Großzügiges Paket
Das angebotene Gesamtpaket ist in Umfang und Qualität beeindruckend – insbesondere angesichts des sehr moderaten Preises, vor allem wenn man berücksichtigt, welche Summen bei vergleichbaren Veröffentlichungen anderer Künstler häufig aufgerufen werden. Dort zahlt man nicht selten das Drei- bis Vierfache.
Auf der Blu‑ray befinden sich vier (!) unterschiedliche Stereo‑Mixe:
– der originale Mix von 1983,
– eine alternative Fassung aus derselben Zeit, analog gemastert,
– sowie der Bruce‑Soord‑Mix, jeweils einmal mit den originalen Drums und einmal mit den 2006 neu aufgenommenen Drum‑Sounds.
Einziger Kritikpunkt ist für mich der Surround‑Mix. Das könnte allerdings daran liegen, dass er primär für Dolby Atmos optimiert wurde, während mein System lediglich 5.1 unterstützt. Zwar ist eine DTS‑Spur vorhanden, sie wirkt jedoch wie eine heruntergerechnete Atmos‑Version. Dadurch entsteht ein unausgewogenes Klangbild: Instrumente stehen nicht stabil im Raum, und zu viele zentrale Informationen wandern in die hinteren Lautsprecher. Für Hörer mit einem vollwertigen Atmos‑Setup mag das Ergebnis deutlich überzeugender sein; meine Einschätzung bezieht sich ausschließlich auf die Wiedergabe in 5.1.
Die Stereo‑Mixe hingegen gewinnen im Vergleich zu den bekannten Fassungen klar an Präsenz, Transparenz und Dynamik. Das Booklet bietet zudem zahlreiche interessante Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Albums. Neben Ian Anderson kommen auch Peter‑John Vettese, Martin Barre und David Pegg zu Wort.
Insgesamt handelt es sich um ein sehr gelungenes, sorgfältig zusammengestelltes Paket.