BluRay Version - Besser geht nicht
„Pink Floyd“ zeigen hier in beeindruckender Weise, wieviel Material in bester Qualität auf eine Blu-Ray-Disc passt.
Zunächst findet man das Originalalbum in vier Versionen: Stereo, 5.1 Surround, Quadrophonie und Dolby Atmos. Schon vor 50 Jahren experimentierten „Pink Floyd“ mit dem Vorgängerformat von Surround Sound. Der originale Quadro-Mix umkreiste auch damals die Zuhörer, wobei sehr auf die Zuordnung der verschiedenen Instrumente und Effekte auf die 4 Lautsprecher geachtet wurde. Der modernere 5.1. Surround-Mix greift viele der damaligen Ideen auf, ist aber insgesamt räumlicher angelegt. Da Dolby Atmos nicht auf meinem System läuft, ist ein Vergleich an dieser Stelle nicht möglich.
Die nächste Abteilung auf der Blu-Ray sind ca. 80 Minuten Outtakes und Demos, sie zeigen die Songs in verschiedenen Stadien. Im Unterschied zu manchen „Anthologien“ anderer Bands sind diese Versionen aber so weit ausgearbeitet, dass man sie auch gerne mehrfach anhört.
Dann bieten „Pink Floyd“ auf diesem Tonträger etwas sehr ungewöhnliches. Sie haben einen sog. „Bootleg“ von einem 75er Konzert als Zeitdokument beigefügt. Diese 2 Stunden-Aufnahme ist ein weiteres Highlight. Obwohl es ein heimlicher Mitschnitt von einem Fan im Publikum ist, klingt es fast wie eine professionelle Konzertaufnahme. Man kann diesem Fan dankbar sein, dass er dieses grandiose Konzert für die Nachwelt erhalten hat. „Pink Floyd“ stellen weit vor dem Erscheinen von „WYWH“ das Album live in einer frühen Form vor. Dabei waren noch zwei Songs, die später auf „Animals“ landeten. Es folgt eine hervorragende Live-Version von „Dark Side of the Moon“ und schließlich „Echoes“ mit einem seltenen Saxophon-Solo. „Pink Floyd“ sind hier als Live-Band auf ihrem absoluten Höhepunkt.
Aber auch an dieser Stelle ist die Disc noch nicht am Ende. Es gibt noch ein paar Trickfilm-Videos, die in den damaligen Konzerten auf einer Leinwand gezeigt wurden.
Mit dieser BluRay setzen „Pink Floyd“ Maßstäbe in Punkto Preis-Leistungsverhältnis. So viel hochwertiges Material bekommt man selten auf einem einzigen Datenträger geboten.