Bonamassa ist ein toller Gitarrist ...
Ich mach´s kurz, warum ich mit der Scheibe nicht warm werde:
Songauswahl – Gitarrensound – Gesang.
Ich schicke voraus: Joe Bonamassa ist ein toller Gitarrist.
1. Die Songauswahl. Auf meiner TOP 20 Rory-Cassette von 1987 tauchen 2/3 der Songs nicht auf. Es fehlen zu viele Rory Trademark-Songs (z.B. Laundromat, Moonchild, Going to my Hometown, Ain´t too Good, Bought and Sold, Follow Me, Calling Card, Country Mile, … ). Aber: Die Setlist kann man trotzdem so machen - Joe ist der DJ.
2. Gitarrensound. Hab ´ne Weile gebraucht, bis mir klar wurde, was mich da stört. Der ist näher an Gary Moore´s HiGain Metal-Blues (den ich immer nervig fand) als an Rorys Sound. Und das, obwohl Joe eine Strat mit SSS-Bestückung spielt. D.h. der Rest wird im Rack produziert, oder den entsprechenden Bodentretern, oder am Ende hängt ein HiGainAmp. Das geht für mich nicht, wenn ich Rory feiern will.
3. Der Gesang. Zu gepresst. Sorry Joe, aber das tut – mir – weh und geht für mich nicht. Singen war immer deine Achillesferse. Warum für dieses Projekt nicht einen „richtigen“ Sänger engagieren? Geht doch auch bei BCC ... .
4. Das Ergebnis wirkt irgendwie seelenlos. Es ergreift mich nicht. Die Originale tun es, auch wenn die meisten noch nicht mal in meiner TOP 20 auftauchen … .
5. Wie man es anders machen kann. Richie Arndt „Rorymania“, Highlight „I fall apart“. Die Solos von beiden Aufnahmen hören … .
6. Joe Bonamassa ist ein toller Gitarrist.