PCM Hi-Res vs. SACD (DSD) – Ein klanglicher Vergleich
Bei PCM Hi-Res in 24 Bit 96 kHz wirken die Höhen brillanter und die Tiefen ausgeprägter. Insgesamt präsentiert sich das Klangbild direkter und etwas aggressiver abgestimmt. Die Mitten treten stärker hervor, und der Bass wirkt straffer sowie härter – fast so, als stünde man unmittelbar vor der Bühne, dem Lautsprecher oder direkt vor dem Sänger. Das könnte man durchaus als cineastische Klanginszenierung beziehungsweise als gewisse Effekthascherei interpretieren.
Die DSD-Wiedergabe der SACD zeichnet sich dagegen durch eine sanftere, authentischere und organischere Klangsignatur aus, ohne dabei aggressiv oder überpräsent zu erscheinen. Die Bässe erscheinen angenehm breit, geschmeidig und dennoch druckvoll. Eventuell wirkt sie etwas weniger mikrodetailreich bei moderater Lautstärke, dafür entsteht jedoch eine größere Räumlichkeit, bei der der Interpret weiter entfernt und realistischer im Raum platziert erscheint.
Fazit: Die Bässe gefallen mir bei der SACD besser. Für entspannte Hörsessions am Abend, wenn alles ruhig ist, würde ich persönlich eher zur SACD greifen. Es entsteht der Eindruck, dass es sich um zwei unterschiedliche Masterings handelt; die klangliche Wahrnehmung bleibt letztlich jedoch eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Verwendete Technik: Philips Fidelio BDP9700/12 und Denon AVR-X4000 mit Einstellung: DSD PURE DIRECT.