihn dennoch unglaublich gerne gelesen!
    Böser, böser Wolf

    Alexandra Benedict
    Böser, böser Wolf (Buch)

    3 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    14.05.2026

    Verwirrend und unglaubhaft

    "Böser, böser Wolf" von Alexandra Benedict ist ein Thriller, in dem es um Thriller und ihre Autorinnen geht. Morde geschehen, nachdem sie geschrieben wurden und der Zusammenhang ist schnell sichtbar.
    Auch Katie erwacht so eingesperrt und wird zum schreiben gezwungen. Sie versucht verzweifelt in ihren Geschichten Hinweise zur Ergreifung des Täters, also des Wolfes zu geben und an ihrer eigenen Befreiung zu arbeiten.
    Detective Inspector Lyla Rondell ermittelt und stellt Zusammenhänge zu bekannten Märchen her und zu einem Geschehen aus ihrer eigenen Vergangenheit.
    Ich mochte die Märchenadaptionen sehr, ich mochte die finstere, morbide Atmosphäre, der Spannungsaufbau geschah sehr schnell und schon von Beginn an.
    Allerdings fehlte mir hier eine Bindung an die Protagonistinnen, ihre Handlungen und Gedanken blieben mir sehr oft fremd und nicht nachvollziehbar. Gerade zum Ende hin fand ich viele Geschehnisse sehr an den Haaren herbei gezogen und unglaubwürdig. Auch der Täter ist unverständlich und zu leicht zu beeinflussen.
    Das Buch hatte einen starken Anfang, eine noch lesenswerte Mitte und ein sehr schwaches Endspiel.
    Die Reise ans Ende der Geschichte

    Kristof Magnusson
    Die Reise ans Ende der Geschichte (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    14.05.2026

    Zwischen Goldgräberstimmung und Agenten-Absurditäten

    Kristof Magnussons „Die Reise ans Ende der Geschichte“ ist ein Roman, der die perfekte Balance hält: Er nimmt sich selbst nicht immer ernst, verliert dabei aber nie seine Relevanz. Wir landen direkt in den frühen 90ern – der Kalte Krieg ist vorbei, die Grenzen sind offen und in den Geheimdiensten herrscht eine bizarre Goldgräberstimmung.
    Im Zentrum steht Germeshausen, ein Doppelagent alter Schule, der seinen Stern sinken sieht und es noch einmal wissen will. Sein Kompagnon für das „große Ding“: Der junge Poet und Charmeur Jakob Dreiser, der eigentlich noch auf der Suche nach dem Sinn des Lebens ist. Das ungleiche Duo bricht nach Kasachstan auf, um mit Hubschraubern zu dealen – ein Vorhaben, das erwartungsgemäß im herrlichen Chaos endet.
    Magnusson verknüpft historische Fakten und reale Schauplätze mit einer irrwitzigen Story. Dank des schwarzen Humors und der bildhaften Sprache hatte ich beim Lesen oft ein Grinsen im Gesicht. Eine leichte, aber kluge Zeitreise, die mich glänzend unterhalten hat.
    Flut aus schwarzem Stahl

    Anthony Ryan
    Flut aus schwarzem Stahl (Buch)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    14.05.2026

    Epischer Auftakt mit Sogwirkung

    Nach der Rabenklingen-Saga und dem Stählernen Bund waren meine Erwartungen an Anthony Ryans neues Werk extrem hoch – und was soll ich sagen? Er hat geliefert! In „Flut aus schwarzem Stahl“ entwirft Ryan eine Welt, die genau nach meinem Geschmack ist: düster, gewaltig und voller politischer Intrigen.
    Besonders fasziniert hat mich das Worldbuilding. Man ist viel auf See unterwegs, und Ryan schafft es meisterhaft, die Wucht der Stürme und die Weite des Meeres spürbar zu machen. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt; die Charaktere sind dabei angenehm vielschichtig – von verschlagen bis grundehrlich, aber garantiert nie langweilig.
    Man trifft auf bekannte Namen aus dem Stählernen Bund. Es ist kein Vorwissen nötig, aber wer die volle Ladung Insider-Wissen will, sollte die andere Reihe vielleicht zuerst lesen.
    Zugegeben, ich brauchte ein paar Seiten, um in der komplexen Welt anzukommen, aber dann hat mich die Story nicht mehr losgelassen. Jetzt heißt es leider: Warten auf die Fortsetzung!
    Mein zärtlicher Schatten

    Johanna van Veen
    Mein zärtlicher Schatten (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    10.05.2026

    Zwischen Wahn und Wirklichkeit

    "Mein zärtlicher Schatten" von Johanna van Veen ist eine Fantasy-Geschichte, die in mehreren Ebenen erzählt wird.
    Roos wird von ihrer Mutter nicht gut behandelt, sie wird eingesperrt, muss hungern, hat oft Angst und verdient das Geld der Familie als Medium bei Seancen.
    Der Unterschied ist, Roos hat wirklich einen Geist an ihrer Seite, Ruth, ihre beste Freundin, die sie auch innig liebt.
    Agnes Knoop, Witwe und wohlhabend, kauft sie nach einer Sitzung frei und nimmt Roos mit zu sich auf ihr Anwesen.
    Was dort geschehen ist, wird nach und nach aus Roos Erinnerungen erzählt und in mehreren Patientenbefragungen durch einen Psychiater in Vorbereitung auf eine Gerichtsverhandlung.
    So erfährt man sehr langsam, was geschehen ist. Die Stimmung ist düster, teils morbide, Spannung unterschwellig vorhanden, aber viel graue und unheimliche Atmosphäre.
    Oftmals bleibt man im unklaren, was wirklich passiert und was der Einbildung der Protagonistinnen entspringt, aber gerade das macht hier den Reiz aus.
    Das Buch war für mich kein Highlight, hat mich aber gut unterhalten und gerade die Geister sehe ich noch eine ganze Weile vor Augen.
    Ins fahle Herz des Sommers

    Andreas Eschbach
    Ins fahle Herz des Sommers (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    09.05.2026

    Beklemmend, intensiv und leider viel zu kurz

    Als Fan von Andreas Eschbach und Dystopien war „Ins fahle Herz des Sommers“ für mich ein Muss – auch wenn sich die gut fünf Stunden Laufzeit im Vergleich zu seinen anderen Romanen fast wie eine Kurzgeschichte anfühlen.
    Eschbach entwirft hier ein erschreckend greifbares Szenario: Ein durch die Klimaerwärmung verglühtes Europa, entvölkert und von einer rätselhaften Seuche gezeichnet. Wir begleiten Fausto, der in einem verlassenen französischen Dorf ausharrt und nur im Schutz der Vollmondnächte Vorräte sammelt. Die Stimmung ist meisterhaft eingefangen – einsam, heiß und hoffnungslos. Als eine mysteriöse junge Frau auftaucht, die der Hitze trotzt, nimmt das Schicksal seinen Lauf.
    Mein Fazit:
    Die Geschichte hat mich sofort eingesaugt. Matthias Koeberlin liest, wie gewohnt, auf absolutem Top-Niveau. Einziger Wermutstropfen: Das Ende fühlte sich für mich etwas abrupt an. Gerade als ich vollends in dieser Welt versunken war, war es auch schon vorbei. Dennoch eine klare Empfehlung für Genre-Fans!
    Das Signal

    Ursula Poznanski
    Das Signal (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    02.05.2026

    Gefangen in den eigenen vier Wänden

    Ursula Poznanski hat mich mal wieder absolut nicht enttäuscht! In ihrem neuen Werk „Das Signal“ begleiten wir Viola Decker, die nach einem schweren Unfall im eigenen Haus nicht nur ein Bein, sondern auch ihre Erinnerung verloren hat.
    Wieder zurück daheim beginnt ein psychologisches Verwirrspiel: Ihr Mann Adam engagiert eine Pflegerin, doch Viola fühlt sich weniger betreut als vielmehr überwacht. Als ständig Dinge verschwinden, die sie für ihren Alltag braucht, beginnt sie, ihre Umgebung heimlich zu tracken – und gerät in eine gefährliche Abwärtsspirale aus Misstrauen.
    Mein Fazit:
    Man erlebt die Geschichte hautnah aus Violas Perspektive mit. Ihr zunächst winziger Radius vergrößert sich langsam, genau wie die Spannung. Die Wendungen sind clever durchdacht, auch wenn das Ende für mich einen Tick zu gewollt wirkte. Dennoch: Ein super Einstieg in die Welt von Poznanski!
    Erde 13 - Aufbruch ins Ungewisse (Erde 13, Bd. 1)

    Andreas Langer
    Erde 13 - Aufbruch ins Ungewisse (Erde 13, Bd. 1) (Buch)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    01.05.2026

    Ein purpurnes Abenteuer zwischen den Sternen

    "Erde 13“ von Andreas Langer ist ein packendes Science-Fiction-Abenteuer, das mich von der ersten Seite an abgeholt hat. Die Geschichte rund um Levi und Gwendolin (beide ca. 10 Jahre alt) ist perfekt auf die Zielgruppe zugeschnitten. Besonders hervorzuheben sind die wunderschönen Illustrationen von Alina Brost – mein einziger kleiner Wermutstropfen: Ich hätte mir sogar noch mehr davon gewünscht!
    Der Plot startet direkt emotional: Levi und seine Mutter erwachen aus dem Kälteschlaf, wohlwissend, dass sie fast alle geliebten Menschen zurücklassen mussten. Als bei der Landung auf dem neuen Planeten die Hitzeschilde versagen, findet sich eine kleine Gruppe in einer Rettungskapsel mitten in einem purpurnen See wieder. Ohne Ausrüstung beginnt ein echtes Survival-Abenteuer in einer Welt voller unbekannter Flora und Fauna. Es ist eine Freude, den Planeten durch die Augen der beiden jungen Entdecker zu erkunden. Es wird stellenweise richtig spannend und gefährlich! Ein toller Auftakt, der Lust auf mehr macht.
    1 bis 25 von 103 Rezensionen
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